43. Aus dem Schattental nach dem Tod meines Sohnes herauskommen

Von Li Lan, China

In diesen Jahren als Gläubige wusste ich theoretisch immer, dass unser Schicksal sowie unsere Geburt und unser Tod in Gottes Händen liegen. Doch in Wirklichkeit hatte ich kein wahres Verständnis von Gott. Als Gott eine Situation orchestrierte, die nicht mit meinen Auffassungen im Einklang stand – als mein Sohn plötzlich bei einem Motorradunfall starb –, beschwerte ich mich, missverstand Gott und wollte mit Ihm streiten. Ich wurde vollständig bloßgestellt. Erst da wurde mir meine tatsächliche Größe bewusst. Außerdem erkannte ich meine falschen Ansichten darüber, durch den Glauben Segen zu erlangen.

Im Juli 2017 waren mein Mann und ich bei uns in der Gegend als Gläubige schon so bekannt, dass die Polizei mehrmals zu uns nach Hause kam, um gegen uns zu ermitteln. Wir waren gezwungen, unseren Sohn zurückzulassen und unsere Pflicht fern von zu Hause zu tun. Danach hörte die Polizei nicht auf, nach uns zu fahnden, sodass mein Mann und ich in den letzten sieben Jahren kein einziges Mal nach Hause zurückkehren konnten. Wenn ich andere Kinder „Mama“ rufen hörte, verspürte ich manchmal einen plötzlichen Stich der Trauer. Ich hoffte einfach, eines Tages nach Hause gehen und meinen Sohn sehen zu können. Doch wegen unserer Lage trauten wir uns nicht zurück. Wir konnten uns nur bei Brüdern und Schwestern aus meinem Dorf nach ihm erkundigen. Jedes Mal, wenn ich hörte, dass mein Sohn gesund und wohlauf war, dankte ich Gott für Seine Fürsorge und Seinen Schutz. Dann konnte ich meiner Pflicht mit Frieden im Herzen nachkommen.

Eines Nachmittags im August 2023 erhielt ich eine Nachricht von meiner Verantwortlichen. Sie teilte mir mit, dass Wang Kais Sohn bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen war. Wang Kai ist mein Ehemann. Das hieß, mein Sohn war tot. Das konnte doch nicht sein. Ich dachte, die Verantwortliche hätte sich vielleicht geirrt. Ich konnte einfach nicht glauben, dass mein Sohn tot war. Ich rieb mir die Augen und las die Nachricht noch einmal ganz genau, doch sie hätte nicht deutlicher sein können. Ich brach auf dem Boden zusammen und heulte hemmungslos. Wie konnte meiner Familie so etwas passieren? Ich wünschte, mir würden Flügel wachsen, damit ich nach Hause fliegen und meinen Sohn ein letztes Mal sehen könnte. Aber die Polizei fahndete nach meinem Mann und mir, und es war nicht sicher, heimzukehren. Der Gedanke daran, dass wir nicht nach Hause fahren konnten, um unseren verstorbenen Sohn zu sehen, tat weh wie ein Stich ins Herz. Ich fing an, Gott misszuverstehen und Ihm die Schuld zu geben: „Gott! Warum hast Du meinen Sohn nicht beschützt? Seit wir gläubig geworden sind, haben mein Mann und ich immer unsere Pflicht getan. Angesichts der Verfolgung und Fahndung durch den großen roten Drachen verließen wir unser Zuhause und ließen unseren eigenen Sohn bis zum heutigen Tag zurück, um unsere Pflicht zu tun. Ganz gleich, welche Pflicht die Kirche uns zugewiesen hat, wir haben uns nie geweigert. Unser Sohn war erst 30 Jahre alt; er war noch ein junger Mann. Ich muss meinen eigenen Sohn begraben! Mein Sohn war meine einzige Hoffnung als Mutter. Jetzt habe ich nichts mehr, und ich konnte ihn vor seinem Tod nicht einmal mehr sehen. Es wäre besser gewesen, wenn wir zusammen gestorben wären, dann könnte ich im Jenseits bei ihm sein.“ Mir wurde klar, dass meine Gedanken in die falsche Richtung abgeschweift waren, dass ich Gott die Schuld gab und Ihn missverstand. Also begann ich hastig, im Stillen zu Gott zu beten: „Gott! Als ich hörte, dass mein Sohn bei einem Motorradunfall gestorben war, konnte ich es nicht sofort akzeptieren. Aber ich hätte Dir nicht die Schuld geben und Dich nicht missverstehen sollen. Gott! Bitte beschütze mein Herz und lass mich vor Dir ruhig werden.“ Immer wieder flehte ich Gott um Hilfe an, und langsam begann ich mich zu beruhigen. Doch wenn ich daran dachte, dass mein Sohn tot war und ich ihn nie wiedersehen würde, fühlte ich mich immer noch furchtbar elend und schwach. Ich lag auf meinem Bett, wollte weder essen noch trinken und machte die ganze Nacht kein Auge zu. Ich sah das Gesicht meines Sohnes vor mir und rief im Herzen seinen Namen, während Tränen meinen Blick verschleierten.

In den nächsten Tagen lebte ich in schmerzhaften Erinnerungen an meinen Sohn und hatte zu nichts Lust. Mir fehlte der Antrieb, die Evangeliumsarbeit nachzuverfolgen, und die Arbeit verzögerte sich. Ich wusste, dass ich in diesem Zustand nicht verharren durfte, da ich für die Evangeliumsarbeit verantwortlich war. Mein Sohn war tot, aber ich musste weiterleben und meine Pflicht ordentlich tun! Ich trocknete meine Tränen, kniete vor Gott nieder und betete: „Gott! Ich will nicht in diesem niedergeschlagenen Zustand bleiben. Bitte führe mich, damit ich aus dieser Situation lerne und mich aus dieser Trauer befreie.“ Nach dem Gebet las ich einen Abschnitt von Gottes Worten durch, den mir meine Leiterin geschickt hatte: „Manche ignoranten Eltern können das Leben oder das Schicksal nicht durchblicken, erkennen Gottes Souveränität nicht und neigen im Umgang mit ihren Kindern zu ignoranten Handlungen. Zum Beispiel, nachdem sie unabhängig geworden sind, erleben die Kinder vielleicht bestimmte Situationen, Nöte oder schwere Tragödien; manche sind von einer Krankheit geschlagen, manche geraten in Rechtsstreitigkeiten, andere lassen sich scheiden, manche werden getäuscht und betrogen, manche werden entführt, verletzt, werden schwer misshandelt oder stehen vor dem Tod. Es gibt auch solche, die dem Drogenmissbrauch verfallen, und so weiter. Was sollten Eltern in diesen besonderen und bedeutsamen Situationen tun? Wie ist die typische Reaktion der meisten Eltern? Tun sie das, was sie als geschaffene Wesen mit der Identität von Eltern tun sollten? Es kommt selten vor, dass Eltern eine solche Nachricht hören und so reagieren, als sei das Ganze einem Fremden zugestoßen. Die meisten Eltern bekommen über Nacht graue Haare aus Kummer, sie verbringen eine schlaflose Nacht nach der anderen, haben tagsüber keinen Appetit, sie zerbrechen sich den Kopf mit Grübeleien, und manche weinen sogar bitterlich, bis sie rote Augen bekommen und ihre Tränen versiegen. Sie beten inständig zu Gott, damit Gott ihren Glauben berücksichtigt und ihre Kinder beschützt, ihnen gnädig ist und sie segnet, ihnen Barmherzigkeit zeigt und ihr Leben verschont. In einer solchen Situation kommen alle menschlichen Schwächen, Verletzlichkeiten und Gefühle der Eltern gegenüber ihren Kindern ans Tageslicht. Was wird sonst noch aufgedeckt? Ihre Aufsässigkeit gegen Gott. Sie flehen Gott an und beten zu Ihm, bitten Ihn inständig, ihre Kinder vor Unheil zu bewahren. Selbst wenn eine Katastrophe eintritt, beten sie, dass ihre Kinder nicht sterben, dass sie der Gefahr entkommen, böse Menschen ihnen keinen Schaden zufügen, dass ihre Krankheit nicht schlimmer wird und sich stattdessen verbessert und so weiter. Wofür beten sie wirklich? (Gott, mit diesen Gebeten stellen sie Forderungen an Gott, mit einem Unterton der Beschwerde.) In gewisser Hinsicht sind sie äußerst unzufrieden mit der Notlage ihrer Kinder, und sie beschweren sich: Gott hätte nicht zulassen sollen, dass ihren Kindern so etwas zustößt. Ihrer Unzufriedenheit ist Beschwerde beigemischt, und sie bitten Gott, Seinen Entschluss zu ändern und nicht so zu handeln, ihre Kinder vor Gefahren zu retten und sie zu beschützen, ihre Krankheit zu heilen, ihnen dabei zu helfen, Rechtsstreitigkeiten zu entkommen, aufkommendes Unheil abzuwenden und so weiter – kurz gesagt, dass alles reibungslos läuft. Indem sie auf diese Weise beten, beschweren sie sich einerseits über Gott, andererseits stellen sie Forderungen an Ihn. Ist das nicht ein Ausdruck von Aufsässigkeit? (Doch.) Sie sagen indirekt, dass das, was Gott tut, nicht richtig bzw. nicht gut ist, dass Er nicht so handeln sollte. Weil es sich um ihre Kinder handelt und sie Gläubige sind, denken sie, Gott sollte nicht zulassen, dass ihren Kindern solche Dinge zustoßen. Ihre Kinder sind anders als andere; sie sollten bevorzugt werden, wenn es darum geht, Gottes Segnungen zu empfangen. Aufgrund ihres Glaubens an Gott sollte Er ihre Kinder segnen, und wenn Er es nicht tut, sind sie bekümmert, sie weinen, bekommen einen Wutanfall und wollen Gott nicht mehr folgen. Wenn ihr Kind stirbt, glauben sie, auch sie könnten nicht mehr weiterleben. Ist es das, was sie empfinden? (Ja.) Ist das nicht eine Form des Protests gegen Gott? (Doch.) Es ist Protest gegen Gott(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Gottes Worte enthüllten meinen gegenwärtigen Zustand vollständig. Als ich vom Tod meines Sohnes bei dem Motorradunfall hörte, aß und trank ich nichts und haderte sogar unvernünftig mit Gott, widersetzte mich Ihm, gab Ihm die Schuld und missverstand Ihn. Das tat ich, weil ich in meinem Glauben eine falsche Ansicht vertrat. Mein Mann und ich hatten unsere Familie und unsere Arbeit aufgegeben, um unsere Pflichten zu tun, ohne uns im Geringsten über die Mühsal zu beklagen. Wir taten unsere Pflichten sogar dann weiter, als wir von Verwandten und Nachbarn verspottet und von der Polizei gejagt und verfolgt wurden. Ich dachte, solange ich Dingen entsagte, mich aufwendete, mehr litt und einen größeren Preis bei meiner Pflicht zahlte, würde Gott meinen Sohn sicherlich vor Krankheit und Unfällen beschützen und ihn bei guter Gesundheit leben lassen. Als ich hörte, dass mein Sohn bei einem Motorradunfall gestorben war, fing ich an, mit Gott zu hadern und mich Ihm zu widersetzen. Ich benutzte das, was ich aufgegeben und aufgewendet hatte, als Kapital, um mit Ihm zu hadern, und gab Gott die Schuld, dass Er meinen Sohn nicht beschützt hatte. Ich dachte auch, da mein Sohn tot war, hätte es für mich keinen Sinn mehr, weiterzuleben, und es wäre besser für mich, bei meinem Sohn im Jenseits zu sein! Als ich über mein Verhalten nachdachte, sah ich, dass ich mich der von Gott orchestrierten Situation widersetzte und mit ihr unzufrieden war. Die Natur dessen waren Rebellion und Aufbegehren gegen Gott – es war Widerstand gegen Ihn! Der Tod meines Sohnes offenbarte meine wahre Größe. Ich sah klar, dass meine langjährige Glaubenspraxis, die darin bestand, der Familie zu entsagen und meine Karriere aufzugeben, zu leiden und einen Preis zu zahlen, alles nur ein Handel war, den ich mit Gott im Austausch für Gnade und Segen machen wollte. Ich dachte an die unglaubliche Prüfung, die Hiob durchmachte, als er seinen ganzen Besitz und seine Kinder verlor und von Geschwüren befallen wurde. Doch er unterwarf sich bedingungslos Gott, pries sogar Seinen Namen und blieb in seinem Zeugnis für Gott standhaft. Ich schämte mich, nachdem ich mein eigenes Verhalten mit dem von Hiob verglichen hatte. Ich musste aufhören, Gott die Schuld zu geben. Ich musste mich auf Ihn verlassen, um in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben und Satan zu beschämen!

Danach las ich weiter Gottes Worte und begann allmählich, meine falsche Ansicht über den Glauben zu verstehen. Der Allmächtige Gott sagt: „Ist die Epoche, in der es hieß, ‚der Glaube einer Person an den Herrn bringt Segen für die ganze Familie‘, nicht schon längst vorbei? (Ja, sie ist vorbei.) Warum fasten und beten die Menschen dann immer noch auf diese Art, flehen Gott schamlos an, ihre Kinder zu beschützen und zu segnen? Warum wagen sie es immer noch, gegen Gott zu protestieren und sich mit Ihm anzulegen, indem sie sagen: ‚Wenn Du das nicht so machst, werde ich weiter beten; ich werde fasten!‘ Was bedeutet Fasten? Es bedeutet, in den Hungerstreik zu treten, was in anderer Hinsicht bedeutet, schamlos zu handeln und vor Wut zu toben. Wenn Menschen sich anderen gegenüber schamlos verhalten, kommt es vor, dass sie mit dem Fuß aufstampfen und sagen: ‚Oh, mein Kind ist fort; ich will nicht mehr leben, ich kann nicht weitermachen!‘ Das tun sie nicht, wenn sie vor Gott treten; sie sprechen recht elegant und sagen: ‚Gott, ich flehe Dich an, mein Kind zu beschützen und seine Krankheit zu heilen. Gott, Du bist der große Arzt, der Menschen rettet – Du kannst alles tun. Ich flehe Dich an, über mein Kind zu wachen und es zu beschützen. Dein Geist ist überall, Du bist gerecht, Du bist ein Gott, der den Menschen Barmherzigkeit zeigt. Du sorgst dich um sie und schätzt sie.‘ Was bedeutet das? Nichts von dem, was sie sagen, ist falsch, es ist nur nicht der richtige Zeitpunkt, solche Dinge zu sagen. Die Folgerung ist, dass Gott, wenn Er dein Kind nicht rettet und beschützt, wenn Er deine Wünsche nicht erfüllt, dann kein liebender Gott ist, Er ohne Liebe ist, kein barmherziger Gott ist, und Er nicht Gott ist. Ist es nicht so? Ist das nicht ein schamloses Verhalten? (Doch.) Ehren Menschen, die sich schamlos verhalten, Gott als groß? Haben sie gottesfürchtige Herzen? (Nein.) Menschen, die sich schamlos verhalten, sind genau wie Halunken – sie haben kein gottesfürchtiges Herz(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). „Die Beziehung des Menschen zu Gott beruht lediglich auf bloßem Eigeninteresse. Es ist eine Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber von Segnungen. Deutlicher ausgedrückt, ist es die Beziehung zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer strengt sich nur an, um den Lohn zu erhalten, den ihm der Arbeitgeber gibt. In dieser Art von Beziehung, die auf Eigeninteresse basiert, gibt es keine familiäre Verbundenheit, sondern nur geschäftlichen Austausch. Es gibt kein Lieben und Geliebtwerden, nur Almosen und Barmherzigkeit. Es gibt kein Verständnis, nur hilflos unterdrückte Empörung und Täuschung. Es gibt keine Vertrautheit, nur eine Kluft, die nicht zu überqueren ist(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 3: Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden). Als ich über Gottes Worte nachsann, verstand ich, dass Gott sagt, die Ära des Grundsatzes „Der Glaube eines Einzelnen an den Herrn bringt der ganzen Familie Segen“ sei längst vorbei. Doch ich hielt in meinem Glauben immer noch an dieser Ansicht fest. Wenn ich über meine vielen Jahre im Glauben nachdachte, mochte es nach außen hin so ausgesehen haben, als hätte ich meiner Familie entsagt und meine Karriere aufgegeben, um meine Pflicht zu tun, aber in Wirklichkeit wollte ich nur Gnade von Gott empfangen. Wenn ich hörte, dass es meinem Sohn gut ging und er gesund und wohlauf war, erfüllte ich pflichtbewusst jede Pflicht, die mir zugewiesen wurde. Als ich die schreckliche Nachricht vom Tod meines Sohnes hörte, fing ich an, mit Gott zu hadern und mich Ihm zu widersetzen, und hatte keine Motivation mehr, meine Pflicht zu tun. Ich dachte sogar daran, mich umzubringen, um bei meinem Sohn zu sein, und war voller Missverständnisse und Beschwerden über Gott. Als ich Gottes Worte mit mir verglich, sah ich, dass ich ein schamloser Mensch war, der einen Aufstand machte. Ich hatte jahrelang an Gott geglaubt, so viele Seiner Worte gegessen und getrunken, aber ich hatte nicht das geringste bisschen Unterwerfung oder Furcht vor Ihm in meinem Herzen. Ich hatte diese Jahre nur damit verbracht, zu leiden und mich aufzuwenden, um Segen zu erlangen; ich machte nur ein Geschäft mit Gott und erfüllte meine Pflicht überhaupt nicht, um Gott zufriedenzustellen. Sobald ich Gottes Gnade und Segen nicht erhielt, fing ich an, gegen Ihn aufzubegehren und mit Ihm zu hadern. Mir fehlte jegliche Menschlichkeit oder Vernunft!

Später las ich eine weitere Passage, die mir half, besser zu verstehen, warum „Der Glaube eines Einzelnen an den Herrn bringt der ganzen Familie Segen“ eine falsche Ansicht ist. Gott sagt: „Jeder hat einen angemessenen Bestimmungsort, der sich nach dem Wesen des Einzelnen richtet und absolut nichts mit anderen Menschen zu tun hat. Die bösen Taten eines Kindes können nicht auf dessen Eltern übertragen werden, noch kann die Gerechtigkeit eines Kindes mit dessen Eltern geteilt werden. Die bösen Taten eines Elternteils können nicht auf dessen Kinder übertragen werden, noch kann die Gerechtigkeit eines Elternteils mit dessen Kindern geteilt werden. Jeder trägt seine jeweiligen Sünden und jeder erfreut sich an seinen jeweiligen Segnungen. Niemand kann ein Ersatz für eine andere Person sein; dies ist Gerechtigkeit(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gott das Ergebnis der Menschen gemäß ihrem Wesen und ihrem Gesamtverhalten bestimmt. Als Gläubige war das Ausführen meiner Pflicht meine Verantwortung, und das hatte nichts mit dem Schicksal und dem Bestimmungsort meines Sohnes zu tun. Das Schicksal meines Sohnes würde sich nicht ändern, nur weil ich an Gott glaubte. Gott herrscht über das Schicksal aller, der Gläubigen wie der Nichtgläubigen gleichermaßen. Gottes Anordnungen sind immer gerecht, und deshalb sollte ich mich ihnen unterwerfen; das wäre vernünftig. Doch ich richtete mich nach der falschen Ansicht „Der Glaube eines Einzelnen an den Herrn bringt der ganzen Familie Segen“ und dachte, weil ich Dingen entsagte, mich aufwendete und meine Pflicht tat, müsse Gott meinen Sohn beschützen. Diese Ansicht stammte aus meinen eigenen Auffassungen und Vorstellungen und stimmte überhaupt nicht mit der Wahrheit überein.

Durch das Essen und Trinken von Gottes Worten erlangte ich ein Verständnis meiner falschen Ansicht bezüglich des Erlangens von Segen durch den Glauben. Ich dachte, ich wäre endlich über den Tod meines Sohnes hinweg, aber als Gott eine weitere Situation für mich orchestrierte und ich den Grund für den Tod meines Sohnes erfuhr, fing ich wieder an, mich zu beschweren. Am 14. August traf ich mich mit meiner Schwägerin, die auch eine Gläubige war, und sie erzählte mir, dass mein Sohn zum Zeitpunkt des Unfalls scheinbar nicht schwer verletzt gewesen sei. Er wurde für eine Bildgebung ins Krankenhaus gebracht und später entlassen, um sich zu Hause auszuruhen. Nachdem er nach Hause kam, bekam er Atemnot und ließ sich wieder ins Krankenhaus einweisen. Doch sein Zustand besserte sich nicht nur nicht, sondern verschlechterte sich sogar, also bat er um eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus, was der behandelnde Arzt jedoch ablehnte. Später, als mein Sohn aufgrund schwerer Atembeschwerden eindeutig im Sterben lag, stimmte der Arzt schließlich seiner Verlegung zu, doch auf dem Weg ins Krankenhaus hörte er ganz auf zu atmen. Eine Autopsie ergab, dass eine gebrochene Rippe seine Lunge verletzt und eine Infektion verursacht hatte. Wäre er rechtzeitig operiert worden, wäre er vielleicht nicht gestorben. Es war die Fehldiagnose des Krankenhauses, die zu seinem Tod führte. Als ich diese Einzelheiten hörte, war ich völlig schockiert und wäre fast in Ohnmacht gefallen. Der emotionale Schmerz fühlte sich an wie ein Stich in die Brust. Ich umarmte meine Schwägerin und brach in Tränen aus. Ich dachte bei mir: „Wenn mein Mann und ich dagewesen wären, um uns rechtzeitig für seine Verlegung einzusetzen, wäre er niemals gestorben.“ Meine Schwägerin versuchte mich zu trösten und sagte: „In dieser Erfahrung liegt Gottes Absicht; versuche, dies von Gott anzunehmen.“ Die Bemerkungen meiner Schwägerin ließen mich plötzlich erkennen, dass ich mich schon wieder beschwerte. Ich betete in meinem Herzen zu Gott und bat Ihn, mein Herz zu beschützen und mir zu helfen, mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen zu unterwerfen. Dann erinnerte ich mich an einen Abschnitt von Gottes Worten, den ich vor ein paar Tagen gelesen hatte: „Gottes Souveränität ist von Ihm bestimmt und durchgeplant. Ist es in Ordnung, wenn du sie ändern willst? (Nein, es ist nicht in Ordnung.) Es ist nicht in Ordnung. Daher dürfen Menschen keine törichten oder unvernünftigen Dinge tun(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Als ich über Gottes Worte nachdachte, erkannte ich, dass Leben und Tod des Menschen von Gott vorherbestimmt sind. Selbst wenn wir zu Hause gewesen wären und den Arzt gedrängt hätten, schneller zu operieren, wäre er trotzdem gestorben, wenn seine Zeit gekommen wäre, und wir hätten nichts dagegen tun können. Es war so unvernünftig von mir, mich bei Gott zu beschweren. Als ich das erkannte, fühlte ich mich viel wohler. Ich war bereit, mich Gottes Herrschaft zu unterwerfen und meine Pflicht in Frieden zu erfüllen.

Später stieß ich in einem Video auf einen Abschnitt von Gottes Worten, der mir einen Einblick in die falsche Ansicht gab, im Glauben nach Segen zu streben. Der Allmächtige Gott sagt: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Pflicht des Menschen und der Tatsache, ob er Segnungen empfängt oder Weh begegnet. Pflicht ist, was der Mensch erfüllen sollte; es ist seine vom Himmel gesandte Berufung und er sollte sie ausführen, ohne Belohnungen zu suchen und ohne Bedingungen oder Ausreden. Nur das kann als die Ausführung der eigenen Pflicht bezeichnet werden. Segnungen zu empfangen bezieht sich auf die Segnungen, die ein Mensch genießt, wenn er, nachdem er gerichtet wurde, vervollkommnet wird. Weh begegnen bezieht sich auf die Strafe, die ein Mensch erhält, wenn sich seine Disposition nach dem Durchlaufen der Züchtigung und des Gerichts nicht ändert – das heißt, wenn er nicht vervollkommnet wird. Jedoch unabhängig davon, ob sie Segnungen empfangen oder Weh über sie kommt, sollten geschaffene Wesen ihre Pflicht erfüllen, tun, was sie tun sollten, und tun, was sie tun können; dies ist das Mindeste, das eine Person – eine Person, die nach Gott strebt – tun sollte. Du solltest deine Pflicht nicht ausführen, um Segnungen zu empfangen, und du solltest dich nicht weigern, deine Pflicht auszuführen, aus Angst, Weh zu begegnen. Lasst Mich euch das Eine sagen: Die Pflichtausführung des Menschen ist, was er tun sollte. Und wenn er seine Pflicht nicht ausführt, dann ist das seine Aufsässigkeit(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Unterschied zwischen dem Amt des fleischgewordenen Gottes und der Pflicht des Menschen). Als ich über Gottes Worte nachsann, wurde mir klar, dass die eigene Pflicht auszuführen und gesegnet zu werden oder Unglück zu erleiden, völlig unabhängig voneinander ist. Pflichten sind Gottes Auftrag an die Menschen und unsere unumgängliche Verantwortung, die wir alle selbstverständlich und zu Recht erfüllen sollten. Ich bin ein geschaffenes Wesen, und Gott hat mir mein Leben gegeben, also sollte ich meine Pflicht erfüllen und meine Entsagungen und meine Aufwendungen nicht als Kapital nutzen, um sie bei Gott gegen Gnade und Segen einzutauschen. Ob Gläubige oder Nichtgläubige, das Schicksal eines jeden Menschen wird von Gott angeordnet und beherrscht. Geburt, Alter, Krankheit und Tod sind alles natürliche Phänomene, und ich sollte mich Gottes Herrschaft und Anordnungen unterwerfen.

Dann las ich einen weiteren Abschnitt von Gottes Worten: „Du liebst und beschützt deine Kinder, du empfindest Zuneigung für deine Kinder, du kannst sie nicht loslassen, und deshalb lässt du nicht zu, dass Gott irgendetwas tut. Ergibt das Sinn? Steht das im Einklang mit der Wahrheit, mit der Moral oder mit der Menschlichkeit? Es steht mit nichts im Einklang, nicht einmal mit der Moral, stimmt das nicht? Du schätzt deine Kinder nicht, du schirmst sie ab – du stehst unter dem Einfluss deiner Zuneigung. Du sagst sogar, dass du nicht weiterleben wirst, wenn dein Kind stirbt. Da du so verantwortungslos gegenüber deinem eigenen Leben bist und das Leben, das Gott dir geschenkt hat, nicht schätzt, und du für deine Kinder leben willst, dann nur zu, und stirb mit ihnen. Ist das nicht eine leichte Aufgabe? Nachdem du gestorben und im geistlichen Reich angekommen bist, kannst du dann schauen und nachprüfen: Seid ihr, du und deine Kinder, noch Geister der gleichen Art? Habt ihr immer noch dieselbe physische Beziehung? Habt ihr immer noch Zuneigung füreinander? Wenn du in die andere Welt zurückkehrst, veränderst du dich. Das stimmt doch, oder? (Ja.) … Wohin gehen sie, wenn sie gestorben sind? Wenn sie sterben, nimmt ihr Körper seinen letzten Atemzug, ihre Seele verlässt sie, und sie verabschieden sich ganz von dir. Sie erkennen dich nicht mehr, sie bleiben nicht einmal für eine Sekunde, sie kehren einfach in die andere Welt zurück. Wenn dein Kind in diese andere Welt zurückkehrt, weinst du, du vermisst es, du fühlst dich elend und gequält und sagst: ‚Oh, mein Kind ist weg, und ich werde es niemals wiedersehen!‘ Hat ein Toter irgendeine Wahrnehmung? Ein Toter nimmt dich nicht wahr, er vermisst dich nicht im Geringsten. Sobald dein Kind seinen Körper verlässt, wird es sofort zu einer Drittperson und hat keine Beziehung mehr zu dir. Wie betrachtet es dich? Es sagt: ‚Diese alte Dame, dieser alte Mann – um wen weinen sie? Oh, sie weinen um einen Körper. Ich habe das Gefühl, als hätte ich mich gerade von diesem Körper getrennt: Ich bin jetzt nicht mehr so schwer, und spüre den Schmerz der Krankheit nicht mehr – ich bin frei.‘ Das ist, was es fühlt. Nachdem es gestorben ist und seinen Körper verlassen hat, existiert es in der anderen Welt weiter, erscheint in einer anderen Form und hat keine Beziehung mehr zu dir. Du weinst und sehnst dich hier nach ihm, leidest um seinetwillen, aber es empfindet nichts, es weiß nichts. Nach vielen Jahren könnte das Kind durch Schicksal oder Zufall vielleicht dein Arbeitskollege werden oder dein Landsmann, oder es könnte weit weg von dir leben. Obwohl ihr in derselben Welt lebt, seid ihr zwei verschiedene Menschen, ohne Verbindung zwischen euch. Selbst wenn manche Leute aufgrund besonderer Umstände oder besonderer Aussagen, erkennen können, dass sie im vorherigen Leben die und die Person waren, empfinden sie nichts, wenn sie dich sehen, und du empfindest nichts, wenn du sie siehst. Auch wenn jemand in seinem vorherigen Leben dein Kind war, empfindest du jetzt nichts für diesen Menschen – du denkst nur an dein verstorbenes Kind. Er empfindet auch nichts für dich: Er hat seine eigenen Eltern, seine eigene Familie und einen anderen Nachnamen – er hat keine Beziehung zu dir. Aber du bist immer noch dort drüben und vermisst dein Kind – was vermisst du? Du vermisst nur den physischen Körper und den Namen, durch den du einst mit ihm blutsverwandt warst; es handelt sich nur um ein Bild, um einen Schatten, der in deinen Gedanken oder deinem Kopf nachklingt – es hat keinen tatsächlichen Wert. Dein Kind ist wiedergeboren worden, ist zu einem Menschen oder einem anderen Lebewesen geworden – es hat keine Beziehung zu dir. Wenn manche Eltern daher sagen: ‚Wenn mein Kind stirbt, werde ich auch nicht weiterleben!‘, ist das einfach nur Ignoranz! Seine Lebensspanne hat ihr Ende erreicht, warum aber solltest du nicht mehr leben? Warum redest du so verantwortungslos? Die Lebensspanne deines Kindes hat ihr Ende erreicht, Gott hat seinen Faden durchtrennt, und es hat eine andere Aufgabe – was geht dich das an? Wenn du eine andere Aufgabe hast, wird Gott auch einen Faden durchtrennen; aber das hast du noch nicht, also musst du weiterleben. Wenn Gott will, dass du lebst, kannst du nicht sterben. Ob es sich um Eltern, Kinder oder andere Verwandte handelt oder um Menschen, die im Leben blutsverwandt sind, wenn es um Zuneigung geht, sollten Menschen folgende Sichtweise und folgendes Verständnis haben: Was die zwischen Menschen herrschende Zuneigung anbelangt, die auf Blutsverwandtschaft beruht, reicht es aus, seiner Verantwortung nachzukommen. Abgesehen davon, dass Menschen ihrer Verantwortung nachkommen, haben sie weder die Verpflichtung noch die Fähigkeit, irgendetwas zu ändern. Daher ist es unverantwortlich, wenn Eltern sagen: ‚Wenn unsere Kinder weg sind, wenn wir als Eltern unsere eigenen Kinder begraben müssen, dann werden wir nicht weiterleben.‘ Wenn Kinder tatsächlich von ihren Eltern begraben werden, kann man nur sagen, dass ihre Zeit in dieser Welt nur so lange angedauert hat und sie fortgehen mussten. Aber ihre Eltern sind immer noch hier, also sollten sie weiterhin gut leben. Dass Menschen an ihre Kinder denken, entspricht ihrer Menschlichkeit und ist selbstverständlich normal, aber sie sollten nicht die Zeit verschwenden, die ihnen noch bleibt, und ihren verstorbenen Kindern nachtrauern. Das ist töricht. Deshalb sollten Menschen, wenn sie sich mit dieser Sache auseinandersetzen, einerseits Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen und andererseits familiäre Beziehungen voll und ganz begreifen. Die Beziehung, die tatsächlich zwischen Menschen besteht, beruht nicht auf einer Verbundenheit durch Fleisch und Blut, sondern ist eine Beziehung zwischen zwei von Gott geschaffenen Lebewesen. Diese Art von Beziehung beinhaltet keine Verbundenheit durch Fleisch und Blut; sie besteht nur zwischen zwei unabhängigen Lebewesen. Wenn man aus diesem Blickwinkel darüber nachdenkt, sollte man als Eltern, wenn die eigenen Kinder das Unglück haben, krank zu werden, oder in Lebensgefahr schweben, diese Angelegenheiten richtig angehen. Wenn deinen Kindern Unglück widerfährt oder wenn sie sterben, solltest du die Zeit, die dir bleibt, den Weg, den du gehen solltest, oder die Verantwortungen und Verpflichtungen, die du erfüllen solltest, nicht aufgeben – du solltest mit dieser Sache richtig umgehen. Wenn du die richtigen Gedanken und Ansichten hast und diese Dinge durchschauen kannst, wirst du in der Lage sein, Verzweiflung, Trauer und Sehnsucht schnell zu überwinden. Aber was ist, wenn du sie nicht durchschauen kannst? Dann könnte dich das dein Leben lang verfolgen, bis zum Tag deines Todes(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Nach dem Lesen von Gottes Worten sah ich viel klarer. Solange mein Sohn lebte, waren wir Mutter und Sohn und blutsverwandt. Dadurch, dass ich ihn zur Welt gebracht und bis zum Erwachsenenalter aufgezogen hatte, war meine Verantwortung bereits erfüllt. Was sein Schicksal betraf – wann er sterben würde, wie er sterben würde und was sein Ergebnis und sein Bestimmungsort sein würden – so wurde dies alles von Gott beherrscht und angeordnet. Seine Zeit war abgelaufen, und Gott nahm ihm seinen Lebensatem. Sobald er starb, verließ seine Seele seinen Körper, und ich hatte dann keinerlei Beziehung mehr zu ihm, und wir kannten uns nicht mehr. Ich hatte viele Jahre an Gott geglaubt, viele Seiner Worte gelesen und viele Pflichten getan, und es war Gott, der mich auf den richtigen Lebensweg geführt und mir die Gelegenheit gegeben hatte, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden. Doch angesichts des Todes meines Sohnes wollte ich einfach mit ihm sterben und meiner Pflicht und meiner Chance auf Errettung den Rücken kehren. Ich sah, dass mir sogar das mindeste Maß an Gewissen und Vernunft fehlte. Ich wusste, ich musste aus der Trauer über den Tod meines Sohnes hervortreten, mich zusammenreißen und meine verbleibenden Tage nutzen, um meine Pflicht ordentlich zu tun, Gottes Evangelium des Königreichs zu verbreiten und mehr wahre Gläubige vor Gott zu bringen.

Wenn ich später noch manchmal an meinen Sohn dachte, betete ich zu Gott und sang die Hymne von Gottes Worten „Wie man vervollkommnet wird“: „Wenn du mit Leid konfrontiert wirst, musst du imstande sein, deine Rücksicht auf das Fleisch abzulegen und dich nicht über Gott zu beklagen. Wenn Gott sich vor dir verbirgt, musst du imstande sein, den Glauben zu haben, Ihm zu folgen, deine bisherige Liebe aufrechtzuerhalten, ohne zuzulassen, dass sich diese verändert oder verflüchtigt. Was Gott auch tut, du musst Ihn so orchestrieren lassen, wie Er es will, und es vorziehen, dein eigenes Fleisch zu verfluchen, anstatt dich über Ihn zu beklagen. Wenn du mit Prüfungen konfrontiert wirst, musst du es vorziehen, den Schmerz zu ertragen, das aufzugeben, was du liebst, und bitterlich zu weinen, anstatt es zu versäumen, Gott zufriedenzustellen. Nur das ist wahre Liebe und wahrer Glaube(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). Diese Hymne von Gottes Worten zu singen, hatte mich tief berührt. Gottes Absicht war es, meine Entschlossenheit durch Prüfungen zu stärken, damit ich mich Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfe und bei meiner Pflicht bleibe. Nachdem ich Gottes Absicht erkannt hatte, vergoss ich Tränen des schlechten Gewissen und tiefer Schuldgefühle und wollte nicht länger in Trauer über den Tod meines Sohnes versinken. Ich mochte meinen Sohn verloren haben, aber ich hatte immer noch Gott, meinen größten Halt.

Während dieser unvergesslichen Erfahrung litt ich zwar bis zu einem gewissen Grad, aber ich erlangte ein besseres Verständnis von Gottes Herrschaft und erkannte schließlich meine falsche Ansicht bezüglich des Glaubens. Wäre ich durch diese Erfahrung nicht bloßgestellt worden, hätte ich nie meine wahre Größe, meine Verdorbenheit und meine Unreinheiten erkannt. All dies habe ich durch die Führung von Gottes Worten erlangt. Ich danke Gott aus tiefstem Herzen!

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