8. Ich werde diese Entscheidung niemals bedauern

Von Xiaoyuan, China

Von klein auf hatte ich immer gute Noten und war bei Prüfungen oft die Klassenbeste. Jedes Mal, wenn die Noten für eine Prüfung bekannt gegeben wurden, erschienen mein Name und mein Foto auf der Ehrentafel der Schule. Wenn ich sah, wie meine Lehrer mich mit einem Lächeln voller Zufriedenheit und Anerkennung ansahen, und die Lobesworte meiner Mitschüler hörte, zersprang mein Herz schier vor Freude und ich fühlte mich so geehrt. Wenn ich nach Hause kam, grüßten mich die Nachbarn, denen ich auf der Straße begegnete, und sagten: „Dieses Mädchen ist eine tolle Schülerin. Du machst deine Eltern so stolz. Später wirst du sicher auf die Peking- oder Tsinghua-Universität gehen!“ Ich schenkte ihnen ein schüchternes Lächeln, aber innerlich war mein Ego ordentlich angestachelt. Später bestand ich die Aufnahmeprüfung für eine Spitzenuniversität in meiner Provinz und war im ersten Studienjahr die Nummer eins in meinem Hauptfach. Ich war so glücklich – meine Kommilitonen lobten alle meine Begabung, bewunderten und beneideten mich, und meine Professoren setzten große Hoffnungen in mich. Ich fühlte mich, als wäre ich unter meinen Kommilitonen herausragend geworden. Jedoch war das Universitätsleben nicht so stressig wie die Schulzeit und oft geradezu locker und sorglos. Im Unterricht mussten wir oft sozialwissenschaftliche Theorien lernen und diese Theorien und Begriffe auswendig lernen, und manchmal fragte ich mich: „Was bringt es, all diese Theorien zu lernen und auswendig zu können?“ Meistens lernte ich nur, um die Prüfungen zu bestehen. Außerhalb des Unterrichts und in ihrer Freizeit vertrödelten meine Kommilitonen ihre Zeit mit Vergnügungen, während ich nur herumsaß, auf meinem Handy scrollte und mich zu Tode langweilte. Oft dachte ich: „Wurden wir wirklich nur auf diese Erde geschickt, um die Zeit so totzuschlagen? Sollten wir als Menschen nicht ein Ziel oder eine Richtung im Leben haben?“ Doch ich wusste die Antwort auf diese Fragen nicht.

Im Sommer meines ersten Studienjahres predigte mir eine Schwester Gottes Evangelium der letzten Tage. Durch das Essen und Trinken von Gottes Worten erfuhr ich, dass Gott drei Phasen des Werkes vollbrachte, um die Menschheit zu retten. Ich erkannte, dass der Herr Jesus gekreuzigt wurde, um die Menschheit von ihren Sünden zu erlösen, und dass in den letzten Tagen Gott erneut Fleisch wurde, um die Menschheit vollständig zu retten, indem Er viele Wahrheiten kundtat, um die Menschheit zu richten und zu reinigen, damit sie sich vollständig von den Fesseln der Sünde befreien und in Gottes Königreich eintreten kann. Ich spürte tief die Aufrichtigkeit und Güte, mit der Gott die Menschheit rettete, sowie Gottes Liebe zur Menschheit. Ich war tief bewegt und entschloss mich, an Gott zu glauben und nach der Wahrheit zu streben. Später hielten meine Brüder und Schwestern Gemeinschaft darüber, dass dies eine entscheidende Zeit für die Ausbreitung des Evangeliums des Königreichs sei. Sie sagten, es sei etwas unglaublich Wertvolles, zur Ausbreitung des Evangeliums beitragen zu können und mehr Menschen vor Gott zu bringen, damit sie Seine Errettung empfangen können. Eine Schwester fragte mich dann, ob ich bereit wäre, eine Pflicht zu tun. Ich zögerte ein wenig: „Eine Pflicht zu tun kostet Zeit und Energie. Der Wettbewerb an der Uni ist ziemlich hart, und was mache ich, wenn meine Noten darunter leiden? Sollte ich mich dafür entscheiden, an Gott zu glauben und meine Pflicht als ein geschaffenes Wesen zu tun, oder sollte ich meine Zeit ins Studium investieren, um gute Noten zu erhalten und mir eine gute Zukunft und die Bewunderung und den Respekt der anderen zu sichern?“ Ich wusste nicht, welchen Weg ich wählen sollte, also sagte ich der Schwester, ich würde darüber nachdenken. In den folgenden paar Nächten ging ich oft ziellos eine Straße bei meiner Universität entlang und beobachtete, wie andere Studenten bis spät in die Nacht hart arbeiteten, um gute Noten zu erzielen, und ich fragte mich: „Sollte ich mich wie die meisten meiner Kommilitonen für das Studium und eine gute Zukunft entscheiden oder Gott folgen und eine Pflicht tun?“

Später stieß ich auf diese Passagen aus Gottes Worten: „Aufgrund der Souveränität und der Vorbestimmung des Schöpfers erhält eine einsame Seele, die anfangs absolut nichts hatte, Eltern und eine Familie, die Chance, ein Mitglied der Menschheit zu werden, und die Chance, menschliches Leben zu erfahren und eine Reise durch die menschliche Welt zu machen. Sie erhält auch die Chance, die Souveränität des Schöpfers zu erleben und Kenntnis der Wunder der Schöpfung des Schöpfers zu erlangen und vor allem die Chance, Kenntnis der Autorität des Schöpfers zu erlangen und sich ihr zu ergeben. Dennoch ergreifen die meisten Menschen diese seltene und flüchtige Gelegenheit nicht wirklich. Die Menschen wenden die Energie eines ganzen Lebens im Kampf gegen das Schicksal auf und verbringen geschäftig all ihre Zeit mit dem Versuch, für ihre Familie zu sorgen, und rennen hektisch durch die Gegend, um Ruhm und Gewinn zu erlangen. Die Dinge, die die Menschen schätzen, sind familiäre Liebe, Geld und Ruhm und Gewinn, und sie sehen diese als die wertvollsten Dinge im Leben an. Alle Menschen beschweren sich, sie seien vom Unglück verfolgt, aber dennoch verdrängen sie die Belange, die die Menschen am meisten erforschen und verstehen sollten: warum der Mensch am Leben ist, wie der Mensch leben sollte und was der Wert und der Sinn des menschlichen Lebens sind. Sie verbringen ihr ganzes Leben, wie viele Jahre dies auch sein mögen, nur damit, hektisch nach Ruhm und Gewinn zu suchen, bis ihre Jugend verflogen ist und sie grau und faltig geworden sind, bis sie merken, dass Ruhm und Gewinn sie nicht davor bewahren können, alt zu werden, und Geld nicht die Leere in ihrem Herzen füllen kann, und bis sie verstehen, dass niemand den Gesetzen von Geburt, Altern, Krankheit und Tod entkommen kann und sich niemand den Anordnungen des Schicksals entziehen kann. Nur wenn sie den letzten kritischen Punkt des Lebens konfrontieren müssen, begreifen sie wirklich, dass, selbst wenn man einen riesigen Reichtum und ein umfangreiches Vermögen besitzt, selbst wenn man privilegiert und von hohem Rang ist, man dem Tod dennoch nicht entkommen kann und zu seiner oder ihrer ursprünglichen Position zurückkehren muss: einer einsamen Seele, die nichts besitzt(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige III). „Abgesehen vom Glauben an Gott, dem Streben nach der Wahrheit und der Erfüllung seiner Pflicht als geschaffenes Wesen ist alles andere im Leben eines Menschen bedeutungslos und nicht der Erinnerung wert. Selbst wenn du die erstaunlichsten Leistungen erbracht hast, selbst wenn du eine Reise zum Mond und zurück gemacht hast, selbst wenn du wissenschaftliche Fortschritte erzielt hast, die der Menschheit einen gewissen Nutzen boten und ihr halfen, ist das alles vergänglich und bringt dir nichts. Was ist das Einzige, das nicht vergehen wird? (Das Wort Gottes.) Nur das Wort Gottes, Zeugnisse für Gott, all die Zeugnisse und Werke, die für den Schöpfer Zeugnis ablegen, und die guten Taten der Menschen werden nicht vergehen. Diese Dinge werden ewig bestehen bleiben, und sie sind von unschätzbarem Wert(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Im Leben liegt nur dann Wert, wenn man die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut erfüllt). Gottes Worte hatten eine tiefe Wirkung auf mich. Gott arrangiert es für jeden Menschen, auf diese Welt zu kommen, um Gottes Herrschaft zu erkennen, Seine Weisheit und Autorität zu verstehen und zu lernen, sich Gott zu unterwerfen und Ihn anzubeten. Wenn die Menschen Gottes Absicht nicht erkennen, wird ihre Zeit auf dieser Welt leer sein – sie werden nicht wissen, warum sie geboren wurden, warum sie sterben müssen oder wofür sie leben sollen. Ich las oft Nachrichtenberichte über berühmte Leute, die, obwohl sie verehrt wurden, viel Geld verdienten und in Luxus lebten, Depressionen entwickelten und schließlich Selbstmord begingen. Andere Geschichten beschrieben, wie reiche Menschen mit hohem Status plötzlich krank wurden und starben. Ich beobachtete auch meine eigenen Großeltern, die Intellektuelle mit höheren Abschlüssen waren und die ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet und einst ihre glorreichen Momente gehabt hatten, nun ihre Rentenjahre damit verbrachten, zu plaudern, die Zeit totzuschlagen und ihre Tage sinnleer zu verbringen, ohne den Sinn des Lebens zu kennen und ziellos auf den Tod zu warten. Ich erkannte, dass, egal wie viel man studiert oder welche großartigen Leistungen man erzielt, alles vergänglich und unbeständig ist. Letztendlich, wenn die böse, alte Welt zerstört wird, wird alles verwüstet sein. Diese wissenschaftlichen Errungenschaften und persönlichen Leistungen können die Menschen nicht zu einem Verständnis Gottes führen, sie dazu bringen, vor Gott zu treten und den Sinn des Lebens zu kennen. Sie können es den Menschen auch nicht ermöglichen, ihre Verdorbenheit abzulegen und ein menschliches Abbild auszuleben – selbst nach Erreichen dieser Leistungen sind sie immer noch genauso verdorben wie zuvor. Darüber hinaus ist Wissen völlig unfähig, den dunklen Zustand der Gesellschaft zu ändern und versagt darin, die Menschen auf den richtigen Weg und in die richtige Richtung zu bringen. Wissen und Leistungen sind einfach nicht bedeutungsvoll. Nur das Zeugnis, das Gottes auserwähltes Volk für Gott ablegt, und was es durch das Erfahren von Gottes Werk gewinnt, ist ewig. Wenn ich mich dem Streben nach Wissen widmen und nach den Früchten dieser sterblichen Welt streben würde sowie hinter Ruhm und Gewinn, Familie, akademischen Würden und Karriere herjagen würde; wenn ich versäumte, nach der Wahrheit zu streben und Gott zu kennen und letztendlich versäumte, jegliche Wahrheit zu verstehen; keine Erkenntnis über Gott erlangte und meine Disposition sich nicht veränderte – hätte ich dann nicht eine goldene Gelegenheit verpasst, Gottes Werk zu erfahren? Gott hatte mich geführt, meine Richtung im Leben zu finden: Ich erkannte, dass wir im Leben nach der Wahrheit und nach der Erkenntnis Gottes streben sollten. Nur indem ich meine Pflicht als ein geschaffenes Wesen erfüllte, wäre ich Gottes Errettung würdig, und nur ein solches Leben wäre wertvoll und bedeutungsvoll. Es war meine Verantwortung und eine Erhöhung durch Gott, meine Kraft in die Ausbreitung des Evangeliums stecken zu können und mehr Menschen vor Gott zu bringen. Ich musste aufhören, Zeit mit meinem Studium zu verschwenden und beschloss, den Glauben zu meiner Priorität zu machen. Danach gab ich meine Chance auf eine garantierte Zulassung zum Masterstudium auf und beschloss, meine Pflicht zu tun.

Anfang 2020 brach die Pandemie aus, während ich das chinesische Neujahr zu Hause verbrachte, und ich saß dort fest und konnte meine Kirche nicht kontaktieren. Ein halbes Jahr lang konnte ich weder an Versammlungen teilnehmen noch Gottes Worte essen und trinken. Ich war damals im Abschlussjahr und bereitete mich auf meinen Abschluss vor. Einige meiner Kommilitonen waren bereits zu Masterstudiengängen zugelassen worden, während andere gute Jobs gefunden hatten. Was mich betraf, so hatte ich immer noch keinen Job gefunden. Mein Vater ermahnte mich oft streng und sagte: „Das Kind von Soundso wurde gerade zu einem Masterstudium an einer berühmten Universität zugelassen. Heutzutage ist ein Masterabschluss der allgemeine Trend und er wird dich auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähiger machen. Du hättest dich sowieso für einen Master entscheiden sollen, aber du wolltest ja nicht auf uns hören. Wenn du nicht bald einen Job findest, was hast du dann nach deinem Abschluss vor?“ Als ich die Ermahnungen meines Vaters hörte und sah, dass alle meine Kommilitonen hart für eine bessere Zukunft arbeiteten, dachte ich bei mir: „Er hat Recht, ich stehe kurz vor dem Abschluss. Will ich nach dem Abschluss wirklich arbeitslos sein? Was werden die Leute von mir denken? Werden sie mich nicht für einen Taugenichts halten?“ Ich fühlte mich absolut elend. Einmal bei einem Treffen mit ehemaligen Kommilitonen fingen alle an, über ihre Zukunftspläne zu sprechen: Einige sagten aufgeregt, sie seien zum Masterstudium an der einen oder anderen berühmten Universität zugelassen worden, andere hatten Jobs bei staatseigenen Unternehmen (SOEs) bekommen, während wieder andere Beamte geworden waren. Sie überhäuften sich gegenseitig mit Lob und sprachen über ihre Erfahrungen vor und nach der Zulassung, aber was mich betraf, hatte ich nichts zu sagen. Als ich das Ansehen meiner Kommilitonen sah, wie ihre Gesichter von Lächeln und Stolz erhellt waren, konnte ich nicht anders, als den Kopf in stiller Verzweiflung zu senken, und dachte: „Früher hatte ich noch bessere Noten als sie und sie alle bewunderten mich und sahen zu mir auf, aber jetzt sind sie Masterstudenten an Spitzenuniversitäten und ich habe nur einen Bachelor-Abschluss. Sie sind mir so weit voraus, wie kann ich da in Zukunft vor ihnen den Kopf hochhalten? Sind mein Image und mein Ansehen in ihren Augen nicht abgestürzt?“ Es fühlte sich an, als wäre ich von Finsternis umhüllt. Als meine Kommilitonen mich fragten, was meine Pläne für die Zukunft seien, stammelte ich nur und wich ihren Fragen unbeholfen aus, aus Angst, ihre verächtlichen Blicke zu sehen. Während des gesamten Treffens fühlte ich mich unglaublich unterdrückt – ich dachte, ich hätte nichts erreicht und meine Kommilitonen würden sicher auf mich herabsehen. Nachdem ich nach Hause gekommen war, brach ich in Tränen aus. Von klein auf war ich immer von anderen bewundert und gelobt worden, aber jetzt hing ich weit hinter ihnen zurück und dieser gewaltige gefühlte Unterschied zwischen damals und heute versetzte mir einen schweren Schlag. Ich war mir nicht sicher, welchen Weg ich einschlagen sollte. Mit meinen derzeitigen akademischen Qualifikationen würde ich niemals eine respektable Stelle bekommen. Musste ich mich einfach damit abfinden, eine Stufe unter diesen Masterstudenten zu stehen? Ich konnte das nicht akzeptieren, also beschloss ich, die Aufnahmeprüfung für das Masterstudium abzulegen.

Später nahm ich Kontakt mit meiner Kirche auf und erzählte den Brüdern und Schwestern, dass ich mich vorbereitete, nach Hause zu gehen und die Aufnahmeprüfung abzulegen, und nur gelegentlich an den Versammlungen teilnehmen würde. Die Brüder und Schwestern sagten mir, dass sie mehr Leute für eine bestimmte Pflicht bräuchten und fragten, ob ich überlegen würde, sie zu tun. Damals wusste ich, dass an Gott zu glauben und nach der Wahrheit zu streben gute Dinge waren und dass ich Gott, der mich mit so Vielem versorgt hatte, im Stich lassen würde, wenn ich meine Pflicht nicht tat, aber dann dachte ich daran, dass nur noch wenige Monate zur Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung blieben und dies meine letzte Chance war, mein Gesicht zu wahren. Die Zulassung zum Sprungbrett eines Masterstudiums war der einzige Weg, um auf Augenhöhe mit diesen hochqualifizierten Kommilitonen zu bleiben, die Erwartungen meiner Familie zu erfüllen und vor meinen Freunden und Verwandten den Kopf hochhalten zu können. Wenn ich die Aufnahmeprüfung aufgeben würde, würde ich dann nicht jede Hoffnung verlieren, mich von meinen Kommilitonen abzuheben? Dazu war ich einfach nicht bereit. Daher sagte ich meinen Brüdern und Schwestern, dass ich keine Pflicht in Vollzeit tun und nur so viel Arbeit in einer Pflicht leisten könne, wie möglich war, während ich zugleich die Prüfung vorbereitete. In den nächsten Monaten stand ich unter großem Druck und Stress. Tagsüber tat ich meine Pflicht oder nahm an Versammlungen teil, dann kehrte ich nachts nach Hause zurück zu dicken Stapeln von Materialien für die Prüfungsvorbereitung. Ich war so müde, aber ich zwang mich, die Augen offen zu halten und mich durch alle Lernaufgaben durchzukämpfen, die ich mir für diesen Tag vorgenommen hatte. Jeden Morgen stand ich im Morgengrauen sofort auf, egal wie müde ich mich fühlte, und tauchte direkt wieder in dieses tiefe Meer des Wissens ein. Ich wagte nicht, mir die geringste Entspannung zu gönnen – selbst wenn ich einkaufen ging, kochte oder abwusch, hörte ich mir Audiodateien an, um weiter zu lernen. Dann, endlich, nach mehreren schwierigen Monaten der Vorbereitung, bestand ich die Prüfung für ein Masterstudium. Ich war so aufgeregt, als ich mein Prüfungsergebnis sah – jetzt konnte ich endlich etwas von dem Ansehen zurückgewinnen, das ich einst hatte, konnte vor meinen Verwandten und Freunden den Kopf hochhalten und aufhören, mir Sorgen zu machen, dass andere auf mich herabsahen. Als meine Kommilitonen hörten, dass ich zum Masterstudium zugelassen wurde, überhäuften sie mich alle mit Glückwünschen. Mein Vater war so glücklich, dass er über das ganze Gesicht strahlte und es kaum erwarten konnte, allen unseren Nachbarn und Verwandten die gute Nachricht zu erzählen. Als ich nach Hause zurückkehrte, zeigten mir meine Nachbarn alle den Daumen nach oben und lobten mich mit den Worten: „Du bist zum Masterstudium zugelassen, gut gemacht! Du warst von klein auf eine begabte Schülerin. Dein Vater muss so stolz auf dich sein!“ Ich war so zufrieden mit mir und konnte endlich den Kopf wieder hochhalten.

Im Nu hatte das Schuljahr begonnen und ich teilte meine Zeit zwischen Studium und Pflichtausführung auf, aber Masterstudenten mussten mehrere Vorlesungen pro Tag besuchen und in ihrer Freizeit Hausaufgaben erledigen, sodass ich keine Zeit hatte, Andachten zu halten und Gottes Worte zu lesen. Manchmal bemerkte ich, dass ich in meiner Pflicht Verdorbenheit offenbarte, aber ich hatte keine Zeit, über mich selbst nachzudenken, und fühlte mich aufgewühlt und elend. Manchmal dachte ich: „Wie soll mein Leben voranschreiten, wenn ich keine Zeit habe, Gottes Worte zu lesen und die Wahrheit zu suchen? Aber meine Hausaufgaben türmten sich und ich musste sie erledigen. Außerdem lernten und forschten meine Kommilitonen noch härter, setzten all ihre Kraft ein, um ihre Fähigkeiten und ihr Niveau zu steigern – wenn ich mir keine Zeit zum Lernen nahm, würde ich dann nicht hinter ihnen zurückfallen und mich niemals hervorheben?“ Das machte mir Sorgen und quälte mich – warum war ich immer noch nicht glücklich, nachdem ich zu meinem Traum-Masterstudium zugelassen wurde?

Eines Nachts kündigte meine Universität an, dass sie wegen der Pandemie den Campus abriegeln würde, sodass Studenten, die den Campus betraten, ihn in wenigen Tagen nicht mehr verlassen könnten, wann immer sie wollten. Mir wurde klar, dass es Zeit für mich war, eine Entscheidung zu treffen. Wenn ich mich entschied, mein Studium fortzusetzen, könnte ich meinen Glauben nicht praktizieren und meine Pflicht nicht tun. Wenn ich meine Pflicht beiseitelegen müsste und in einem so wichtigen Moment nicht an Versammlungen teilnehmen könnte, würde mein Leben sicherlich Schaden nehmen. Mehr noch, wenn ich die ganze Zeit an der Uni verbrachte und nicht an Versammlungen teilnehmen könnte, würde ich sicherlich alles daransetzen, nach einer Zukunft in der weltlichen Welt zu streben, und es wäre schwierig, davon wegzukommen. Wenn ich die Wahrheit nicht erlangte, meine Ansichten sich nicht wandelten und ich mich am Ende im Dreck mit anderen Ungläubigen suhlte und bösen Trends folgte, wäre ich letztendlich ein lebendiges Abbild Satans und wäre zur Verdammnis und Zerstörung verurteilt. Die Katastrophen hatten bereits begonnen und es war auch ein entscheidender Moment für die Ausbreitung des Evangeliums – wenn ich weltlichen Bestrebungen nachging und meine Pflicht überhaupt nicht tat und keine guten Taten vorbereitete, würde ich sicherlich nicht Gottes Fürsorge und Schutz erhalten und würde genauso wie alle anderen Ungläubigen von den Katastrophen mitgerissen werden. Dennoch konnte ich mein Studium auch nicht aufgeben; es war keine leichte Aufgabe gewesen, zum Studium zugelassen zu werden, wie konnte ich also so einfach aufgeben? Wenn ich aufgeben würde, würde ich dann nicht wieder mein Ansehen und meinen Ruhm verlieren? Wäre ich dann nicht geringer als meine Kommilitonen, würde ein unterdrücktes Leben führen und könnte den Kopf nicht mehr stolz erheben? Als ich überlegte, aufzugeben, fühlte ich mich so elend, dass ich zu nichts Lust hatte. Jeden Morgen, wenn ich aufwachte, dachte ich an die Entscheidungen, die vor mir lagen, und versank in Kummer.

Später stieß ich auf einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Gott zahlt nicht nur einen Preis für jeden Menschen in den Jahrzehnten von seiner Geburt bis heute. Aus Gottes Sicht bist du unzählige Male in diese Welt gekommen und unzählige Male wiedergeboren worden. Wer ist dafür zuständig? Gott ist dafür zuständig. Es ist dir unmöglich, diese Dinge zu wissen. Jedes Mal, wenn du in diese Welt kommst, trifft Gott persönlich Vorkehrungen für dich: Er bestimmt, wie viele Jahre du leben wirst, in welche Art von Familie du hineingeboren wirst, wann du dir ein Zuhause und eine Karriere aufbauen wirst sowie was du in dieser Welt tun wirst und wie du dir deinen Lebensunterhalt verdienst. Gott arrangiert für dich einen Weg, deinen Lebensunterhalt zu verdienen, damit du deinen Auftrag in diesem Leben ungehindert ausführen kannst. Und in Bezug darauf, was du in deiner nächsten Reinkarnation tun sollst, so arrangiert Gott dieses Leben und übergibt es dir gemäß dem, was du haben solltest und was dir gegeben werden sollte. … Gott hat diese Vorkehrungen für dich viele Male getroffen und schließlich wurdest du in das Zeitalter der letzten Tage hineingeboren, in deine jetzige Familie. Gott arrangierte für dich ein Umfeld, in dem du an Ihn glauben konntest; Er gestattete dir, Seine Stimme zu hören und vor Ihn zurückzukehren, damit du in der Lage bist, Ihm zu folgen und eine Pflicht in Seinem Haus zu erfüllen. Nur mit einer solchen Führung von Gott hast du bis heute gelebt. Du weißt nicht, wie oft du unter den Menschen geboren wurdest und auch nicht, wie oft sich dein Aussehen verändert hat, wie viele Familien du durchlaufen hast und wie viele Zeitalter und Dynastien du durchlebt hast – aber die ganze Zeit über hat Gottes Hand dich unterstützt, und Er hat immer über dich gewacht. Wie sehr müht sich Gott um eines Menschen willen ab! Manche Menschen sagen: ‚Ich bin sechzig Jahre alt. Seit sechzig Jahren wacht Gott nun schon über mich, beschützt mich und leitet mich. Wenn ich, sobald ich alt bin, keine Pflicht erfüllen und nichts tun kann – wird Gott sich dann noch um mich kümmern?‘ Ist das nicht eine dumme Frage? Gott hat nicht nur für eine einzige Lebensspanne die Souveränität über das Schicksal des Menschen, wacht über ihn und beschützt ihn. Ginge es nur um eine einzige Lebensspanne, eine einzige Lebenszeit, würde das nicht zeigen, dass Gott allmächtig ist und die Hoheit über alles hat. Die Mühe, die Gott aufbringt, und der Preis, den Er für eine Person zahlt, sollen nicht nur das vorsehen, was sie in diesem Leben tut, sondern eine unzählige Anzahl an Lebenszeiten für sie vorsehen. Gott übernimmt die volle Verantwortung für jede Seele, die reinkarniert wird. Er arbeitet aufmerksam und bezahlt dabei den Preis Seines Lebens, um jeden Menschen zu führen und Vorkehrungen für jedes ihrer Leben zu treffen. Auf diese Weise plagt sich Gott und zahlt einen Preis um des Menschen willen, und Er schenkt dem Menschen all diese Wahrheiten und dieses Leben. Wenn die Menschen in diesen letzten Tagen nicht die Pflicht geschaffener Wesen erfüllen und nicht vor den Schöpfer zurückkehren – wenn sie am Ende, egal, wie viele Leben und Generationen sie durchlebt haben, ihre Pflichten nicht gut ausgeführt haben und sie Gottes Ansprüchen nicht gerecht werden – wären die Schulden der Menschen bei Gott dann nicht zu groß? Wären sie nicht all den Preisen, die Gott bezahlt hat, unwürdig? Es würde ihnen so sehr an Gewissen fehlen, dass sie es nicht verdienen würden, Menschen genannt zu werden, da ihre Schulden bei Gott zu groß wären. Wenn du deshalb in diesem Leben – Ich spreche nicht von deinen früheren Leben, sondern von deinem jetzigen Leben – nicht in der Lage bist, die Dinge, die du liebst oder äußerliche Dinge – wie etwa materielle Freuden oder die Liebe und Freude einer Familie – um deines Auftrags willen aufzugeben, wenn du die Freuden des Fleisches nicht um des Preises willen aufgibst, den Gott für dich zahlt, oder um Gottes Liebe zu vergelten, dann bist du wahrhaft boshaft! Eigentlich ist jeder Preis, den du für Gott zahlst, es wert. Verglichen mit dem Preis, den Gott für dich zahlt, was zählt da schon der winzige Beitrag, den du opferst oder aufwendest? Was zählt schon das Bisschen, das du leidest? Weißt du, wie sehr Gott gelitten hat? Das Bisschen, das du leidest, ist es nicht einmal wert, erwähnt zu werden, verglichen mit dem, was Gott erlitten hat. Außerdem erhältst du die Wahrheit und das Leben, indem du jetzt deine Pflicht tust, und am Ende wirst du überleben und in Gottes Reich eingehen. Welch großer Segen das doch ist! Während du Gott folgst, egal, ob du leidest oder einen Preis bezahlst, arbeitest du eigentlich mit Gott. Was immer Gott auch von uns verlangt, wir hören auf Gottes Worte und praktizieren gemäß diesen Worten. Begehre nicht gegen Gott auf und tue nichts, das Ihm Kummer bereitet. Um mit Gott zu arbeiten, musst du ein wenig leiden und du musst auf einige Dinge verzichten und sie ablegen. Du musst Ruhm, Gewinn ablegen, ebenso Status, Geld und weltliche Vergnügen – du musst sogar Dinge wie Ehe, Arbeit und deine Aussichten in der Welt aufgeben. Weiß Gott, ob du diese Dinge aufgegeben hast? Kann Gott all das sehen? (Ja.) Was wird Gott tun, wenn Er sieht, dass du diese Dinge aufgegeben hast? (Gott wird getröstet sein und Er wird erfreut sein.) Gott wird nicht nur erfreut sein und sagen: ‚Die Preise, die Ich gezahlt habe, haben Früchte getragen. Die Menschen sind bereit, an Meiner Seite zu arbeiten, sie haben diese Entschlossenheit und Ich habe sie gewonnen.‘ Ob Gott erfreut oder glücklich ist, zufrieden oder getröstet, Gott hat nicht nur diese Haltung. Er handelt auch und Er will die Resultate sehen, die Sein Werk erzielt, andernfalls wäre das, was Er von den Menschen verlangt, bedeutungslos. Die Gnade, die Liebe und das Erbarmen, die Gott den Menschen entgegenbringt, sind nicht nur eine Haltung, sondern auch eine Tatsache. Welche Tatsache ist das? Dass Gott Seine Worte in dich legt und dich erleuchtet, damit du sehen kannst, was an Ihm schön ist und worum es in dieser Welt geht, damit dein Herz mit Licht erfüllt wird, was dir ermöglicht, Seine Worte und die Wahrheit zu verstehen. Auf diese Weise erlangst du, ohne es zu wissen, die Wahrheit. Gott wirkt auf eine sehr reale Weise so viel an dir und befähigt dich so, die Wahrheit zu erlangen. Wenn du die Wahrheit erlangst, wenn du das Kostbarste erlangst, nämlich das ewige Leben, sind die Absichten Gottes zufriedengestellt. Wenn Gott sieht, dass die Menschen nach der Wahrheit streben und bereit sind, mit Ihm zusammenzuarbeiten, ist Er glücklich und zufrieden. Dann weist Er eine Haltung auf, und während Er diese Haltung hat, macht Er sich an Sein Werk, heißt den Menschen gut und segnet ihn. Er sagt: ‚Ich werde dich mit den Segnungen belohnen, die du verdienst.‘ Und dann wirst du die Wahrheit und das Leben erlangt haben. Wenn du den Schöpfer kennst und Seine Anerkennung erlangt hast, wirst du dann immer noch eine Leere in deinem Herzen spüren? Das wirst du nicht. Du wirst dich erfüllt fühlen und ein Gefühl der Freude empfinden. Bedeutet das nicht, dass das eigene Leben Wert hat? Das ist das wertvollste und sinnvollste Leben(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Den Preis zu zahlen, um die Wahrheit zu erlangen, ist von großer Bedeutung). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Er es war, der mich auf meinem Weg bis zu diesem Augenblick bei jedem Schritt geführt und beschützt hatte. Gott hatte mich nicht in den letzten Tagen geboren werden lassen und mir das Glück geschenkt, Sein Werk der letzten Tage anzunehmen, nur damit ich Aussichten und einer Karriere nachjagen konnte. Nein, Er wollte, dass ich die Versorgung Seiner Worte empfing, die Wahrheit verstand und meine Pflicht als ein geschaffenes Wesen erfüllte. Die Familie und die Arbeit, die Gott für die Menschen arrangiert, sind nur vorübergehend. Wenn ich Gottes Errettung ablehnte und mich weigerte, meine Pflicht als ein geschaffenes Wesen zu tun, nur um die Erwartungen meiner Familie zu erfüllen oder ein gewisses Maß an materiellem Genuss, Ruhm und Gewinn zu erlangen, wäre ich dann nicht Gottes Versorgung unwürdig und würde eine wunderbare Chance verlieren, gerettet zu werden? Wenn ich mich entschied, meine Pflicht zu tun, würde ich vielleicht auf bestimmte persönliche Interessen verzichten, aber ich würde die kostbarste Wahrheit erlangen und letztendlich Gottes Errettung erlangen und überleben – das waren die greifbarsten Vorteile von allen! Nachdem ich das erkannt hatte, war ich sehr bewegt und motiviert und spürte, dass Gott mich direkt anspornte und führte. Dann sah ich ein Erfahrungszeugnis-Video mit dem Titel „Eine Entscheidung ohne Bedauern“ in dem eine Schwester entschlossen die Möglichkeit aufgibt, an der Tsinghua-Universität zu studieren, um ihren Glauben zu praktizieren und das Evangelium zu verbreiten. Als die Schwester im Video ihrem Lehrer das Evangelium predigt, wird dieser unglaublich aufgeregt und bricht in Freudentränen aus, weil er qualvoll lange auf die Ankunft des Herrn gewartet hat und endlich das Evangelium Gottes gefunden hat, auf das er so lange gewartet hatte. Dieses Video hatte eine besonders tiefe Wirkung auf mich. Ich dachte an all meine Kommilitonen und Freunde, die den wahren Sinn des Lebens nicht verstanden und immer noch im Elend unter Satans Macht lebten. Ich hatte das Glück gehabt, Gottes Evangelium der letzten Tage anzunehmen, also sollte ich eine Verantwortung tragen, nach der Wahrheit streben, so gut ich konnte, mich mit der Wahrheit ausrüsten und das Evangelium verbreiten und noch mehr Menschen vor Gott bringen, damit sie Sein Gericht empfangen, gereinigt werden, Errettung erlangen und mit den Segnungen und der Führung Gottes leben können. Wie wunderbar das wäre! Als ich das erkannte, beschloss ich, mein Studium aufzugeben und mich darauf zu konzentrieren, an Gott zu glauben. Als es jedoch tatsächlich an der Zeit war, meine Entscheidung zu treffen, fiel es mir immer noch etwas schwer. Ich dachte: „Wenn ich mein Studium nicht fortsetze, werde ich in Zukunft nie eine Chance haben, mich hervorzuheben.“ Das Lob meiner Familie, Verwandten, Freunde und Nachbarn war eine Art Ansehen, das ich nur schwer loslassen konnte.

Inmitten meines Leidens stieß ich auf diesen Abschnitt aus Gottes Worten: „Während der Mensch Wissen erwirbt, setzt Satan alle möglichen Methoden ein, ob er nun Geschichten erzählt, ihnen einen individuellen Teil an Wissen bereitstellt oder ihn seine Begierden oder Bestrebungen zufriedenstellen lässt. Auf welchen Weg will Satan dich hinabführen? Die Menschen denken, es wäre nichts Schlimmes dabei, Wissen zu erwerben, dass dies völlig natürlich sei. Um es auf eine ansprechende Weise auszudrücken, hohe Ideale zu hegen oder Ambitionen zu haben, bedeutet, Tatendrang zu haben, und dies sollte der richtige Weg im Leben sein. Ist es für die Menschen nicht eine herrlichere Lebensweise, wenn sie ihre eigenen Ideale verwirklichen oder erfolgreich eine Karriere aufbauen? Indem man diese Dinge tut, kann man nicht nur die eigenen Vorfahren ehren, sondern man hat auch die Chance, der Geschichte seinen Stempel aufzudrücken – ist das keine gute Sache? In den Augen der weltlichen Menschen ist dies eine gute Sache und für sie sollte es angemessen und positiv sein. Führt Satan jedoch diese Menschen mit seinen finsteren Motiven bloß auf diese Art von Weg und das ist alles? Natürlich nicht. Unabhängig davon, wie hoch die Ideale des Menschen sind, unabhängig davon, wie realistisch die Wünsche des Menschen sind oder wie angemessen sie sein mögen, all das, was der Mensch erreichen möchte, all das, wonach der Mensch strebt, ist in Wirklichkeit mit zwei Worten untrennbar verbunden. Diese zwei Worte sind für das Leben jedes Menschen von großer Bedeutung und sie sind Dinge, die Satan in den Menschen einträufeln will. Welche zwei Worte sind das? Sie lauten ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Satan verwendet eine sehr sanfte Methode, eine Methode, die sehr mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmt, die keinesfalls radikal ist, durch die er die Menschen dazu bringt, unwissentlich seine Lebensweise und seine Lebensregeln anzunehmen und ihre Lebensziele und Richtung im Leben festzusetzen, und unbewusst beginnen sie, auch Bestrebungen im Leben zu haben. Wie grandios diese Bestrebungen im Leben auch erscheinen mögen, sie sind dennoch untrennbar mit ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘ verbunden. Alles, das jede großartige oder berühmte Persönlichkeit in ihrem Leben verfolgt – in Wirklichkeit verfolgen es alle Menschen –, steht nur mit diesen zwei Worten in Verbindung: ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, dann können sie aus diesen Dingen Kapital schlagen, um sich an hohem Status und großem Reichtum zu erfreuen, und um das Leben zu genießen. Sie halten Ruhm und Gewinn für eine Art Kapital, das sie benutzen können, um dann ein Leben der Genusssucht und zügelloser Fleischesfreuden führen zu können. Für diesen Ruhm und diesen Gewinn, die die Menschheit so sehr begehrt, überreichen die Menschen Satan bereitwillig, wenn auch unbewusst, ihren Körper, ihren Verstand, alles, was sie besitzen, ihre Zukunft und ihre Schicksale. Sie tun dies aufrichtig und ohne auch nur einen Moment zu zögern, ohne je von der Notwendigkeit zu wissen, alles, was sie überreicht haben, wiederzuerlangen. Können die Menschen jegliche Kontrolle über sich selbst behalten, wenn sie in Satan auf diese Weise Zuflucht gefunden haben und ihm auf diese Weise treu werden? Sicherlich nicht. Sie stehen voll und ganz unter Satans Kontrolle. Sie sind ganz und gar in einem Sumpf versunken und nicht in der Lage, sich selbst herauszuziehen. Wer sich einmal in Ruhm und Gewinn gesuhlt hat, sucht nicht mehr nach dem Hellen, nach der Gerechtigkeit oder nach den Dingen, die schön und gut sind. Der Grund dafür ist, dass die verführerische Kraft, die der Ruhm und der Gewinn auf die Menschen ausüben, zu groß ist und für die Menschen zu Dingen wird, die sie ihr Leben lang und sogar bis in alle Ewigkeit endlos verfolgen. Ist das nicht wahr?(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Durch Gottes Worte erkannte ich allmählich, dass jene Ansichten, Ideen und Überlebensprinzipien, wie „Sich hervortun und seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“ und „Andere Beschäftigungen sind gering, Bücher übertreffen sie alle“, auf die ich mich immer verlassen hatte, von Satan stammten. Ich dachte, hart zu lernen, um einen höheren Abschluss zu erlangen und besser als die anderen zu sein, sei ein positives Ziel, das man verfolgen sollte. Um mein Ziel zu erreichen, arbeitete ich extrem hart in meinem Studium und war bereit, jedes Leid durchzustehen. Als ich beobachtete, dass einige meiner Kommilitonen höhere Abschlüsse oder ausgezeichnete Jobs bekamen, fühlte ich mich ihnen unterlegen und sorgte mich, dass man auf mich herabsehen würde. Um mein Gesicht zu wahren und vor meinen Kommilitonen den Kopf hochhalten zu können, gab ich die Gelegenheit auf, meine Pflicht in Vollzeit auszuführen, und entschied mich stattdessen, all meine Zeit und Energie in die Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung für das Masterstudium zu stecken. Ich berücksichtigte nicht im Geringsten die Arbeit der Kirche oder Gottes dringende Absicht, die Menschheit zu retten, und befürchtete, dass die Ausführung einer Pflicht meine Prüfungsvorbereitungen verzögern würde. Während der Prüfungsvorbereitung verbrachte ich Tag und Nacht mit Lernen, gönnte mir nicht die geringste Ruhepause und wurde wider Willen ängstlich und elend. Es hat mich komplett ausgelaugt! Ich habe im Internet gesehen, wie Leute darüber diskutierten, dass sie, nachdem sie bei der Aufnahmeprüfung für ein Aufbaustudium oder bei der Arbeitssuche gescheitert waren, unter Angstzuständen und Depressionen zu leiden begannen. Ein Freund erzählte mir auch von einem Studenten, der das Studium abgeschlossen hat, aber die Aufnahmeprüfung für ein Programm nicht bestand und aufgrund der psychischen Belastung dieser Erfahrung in einer psychiatrischen Klinik landete. Jeden Tag konnte man ihn dort schreien hören: „Ich will mein Masterstudium machen, ich will mein Masterstudium machen!“ Es gab auch viele Menschen, die bei den Aufnahmeprüfungen für ein College oder Universitätsabschlüssen scheiterten und sich schließlich das Leben nahmen, weil sie dachten, sie hätten keine Zukunftsaussichten, keine Chance auf Ruhm und Gewinn, und dass das Leben sinnlos sei. Waren diese lebhaften Beispiele nicht alle das Ergebnis der Peinigung durch Satan? Bei mir war es genauso: Ich setzte alles daran, nach Aussichten, Ruhm und Gewinn zu streben, und stürzte in den tiefen Abgrund von Ruhm und Gewinn, und fühlte keinerlei Motivation, den Glauben zu praktizieren, nach der Wahrheit und nach einem Wandel der Disposition zu streben. Erst da durchschaute ich Satans finstere Motive wirklich. Er benutzte Ruhm und Gewinn, um mich anzulocken; er ließ mich nicht nur geistig und körperlich leiden, sondern versuchte auch, mich davon abzuhalten, vor Gott zu treten, um nach der Wahrheit zu streben und Errettung zu erlangen. Ich dachte an diesen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn jemand einen sehr niedrigen sozialen Status hat, seine Familie sehr arm und er nur schlecht gebildet ist, er aber in bodenständiger Weise an Gott glaubt und die Wahrheit und positive Dinge liebt, ist sein Wert dann in Gottes Augen hoch oder gering, edel oder niedrig? Er ist wertvoll. Aus dieser Perspektive betrachtet: Wovon hängt der Wert eines Menschen ab – egal, ob dieser hoch oder gering, nobel oder niedrig ist? Davon, wie Gott dich sieht. Wenn Gott dich als jemanden sieht, der nach der Wahrheit strebt, dann hast du Wert und bist wertvoll – du bist ein wertvolles Gefäß. Wenn Gott sieht, dass du nicht nach der Wahrheit strebst und dich nicht aufrichtig für Ihn aufwendest, dann bist du wertlos und hast keinen Wert – du bist ein niedriges Gefäß. Egal, wie hoch gebildet du bist oder wie hoch dein Status in der Gesellschaft ist: Wenn du nicht nach der Wahrheit strebst und sie nicht verstehst, dann kannst du niemals von hohem Wert sein; selbst wenn viele Menschen hinter dir stehen, dich erhöhen und dich bewundern, bist du dennoch ein verachtenswerter Schuft. Warum sieht Gott die Menschen so? Warum wird eine ‚noble‘ Person, mit einem so hohen gesellschaftlichen Status, die von so vielen Menschen gelobt und bewundert wird, die auch enorm hohes Ansehen genießt, von Gott als niedrig angesehen? Warum steht Gottes Sicht der Menschen im kompletten Gegensatz zu den Ansichten der Menschen? Stellt Gott sich absichtlich gegen die Menschen? Absolut nicht. Es liegt daran, dass Gott die Wahrheit und Gerechtigkeit ist, während der Mensch verdorben ist und weder Wahrheit noch Gerechtigkeit besitzt. Gott misst den Menschen anhand Seines eigenen Maßstabs, und Sein Beurteilungsmaßstab ist die Wahrheit. So mag das vielleicht etwas abstrakt klingen, deshalb – um es anders auszudrücken – basiert Gottes Beurteilungsmaßstab auf der Haltung eines Menschen gegenüber Gott, seiner Haltung gegenüber der Wahrheit und seiner Haltung gegenüber positiven Dingen; das ist dann nicht mehr abstrakt(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 7. Sie sind niederträchtig, heimtückisch und betrügerisch (Teil 1)). Durch Gottes Worte lernte ich, dass Gott Menschen nicht nach ihren akademischen Qualifikationen oder ihrem sozialen Status bemisst, sondern vielmehr nach der Haltung, die sie gegenüber der Wahrheit und Gott haben. Gott schätzt diejenigen, die wahrhaft an Ihn glauben, die die Wahrheit verfolgen und positive Dinge lieben. Im Gegensatz dazu, selbst wenn jemand einen hohen sozialen Status hat und von anderen verehrt wird, wenn er die Wahrheit nicht annimmt, respektlos gegenüber Gott ist und nach bösen und verdorbenen Dingen strebt, wird Gott ihn als gering ansehen. Nachdem ich Gottes Absicht und Seinen Maßstab zur Bewertung von Menschen verstanden hatte, fühlte ich mich befreit und erkannte, wie lächerlich und unvereinbar mit der Wahrheit es von mir war, Menschen nach ihren akademischen Qualifikationen zu beurteilen. Ich spürte auch einen neuen Antrieb und hörte auf, verbissen nach einem höheren Abschluss und guten Noten streben zu wollen. Ich wollte jemand werden, der nach der Wahrheit strebt und in seinen Pflichten trittfest und bodenständig ist.

Danach ging ich zur Universität, um mein Studium zu unterbrechen. Mein Professor machte mir ständig heftige Vorwürfe und verspottete mich sogar dafür, dass ich das Masterstudium nicht fortsetzte, er sagte, ich müsse eine Idiotin sein, dass ich nicht einfach zwei Jahre investierte, um meinen höheren Abschluss zu machen. Angesichts des Spotts des Professors fühlte ich mich etwas schwach. Ich dachte auch daran, wie zu Beginn des Studienjahres die Studenten voller Enthusiasmus und Ehrgeiz sein würden, bereit, ihr neues Leben als Masterstudenten zu beginnen, während ich mein Studium unterbrach und in die entgegengesetzte Richtung ging. Wenn die Leute mich für seltsam hielten und mich nicht verstanden, könnte ich dann noch standhaft bleiben, wenn ich von anderen in Frage gestellt wurde? Ich betete zu Gott: „O Gott, ich wurde noch nie zuvor so verspottet und fühle mich ziemlich schwach. O Gott, bitte gib mir Glauben und erlaube mir, bei all dem zuversichtlich und mutig zu sein, damit ich in meinem Glauben standhaft bleiben kann.“ Später suchte ich nach Worten Gottes, die sich auf meinen aktuellen Zustand bezogen, und stieß zufällig auf eine Hymne der Worte Gottes mit dem Titel „Was die Jugend verfolgen muss“. Diese Hymne hatte eine tiefe Wirkung auf mich.

Jungen Leuten sollte es weder an Bestrebungen fehlen noch an der Entschlossenheit, die Lage der Dinge klar zu erkennen und nach Gerechtigkeit und Wahrheit zu suchen …

1  Augen, die anderen gegenüber voller Verlogenheit und Vorurteil sind, sind nicht das, was junge Menschen aufweisen sollten, und junge Menschen sollten keine destruktiven, abscheulichen Handlungen ausführen. Sie sollten nicht ohne Bestrebungen, Antrieb und ein begeistertes Wünschen der eigenen Besserung sein; sie sollten ihrer Aussichten wegen nicht verzagt sein und auch nicht die Hoffnung in das Leben oder die Zuversicht in die Zukunft verlieren; sie sollten über die Beharrlichkeit verfügen, weiter auf dem Weg der Wahrheit zu gehen, den sie jetzt gewählt haben – um ihren Wunsch zu erfüllen, ihr ganzes Leben für Mich aufzuwenden.

2  Die Wahrheit sollte jungen Menschen nicht fehlen, noch sollten sie Scheinheiligkeit und Ungerechtigkeit verbergen – sie sollten mit der richtigen Haltung standfest sein. Sie sollten nicht einfach dahintreiben, stattdessen sollten sie den Geist haben, es zu wagen, für Gerechtigkeit und Wahrheit Opfer zu bringen und dafür zu kämpfen. Junge Leute sollten den Mut haben, der Unterdrückung durch die Mächte der Finsternis nicht zu erliegen und die Bedeutung ihrer Existenz umzuwandeln. Junge Leute sollten sich keiner Widrigkeit fügen, sondern offen und freimütig sein, und ihren Brüdern und Schwestern gegenüber einen Geist der Vergebung aufweisen.

3  Jungen Leuten sollte nicht die Entschlossenheit fehlen, bei Problemen Urteilsvermögen auszuüben und nach Gerechtigkeit und nach der Wahrheit zu suchen. Ihr solltet alles anstreben, was schön und gut ist, und ihr solltet die Wirklichkeit aller positiven Dinge erlangen. Ihr solltet in Bezug auf euer Leben verantwortungsvoll sein und ihr dürft es nicht auf die leichte Schulter nehmen.

– Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Worte für die Jungen und die Alten

Als ich Gottes Worte hörte, fühlte ich mich, als würde Gott mich direkt ermutigen: Schwimme nicht mit dem Strom. Du hast erkannt, dass Gott zu folgen der richtige Weg des Lichts ist, also solltest du diesen Weg entschlossen gehen. Ich erkannte auch, dass es Gottes erstaunliche Gnade war, dass ich Gottes Werk annehmen und die Wahrheit lesen konnte, die Er ausdrückt! Alles, was von Gott kommt, ist positiv, während alles, was die Menschen in der weltlichen Welt verfolgen, negativ ist. Wenn ich mir Sorgen machte, dass andere mich nicht verstehen und unterstützen würden, und weltlichen Trends folgte, um mich selbst zu schützen, würde ich mich dann nicht einfach mit den Menschen der säkularen Welt im Dreck suhlen? Mit der Führung durch Gottes Worte hatte ich den Glauben und den Mut, an meinen Überzeugungen festzuhalten, und unterbrach mein Studium.

Als ich über meinen Weg nachdachte, erkannte ich, dass es die Führung durch Gottes Worte war, die mir die hinterhältigen Motive Satans erkennen ließ, der Ruhm und Gewinn benutzte, um Menschen zu schaden. Und mehr noch, Seine Worte halfen mir, mich aus dem dunklen Abgrund des Strebens nach Ruhm und Gewinn zu befreien. Ich erlebte die Freude und den Frieden, die Gottes Worte mir brachten, und verstand die guten Absichten, mit denen Gott die Menschheit rettet. Ich musste diese seltene Gelegenheit schätzen, mein Bestes tun, um mich mit der Wahrheit auszurüsten, das Evangelium zu verbreiten und für Gott Zeugnis abzulegen, um Seine Liebe zu erwidern! Danach begann ich, die Pflicht zu tun, Neulinge zu bewässern. Ohne die Fesseln des Universitätsstudiums und die Zwänge der Sorgen um Zukunftsaussichten konnte ich mich meiner Pflicht voll und ganz widmen, und ich hatte mehr Zeit, Gottes Worte zu lesen, mich mit der Wahrheit auszurüsten, und ich lernte und gewann viel mehr aus meiner Pflicht. Dank sei Gott für Seine Führung und Errettung!

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