42. Ich habe die Vorteile des Schreibens von Erfahrungszeugnissen für mich entdeckt

Von Ming Guang, China

Im Jahr 2020 war ich eine Kirchenleiterin. Ich sah, wie einige Brüder und Schwestern ein paar gute Erfahrungszeugnisartikel schrieben, und beneidete sie. Ich selbst legte jedoch nicht viel Wert darauf, diese Artikel zu schreiben, da ich immer dachte, nur Leute mit gutem Kaliber und schriftstellerischem Talent könnten gute Artikel verfassen. Mein Kaliber war schlecht und mein Verständnis der Wahrheit war oberflächlich. Ich hielt das Schreiben von Artikeln für reine Zeitverschwendung und wollte die Zeit lieber nutzen, um etwas mehr Arbeit zu verrichten. Würde ich meine Arbeit nicht gut machen, sähe es so aus, als hätte ich keine Last, und die Brüder und Schwestern würden eine schlechte Meinung von mir bekommen. Außerdem hielt ich das Schreiben von Artikeln für eine persönliche Angelegenheit, die ich tun oder lassen konnte. Ich hielt es für besser, mehr zu arbeiten und an mehr Versammlungen teilzunehmen, damit die Brüder und Schwestern meinen Sinn für die Bürde loben würden. Aus diesem Grund wollte ich mir keine Zeit zum Schreiben nehmen. So ging es weiter, und ich konzentrierte mich jeden Tag nur darauf, zu arbeiten und mit den Brüdern und Schwestern Gemeinschaft zu halten. Wenn mir etwas widerfuhr, dachte ich nur selten über mich selbst nach. Manchmal erkannte ich zwar, welche Art von verdorbener Disposition ich offenbart hatte, aber ich suchte nicht nach der Wahrheit, um das Problem zu lösen. Die Brüder und Schwestern, mit denen ich zusammenarbeitete, wiesen mich darauf hin, dass ich mich nicht auf den Lebenseintritt konzentrierte, doch ich rechtfertigte mich nur und war uneinsichtig. Obwohl ich jeden Tag mit Versammlungen beschäftigt war, hatte ich, da ich keinen Wert auf Selbstreflexion, Selbsterkenntnis oder die Suche nach der Wahrheit legte, keinerlei Lebenseintritt. In den Versammlungen konnte ich nur einige Glaubenslehren aufsagen oder ermahnende und ermutigende Worte sprechen, war aber unfähig, tatsächliche Probleme zu lösen. Genau wie ich waren viele Brüder und Schwestern mit der Arbeit beschäftigt und konzentrierten sich nicht auf den Lebenseintritt, weshalb ihre Pflichten keine Ergebnisse brachten und sie sich etwas negativ fühlten. Einmal sagte ein Verantwortlicher, dass er keine praktische Arbeit leisten könne, in einem negativen Zustand lebe und seine Leitungsaufgaben nicht ausführen wolle. Ich konnte die Wurzel seiner Negativität nicht klar erkennen und wusste nicht, wie ich sie beseitigen sollte, sodass das Problem erst gelöst wurde, als meine Arbeitspartnerin später mit ihm Gemeinschaft hielt. Damals dachte ich nicht über meinen Zustand nach und war immer noch der Meinung, dass Herumrennen und die Teilnahme an mehr Versammlungen bedeuteten, dass ich eine Last trug. Nach einer Weile fühlte sich mein Herz leer an, und ich hatte nichts gewonnen.

Einmal fragte mich eine Schwester, ob ich Erfahrungszeugnisartikel geschrieben hätte. Sie hielt mit mir Gemeinschaft und sagte, dass das Schreiben von Artikeln uns dazu anregen könne, unsere Herzen zur Ruhe zu bringen und die Wahrheit zu suchen, um so den Lebenseintritt zu erreichen. Später las ich eine Passage von Gottes Worten, die meine Einstellung zum Schreiben von Zeugnisartikeln von Grund auf veränderte. Gott sagt: „Was ihr empfangen habt, ist nicht nur Meine Wahrheit, Mein Weg und Mein Leben, sondern Visionen und Offenbarungen, die größer sind, als die, die Johannes empfangen hat. Ihr versteht viele Geheimnisse mehr und habt auch Mein wahres Antlitz betrachtet; ihr habt mehr von Meinem Gericht akzeptiert und mehr von Meiner gerechten Disposition erfahren. Daher versteht ihr, obwohl ihr in den letzten Tagen geboren wurdet, die Dinge, die zuvor kamen, und die Dinge der Vergangenheit, und ihr habt auch die Dinge von heute erfahren, was von Mir persönlich vollbracht wurde. Was Ich von euch verlange, ist nicht überhöht, denn Ich habe euch so viel gegeben und ihr habt so viel in Mir gesehen. Daher bitte Ich euch, vor den Heiligen aller vergangenen Zeitalter Zeugnis für Mich abzulegen; und das ist Mein einziger Herzenswunsch(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du über den Glauben?). In den wenigen Jahren meines Glaubens an Gott hatte ich einige Wahrheiten verstanden, eine gewisse Erkenntnis über meine verdorbenen Dispositionen erlangt und meine Ansichten über einige Dinge geändert. Das war das Ergebnis von Gottes Wirken an mir. Wenn ich über meine Erkenntnisse schrieb, bezeugte ich Gott; es war meine Verantwortung und erst recht meine Pflicht. Ich sollte es als eine Verpflichtung betrachten, denn das entspräche Gottes Absicht. Dennoch hatte ich das Schreiben von Erfahrungszeugnissen nie als eine Pflicht betrachtet. Stattdessen betrachtete ich es als etwas, das ich tun oder lassen konnte, und ging die Sache mit großer Gleichgültigkeit und ohne jede Eigeninitiative an. Ich hatte Gottes Werk erfahren; wenn ich meine Erfahrungen nicht niederschrieb und Gott nicht bezeugte, würde ich Seine Gnade und Seine Segnungen verbergen und es würde mir an Gewissen und Vernunft mangeln.

Danach wurde mir vage bewusst, dass meine Weigerung, Erfahrungsartikel zu schreiben und Gott zu bezeugen, eine Äußerungsform dessen war, dass ich die Wahrheit nicht liebte. In diesem Moment dachte ich an eine Passage aus Gottes Worten, die ich dann fand und las. Der Allmächtige Gott sagt: „Der offensichtlichste Zustand von Menschen, die der Wahrheit abgeneigt sind, ist, dass sie sich nicht für die Wahrheit und die positiven Dinge interessieren, ja, sie hassen sie sogar und finden sie abstoßend, und sie mögen es ganz besonders gerne, weltlichen Trends zu folgen. In ihren Herzen akzeptieren sie die Dinge nicht, die Gott liebt und von denen Er verlangt, dass Menschen sie tun sollen. Stattdessen sind sie ihnen gegenüber abweisend und gleichgültig, und manche Menschen verachten sogar oft die Normen und Grundsätze, die Gott vom Menschen verlangt. Sie finden positive Dinge abstoßend und stehen ihnen in ihren Herzen immer widerständig, widersetzlich und voller Verachtung gegenüber. Das ist die hauptsächliche Äußerungsform davon, dass sie der Wahrheit gegenüber abgeneigt sind. … Es gibt viele Menschen, die an Gott glauben, die gerne für Ihn arbeiten und eifrig für Ihn umherlaufen, und wenn es darum geht, ihre Gaben und Stärken einzusetzen, anzugeben und ihren Vorlieben zu frönen, haben sie grenzenlose Energie. Aber wenn man sie bittet, die Wahrheit zu praktizieren und nach den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln, wird ihnen der Wind aus den Segeln genommen, und sie verlieren ihre Begeisterung. Wenn man ihnen nicht erlaubt, sich hervorzutun, werden sie lustlos und mutlos. Wie kommt es, dass sie Energie dafür haben, anzugeben? Und wie kommt es, dass sie keine Energie haben, um die Wahrheit zu praktizieren? Was ist hier das Problem? Alle Menschen wollen sich profilieren, alle lechzen nach leerem Ruhm. Jeder hat unerschöpfliche Energie, wenn es darum geht, an Gott zu glauben, um Segnungen und Belohnungen zu erhalten, also warum werden die Menschen dann lustlos, warum sind sie verzagt, wenn es darum geht, die Wahrheit zu praktizieren und sich gegen das Fleisch aufzulehnen? Warum geschieht das? Das beweist, dass die Herzen der Menschen verdorben sind. Sie glauben nur an Gott, um Segnungen zu erhalten – um es ganz einfach auszudrücken: Sie tun das, um in das Himmelreich zu gelangen. Ohne Segnungen oder Vorteile, denen sie nachjagen können, werden die Menschen lustlos und mutlos und zeigen keine Begeisterung. All das ist auf eine verdorbene Disposition zurückzuführen, die der Wahrheit abgeneigt ist. Wenn Menschen von dieser Disposition beherrscht werden, sind sie nicht bereit, den Weg des Strebens nach der Wahrheit einzuschlagen: Sie gehen ihren eigenen Weg und wählen den falschen – sie wissen ganz genau, dass es falsch ist, Ruhm, Gewinn und Status zu verfolgen, und dennoch können sie nicht auf diese Dinge verzichten oder sie beiseitelegen, und sie jagen ihnen weiterhin nach und beschreiten den Weg Satans. In diesem Fall folgen sie nicht Gott, sondern Satan. Alles, was sie tun, tun sie im Dienste Satans, und sie dienen Satan(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Gott deckte auf, dass Menschen, die eine Abneigung gegen die Wahrheit haben, negative Dinge den positiven vorziehen. Genau so war ich. Wenn ich herumlaufen und mehr arbeiten konnte, um den Brüdern und Schwestern zu zeigen, dass ich einen Sinn für die Bürde hatte, oder wenn ich mich zur Schau stellen und die Anerkennung des oberen Leiters gewinnen konnte, dann steckte ich unbegrenzte Mühe hinein und zögerte nicht, jede Menge Zeit oder Energie aufzuwenden. Wenn es hingegen darum ging, Artikel mit Erfahrungszeugnissen zu schreiben, sträubte ich mich besonders dagegen, obwohl ich nur zu gut wusste, dass es Gottes Absicht entsprach und meinem Lebenseintritt zugutekam, da ich dachte, es würde meine Arbeit verzögern. Ich fand auch Gründe und Ausreden und sagte, ich sei mit der Arbeit beschäftigt und hätte keine Zeit zu schreiben. In Wirklichkeit lag es nicht daran, dass ich keine Zeit hatte, sondern daran, dass meine Natur der Wahrheit abgeneigt war. Ich wollte weder Artikel schreiben noch mich bemühen, nach der Wahrheit zu streben. Ich erkannte, dass meine Haltung gegenüber der Wahrheit völlig gleichgültig war und dass ich mich von positiven Dingen abgestoßen, ihnen gegenüber ablehnend und abgeneigt fühlte. Ich beschritt einen falschen Weg, der gegen Gottes Anforderungen verstieß. Als ich das verstand, bekam ich Angst und wollte umkehren und mich ändern.

Ich dachte auch darüber nach und verstand, dass meine Weigerung, Artikel zu schreiben, von einer abwegigen und absurden Ansicht meinerseits beeinflusst war; ich dachte, ich sei keine begabte Schreiberin und könne keine guten Zeugnisartikel schreiben. Wenn ich das jetzt betrachte, war das eine absurde Ansicht. Beim Schreiben von Artikeln spielt es keine Rolle, wie begabt man als Schreiber ist. Man kann nicht allein deshalb einen guten Zeugnisartikel schreiben, weil man eine blumige Sprache verwendet. Wichtig ist, ob jemand ein echtes, erfahrungsbasiertes Verständnis hat. Ohne Erfahrung kann man, ungeachtet der eigenen Schreibfähigkeiten, nur leere Glaubenslehren zu Papier bringen. Als ich das verstand, änderte sich meine Einstellung erheblich. Ich trat vor Gott und betete zu Ihm: „Gott, ich habe immer Wert darauf gelegt, dass es so aussieht, als ob ich herumeile und arbeite, und bin nicht vor Dich getreten, um im Stillen über Deine Worte nachzudenken. Ich habe so viel Zeit damit verschwendet, nicht nach der Wahrheit zu streben. Von nun an bin ich bereit, vor Dir still zu werden, die Wahrheit zu suchen und Probleme zu lösen.“

Dann las ich weitere Worte Gottes: „In Bezug auf Arbeit denkt der Mensch, Arbeit sei für Gott umherzueilen, überall zu predigen und sich Seinetwillen aufzuwenden. Obwohl dieser Glaube richtig ist, ist er zu einseitig. Was Gott vom Menschen verlangt, ist nicht einzig und allein für Ihn umherzueilen; außer nur damit, hat diese Arbeit mit dem Amt und der Versorgung im Geist zu tun. Viele Brüder und Schwestern haben, selbst nach so vielen Jahren der Erfahrung, nie daran gedacht, für Gott zu arbeiten, denn so wie Arbeit vom Menschen aufgefasst wird, ist sie unvereinbar mit dem, was Gott verlangt. Deshalb hat der Mensch überhaupt kein Interesse, was Arbeit angeht, und genau das ist der Grund, warum der Eintritt des Menschen auch ziemlich einseitig ist. Ihr alle solltet euren Eintritt damit beginnen, für Gott zu arbeiten, damit ihr jeden Aspekt des Erfahrens besser durchleben könnt. Das ist, worin ihr eintreten solltet. Arbeit bezieht sich nicht darauf, für Gott umherzueilen, sondern darauf, ob das Leben des Menschen und was der Mensch auslebt, Gott Freude bereiten können. Arbeit bezieht sich darauf, dass Menschen ihre Treue zu Gott und ihre Gotteskenntnis anwenden, um Gott zu bezeugen und dem Menschen zu Diensten zu sein. Das ist die Verantwortung des Menschen und das, was alle Menschen verstehen sollten. Man könnte sagen, dass euer Eintritt eure Arbeit ist und dass ihr danach sucht, einzutreten, während ihr für Gott arbeitet. Gottes Werk zu erfahren bedeutet nicht nur, dass ihr wisst, wie man von Seinem Wort isst und trinkt; wichtiger ist, dass ihr wisst, wie man Gott bezeugt, und in der Lage seid, Gott zu dienen, und in der Lage seid, dem Menschen zu Diensten zu sein und ihn zu versorgen. Das ist Arbeit und es ist auch euer Eintritt; das ist, was jede Person erreichen sollte. Es gibt viele, die sich nur darauf konzentrieren, für Gott umherzueilen und überall zu predigen, jedoch ihre persönliche Erfahrung übersehen und ihren Eintritt in das geistliche Leben vernachlässigen. Das hat dazu geführt, dass jene, die Gott dienen, zu denen zu werden, die sich Gott widersetzen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (2)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass man Lebenserfahrung haben muss, um die Arbeit der Kirche wirklich ausführen zu können. Praktische Arbeit leistet man erst dann, wenn man über die Wahrheit Gemeinschaft hält und tatsächliche Probleme löst. Und seine Pflicht erfüllt man erst dann wirklich, wenn man bei seiner Arbeit Ergebnisse erzielt. Früher glaubte ich, wenn ich herumlief und mehr mit Brüdern und Schwestern Gemeinschaft hielt, würde das bedeuten, dass ich praktische Arbeit leistete. Das ist eine falsche Ansicht, die überhaupt nicht mit Gottes Worten übereinstimmt. Wenn ich an die vielen Male zurückdenke, als ich die Brüder und Schwestern traf und mit ihnen Gemeinschaft hielt, war ich immer unfähig, die Wurzel des Problems zu durchschauen, wenn ich mich mit ihren Zuständen und Schwierigkeiten befasste. Ich konnte den Kern des Problems nicht benennen und sprach nur einige Worte und Glaubenslehren, um sie zu ermahnen, oder gab ihnen einige Vorschriften, wie sie handeln sollten, war aber völlig unfähig, ihnen den Weg der Praxis aufzuzeigen. Egal, wie viel Gemeinschaft ich hielt, es war unpraktisch und löste die Probleme der Brüder und Schwestern nicht. Die Brüder und Schwestern wussten nicht, wie sie Gottes Werk erleben sollten, und lebten bei Schwierigkeiten in ihren verdorbenen Dispositionen. Sie konnten nicht anders, als negativ und schwach zu sein, und die Probleme in ihrer Arbeit bestanden weiterhin. Wie konnte das als Ausführung meiner Pflicht bezeichnet werden? Ich täuschte und betrog sowohl Gott als auch die Brüder und Schwestern. Erst da wurde mir klar, dass ein oberflächlicher Sinn für die Last noch lange kein wahrer ist. Mehr zu arbeiten und herumzurennen bedeutet nicht, dass man seine Pflicht treu ausführt, geschweige denn, dass man praktische Arbeit leistet. Bei seinen Pflichten einen ernsthaften Sinn für die Last zu haben bedeutet nicht, überall herumzurennen. Vielmehr sorgt man für die geistliche Versorgung im Leben, indem man sich darauf konzentriert, Gottes Werk in seiner Pflicht zu erleben und bei allem, was geschieht, die Wahrheit zu suchen, versucht zu erkennen, was einem fehlt, und die Grundsätze der Praxis zu finden, um dann mit dem eigenen erfahrungsbasierten Wissen die tatsächlichen Schwierigkeiten und Probleme der Brüder und Schwestern zu lösen. Nur so kann man ein gutes Ergebnis bei seiner Pflicht erzielen, und nur das ist erbaulich und nützlich für den Lebenseintritt anderer. Ich kam auch zu der Erkenntnis, dass das Schreiben von Artikeln mit Erfahrungszeugnissen mich dazu anregen könnte, mein Herz zur Ruhe zu bringen, über Gottes Worte nachzudenken und über mich selbst zu reflektieren. Nur wenn ich mehr Wahrheiten verstand, Erkenntnis über meine verdorbenen Dispositionen erlangte und lernte, sie zu lösen, konnte ich die Zustände und Probleme der Brüder und Schwestern klar sehen und lösen. Um meine Pflicht gut zu erfüllen, musste ich Wert auf den Lebenseintritt legen, und das Schreiben von Artikeln war ein großartiger Weg, um nach der Wahrheit zu streben. Besonders als Leiterin musste ich mich noch stärker auf das Streben nach der Wahrheit konzentrieren und die Initiative ergreifen, Artikel zu schreiben, die Gott bezeugen. Nur dann konnte ich meine Pflicht gut ausführen. Als ich sah, dass das Schreiben von Zeugnisartikeln keine optionale Angelegenheit war, hatte ich keine Ausrede mehr, sie nicht zu schreiben.

Ich dachte an eine andere Passage aus Gottes Worten. Der Allmächtige Gott sagt: „Ganz gleich wie viele Leute es in einer Kirche gibt, der Leiter ist das Oberhaupt. Welche Rolle spielt also dieser Leiter unter den Mitgliedern? Er leitet alle Auserwählten Gottes in der Kirche. Welche Wirkung hat er also auf die gesamte Kirche? Wenn dieser Leiter den falschen Weg einschlägt, werden all jene in der Kirche ihm auf dem falschen Weg folgen, was gravierende Auswirkungen auf alle von Gottes Auserwählten in der Kirche haben wird. Nehmen wir zum Beispiel Paulus. Er leitete viele der Gemeinden, die er gründete, und Gottes Auserwählte. Als Paulus auf Irrwege geriet, gerieten auch die Gemeinden und Gottes Auserwählte, die er leitete, auf Irrwege. Wenn also Leiter ihren eigenen abweichenden Weg gehen, sind sie nicht die Einzigen, auf die das Auswirkungen hat, die Gemeinden und Gottes Auserwählte, die sie leiten, sind auch betroffen. Wenn ein Leiter ein korrekter Mensch ist, einer, der den richtigen Weg beschreitet und die Wahrheit verfolgt und praktiziert, dann werden die Menschen, die er leitet, Gottes Worte normal essen und trinken sowie normal nach der Wahrheit streben, und gleichzeitig werden die Lebenserfahrungen und die Entwicklung des Leiters für andere zu sehen sein und Einfluss auf sie haben. Welcher ist also der korrekte Weg, den ein Leiter gehen sollte? Er besteht darin, andere zu einem Verständnis der Wahrheit und zu einem Eintritt in die Wahrheit führen zu können und andere vor Gott zu führen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 1: Sie versuchen, die Herzen der Menschen für sich zu gewinnen). Als ich Gottes Worte las, verstand ich im tiefsten Inneren, dass der Weg, den ich als Leiterin und Mitarbeiterin einschlug, sehr wichtig war. Wenn ich mich bei meiner Pflicht nicht darauf konzentrierte, nach der Wahrheit zu streben, sondern nur danach strebte, die Anerkennung anderer zu bekommen, für Ansehen und Status umherjagte und mich auf meinen Verstand und meine Gaben verließ, um zu arbeiten und zu predigen, dann würden auch die Brüder und Schwestern, die ich führte, keinen Wert auf den Lebenseintritt legen und nur in einem Zustand des Arbeitens leben. Als Leiterin war es nicht nur eine persönliche Angelegenheit, keinen Lebenseintritt zu haben; es würde auch das Leben vieler Brüder und Schwestern beeinträchtigen und schädigen. Als ich das verstand, machte ich mir Selbstvorwürfe und war traurig. Ich betete zu Gott: „Gott, ich strebe nicht nach der Wahrheit und beschreite einen falschen Weg. Ich war nachlässig und habe bei meiner Arbeit als Leiterin versagt. Ich habe mich den Brüdern und Schwestern gegenüber schuldig gemacht und schäme mich dafür, wie ich Deinen Auftrag behandelt habe. Gott! Ich bin bereit umzukehren; bitte führe mich, damit ich den Weg des Strebens nach der Wahrheit beschreite.“

Danach hielt ich mit den Brüdern und Schwestern über Gottes Absicht Gemeinschaft und auch über mein eigenes erfahrungsbasiertes Verständnis. Später zeigten die Zustände der Brüder und Schwestern eine gewisse Besserung. Einige von ihnen begannen, über sich selbst nachzudenken und versuchten, sich selbst zu erkennen, wenn sie bei ihren Pflichten auf Probleme und Schwierigkeiten stießen. Sie lernten, einen Weg in Gottes Worten zu finden und nicht in einem Zustand der Negativität zu leben. Sie erzielten allmählich einige Ergebnisse bei ihren Pflichten. Als ich dieses Ergebnis sah, fühlte ich, dass dies das Wirken und die Führung des Heiligen Geistes war, dass es das Ergebnis des Praktizierens gemäß Gottes Worten war. Ich kam auch zu dem Verständnis, dass es äußerst wichtig ist, sich auf das Streben nach der Wahrheit zu konzentrieren und Lebenseintritt zu haben, wenn man seine Pflicht gut ausführen will. Von da an begann ich, Wert auf die Suche nach der Wahrheit zu legen. Wann immer ich ein erfahrungsbasiertes Verständnis hatte, übte ich mich darin, darüber zu schreiben. Später schrieb ich mehrere Artikel mit Erfahrungszeugnissen und hatte das Gefühl, einige Erkenntnisse gewonnen zu haben. In einigen Artikeln befasste ich mich mit einer abwegigen und absurden Ansicht und suchte die Wahrheit, um sie zu verstehen. Als ich vor Gott still wurde und über Seine Worte nachdachte, konnte ich verstehen, was an dieser abwegigen und absurden Ansicht falsch war. Gleichzeitig konnte ich klar erkennen, dass diese Ansicht mich daran hinderte, die Wahrheit zu praktizieren, und die Arbeit beeinträchtigte. In anderen Artikeln dachte ich über eine verdorbene Disposition nach, die ich in einer bestimmten Angelegenheit offenbart hatte. Durch das, was Gottes Worte aufdeckten, sah ich, dass ich selbstsüchtig und verachtenswert war und nicht wie ein wahrer Mensch lebte, und ich spürte, dass ich zu tief von Satan verdorben worden war. Außerdem hatte ich mich in der Vergangenheit nicht auf den Lebenseintritt konzentriert und konnte die Probleme der Brüder und Schwestern nicht lösen. Nachdem ich jedoch eine Zeit lang das Schreiben von Artikeln geübt hatte, kam ich allmählich zu dem Verständnis einiger Wahrheiten. Es gab einige Probleme, die ich klarer sehen konnte, und es war für die Brüder und Schwestern von Nutzen, wenn ich darüber Gemeinschaft hielt.

Durch das Nachdenken über meine Haltung zum Schreiben von Zeugnisartikeln sah ich, dass ich nicht jemand war, der nach der Wahrheit strebte, dass ich keinen Wert auf meinen Lebenseintritt legte und dass ich viele falsche Ansichten hatte, die mich daran hinderten, nach der Wahrheit zu streben. All dies führte dazu, dass ich mich bei der Ausführung meiner Pflicht nur auf das Arbeiten konzentrierte, und ich beschritt den Weg des reinen Schuftens. So würde ich die Wahrheit nicht erlangen, egal, wie beschäftigt ich nach außen hin war. Ich verstand auch, was es bedeutet, seine Pflicht wahrhaftig auszuführen und wie man praktizieren muss, um bei seiner Pflicht einen echten Sinn für die Bürde zu haben. Ich verstand auch, dass das Schreiben von Artikeln mit Erfahrungszeugnissen ein großartiger Weg war, um nach der Wahrheit zu streben. Dass ich nun dieses Verständnis und diese Gewinne haben kann, ist alles dem Wirken und der Führung Gottes zu verdanken.

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