95. Ich werde Gott nicht mehr einschränken
Schon von klein auf glaubte ich mit meiner Mutter an den Herrn Jesus und durfte Seine reiche Gnade und Seinen reichen Segen erfahren. Das ließ mich die große Barmherzigkeit und Liebe des Herrn Jesus für die Menschen zutiefst spüren. Da ich in der Gnade des Herrn aufwuchs, war ich es gewohnt, Ihn um Gnade zu bitten. Wann immer ich Schwierigkeiten hatte, betete ich zum Herrn, und wenn ich gesündigt hatte, trat ich vor Ihn, um meine Sünden zu bekennen. Ich glaubte, dass der Herr meine Sünden immer vergeben würde, weil Er barmherzig und liebevoll ist.
Eines Tages im Mai 2019 lernte ich auf Facebook die Schwestern Diana und Vanessa kennen. Wir nahmen gemeinsam an einer Bibelstudiengruppe teil, und ich fand Vanessas gemeinschaftlichen Austausch über die Bibel sehr aufschlussreich. Einmal, während einer Versammlung, sagte Vanessa: „Der Herr hat gesagt, dass Er in den letzten Tagen wiederkommen wird, wie können wir Ihn also willkommen heißen? Der Herr Jesus sagte: ‚Meine Schafe hören Meine Stimme‘ (Johannes 10,27). ‚Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand Meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde Ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit Mir‘ (Offenbarung 3,20). Außerdem, ‚Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt‘ (Offenbarung 2,7). Aus diesen Passagen können wir ersehen, dass der Herr, wenn Er in den letzten Tagen wiederkehrt, Seine Worte sprechen wird. Der Schlüssel, um den Herrn willkommen zu heißen, ist, aufmerksam auf Gottes Stimme zu hören. Wer Ihn durch das Hören Seiner Stimme willkommen heißt, gehört zu den klugen Jungfrauen.“ Als ich Vanessas gemeinschaftlichen Austausch hörte, war ich wirklich erstaunt. So aufschlussreiche Worte hatte ich noch nie gehört. Sie hatte den Schlüssel aufgezeigt, um den Herrn willkommen zu heißen. Das war mir nie zuvor bewusst geworden. Danach zeigte uns Vanessa ein sehr lebhaftes Hymnenvideo. Am Ende des Videos las ich den Schriftzug „Die Kirche des Allmächtigen Gottes“, was mich neugierig machte. Als die Versammlung zu Ende war, habe ich eilig online recherchiert. Ich fand viele negative Informationen und wandte mich deshalb eilig an Diana, um mehr darüber zu erfahren. Diana sagte, das Willkommenheißen des Herrn sei eine wirklich große Sache. Sie ermutigte mich, mich nicht von Gerüchten beeinflussen zu lassen, und riet mir, meine Bedenken zunächst beiseitezulegen und demütig zu prüfen, ob dies der wahre Weg sei. Ein paar Tage später lud mich Diana zu einer Versammlung ein. Ich war hin- und hergerissen: Sollte ich hingehen oder nicht? Vanessas gemeinschaftlicher Austausch über die Bibel war wirklich aufschlussreich, und ich wollte mehr hören, aber ich machte mir auch Sorgen, dass das, was sie predigte, nicht der wahre Weg war. Während ich noch zögerte, betete ich zum Herrn und bat Ihn um Seine Führung. Danach nahm ich an der Versammlung teil.
Während der Versammlung sagte Vanessa aufgeregt zu mir: „Der Herr Jesus ist bereits wiedergekehrt, Er ist der menschgewordene Allmächtige Gott. Der Allmächtige Gott hat das Zeitalter der Gnade beendet und das Zeitalter des Königreichs begründet. Er hat Millionen von Worten kundgetan. Auf der Grundlage des Erlösungswerks des Herrn Jesus vollbringt Er nun das Werk des Gerichts, das beim Hause Gottes beginnt, um die Menschheit gründlich zu reinigen und zu erretten. Die Worte, die der Allmächtige Gott kundgetan hat, sind alle die Wahrheit, und sie enthüllen das Geheimnis der Menschwerdung Gottes, die drei Phasen Seines Werkes und die verborgene Wahrheit der Bibel. Seine Worte berichten auch von der Quelle der Sündhaftigkeit der Menschheit, wie Satan die Menschheit verdirbt, wie Gott die Menschheit schrittweise errettet und von der Bedeutung von Gottes Werk des Gerichts in den letzten Tagen. Der Allmächtige Gott hat uns auch die Wege gezeigt, auf denen Gläubige die Errettung erlangen können. Zum Beispiel erklärt Er im Detail, wie wir das Gericht Seiner Worte erfahren können, um unsere verdorbene Disposition abzulegen, wie wir die Wahrheit praktizieren und ehrliche Menschen werden, wie wir Ihn fürchten und das Böse meiden, wie wir zu Menschen werden, die Seinen Willen befolgen, und so weiter.“ Sie sagte auch, dass die Worte und das Wirken des Allmächtigen Gottes die Prophezeiung des Herrn Jesus erfüllen: „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn Er wird nicht von sich selber reden; sondern was Er hören wird, das wird Er reden, und was zukünftig ist, wird Er euch verkünden“ (Johannes 16,12-13). „Wer Mich verachtet und nimmt Meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter; das Wort, welches Ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage“ (Johannes 12,48). „Denn es ist Zeit, dass anfange das Gericht an dem Hause Gottes“ (1 Petrus 4,17). Ich empfand das, was Vanessa gesagt hatte, als erleuchtend, aber ich hatte immer noch viele Zweifel in meinem Herzen. Also betete ich im Stillen zu Gott, und mir fielen die Worte Gottes ein: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr“ (Matthäus 5,3). Ich dachte: „Die Wiederkehr Gottes ist eine große Sache, ich darf nicht blindlings voreilige Schlüsse ziehen. Ich sollte demütig suchen und weiter zuhören.“
Danach ließ mich Vanessa einen Abschnitt aus den Worten des Allmächtigen Gottes lesen: „Christus der letzten Tage bringt Leben und bringt den andauernden und ewig währenden Weg der Wahrheit. Diese Wahrheit ist der Weg, durch den der Mensch Leben erlangt, und der einzige Weg, durch den der Mensch Gott erkennen und von Gott gebilligt werden wird. Wenn du nicht den Weg des Lebens suchst, der von Christus der letzten Tage angeboten wird, dann wirst du nie die Anerkennung von Jesus gewinnen, und wirst nie qualifiziert sein, durch das Tor des Himmelreichs zu treten, denn du bist sowohl eine Marionette als auch ein Gefangener der Geschichte. Diejenigen, die von Vorschriften und Worten beherrscht werden und unter dem Joch der Vergangenheit stehen, werden nie Leben gewinnen können und werden nie den immerwährenden Weg des Lebens gewinnen können. Das liegt daran, dass alles, was sie haben, trübes Wasser ist, an dem Tausende von Jahren festgehalten wurde, statt an dem Wasser des Lebens, das von dem Thron fließt. Diejenigen, die nicht mit dem Wasser des Lebens versorgt werden, werden auf ewig Leichname bleiben, Spielbälle Satans und Söhne der Hölle. Wie können sie dann Gott erblicken? Du trachtest nur danach, an der Vergangenheit festzuhalten, stillzustehen und die Dinge so beizubehalten, wie sie sind, und du trachtest nicht danach, den Status quo zu ändern und die Geschichte zu verwerfen. Wirst du also nicht immer Gott gegenüber feindselig sein? Die Schritte von Gottes Wirken sind überwältigend und mächtig, wie wogende Wellen und Donnergrollen – dennoch sitzt du da und wartest passiv auf die Vernichtung, klammerst dich an das Alte und wartest darauf, dass dir die Dinge in den Schoß fallen. Wie kannst du somit als jemand gelten, der den Fußstapfen des Lammes folgt? Wie kann das beweisen, dass der Gott, an dem du festhältst, der Gott ist, der stets neu und niemals alt ist? Und wie können die Worte deiner vergilbten Bücher dich in ein neues Zeitalter hinübertragen? Wie können sie dich dazu bringen, die Schritte von Gottes Wirken zu suchen? Und wie können sie dich hinauf in den Himmel nehmen? Was du in deinen Händen hältst, sind bloße Worte, die nur vorübergehenden Trost spenden können, nicht Wahrheiten, die dir Leben schenken können. Die Worte der Schriften, die du liest, können nur deine Zunge bereichern; sie sind keine Worte der Weisheit, die dir helfen können, das menschliche Leben zu kennen, geschweige denn sind sie der Weg, der dich zur Vervollkommnung führen kann. Stimmt dich diese Diskrepanz nicht nachdenklich? Gibt sie dir nicht Einsicht in die darin enthaltenen Geheimnisse? Bist du imstande, dich selbst alleine in den Himmel zu befördern, um Gott zu begegnen? Kannst du dich ohne das Kommen Gottes selbst in den Himmel bringen, um dich am Familienglück mit Gott zu erfreuen? Träumst du jetzt immer noch? Ich ermahne dich, aufzuhören zu träumen und dir anzusehen, wer jetzt am Wirken ist, wer jetzt das Werk zur Rettung des Menschen während der letzten Tage ausführt. Wenn du das nicht tust, wirst du nie die Wahrheit erlangen und nie Leben gewinnen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Christus der letzten Tage kann dem Menschen den Weg des ewigen Lebens schenken). Beim Lesen spürte ich, dass diese Worte anders waren, und ich konnte nicht anders, als eine gewisse Furcht vor ihnen zu empfinden. Diese Worte klangen so streng und trafen mich ins Mark – jedes Wort, jeder Satz war voller Autorität und Kraft. Es schienen keine Worte zu sein, die ein einfacher Sterblicher aussprechen könnte. Nur Gott konnte so sprechen. Doch dann dachte ich auch: „Das stimmt nicht. Gott ist doch barmherzig und liebevoll – Seine Worte sind voller Trost und liebevoller Zuneigung. Aber diese Worte sind so hart; sie sind wie ein Fluch oder eine Verurteilung der Menschheit. Sind das wirklich die Worte Gottes? Da diese Worte so voller Autorität sind, müssen es doch die Worte Gottes sein, oder? Aber wenn der Allmächtige Gott wirklich der wiedergekehrte Herr Jesus ist, sollte Er doch genauso sprechen wie Er, voller Barmherzigkeit und Liebe für die Menschheit, und Seine Worte sollten sanft und rücksichtsvoll sein. Aber die Worte des Allmächtigen Gottes sind so streng. Könnte Er wirklich der wiedergekehrte Herr Jesus sein?“ Ich war so verwirrt, also erzählte ich Vanessa von meinen Zweifeln.
Vanessa hielt geduldig Gemeinschaft mit mir und sagte: „Wir haben immer geglaubt, dass Gott barmherzig und liebevoll ist, dass Er sanft und rücksichtsvoll zu uns spricht. Wenn Seine Worte also streng sind, können es nicht die Worte Gottes sein. Aber haben wir jemals darüber nachgedacht, ob diese Vorstellung wirklich den Tatsachen und der Wahrheit entspricht? Tatsächlich hat Gott in jedem Zeitalter nicht nur rücksichtsvolle und ermutigende Worte gesprochen, sondern auch strenge Worte, die die Menschen zurechtweisen, richten und verfluchen. Wir haben dem nur keine Beachtung geschenkt. Schauen wir uns an, wie das in der Bibel aufgezeichnet ist. Jehova Gott sagte: ‚Alle ihre Wächter sind blind, sie wissen nichts; stumme Hunde sind sie, die nicht strafen können, sind faul, liegen und schlafen gerne. Es sind aber gierige Hunde, die nimmer satt werden können. Sie, die Hirten wissen keinen Verstand; ein jeglicher sieht auf seinen Weg, ein jeglicher geizt für sich in seinem Stande‘ (Jesaja 56,10-11). Und der Herr Jesus sagte: ‚Ihr Schlangen und Otterngezücht! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?‘ (Matthäus 23,33). ‚Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben, und eure Perlen nicht vor die Säue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten mit ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen‘ (Matthäus 7,6). Es gibt noch viele weitere Verse wie diesen. Aus diesen Versen können wir ersehen, dass Gott im Zeitalter des Gesetzes und im Zeitalter der Gnade Menschen zurechtgewiesen, verurteilt und verflucht hat. Obwohl Seine Worte streng klangen und ins Mark trafen, waren sie doch alle wahr und enthüllten alle das Wesen der Menschen, das darin besteht, Gott zu widerstehen und gegen Ihn zu rebellieren. In Wirklichkeit sind Gottes Worte, egal ob sanft oder streng, immer ein Ausdruck Seiner Disposition. Wenn wir jedoch Gottes Disposition nicht verstehen, neigen wir dazu, Ihn auf barmherzig und liebevoll einzuschränken; dann bilden wir uns bestimmte Auffassungen, wenn Er streng spricht. Wir denken, dass Gott nur sanft sprechen sollte und keine so strengen Töne anschlagen sollte, denn sonst könnten es nicht Seine Worte sein. Unsere Entscheidung darauf zu stützen, ob die Worte sanft oder streng sind, ist falsch und eine Folge unserer eigenen Auffassungen und Vorstellungen. Wenn wir zum Beispiel unsere Eltern nur dann als unsere Eltern anerkennen würden, wenn sie sanft mit uns sprechen, aber nicht, wenn sie streng sprechen oder uns schimpfen, weil wir etwas falsch gemacht haben, wäre das nicht albern?“ Nachdem ich den gemeinschaftlichen Austausch der Schwester gehört hatte, sah ich in dieser Frage viel klarer. Ich dachte: „Stimmt, egal ob unsere Eltern sanft oder streng mit uns sprechen, sind sie nicht trotzdem immer unsere Eltern? Gott Jehova und der Herr Jesus haben beide schon einmal streng gesprochen, warum ist mir das früher nie aufgefallen? Ich schätze, es ist wirklich falsch, anhand der Sanftheit oder Strenge der Worte zu beurteilen, ob sie von Gott sind.“ Nachdem ich das erkannt hatte, fühlte ich mich nicht mehr so widerständig. Aber immer, wenn ich Abschnitte aus den Worten des Allmächtigen Gottes las, die die Menschheit enthüllten und richteten, trafen sie mich ins Herz, als wäre ich verurteilt worden. Ich war innerlich hin- und hergerissen: Der Herr Jesus ist barmherzig und liebevoll, warum also ist der Allmächtige Gott so streng?
Einmal stellte ich während einer Versammlung Schwester Susie meine Frage: „Ich kann den Allmächtigen Gott und den Herrn Jesus einfach nicht als denselben Gott ansehen – ihre Dispositionen sind einfach zu unterschiedlich. Wenn ich mir den Herrn Jesus vorstelle, denke ich daran, wie barmherzig und liebevoll Gott ist. Aber der Allmächtige Gott scheint einfach so streng zu sein, und vieles von dem, was Er sagt, enthüllt und analysiert die Menschen im Detail. Warum sind der Allmächtige Gott und der Herr Jesus so verschieden?“ Sie hielt Gemeinschaft und sagte: „Die Menschen sind oft deswegen verwirrt, und das liegt hauptsächlich daran, dass sie Gottes Disposition nicht verstehen. Schauen wir auf Gottes früheres Werk zurück. Sobald wir ein gewisses Verständnis von Gottes gerechter Disposition haben, wird sich dieses Problem von selbst lösen. Wir alle wissen, als Gott die Übeltaten der Menschen in Sodom und Ninive sah, war Seine Disposition erzürnt und Er beschloss, diese beiden Städte zu vernichten. Bevor Er sie vernichtete, schickte Gott zwei Engel nach Sodom, und Lot war der Einzige, der sie aufnahm. Die anderen Einwohner hießen die Engel nicht nur nicht willkommen, sie wollten sie sogar töten. Gott sah ihre Übeltaten und wurde zornig. Nachdem die Engel Lot und seine Familie gerettet hatten, ließ Gott Feuer vom Himmel regnen und vernichtete alle Menschen, das Vieh und die Pflanzen in der Stadt. Schauen wir uns nun Ninive an. Gott plante auch, diese Stadt zu vernichten, und so sandte Er Jona, um Seine Botschaft zu überbringen: ‚Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive umgestürzt‘ (Jona 3,4). Als der König von Ninive diese Nachricht hörte, führte er die Menschen seiner Stadt dazu an, sich in Sacktuch zu kleiden, in Asche zu sitzen, zu fasten, zu beten, das Böse, das sie praktizierten, abzulegen und vor Gott Buße zu tun. Als Gott das sah, zog Er Seinen Zorn zurück und verschonte sie barmherzig vor der Zerstörung. An Gottes unterschiedlicher Haltung gegenüber Ninive und Sodom können wir sehen, dass Gottes Disposition real und lebendig ist. Er ist nicht nur liebevoll und barmherzig, sondern auch majestätisch und zornig. Wenn Menschen sündigen, gibt Gott ihnen die Chance zur Buße und zeigt ihnen Seine liebevolle und barmherzige Disposition. Wenn Menschen aber starrsinnig sind und keine Buße tun wollen, wenn sie Gott sogar hartnäckig widerstehen und gegen Ihn wettern, dann entfesselt Gott Seinen Zorn über sie und zeigt Seine gerechte und majestätische Disposition. Daran erkennen wir, dass Gottes gerechte Disposition nicht nur liebevoll und barmherzig ist, sondern auch majestätisch und zornig. Beide Aspekte sind Teil von Gottes innewohnender Disposition. Betrachten wir nun das Zeitalter der Gnade, in dem der Herr Jesus Sein Werk vollbrachte. Wenn Menschen sündigten und vor den Herrn traten, um zu bekennen und Buße zu tun, vergab Er ihnen ihre Sünden und schenkte ihnen überreiche Gnade. Deshalb glauben viele Menschen, die Disposition des Herrn sei nur liebevoll und barmherzig, nicht aber zornig und verfluchend. In Wirklichkeit sind das nur die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen. Den Pharisäern gegenüber, die den Herrn verurteilten, Ihm widerstanden und sogar offen gegen Ihn wetterten, war der Herr Jesus voller Zorn. Er verurteilte und verfluchte sie und sprach sieben Weherufe über sie aus. Er hatte nicht das geringste Erbarmen mit ihnen. Von der Schöpfung bis heute hat Gott der Menschheit immer Seine gerechte Disposition kundgetan. Gott ist liebevoll und barmherzig, aber auch majestätisch, zornig, verfluchend und strafend. Genau wie der Allmächtige Gott sagt: ‚Die Barmherzigkeit und Nachsicht Gottes existieren zwar wirklich, aber Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit, wenn Er Seinen Zorn entfesselt, zeigen dem Menschen auch die Seite Gottes, die keine Kränkung duldet. Wenn der Mensch vollkommen fähig ist, den Anordnungen Gottes zu gehorchen und den Forderungen Gottes nach zu handeln, ist Gott reichlich in Seiner Barmherzigkeit mit dem Menschen; wenn der Mensch jedoch von Verderbtheit erfüllt und voller Feindseligkeit und Hass gegen Ihn ist, ist Gott zutiefst zornig. In welchem Ausmaß ist Er zornig? Sein Zorn wird fortdauern, bis Gott den Widerstand und die bösen Taten des Menschen nicht mehr sieht, bis sie nicht mehr vor Seinen Augen sind. Erst dann wird Gottes Zorn verschwinden. … Er ist nachsichtig und barmherzig zu Dingen, die freundlich und schön und gut sind; auf Dinge, die böse, sündig und niederträchtig sind, ist Er zutiefst zornig, so, dass Er in Seinem Zorn unablässig ist. Dies sind zwei hauptsächliche Aspekte der Disposition Gottes, die von größter Bedeutung und sehr auffällig sind, und mehr noch, die von Gott von Anfang bis Ende offenbart worden sind: reichliche Barmherzigkeit und tiefer Zorn‘ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). Durch Gottes Worte können wir sehen, dass reichliche Barmherzigkeit und tiefer Zorn die beiden Aspekte von Gottes Disposition sind, die Er der Menschheit ständig zeigt. Diese beiden Aspekte Seiner Disposition widersprechen sich nicht. Sie sind alle Teil Seiner innewohnenden Disposition. Wir dürfen Gott nicht darauf beschränken, dass Er nur überreiche Barmherzigkeit schenken und keinen tiefen Zorn entfesseln kann, nur weil wir in der Vergangenheit Seine Gnade genossen haben. Eine solche Erkenntnis ist zu einseitig.“ Als ich das hörte, wurde mir klar, dass Gott nicht nur liebevoll und barmherzig ist, sondern auch majestätisch, zornig und verfluchend. All das sind Aspekte von Gottes innewohnender Disposition. Nur weil ich zu wenig über Gottes Disposition wusste, vertrat ich die einseitige Überzeugung, Gott sei nur barmherzig und liebevoll. Das waren wirklich meine Auffassungen und Vorstellungen, sie entsprachen nicht der Realität. Mir wurde klar, dass ich mehr gemeinschaftlichen Austausch hören musste, um mein Verständnis zu vertiefen.
Susie sagte auch, dass die Disposition, die Gott in jedem Zeitalter offenbart, auf den Erfordernissen von Gottes Werk der Errettung sowie auf den Bedürfnissen der verdorbenen Menschheit beruht. Dann lasen wir zwei Abschnitte aus den Worten des Allmächtigen Gottes, die mir halfen, ein klareres Verständnis der Wahrheit in dieser Hinsicht zu erlangen. Der Allmächtige Gott sagt: „Das von Jesus vollbrachte Werk entsprach den Bedürfnissen des Menschen in jenem Zeitalter. Es war Seine Aufgabe, die Menschheit zu erlösen, ihr ihre Sünden zu vergeben, und somit war Seine Disposition gänzlich geprägt von Demut, Geduld, Liebe, Frömmigkeit, Nachsicht, Barmherzigkeit und liebender Güte. Er brachte der Menschheit Gnade und Segnungen in Fülle, und alle Dinge, an denen sich die Menschen nur erfreuen konnten, schenkte Er ihnen, damit sie sich daran erfreuten: Friede und Glück, Seine Toleranz und Liebe, Seine Barmherzigkeit und liebende Güte. Damals war die ganze Fülle an Dingen, woran sich die Menschen erfreuen konnten und denen sie sich gegenübersahen – das Gefühl von Frieden und Sicherheit in ihren Herzen, das Gefühl von Gewissheit in ihrem Geist und ihre Anlehnung an Jesus, den Retter – auf das Zeitalter zurückzuführen, in dem sie lebten“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die wahre Geschichte des Werks des Zeitalters der Erlösung). „Bei Seinem letzten Werk zum Abschluss des Zeitalters, ist Gottes Disposition eine von Züchtigung und Gericht, in dem Er alles Ungerechte enthüllt, um die unzähligen Völker öffentlich zu richten und jene zu vervollkommnen, die Ihn aufrichtig lieben. Nur eine Disposition wie diese kann das Zeitalter zu Ende bringen. Die letzten Tage sind bereits gekommen. Alle Dinge werden ihrer Art entsprechend eingeteilt und anhand ihrer unterschiedlichen Qualitäten in unterschiedliche Kategorien aufgeteilt. Genau zu dieser Zeit wird Gott das Ergebnis der Menschen und ihren Bestimmungsort offenbaren. Wenn die Menschen keine Züchtigung und kein Gericht erfahren, dann kann ihre Aufsässigkeit und ihre Ungerechtigkeit nicht bloßgestellt werden. Nur durch Züchtigung und Gericht kann das Ergebnis aller Dinge offenbart werden. Die Menschen zeigen ihr wahres Gesicht erst, wenn sie gezüchtigt und gerichtet werden. Das Böse wird dem Bösen zugeordnet werden, das Gute dem Guten, und die gesamte Menschheit wird ihrer Art entsprechend eingeteilt werden. Durch Züchtigung und Gericht wird das Ergebnis aller Dinge offenbart werden, sodass die Bösen bestraft und die Guten belohnt werden können und sich unzählige Menschen der Herrschaft Gottes ergeben werden. Dieses ganze Werk muss durch gerechte Züchtigung und Gericht erreicht werden. Da die Verderbtheit der Menschen ihren Höhepunkt erreicht hat und ihre Aufsässigkeit übermäßig schwerwiegend ist, kann nur Gottes gerechte Disposition, eine, die hauptsächlich aus Züchtigung und Gericht besteht und die während der letzten Tage offenbart wird, die Menschen komplett verwandeln und vollkommen machen und das Böse offenbaren, und somit werden alle Ungerechten streng bestraft. Daher ist eine solche Disposition von der Bedeutung des Zeitalters durchdrungen. Gottes Disposition wird um des Werkes jedes neuen Zeitalters willen offenbart und enthüllt. Es ist nicht so, dass Gott Seine Disposition willkürlich und ohne Bedeutung offenbart. Angenommen, dass Gott in den letzten Tagen der Offenbarung des Ergebnisses der Menschen sie noch immer mit unendlicher Barmherzigkeit und liebevoller Güte lieben würde und ihnen gegenüber noch immer liebevoll wäre, sie nicht dem gerechten Gericht unterwerfen würde, sondern ihnen gegenüber vielmehr Toleranz, Geduld und Vergebung zeigen würde, und den Menschen vergeben würde, ganz gleich, wie gravierend ihre Sünden wären, ohne ein Quäntchen gerechten Gerichts. Wann würde dann die ganze Führung Gottes jemals zum Abschluss gebracht werden? Wann könnte eine Disposition wie diese die Menschen zum angemessenen Bestimmungsort der Menschheit führen? Nehmen wir als Beispiel einen Richter, der immer liebevoll zu den Menschen ist, einen liebevollen Richter mit einem freundlichen Gesicht und einem sanftmütigen Herzen. Ganz gleich, was für Verbrechen sie begangen haben, er liebt die Menschen und ist ihnen gegenüber liebevoll und nachsichtig, wer sie auch sind. Wann wird er in diesem Fall dann jemals zu einem gerechten Urteil kommen können? Während der letzten Tage kann nur das gerechte Gericht die Menschen ihrer Art nach einordnen und sie in ein neues Reich bringen. Auf diese Weise wird das gesamte Zeitalter durch Gottes gerechte Disposition des Gerichts und der Züchtigung zu Ende gebracht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Vision von Gottes Werk (3)).
Nachdem wir Gottes Worte gelesen hatten, hielt Susie Gemeinschaft und sagte: „Im Zeitalter des Gesetzes drückte sich Jehova Gott mit einer Disposition aus, die von Flüchen, Feuer und Zorn geprägt war. Damals mangelte es den Menschen zutiefst an Verständnis. Sie wussten nicht, was Sünde war, wie sie leben oder wie sie Gott anbeten sollten. Entsprechend ihren damaligen Bedürfnissen erließ Gott also Gesetze und Gebote, um die Menschen in ihrem Leben zu führen. Diejenigen, die Gottes Gesetze befolgten, empfingen Seine Barmherzigkeit, aber diejenigen, die das Gesetz brachen, wurden bestraft und sogar von Gottes himmlischem Feuer versengt oder zu Tode gesteinigt. Jedoch, gegen Ende des Zeitalters des Gesetzes, wurden die Menschen immer verdorbener und sündigten und verstießen oft gegen das Gesetz, auch wenn sie das gar nicht wollten. Sie wären alle nach dem Gesetz hingerichtet worden, wenn ihre Taten nach dem damaligen Gesetz beurteilt worden wären. Im Zeitalter der Gnade wurde Gott also entsprechend den Bedürfnissen der Menschen selbst Fleisch, um sie zu erlösen. Er zeigte Seine Disposition der Barmherzigkeit und Liebe und schenkte den Menschen überreiche Gnade. Er behandelte sie mit grenzenloser Barmherzigkeit und Liebe, duldete und vergab ihre Sünden und wurde schließlich als Sündopfer gekreuzigt, um alle Menschen von ihren Sünden zu erlösen. Er befreite sie von den Urteilen des Gesetzes und ermöglichte es ihnen, weiterzuleben. Hätte Gott im Zeitalter der Gnade weiterhin Seine Disposition hauptsächlich in Form von Flüchen, Feuer und Zorn zum Ausdruck gebracht, wären die Sünden der Menschen niemals vergeben worden, die Menschen unter dem Gesetz wären niemals erlöst worden, und die Menschheit wäre zunichte gemacht worden und nicht da, wo sie heute ist. Deshalb drückte Gott im Zeitalter der Gnade Seine Disposition hauptsächlich durch Barmherzigkeit und Liebe aus. Solange die Menschen vor Ihn traten, Seine Erlösung annahmen, ihre Sünden bekannten und Buße taten, vergab Er ihnen ihre Sünden. In den letzten Tagen sind die Menschen immer verdorbener geworden. Obwohl wir die Erlösung des Herrn Jesus empfangen haben und uns unsere Sünden vergeben wurden, ist unsere sündige Natur, wie Arroganz, Hinterlist, Böses, Unnachgiebigkeit und Bösartigkeit, immer noch tief in uns verwurzelt. Unsere satanische Disposition ist noch nicht vollständig ausgerottet, und deshalb lügen, sündigen, rebellieren und widerstehen wir immer noch oft Gott. Wir sind immer noch nicht würdig, in Gottes Königreich einzugehen. Um die Menschheit zu erretten und uns vollständig von der Sünde zu befreien, ist Gott erneut Mensch geworden. Auf der Grundlage des Werkes des Herrn Jesus vollbringt Er das Werk des Gerichts und der Reinigung durch Seine Worte, um unsere satanischen Dispositionen gründlich zu entwurzeln, uns von der Sünde zu reinigen und uns zu ermöglichen, uns Gott wirklich zu unterwerfen und Ihn zu fürchten, und uns schließlich in Sein Königreich zu führen. Aufgrund der Erfordernisse Seines Werkes drückt Gott nicht länger Seine barmherzige und liebevolle Disposition aus, sondern offenbart stattdessen Seine gerechte, majestätische und zornige Disposition, um die verdorbenen Dispositionen des Menschen zu richten und zu enthüllen. Nur so kann Er die Menschheit verwandeln und reinigen. Obwohl die Disposition, die Gott in jedem Zeitalter hauptsächlich offenbart, unterschiedlich ist, ändert sich Gottes Wesen nie. Gott vollbringt Sein Werk und drückt Seine Disposition entsprechend den Bedürfnissen Seines Werkes und der verdorbenen Menschheit aus, damit die Menschen Gott besser verstehen und erkennen können und Ihn und Seine Disposition nicht einschränken. Wir sollten nicht denken, dass der Allmächtige Gott und der Herr Jesus nicht derselbe Gott sind, nur weil Sie unterschiedliche Dispositionen zum Ausdruck bringen.“ Erst nachdem ich Susies gemeinschaftlichen Austausch gehört hatte, wurde mir klar, dass Gott in jedem Zeitalter die Art der Disposition, die Er offenbart, auf den Erfordernissen Seines Werkes der Errettung und den Bedürfnissen der verdorbenen Menschheit begründet. In Seinem Werk des Gerichts in den letzten Tagen offenbart der Allmächtige Gott Seine gerechte und majestätische Disposition, um die Menschheit zu reinigen und zu erretten – auch wenn die Disposition, die Er zum Ausdruck bringt, sich von der des Herrn Jesus unterscheidet, wird sie dennoch offenbart, um den Bedürfnissen der verdorbenen Menschheit zu begegnen. Der Allmächtige Gott und der Herr Jesus sind ein und derselbe Gott. Susies gemeinschaftlicher Austausch war sehr klar und zerstreute all meine Verwirrung.
In der nächsten Versammlung las mir Vanessa einen weiteren Abschnitt aus den Worten des Allmächtigen Gottes vor: „Wodurch wird Gottes Vervollkommnung des Menschen erreicht? Sie wird durch Seine gerechte Disposition erreicht. Gottes Disposition besteht vornehmlich aus Gerechtigkeit, Zorn, Majestät, Gericht und Fluch, und Er vervollkommnet den Menschen vornehmlich durch Sein Gericht. Einige Personen verstehen dies nicht und fragen, warum Gott nur durch Sein Gericht und Seinen Fluch den Menschen vervollkommnen kann. Sie sagen: ‚Wenn Gott den Menschen verfluchen würde, würde der Mensch dann nicht sterben? Wenn Gott über den Menschen richten würde, wäre das dann keine Verurteilung des Menschen? Wie kann er dann trotzdem vervollkommnet werden?‘ So lauten die Worte von Personen, die Gottes Werk nicht kennen. Was Gott verflucht, ist die Aufsässigkeit des Menschen, und worüber Er richtet, sind die Sünden des Menschen. Obgleich Er barsch spricht und dabei die Gefühle des Menschen überhaupt nicht schont, alles aufdeckt, was im Menschen ist, durch einige strenge Worte das aufdeckt, was im Menschen substantiell ist, gibt Er dem Menschen durch ein derartiges Gericht eine fundierte Kenntnis über die Substanz des Fleisches, und somit unterwirft der Mensch sich vor Gott. Das Fleisch des Menschen ist von Sünde und von Satan. Es ist aufsässig und es ist das Objekt von Gottes Züchtigung. Somit müssen die Worte von Gottes Gericht über ihn hereinbrechen und es muss jede Art der Läuterung eingesetzt werden, um es dem Menschen zu ermöglichen, sich selbst zu kennen. Nur dann kann Gottes Werk wirkungsvoll sein“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen). Nachdem sie Gottes Worte gelesen hatte, sagte Vanessa in ihrem gemeinschaftlichen Austausch: „In den letzten Tagen ist Gottes Werk des Gerichts und der Reinigung die letzte Stufe Seines Werkes zur Errettung der Menschheit und das Ende Seines sechstausendjährigen Führungsplans. Indem Er Seine gerechte und majestätische Disposition zum Ausdruck bringt, beendet Er das gesamte Zeitalter und ordnet jeden seiner Art entsprechend ein, die Guten zu den Guten und die Bösen zu den Bösen. Wenn Gott nur Seine barmherzige und liebevolle Disposition zum Ausdruck brächte, uns immer duldete, ertrüge und uns vergäbe, egal wie viele Sünden wir begingen, dann würden wir unsere Sündhaftigkeit niemals loswerden und wären für immer der Macht und den Verwüstungen Satans unterworfen. Auch Gottes Werk der Errettung würde niemals vollendet werden, und Gut und Böse würden niemals richtig unterschieden werden. Deshalb drückt Gott in den letzten Tagen in Seinem Werk Seine gerechte, majestätische und zornige Disposition aus und enthüllt mit Seinen strengen Worten die satanischen Naturen der Menschen. Diejenigen, die die Wahrheit lieben, lernen sich schließlich selbst kennen und nehmen das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten an, verstehen Gottes gerechte Disposition, die keine Kränkung duldet, und entwickeln so ein gottesfürchtiges Herz und meiden das Böse, wodurch sie schließlich eine Veränderung ihrer Disposition erreichen. Diejenigen aber, die der Wahrheit abgeneigt sind und Gottes Gericht und Züchtigung ablehnen, werden von Gott enthüllt und ausgemustert. Auf diese Weise werden alle ihrer Art entsprechend eingeordnet.“ Mir wurde klar: Wenn der Allmächtige Gott Sein Werk des Gerichts in den letzten Tagen auf die gleiche Weise verrichten würde wie der Herr Jesus Sein Werk der Erlösung, indem Er den Menschen nur Barmherzigkeit und Liebe zeigt und sie nicht streng richtet, könnte Er nicht jeden seiner Art entsprechend einordnen. Unsere sündige und gottwidrige Natur würde niemals gelöst werden, und wir würden niemals gerettet werden oder in Gottes Königreich eingehen. Deshalb ist es so bedeutungsvoll, dass Gott in den letzten Tagen eine Disposition kundtut, die von Gerechtigkeit, Majestät, Gericht und Züchtigung gekennzeichnet ist!
Später lasen wir zwei Abschnitte aus den Worten des Allmächtigen Gottes, die mir ein weiteres Verständnis für das Werk des Allmächtigen Gottes und die Disposition, die Er in den letzten Tagen zum Ausdruck bringt, vermittelten. Der Allmächtige Gott sagt: „Heute richtet euch Gott und züchtigt euch und verurteilt euch, aber du musst wissen, dass der Zweck deiner Verurteilung darin liegt, dich selbst zu kennen. Er verurteilt, verflucht, richtet und züchtigt, damit du dich selbst kennen kannst, damit deine Disposition sich ändern kann und außerdem, damit du deinen Wert kennen kannst und siehst, dass alle Handlungen Gottes gerecht sind und mit Seiner Disposition und den Anforderungen Seines Werkes übereinstimmen, dass Er nach Seinem Plan zur Errettung des Menschen handelt und dass Er der gerechte Gott ist, der den Menschen liebt, rettet, richtet und züchtigt. … Gott ist nicht gekommen, um die Menschen niederzustrecken oder zu vernichten, sondern um sie zu richten, zu verfluchen, zu züchtigen und zu retten“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ihr solltet die Vorteile von Status beiseitelegen und Gottes Absichten verstehen, dem Menschen Errettung zu bringen). „Auch wenn Meine Worte streng sind, dienen sie alle der Errettung des Menschen, da Ich nur Worte spreche, und nicht das Fleisch der Menschen bestrafe. Diese Worte lassen die Menschen im Licht leben, lassen sie wissen, dass das Licht existiert, dass das Licht kostbar ist, und darüber hinaus, wie nutzbringend diese Worte für sie sind und lassen sie auch wissen, dass Gott Errettung ist. Obwohl Ich viele Worte der Züchtigung und des Gerichts geäußert habe, ist euch tatsächlich nichts widerfahren. Ich bin genau deswegen gekommen, um Mein Werk zu vollbringen und Meine Worte zu sprechen, und obwohl Meine Worte streng sind, werden sie zum Gericht eurer Verdorbenheit und eurer Aufsässigkeit gesprochen. Der Zweck Meines Handelns bleibt es, die Menschen aus der Macht Satans zu retten. Das Ziel ist es, Meine Worte zu benutzen, um die Menschen zu retten, nicht, den Menschen mit Meinen Worten zu schaden. Meine Worte sind streng, um mit Meinem Werk Erfolge zu erzielen. Nur durch ein solches Werk kann der Mensch Selbsterkenntnis erlangen und sich von seiner rebellischen Disposition lösen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ihr solltet die Vorteile von Status beiseitelegen und Gottes Absichten verstehen, dem Menschen Errettung zu bringen). Vanessa hielt Gemeinschaft und sagte: „Durch Gottes Worte können wir erkennen, dass Gott in den letzten Tagen die Menschen mit Seinen Worten richtet und reinigt. Auch wenn Seine Worte noch so hart und schneidend sein mögen, dienen sie doch alle dazu, uns zu helfen, die Wahrheit über unsere Verdorbenheit zu erkennen, uns von dem finsteren Einfluss Satans zu befreien und Gottes Errettung zu empfangen. Wir alle wissen: Gottes Disposition ist gerecht und heilig. Wir Menschen hingegen sind von Satan zutiefst verdorben. Wir jagen bösen, weltlichen Trends nach, kämpfen und intrigieren gegeneinander im Streben nach Geld und persönlichem Vorteil, und haben dabei nicht den geringsten Anschein eines wahren Menschen. Sogar diejenigen, die an den Herrn glauben, können nicht praktizieren, was Er verlangt, und fordern oft Gnade und Segen von Ihm. Jeder Beitrag, den sie leisten, dient nur dazu, in den Himmel zu kommen und das ewige Leben zu erlangen, nicht aber, den Herrn zu lieben und Ihn zufriedenzustellen. All das geschieht nur, um den Herrn zu benutzen und ihre niederträchtigen Absichten zu verwirklichen. Einige religiöse Leiter wirken nach außen hin wie demütige, geduldige und eifrige Diener Gottes, aber in ihren Predigten erhöhen und bezeugen sie sich oft selbst, um die Bewunderung und den Respekt anderer zu gewinnen. Als Gott im Fleisch wiederkam und erschien, um Sein Werk zu verrichten, hieß Ihn niemand willkommen, und die religiöse Welt tat sich mit der atheistischen Regierung zusammen, um Seine Wiederkehr zu verurteilen und sich ihr zu widersetzen. Sie verbreiteten mutwillig Gerüchte, um die Kirche des Allmächtigen Gottes zu diskreditieren und die Menschen daran zu hindern, den wahren Weg zu erforschen. Das heißt, die gesamte Menschheit hat Gott verurteilt und sich Ihm widersetzt und Seine Ankunft abgelehnt. Genau wie es in der Bibel heißt: ‚Die ganze Welt liegt im Argen‘ (1 Johannes 5,19). Die verdorbene Menschheit widersetzt sich Gott in jeder Hinsicht. Sie gehören alle zur selben Brut wie Satan und giftige Schlangen. Wenn Gott Seine strengen Worte zum Ausdruck bringt, um die Realität der Verdorbenheit der Menschheit zu enthüllen, können nur diejenigen, die die Wahrheit lieben, ihre gottwidrige und gottverratende satanische Natur wirklich erkennen. Sie erkennen, dass sie in ihrem Glauben nicht danach streben, Gott zu erkennen, und dass sie nur niedere Absichten haben, wie zum Beispiel Segen zu erlangen und Geschäfte mit Gott zu machen. Sie sehen die hässliche Wahrheit ihrer tiefen Verdorbenheit durch Satan klar, tun aufrichtig Buße, beschließen, sich nach Gottes Anforderungen zu verhalten, und erlangen schließlich ein gewisses menschliches Abbild. Daran erkennen wir: Egal wie hart und schneidend Gottes Worte auch sind, sie enthüllen stets die Realität unserer Verdorbenheit. Sie sollen unseren abgestumpften Geist wiedererwecken, uns helfen, unser verdorbenes Wesen zu erkennen, uns vollständig von den Fesseln der Sünde zu befreien und gereinigt zu werden. Gottes strenge Worte der Enthüllung und des Gerichts sind für unsere Selbsterkenntnis und Errettung von großem Nutzen!“ Nachdem ich Vanessas gemeinschaftlichen Austausch gehört hatte, wurde mir endlich klar, dass Gott in den letzten Tagen so viele strenge Worte ausgedrückt hat, um unser wahres Ich zu enthüllen. Das ist Seine Errettung, nicht Verurteilung. Ich dachte daran, wie ich nur an Gott glaubte, um Segen und Gnade zu erlangen, Gott sogar als barmherzig und liebevoll eingeschränkt hatte und Ihn nicht anerkennen wollte, als Er streng sprach. Ich war so unvernünftig! Von da an konnte ich Gottes strenge und richtende Worte annehmen und war noch mehr bereit, die Worte des Allmächtigen Gottes zu lesen. Ich war mir sicher, dass der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr Jesus war.
Nachdem ich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen als wahr bestätigt hatte, nahm ich aktiv an Versammlungen teil und las jeden Tag die Worte des Allmächtigen Gottes. Eines Tages sah ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn Menschen im Zeitalter der Gnade stecken bleiben, dann werden sie niemals von ihrer verdorbenen Disposition befreit sein, geschweige denn die innewohnende Disposition Gottes kennen. Wenn die Menschen immer inmitten einer Fülle von Gnade leben, aber den Weg des Lebens nicht haben, der es ihnen ermöglicht, Gott zu kennen oder Ihn zufriedenzustellen, dann werden sie Ihn niemals wirklich in ihrem Glauben an Ihn gewinnen. Diese Art des Glaubens ist in der Tat erbärmlich. Wenn du dieses Buch fertig gelesen hast, wenn du jeden Schritt des Werks des menschgewordenen Gottes im Zeitalter des Königreichs erfahren hast, wirst du spüren, dass die Sehnsüchte, die du viele Jahre lang gehabt hast, endlich verwirklicht worden sind. Du wirst spüren, dass du Gott erst jetzt wirklich von Angesicht zu Angesicht gesehen hast; erst jetzt hast du auf Gottes Antlitz geblickt, Seine persönlichen Kundgebungen gehört, die Weisheit Seines Werkes verstanden und wirklich wahrgenommen, wie praktisch und allmächtig Gott ist. Du wirst spüren, dass du viele Dinge erlangt hast, die die Menschen in vergangenen Zeiten weder jemals gesehen noch besessen haben. Zu diesem Zeitpunkt wirst du genau wissen, was es heißt, an Gott zu glauben, und was es heißt, mit Gottes Absichten in Einklang zu stehen. Wenn du dich natürlich an Ansichten der Vergangenheit klammerst und die Tatsache der zweiten Menschwerdung Gottes ablehnst oder leugnest, dann wirst du mit leeren Händen dastehen, nichts erlangen und schließlich wirst du des Widerstands gegen Gott schuldig gesprochen. Diejenigen, die fähig sind, sich der Wahrheit und dem Werk Gottes zu unterwerfen, werden unter dem Namen des zweiten fleischgewordenen Gottes – des Allmächtigen – zurückkehren. Sie werden in der Lage sein, die persönliche Führung Gottes anzunehmen, und werden immer mehr und immer höhere Wahrheiten erlangen sowie das wahre Leben. Sie werden die Vision erblicken, die noch nie zuvor von den Menschen der Vergangenheit gesehen worden ist: ‚Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohne gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und begürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. Sein Haupt aber und Sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und Seine Augen wie eine Feuerflamme und Seine Füße gleichwie Messing, das im Ofen glüht, und Seine Stimme wie großes Wasserrauschen; und Er hatte sieben Sterne in Seiner rechten Hand, und aus Seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und Sein Angesicht leuchtete wie die helle Sonne‘ (Offenbarung 1,12-16). Diese Vision ist der Ausdruck von Gottes gesamter Disposition, und der Ausdruck Seiner gesamten Disposition ist auch der Ausdruck von Gottes Werk in Seiner gegenwärtigen Menschwerdung. In den Sturmfluten von Züchtigungen und Gericht bringt der Menschensohn Seine innewohnende Disposition durch Kundgebungen zum Ausdruck und erlaubt all jenen, die Seine Züchtigung und Sein Gericht annehmen, das wahre Angesicht des Menschensohnes zu sehen, das eine treue Darstellung des Angesichts des von Johannes gesehenen Menschensohnes ist. (Natürlich wird all dies für diejenigen nicht sichtbar sein, die das Werk Gottes im Zeitalter des Königreichs nicht annehmen.) Das wahre Antlitz Gottes kann unter der Verwendung menschlicher Sprache nicht gänzlich zum Ausdruck gebracht werden, und so verwendet Gott die Methode, Seine innewohnende Disposition zum Ausdruck zu bringen, um dem Menschen Sein wahres Angesicht zu zeigen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Vorwort). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass die Vision, die Johannes in der Offenbarung hatte, der Ausdruck von Gottes gesamter Disposition ist. Sie deutete voraus, dass die Worte des Gerichts des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen wie eine Feuerflamme oder ein scharfes Schwert und voller gerechter Disposition Gottes sind. Nur diejenigen, die das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen annehmen, können Gottes gerechte Disposition wirklich verstehen und Seine mühevolle und gewissenhafte Absicht erkennen, mit der Er Seine Worte benutzt, um die Menschheit zu richten und zu erretten. Ich konnte nicht anders, als von Herzen Dankbarkeit und Lob für Gott zu empfinden, und ich sprach ein aufrichtiges Gebet: „Allmächtiger Gott! Durch die Enthüllung und das Gericht Deiner Worte habe ich schließlich erkannt, dass Du nicht nur liebevoll und barmherzig bist, sondern auch majestätisch und zornig. All das sind Aspekte Deiner innewohnenden gerechten Disposition. Allmächtiger Gott! Deine Worte sind wirklich kostbar. Ich muss das Gericht und die Züchtigung Deiner Worte unbedingt annehmen, um mich selbst zu erkennen. Von nun an werde ich Deine Worte fleißig essen und trinken, das Gericht und die Züchtigung Deiner Worte annehmen und den Weg des Strebens nach der Wahrheit gehen!“