90. Ich werde mich nie wieder über mein Schicksal beklagen
Ich wurde in eine einfache Bauernfamilie geboren, und meine Eltern verdienten ihren Lebensunterhalt mit Ackerbau. In unserem Dorf gab es eine wohlhabende Familie mit einem großen, schönen Haus. Die Kinder dort bekamen oft neue Kleidung und gutes Essen. Ich habe sie ziemlich beneidet. Ich dachte mir, ich müsste auf jeden Fall fleißig lernen und dann später in eine gute Uni kommen und mir einen guten Job suchen. Auf diese Weise würde ich mich von der Masse abheben, und die anderen würden zu mir aufsehen und mich beneiden. Doch dann, in meinem ersten Jahr an der Oberschule, wurde bei mir systemischer Lupus erythematodes diagnostiziert. Das ist eine unheilbare rheumatische Autoimmunerkrankung, bei der man lebenslang Medikamente nehmen muss. Damals war ich zutiefst niedergeschlagen und fragte mich, warum ausgerechnet ich diese Krankheit bekommen hatte. Also steckte ich all meine Energie ins Lernen. Meine Noten gehörten oft zu den besten der Klasse. Ich dachte, wenn ich an meine Wunschuniversität komme, könnte ich mein Schicksal umschreiben. Doch unerwartet Gut zwanzig Tage vor der Aufnahmeprüfung für die Universität bekam ich hohes Fieber, das nicht sank. Ich musste zur Behandlung ins Krankenhaus, was sich auf meine Leistung in der Prüfung auswirkte. Letztendlich wurde ich nicht an meiner Wunschuni angenommen und ging nur auf eine normale Berufsfachschule. Aber ich wollte mich meinem Schicksal nicht einfach geschlagen geben. Nachdem ich an der Fachschule angefangen hatte, meldete ich mich für einen Vorbereitungskurs an, um die Prüfung für die Universität zu machen. Doch schon nach einem halben Jahr Unterricht verschlimmerte sich meine Krankheit. Ich hatte oft leichtes Fieber, meine Gelenke an Händen und Beinen waren geschwollen und schmerzten, und selbst das Treppensteigen war mühsam. Manchmal konnte ich nicht einmal mehr meine Thermoskanne umhertragen. Letztendlich blieb mir nichts anderes übrig, als die Schule abzubrechen und zurück nach Hause zu gehen. Meine anderen Freunde in meinem Alter waren alle gesund und arbeiteten daran, sich ihre Träume zu erfüllen. Ich konnte nicht anders, als in den Himmel zu blicken und zu seufzen: „Warum ist das Schicksal nur so ungerecht zu mir? Warum hat es mich so schwer getroffen?“ Ich gab oft dem Himmel oder anderen Leuten die Schuld, und manchmal dachte ich sogar an den Tod. Aber wenn ich sah, wie sehr sich meine Eltern für mich abmühten, brachte ich es einfach nicht übers Herz. Mir blieb nichts anderes übrig, als hilflos die Tage zu zählen, die verstrichen.
Später nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen an. Ich hatte mich gesundheitlich ziemlich gut erholt und konnte ein normales Leben führen. Der Leiter teilte mich dafür ein, Videos zu produzieren. Damals war ich sehr eifrig und habe mich aktiv mit den Techniken der Videoproduktion vertraut gemacht. Später wurde ich zur Verantwortlichen befördert, worüber ich mich riesig gefreut habe. Ich wurde noch aktiver, wenn ich meine Pflicht tat. Manchmal hatte ich leichtes Fieber, aber ich tat beharrlich weiter meine Pflicht. Mit Blick auf meinen Gesundheitszustand veranlasste der Leiter etwas später, dass ich nach Hause zurückkehrte und dort die Pflichten tat, zu denen ich imstande war. Ich kam mir etwas verloren vor. Es schien, als würde ich nie mehr die Chance auf Förderung bekommen, und ich dachte: „Liegt das nicht alles an dieser schrecklichen Krankheit? Ich habe wirklich ein schweres Los gezogen.“ Danach tat ich in der Kirche eine Pflicht in der Schriftarbeit. Oft dachte ich: „Ich mache nur Schriftarbeiten; da kann ich mich nicht abheben oder im Rampenlicht stehen.“ Ich war sehr niedergeschlagen. Als ich sah, wie Leiter oft zu verschiedenen Versammlungsorten fuhren, um über Gottes Worte Gemeinschaft zu halten und Probleme zu lösen, was ziemlich beeindruckend wirkte und sie im Rampenlicht stehen ließ, dachte ich mir: „Wenn ich doch nur ein bisschen mehr von der Wahrheit verstehen und Probleme bei den Zuständen der Brüder und Schwestern lösen könnte, dann würden mich vielleicht auch alle zur Leiterin wählen.“ Also achtete ich jedes Mal, wenn ich zu Versammlungen ging, auf die Zustände der Brüder und Schwestern. Wenn ich nach Hause kam, suchte ich einige Worte Gottes heraus, um dann bei der nächsten Versammlung mit den Brüdern und Schwestern über diese Worte Gemeinschaft zu halten. Zu sehen, wie alle meinem gemeinschaftlichen Austausch aufmerksam zuhörten, machte mich natürlich sehr glücklich. Doch ausgerechnet als ich meine Pflicht mit diesem großen Eifer tat, fiel ich auf dem Weg zu einer Versammlung von meinem Fahrrad. Ich verletzte mir das Bein so schwer, dass ich nicht mehr laufen konnte und mich zu Hause auskurieren musste. Ich war sehr verwirrt und dachte: „Ich war in letzter Zeit ziemlich aktiv bei meiner Pflicht; wie konnte mir plötzlich so etwas passieren? Warum habe ich nur so ein Pech?“ Noch mehr regte mich allerdings auf, dass in der Kirche bald Wahlen anstanden und ich mir Chancen ausgerechnet hatte, zur Kirchenleiterin gewählt zu werden. Doch der Leiter sagte zu mir: „Leiter sind für die gesamte Arbeit der Kirche verantwortlich. So angeschlagen, wie du gesundheitlich bist, befürchten wir, dass du dich aufreiben würdest. Es ist besser für dich, bei deinen Textarbeiten zu bleiben.“ Bei diesen Worten des Leiters fühlte ich mich, als hätte man mir einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf gegossen, und mir wurde ganz kalt ums Herz. Anscheinend war es wohl einfach nicht mein Schicksal, eine Leiterin zu sein. Danach fehlte mir bei den Versammlungen der Elan, den ich zuvor gehabt hatte. Ich wollte mir gar nicht die Mühe machen, über die Probleme der Brüder und Schwestern nachzudenken. Die damals neu gewählte Leiterin, Chen Fang, war im gleichen Alter wie ich, und ich war wirklich neidisch auf sie. Sie war gesund und konnte als Leiterin gewählt werden, während ich nur ein paar Textarbeiten erledigen konnte. In meinem Kopf beschwerte ich mich und dachte: „Ich möchte mich gewissenhaft für Gott aufwenden; warum habe ich so einen schwachen Körper? Mein Geist ist willig, aber mein Fleisch ist schwach. Ich habe wirklich ein schweres Los gezogen.“ Ich wusste nicht mehr weiter und dachte mir: „Auch wenn ich keine Leiterin sein kann – wenn ich bei meinen Textarbeiten gute Ergebnisse erziele, werden die Brüder und Schwestern dann nicht trotzdem eine hohe Meinung von mir haben?“ Mit diesem Gedanken im Hinterkopf prüfte ich eifrig Manuskripte. Doch gegen Ende des Jahres schmerzte mein Bein so sehr, dass ich nicht mehr laufen konnte. Es stellte sich als avaskuläre Nekrose heraus. Kurz darauf gab es Verhaftungen in der Kirche, und wegen der Sicherheitsrisiken konnte ich nicht mehr rausgehen, um Kontakt zu den Brüdern und Schwestern aufzunehmen. Ich war extrem niedergeschlagen und dachte: „Wie konnte ich nur so ein schweres Los ziehen? Früher wollte ich mein Schicksal durch fleißiges Lernen ändern, aber das hat nicht geklappt. Ich dachte, nachdem ich zum Glauben an Gott gekommen war, würde ich ein gutes Schicksal haben, aber die Dinge liefen für mich immer noch nicht gut. Meine Krankheit ist gerade sehr schlimm, und aus Sicherheitsgründen kann ich meine Pflicht nicht tun. Mein Tag im Rampenlicht wird niemals kommen. Mein Schicksal ist es, zu leiden!“ Den ganzen Tag liefen mir Tränen übers Gesicht, und ich wusste nicht, wie ich weitermachen sollte. Zu der Zeit kam mir auch der Gedanke, dass ich Artikel schreiben könnte, aber sobald ich an mein Schicksal dachte und daran, dass all mein Streben vergeblich sein würde, war ich nicht mehr in der Stimmung zu schreiben und verbrachte den ganzen Tag in einem Zustand der Niedergeschlagenheit.
Eines Tages brachte eine Schwester, die in der Nähe wohnte, einige Worte Gottes vorbei. Ich war Gott sehr dankbar und betete zu Ihm: „Gott, ich danke Dir für Deine Barmherzigkeit. In letzter Zeit habe ich in einem Zustand der Niedergeschlagenheit gelebt. Ich dachte, mein Schicksal sei schlecht, also habe ich die Wahrheit nicht gesucht und keine Lehren daraus gezogen. Gott, ich bin so rebellisch!“ Später las ich zwei Abschnitte aus Gottes Worten und gewann ein gewisses Verständnis meines Zustands. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Grundursache für das Entstehen der negativen Emotion der Niedergeschlagenheit ist bei jedem unterschiedlich. Bei einer Art von Person kann die Niedergeschlagenheit dadurch verursacht werden, dass sie ständig glaubt, ihr Schicksal sei schlecht. Ist das nicht ein Grund? (Das ist es.) Seit diese Person jung war, lebte sie auf dem Land oder in einer ärmlichen Region, ihre Familie war nicht begütert, und außer ein paar einfachen Möbeln besaß sie nichts von Wert. Sie besaß vielleicht ein oder zwei Garnituren Kleidung, die sie auch dann noch tragen musste, als die Kleidung schäbig wurde, und sie konnte normalerweise nie anständiges Essen essen, sondern musste auf Neujahr oder Feiertage warten, um Fleisch zu essen. Manchmal hungerte sie oder ihre Kleidung konnte sie nicht warm halten; eine üppige Mahlzeit zu haben, schien wie eine unwahrscheinliche Bestrebung – selbst sich ein Stück Obst leisten zu können, war kaum machbar. In einer solchen Umgebung zu leben, gab ihr das Gefühl, anders zu sein als andere Leute, die in der großen Stadt lebten, deren Eltern vermögend waren, die alles essen konnten, was sie wollten, und alles tragen konnten, was sie wollten, die sofort alles bekamen, was sie wollten, und die weltgewandt waren. Sie dachte: ‚Diese Menschen haben so gute Schicksale! Warum ist mein Schicksal so schlecht?‘ Ständig wollte sie sich von der Masse abheben und ihr Schicksal ändern. Es ist allerdings nicht einfach, sein Schicksal zu ändern. Selbst wenn sie es versucht, wie sehr kann eine Person, die in eine solche Situation hineingeboren wurde, ihr Schicksal verändern und um wie viel kann sie es verbessern? Nachdem diese Person erwachsen geworden ist, wird sie überall in der Gesellschaft von Hindernissen aufgehalten, sie wird überall schikaniert, weshalb sie sich stets für so unglückselig hält. Sie denkt: ‚Warum habe ich so ein Pech? Warum treffe ich immer auf gemeine Menschen? Das Leben war hart, als ich ein Kind war, und so war es eben. Jetzt, wo ich erwachsen bin, ist es immer noch so schlecht. Ich will ständig beweisen, was ich leisten kann, aber ich bekomme nie eine Chance dazu. Wenn ich nie eine Chance bekomme, dann soll es eben so sein. Ich will einfach hart arbeiten und genug Geld verdienen, um ein gutes Leben zu führen. Warum schaffe ich noch nicht einmal das? Wie kann es so schwierig sein, ein gutes Leben zu führen? Ich muss kein besseres Leben als das aller anderen führen. Ich will wenigstens das Leben eines Stadtmenschen führen. Ich will, dass die Menschen nicht auf mich herabschauen, und kein Bürger zweiter oder dritter Klasse sein. Wenigstens riefen die Leute, wenn sie nach mir riefen, nicht: „Hey, du da, komm her!“ Sie würden mich zumindest bei meinem Namen rufen und mich respektvoll ansprechen. Aber ich kann mich noch nicht einmal daran erfreuen, respektvoll angesprochen zu werden. Warum ist mein Schicksal so grausam? Wann wird das enden?‘ Wenn so jemand nicht an Gott glauben würde, würde er das für grausam halten. Nachdem solche Menschen angefangen haben, an Gott zu glauben und zu erkennen, dass es sich dabei um den wahren Weg handelt, denken sie: ‚Das ganze Leid von damals hat sich gelohnt. Das alles wurde von Gott orchestriert und getan, und Gott hat es gut gemacht. Hätte ich nicht auf diese Weise gelitten, hätte ich nicht zum Glauben an Gott gefunden. Jetzt, wo ich an Gott glaube, sollte sich mein Schicksal zum Besseren wenden, sofern ich die Wahrheit akzeptieren kann. Jetzt kann ich in der Kirche ein gleichberechtigtes Leben mit meinen Brüdern und Schwestern führen, und die Leute nennen mich „Bruder“ oder „Schwester“, und man spricht mich respektvoll an. Jetzt genieße ich das Gefühl, von anderen respektiert zu werden.‘ Das Schicksal dieser Person scheint sich gewandelt zu haben, und sie scheint nicht mehr zu leiden, und ihr Schicksal scheint nicht mehr schlecht zu sein. Nachdem solche Menschen an Gott glauben, fassen sie den Entschluss, ihre Pflicht in Gottes Haus angemessen auszuführen – Härten zu erleiden und hart zu arbeiten, in jeder Angelegenheit mehr zu erdulden als alle anderen, und danach zu streben, die Anerkennung und Wertschätzung der meisten Menschen zu gewinnen. Sie denken, dass man sie sogar zum Leiter, zu einem Verantwortlichen oder zum Teamleiter wählen könnte, und würden sie dadurch nicht ihre Vorfahren und ihre Familie ehren? Hätten sie ihr Schicksal dann nicht verändert? Allerdings entspricht die Realität nicht ganz ihren Wünschen, sodass sie niedergeschlagen sind und denken: ‚Ich glaube seit Jahren an Gott und komme mit meinen Brüdern und Schwestern sehr gut aus. Aber wie kommt es, dass nie ich an der Reihe bin, wenn es an der Zeit ist, einen Leiter, einen Verantwortlichen oder einen Teamleiter zu wählen? Liegt es daran, dass ich so unscheinbar aussehe, oder weil meine Leistung nicht gut genug war und ich niemandem aufgefallen bin? Jedes Mal, wenn Wahlen anstehen, keimt in mir ein kleiner Hoffnungsschimmer auf, und ich wäre schon glücklich, zum Teamleiter gewählt zu werden. Ich bin so voller Tatendrang, mich Gott erkenntlich zu zeigen, aber am Ende bin ich jedes Mal enttäuscht, wenn eine Wahl stattfindet und ich bei all dem außen vor bleibe. Woran liegt das? Könnte es sein, dass ich wirklich nur dazu imstande bin, mein Leben lang eine mittelmäßige Person zu sein, eine gewöhnliche Person, jemand, der unscheinbar ist? Wenn ich auf meine Kindheit zurückblicke, auf meine Jugend und meine Zeit in den mittleren Jahren, dann ist dieser Weg, den ich beschritten habe, immer so mittelmäßig gewesen, und ich habe nichts Bemerkenswertes getan. Es ist nicht so, dass ich keine Ambitionen habe oder dass mein Kaliber schlecht ist, und es ist nicht so, dass ich mich nicht genug bemühe oder dass ich kaum Härten ertragen kann. Ich bin entschlossen und habe Ziele, und man kann sogar sagen, dass ich ehrgeizig bin. Woran liegt es also, dass ich mich nie von der Masse abheben kann? Letzten Endes habe ich einfach ein schlechtes Schicksal und bin dazu bestimmt, zu leiden. So hat Gott die Dinge für mich vorgesehen.‘ Je länger sie sich damit aufhalten, umso mehr denken sie, sie hätten ein schlechtes Schicksal. … Was ihnen auch widerfährt, sie führen es immer darauf zurück, dass sie ein schlechtes Schicksal haben; sie sind ständig um die Vorstellung bemüht, ein schlechtes Schicksal zu haben, sie sind bestrebt, es tiefgehender zu verstehen und wahrzunehmen, und während sie deswegen hin- und herüberlegen, werden ihre Emotionen immer niedergeschlagener. Wenn sie bei der Ausführung ihrer Pflicht einen kleinen Fehler machen, denken sie: ‚Ach, wie kann ich meine Pflicht gut tun, wenn mein Schicksal so schlecht ist?‘ Bei Zusammenkünften halten ihre Brüder und Schwestern Gemeinschaft und sie denken immer wieder über die besprochenen Themen nach, aber sie verstehen nicht und denken: ‚Ach, wie kann ich die Dinge verstehen, wenn mein Schicksal so schlecht ist?‘ Wann immer sie sehen, dass jemand besser spricht als sie, deutlicher und mit mehr Erhellung über sein Verständnis spricht als sie, sind sie noch niedergeschlagener. Wenn sie sehen, dass jemand Härten ertragen und den Preis bezahlen kann, bei seiner Pflichtausführung Ergebnisse sieht, die Zustimmung seiner Brüder und Schwestern erhält und befördert wird, dann macht sie das im Herzen unglücklich. Wenn sie sehen, dass jemand Leiter oder Arbeiter wird, fühlen sie sich noch niedergeschlagener, und selbst wenn sie sehen, dass jemand besser singt und tanzt als sie und sie sich dieser Person unterlegen fühlen, macht sie das niedergeschlagen. Auf welche Menschen, Ereignisse oder Dinge sie auch treffen bzw. auf welche Situationen sie auch stoßen, sie reagieren darauf immer mit dieser Emotion der Niedergeschlagenheit. Sogar wenn sie sehen, dass die Kleidung eines anderen ein bisschen schöner ist als ihre oder seine Frisur ein wenig besser ist, sind sie traurig, und Eifersucht und Neid steigen in ihrem Herzen auf, bis sie schließlich wieder in Niedergeschlagenheit verfallen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). „Solche Menschen, die ständig meinen, ihr Schicksal sei schlecht, haben andauernd das Gefühl, als würde ihr Herz von einem riesigen Felsbrocken zerquetscht. Sie glauben immer, dass alles, was ihnen widerfährt, aufgrund ihres schlechten Schicksals geschieht, und deshalb denken sie, egal was passiert, dass sie nichts davon ändern können. Sie sind nur fähig, negativ zu sein, sich hängen zu lassen und sich ihrem Schicksal zu fügen. … Weil sie immer glauben, ein schlechtes Schicksal zu haben, verzweifeln sie schließlich. Sie leben ohne irgendein wirkliches Ziel, essen und schlafen bloß und warten auf den Tod. Dadurch schwindet ihr Interesse am Streben nach der Wahrheit, daran, ihre Pflicht gut auszuführen, Rettung zu erlangen und an anderen solchen Anforderungen Gottes immer mehr. Sie wehren diese Dinge sogar zunehmend ab und weisen sie zurück. Sie betrachten ihr schlechtes Schicksal als Grund und Grundlage dafür, nicht wie selbstverständlich nach der Wahrheit streben und Errettung erlangen zu können. Sie analysieren nicht im Detail ihre eigenen verdorbenen Dispositionen oder negativen Emotionen in den Situationen, auf die sie stoßen, um dadurch ihre verdorbenen Dispositionen kennenzulernen und zu beseitigen. Stattdessen benutzen sie ihre Ansicht, ein schlechtes Schicksal zu haben, vielmehr in der Art und Weise, wie sie auf alle Menschen, Ereignisse und Dinge reagieren, auf die sie treffen und mit denen sie Erfahrungen machen, was zur Folge hat, dass sie noch tiefer in ihre Emotion der Depression abstürzen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). Gott deckte hier exakt meinen Zustand auf. Ich hatte immer gedacht, dass mein Schicksal schlecht und grausam war, und lebte deshalb oft gefangen in Niedergeschlagenheit. Als ich in meiner Jugend erkannte, dass ich in eine einfache Familie geboren worden war, wollte ich mein Schicksal durch fleißiges Lernen ändern. Aber leider wurde in meinem ersten Jahr an der Oberschule bei mir systemischer Lupus erythematodes diagnostiziert. Als meine Krankheit kurz vor der Aufnahmeprüfung für die Universität aufflammte, schaffte ich es nicht an meine Wunschuniversität. Später musste ich wegen meines schlechten Gesundheitszustands die Schule abbrechen und zurück nach Hause gehen. Da ich nicht in der Lage war, mein Schicksal mithilfe von Wissen zu ändern, litt mein Herz extreme Qualen, und ich beklagte mich oft, dass das Schicksal ungerecht zu mir war. Nachdem ich zum Glauben an Gott gekommen war, wollte ich mich nicht damit abfinden, meine Pflicht in der Schriftarbeit immer nur im Verborgenen auszuführen. Indem ich den Brüdern und Schwestern aktiv bei ihren Zuständen half, wollte ich es schaffen, zur Leiterin gewählt zu werden. Doch angesichts meines Gesundheitszustands wurde ich von den Brüdern und Schwestern nicht gewählt. Das bestärkte mich nur noch in meinem Gefühl, ein schlechtes Schicksal erwischt zu haben, und ich war bei Versammlungen nicht mehr so engagiert wie zuvor. In Anbetracht meiner Situation veranlasste die Kirche, dass ich im Haus meiner Gastfamilie blieb und Manuskripte überprüfte. Ich wollte immer noch einige Erfolge erzielen und die Leute dazu bringen, eine hohe Meinung von mir zu haben, doch mein Gesundheitszustand verschlechterte sich unerwartet, und eine avaskuläre Nekrose hinderte mich daran, außer Haus meine Pflicht zu tun. Ich wurde noch niedergeschlagener. Ich dachte, dass alles, was ich tat, zum Scheitern verurteilt war und dass es mein Schicksal war, zu leiden. Ich lebte gefangen in Niedergeschlagenheit, gab mich selbst auf, ich wollte nicht mehr nach der Wahrheit streben und nicht einmal mehr Artikel schreiben. Ich glaubte, ich hätte ein wirklich schlechtes Schicksal erwischt und dass es keinen Sinn hätte, weiter nach der Wahrheit zu streben. Meine Sicht der Dinge war dieselbe wie die jener Menschen, die nicht an Gott glauben: Als sich mir Probleme in den Weg stellten, kam ich zu dem Schluss, dass ich ein schlechtes Schicksal hätte, und wollte in allem, was ich tat, gegen mein Schicksal ankämpfen. Und als ich den Kampf verlor, beschwerte ich mich über mein schlechtes Schicksal. Ich glaubte schon seit Jahren an Gott, doch wirklich unterworfen habe ich mich Ihm nicht. Ich wusste nicht, dass ich die Wahrheit suchen musste, um meine eigenen Probleme zu lösen. Ich lebte lediglich in einem Zustand der Niedergeschlagenheit und beklagte mich über Gott. Wie konnte ich mich da eine Gläubige nennen?
Später las ich zwei weitere Abschnitte aus Gottes Worten und erfuhr, dass es so etwas wie ein gutes oder schlechtes Schicksal gar nicht gibt. Der Allmächtige Gott sagt: „Gottes Anordnung dafür, was das Schicksal einer Person sein wird, sei es gut oder schlecht, darf weder mit bloßen menschlichen Augen noch mit den Augen eines Wahrsagers betrachtet oder ermessen werden. Es darf auch nicht daran ermessen werden, wie viel Wohlstand und Ruhm diese Person in ihrem Leben genießt, noch daran, wie viel Leid sie erfährt oder ob ihr Streben nach Zukunftsaussichten, Ruhm und Gewinn reibungslos verläuft. Doch genau das ist der schwerwiegende Fehler, den diejenigen machen, die sagen, dass sie ein schlechtes Schicksal haben; natürlich ist es auch eine Methode, um zu bemessen, ob ihr Schicksal gut oder schlecht ist, die die Mehrheit der Menschen anwendet. Wie also sollten wir bemessen, ob das Schicksal eines Menschen gut oder schlecht ist? Wie bemessen weltliche Menschen es? In erster Linie stützen sie sich darauf, ob das Leben dieser Person reibungslos verläuft oder nicht, ob sie sich an Wohlstand und Ruhm erfreut oder nicht und ob sie ein Leben führen kann, das sich von dem der anderen abhebt, wie viel sie leidet und wie viel sie in ihrem Leben genießen kann, wie lange sie lebt, welche Karriere sie hat, und ob ihr Leben von Anstrengung geprägt ist oder bequem und leicht verläuft – anhand dieser und weiterer Dinge ermessen sie, ob das Schicksal einer Person gut oder schlecht ist. Ermesst ihr es auch so? (Ja.) Wenn also die meisten von euch auf etwas stoßen, das nicht reibungslos verläuft, wenn die Zeiten hart sind oder wenn es euch nicht möglich ist, ein Leben zu führen, das sich von dem der anderen abhebt, werdet auch ihr denken, ihr hättet ein schlechtes Schicksal, und auch ihr werdet in Niedergeschlagenheit versinken“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). „Gott hat die Schicksale der Menschen vor langer Zeit vorherbestimmt, und sie sind unabänderlich. Dieses ‚gute Schicksal‘ und ‚schlechte Schicksal‘ sind von Mensch zu Mensch verschieden und hängen von der Umgebung ab, davon, wie die Menschen sich fühlen und wonach sie streben. Deswegen ist das eigene Schicksal weder gut noch schlecht. Womöglich führst du ein sehr hartes Leben, doch vielleicht denkst du: ‚Ich bin nicht auf ein Luxusleben aus. Ich bin zufrieden, wenn ich nur Essen und Kleidung habe. Jeder leidet in seinem Leben. Weltliche Leute sagen „Man kann einen Regenbogen erst sehen, wenn es regnet“. Wenn man leidet, liegt demnach ein gewisser Wert darin. Das hier ist nicht so schlecht und mein Schicksal ist nicht schlecht. Der Himmel hat mir einiges an Schmerz, einige Prüfungen und Beschwerlichkeiten beschert. Das liegt daran, dass Er mich schätzt. Das ist ein gutes Schicksal!‘ Manche Menschen denken, Leid sei etwas Schlechtes, dass es bedeutet, sie hätten ein schlechtes Schicksal, und dass nur ein Leben frei von Leid, das bequem und leicht ist, bedeutet, dass sie ein gutes Schicksal haben. Nichtgläubige nennen das ‚eine Ansichtssache‘. Wie betrachten Gläubige diese Angelegenheit des ‚Schicksals‘? Sprechen wir davon, ein ‚gutes Schicksal‘ oder ein ‚schlechtes Schicksal‘ zu haben? (Nein.) Solche Dinge sagen wir nicht. Angenommen, du hast ein gutes Schicksal, weil du an Gott glaubst. Wenn du dann in deinem Glauben dem falschen Weg folgst, wenn du bestraft, offenbart und ausgemustert wirst, bedeutet das dann, dass du ein gutes Schicksal oder ein schlechtes Schicksal hast? Wenn du nicht an Gott glaubst, kannst du unmöglich offenbart oder ausgemustert werden. Nichtgläubige und religiöse Leute sprechen nicht davon, Menschen zu enthüllen oder zu unterscheiden, und sie sprechen nicht davon, dass Menschen entfernt oder ausgemustert werden. Es sollte bedeuten, dass Menschen ein gutes Schicksal haben, wenn sie in der Lage sind, an Gott zu glauben. Doch wenn sie am Ende bestraft werden, heißt das dann, dass sie ein schlechtes Schicksal haben? In einem Moment ist ihr Schicksal gut, im nächsten ist ihr Schicksal schlecht – was ist es denn nun? Ob jemand ein gutes Schicksal hat oder nicht, ist keine Angelegenheit, die beurteilt werden kann. Menschen können diese Sache nicht beurteilen. All dies wird von Gott vollbracht, und alles, was Gott anordnet, ist gut. Es ist nur so, dass der Verlauf des Schicksals einer jeden Person bzw. ihre Umgebung und die Menschen, Ereignisse und Dinge, denen sie begegnen, sowie der Lebensweg, den sie während ihres Lebens durchlaufen, alle verschieden sind; diese Dinge unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Das Lebensumfeld jedes Einzelnen und die Umgebung, in der die Menschen jeweils aufwachsen, sind alle verschieden – wobei beide von Gott für sie angeordnet werden. Die Dinge, die jeder Einzelne im Laufe seines Lebens erlebt, sind alle verschieden. Es gibt kein sogenanntes gutes Schicksal oder schlechtes Schicksal – Gott ordnet alles an, und alles wird von Gott vollbracht. Wenn wir die Angelegenheit aus der Perspektive betrachten, dass alles von Gott vollbracht wird, ist alles, was Gott vollbringt, gut und richtig; es ist nur so, dass sich manche Menschen aus der Perspektive menschlicher Vorlieben, Gefühle und Entscheidungen, dafür entscheiden, ein bequemes Leben zu leben, Ruhm, Gewinn, einen guten Ruf und Wohlstand in der Welt zu haben und sich selbst zu verwirklichen. Sie glauben, dass dies bedeutet, ein gutes Schicksal zu haben, und dass ein Leben voller Mittelmäßigkeit und Erfolglosigkeit, ein Leben am untersten Rand der Gesellschaft, ein schlechtes Schicksal ist. So sehen die Dinge aus der Perspektive von Nichtgläubigen und weltlichen Menschen betrachtet aus, die weltliche Dinge verfolgen und es anstreben, in der Welt zu leben, und so kommt die Vorstellung von einem guten Schicksal und einem schlechten Schicksal auf. Die Vorstellung von einem guten Schicksal und einem schlechten Schicksal kommt nur durch das begrenzte Verständnis und die oberflächliche Wahrnehmung des Menschen in Bezug auf das Schicksal und ihrer Beurteilung, wie viel körperliches Leid sie ertragen, wie viel Vergnügen sie haben, wie viel Ruhm und Gewinn sie erlangen usw. auf. Wenn wir es aus der Perspektive von Gottes Anordnung des menschlichen Schicksals und Seiner Souveränität über dieses betrachten, gibt es in Wirklichkeit keine solchen Interpretationen von einem guten Schicksal oder einem schlechten Schicksal. Trifft das nicht zu? (Das tut es.) Wenn du das menschliche Schicksal aus der Perspektive der Souveränität Gottes betrachtest, dann ist alles, was Gott tut, gut, und das, was jeder Einzelne braucht. Denn Ursache und Wirkung spielen eine Rolle in den vergangenen und gegenwärtigen Leben; sie sind von Gott vorherbestimmt, Gott hat die Souveränität über sie und Gott plant sie und ordnet sie an – die Menschen haben keine Wahl. Wenn wir es von diesem Standpunkt aus betrachten, sollten die Menschen nicht darüber urteilen, ob ihr eigenes Schicksal gut oder schlecht ist, richtig?“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mir endlich klar, dass es aus Gottes Sicht so etwas wie ein gutes oder schlechtes Schicksal nicht gibt. Alles, was Gott tut, ist gut. Das Schicksal eines jeden Menschen unterliegt Gottes Herrschaft und wird von Ihm eingerichtet. Der Maßstab der Menschen, um zu beurteilen, ob ihr Schicksal gut oder schlecht ist, basiert darauf, wie viel sie in ihrem Leben leiden, wie viel Ruhm und Reichtum sie genießen und wie erfolgreich sie in ihrem Streben nach Ruhm, Gewinn und guten Zukunftsaussichten sind. Diese Beurteilung entspringt der Perspektive der fleischlichen Vorlieben des Menschen, und sie stimmt nicht im Geringsten mit Gottes Absicht überein. Das war es, was ich geglaubt hatte; ich dachte, dass all jene, die bei guter Gesundheit waren, die es zu Ansehen und Gewinn schaffen und Glanz und Reichtum genießen konnten, Menschen mit einem guten Schicksal waren, während diejenigen, die Krankheiten hatten, in Armut lebten und ihr ganzes Leben lang mittelmäßig waren, ohne dass jemand eine hohe Meinung von ihnen hatte, Menschen mit einem schlechten Schicksal waren. Und da ich ständig von Krankheiten geplagt wurde und mein Streben nach Ruhm, Gewinn und Zukunftsaussichten nie von Erfolg gekrönt war, dachte ich, ich hätte ein schlechtes Schicksal. Meine Sicht der Dinge war genau wie die der Nichtgläubigen; es war die Sichtweise von Ungläubigen. Einige Menschen erfreuen sich bester Gesundheit und verbringen ihr ganzes Leben damit, beharrlich um Geld, Ruhm, Gewinn und Status zu kämpfen. Selbst wenn ihre Wünsche in Erfüllung gehen, kennen sie weder den Wert noch den Sinn des Lebens. Einige von ihnen verbringen ihre Tage mit einem Gefühl der Leere, während andere nach allen möglichen Reizen suchen; einige von ihnen versinken in Maßlosigkeit, während andere sich sogar dazu entscheiden, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen. Haben sie wirklich gute Schicksale? Sind sie wirklich glücklich und fröhlich? Ich dachte daran, dass, obwohl einige Brüder und Schwestern aus einfachen Familien stammten und nicht als Leiter oder Verantwortliche im Haus Gottes ausgewählt worden waren, sie dennoch ihre eigenen Pflichten erfüllten und einige Wahrheiten verstanden. Einige von ihnen schrieben sogar Artikel, in denen sie Gott bezeugten; ihre Schicksale waren nicht schlecht. Obwohl ich von Krankheiten geplagt wurde, betete ich gerade deswegen oft zu Gott, und mein Herz wagte es nicht, Ihn zu meiden. Darüber hinaus hatte ich in diesen Jahren durch meine Textarbeiten einige Wahrheiten verstanden. All das kam meinem Lebenseintritt zugute. Außerdem besaß ich eine sehr arrogante Natur, und mein Verlangen nach Ansehen und Status war ziemlich stark. Dass ich also nicht befördert wurde, um so prestigeträchtige Pflichten zu tun, war Gottes Art, mich zu beschützen. Was noch wichtiger war: Wenn ich diese Krankheit nicht gehabt hätte, hätte ich mich definitiv mit Leib und Seele dem Streben nach Geld, Ruhm und Gewinn in der Welt verschrieben. Ich hätte unter Satans Macht gelebt und seine Schädigung erlitten, wäre Opfer seiner Tricks geworden und ihm komplett in die Hände gefallen, und ich hätte Gottes Errettung der letzten Tage nicht empfangen. Tatsächlich hatte ich durch diese Krankheit viel gewonnen, aber ich hatte mich immer darüber beschwert, dass ich ein schweres Los gezogen hätte. Ich hatte die ganze Zeit inmitten von Segnungen gelebt, und es nicht einmal bemerkt! Ich dachte an Gottes Worte: „Manche Leute fangen gerade erst aufgrund einer Krankheit an, an Gott zu glauben. Diese Krankheit ist Gottes Gnade für dich; ohne sie würdest du nicht an Gott glauben, und wenn du nicht an Gott glauben würdest, dann wärst du nicht so weit gekommen – und somit ist sogar diese Gnade, die Liebe Gottes“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen). Nun hatte ich diese Worte Gottes am eigenen Leib erfahren. Ich würde mich nicht mehr darüber beschweren, dass ich wegen meiner Krankheit ein schlechtes Schicksal hätte.
Ich las weitere Worte Gottes: „Sind die Gedanken und Ansichten jener Leute, die ständig sagen, sie hätten ein schlechtes Schicksal, richtig oder falsch? (Sie sind falsch.) Offensichtlich empfinden diese Menschen Niedergeschlagenheit, weil sie im Extremismus feststecken. … Sie betrachten Probleme und Menschen von diesem extremen und falschen Standpunkt aus und setzen sich dadurch immer wieder der Auswirkung und dem Einfluss dieser negativen Emotion aus, während sie leben, Menschen und Dinge betrachten und sich verhalten und handeln. Am Ende wirken sie, egal, wie sie leben, so erschöpft und können keine Begeisterung für ihren Glauben an Gott und das Streben nach der Wahrheit aufbringen. Unabhängig davon, wie sie ihr Leben gestalten, können sie ihre Pflicht nicht positiv bzw. aktiv tun, und obwohl sie seit vielen Jahren an Gott glauben, konzentrieren sie sich trotzdem nie darauf, ihre Pflicht mit ganzem Herzen und ganzem Verstand zu tun oder auf eine Weise zu tun, die dem Maßstab entspricht. Und natürlich streben sie erst recht nicht nach der Wahrheit oder praktizieren sie in Übereinstimmung mit den Wahrheitsgrundsätzen. Woran liegt das? Schließlich und endlich liegt es daran, dass sie ständig denken, ein schlechtes Schicksal zu haben, weswegen sie in tiefste Niedergeschlagenheit verfallen. Sie werden völlig entmutigt, kraftlos, wie wandelnde Leichen, ohne jede Vitalität. Sie zeigen kein positives oder optimistisches Verhalten, geschweige denn Entschlossenheit oder Ausdauer, ihre Pflicht, ihre Verantwortung und ihre Verpflichtungen mit der gebotenen Hingabe auszuführen. Vielmehr kämpfen sie sich widerwillig mit einer oberflächlichen Haltung von Tag zu Tag und bringen ihre Tage auf diese Weise wirrköpfig, benommen hinter sich, und das sogar, ohne irgendetwas dabei zu empfinden. Sie haben keine Ahnung, wie lange sie sich durchwurschteln werden. Am Ende bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich selbst zu ermahnen und zu sagen: ‚Ach, ich werde mich einfach, so lange ich kann, weiter durchwurschteln. Wenn ich eines Tages nicht mehr weitermachen kann und die Kirche mich ausschließen und ausmustern will, dann soll sie mich eben ausmustern. Was kann ich schon gegen mein schlechtes Schicksal tun?‘ Siehst du, selbst in ihrer Sprache sind sie so kraftlos. Diese Niedergeschlagenheit führt nicht nur zu einer einfachen Stimmung, sondern hat, was noch wichtiger ist, eine verheerende Auswirkung auf die Gedanken und Herzen der Menschen und auch auf ihr Streben. Wenn du deine Niedergeschlagenheit nicht rechtzeitig und rasch umkehren kannst, wird sie nicht nur dein ganzes Leben beeinflussen, sondern sie wird auch dein Leben zerstören und dich in den Tod führen. Selbst wenn du an Gott glaubst, wirst du nicht imstande sein, die Wahrheit und Errettung zu erlangen, und am Ende wirst du zugrunde gehen. Deshalb sollten diejenigen, die glauben, ihr Schicksal sei schlecht, jetzt aufwachen; ständig nachzuforschen, ob das eigene Schicksal gut oder schlecht ist, ständig nach irgendeiner Art von Schicksal zu streben, sich ständig Sorgen um sein Schicksal zu machen – das ist nichts Gutes. Wenn du dein Schicksal immer zu ernst nimmst, wenn du auf eine leichte Störung oder Enttäuschung stößt oder wenn du Misserfolge, Rückschläge oder Peinlichkeiten erlebst, denkst du sofort, es liege an deinem eigenen schlechten Schicksal und deinem Pech. Also erinnerst du dich immer wieder daran, dass du jemand mit einem schlechten Schicksal bist, dass du kein gutes Schicksal hast wie andere Leute. Du stürzt dich immer wieder selbst in Niedergeschlagenheit, von der negativen Emotion der Niedergeschlagenheit umgeben, gefesselt und gefangen, außerstande ihr zu entkommen. Es ist äußerst beängstigend und gefährlich, wenn so etwas passiert. Auch wenn diese Emotion der Niedergeschlagenheit dich nicht arroganter und betrügerischer macht oder dazu führt, dass du Niederträchtigkeit und Unnachgiebigkeit oder andere solche verdorbenen Dispositionen offenbarst; auch wenn es nicht so weit kommt, dass du eine verdorbene Disposition offenbarst und Gott trotzt, oder du eine verdorbene Disposition offenbarst und gegen die Wahrheitsgrundsätze verstößt oder Störungen und Unterbrechungen verursachst oder böse Taten begehst, so ist diese Emotion der Niedergeschlagenheit doch ihrem Wesen nach eine sehr schwerwiegende Äußerungsform menschlicher Unzufriedenheit mit der Realität. Im Wesentlichen stellt diese Äußerungsform der Unzufriedenheit mit der Realität auch eine Unzufriedenheit mit Gottes Souveränität und Anordnungen dar. Und was sind die Folgen der Unzufriedenheit mit Gottes Souveränität und Seinen Anordnungen? Sie sind mit Sicherheit sehr schwerwiegend und führen zumindest dazu, dass du gegen Gott rebellierst und Ihm trotzt, Gottes Kundgebungen und Versorgung nicht annehmen kannst und Gottes Lehren, Ermahnungen, Erinnerungen und Warnungen nicht hören willst und nicht verstehen kannst“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). Gottes Worte ließen mich erkennen, dass es verheerende Folgen hat, wenn man ständig in diesem negativen Gefühl von Pessimismus und Niedergeschlagenheit feststeckt. Es führt nicht nur dazu, dass man die Dinge, die einem widerfahren, nicht mehr richtig einordnen kann, sondern raubt einem auch das Interesse daran, seine Pflicht zu tun und nach der Wahrheit zu streben, und am Ende verlieren sie ihre Chance, gerettet zu werden. Was noch viel gravierender ist: Diese Art von Niedergeschlagenheit zeugt davon, dass man mit der Realität sowie mit Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unzufrieden ist. Vom Wesen her ist das gleichbedeutend damit, sich bei Gott zu beklagen und im Stillen gegen Ihn aufzubegehren. Das ist von seiner Natur her äußerst ernst. Wegen des Aufflammens meiner Krankheit hatte ich in der Prüfung für die Universität ein schlechtes Ergebnis, und sie war auch der Grund, warum ich die Schule abbrach und wieder zurück nach Hause ging. Das war extrem schmerzhaft für mich, und ich gab dem Himmel und anderen Leuten die Schuld. Nachdem ich zum Glauben an Gott gekommen war, verhinderte meine Krankheit, dass ich befördert und gefördert wurde. Also dachte ich immer, ich hätte ein schweres Los gezogen, und beklagte mich bei Gott, dass Er mir diesen Körper gegeben hatte. Ich spulte bei der Ausführung meiner Pflicht auch nur mein Programm ab, ohne den Wunsch, aktiv mitzuwirken. Ich steckte mental ständig in dieser falschen Ansicht fest, ein schlechtes Schicksal zu haben, und ich wurde zunehmend niedergeschlagen, und beschwerte mich ständig bei Gott und verstand Ihn falsch. Ich sah ein: Wenn ich das Ruder nicht herumreiße, würde ich am Ende wegen meines Widerstands gegen Gott definitiv meine Chance auf Errettung verlieren. Diese Art von falschen Gedanken und Ansichten ist wirklich giftig. Sie bringt die Menschen dazu, den Dingen, die ihnen geschehen, nicht mit einer Haltung der Unterwerfung zu begegnen. Und am Ende können sie nur von Satan zum Narren gehalten und geschädigt werden. Als ich das erkannte, betete ich zu Gott: „Gott, ich habe mich immer darüber beschwert, dass mir ein schweres Los zuteilgeworden sei, und in dieser negativen Emotion der Niedergeschlagenheit gelebt. Das war eine stille Auflehnung gegen Dich; ich habe mich Dir widersetzt. Gott, ich will nicht so weitermachen; bitte führe mich.“
Danach las ich Gottes Worte und erfuhr, wie ich mein Schicksal richtig einordnen konnte. Der Allmächtige Gott sagt: „Welche Einstellung sollten die Menschen zum Schicksal haben? Du solltest dich nach den Anordnungen des Schöpfers richten und aktiv und fleißig nach dem Zweck und der Bedeutung hinter all diesen Anordnungen des Schöpfers suchen, um die Wahrheit zu verstehen, deine bedeutendste Funktion in diesem Leben, das Gott für dich angeordnet hat, zur Geltung zu bringen, die Pflichten, Verantwortungen und Verpflichtungen eines geschaffenen Wesens zu erfüllen und dein Leben bedeutungsvoller und wertvoller zu gestalten, bis der Schöpfer dich schließlich akzeptiert und sich an dich erinnert. Noch besser wäre es natürlich, wenn du dich nach Kräften bemühen könntest, durch Suchen und die Annahme der Wahrheit Rettung zu erlangen – das wäre das beste Ergebnis. In jedem Fall sollte die angemessenste Einstellung, die die geschaffene Menschheit gegenüber dem Schicksal einnehmen sollte, nicht darin bestehen, willkürliche Urteile zu fällen und Definitionen zu treffen oder mit extremen Methoden damit umzugehen. Natürlich sollten die Menschen erst recht nicht versuchen, sich ihrem Schicksal zu widersetzen, es abzulehnen oder es zu verändern. Vielmehr sollten sie ihr Herz zum Einsatz bringen, um es tief zu spüren, danach zu suchen, es zu erspüren und sich ihm zu fügen und ihm dann positiv zu begegnen. Zu guter Letzt solltest du in deinem Lebensumfeld und auf der Lebensreise, die Gott für dich eingerichtet hat, den Weg des Verhaltens suchen, den Gott dich lehrt, nach dem Weg suchen, von dem Gott will, dass du ihn einschlägst, und das Schicksal, das Gott für dich angeordnet hat, auf diese Weise durchleben, und am Ende wirst du gesegnet werden. Wenn du das Schicksal durchlebst, das der Schöpfer so für dich angeordnet hat, wirst du nicht nur Kummer, Traurigkeit, Tränen, Schmerz, Frustration und Misserfolge zu schätzen wissen, sondern, was noch wichtiger ist, du wirst Freude, Frieden und Trost sowie die Erleuchtung und Erhellung im Hinblick auf die Wahrheit erfahren, die der Schöpfer dir zuteilwerden lässt. Mehr noch: auf deinem Weg im Leben, wenn du dich verirrst, wenn du mit Rückschlägen, Misserfolgen und Entscheidungen konfrontiert bist, wirst du die Führung des Schöpfers erfahren. Am Ende wirst du zu dem Verständnis, der Erfahrung und der Einschätzung gelangen, wie man ein möglichst sinnvolles Leben führen kann. Dann wirst du nie wieder die Orientierung im Leben verlieren, dich nie wieder in einem ständigen Zustand der Angst befinden, und natürlich wirst du dich nie wieder darüber beklagen, ein schlechtes Schicksal zu haben, geschweige denn in Niedergeschlagenheit versinken, weil du das Gefühl hast, dein Schicksal sei schlecht. Wenn du diese Einstellung hast und diese Methode anwendest, um dich dem Schicksal zu stellen, das der Schöpfer für dich angeordnet hat, dann wird nicht nur deine Menschlichkeit normaler werden, sondern du wirst auch zu einer normalen Menschlichkeit kommen, und du wirst die Denkweisen, Sichtweisen und Grundsätze der Betrachtung der Dinge normaler Menschlichkeit besitzen – mehr noch, du wirst natürlich zu den Ansichten und dem Verständnis über den Sinn des Lebens kommen, die Nichtgläubige niemals haben werden“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). Anhand von Gottes Worten verstand ich, dass wir uns – ganz gleich, welches Schicksal Gott für uns arrangiert – immer Seinen Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen sollten. Geschaffene Wesen sollten eine solche Vernunft besitzen. Unabhängig von unserem Schicksal ist das Wichtigste, dass wir nach der Wahrheit streben, unsere Pflicht als geschaffenes Wesen erfüllen und ein Leben von Wert und Bedeutung ausleben können. Wie bei Hiob, Als Gott ihn anfangs mit einem ganzen Heer von Vieh, großem Reichtum und wunderschönen Kindern segnete, dachten die Leute, dass er ein gutes Schicksal hatte. Aber Hiob fand an diesen Dingen keinen Genuss. Er konzentrierte sich nur darauf, den Weg zu gehen, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden. Später musste er sich dann Prüfungen stellen. Von einem Tag auf den anderen verlor er all seinen Besitz, seine Kinder starben, und sein ganzer Körper war zudem mit Geschwüren übersät. In den Augen der Menschen war ihm großes Unheil widerfahren. Doch Hiob betrachtete die Dinge, die ihm passierten, nicht aus der Sicht der Menschen, Er wehrte und sträubte sich auch nicht dagegen. Vielmehr nahm er es von Gott an, suchte nach Gottes Absicht, pries Seinen heiligen Namen und blieb letztendlich in seinem Zeugnis standhaft. Da offenbarte Gott sich Hiob, und Hiob sah Ihn und sein Herz fand Frieden und Freude. Und schließlich starb er am Ende eines erfüllten Lebens. Was jedoch mein eigenes Schicksal betraf, so wollte ich es immerzu ändern und mich mit allen Mitteln davon befreien. Ich habe nicht gewissenhaft gesucht oder mich ihm mit einer positiven Einstellung gestellt, und deshalb lebte ich in unerträglichem Schmerz. Ich dachte an Gottes Worte: „Was ist die Ursache für diesen Schmerz? Liegt es an der Souveränität Gottes oder an einem schlechten Schicksal? Offensichtlich ist beides nicht wahr. Letzten Endes liegt die Ursache in den Wegen, die die Menschen einschlagen, und in der Art und Weise, wie sie beschließen, ihr Leben zu leben“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige III). Ich erkannte, dass ich so große Schmerzen hatte, weil es ein Problem mit dem Weg gab, dem ich bei meinem Streben folgte. Bevor ich an Gott glaubte, wollte ich mein Schicksal mithilfe von Wissen ändern. Ich strebte danach, mich von der Masse abzuheben und ein bequemes und wohlhabendes Leben zu führen. Auch nachdem ich zum Glauben an Gott gekommen war, strebte ich bei meiner Pflicht weiterhin nach Ansehen und Status, und wollte Pflichten tun, die es mir ermöglichten, mich abzuheben und die Wertschätzung der anderen zu gewinnen. Als meine Krankheit die Erfüllung meiner Wünsche verhinderte, beklagte ich mich über mein schlechtes Schicksal und lebte gefangen in Niedergeschlagenheit. Mein Verlangen nach Ruf und Status war so stark. Ich konnte nicht anders, als mich zu fragen: „Bedeutet die Erlangung von Ruf und Status, ein gutes Schicksal zu haben und Wert im Leben zu haben?“ Ich dachte daran, wie viele Menschen in der Kirche bloßgestellt und ausgemustert worden waren. Obwohl einige die Pflichten von Leitern und Mitarbeitern getan hatten, strebten einige von ihnen nicht nach der Wahrheit, sondern stur nach Ruf und Status und erhöhten und bezeugten sich selbst vor den Brüdern und Schwestern. Sie nahmen es nicht an, wenn sie zurechtgestutzt wurden, und letztendlich hat man sie entlarvt und ausgemustert. Ich begriff: Wenn Menschen nicht nach der Wahrheit streben und ihre Pflicht nicht auf bodenständige Weise tun, selbst wenn sie befördert und gefördert werden und viele Leute eine hohe Meinung von ihnen haben, werden sie Gottes Billigung nicht erlangen und letztendlich entlarvt und ausgemustert. Ich dachte daran, dass ich ganz am Anfang wegen meiner Krankheit zum Glauben an Gott gekommen war. Ich genoss die Versorgung durch Gottes Worte und verstand allmählich einige Wahrheiten. Wann immer ich krank wurde und gefangen in meiner Negativität lebte, nutzte Gott Seine Worte, um mich zu erleuchten und zu führen, und ermöglichte mir so, weiterzumachen. Gott hatte mir wirklich so viel gegeben. Dennoch dachte ich nicht daran, Seine Liebe zu vergelten und an meiner Pflicht auf bodenständige Weise festzuhalten. Ich sehnte mich nur nach Ansehen und Status und war nicht aufrichtig zu Gott. Ich war wirklich enorm aufsässig! Ich konnte nicht anders, als Tränen der Reue zu vergießen, und ich betete zu Gott: „Gott, ich bin so rebellisch gewesen. Ich habe immer nach Ruf und Status gestrebt und bin nicht den richtigen Weg gegangen; ich bin Deiner Errettung wahrlich unwürdig. Gott, alles, was ich will, ist, ordnungsgemäß an Dich zu glauben und mich Dir zu unterwerfen und meine Pflicht auf bodenständige Weise zu tun.“ Nachdem ich so viel verstanden hatte, fühlte ich mich nicht mehr niedergeschlagen.
In dieser Zeit konnte ich meine Brüder und Schwestern nicht erreichen, also hielt ich daran fest, jeden Tag Gottes Worte zu lesen, zu Ihm zu beten, Ihm näher zu kommen und das Schreiben von Predigten zu üben. Manchmal verschlechterte sich meine Gesundheit etwas, und meine Gelenke schmerzten so sehr, dass ich mich nicht bewegen oder aufstehen konnte. Unbewusst wurde ich etwas betrübt. Besonders als ich Videos von Brüdern und Schwestern sah, die sangen, tanzten und Gott priesen, war ich sehr neidisch und dachte: „Diese Brüder und Schwestern sind gesund, und sie können singen, tanzen und Gott preisen. Wie schön das sein muss! Ich kann nicht einmal aufstehen.“ Ich erkannte, dass ich mich in einem falschen Zustand befand, und bat Gott in stillem Gebet, mein Herz zu beschützen. Ich dachte an Gottes Worte: „Die Funktionen sind nicht dieselben. Es gibt einen Leib. Jeder von euch sollte seine Pflicht tun, jeder von euch sollte an seinem Platz sein und sein Allerbestes geben – für jeden Funken sollte es einen Lichtblitz geben – und ihr solltet nach Reife im Leben streben. So werde Ich zufrieden sein“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 21). Gott arrangiert für jede Person eine andere Pflicht. Jene Brüder und Schwestern sangen, tanzten und priesen Gott, und ich tat Textarbeiten und bezeugte Ihn. Jeder von uns erfüllte seine Funktion. Solange wir unsere Aufgaben nach besten Kräften erfüllten, würde Gott uns billigen. Bei diesem Gedanken fühlte sich mein Herz viel freier an. Heute glaube ich nicht mehr, dass ich ein schlechtes Schicksal habe. Ich möchte mich nur noch Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen, richtig nach der Wahrheit streben und meine Pflicht gut ausführen. Dass ich mich von dieser falschen Sichtweise, ein schlechtes Schicksal zu haben, befreien konnte, war der Führung von Gottes Worten zu verdanken. Dank sei Gott!