38. Böse Menschen melden
Im Februar 2021 wurde ich zum Gruppenleiter gewählt. Kurz darauf sprach Schwester Xin Yi mit mir über das Verhalten von Liu Hua, der Leiterin ihres Teams. Xin Yi war aufgefallen, dass Liu Hua keine echte Arbeit leistete und jeden unterdrückte und ausschloss, dessen Ansichten nicht mit ihren eigenen übereinstimmten. Als ein Bruder einige von Liu Huas Problemen aufdeckte, griff sie sich die kleinste Unvollkommenheit bei seiner Pflicht heraus, bauschte sie gewaltig auf, hackte deswegen auf ihm herum und grenzte ihn aus, wo immer sie nur konnte. Daraufhin versank er in Negativität. Es gab eine Schwester, die mit Liu Hua nicht einer Meinung war und sich bei einer Arbeitsbesprechung weigerte, auf sie zu hören. Liu Hua hegte deswegen einen Groll gegen sie und attackierte sie oft. Wann immer diese Schwester anderer Meinung war und sich weigerte, bei ihren Ideen mitzuziehen, schalt Liu Hua die Schwester und rügte sie heftig. Einmal zeigte sie sogar mit dem Finger auf sie und sagte bösartig: „Du hast ein schlechtes Kaliber und mischst dich trotzdem in alles ein!“ Sie hielt der Schwester unentwegt Standpauken, bis diese sich so eingeschränkt fühlte, dass sie Angst hatte, ihre Pflicht an Liu Huas Seite zu tun. Liu Hua hatte auch andere Brüder und Schwestern angegriffen und sich an ihnen gerächt, die ihr Vorschläge machten oder sich weigerten, ihren Anweisungen zu folgen. Einigen von ihnen warf sie vor, den Weg eines Antichristen zu gehen, und andere quälte sie, indem sie ihnen absichtlich keine Pflichten zuwies. Diese Brüder und Schwestern litten sehr darunter und fühlten sich unterdrückt. Ihre rücksichtslose Unterdrückung und Quälerei dieser Brüder und Schwestern hatte die Wirksamkeit der Kirchenarbeit stark beeinträchtigt. Als ich von Liu Huas Verhalten hörte, war ich außer mir vor Wut. Anschließend sprachen wir mit den Beteiligten und denjenigen, die von der Situation wussten, und bewiesen, dass alles wirklich stimmte. Liu Hua hatte eine heimtückische, böswillige Natur und ein starkes Verlangen nach Status. Sie hegte Groll gegen jeden, der sich ihr nicht unterwarf oder anderer Meinung war und dadurch ihren Status und ihren Ruf bedrohte, und rächte sich an ihnen. Solche Leute griff sie an, schloss sie aus und quälte sie. Ich las einige Worte Gottes, die besagen: „Darum sind es nur böse Menschen und Antichristen, die eine derart bösartige Disposition aufweisen. Wenn ein bösartiger Mensch mit jeglichen Ermahnungen, Vorwürfen, Lehren oder Hilfen, die gut gemeint sind, konfrontiert wird, ist dessen Haltung nicht die, dankbar zu sein oder sie demütig anzunehmen, sondern stattdessen wird er vor Scham wütend und empfindet extreme Feindseligkeit und extremen Hass und wird sich sogar rächen. … Wenn sie sich aus Hass an jemand anderem rächen, liegt das natürlich nicht daran, dass sie diese Person hassen oder einen alten Groll gegen sie hegen, sondern daran, dass sie ihre Fehler offengelegt hat. Das zeigt, dass der bloße Akt der Enthüllung eines Antichristen, egal, durch wen er erfolgt und egal, in welcher Beziehung derjenige zu dem Antichristen steht, dessen Hass auslösen und seine Rache schüren kann. Es spielt weder eine Rolle, wer es ist, noch, ob er die Wahrheit versteht, noch, ob es ein Leiter oder Mitarbeiter oder ein gewöhnliches Mitglied von Gottes auserwähltem Volk ist: Solange jemand den Antichristen enthüllt und ihn zurechtstutzt, wird er diese Person als einen Feind betrachten. Er wird sogar öffentlich sagen: ‚Ich werde mit jedem hart ins Gericht gehen, der mich zurechtstutzt. Wer auch immer mich zurechtstutzt, die Leichen in meinem Keller ausgräbt, dafür sorgt, dass ich von Gottes Haus verstoßen werde, oder mich meines Segensanteils beraubt, den werde ich nie in Ruhe lassen‘“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 8)). „Ganz gleich, welche Fehler sie begangen oder welche schlimmen Dinge sie getan haben, diese Menschen mit einer bösartigen Disposition werden nicht zulassen, dass irgendjemand sie entlarvt oder zurechtstutzt. Wenn jemand sie entlarvt und verärgert, werden sie wütend, schlagen zurück und lassen das Thema nie fallen. Sie haben weder Geduld noch Toleranz noch Nachsicht für andere Menschen. Auf welchen Grundsatz stützt sich ihr persönliches Verhalten? ‚Lieber andere verraten als selbst verraten zu werden.‘ Mit anderen Worten: Sie dulden es nicht, von irgendjemandem verärgert zu werden. Ist das nicht die Logik der bösen Menschen? Das ist genau die Logik der bösen Menschen. Niemand darf sie verärgern. Für sie ist es inakzeptabel, wenn sie auch nur im Geringsten von jemandem getriggert werden, und sie hassen jeden, der das tut. Sie werden diese Person weiter verfolgen und die Angelegenheit niemals ruhen lassen – so sind die bösen Menschen“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (14)). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass böse Menschen eine besonders böswillige Natur haben und dass sie die Wahrheit und diejenigen, die nach ihr streben, hassen. Sie hegen Groll gegen jeden, der sie kränkt, und suchen nach Gelegenheiten für Angriffe und Rache, um diese Person auszugrenzen und zu quälen, bis sie negativ und am Boden zerstört ist. Anhand von Liu Huas durchgängigem Verhalten wurde klar, dass sie jeden angriff und ausgrenzte, der anderer Meinung war oder ihre Interessen bedrohte. Außerdem verdrehte sie die Tatsachen, um Menschen unerbittlich zu richten und zu verurteilen, bis diese entmutigt waren. Ich erkannte, dass Liu Hua von böswilliger Natur war und dass sie im Wesentlichen ein böser Mensch war, der die Wahrheit hasste und nicht annahm. Sie musste aus der Kirche ausgeschlossen werden. Ich wusste, ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie ein böser Mensch wie Liu Hua in der Kirche schlimmes Unheil anrichtete und musste das schnell melden. Also meldeten wir Liu Huas Probleme später unserer Verantwortlichen.
Doch zu meiner großen Überraschung erhielt ich nur wenige Tage später einen Brief von unserer Verantwortlichen, Meng Ran, in dem stand: „Liu Hua ist kompetent und in der Lage, einige echte Probleme zu lösen. Obwohl sie manchmal nach ihrer verdorbenen Disposition handelt, was dazu führt, dass sich Menschen eingeschränkt fühlen, sollte man ihr eine Chance zur Buße geben, solange sie bereit ist, sich zu ändern.“ Das konnte ich einfach nicht verstehen. Liu Hua hatte eindeutig Böses getan. Das war keine einmalige Verfehlung, sie verhielt sich durchweg so. Egal, wie die Brüder und Schwestern mit ihr Gemeinschaft hielten und ihr Ratschläge gaben, sie tat keinerlei Buße und unterdrückte und quälte sie sogar. Gemäß den Worten Gottes war Liu Hua in ihrem Wesen ein böser Mensch, warum also unternahm Meng Ran nichts gegen sie? Es schien, als würde Meng Ran ganz unverhohlen einen bösen Menschen schützen. Damals meldeten auch einige Brüder und Schwestern einige von Meng Rans bösen Taten. Vor einigen Jahren hatte Meng Ran in der Kirche Zwietracht gesät, eine eigene Fraktion gebildet, nach Anhaltspunkten gegen die Leiter und Mitarbeiter gesucht und sie angegriffen, um sich selbst eine Führungsposition zu verschaffen. Ihr Handeln hatte das Kirchenleben gestört, weshalb man sie zur Selbstreflexion in die Isolation schickte. Xin Yi hatte damals von Meng Rans Verhalten erfahren und hielt anschließend mit den Brüdern und Schwestern darüber Gemeinschaft, um das Verhalten zu erkennen. Deswegen hegte Meng Ran einen Groll gegen sie. Später täuschte Meng Ran Reue vor, um das Vertrauen der Brüder und Schwestern zurückzugewinnen, und wurde Verantwortliche. Danach machte sie sich daran, sich an Xin Yi zu rächen. Einmal, als Xin Yi auf bestimmte Abweichungen und Probleme in Liu Huas Arbeit hinwies, gab Liu Hua nicht nach und geriet mit ihr in einen Streit. Meng Ran wusste, dass Liu Hua Probleme bei ihrer Pflicht hatte, schlug sich aber auf ihre Seite, um Xin Yi zu isolieren und zu unterdrücken. Dadurch fühlte sich Xin Yi sehr unterdrückt und elend, und sie wurde schwer krank. Anstatt danach über sich selbst nachzudenken, nutzte Meng Ran sogar die Gelegenheit, um Xin Yi zu verspotten. Sie missbrauchte Gottes Worte, um ihr zu Unrecht den Stempel einer Antichristin aufzudrücken. Sie wies Xin Yi scharf zurecht, weil sie angeblich den Weg eines Antichristen gehe, und verleitete die anderen Brüder und Schwestern dazu, Xin Yi ebenfalls zu kritisieren. Dieses Verhalten machte deutlich, dass Meng Ran eine bösartige Disposition hatte.
Einige Tage später nahm Meng Ran an unserer Versammlung teil und verteidigte Liu Hua mit den Worten: „Man kann nicht sagen, dass das nur Liu Huas Problem ist, auch andere tragen Schuld. Wir sollten ihr eine Chance zur Buße geben! Sie scheint sich in letzter Zeit ziemlich gut zu verhalten und ist bei ihrer Pflicht sehr aktiv …“ Als ich versuchte, mit Meng Ran über die Grundsätze zur Unterscheidung böser Menschen Gemeinschaft zu halten, schien sie überhaupt nicht zuzuhören. Das bestärkte uns in der Überzeugung, dass sie Liu Hua bewusst schützte. Meng Ran war eine Verantwortliche; sie sah klar, dass Liu Hua ein böser Mensch war, unternahm aber nichts und diente ihr stattdessen als Schutzschild. Mehr noch, Meng Ran selbst hatte eine besonders böswillige Natur – sie nahm die Wahrheit nicht an, störte fortwährend die Arbeit der Kirche und unterdrückte und quälte die Brüder und Schwestern. Wenn man die Grundsätze anlegte, war sie also höchstwahrscheinlich ebenfalls ein böser Mensch. In der damaligen Situation wusste ich, dass ich dies meinem Leiter melden und Meng Rans und Liu Huas Taten aufdecken musste, um die Interessen der Kirche zu schützen. Aber dann kam mir der Gedanke, dass Meng Ran eine Verantwortliche war – sie würde mich vielleicht genauso unterdrücken wie die anderen, wenn ich sie kränkte, indem ich ihre Probleme meldete. Womöglich würde ich entlassen, noch bevor die Probleme überhaupt gelöst wären. Und wenn Meng Ran einen Vorwand fände, um mich von meiner Pflicht abzuhalten, wie könnte ich dann weiter nach der Wahrheit streben und Errettung erlangen? Bei diesem Gedanken seufzte ich und dachte: „Ach, wie das Sprichwort sagt: ‚Der Vogel, der seinen Hals herausstreckt, wird abgeschossen‘. Besser, ich halte mich da raus. Je weniger Probleme, desto besser. Es ist wichtig, dass ich mich selbst schütze.“ Ich spürte, wie ich anfing, einen Rückzieher machen und Kompromisse eingehen zu wollen, und mir fehlte der Mut, die Wahrheit zu praktizieren. Aber als ich an die Brüder und Schwestern dachte, die von Liu Hua und Meng Ran unterdrückt wurden und in ständigem Leid lebten, packte mich das schlechte Gewissen. Ich war hin- und hergerissen und wusste nicht, wie ich mich entscheiden sollte: Wenn ich die Sache nicht meldete, schützte ich die Interessen der Kirche nicht. Aber wenn ich sie meldete, könnte ich meiner Pflicht enthoben werden und hätte dann keine guten Aussichten und auch keinen guten Bestimmungsort mehr. In diesem Moment wurde mir klar, dass mit meinem Zustand etwas nicht stimmte – benahm ich mich nicht wie ein Feigling? Mir fehlte jeder Gerechtigkeitssinn und ich nahm keine Rücksicht auf Gottes Absichten. Ich durfte nicht so rückgratlos und gewissenlos sein, ich musste mich für die Interessen der Kirche einsetzen. Aber als es dann tatsächlich an der Zeit war, Liu Hua und Meng Ran zu melden, war ich zögerlich und ängstlich. Also trat ich vor Gott, betete und bat Ihn, mich zu führen und mir Glauben und Mut zu schenken. Danach erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Wort: „In dieser Versammlung ist kein Essen und Trinken erfolgt; ihr alle sagt, dass ihr Gottes Bürde berücksichtigt und das Zeugnis der Kirche verteidigen werdet, doch wer unter euch hat wirklich Gottes Bürde berücksichtigt? Frag dich selbst: Bist du jemand, der Rücksicht auf Seine Bürde genommen hat? Kannst du für Ihn Gerechtigkeit ausüben? Kannst du aufstehen und für Mich sprechen? Kannst du unerschütterlich die Wahrheit in die Praxis umsetzen? Bist du tapfer genug, um alle Taten Satans zu bekämpfen? Wärst du in der Lage, deine Gefühle beiseitezulassen und Satan bloßzustellen, um Meiner Wahrheit willen? Kannst du zulassen, dass Meine Absichten in dir zufriedengestellt werden? Hast du im entscheidendsten aller Momente dein Herz geopfert? Bist du jemand, der Meinen Willen befolgt? Stell dir selbst diese Fragen und denke oft über sie nach“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 13). Als ich über Gottes Fragen nachdachte, fühlte ich mich ziemlich zurechtgewiesen. Ich sagte anderen oft, wir müssten auf Gottes Bürde Rücksicht nehmen und einen Sinn für Gerechtigkeit haben, wir müssten die Wahrheit praktizieren und Antichristen und böse Menschen aufdecken und melden, um die Interessen der Kirche zu schützen. Aber als etwas geschah, das meine eigenen Interessen bedrohte, bekam ich Angst und machte einen Rückzieher. Ich hatte erkannt, dass Liu Hua ein böser Mensch war, aber als ich sah, wie Meng Ran sie schützte, war ich von Meng Rans Status und Autorität eingeschüchtert und wagte nicht, an den Grundsätzen festzuhalten. Ich befürchtete, ich würde unterdrückt, meiner Pflicht enthoben und meine Chance auf Errettung verlieren, also gab ich ihrem Status und ihrer Autorität nach. War das nicht ein Kompromiss mit Satan, ein Kniefall vor ihm? Bei meiner Pflicht schützte ich nicht die Interessen der Kirche; ich hatte nur meine eigenen Aussichten und mein Schicksal im Sinn. In diesem entscheidenden Moment hatte ich die Interessen der Kirche nicht an die erste Stelle gesetzt und tatenlos zugesehen, wie böse Menschen die Arbeit der Kirche störten und die Brüder und Schwestern unterdrückten. Biss ich damit nicht die Hand, die mich fütterte? Ich war so selbstsüchtig und verachtenswert – wo waren mein Gewissen und meine Vernunft geblieben? Als ich über all das nachdachte, empfand ich tiefe Reue und wusste, dass ich Stellung beziehen und die Interessen der Kirche schützen musste. Ich musste die Übeltaten von Liu Hua und Meng Ran melden; ich durfte nicht zulassen, dass sie weiterhin Böses in der Kirche trieben. Danach meldeten wir Liu Hua und Meng Ran unserer Leiterin.
Als die Leiterin unseren Brief erhielt, sagte sie, sie würde sich so bald wie möglich um die Angelegenheit kümmern, aber dann kam ihr etwas anderes dazwischen. Die Tage vergingen, und ich wurde ungeduldig. Eine Unruhe machte sich in mir breit und ich fragte mich: „Warum braucht die Leiterin so lange, um diese Probleme zu lösen? Was, wenn sie sich zuerst bei anderen über die Situation erkundigt und Meng Ran herausfindet, dass wir sie gemeldet haben? Wird Meng Ran uns dann quälen?“ Gerade als ich mich besonders quälte, fiel mir plötzlich eine Passage aus Gottes Wort ein: „Wenn du mit wirklichen Problemen konfrontiert wirst, wie solltest du die Autorität Gottes und Seine Souveränität erkennen und verstehen? Wenn du diesen Problemen gegenüberstehst und nicht weißt, wie sie zu verstehen, zu lösen und zu erfahren sind, welche Haltung solltest du dann einnehmen, um deine Absicht, deinen Wunsch, dich Gottes Souveränität und Anordnungen zu unterwerfen und die Wirklichkeit deiner Unterwerfung unter Gottes Souveränität und Anordnungen zu zeigen? Zuerst musst du lernen zu warten; dann musst du lernen zu suchen und dann musst du lernen dich zu unterwerfen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige III). Als ich über Gottes Worte nachdachte, schämte ich mich. Ich hatte erwartet, dass die Sache nach meiner Meldung schnell erledigt würde. Als sich die Ankunft der Leiterin also immer weiter verzögerte, fing ich an, mir Sorgen zu machen. Ich lebte in Angst und Sorge und dachte nur an meinen Selbstschutz, ohne das geringste Fünkchen wahren Glaubens an Gott. Durch Gottes Worte verstand ich, dass alles der Herrschaft Gottes und Seinen Anordnungen unterliegt. Wenn wir Dinge erleben, müssen wir auf Gottes Herrschaft vertrauen und lernen, zu warten und uns zu unterwerfen. Nachdem ich das erkannt hatte, betete ich zu Gott, vertraute Ihm diese Angelegenheit an und blickte zu Ihm auf. Zu meiner Überraschung wurde Liu Hua kurz darauf aus verschiedenen Gründen, unter anderem wegen ihrer Unfähigkeit, echte Arbeit zu leisten, zum Rücktritt gezwungen. Danach waren die Brüder und Schwestern von ihrer Unterdrückung befreit und konnten ihre Pflichten normal ausführen. Ich sah, dass alles in Gottes Händen lag, dass alles das Ergebnis Seiner Herrschaft und Seiner Anordnungen war, und mein Glaube wurde stärker. Aber obwohl Liu Hua zurückgetreten war, waren ihre Übeltaten noch immer nicht eingestuft und bearbeitet worden, und auch Meng Rans Probleme waren noch ungelöst. Ich wusste, wir mussten die Sache weiter melden, bis diese Probleme ein für alle Mal aus der Welt geschafft waren.
Einige Tage später kam Xia Yu, unsere Leiterin, um die Situation zu untersuchen, und wir setzten sie über die Einzelheiten von Liu Huas und Meng Rans Übeltaten ins Bild. Doch als wir über Meng Rans Verhalten sprachen, stellten wir zu unserem Entsetzen fest, dass Xia Yu mit ihrer Entlassung nicht einverstanden war. Sie behauptete, Meng Ran sei ziemlich kompetent und sagte sogar: „Glaubt ihr etwa, es ist einfach, eine Verantwortliche zu fördern? Wir haben fast zwei Jahre gebraucht, um Meng Ran zu fördern. Wenn wir sie entlassen, nur weil ihr das verlangt, wo sollen wir dann einen Ersatz finden? Denkt ihr, unsere Arbeit ist ein Kinderspiel?“ Als ich das hörte, dachte ich: „Du berücksichtigst nur ihre oberflächliche Kompetenz, aber nicht ihre Menschlichkeit und ihre Wesensnatur. Wenn du Menschen nicht aufgrund ihres Wesens erkennst und behandelst, wo bleiben da die Grundsätze?“ Daraufhin sagte Xia Yu, sie müsse die Angelegenheit weiter untersuchen, und die Versammlung wurde eilig beendet. Später hielten wir noch zweimal Gemeinschaft mit Meng Ran, aber sie weigerte sich nicht nur, es anzunehmen, sie stutzte uns sogar zurecht. Ich erkannte, dass Meng Ran sich konsequent weigerte, Zurechtstutzung anzunehmen, und dass sie der Wahrheit abgeneigt war und sie hasste – sie offenbarte sich als ein böser Mensch. Doch als wir unserer Leiterin die Situation meldeten, waren wir über ihre Antwort erneut völlig fassungslos. Xia Yu schrieb uns, Liu Hua habe zwar tatsächlich einige böse Taten begangen, zeige aber nun den Willen zur Buße. Xia Yu meinte, sie glaube nicht, dass Liu Hua in ihrem Wesen ein böser Mensch sei, sondern dass sie einfach eine sehr verdorbene Disposition habe. Man solle Liu Hua eine weitere Chance zur Buße geben. In dem Brief stand auch, dass Meng Ran zwar einige Verhaltensweisen eines bösen Menschen an den Tag lege, dies aber nur Offenbarungen ihrer verdorbenen Disposition seien. Am Ende des Briefes ermahnte uns Xia Yu, über uns selbst nachzudenken, Selbsterkenntnis zu erlangen, Menschen fair zu behandeln und mehr zu tun, um anderen zu helfen. Nachdem ich den Brief gelesen hatte, war ich wie vom Donner gerührt und fühlte mich unterdrückt und niedergeschlagen. Wenn Xia Yu nicht damit einverstanden war, etwas gegen Liu Hua und Meng Ran zu unternehmen, könnten sie weiterhin ungestört die Kirche tyrannisieren, die Brüder und Schwestern quälen und unterdrücken und die Arbeit der Kirche stören. Duldete Xia Yu da nicht das Übeltun böser Menschen? Ich hatte geglaubt, da Xia Yu eine Leiterin war, würde sie uns helfen, uns mit diesen bösen Menschen auseinanderzusetzen und die Brüder und Schwestern zu schützen. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass sie die Sache so angehen würde. Es war sehr bedrückend zu sehen, dass nichts gegen Liu Hua und Meng Ran unternommen wurde, und ich wusste nicht, was ich als Nächstes tun sollte. Ich steckte in einer Zwickmühle – ich wollte mit der Sache nichts mehr zu tun haben, aber mein Gewissen meldete sich und ich spürte, dass ich hartnäckig bleiben und es den oberen Ebenen melden sollte. Aber die Dinge wurden immer komplizierter; ich konnte es mir nicht leisten, eine Verantwortliche zu kränken, geschweige denn eine Leiterin. Wenn ich diese Probleme weitermeldete, müsste ich am Ende die Konsequenzen tragen? Dass sie mir das Leben schwer machen würden, wäre meine geringste Sorge – sie könnten mich sogar meiner Pflicht entheben, unterdrücken und ausschließen. Wie sollte ich dann Errettung erlangen? Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Sorgen machte ich mir, desto mehr Angst bekam ich und desto unterdrückter und gequälter fühlte ich mich. Mir wurde klar, dass mein Zustand falsch war. Ich betete eilig zu Gott und bat Ihn, mich anzuleiten, die Wahrheit zu praktizieren.
Eines Tages stieß ich auf eine Passage aus Gottes Wort, in der es hieß: „Welche Einstellung sollten die Menschen haben, wenn es darum geht, wie sie einen Leiter oder Mitarbeiter behandeln? Wenn das, was ein Leiter oder Mitarbeiter tut, richtig ist und der Wahrheit entspricht, dann kannst du ihm gehorchen; wenn das, was er tut, falsch ist und nicht der Wahrheit entspricht, dann solltest du ihm nicht gehorchen und kannst ihn bloßstellen, ihm widersprechen und eine andere Meinung vertreten. Wenn er nicht in der Lage ist, tatsächliche Arbeit zu leisten, oder er böse Taten begeht, die die Arbeit der Kirche stören, und sich als falscher Leiter, falscher Mitarbeiter oder Antichrist offenbart, dann kannst du ihn erkennen, ihn entlarven und ihn melden. Manche von Gottes auserwähltem Volk verstehen jedoch die Wahrheit nicht und sind besonders feige; sie fürchten, von falschen Leitern und Antichristen unterdrückt und gequält zu werden, und wagen es deshalb nicht, die Grundsätze zu wahren. Sie sagen: ‚Wenn der Leiter mich rauswirft, bin ich erledigt; wenn er alle dazu bringt, mich bloßzustellen oder mir den Rücken zuzukehren, dann werde ich nicht mehr an Gott glauben können. Wenn ich aus der Kirche ausgeschlossen werde, wird Gott mich nicht wollen und mich nicht retten. Wäre mein Glaube dann nicht umsonst gewesen?‘ Ist eine solche Denkweise nicht lächerlich? Haben solche Menschen wirklich wahren Glauben an Gott? Würde ein falscher Leiter oder ein Antichrist als Gottes Stellvertreter handeln, wenn er dich ausschließt? Wenn ein falscher Leiter oder Antichrist dich quält und ausschließt, ist das Satans Werk und hat nichts mit Gott zu tun; wenn Menschen aus der Kirche entfernt oder ausgeschlossen werden, entspricht dies nur Gottes Absichten, wenn es von der Kirche und allen Auserwählten Gottes gemeinsam entschieden wird und wenn das Entfernen oder der Ausschluss vollständig mit den Arbeitsanordnungen von Gottes Haus und den Wahrheitsgrundsätzen von Gottes Worten übereinstimmt. Wie könnte der Ausschluss durch einen falschen Leiter oder Antichristen bedeuten, dass du nicht mehr gerettet werden kannst? Das ist Verfolgung durch Satan und den Antichristen und bedeutet nicht, dass Gott dich nicht retten wird. Ob du gerettet werden kannst, hängt von Gott ab. Kein Mensch ist berechtigt, zu entscheiden, ob du von Gott gerettet werden kannst. Darüber musst du dir im Klaren sein. Und dass du, wenn du von einem falschen Leiter oder Antichristen ausgeschlossen wirst, es als Ausschluss durch Gott betrachtest – ist das nicht eine Fehlinterpretation Gottes? Doch, das ist es. Und es ist nicht nur eine Fehlinterpretation Gottes, sondern auch ein Aufbegehren gegen Gott. Außerdem ist es auch eine Art von Gotteslästerung. Und ist es nicht unwissend und töricht, Gott auf diese Weise misszuverstehen? Wenn dich ein falscher Leiter oder Antichrist ausschließt, warum suchst du dann nicht nach der Wahrheit? Warum wendest du dich nicht an jemanden, der die Wahrheit versteht, um zu einem gewissen Urteilsvermögen zu gelangen? Und warum meldest du das nicht den höheren Instanzen? Das beweist, dass du nicht glaubst, dass im Haus Gottes die Wahrheit regiert; es zeigt, dass du keinen wahren Glauben an Gott hast und dass du niemand bist, der wirklich an Gott glaubt. Wenn du auf die Allmacht Gottes vertraust, warum fürchtest du dann die Rache eines falschen Leiters oder eines Antichristen? Können sie dein Schicksal bestimmen? Wenn du urteilsfähig bist und feststellst, dass ihr Handeln im Widerspruch zur Wahrheit steht, warum hältst du dann nicht Gemeinschaft mit Gottes auserwähltem Volk, das die Wahrheit versteht? Du hast einen Mund, warum also traust du dich nicht, ihn aufzumachen? Warum hast du solche Angst vor einem falschen Leiter oder einem Antichristen? Das beweist, dass du ein Feigling bist, ein Taugenichts, ein Lakai Satans. … Wenn du an Gott glaubst, aber statt dich Gott zu unterwerfen, Gottes Feinden nachgibst und bei ihnen – den Antichristen – Zuflucht nimmst und du infolgedessen von diesen Antichristen manipuliert und misshandelt wirst, dann hast du dir das selber eingehandelt. Hast du das nicht verdient? Wenn du den Antichristen als deinen Gebieter ansiehst, als deinen Leiter, als eine Schulter zum Anlehnen, dann nimmst du Zuflucht bei Satan, folgst Satan, was bedeutet, dass du abgeirrt bist, den falschen Weg eingeschlagen und die Straße ohne Wiederkehr betreten hast. Welche Einstellung solltest du zu Antichristen haben? Du solltest sie entlarven und gegen sie kämpfen. Wenn es da nur ein oder zwei von euch gibt und ihr zu schwach seid, um euch den Antichristen allein zu stellen, dann solltet ihr euch mit mehreren, die die Wahrheit verstehen, verbünden, um diese Antichristen zu melden und zu entlarven, und ihr solltet weitermachen, bis sie entfernt sind“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 3. Sie grenzen diejenigen, die nach der Wahrheit streben, aus und greifen sie an). Gottes Worte entlarvten meine falschen Ansichten. Als es darum ging, diese bösen Menschen zu melden, hatte ich es immer wieder versäumt, an den Grundsätzen festzuhalten, die Wahrheit zu praktizieren und die Interessen der Kirche zu schützen, weil ich Angst hatte, die Leiter und Mitarbeiter würden mich unterdrücken, mir das Leben schwer machen oder mich sogar verurteilen und ausschließen und mir so die Möglichkeit auf Errettung nehmen. Also habe ich bei ihren Taten einfach ein Auge zugedrückt und mich nicht getraut, an den Grundsätzen festzuhalten und sie weiterhin zu melden und aufzudecken. Ich redete oft davon, dass im Hause Gottes die Wahrheit und Christus regieren, aber als ich mit der tatsächlichen Situation konfrontiert wurde, fehlte es mir an wahrer Erkenntnis und wahrem Glauben an Gott. Ich glaubte nicht wirklich daran, dass Gott über alle Dinge herrscht und unsere Schicksale lenkt. Ich maß dem Status und der Macht böser Menschen eine enorme Bedeutung bei und fürchtete sie. Tatsächlich ist es so, dass falsche Leiter, Antichristen und böse Menschen, egal wie viel Status und Autorität sie erlangen, niemals unser Schicksal kontrollieren oder darüber entscheiden können, ob wir Errettung erlangen. Egal wie grausam sie werden, sie können Gottes Autorität nicht übertreffen. Selbst wenn ich von bösen Menschen unterdrückt würde und vorübergehend meine Pflicht nicht tun könnte, bedeutete das nicht, dass ich meine Chance auf Errettung verlieren würde. Gott prüft alles genau – solange ich also nach der Wahrheit strebe und sie praktiziere, kann ich letztendlich trotzdem Gottes Errettung erlangen. Darüber hinaus können sich diese bösen Menschen in der Kirche nicht auf Dauer halten; sie alle werden früher oder später enthüllt und ausgemustert. Aber ich hatte fälschlicherweise geglaubt, eine Leiterin würde über meine Aussichten und mein Schicksal bestimmen und ich würde, sobald ich sie kränkte, meine Pflicht und jede Chance auf Errettung verlieren. Wie töricht und verworren ich doch war! Wo war da mein wahrer Glaube an Gott? An diesem Punkt dachte ich darüber nach, warum es mir in dieser Angelegenheit nicht gelungen war, die Wahrheit zu praktizieren, und was die Wurzel meines Problems war.
Später stieß ich auf diese Passage aus Gottes Worten: „Satan verdirbt Menschen durch die Bildung und den Einfluss der nationalen Regierungen und der Berühmtheiten und der Großen. Ihre teuflischen Worte sind zum Leben und zur Natur des Menschen geworden. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ ist ein sehr bekanntes satanisches Sprichwort, das jedem eingeflößt wurde, und es ist zum Leben des Menschen geworden. Es gibt andere Worte an Philosophien für weltliche Belange, die genauso sind. Satan benutzt die traditionelle Kultur jeder Nation, um die Menschheit zu erziehen, in die Irre zu führen und zu verderben, was herbeiführt, dass die Menschheit in einen grenzenlosen Abgrund der Zerstörung stürzt und von ihm verschlungen wird, und am Ende werden die Menschen von Gott vernichtet, weil sie Satan dienen und sich Gott widersetzen. … Es gibt noch viele satanische Gifte im Leben der Menschen, in ihrem Verhalten und ihrem Benehmen. Zum Beispiel sind ihre Philosophien für weltliche Belange, ihre Art zu handeln und ihre Maximen mit den Giften des großen roten Drachen angefüllt, und diese kommen alle von Satan. Somit sind sämtliche Dinge, die durch die Knochen und das Blut der Menschen fließen, von Satan. All die Amtsträger, diejenigen, die Macht innehaben, und diejenigen, die viel erreicht haben, haben ihre eigenen Wege und Geheimnisse zum Erfolg. Repräsentieren solche Geheimnisse nicht bestens ihre Natur? Sie haben solch große Dinge in der Welt getan und niemand kann ihre Pläne und Intrigen dahinter durchschauen. Dies ist der Beweis dafür, wie heimtückisch und giftig ihre Natur ist. Die Menschheit ist zu stark durch Satan verdorben worden. Das Gift Satans fließt durch das Blut eines jeden Menschen, und man kann sagen, dass die Natur des Menschen verdorben, niederträchtig und antagonistisch ist, im Widerstand zu Gott steht, und von den Philosophien und Giften Satans erfüllt und durchtränkt ist. Sie ist gänzlich zur Wesensnatur Satans geworden. Deshalb widersetzen sich die Menschen Gott und stehen im Gegensatz zu Gott. Die Menschen können sich selbst leicht erkennen, wenn ihre Natur auf diese Weise seziert wird“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Durch das, was Gottes Worte entlarvten, entdeckte ich die Wurzel meiner Unfähigkeit, die Wahrheit zu praktizieren: Ich war von Satan einfach zu tief verdorben worden. Von klein auf war ich durch die Schule gebildet und durch die Gesellschaft geprägt worden, was mir viele von Satans Giften eingeflößt hatte, wie zum Beispiel: „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“, „Je weniger Probleme, desto besser“, „Lass die Dinge treiben, wenn sie dich persönlich nicht betreffen“ und „Kluge Menschen wissen sich zu schützen und bemühen sich, nur keine Fehler zu machen“. Da ich nach diesen satanischen Giften lebte, schützte ich immer meine eigenen Interessen und dachte bei allem, was mir zustieß, zuerst an meine Aussichten und mein Schicksal, anstatt an die Interessen der Kirche. Ich hatte erkannt, dass Liu Hua und Meng Ran böse Menschen waren, dass sie die Arbeit der Kirche behindert und geschädigt hatten, und dass die Brüder und Schwestern unter ihrer Unterdrückung unsäglich litten, aber ich zog es vor, die Situation zu meiden und zu ignorieren, um meine eigenen Interessen zu schützen. Ich schützte die Arbeit der Kirche nicht. Es ist Gottes Absicht, dass alle Antichristen, bösen Menschen und Ungläubigen aus der Kirche entfernt werden, damit die Brüder und Schwestern ein normales Kirchenleben führen, nach der Wahrheit streben und ihre Pflichten ausführen können. Doch ich war zaghaft und übervorsichtig und wagte nicht, Stellung zu beziehen und diese bösen Menschen aufzudecken, selbst nachdem ich gesehen hatte, wie sie andere unterdrückten und die Arbeit der Kirche störten – alles nur, um meine eigenen Interessen zu schützen. Stand ich damit nicht auf der Seite Satans und duldete, wie diese bösen Menschen die Kirche tyrannisierten? Machte ich mich nicht zu ihrem Komplizen? Ich glaubte nur dem Namen nach an Gott und folgte Ihm, doch in Wirklichkeit schützte ich Satan und stand auf der Seite der Bösen. In einem entscheidenden Moment kehrte ich der Kirche den Rücken, schützte nur mich selbst, anstatt die Interessen der Kirche zu berücksichtigen. Mir wurde klar, wie hinterlistig und selbstsüchtig ich gewesen war. Gottes Königreich will Menschen, die ehrlich sind und einen Sinn für Gerechtigkeit haben. Hinterlistige, selbstsüchtige Menschen, die nur ihre eigenen Interessen schützen, sind des Satans, und Gott wird sie nicht erretten.
Danach stieß ich auf die folgende Passage aus Gottes Worten: „Antichristen haben extrem bösartige Dispositionen. Wenn du versuchst, sie zurechtzustutzen oder zu enthüllen, werden sie dich hassen und sich in dich verbeißen, als wären sie giftige Schlangen. Du wirst sie nicht abschütteln oder loswerden können, wie sehr du dich auch bemühst. Wenn ihr solchen Antichristen begegnet, habt ihr dann Angst? Manche Menschen haben Angst und sagen: ‚Ich wage es nicht, sie zurechtzustutzen. Sie sind so wild, wie giftige Schlangen, und wenn sie sich um mich schlingen, bin ich erledigt.‘ Was sind das für Menschen? Ihnen fehlt es an Größe, sie taugen nichts, sie sind keine guten Soldaten Christi und können nicht für Gott Zeugnis ablegen. Was solltet ihr also tun, wenn ihr solchen Antichristen begegnet? Wenn sie dich bedrohen oder versuchen, dir das Leben zu nehmen, hättest du dann Angst? In solchen Situationen musst du dich schnell mit deinen Brüdern und Schwestern zusammentun, vortreten, nachforschen, Beweise sammeln und den Antichristen enthüllen, bis er aus der Kirche entfernt wird. Das heißt es, so ein Problem gründlich zu beseitigen. … Gottes auserwähltes Volk sollte immer Gottes Auftrag vor Augen haben. Böse Menschen und Antichristen aus der Kirche zu bereinigen, ist der entscheidende Kampf im Krieg gegen Satan. Wenn dieser Kampf gewonnen wird, wird das zu einem Zeugnis eines Überwinders. Der Kampf gegen Satane und böse Teufel ist ein Erfahrungszeugnis, das die Mitglieder von Gottes auserwähltem Volk haben sollten. Es ist eine Wahrheitsrealität, die Überwinder besitzen müssen. Gott hat den Menschen so viel Wahrheit geschenkt, hat dich so lange geführt und dich mit so viel versorgt, damit du Zeugnis ablegst und die Arbeit der Kirche wahrst. Wie sich herausstellt, wirst du ängstlich und schreckst zurück und rennst mit eingezogenem Kopf weg, wenn böse Menschen und Antichristen böse Taten begehen und die Arbeit der Kirche stören – du taugst zu nichts. Du kannst Satane nicht überwinden, du hast kein Zeugnis abgelegt, und Gott verabscheut dich. In diesem entscheidenden Moment musst du antreten und die Satane bekriegen, die bösen Taten der Antichristen enthüllen und sie verurteilen und verfluchen, damit sie sich nirgendwo verstecken können und die Kirche von ihnen bereinigt wird. Nur das kann als ein Sieg über Satane und als Beendigung ihres Schicksals gezählt werden. Du bist ein Mitglied von Gottes auserwähltem Volk, ein Anhänger Gottes. Du darfst keine Angst vor Herausforderungen haben; du musst nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln. Das bedeutet es, ein Überwinder zu sein. Wenn du Angst vor Herausforderungen hast und Kompromisse eingehst, weil du die Rache böser Menschen oder Antichristen fürchtest, dann folgst du Gott nicht nach und gehörst nicht zu Gottes auserwähltem Volk. Du bist ein Taugenichts und sogar weniger wert als Dienende“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 8)). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Ich musste aufhören, Angst vor Satans Mächten der Finsternis zu haben, ich musste aufhören, mich selbst zu schützen und nutzlos zu sein. Ich musste Stellung beziehen, um die bösen Menschen in der Kirche aufzudecken und die Interessen der Kirche zu schützen – das war meine Pflicht und meine Verantwortung. Gottes Worte zeigten mir auch einen Weg der Praxis: Auch wenn die Kraft eines Einzelnen begrenzt ist, konnte ich mich doch mit anderen Brüdern und Schwestern zusammentun, die einen Sinn für Gerechtigkeit hatten, um diese bösen Menschen zu melden und aufzudecken. So konnten wir unser Kirchenleben schützen, die Brüder und Schwestern vor den Störungen durch Satans Mächte bewahren und sicherstellen, dass mit diesen bösen Menschen auf angemessene Art und Weise umgegangen wurde. Selbst wenn ich unterdrückt und gequält würde, würde ich mich Satans Mächten nicht beugen. Danach ließ ich mich nicht mehr von Satans dunklem Einfluss einschränken und dachte nicht mehr an meine eigenen Aussichten und mein Schicksal. Ich tat mich mit anderen Brüdern und Schwestern zusammen und meldete Meng Rans Probleme einem anderen Leiter. Nachdem der Leiter die Situation untersucht hatte, entließ er Meng Ran. Ich war überglücklich, als Meng Ran endlich entlassen wurde, und mein Herz war voller Dankbarkeit gegenüber Gott. Danach halfen wir dem Leiter, alle Übeltaten von Liu Hua und Meng Ran zu erfassen. Beide wurden anschließend als böse Menschen eingestuft und ausgeschlossen, während Xia Yu als falsche Leiterin entlassen wurde, weil sie keine echte Arbeit geleistet und geduldet hatte, dass böse Menschen in der Kirche ihr Unheil trieben und Böses taten. Nachdem die Störungen durch diese bösen Menschen beseitigt waren, kehrte wieder Ruhe in unser Kirchenleben ein, und die Brüder und Schwestern konnten ihren Pflichten normal nachgehen. Bald darauf zeigten alle Projekte in der Kirche Ergebnisse.
Durch diese Erfahrung erkannte ich, dass alles der Herrschaft Gottes und Seinen Anordnungen unterliegt, und ich wurde auch Zeuge von Gottes Gerechtigkeit. Satans böse Mächte können im Hause Gottes keinen festen Stand haben – diejenigen, die enthüllt werden sollen, werden früher oder später alle enthüllt und ausgemustert. Wenn ich zurückblicke, wie Meng Ran uns behinderte, als wir Liu Hua meldeten und entlarvten, und wie Xia Yu versuchte, uns davon abzuhalten, Meng Ran zu melden – damals hatte ich nicht verstanden, warum Gott das zuließ. Aber jetzt sehe ich, dass Gott durch Liu Hua nacheinander eine noch tiefer verborgene böse Person und eine falsche Leiterin enthüllte. Dadurch gewann ich an Unterscheidungsvermögen und lernte wertvolle Lektionen. Gott ist wirklich weise! Obwohl der Prozess der Meldung dieser Personen voller Irrungen und Wirrungen war, führten mich Gottes Worte jeden Schritt des Weges und gaben mir Erkenntnis über Gottes Weisheit und Allmacht. Ich sah, dass im Hause Gottes wahrhaftig die Wahrheit und die Gerechtigkeit regieren. Das schenkte mir einen noch tieferen Glauben an Gott und half mir, meine selbstsüchtige, hinterlistige Natur zu verstehen. All das hätte ich in einem bequemen Umfeld niemals lernen können. Dank sei Gott!