67. Wohin führt das Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn?
Als ich klein war, schaute man oft auf meine Familie herab, weil ich nicht viele Geschwister hatte. Damals sagten meine Eltern oft zu mir: „Der beste und sicherste Beruf ist der des Arztes. Ärzte verdienen nicht nur gut, sondern sind auch hoch angesehen.“ Wann immer Ärzte in unser Dorf kamen, wurden sie von allen herzlich begrüßt und mit dem größten Respekt behandelt. Ich bewunderte und beneidete diese Ärzte zutiefst und nahm mir fest vor, hart zu arbeiten, damit ich eines Tages selbst Ärztin werden, in unserem Dorf stolz auftreten und hoch angesehen sein konnte. Danach vergrub ich mich in meine Bücher und stürzte mich ins Lernen. Meine Anstrengungen zahlten sich aus, als ich später die Aufnahmeprüfung für die Akademie für Chinesische Medizin auf Provinzebene bestand. Nach meinem Abschluss bekam ich, wie erhofft, eine Stelle als Ärztin im Kreiskrankenhaus. Von da an war es, als hätte mein Leben eine neue Stufe erreicht. Ich verdiente nicht nur gut, sondern wurde auch von all meinen Altersgenossen beneidet und bewundert. Freunde, Verwandte und Bekannte suchten mich alle auf, wenn sie krank waren, und jedes Mal, wenn ich in mein Dorf zurückkehrte, empfing man mich mit Herzlichkeit und Respekt. Auch meine Eltern waren sehr stolz. Ich genoss es, so respektiert zu werden, und es schmeichelte meiner Eitelkeit ungemein. Ich hatte das Gefühl, dass sich endlich all meine Opfer gelohnt hatten. Mit zunehmender Erfahrung begegnete ich vielen reichen und einflussreichen Menschen, die von den unterschiedlichsten Krankheiten geplagt wurden und dadurch unvorstellbar litten. Einige von ihnen starben trotz aller Rettungsversuche, und die Ärzte konnten nur hilflos zusehen. Ich musste unwillkürlich daran denken, wie zerbrechlich und hilflos unser Leben angesichts des Todes ist. Das hinterließ in mir ein seltsames Gefühl der spirituellen Leere. Ich begann mich zu fragen, was der Sinn des Lebens war und wofür ich lebte. Ende 1998 machten sich viele Menschen selbstständig und wurden Geschäftsinhaber. Ich dachte mir, wenn ich weiter im Krankenhaus arbeitete, käme ich über mein aktuelles Gehalt nicht hinaus. Wenn ich also aufsteigen und mehr Geld verdienen wollte, müsste ich meine eigene Chefin werden. Also kündigte ich meine Stelle im Krankenhaus und eröffnete meine eigene Praxis.
Im Jahr 2000 erreichte mich dann das Evangelium der letzten Tage des Allmächtigen Gottes. Ich las in Gottes Wort: „Das Schicksal des Menschen wird von Gottes Händen gelenkt. Du bist nicht in der Lage, dich selbst zu lenken. Selbst wenn sich der Mensch ständig für sich selbst abhetzt und geschäftig ist, bleibt er unfähig, sich selbst zu lenken. Wenn du deine eigenen Perspektiven wissen könntest, wenn du dein eigenes Schicksal lenken könntest, würde man dich dann noch als ein geschaffenes Wesen bezeichnen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Leben und Tod des Menschen in Gottes Händen liegen und niemand sein Schicksal kontrollieren kann. Wenn die Zeit, die Gott einem zugemessen hat, abgelaufen ist, spielt es keine Rolle, wie viel Geld, Macht oder Einfluss man hat. Ich aß und trank Gottes Worte und lebte das Gemeindeleben. Dadurch erkannte ich auch, dass ich nicht nur nach materiellen Dingen, hohem Ansehen und den Freuden des Fleisches streben konnte. Das Wichtigste war, meine Pflicht als geschaffenes Wesen zu erfüllen und nach der Wahrheit, dem Vorbereiten guter Taten und der Erlangung der Errettung zu streben. Das ist es, wonach ein Mensch streben sollte. Also übernahm ich in der Kirche eine Pflicht, die ich ausführen konnte. Ich versammelte mich mit den Brüdern und Schwestern, um mit ihnen über Gottes Worte Gemeinschaft zu halten, und ich fühlte mich erfüllt und glücklich. Anfangs leitete ich nur eine kleine Versammlungsgruppe und war nicht sehr beschäftigt. Später wurde ich ausgewählt, als Gemeindeleiterin zu dienen. Ich wusste, dies war eine Erhöhung durch Gott und dass Er mir diese Chance gab, mich zu üben und die Wahrheit zu erlangen. Ich hatte so viel Versorgung durch Gottes Wort genossen, also sollte ich ein Gewissen haben und Gottes Liebe erwidern. Aber ich wusste auch, dass die Aufgabe als Leiterin viel Arbeit und eine große Verantwortung bedeutete, und dass ich mich in Vollzeit würde aufwenden müssen. Das würde bedeuten, dass ich meine Praxis nicht weiterführen könnte. Ich hatte mein halbes Leben für diesen Beruf gearbeitet, also schreckte ich davor zurück, ihn einfach aufzugeben. Ich war gedanklich hin- und hergerissen, fühlte mich innerlich zerrissen und furchtbar gequält. Inmitten meiner Qual betete ich zu Gott: „O Gott! Mir fällt es in dieser Situation gerade furchtbar schwer. Ich will diese Pflicht nicht verlieren, aber meine Größe ist gering und ich kann die Schwäche meines Fleisches nicht überwinden. Bitte führe mich und gib mir Glauben und Kraft.“
Mitten in meiner Suche dachte ich daran, wie Gott sagte: „Wenn du zulässt, dass dir diese Gelegenheit entgeht, wirst du es für den Rest deines Lebens bereuen.“ Ich suchte eilig die folgende Passage heraus, um sie zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Leute sind nicht einmal bereit, im Dienst an Gott mit anderen zusammenzuarbeiten, wenn sie dazu aufgefordert werden; das sind faule Leute, die Bequemlichkeit begehren. Je mehr von dir verlangt wird, mit anderen zusammenzuarbeiten, um zu dienen, desto mehr Erfahrungen wirst du machen. Da du mehr Bürden und mehr Erfahrungen hast, wirst du mehr Gelegenheiten bekommen, um vervollkommnet zu werden. Wenn du Gott mit Aufrichtigkeit dienen kannst, wirst du daher auf Gottes Bürde Rücksicht nehmen; somit wirst du mehr Gelegenheiten haben, von Gott vervollkommnet zu werden. Eine solche Gruppe von Menschen wird zum jetzigen Zeitpunkt vervollkommnet. Je mehr der Heilige Geist dich bewegt, desto mehr Rücksicht wirst du auf Gottes Bürde nehmen, desto mehr wirst du von Gott vervollkommnet werden, desto mehr wirst du von Ihm gewonnen werden – bis du am Ende zu einem Menschen wirst, den Gott einsetzt. Momentan gibt es einige, die keine Bürden für die Kirche tragen. Diese Leute sind nachlässig und schlampig, und kümmern sich nur um ihr eigenes Fleisch. Solche Menschen sind äußerst selbstsüchtig und sind außerdem blind. Du wirst keine Bürde tragen, wenn du nicht imstande bist, diese Sache klar zu erkennen. Je mehr Rücksicht du auf Gottes Absichten nimmst, desto größer ist die Bürde, die Er dir anvertrauen wird. Selbstsüchtige Menschen sind nicht bereit, solche Dinge zu durchleiden; sie sind nicht bereit, den Preis zu zahlen, und infolgedessen werden sie Gelegenheiten verpassen, von Gott vervollkommnet zu werden. Schaden sie sich nicht selbst? … Deshalb solltet ihr hier und jetzt beginnen, auf Gottes Bürde Rücksicht zu nehmen; ihr solltet nicht darauf warten, dass Gott Seine gerechte Disposition all den unzähligen Menschen offenbart, bevor ihr beginnt, Rücksicht auf Gottes Bürde zu nehmen. Wäre es dann nicht zu spät? Jetzt ist eine gute Gelegenheit, um von Gott vervollkommnet zu werden. Wenn du zulässt, dass dir diese Gelegenheit entgeht, wirst du es für den Rest deines Lebens bereuen, genau wie Mose das gute Land von Kanaan nicht betreten konnte und er es für den Rest seines Lebens bereute und von Reue erfüllt starb“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nimm auf Gottes Absichten Rücksicht, um Vollkommenheit zu erlangen). Durch Gottes Worte wurde mir klar: Nur wer auf Gottes Absichten Rücksicht nimmt und Seinen Auftrag annimmt, wird mehr Gelegenheiten haben, von Gott vervollkommnet zu werden. Wer nicht bereit ist, auf Gottes Absichten Rücksicht zu nehmen, ist selbstsüchtig und wird von Gott nicht vervollkommnet werden. Die Evangeliumsarbeit war in eine entscheidende Phase großer Verbreitung eingetreten. Dass die Kirche mir eine so wichtige Pflicht anvertraute, war Gottes außergewöhnliche Gunst und Erhöhung. Doch ich nahm keine Rücksicht auf Gottes Absichten, sondern dachte nur an mein Fleisch und daran, Geld zu verdienen, um die Hochachtung anderer zu erlangen. Wie gewissenlos ich doch war! Glaubte ich denn nicht an Gott, folgte Ihm, aß und trank Seine Worte und tat meine Pflicht, um die Wahrheit und die Errettung zu erlangen? Gott hatte mir durch diese Pflicht eine großartige Gelegenheit gegeben, mich zu üben und die Wahrheit zu erlangen. Wäre ich nicht dumm, sie nicht zu ergreifen? Wenn ich mich erst dann dazu entschließen würde, sie anzunehmen, wenn Gottes Werk bereits abgeschlossen wäre, dann hätte ich meine Chance verpasst. Dann würde ich es zutiefst bereuen. Es würde mir ergehen wie Mose, der Kanaan aus der Ferne sehen, es aber nicht betreten konnte und dies sein ganzes Leben lang bereute. Ich musste mich Gott unterwerfen und die Pflicht zuerst annehmen. Für die Praxis konnte ich vorübergehend jemanden finden, der für mich einspringt. Mit diesem Entschluss nahm ich die Pflicht als Leiterin an.
Danach widmete ich mich größtenteils meiner Pflicht. Wenn ich etwas freie Zeit hatte, eilte ich in die Praxis. Anfangs konnten wir die Patienten noch halten, doch mit der Zeit, als ich immer seltener in der Praxis war, gingen die Leute woanders hin, weil sie mich nicht antrafen. Unsere Praxis hatte immer weniger Patienten und wir konnten uns kaum über Wasser halten. Früher hatte ich einen hohen Lebensstandard, wurde von anderen geschätzt und bewundert, und Freunde und Verwandte suchten mich bei Problemen stets auf. Aber jetzt kritisierten mich alle meine Freunde und Verwandten und sagten, ich würde die Leitung meiner Praxis vernachlässigen und sie wüssten nicht, was ich den ganzen Tag machte. Ihre Haltung mir gegenüber hatte sich danach völlig geändert. Bei dem Gedanken daran, wie ich einst respektiert und bewundert wurde und nun zum Gespött aller geworden war, überkam mich ein Gefühlschaos – es ist ein schwer zu beschreibendes Gefühl. Ich dachte: „Es ist ja nicht so, dass ich kein Geld verdienen kann, ich habe doch das nötige Fachwissen. Wenn ich die Praxis gut führen würde, hätte ich sicher viele Patienten. Ich könnte wieder diesen Lebensstil mit überlegenem materiellem Komfort führen, den Respekt und die Bewunderung anderer zurückgewinnen und ein glanzvolles Leben führen.“ Ich bedachte auch, dass ich noch nicht lange an Gott glaubte, meine Größe gering war und ich nicht viel von der Wahrheit verstand. Vielleicht sollte ich einfach eine Pflicht tun, die meinen Fähigkeiten entsprach. Ich wollte zu einer weniger anspruchsvollen Pflicht wechseln. Dann hätte ich mehr Zeit für meine Arbeit, und weder meine Pflicht noch die Praxis würden zu kurz kommen. Danach hatte ich jedoch keine Last mehr für meine Pflicht. Ich tat meine Pflicht nur noch oberflächlich und saß die Versammlungen nur noch ab. Ich erinnere mich an eine Versammlung, bei der ich nur an meine Praxis denken konnte. Wie viele Patienten hatten wir heute? Sind die, die einen Termin hatten, auch gekommen? Um mehr Zeit für meine Praxis zu haben, informierte ich mich nicht eingehend über die Lage, bevor ich meinen Bericht schrieb, und reichte meiner oberen Leiterin nur einen kurzen Bericht ein. Wegen der fehlenden Details musste ich ihn am Ende neu schreiben. Ich übernahm auch keine Verantwortung für die Bewässerungsarbeit. Einige Neulinge verließen uns sogar, weil sie nicht bewässert wurden. Die obere Leiterin hielt mehrmals Gemeinschaft mit mir und versuchte, mir bei diesem Problem zu helfen, und ich fühlte mich ziemlich schuldig. Ich betete mehrmals zu Gott und fasste Vorsätze, mich gegen mein Fleisch aufzulehnen und meine Pflicht gut zu tun. Aber ich wurde unweigerlich immer wieder von meiner Praxis abgelenkt. Ich fasste vor Gott immer wieder Vorsätze und brach sie dann doch, und ich entfernte mich immer weiter von Ihm. Ich fühlte mich oft unerklärlich leer und ängstlich. Mehrmals hatte ich die Praxis aufgeben wollen, aber dann dachte ich daran, dass die Leute dann wieder auf mich herabsehen würden, und konnte mich einfach nicht dazu durchringen. Als die obere Leiterin sah, dass ich meinen Zustand nicht korrigieren konnte und die Arbeit dadurch verzögert wurde, entließ sie mich.
Nach der Entlassung war ich wirklich zutiefst getroffen. Ich hatte so viel von Gottes Worten gegessen und getrunken und wusste genau, dass es der richtige Lebensweg war, nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht gut zu tun, aber ich konnte meine Praxis nicht loslassen und meine Pflicht nicht gut tun. Ich fühlte mich wirklich schuldig und hatte das Gefühl, Gott so viel zu schulden. Ich betete zu Gott und sagte: „O Gott, ich bin so rebellisch und stehe so sehr in Deiner Schuld. O Gott, ich bitte Dich, mich von den Fesseln des Reichtums zu befreien, damit ich meine Pflicht erfüllen und Deine Liebe erwidern kann.“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich an den Titel eines Kapitels aus Gottes Worten: „Wem genau gilt deine Treue?“ Ich fragte mich: „Wem bin ich treu? Bin ich Gott treu?“ Dann las ich eine Passage aus diesem Kapitel: „Wenn Ich in diesem Augenblick etwas Geld vor euch hinlegen und euch die Freiheit geben würde, zu wählen – und wenn Ich euch nicht für eure Wahl verurteilen würde –, dann würden die meisten von euch das Geld wählen und die Wahrheit aufgeben. Die Besseren unter euch würden das Geld aufgeben und widerwillig die Wahrheit wählen, während diejenigen dazwischen mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit greifen würden. Würde so nicht euer wahres Gesicht offensichtlich werden? Vor die Wahl gestellt zwischen der Wahrheit und allem, dem ihr treu seid, würdet ihr alle so wählen, und eure Einstellung würde die gleiche bleiben. Ist dem nicht so? Viele von euch haben zwischen richtig und falsch geschwankt, nicht wahr? In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß – zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw. – kann es doch sicherlich nicht sein, dass ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, nicht bewusst seid! Vor die Wahl gestellt zwischen einer harmonischen und einer zerrütteten Familie habt ihr erstere gewählt, und zwar ohne zu zögern. Zwischen Reichtum und Pflicht habt ihr wiederum ersteren gewählt, ohne auch nur den Willen zu haben, ans Ufer zurückzukehren. Zwischen Luxus und Armut habt ihr ersteren gewählt; als ihr zwischen euren Kindern, Ehefrauen und Ehemännern oder Mir wählen musstet, habt ihr erstere gewählt; und zwischen Auffassungen und der Wahrheit habt ihr immer noch erstere gewählt. Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach das Vertrauen in euch verloren, Ich bin einfach erstaunt. Eure Herzen sind unerwartet unfähig, sich erweichen zu lassen. Das Herzblut, das Ich viele Jahre lang aufgewendet habe, hat Mir überraschenderweise nichts anderes gebracht als eure Abwendung und Resignation, aber Meine Hoffnungen auf euch wachsen mit jedem Tag, denn Mein Tag ist vor jedem völlig offengelegt worden. Doch jetzt strebt ihr immer noch nach dunklen und bösen Dingen und weigert euch, euren Griff um sie zu lockern. Was wird dann euer Ergebnis sein? Habt ihr jemals sorgfältig darüber nachgedacht? Wenn ihr aufgefordert würdet, erneut zu wählen, wie wäre eure Haltung dann? Wäre es immer noch das erstere? Würdet ihr es Mir noch immer mit Enttäuschung und schmerzreichem Kummer zurückzahlen? Würden eure Herzen noch immer nur ein Fünkchen Wärme aufweisen? Wüsstet ihr immer noch nicht, was zu tun ist, um Mein Herz zu trösten? Was wählt ihr in diesem Moment? … Ich hoffe, alles von eurer Vergangenheit zu vergessen, so schwierig dies auch ist. Dennoch verfüge Ich hierzu über eine sehr gute Methode: Lasst die Zukunft die Vergangenheit ersetzen und lasst zu, dass die Schatten eurer Vergangenheit im Austausch gegen euer wahres heutiges Selbst vertrieben werden. Daher muss Ich euch Umstände bereiten, damit ihr abermals die Wahl trefft: Wem genau seid ihr treu?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). Gottes Worte berührten mich tief. Offenbarten diese Worte nicht genau meinen aktuellen Zustand, meine aktuelle Situation? Ich wusste genau, dass ich als Gläubige nach der Wahrheit streben und meine Pflicht erfüllen sollte, um Gott zufriedenzustellen. Aber wann immer ich zwischen meiner Pflicht und der Praxis – dem guten Leben, dem Respektiertwerden und anderen fleischlichen Belangen – wählen musste, wählte ich unweigerlich immer Letzteres. Ich hatte Angst, dass die Leute auf mich herabschauen würden, wenn ich meine Praxis nicht weiterführen könnte. In all den Jahren schien ich oberflächlich betrachtet immer meine Pflicht zu tun, aber ich kehrte meinem Verlangen nach Ruhm und Gewinn nie den Rücken und dachte ständig daran, das große Geld zu machen. Daher nahm ich meine Pflicht auf die leichte Schulter und erledigte sie nur noch mechanisch. Ich war in keinem von beiden gut, was mich ziemlich müde und emotional ausgelaugt zurückließ. Das hatte eine sehr negative Auswirkung auf die Arbeit der Kirche und brachte auch Verluste für mein Leben mit sich. Ich erkannte, dass ich nicht Gott treu war, sondern satanischen Dingen wie meinem eigenen Fleisch und meinem Ehrgeiz. In dieser Zeit betete ich oft zu Gott: „O Gott! Ich bin jetzt bereit, meine Praxis aufzugeben, um aufrichtig nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht gut zu tun. Bitte gib mir den Glauben, meine Praxis bald zu verkaufen!“ Neben dem Gebet begann ich auch, meinem Mann alles zu erklären, um den Verkauf der Praxis vorzubereiten.
Im Jahr 2011 wurde ich dank Gottes Erhöhung erneut zur Gemeindeleiterin gewählt. Ich wusste, dass Gott mir eine weitere Chance gab. Ich dachte daran, wie sehr ich es bereute und mich Gott gegenüber schuldig fühlte, weil ich zuvor immer nur nach der Arbeit in der Praxis gestrebt hatte, und ich nahm mir vor, dieses Mal besser mitzuwirken. Ich stürzte mich schnell in meine Pflicht. Egal, wie es meiner Praxis erging, mein Herz wurde nicht länger davon gestört, und gleichzeitig begann ich, den Verkauf vorzubereiten. Aber als der Vertrag aufgesetzt wurde und wir kurz vor der Unterzeichnung standen, widerstrebte es mir zutiefst. Ich hatte mein halbes Leben in diese Praxis gesteckt. Ich dachte daran, wie hart ich von klein auf gearbeitet und wie ich Widrigkeiten überwunden hatte, um meinen Traum, Ärztin zu werden, zu verwirklichen. Wenn ich die Praxis verkaufte, würde ich mich von dem Leben verabschieden, das ich einst angestrebt hatte. Je mehr ich darüber nachdachte, desto weniger wollte ich loslassen. Mein Herz fühlte sich an, als sei es ausgehöhlt worden, und es blieb ein leeres, trostloses Gefühl zurück. Dann stieß ich auf die folgenden Passagen aus Gottes Worten: „Ihr solltet den Kopf freibekommen! Was sollte aufgegeben werden, was sind deine Kostbarkeiten, was sind deine verhängnisvollen Schwächen, was sind deine Hindernisse? Ergründe diese Fragen mehr in deinem Geiste und halte Gemeinschaft mit Mir. Was Ich möchte, ist, dass eure Herzen schweigend zu Mir aufblicken; Ich will nicht euer Lippenbekenntnis“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 8). „In das Königreich einzugehen und Mitglieder von Gottes Volk zu werden, ist für euch als normale Menschen und als Menschen, die danach streben, Gott zu lieben, eure wahre Zukunft und ein Leben von höchstem Wert und größter Bedeutung; niemand ist gesegneter als ihr. Warum sage Ich das? Weil diejenigen, die nicht an Gott glauben, für das Fleisch leben und für Satan leben, lebt ihr heute aber für Gott und lebt, um den Willen Gottes zu befolgen. Darum sage Ich, eure Leben sind von größter Bedeutung. Nur diese Gruppe von Menschen, die von Gott ausgewählt worden ist, ist imstande, ein Leben größter Bedeutung auszuleben. Niemand sonst auf der Erde ist imstande, ein Leben von solchem Wert und solcher Bedeutung auszuleben wie das eure“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erkennt Gottes neustes Werk und folgt Seinen Fußspuren). „Du musst dieselbe Entschlossenheit und dasselbe Gewissen wie Petrus haben; du musst ein sinnvolles Leben führen, und du darfst keine Spielchen mit dir selbst spielen. Als menschliches Wesen und als eine Person, die nach Gott strebt, musst du dein Leben sorgfältig bedenken und angehen – darüber nachdenken, wie du dich Gott hingeben solltest, wie du einen bedeutungsvolleren Glauben an Gott haben solltest und wie du, da du Gott liebst, Ihn auf eine Art und Weise lieben solltest, die reiner, schöner und besser ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Als ich über Gottes Worte nachdachte, wurde mir klar, dass der weltliche Status und Reichtum und die weltlichen Freuden des Fleisches, nach denen der Mensch strebt, keine würdigen Ziele sind. Nur vor den Schöpfer zu treten, unsere Pflichten als geschaffene Wesen zu erfüllen, nach der Wahrheit zu streben, satanische verdorbene Dispositionen abzulegen und letztendlich Gottes Errettung zu erlangen und Menschen Seines Königreichs zu werden – das ist die wahre Zukunft und macht das sinnvollste und wertvollste Leben aus. Selbst wenn meine Praxis sehr erfolgreich geworden wäre, ich viel Geld verdient, mehr Respekt erlangt hätte und mein Fleisch letztendlich zufriedengestellt gewesen wäre – wenn mir die Wahrheit und das Leben und Gottes Errettung entgangen wären und ich Gottes Billigung und Anerkennung nicht erlangt hätte, dann wäre alles umsonst gewesen. Wenn Unglücke hereinbrechen, kann uns kein Geld und kein Respekt der Welt retten. Ein solches Streben hat keinen Sinn und keinen Wert. Genau wie der Herr Jesus sagte: „Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“ (Matthäus 16,26). Dennoch steckte ich all meine Mühe in das Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn und jagte ihnen zwanghaft nach. Ich dachte, nur wenn ich diese Dinge hätte, könnte ich ein wertvolles Leben führen. Egal wie viel ich opfern oder wie viel Energie ich aufwenden musste, ich beklagte mich nie. Ich war so blind, töricht und kurzsichtig! Ich dachte an Petrus. Seine Eltern wollten, dass er in die Politik ging, aber Petrus entschied sich, sein Leben der Nachfolge Gottes zu widmen. Er strebte danach, Gott zu kennen und zu lieben, wurde letztendlich von Gott vervollkommnet und erlangte das Wohlgefallen des Schöpfers. Petrus lebte das wertvollste und sinnvollste Leben. Ich wusste, ich sollte mir ein Beispiel an Petrus nehmen. Ich musste diesen weltlichen Bestrebungen den Rücken kehren, nach der Wahrheit streben und meine Pflicht erfüllen. Danach zögerte ich nicht mehr. Als ich den Vertrag unterschrieb, fühlte ich mich, als sei eine unglaubliche Last von meinen Schultern gefallen, und ich fühlte mich leicht und entspannt. Danach steckte ich alles in meine Pflicht.
Eines Tages im Jahr 2015 rief mich ein Kollege aus dem Krankenhaus an, in dem ich früher einmal gearbeitet hatte. Er sagte, dass ein Direktor eines Privatkrankenhauses ein Pflegeheim der höchsten Qualitätsstufe im ganzen Kreis eröffnete und gefragt hatte, ob ich dort als Heimärztin arbeiten wollte. Damals lehnte ich sofort ab. Aber dann, ein paar Tage später, rief mich der Direktor persönlich an und sagte, wenn ich für ihn arbeiten würde, bekäme ich ein eigenes Zimmer, ein Gehalt von 3.000 Yuan pro Monat, und mein Mann könnte dort kostenlos seine Schlaganfall-Reha machen, sodass wir praktisch keine Lebenshaltungskosten hätten. Ich sah, dass ich mit wenig Aufwand bequem 3.000 Yuan im Monat verdienen konnte, also begann mein Entschluss zu wanken, und ich sagte beiläufig, ich würde es mir überlegen. In dieser Nacht wälzte ich mich im Bett hin und her und konnte nicht einschlafen. Wenn ich das Angebot ablehnte, würde ich eine großartige Gelegenheit verpassen, aber wenn ich es annahm, könnte ich meine Pflicht nicht tun. Ich dachte daran zurück, wie schwierig und leidvoll es damals war, als ich meine Zeit zwischen der Praxis und meiner Pflicht aufteilte. Gott hatte so viel für mich geopfert, ich musste aufhören zu zögern und zurückzuschauen. Ich dachte an Gottes Worte, die besagen: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, steht eine Wette, die Satan vor Gott eingeht; all dies erfordert, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Nachdem ich über Gottes Worte nachgedacht hatte, wurde mir klar: Was oberflächlich nur ein normales Telefongespräch zwischen ehemaligen Kollegen war, war in Wirklichkeit ein geistlicher Kampf. Satan versuchte, mich in Versuchung zu führen, und Gott stellte mich auf die Probe, um zu sehen, wie ich mich entscheiden würde. Ich dachte daran, wie Lots Frau, als sie von den Engeln aus Sodom herausgeführt wurde, sich in eine Salzsäule verwandelte, weil sie immer wieder an ihren Besitz dachte und zurückblickte. Es war schon schwer genug gewesen, mich aus Satans Klauen zu befreien. Ich durfte nicht wie Lots Frau zu einem Mahnmal der Schande werden. Als ich das erkannte, lehnte ich das Angebot entschieden ab.
Später begann ich darüber nachzudenken, warum ich mich von diesen Versuchungen ablenken ließ. Ich wusste genau, dass es sinnlos und wertlos war, nach diesen Dingen zu streben, aber ich fühlte mich immer noch so zwiespältig und konnte ihnen nicht den Rücken kehren. Was war die Wurzel dieses Problems? Mitten in meiner Suche stieß ich auf eine Passage aus Gottes Worten: „Unabhängig davon, wie groß die Bestrebungen des Menschen sind, unabhängig davon, wie realistisch die Wünsche des Menschen sind oder wie angemessen sie sein mögen, all das, was der Mensch erreichen möchte, all das, wonach der Mensch strebt, ist in Wirklichkeit mit zwei Worten untrennbar verbunden. Diese zwei Worte sind für jeden Menschen sein Leben lang von großer Bedeutung und sie sind Dinge, die Satan den Menschen einimpfen will. Welche zwei Worte sind das? Sie lauten ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Satan verwendet eine sehr sanfte Methode, eine Methode, die sehr mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmt und nicht sehr aggressiv ist, um die Menschen dazu zu bringen, unwissentlich seine Mittel und Gesetze zum Überleben anzunehmen, Lebensziele und -richtungen zu entwickeln und in den Besitz von Lebensbestrebungen zu gelangen. Ganz gleich, wie hochtrabend die Menschen ihre Lebensbestrebungen beschreiben, diese Bestrebungen drehen sich immer um ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Alles, was jede großartige oder berühmte Persönlichkeit – oder eigentlich jeder Mensch – ihr Leben lang anstrebt, steht nur mit diesen zwei Worten in Verbindung: ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie hohen Status und großen Reichtum sowie das Leben genießen können. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie Vergnügungen suchen und sich dem zügellosen Genuss des Fleisches hingeben könnten. Um dieses Ruhms und Gewinns willen, nach denen sie streben, übergeben die Menschen Satan mit Freuden und unwissentlich ihren Körper, ihr Herz und sogar alles, was sie besitzen, einschließlich ihrer Aussichten und ihres Schicksals. Sie tun dies ohne Vorbehalt, ohne auch nur einen Moment zu zweifeln und ohne sich jemals bewusst zu sein, dass sie alles, was sie einmal hatten, zurückfordern sollten. Können die Menschen jegliche Kontrolle über sich selbst behalten, wenn sie sich einmal Satan verschrieben haben und ihm auf diese Weise treu geworden sind? Sicherlich nicht. Sie stehen voll und ganz unter Satans Kontrolle. Sie sind ganz und gar in diesem Sumpf versunken und nicht in der Lage, sich selbst herauszuziehen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). „Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, er lässt sie an nichts anderes als an diese beiden Dinge denken und bringt sie dazu, um Ruhm und Gewinn zu ringen, für Ruhm und Gewinn Härten zu erleiden, für Ruhm und Gewinn Erniedrigung zu erdulden und schwere Lasten zu tragen, für Ruhm und Gewinn alles zu opfern, was sie haben, und jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung um des Ruhms und Gewinns willen zu treffen. Auf diese Weise legt Satan den Menschen unsichtbare Fesseln an, und unter diesen Fesseln haben sie weder die Fähigkeit noch den Mut, sich zu befreien. Unwissentlich tragen sie diese Fesseln, während sie mit großen Schwierigkeiten Schritt für Schritt immer weiter voranstapfen. Um des Ruhmes und des Gewinns willen entfernt sich die Menschheit von Gott und verrät Ihn und wird immer niederträchtiger. Auf diese Weise wird eine Generation nach der anderen inmitten von Satans Ruhm und Gewinn vernichtet“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Gottes Worte brachten mir Erleuchtung und ließen mich erkennen, dass der Grund für meinen inneren Kampf dabei, ob ich meiner Praxis den Rücken kehren sollte, darin lag, dass ich von Ruhm und Gewinn kontrolliert war und mich darin verstrickt hatte. Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Menschen zu verderben. Er bringt sie dazu, ihr ganzes Leben lang nach Ruhm und Gewinn zu streben, was sie letztendlich dazu bringt, ihr Leben für diese Dinge zu verschwenden. Ich dachte darüber nach, wie meine Eltern mir von klein auf beigebracht hatten, dass der einzige Weg, sich hervorzutun, ein guter Beruf sei. Als ich sah, dass Ärzte ein gutes und stabiles Einkommen haben und hoch angesehen sind, machte ich es mir zum Ziel, Ärztin zu werden, und arbeitete unermüdlich darauf hin. Nachdem ich den Glauben angenommen und Gottes Worte gegessen und getrunken hatte, wusste ich, dass ich in meinem Glauben nach der Wahrheit streben sollte und dass das Streben nach Reichtum und Status ein leeres Unterfangen war. Aber weil ich von Ruhm und Gewinn gefesselt war, wollte ich immer noch meinen Traum verwirklichen, mich hervorzutun, selbst während ich meine Pflicht tat. Als ich gezwungen war, zwischen meiner Pflicht und der Praxis zu wählen, wollte ich zu einer leichteren Pflicht wechseln und begann, meine Pflicht nur noch mechanisch zu tun, was der Arbeit der Kirche schadete. Satan wollte mich dazu bringen, nach diesen Gedanken und Ansichten zu leben und meine ganze Energie in das Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn zu stecken. Infolgedessen hatte ich keine Zeit oder Energie, nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht zu tun, und ich hätte im Streben nach Ruhm und Gewinn sogar Gott verraten und die Chance auf Errettung vollständig verloren. So verdirbt Satan die Menschheit. Berühmte Menschen streben ihr ganzes Leben lang nach Ruhm und Gewinn, aber wenn sie diese Dinge letztendlich erlangen, können sie die spirituelle Leere in ihren Herzen nicht füllen und werden immer verkommener. Einige von ihnen greifen sogar zu Drogen, um diesem Rausch nachzujagen, und manche begehen Selbstmord. Ich dachte an einen ehemaligen Kollegen von mir, der, obwohl er in seinem Krankenhaus ein namhafter Arzt war, immer noch nicht zufrieden war und ein eigenes Privatkrankenhaus eröffnete. Aber später verlor er nicht nur all seine hart erarbeiteten Ersparnisse, weil er den Tod eines Patienten verursacht hatte, die Familie des Patienten verlangte auch, dass er Trauerkleidung trug und sich im Leichenwagen neben dem Verstorbenen über zehn Stunden lang in gebückter Haltung auf den Knien rutschend erniedrigte. Am Ende war sein Ruf ruiniert, und seine Frau und seine Kinder verließen ihn. Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, nach Ruhm, Gewinn und Respekt zu streben, aber was geben ihnen all diese Dinge wirklich? Sie nähren nur für den Moment die Eitelkeit und machen die Menschen süchtig und besessen von diesem Gefühl. Daher haben sie keine Zeit oder Energie, Gott zu suchen, und Gottes Errettung entgeht ihnen vollständig. Ist das nicht die verachtenswerte Methode, mit der Satan die Menschheit quält und verschlingt? Gottes Werk ist bereits in seiner Endphase, das Evangelium des Königreichs hat sich über die ganze Welt verbreitet, und sobald Gottes Werk vollendet ist, wird es keine weiteren Chancen mehr geben, auf die rechte Weise an Gott zu glauben und nach der Wahrheit zu streben! Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um nach der Wahrheit zu streben und Gottes Werk zu erfahren, und selbst wenn wir unsere ganze Zeit darauf verwenden, ist es immer noch nicht leicht, die Wahrheit zu erlangen. Wie konnte ich erwarten, die Wahrheit zu erlangen, wenn ich die Hälfte meiner Zeit meiner Praxis und nur die verbleibende andere Hälfte dem Streben nach der Wahrheit widmete? Ohne Gottes Errettung und Führung hätte ich das alles nie erkannt. Ich wäre weiterhin von Satan gequält worden und hätte meine Chance auf Gottes Errettung verpasst.
Wenn ich an meine Jahre im Glauben zurückdenke, hat mein Fleisch zwar in gewissem Maße gelitten, während ich meine Pflicht tat, und ich genieße vielleicht nicht mehr das Ansehen, das ich einst hatte, aber ich habe einige Wahrheiten verstanden und erkannt, wie Satan die Menschheit verdirbt und welche Art von Leben am wertvollsten und sinnvollsten ist. Ich fühle mich viel friedlicher, unbeschwerter und befreiter. Das ist ein Gefühl, das mir keine weltliche Sache geben könnte. Später – egal wie sehr die Leute versuchten, mich mit tollen Vergünstigungen für neue Jobs zu ködern –, wankte ich nie wieder. Heute habe ich erkannt, wie sehr mir das Streben nach Ruhm und Gewinn schadet, und ich habe meiner Praxis den Rücken gekehrt, um meine Pflicht zu tun. Das alles verdanke ich Gottes Errettung, und es ist die beste Wahl für mich. Dank sei Gott!