33. Nachdem ich sah, wie viele Menschen enthüllt und ausgemustert wurden
Im Februar 2023 kam die Polizei wegen des Verrats eines Judas zu mir, um mich zu meinem Glauben an Gott zu verhören. Als sie sahen, dass ich wegen einer Oberschenkelkopfnekrose nicht laufen konnte, nahmen sie mich nicht mit. Damals konnte ich keine Pflicht ausführen, und aus Sicherheitsgründen konnten auch die Brüder und Schwestern nicht zu mir kommen. Anfangs wusste ich, dass diese Situation von Gott zugelassen war. Doch bei dem Gedanken, dass ich meine Pflicht nicht tun, ja nicht einmal mehr schuften konnte, fragte ich mich, ob Gott mich durch diese Umstände enthüllen und ausmustern wollte. Ich dachte auch daran, dass in den letzten Jahren in der Kirche viele Menschen einer nach dem anderen enthüllt und ausgemustert worden waren. Nehmen wir Wang Tao als Beispiel. Seine Pflicht war die Textarbeit, und er glaubte schon viele Jahre an Gott. Er hatte seiner Jugend und der Ehe entsagt, blieb selbst in seinen Vierzigern und Fünfzigern unverheiratet und führte seine Pflicht stets fern der Heimat aus. Später wurde er jedoch als Ungläubiger enthüllt und entfernt. Dann war da noch Li Li. Kurz nachdem sie gläubig geworden war, ließ sie ihr Familienunternehmen hinter sich, um sich ganz ihrem Glauben zu widmen. Egal, wie sehr die Welt sie verleumdete und verspottete oder wie sehr ihr Sohn sich ihr entgegenstellte, sie tat weiterhin ihre Pflicht. Bei der Predigt des Evangeliums litt sie viel, zahlte einen hohen Preis und konnte einige Menschen gewinnen. Am Ende wurde sie jedoch als böser Mensch enthüllt und entfernt. Und es gab einige, die entfernt wurden, weil sie nach ihrer Verhaftung zum Judas wurden. Als ich miterleben musste, wie all diese vertrauten Gesichter eines nach dem anderen enthüllt und ausgemustert wurden, spürte ich, dass Gottes Werk wirklich den Punkt erreicht hatte, an dem jeder seiner Art nach eingestuft wird. Die Kirche hatte mich zwar nicht entfernt, aber ich konnte weder meine Pflicht tun noch Kontakt zu meinen Brüdern und Schwestern haben. Bedeutete das, dass Gott diese Umstände nutzte, um mich auszumustern, und dass Er mich nicht mehr wollte? Dieser Gedanke stimmte mich sehr negativ und ich wurde sehr traurig, war aber auch verwirrt. Hatte Gott nicht so viele Menschen auserwählt, um sie zu erretten? Warum wurden sie am Ende einer nach dem anderen enthüllt und ausgemustert? So würden am Ende von Gottes Werk ja nicht mehr viele übrig bleiben. War das wirklich Gottes Absicht? Besonders wenn ich in Gottes Worten über das Ausführen der Pflicht las, dachte ich: „Ich kann nicht einmal mehr laufen, wie soll ich da meine Pflicht tun? Gott prüft doch die Herzen der Menschen ganz genau bis in die Tiefe. Er muss wissen, dass ich zu verdorben bin, also hat Er mich durch die Krankheit ausgemustert. Was nützt es mir da noch, eifrig nach der Wahrheit zu streben? Für mich wird es in Zukunft keine Errettung geben, und auch kein gutes Ende und keinen guten Bestimmungsort.“ Meine Einstellung wurde so negativ, dass ich gar nichts mehr tun wollte. Ich hatte keine Lust, Gottes Worte zu lesen, und beim Beten wusste ich nicht, was ich zu Ihm sagen sollte. Oft weinte ich aus lauter Negativität. Ich wusste, dass mein Zustand falsch war, und wollte nicht weiter in meiner Negativität verharren. Also betete ich zu Gott: „Gott, mein Zustand ist sehr schlecht. Ich fühle mich, als ob Du mich nicht mehr willst und mich ausgemustert hast. Gott, bitte führe mich, damit ich Deine Absicht verstehe, und hilf mir aus diesem negativen Zustand heraus.“ Ich betete immer und immer wieder zu Gott.
Später stieß ich auf diesen Abschnitt in Gottes Worten: „In den letzten Jahren ging es bei der Kirchenarbeit unglaublich geschäftig zu. Deshalb kam es relativ häufig vor, dass Mitglieder in jeder Gruppe versetzt und ihre Pflichten angepasst wurden und sie offenbart, ausgemustert und bereinigt wurden. Während der Durchführung dieses Werks kam es besonders häufig und umfassend zu Versetzungen von Team-Mitgliedern. Doch unabhängig davon, wie viele Versetzungen stattfinden oder wie viele Dinge sich verändern, die Entschlossenheit, nach der Wahrheit zu streben, derjenigen, die wirklich an Gott glauben und Verlangen nach Gott haben, ändert sich nicht, ihr Wunsch, Errettung zu erlangen, ändert sich nicht, ihr Glaube an Gott schwindet nicht, und sie entwickeln sich immer in eine gute Richtung und haben bis heute weiterhin beharrlich ihre Pflichten ausgeführt. Es gibt jene, die noch viel besser sind als das, die dadurch, dass ihre zugewiesenen Pflichten ständig angepasst werden, ihren richtigen Platz finden und lernen, wie man bei der Ausführung seiner Pflicht nach den Grundsätzen sucht. Aber diejenigen, die nicht nach der Wahrheit streben, die positive Dinge nicht lieben und der Wahrheit abgeneigt sind, erbringen keine gute Leistung. Zurzeit zwingen sich manche Leute, ihre Pflichten weiterhin auszuführen, obwohl ihr innerer Zustand bereits völlig durcheinander ist und sie völlig niedergeschlagen und negativ sind. Doch sie haben die Kirche noch nicht verlassen, und dem Anschein nach glauben sie an Gott, und sie führen weiterhin ihre Pflichten aus; in Wirklichkeit aber haben ihre Herzen sich verändert, und sie haben Gott verlassen und sich von Ihm abgekehrt. Manche heiraten und kehren nach Hause zurück, um ihr Leben zu leben … Manche verfolgen weiter ihren Traum, reich zu werden; manche machen weiter Karriere und verwirklichen ihren Traum, Beamter oder Bürokrat zu werden; manche streben Wohlstand in Form von Kindersegen an, also heiraten sie und gründen eine Familie; manche werden wegen ihres Glaubens an Gott gejagt, werden jahrelang verfolgt, bis sie schwach und krank sind, und dann lassen sie ihre Pflichten im Stich und kehren nach Hause zurück, um ihre verbleibenden Jahre auszuleben. Die Situation jedes Einzelnen ist anders. Manche Menschen gehen freiwillig und lassen ihre Namen von der Liste streichen; manche sind Ungläubige, die entfernt werden, und manche begehen alle möglichen Übeltaten und werden ausgeschlossen. Was steckt all diesen Menschen in den Knochen? Was ist ihr Wesen? Habt ihr es klar erkannt? … Als sie also anfingen, an Gott zu glauben, waren sie voller Enthusiasmus, haben ihr Zuhause aufgegeben, ihre Arbeit, und sie haben oft Opfer dargebracht und riskante Aufgaben für Gottes Haus übernommen. Wie man sie auch betrachtete, sie alle haben sich aufrichtig für Gott aufgewendet. Wie kommt es also, dass sie sich verändert haben? Liegt es daran, dass Gott eine Abneigung gegen sie hatte und sie von Anfang an ausgenutzt hat? (Nein.) Gott behandelt jeden fair und gleich und gibt allen Chancen. Sie alle haben das Kirchenleben gelebt, Gottes Worte gegessen und getrunken, sie haben von Gott versorgt, bewässert und behütet gelebt, wie kommt es also, dass sie sich so sehr verändert haben? Ihr Verhalten, als sie erstmals anfingen, an Gott zu glauben, und ihr Verhalten zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Kirche verließen, war so unterschiedlich, als wären sie zwei verschiedene Menschen. Hat Gott verursacht, dass sie die Hoffnung verlieren? Haben Gottes Haus oder Gottes Taten verursacht, dass sie bitter enttäuscht sind? Haben Gott, die Worte, die Gott kundtut, oder Gottes Werk ihre Würde verletzt? (Nein.) Was also ist dann der Grund? Wer kann das erklären? … (Gott, ich denke, dass diese Menschen, als sie erstmals zum Glauben an Gott kamen, sich auf ihren Enthusiasmus und ihre guten Absichten verließen und dass sie in der Lage waren, einige Dinge zu tun, doch jetzt nimmt Gottes Haus die Arbeit, die es tut, immer ernster. Das fordert von den Mitgliedern, die Dinge in Übereinstimmung mit den Wahrheitsgrundsätzen zu tun. Diese Leute hingegen akzeptieren die Wahrheit nicht, sie tun bei ihrer Pflichtausführung zügellos schlechte Dinge, und sie werden oft zurückgestutzt. Also haben sie immer mehr das Gefühl, dass sie sich nicht weiter so durchmogeln können wie bisher, bis sie das Haus Gottes schließlich verlassen. Ich glaube, das ist ein Grund.) Sie können sich nicht weiter so durchmogeln wie bisher – ist diese Aussage wahr? (Ja.) Sie können sich nicht weiter so durchmogeln wie bisher – das wird in Bezug auf Menschen gesagt, die sich durchmogeln. Es gibt einige Menschen, die zum Glauben an Gott kommen, die sich nicht durchgemogelt haben und sehr ernsthaft waren, die diese Angelegenheit ausgesprochen ernst genommen haben, wie kommt es also, dass sie nicht weitergemacht haben? (Weil diese Menschen allein schon gemäß ihrer Natur die Wahrheit nicht lieben. Sie haben angefangen, an Gott zu glauben, um Segnungen zu empfangen. Sie sehen, dass Gottes Haus immer über die Wahrheit spricht, und sie sind der Wahrheit abgeneigt, sie widerstrebt ihnen, und sie wollen immer weniger an Versammlungen teilnehmen und Predigten zuhören, und so werden sie enthüllt.) Das stellt eine Situation dar, und es gibt viele Menschen wie diese. Es gibt auch einige Menschen, die bei ihrer Pflichtausführung immer schlampig sind, die ihre Pflicht nie gut ausführen oder nie die Verantwortung dafür schultern, wobei es keine Rolle spielt, welche Pflicht sie tun. Es ist nicht so, dass sie unfähig sind oder ihr Kaliber der Aufgabe nicht gewachsen ist. Vielmehr sind sie ungehorsam und tun die Dinge nicht entsprechend den Anforderungen von Gottes Haus. Sie tun die Dinge immer so, wie sie wollen, bis sie schließlich Unterbrechungen und Störungen verursachen, weil sie zügellos schlechte Dinge tun. Sie tun keine Buße, ganz egal, wie sie zurechtgestutzt werden, und deshalb werden sie am Ende fortgeschickt. Diese Menschen, die fortgeschickt werden, haben eine unglaublich widerwärtige Disposition und eine arrogante Menschlichkeit. Wohin sie auch gehen, sie wollen das letzte Wort haben, sie schauen auf jeden herab, und sie benehmen sich wie Tyrannen, bis die Kirche schließlich von ihnen bereinigt wird. Wenn sie entlassen und ausgemustert werden, haben manche Menschen danach das Gefühl, nichts laufe mehr gut für sie, wohin sie auch gehen, und niemand würde sie mehr wertschätzen oder beachten. Niemand mehr hält große Stücke auf sie, sie können nicht mehr das letzte Wort haben, sie können nicht bekommen, was sie wollen, und sie haben keine Hoffnung darauf, zu irgendeinem Status zu gelangen, geschweige denn, Segnungen zu empfangen. Sie haben das Gefühl, nicht mehr darauf hoffen zu können, sich in der Kirche durchzumogeln, sie interessieren sich nicht mehr für die Kirche, und so entscheiden sie sich, zu gehen – es gibt viele solcher Menschen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (4)).
„Der Weg des Glaubens an Gott ist steinig und uneben. Das ist von Gott vorherbestimmt. Ganz gleich, welche Dinge geschehen, und unabhängig davon, ob sie den Wünschen der Menschen entsprechen, mit ihren Auffassungen und Vorstellungen übereinstimmen oder für sie vorhersehbar sind – das Eintreten all dieser Dinge kann nicht von Gottes Herrschaft und Seiner Orchestrierung getrennt werden. Die Bedeutung dessen, dass Gott all dies tut, besteht darin, die Menschen zu befähigen, Lektionen daraus zu lernen und Gottes Herrschaft zu erkennen. Durch das Erkennen von Gottes Herrschaft soll nicht nur bewirkt werden, dass die Menschen wissen, dass Gott über alles herrscht, und es dabei bewenden lassen; noch viel weniger geht es darum, dass die Menschen sich trotz ihrer Kenntnis von Gottes Herrschaft gegen Gott auflehnen, sich Ihm widersetzen und sich gegen Ihn stellen. Vielmehr geht es um Folgendes: Was auch immer den Menschen geschieht, sie sollen lernen, es von Gott anzunehmen und die Wahrheit zu suchen, zu verstehen und dann zu praktizieren, wodurch sie wahre Unterwerfung unter Gott erreichen und wahren Glauben an Ihn entwickeln. Versteht ihr das? (Ja.) Nun, wie sieht dann eure Praxis aus? Ist euer Weg des Praktizierens in Bezug auf solche Dinge richtig? Behandelt ihr alles, was euch widerfährt, mit einem unterwürfigen Herzen und einer Haltung der Wahrheitssuche? Wenn ihr jemand seid, der nach der Wahrheit strebt, werdet ihr eine solche Mentalität aufweisen. Was immer euch auch widerfährt, ihr werdet es von Gott akzeptieren können und dann die Wahrheit suchen, Seine Absichten erfassen und Menschen und Dinge auf der Grundlage Seiner Worte betrachten. Bei allem, was euch widerfährt, werdet ihr Gottes Wirken erfahren und erkennen können und es schaffen, euch Ihm zu unterwerfen. Wenn ihr nicht jemand seid, der nach der Wahrheit strebt, werdet ihr, egal was euch widerfährt, damit nicht nach Gottes Worten umgehen und auch nicht nach der Wahrheit suchen. Ihr werdet euch einfach irgendwie durchmogeln, ohne dabei auch nur etwas von der Wahrheit zu gewinnen. Gott vervollkommnet die Menschen, indem Er viele Dinge einrichtet, die nicht ihren Auffassungen entsprechen, um sie darin zu schulen, die Wahrheit zu suchen. Dadurch sollen sie ein Verständnis Seiner Taten erlangen und Seine Allmacht und Weisheit erkennen, was es ihrem Leben ermöglicht, allmählich zu wachsen. Warum können diejenigen, die nach der Wahrheit streben, Gottes Wirken erfahren, die Wahrheit erlangen und von Gott vervollkommnet werden, während diejenigen, die es nicht tun, ausgemustert werden? Es liegt daran, dass diejenigen, die nach der Wahrheit streben, sie suchen können, ganz gleich, was ihnen widerfährt. So haben sie das Wirken und die Erleuchtung des Heiligen Geistes und können somit die Wahrheit praktizieren, in die Realität von Gottes Worten eintreten und von Ihm vervollkommnet werden. Diejenigen aber, die die Wahrheit nicht lieben, sehen zwar, dass Gottes Wirken nicht mit ihren Auffassungen übereinstimmt, doch sie suchen nicht nach der Wahrheit, um mit ihrer Hilfe diese Auffassungen auszuräumen, und sie werden sogar negativ und beklagen sich. Mit der Zeit entwickeln sie immer mehr Auffassungen von Gott, und sie beginnen an Ihm zu zweifeln und Ihn zu leugnen. Das Ergebnis ist, dass sie von Gottes Werk abgeworfen und ausgemustert werden“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (11)).
Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich Seine Absicht. Ganz gleich, welche Situation Gott auch orchestriert – Er hofft, dass die Menschen daraus lernen, die Wahrheit suchen und verschiedene Menschen, Ereignisse und Dinge durchschauen. So vervollkommnet Er diejenigen, die aufrichtig an Gott glauben und nach der Wahrheit streben. Wer jedoch nicht nach der Wahrheit strebt, ist auch nicht bereit, in den von Gott orchestrierten Umständen nach der Wahrheit zu suchen und daraus zu lernen. Stattdessen wird seine Haltung negativ und er beklagt sich über Gott, weshalb er letztendlich von Ihm ausgemustert wird. Als ich nun sah, wie in der Kirche einer nach dem anderen enthüllt und ausgemustert wurde, dachte ich angesichts meiner Krankheit und meiner Unfähigkeit, meine Pflicht auszuführen, dass Gott mich enthüllen und ausmustern würde – was mich negativ stimmte. Das alles musste ich lösen, indem ich nach der Wahrheit suchte; ich durfte nicht länger in dieser Negativität leben. Ich dachte darüber nach, was ich selbst offenbarte. Ich dachte, Gott würde diese Umstände orchestrieren, um Menschen zu enthüllen und auszumustern – dass Er die Menschen einfach von Sich aus nicht mehr wollte. Aber stimmte diese Sichtweise? Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich eines: Gott ist gerecht in Seinem Umgang mit allen Menschen. Er hat so viel Wahrheit zum Ausdruck gebracht, um uns zu versorgen, hat die Grundsätze und Wege für alle Bereiche klar erklärt und uns auch die Konsequenzen aufgezeigt, wenn wir nach unseren verdorbenen Dispositionen leben und den falschen Weg gehen. Dann orchestriert Gott Umstände, um die Menschen auf die Probe zu stellen, um zu sehen, ob sie den Wahrheitsgrundsätzen entsprechend handeln und in ihrem Zeugnis standhaft bleiben können. Währenddessen zwingt oder drängt Gott niemanden dazu, einen bestimmten Weg zu wählen; Er gibt den Menschen Freiheit. Wenn die Menschen in den von Gott orchestrierten Umständen die Wahrheit suchen und sich unterwerfen können, über sich selbst nachdenken, sich erkennen und nach Gottes Worten praktizieren, dann dienen diese Umstände dazu, sie zu vervollkommnen. Wenn sie jedoch nie die Wahrheit suchen, sich den von Gott orchestrierten Umständen widersetzen, sich beklagen und sich sogar der Verzweiflung hingeben, dann dienen diese Umstände dazu, sie zu enthüllen und auszumustern. Das endgültige Ende eines Menschen ist untrennbar mit seinen eigenen Entscheidungen und dem Weg verknüpft, den er wählt. Genau wie Gottes Worte sagen: „Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den man geht“ („Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes“). Wenn ich an all die bösen Menschen, Antichristen und Ungläubigen in der Kirche dachte, die enthüllt und ausgemustert worden waren, lag das alles an ihren persönlichen Entscheidungen und daran, dass sie nicht nach der Wahrheit strebten. Wang Tao zum Beispiel: Auch wenn er anfangs allem entsagte, um seine Pflichten zu tun, weigerte er sich konsequent, die Wahrheit anzunehmen, und verlor sich ständig in Analysen über Menschen und Dinge. Er hörte weder auf den gemeinschaftlichen Austausch des Leiters, noch war er bereit, seine Pflicht auszuführen. Ungeduldig sagte er sogar: „Wer weiß schon, wann Gottes Werk endet! Ich will meine Pflicht nicht mehr tun, ich will arbeiten und etwas Geld verdienen.“ Der Leiter hielt mit ihm Gemeinschaft über die Bedeutung, an Gott zu glauben und seine Pflicht zu tun, doch Wang gab sich überheblich und sagte: „Dann entlass mich doch. Ich kann diese Pflicht nicht tun.“ Er sagte sogar: „Egal, wie du mit mir Gemeinschaft hältst, ich werde meine Pflicht nicht ausführen – schließ mich doch aus, wenn du willst.“ Was Li Li betraf, so konnte sie zwar Dingen entsagen, sich aufwenden und ihre Pflichten tun, aber sie nahm nichts von Gott an. Sie weigerte sich schlichtweg, die Wahrheit zu akzeptieren, verlor sich in Analysen über Menschen und Dinge, richtete sogar über Brüder und Schwestern und störte das Gemeindeleben. Trotz mehrfacher Versuche der Brüder und Schwestern, mit ihr Gemeinschaft zu halten, weigerte sie sich, sich zu ändern. Später trug ihre Evangeliumspredigt keine Früchte, und sie verbreitete sogar Negativität, was zu Störungen bei der Evangeliumsarbeit führte. Als sie von der Leitung zurechtgestutzt wurde, schien sie es zunächst anzunehmen, doch später äußerte sie ihre Unzufriedenheit mit dem Leiter, zog andere auf ihre Seite und brachte sie dazu, Vorurteile gegen ihn zu hegen, ohne die geringste Spur von Reue. Mir wurde klar, dass sie enthüllt und ausgemustert wurden, weil sie sich beharrlich weigerten, die Wahrheit anzunehmen, es versäumten, in den Situationen, mit denen sie konfrontiert waren, über sich selbst nachzudenken und sich zu erkennen, und weil sie dazu neigten, nach ihren verdorbenen Dispositionen zu handeln und die Kirchenarbeit zu unterbrechen und zu stören. Ich aber glaubte fälschlicherweise, Gott wolle die Menschen von Sich aus ausmustern, dass Er sie einfach nicht mehr wollte. Das war ein Missverständnis Gott gegenüber und könnte sogar als Gotteslästerung gelten. Ich dachte auch daran, dass ich wegen meiner Krankheit nicht hinausgehen konnte, um meine Pflicht zu tun, und dass die Brüder und Schwestern wegen der Gefahren in meinem Umfeld keinen Kontakt zu mir aufnehmen konnten. Ich glaubte, Gott hätte mich enthüllt und ausgemustert, doch auch das war ein Missverständnis Ihm gegenüber. In Wirklichkeit orchestrierte Gott solche Umstände, um mich auf die Probe zu stellen und zu sehen, welchen Weg ich wählen würde. Hätte ich mich weiterhin beklagt und Gott missverstanden, in Negativität gelebt, Gottes Worte nicht gelesen, nicht zu Ihm gebetet und mich Ihm nicht genähert und sogar überlegt, Ihm den Rücken zu kehren, dann hätten mich diese Umstände tatsächlich enthüllt und ausgemustert. Wenn ich mich jedoch in dieser Situation hätte unterwerfen können, wenn ich über die Verdorbenheit, die ich offenbarte, nachdenken, sie erkennen und die Wahrheit hätte suchen können, um diese Verdorbenheit zu überwinden – dann hätte dieser Umstand zu meiner Vervollkommnung gedient. Diese Dinge zu verstehen, erhellte mein Herz ungemein. Auch wenn ich meine Pflicht in dieser Situation nicht ausführen konnte, musste ich mich nun unterwerfen, die Wahrheit suchen und meine verdorbene Disposition lösen.
Ich dachte nach: Warum verfiel ich angesichts dieser Situation in eine solche Negativität? Dann las ich diesen Abschnitt in Gottes Worten: „Die Menschen glauben alle an Gott, um Segnungen, Belohnungen und Kronen zu erlangen. Hat nicht jeder Mensch diese Absicht im Herzen? In Wirklichkeit hat sie jeder Mensch. Das ist eine Tatsache. Obwohl die Menschen nicht oft darüber sprechen und ihre Absicht und ihr Verlangen, Segnungen zu erlangen, sogar vertuschen, sind dieses Verlangen, diese Absicht und dieses Motiv, die tief in den Herzen der Menschen liegen, nie ins Wanken gekommen. Ganz gleich, wie viel geistliche Theorie die Menschen verstehen, welche erfahrungsbasierten Erkenntnisse sie besitzen, welche Pflicht sie tun können, wie viel Leid sie erdulden oder wie hoch der Preis ist, den sie zahlen, nie lassen sie die Absicht, Segnungen zu erlangen, die tief in ihren Herzen verborgen ist, los und mühen sich dafür immer still ab und beschäftigen sich. Ist das nicht die Sache, die am tiefsten in den Herzen der Menschen vergraben ist? Wie würdet ihr euch ohne diese Absicht, Segnungen zu erlangen, fühlen? Mit welcher Haltung würdet ihr eure Pflicht tun und Gott folgen? Was würde aus den Menschen werden, wenn diese Absicht, Segnungen zu erlangen, die in ihren Herzen verborgen ist, vollständig ausgemerzt würde? Es ist möglich, dass viele Menschen negativ würden und dass einige bei ihren Pflichten demotiviert würden und das Interesse an ihrem Glauben an Gott verlieren würden. Sie schienen ihre Seelen verloren zu haben, und es sähe so aus, als ob ihnen ihre Herzen weggenommen worden wären. Deshalb sage Ich, dass die Absicht, Segnungen zu erlangen, etwas ist, das tief in den Herzen der Menschen verborgen ist. Vielleicht haben sie, während sie ihre Pflicht tun oder das Kirchenleben führen, das Gefühl, dass sie einige Wahrheiten verstanden haben und fähig sind, ihren Familien zu entsagen und sich freudig für Gott aufzuwenden, und dass sie nun Erkenntnis über ihre Absicht haben, Segnungen zu erlangen, und dieser Absicht den Rücken gekehrt haben und nicht mehr von ihr beherrscht oder eingeschränkt werden. Dann denken sie, dass sie nicht mehr die Absicht haben, Segnungen zu erlangen, aber Gott sieht das anders. Die Menschen betrachten Angelegenheiten nur oberflächlich. Ohne Prüfungen sind sie mit sich zufrieden. Solange sie die Kirche nicht verlassen oder den Namen Gottes leugnen und sie darauf beharren, sich für Gott aufzuwenden, glauben sie, sie hätten sich geändert. Sie haben das Gefühl, bei der Ausführung ihrer Pflicht nicht länger von ihrem Enthusiasmus oder momentanen Impulsen angetrieben zu werden. Stattdessen glauben sie, dass sie nach der Wahrheit streben und dass sie die Wahrheit fortlaufend suchen und praktizieren können, während sie ihre Pflicht tun, sodass ihre verdorbenen Dispositionen gereinigt sind und sie etwas echte Veränderung erreichen. Wenn allerdings Dinge passieren, die direkt mit ihrem Bestimmungsort und Ergebnis zusammenhängen, wie äußert sich das? Die wahre Situation wird in ihrer Gesamtheit offenbart“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Sechs Kriterien für Wachstum im Leben). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mir klar, dass ich nur an Gott glaubte, um Segnungen zu erlangen. Früher, als ich keinen besonderen Situationen ausgesetzt war, konnte ich meine Pflichten aktiv ausführen. Ich übernahm jede Arbeit, die mir von der Kirche aufgetragen wurde; selbst als ich krank war, führte ich meine Pflichten beharrlich aus. Doch jetzt, mit dieser schweren Krankheit, konnte ich keinerlei Pflichten mehr ausführen, und die Brüder und Schwestern konnten keinen Kontakt zu mir aufnehmen. Ich hatte das Gefühl, Gott hätte mich ausgemustert und ich hätte kein gutes Ende und keinen guten Bestimmungsort mehr. Meine Einstellung wurde so negativ, dass ich nichts mehr tun, nicht mehr nach der Wahrheit streben und auch nicht mehr geistlich vorankommen wollte. Ich hatte nicht einmal mehr die Lust, Gottes Worte zu lesen, und lebte in einem Zustand der Negativität. Es stellte sich heraus, dass ich meine Pflichten nur deshalb so aktiv ausgeführt hatte, um Segnungen zu erlangen – als Gegenleistung für ein gutes Ende und einen guten Bestimmungsort von Gott. Als ich sah, dass es keine Hoffnung mehr gab, Segnungen zu empfangen, verlor ich den Antrieb, an Gott zu glauben – mein Glaube an Gott und meine Pflichtausführung waren überhaupt nicht aufrichtig. Früher hielt ich meinen Glauben an Gott für aufrichtig, dachte, ich würde nach der Wahrheit streben, und wann immer etwas geschah, suchte ich umgehend die Wahrheit, um es zu lösen. Diese Erfahrung enthüllte mich völlig. Als ich sah, dass es keine Hoffnung mehr auf Segnungen gab, wurde meine Einstellung negativ und ich hörte auf, nach der Wahrheit zu suchen. Wie konnte ich da jemand sein, der nach der Wahrheit strebt? Selbst wenn ich nicht in eine solche Situation geraten wäre und meine Pflichten weiterhin ausführen könnte: Wenn sich meine verdorbene Disposition nicht änderte und meine Beweggründe und Ansichten über den Glauben an Gott und das Ausführen meiner Pflichten nicht korrekt wären, dann wäre ich am Ende trotzdem ein Ziel für Gottes Ausmusterung, weil ich die Wahrheit nicht erlangt hätte. Der Mensch wurde von Gott geschaffen, also sollten wir an Gott glauben und unsere Pflicht tun. Das ist unsere Verantwortung als geschaffenes Wesen. Ich jedoch hatte versucht, mit Gott Geschäfte zu machen, in der Absicht, Segnungen zu erlangen. Hatte ich denn überhaupt noch einen Funken Vernunft oder Gewissen? In meinem Herzen empfand ich Reue und fühlte mich zutiefst schuldig, also betete ich zu Gott: „Gott, mir fehlt es wirklich an Gewissen. Ich glaube nicht aufrichtig an Dich; es geht mir nur darum, Segnungen zu erlangen. Gott, ich bin bereit, Buße zu tun und mich zu ändern. Unabhängig von meinem zukünftigen Ergebnis werde ich aufrichtig an Dich glauben, Dir folgen und eifrig nach der Wahrheit streben.“
Später las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten und erlangte dadurch eine gewisse Erkenntnis über meine Ansichten. Der Allmächtige Gott sagt: „Da gibt es diejenigen, die fragen: ‚Will Gott denn nicht, dass jeder Mensch gerettet wird und dass keiner Verdammnis erleidet? Würde Gott nach so einer Methode vorgehen, wie viele Menschen könnten dann gerettet werden?‘ Als Antwort darauf würde Gott fragen: ‚Wie viele Menschen hören auf Meine Worte und folgen Meinem Weg?‘ Es gibt so viele, wie da sind – das ist Gottes Sicht und die Methode Seines Wirkens. Gott tut nichts weiter. Welche Auffassung hat der Mensch davon? ‚Gott erbarmt sich dieser Menschheit, Er macht sich Sorgen um diese Menschheit, also muss Er bis zum Schluss die Verantwortung übernehmen. Wenn der Mensch Ihm bis zum Ende folgt, wird er zwangsläufig gerettet.‘ Ist diese Auffassung richtig oder falsch? Stimmt sie mit Gottes Absichten überein? Im Zeitalter der Gnade war es normal, dass die Menschen diese Auffassungen hatten, weil sie Gott nicht kannten. In den letzten Tagen hat Gott den Menschen all diese Wahrheiten mitgeteilt, und Gott hat ihnen auch die Grundsätze Seines Wirkens zur Rettung der Menschen klargemacht, also ist es sehr absurd, wenn die Menschen immer noch diese Auffassungen in ihren Herzen haben. Gott hat dir all diese Wahrheiten gesagt, wenn du also am Ende trotzdem sagst, dass du Gottes Absichten nicht verstehst und nicht weißt, wie man praktiziert, und du trotzdem derart aufsässige und verräterische Worte sagst, kann dann so ein Mensch von Gott gerettet werden? Da gibt es einige, die stets denken: ‚Gott verrichtet ein solch großes Werk, Er sollte mehr als die Hälfte der Menschen auf der Welt gewinnen und die große Zahl von Menschen, die starke Macht und die bedeutende Anzahl hochgestellter Persönlichkeiten nutzen, um Gottes Verherrlichung zu bezeugen! Wie wunderbar wäre das!‘ Das ist die Auffassung des Menschen. Wie viele gab es insgesamt in der Bibel, im Alten und Neuen Testament, die gerettet und vervollkommnet wurden? Wer war am Ende imstande, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden? (Hiob und Petrus.) Es waren nur die beiden. So wie Gott es sieht, heißt, Ihn zu fürchten und das Böse zu meiden, tatsächlich, dem Standard zu entsprechen, Ihn zu kennen, den Schöpfer zu kennen. Menschen wie Abraham und Noah waren in Gottes Augen gerecht, aber sie standen trotzdem eine Stufe unter Hiob und Petrus. Natürlich wirkte Gott damals nicht so viel. Er versorgte die Menschen nicht so, wie Er es jetzt tut, noch sprach Er so viele klare Worte, noch vollbrachte Er das Werk der Errettung in so großem Umfang. Mag sein, dass Er nicht viele Menschen gewann, aber auch das gehört dennoch zu Seiner Prädestination. Welchen Aspekt der Disposition des Schöpfers kann man daran erkennen? Gott hofft, viele Menschen zu gewinnen, aber wenn tatsächlich nicht viele Menschen gewonnen werden können – wenn diese Menschheit von Gott nicht gewonnen werden kann, während Er Sein Werk der Errettung verrichtet – dann würde Gott sie lieber aufgeben und verwerfen. Das ist die innere Stimme und Sichtweise des Schöpfers. Welche Forderungen hat der Mensch in dieser Hinsicht an Gott bzw. welche Auffassungen hat er von Ihm? ‚Da Du mich retten willst, musst Du bis zuletzt verantwortlich sein, und Du hast mir Segnungen versprochen, also musst Du sie mir geben und mir gewähren, sie zu erlangen.‘ Im Menschen gibt es viel ‚muss‘ – viele Forderungen – und das ist eine seiner Auffassungen. Andere sagen: ‚Gott verrichtet ein so großes Werk – einen sechstausendjährigen Führungsplan – wenn Er am Ende nur zwei Menschen gewinnt, dann wäre das sehr schade. Wäre Sein Tun dann nicht umsonst?‘ Der Mensch denkt, dass es so nicht sein sollte, doch Gott freut sich, wenn Er auch nur zwei Menschen gewinnt. Gottes wirkliches Ziel ist, nicht bloß diese beiden zu gewinnen, sondern mehr als das zu gewinnen; wenn die Menschen aber nicht aufwachen und verstehen und sie alle Gott missverstehen und sich Ihm widersetzen und allesamt hoffnungslose Fälle und wertlos sind, dann hätte Gott sie lieber nicht. Das ist Gottes Disposition. Manche sagen: ‚So kann das nicht angehen. Würde Satan dann nicht lachen?‘ Mag sein, dass Satan lacht, aber ist er nicht trotzdem der von Gott besiegte Feind? Gott hat die Menschen trotzdem gewonnen – etliche unter ihnen, die gegen Satan aufbegehren können und nicht seiner Kontrolle unterliegen. Gott hat wahre geschaffene Wesen gewonnen. Werden diejenigen, die nicht von Gott gewonnen worden sind, dann von Satan gefangengenommen? Ihr seid nicht perfekt gemacht worden – seid ihr fähig, Satan zu folgen? (Nein.) Manche sagen: ‚Selbst wenn Gott mich nicht will, ich werde Satan trotzdem nicht folgen. Selbst wenn er mir Segnungen anbieten würde, ich würde sie nicht nehmen.‘ Selbst jene Menschen, die Gott nicht gewonnen hat, folgen Satan nicht – wird Gott so nicht verherrlicht? Die Menschen haben von der Anzahl an Menschen, die Gott gewinnt, oder dem Umfang, in dem Er sie gewinnt, eine Auffassung; sie glauben, dass Gott nicht nur diese wenigen gewinnen sollte. Dass der Mensch so eine Auffassung hervorbringen kann, liegt daran, dass er in einer Hinsicht die Gedanken Gottes nicht ergründen kann und nicht verstehen kann, welche Art von Mensch Er gewinnen möchte – es gibt immer einen Abstand zwischen dem Menschen und Gott; in anderer Hinsicht ist eine solche Auffassung für den Menschen eine Möglichkeit, sich zu trösten und sich zu befreien, soweit es sein eigenes Schicksal und seine Zukunft betrifft. Der Mensch glaubt: ‚Gott hat so wenige Menschen gewonnen – wie herrlich wäre es, wenn Er uns alle gewinnen würde! Würde Gott keinen einzigen Menschen verwerfen, sondern jeden erobern und würde jeder am Ende perfekt gemacht, und die Aussage, dass Gott Menschen auswählt und rettet, würde nicht im Sande verlaufen, noch Sein Führungswerk, würde Satan dann nicht umso mehr gedemütigt werden? Würde Gott nicht größere Herrlichkeit erlangen?‘ Dass der Mensch das sagen kann, liegt zum Teil daran, dass er den Schöpfer nicht kennt, und zum Teil daran, dass er sein eigenes selbstsüchtiges Motiv hat: Er ist wegen seiner Zukunft besorgt, also macht er sie an der Herrlichkeit des Schöpfers fest, und somit fühlt sein Herz sich beruhigt, und er denkt, dass er alles gleichzeitig haben kann. Außerdem glaubt er auch Folgendes: ‚Dass Gott Menschen gewinnt und Satan demütigt, ist ein starker Beweis für Satans Niederlage. So schlägt man drei Fliegen mit einer Klappe!‘ Die Menschen sind wirklich gut darin, auszuklügeln, wie sie sich selbst Vorteile verschaffen können. Diese Auffassung ist ziemlich clever, nicht wahr? Die Menschen haben selbstsüchtige Motive, und liegt in diesen Motiven nicht etwas von Aufsässigkeit? Liegt darin nicht eine Forderung an Gott? Darin liegt ein unausgesprochener Widerstand gegen Gott, der besagt: ‚Du hast uns auserwählt, uns geführt, so viel und so hart an uns gearbeitet, uns Dein Leben und Deine Ganzheit geschenkt, uns Deine Worte und Deine Wahrheit geschenkt und veranlasst, dass wir Dir während all dieser Jahre folgen. Was für ein Verlust wäre es, wenn Du uns am Ende nicht gewinnen könntest.‘ Ein derartiger Vorwand ist ein Versuch, Gott zu erpressen, Ihn dazu zu verpflichten, sie zu gewinnen. Damit sagen sie, dass sie nicht das Nachsehen haben werden, wenn Gott sie nicht gewinnt, und dass Gott derjenige ist, der einen Verlust erleiden wird – ist diese Aussage korrekt? Darin liegen sowohl Forderungen des Menschen als auch seine Vorstellungen und Auffassungen: Gott verrichtet ein so großes Werk, also muss Er entsprechend viele Menschen gewinnen. Woher kommt dieses ‚muss‘? Es rührt von den Auffassungen und Vorstellungen des Menschen her, von seinen unvernünftigen Forderungen und seiner Eitelkeit, mitsamt einer Beimischung seiner unnachgiebigen und bösartigen Disposition“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine Auffassungen auflöst, kann man den richtigen Weg des Glaubens an Gott einschlagen (2)).
Durch Gottes Worte erlangte ich ein gewisses Unterscheidungsvermögen über meine Auffassungen. Früher dachte ich, Gott sollte die Menschen nicht enthüllen und ausmustern; Er sollte mehr Menschen gewinnen, um mehr Ehre zu empfangen. Als ich also sah, wie in der Kirche einer nach dem anderen enthüllt und ausgemustert wurde, war ich verwirrt: Wie viele würden letztendlich errettet werden, wenn so viele enthüllt und ausgemustert wurden? Besonders als ich wegen meiner Krankheit meine Pflicht nicht ausführen konnte, hatte ich das Gefühl, Gott würde mich enthüllen und ausmustern. Ich missverstand Gott und haderte sogar in meinem Herzen mit Ihm: „Geht es bei Gottes Werk nicht darum, Menschen zu erretten? Warum werden wir am Ende alle ausgemustert?“ Daran zeigte sich mein mangelndes Wissen über Gottes Werk. Tatsächlich bleibt Gottes Absicht, die Menschen zu erretten, unverändert, und Er hofft, mehr Menschen zu gewinnen. Solange die Menschen bereit sind, treu für Gott zu schuften, wird Er sie nicht leichtfertig ausmustern. Wenn Menschen jedoch Gottes Errettung nicht wertschätzen, in den verschiedenen Gegebenheiten nicht die Wahrheit suchen, ihre Pflichten nicht gemäß Gottes Anforderungen ausführen und stattdessen Unterbrechungen und Störungen verursachen, sodass ihr Schuften am Ende mehr schadet als nützt, werden sie nur ausgemustert. Gottes Disposition ist gerecht und heilig. Er sucht nicht nach der Quantität, sondern nach der Qualität der Menschen. Er will wahre geschaffene Wesen gewinnen, die Ihn aufrichtig anbeten können und mit Ihm vereinbar sind, selbst wenn es nur wenige sind. Außerdem schwang in meiner Hoffnung, Gott möge mehr Menschen erretten, anstatt sie zu enthüllen und auszumustern, mein eigener Egoismus mit. Denn dann würde ich nicht ausgemustert, und meine Aussichten und mein Bestimmungsort wären gesichert. Als ich also das Gefühl hatte, von Gott enthüllt und ausgemustert zu werden, wurde meine Einstellung negativ und ich wollte nicht mehr nach der Wahrheit streben. Ich haderte in meinem Herzen mit Gott: Hatte Gott uns nicht auserwählt, um uns zu erretten? Warum wurden so viele von uns einer nach dem anderen enthüllt und ausgemustert? Meine Vorstellung war, dass Gott uns nicht ausmustern sollte; Er sollte uns bis zum Ende erretten. Hatte das nicht dieselbe Natur wie die Worte von Paulus: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8)? Das ist Zetern gegen Gott! Es ist eine derart bösartige Disposition. Eigentlich orchestriert Gott alle Umstände nur, damit wir darin die Wahrheit suchen und erlangen, sodass wir unsere verdorbene Disposition ablegen und errettet werden können. Genau wie in dieser Situation: Obwohl sie nicht meinen Auffassungen entsprach und mir etwas Leid bereitete, enthüllte sie in mir den Beweggrund, Segnungen zu empfangen. Das ließ mich die Verfälschungen hinter meinem Glauben an Gott und meiner Pflichtausführung erkennen und befähigte mich, umzukehren und mich zu ändern. Ich sah, dass diese Situation meine Errettung war. Gott hat mühevolle und gewissenhafte Anstrengungen unternommen, um uns zu erretten. Er bringt nicht nur die Wahrheit zum Ausdruck, um uns zu versorgen, sondern orchestriert auch verschiedene Umstände für uns, die wir erfahren müssen, um uns zu reinigen und zu vervollkommnen. Ich aber widersetzte mich den von Gott orchestrierten Umständen und beklagte mich darüber. Ich wusste wirklich nicht, was gut für mich ist! Dass Gott mich auserwählt hat, Sein Werk der letzten Tage anzunehmen, ist bereits Seine Gnade. Dafür sollte ich Ihm dankbar sein. Selbst wenn ich letztendlich keine Segnungen erhalten oder kein gutes Ergebnis haben sollte, müsste ich mich Gott dennoch unterwerfen und nicht mit Ihm hadern.
Später stieß ich auf weitere Worte Gottes: „Fang ab jetzt an, ernsthaft nach ihr zu streben – aber wie solltest du danach streben? Du musst über die Angelegenheiten nachdenken, bei denen du dich oft gegen Gott auflehnst. Gott hat immer wieder Umstände für dich eingerichtet, damit du eine Lektion lernst, um dich durch diese Angelegenheiten zu ändern, um Seine Worte in dich hineinzuwirken, um dich in einen Aspekt der Wahrheitsrealität eintreten zu lassen und damit du aufhörst, bei diesen Angelegenheiten nach Satans verdorbener Disposition zu leben und stattdessen nach Gottes Worten lebst, damit Seine Worte in dich hineingewirkt und zu deinem Leben werden. Aber du lehnst dich bei diesen Angelegenheiten oft gegen Gott auf und unterwirfst dich weder Gott noch akzeptierst du die Wahrheit, du nimmst Seine Worte nicht als Grundsätze an, die du befolgen solltest, und lebst Seine Worte nicht aus. Das verletzt Gott, und immer wieder verlierst du deine Chance auf Errettung. Wie also solltest du umkehren? Von heute an solltest du dich bei Angelegenheiten, die du durch Nachdenken begreifen und eindeutig erkennen kannst, Gottes Orchestrierung unterwerfen, Seine Worte als die Wahrheitsrealität annehmen, Seine Worte als das Leben annehmen und deine Lebensweise ändern. Wenn du auf solche Situationen triffst, solltest du gegen dein Fleisch und deine Vorlieben aufbegehren und nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln. Ist das nicht der Weg der Praxis? (Das ist er.) … Wenn du jedoch Rettung erlangen willst, wenn du Gottes Worte praktizieren und erleben und die Wahrheit und das Leben gewinnen willst, musst du Gottes Worte öfter lesen, zu einem Verständnis der Wahrheit gelangen, in der Lage sein, Seine Worte zu praktizieren und dich ihnen zu unterwerfen, und damit anfangen, die Wahrheit zu praktizieren und die Wahrheitsgrundsätze hochzuhalten. Das sind nur ein paar einfache Sätze, aber die Menschen wissen nicht, wie man sie praktiziert oder erlebt. Egal welches Kaliber und welche Bildung du hast, und unabhängig davon, wie alt du bist oder seit wie vielen Jahren du glaubst, in jedem Fall wird das, was du schlussendlich gewinnst, zweifellos die Wahrheitsrealität sein, und Gottes Worte werden zu deinem Leben werden, wenn du auf dem richtigen Weg bist, die Wahrheit zu praktizieren, mit den richtigen Zielen und der richtigen Richtung, und wenn das, wonach du strebst und was du einsetzt, alles dazu dient, die Wahrheit zu praktizieren. Lege zuerst dein Ziel fest, praktiziere dann allmählich entsprechend diesem Weg, und am Ende wirst du mit Sicherheit etwas dazugewinnen. Glaubt ihr das? (Ja.)“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (20)). Gottes Worte zeigten mir den Weg der Praxis auf. Wenn ich nach der Wahrheit streben und errettet werden wollte, musste ich mich den von Gott orchestrierten Umständen unterwerfen, die Wahrheit suchen und nach Gottes Worten praktizieren. Auch wenn ich jetzt keine Pflichten ausführen oder Kontakt zu den Brüdern und Schwestern haben konnte, hatte ich in dieser Situation Gottes Schutz gesehen. Trotz meiner schweren Krankheit schenkte mir Gott jeden Atemzug, und ich war noch am Leben. Ich konnte Gottes Worte immer noch zu Hause lesen; Gott hatte mir nicht das Recht genommen, Seine Worte zu lesen. Aber ich war unfähig, dankbar zu sein. Anstatt Gottes Schutz wertzuschätzen, wurde meine Einstellung negativ und ich missverstand Ihn. Ich war wirklich unvernünftig. Ich musste mehr über mich selbst nachdenken und mich erkennen und die entsprechenden Worte Gottes suchen, um meine Verdorbenheit anzugehen – das wäre eine Äußerungsform des Strebens nach der Wahrheit.
Nach einiger Zeit konnte ich meine Pflicht wieder tun und Predigten des Evangeliums auswählen. Ich war Gott zutiefst dankbar, dass Er mir eine weitere Chance gab, meine Pflicht auszuführen. Während ich meine Pflicht ausführte, achtete ich darauf, die verdorbene Disposition zu prüfen, die ich offenbarte. Manchmal, wenn ich bei meiner Pflicht einige Ergebnisse erzielte, konnte ich nicht umhin, mit mir selbst zufrieden zu sein und zu denken, ich sei ziemlich gut. Wenn jedoch die Ausführung meiner Pflicht nicht viel einbrachte oder vom Kurs abkam, wurde meine Einstellung negativ und ich machte mir Sorgen, wie andere mich sahen. Als Reaktion auf diese Offenbarungen über mich selbst suchte ich in Gottes Worten nach einer Lösung. Nachdem ich eine Weile so praktiziert hatte, fühlte ich mich in meinem Herzen sehr erfüllt. Ich danke Gott für Seine Führung!