85. Überlegungen einer guten Ehefrau und liebevollen Mutter

Von Zhaoyang, China

Schon als junge Teenagerin liebte ich es, die Verfilmungen der Romane von Chiung Yao anzusehen. Darin waren die Heldinnen tugendhaft und gütig; ganz gleich, wie leidvoll oder schwer das Leben auch wurde, sie standen zu ihren Ehemännern und Familien und dienten ihnen unermüdlich und ohne sich zu beklagen. Sie wurden vom Publikum geliebt und bewundert und prägten mich nachhaltig. Zudem brachte mich die Prägung und Erziehung durch meine Familie allmählich zu der Überzeugung, dass eine Frau ihr Leben für ihren Mann und ihre Kinder leben und sich gut um die ganze Familie kümmern sollte und dass genau das eine gute Frau ausmachte. Nach meiner Heirat war ich, neben meiner Arbeit, tagtäglich damit beschäftigt, für die Mahlzeiten zu sorgen, für meine Familie zu waschen und zu putzen, und kümmerte mich bis ins kleinste Detail um die alltäglichen Bedürfnisse meines Mannes und meines Kindes. Tag für Tag, Jahr für Jahr, so schwer und anstrengend es auch war, beklagte ich mich nie. Meine Schwiegermutter und mein Mann waren sehr mit mir zufrieden, und Verwandte und Nachbarn lobten mich alle als tugendhafte und gute Ehefrau. Obwohl ich das Lob meiner Familie und die Komplimente meines Umfelds erhielt, fühlte ich mich innerlich nicht wirklich glücklich. Stattdessen fühlte ich mich durch die familiären Verstrickungen oft erschöpft und innerlich leer, und manchmal fragte ich mich: „Sollte das Leben wirklich so sein?“

2008 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an und begann schon bald, meine Pflichten in der Kirche zu tun. Drei Jahre später wurde ich zur Kirchenleiterin gewählt. Da ich mit der Kirchenarbeit sehr beschäftigt war, musste ich täglich früh aus dem Haus und kam erst spät wieder zurück. Wenn ich spät nach Hause kam, war mein Mann manchmal unzufrieden mit mir und meine Schwiegermutter behandelte mich abweisend. Um das Bild einer guten Ehefrau und Schwiegertochter, das sie von mir hatten, aufrechtzuerhalten, eilte ich nach der Kirchenarbeit nach Hause, um mich sofort an die Hausarbeit zu machen und meiner Schwiegermutter bei ihren Aufgaben zu helfen. Ich war jeden Tag sehr beschäftigt, hatte keine Zeit, Gottes Worte zu lesen, und manchmal nickte ich während der Versammlungen sogar ein. Im Herzen wusste ich, dass ich als geschaffenes Wesen meine Pflichten erfüllen sollte, aber ich war auch der Meinung, dass eine Frau eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter sein und sich gut um die Familie kümmern sollte. Ich hatte das Gefühl, wenn ich mich nicht um meine Familie kümmern könnte, wäre ich keine gute Frau, würde von anderen kritisiert werden und mein Gewissen würde mir keine Ruhe lassen. Infolgedessen war mein Herz immer von Familienangelegenheiten eingenommen und eingeschränkt, und ich konnte mich nicht meinen Pflichten hingeben. Während der Nationalfeiertage 2012 hatte mein Kind sieben Tage frei, doch genau zu dieser Zeit luden uns die oberen Leiter zu einer Versammlung ein, und es gab Kirchenarbeit, die umgesetzt werden musste, also war ich vier Tage lang nicht zu Hause. Obwohl ich in der Kirche war, war ich in Gedanken bei meiner Familie. Ich machte mir Sorgen: „Wird meine Schwiegermutter sich in meiner Abwesenheit gut um mein Kind kümmern können? Wird mein Mann wütend werden?“ Mein Herz kam nie zur Ruhe, und das beeinträchtigte die Ausführung meiner Pflichten. Auf dem Heimweg war ich sehr beklommen und hatte Angst, dass mein Mann wütend auf mich sein würde. Als ich nach Hause kam, sagte ich kein Wort, ganz gleich, wie meine Schwiegermutter und mein Mann mich ausschimpften, und arbeitete nur still vor mich hin, denn ich fühlte mich schuldig, meine Verantwortung nicht erfüllt zu haben. Als mein Mann und meine Schwiegermutter später im Fernsehen die haltlosen Gerüchte sahen, die die KPCh verbreitete, um die Kirche des Allmächtigen Gottes in Verruf zu bringen, standen sie meinem Glauben zunehmend ablehnend gegenüber.

Eines Abends – ich war gerade nach Hause gekommen – wurde mein Mann wütend auf mich. Er drohte, meinen Roller in den Fluss zu werfen und wollte sogar meine Bücher mit Gottes Worten wegwerfen. Verzweifelt versuchte ich, ihm die Bücher zu entreißen. Während des Gerangels ohrfeigte er mich mehrmals und schlug mir mit einem Wischmoppstiel auf die Beine. Meine Schwiegermutter tat so, als sähe sie nichts, und ging einfach in ihr Zimmer zurück. Es brach mir das Herz. Nur wegen meines Glaubens behandelten sie mich so. Später brach mein Mann in Tränen aus und entschuldigte sich bei mir, also vergab ich ihm. Ich dachte, er hätte mich nur so behandelt, weil ich mich nicht gut genug um die Familie gekümmert hatte. Danach bemühte ich mich, vorsichtig meine Pflicht zu tun und gleichzeitig den Familienfrieden zu wahren. Weil ich mich nie mit ganzem Herzen meiner Pflicht widmen konnte, blieben gute Ergebnisse aus, was mich zutiefst zermürbte. Ich sah, wie sich Brüder und Schwestern ohne familiäre Verstrickungen von ganzem Herzen der Kirchenarbeit widmen konnten, und beneidete sie sehr. Ich wünschte mir sehr, eines Tages meine Pflicht genauso frei wie sie tun zu können. Wie wunderbar das wäre! In dieser Zeit hörte ich oft das Lied mit Gottes Worten: „Wirst du die Liebe in deinem Herzen Gott geben?“ Jedes Mal, wenn ich dieses Lied hörte, war ich zu Tränen gerührt. Obwohl ich an Gott glaubte und meine Pflicht tat, galt meine Treue meiner Familie, meinem Mann und meinem Kind. Ich hatte mein Herz nicht Gott gegeben und meine Pflichten nicht erfüllt. Bei dem Gedanken daran war ich beunruhigt und fühlte mich schuldig. Es war, als wäre ich von einem unsichtbaren Seil gefesselt, hin- und hergerissen zwischen meiner Pflicht und meiner Familie, und es schmerzte mich sehr. Also betete ich oft zu Gott und bat Ihn, mir einen Ausweg zu zeigen.

Später ging ich an einen anderen Ort, um meine Pflicht zu tun. Damals war ich entschlossen, meine Pflicht gut auszuführen, doch schon bald merkte ich, dass ich meinen Mann und mein Kind nicht hintenanstellen konnte, und kehrte nach Hause zurück. Mein Herz war nicht bei meiner Pflicht, meine Pflicht brachte keine Ergebnisse, und so wurde ich entlassen. Nach meiner Entlassung war ich sehr negativ eingestellt. Ich fühlte mich nicht wie jemand, der nach der Wahrheit strebte, und verlor die Entschlossenheit, weiter voranzukommen. Einige Monate später hielt die Leiterin mit mir Gemeinschaft und wies mir Textarbeiten zu. Ich war nervös und glücklich zugleich und dachte: „Diese Pflicht ist eine Erhöhung von Gott. Aber wenn ich durch die Pflicht mehr zu tun habe, kann ich nicht mehr oft nach Hause. Was wird dann aus meinem Mann und meinem Kind? Meine Schwiegermutter hat auch Schmerzen im Bein, und wenn ich nicht so oft da bin, wer kümmert sich dann um sie?“ Bei diesen Gedanken verließ mich der Mut, diese Pflicht anzunehmen. Mir war aber auch klar, dass eine solche Gelegenheit selten war und dass ich sie für immer verpassen könnte, wenn ich sie ausschlug. Also betete ich zu Gott: „Gott, immer wieder habe ich meine Pflicht aufgeschoben, um mich um meine Familie zu kümmern, und Dich damit betrübt und enttäuscht. Jetzt, da ich die Gelegenheit habe, meine Pflicht auszuführen, möchte ich mich bemühen, Deinen Anforderungen gerecht zu werden, aber ich habe nicht die Größe, und ich fürchte, ich werde diese Erfahrung nicht durchstehen. Gott, bitte führe mich und gib mir Glauben und Stärke.“ Danach hörte ich das Lied mit Gottes Worten „Gott mag diejenigen mit Entschlossenheit“: „Während wir dem praktischen Gott folgen, müssen wir zu Folgendem entschlossen sein: Es spielt keine Rolle, wie enorm die Situationen sind, mit denen wir konfrontiert werden, oder welchen Schwierigkeiten wir begegnen, noch, wie schwach oder negativ wir sind: Wir dürfen den Glauben an unseren Dispositionswandel oder an die von Gott gesprochenen Worte nicht verlieren. Gott hat den Menschen ein Versprechen gegeben, und um das auszustehen, müssen sie Entschlossenheit, Glauben und Durchhaltevermögen zeigen. Gott mag keine Feiglinge; er mag Menschen voller Entschlossenheit. Selbst wenn du eine Menge Verdorbenheit offenbart hast, selbst wenn du viele Umwege genommen hast oder viele Verfehlungen begangen hast, dich über Gott beklagt hast oder, während du in der Religion gelebt hast, dich Gott widersetzt hast oder in deinem Herzen Lästerungen gegen Ihn gehegt hast und so weiter – Gott kümmert das alles nicht. Gott schaut nur darauf, ob jemand nach der Wahrheit strebt und ob er sich eines Tages ändern kann(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Der Weg der Praxis für den Wandel der eigenen Disposition). Gottes Worte gaben mir Glauben, und ich war tief berührt. Gott blickte nicht auf meine vergangenen Misserfolge, sondern darauf, ob ich die Gelegenheit, meine Pflicht zu tun, jetzt schätzen und aufrichtig Buße tun konnte. Gott mag Menschen mit Entschlossenheit. Diesmal durfte ich kein Feigling sein und Gott nicht noch einmal enttäuschen. Ich war bereit, diese Gelegenheit, meine Pflicht zu tun, wertzuschätzen.

Nachdem ich die Textarbeiten übernommen hatte, suchte ich nach relevanten Worten Gottes zu meinem Zustand. Ich las zwei Abschnitte aus Gottes Worten: „Die Menschen, die in dieser realen Gesellschaft leben, wurden zutiefst von Satan verdorben. Ob die Menschen gebildet sind oder nicht, in ihren Gedanken ist viel der traditionellen Kultur verankert. Von Frauen wird zum Beispiel erwartet, dass sie ihren Ehemännern zur Seite stehen und ihre Kinder erziehen, eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter sind, dass sie ihr ganzes Leben ihren Ehemännern und Kindern widmen, für sie leben und für drei anständige Mahlzeiten am Tag sorgen, die Wäsche waschen, putzen und alle anderen Hausarbeiten gut erledigen. Das ist die allgemein anerkannte Norm, um eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter zu sein. Zudem glaubt jede Frau, genau so sollte es sein, und wenn sie diese Dinge nicht tut, sei sie keine gute Frau und verstoße gegen ihr Gewissen und die moralischen Normen. Diese moralischen Normen zu verletzen wird das Gewissen mancher Frauen schwer belasten; sie werden glauben, sie hätten ihre Ehemänner und Kinder enttäuscht und seien keine guten Frauen. Aber wenn du anfängst, an Gott zu glauben und viele Seiner Worte gelesen, einige Wahrheiten verstanden und gewisse Angelegenheiten durchschaut hast, wirst du denken: ‚Ich bin ein geschaffenes Wesen, und als solches sollte ich meine Pflicht erfüllen und mich für Gott aufwenden.‘ Kommt es an diesem Punkt zu einem Konflikt zwischen dem Wunsch, eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter zu sein, und der Ausführung deiner Pflicht als geschaffenes Wesen? Wenn du eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter sein möchtest, kannst du deine Pflicht nicht in Vollzeit tun, und wenn du deine Pflicht in Vollzeit tun möchtest, kannst du keine gute Ehefrau und liebevolle Mutter sein. Was tust du jetzt? Wenn du dich dafür entscheidest, deine Pflicht gut zu tun, Verantwortung für die Arbeit der Kirche zu übernehmen und dich Gott hinzugeben, dann kannst du keine gute Ehefrau und liebevolle Mutter mehr sein. Was würdest du davon halten? Welche Zwietracht und Unstimmigkeiten würden in deinem Kopf entstehen? Hättest du das Gefühl, deine Kinder und deinen Mann enttäuscht zu haben? Woher kommt dieses Gefühl von Schuld und Unbehagen? Wenn du deine Pflicht als geschaffenes Wesen nicht erfüllst, hast du dann das Gefühl, du hättest Gott enttäuscht? Du empfindest keine Schuld und machst dir keine Vorwürfe, weil in deinem Herzen und deinem Geist nicht die geringste Wahrheit zu finden ist. Was also verstehst du? Traditionelle Kultur und wie man eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter ist. So entsteht in deinem Kopf die Auffassung: ‚Wenn ich keine gute Ehefrau und liebevolle Mutter bin, dann bin ich keine gute oder anständige Frau.‘ Diese Auffassung wird dich von nun an fesseln und kontrollieren, und wenn du anfängst, an Gott zu glauben und eine Pflicht zu tun, beeinflussen dich solche Auffassungen noch immer. Wenn es einen Konflikt gibt zwischen der Ausführung deiner Pflicht und deinem Wunsch, eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter zu sein, entscheidest du dich vielleicht widerwillig dafür, deine Pflicht zu tun, und zeigst dabei etwas Hingabe Gott gegenüber, doch in deinem Herzen empfindest du immer noch Unbehagen und Schuld. Daher suchst du, wenn du während der Ausführung deiner Pflicht etwas freie Zeit hast, nach Gelegenheiten, dich um deine Kinder und deinen Ehemann zu kümmern, weil du es ihnen gegenüber umso mehr wiedergutmachen willst, und du denkst, es sei in Ordnung, wenn du mehr leiden musst, solange du nur deinen Seelenfrieden hast. Ist die Ursache dafür nicht der Einfluss von Ideen und Theorien der traditionellen Kultur, wie man eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter ist?(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine eigenen falschen Ansichten erkennt, kann man sich wahrhaft wandeln). „Was meint Gott, wenn er sagt: ‚Gott ist die Quelle menschlichen Lebens‘? Es geht darum, dass jeder Mensch Folgendes erkennt: Unser Leben und unsere Seelen kommen alle von Gott und wurden von Ihm geschaffen – sie kommen nicht von unseren Eltern und schon gar nicht von der Natur, sondern sie wurden uns von Gott geschenkt; es ist nur so, dass unser Fleisch von unseren Eltern geboren wurde und unsere Kinder von uns geboren werden, jedoch liegt das Schicksal unserer Kinder ganz in Gottes Hand. Dass wir an Gott glauben können, ist eine Gelegenheit, die Er uns geschenkt hat; es ist von Ihm bestimmt worden und Ausdruck Seiner Gnade. Es besteht daher keine Notwendigkeit für dich, deine Verpflichtung oder Verantwortung gegenüber jemand anderem zu erfüllen; du solltest nur die Pflicht gegenüber Gott erfüllen, die du als geschaffenes Wesen erfüllen solltest. Das ist es, was die Menschen vor allem anderen tun müssen, es ist die Hauptsache und vorrangigste Aufgabe, die die Menschen in ihrem Leben vor allem erfüllen sollten. Wenn du deine Pflicht nicht gut erfüllst, bist du kein geschaffenes Wesen, das dem Maßstab entspricht. In den Augen anderer magst du eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter sein, eine ausgezeichnete Hausfrau, ein treues und dankbares Kind und ein aufrechtes Mitglied der Gesellschaft, aber vor Gott bist du jemand, der sich gegen Ihn auflehnt, jemand, der weder seine Verpflichtung noch seine Pflicht erfüllt hat, jemand, der Gottes Auftrag angenommen, ihn aber nicht erfüllt, sondern auf halbem Weg aufgab. Kann so jemand Gottes Anerkennung gewinnen? Solche Menschen sind wertlos(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man seine eigenen falschen Ansichten erkennt, kann man sich wahrhaft wandeln). Gottes Worte ließen mich verstehen, dass die Ideen und Ansichten, die ich immer vertreten hatte – dass eine Frau sich um ihren Mann kümmern, ihre Kinder erziehen und eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter sein sollte –, von Satan stammen. Satan flößt den Menschen die Ansicht ein, eine Frau solle ihr Leben zu Hause verbringen, ihrer Familie dienen, ihr Leben um Mann und Kinder ausrichten, und wenn sie sich nicht gut um sie kümmere, sei sie keine gute Frau. Mit diesem Gedanken hatte ich mein ganzes Leben gelebt. Obwohl mir vollkommen bewusst war, dass an Gott zu glauben und seine Pflicht zu tun vollkommen normal und gerechtfertigt ist und das ist, was ein geschaffenes Wesen tun sollte, dachte ich bei der Ausführung meiner Pflicht ständig an alles zu Hause. Wann immer ich etwas Freizeit hatte, kümmerte ich mich um die Familienangelegenheiten und opferte dafür sogar meine Zeit für Andachten und das Lesen von Gottes Worten. Ich verspürte keine wirkliche Last für meine Pflicht und verzögerte die Arbeit der Kirche. Während ich äußerlich meine Pflicht zu tun schien, drehten sich meine Gedanken in Wahrheit um das tägliche Leben meines Mannes und meines Kindes. Und wenn ich auch nur eine Kleinigkeit falsch machte und meinen Mann unglücklich sah, hatte ich das Gefühl, meine Verantwortung nicht erfüllt zu haben. Selbst als mein Mann mich schlug, ausschimpfte und meine Bücher mit Gottes Worten wegwerfen wollte und obwohl meine Schwiegermutter mich verspottete und ausschimpfte, hasste ich sie nicht. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass ich meiner Verantwortung nicht gerecht wurde und keine gute Ehefrau und liebevolle Mutter war. Tatsächlich aber hat Gott in Seinen Worten von Frauen niemals verlangt, eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter zu sein. Was Gott von uns verlangt, ist, dass wir nach der Wahrheit streben, die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut tun und unsere Verantwortung und unsere Mission erfüllen. Ich verstand die Wahrheit nicht und behandelte Satans abwegige und absurde Irrlehren wie die Wahrheit, bis zu dem Punkt, dass ich es als richtig erachtete, eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter zu sein, und die Ausführung der Pflicht eines geschaffenen Wesens nur als Nebensache ansah. Ich verspürte keinerlei Schuld oder Unbehagen, wenn ich meine Pflicht nicht gut tat, aber wenn ich mich nicht gut um meine Familie kümmerte, fühlte ich mich, als ob ich sie im Stich ließe. Es stellte sich heraus, dass meine Ansichten und Vorstellungen das Problem waren. Das menschliche Leben kommt von Gott, und Gott hat für mich in dieser Welt eine Verantwortung vorgesehen, die ich erfüllen, und eine Mission, die ich vollenden sollte, nicht, um für meine Familie oder Verwandten zu leben. Wenn ich, um eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter zu sein und mich gut um meine Familie zu kümmern, nicht einmal die Pflicht tun könnte, die ich hätte tun sollen, dann wäre ich ein durch und durch egoistischer Mensch, jemand, den Gott hasst und verabscheut. Über die Jahre hatte ich so viel Zeit damit verschwendet, eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter sein zu wollen, und hatte viele Gelegenheiten verpasst, meine Pflichten zu tun. Ich konnte nicht mehr so weiterleben. Später legte ich mein Herz bewusst in meine Pflicht. Manchmal, wenn ich an zu Hause dachte, betete ich zu Gott und bat Ihn, mein Herz zu schützen, damit ich meiner Pflicht den Vorrang geben konnte, und ehe ich mich versah, wurde mein Herz ruhig. Gelegentlich fuhr ich nach Hause, um dort mit anzupacken, und egal, was mein Mann oder meine Schwiegermutter sagten, mein Herz fühlte sich nicht länger eingeschränkt.

Im Juni 2015 ging ich weg, um meine Pflicht zu tun. Früher, als ich meine Pflicht in meiner Heimatstadt tat, konnte ich nach einiger Zeit nach Hause zurückkehren, aber diesmal war ich mehrere Monate nicht zurückgekehrt. Als das Wetter kälter wurde, begann ich mir Sorgen zu machen: „Wie geht es meinem Mann und meinem Kind? Sind meine Eltern bei guter Gesundheit?“ Bei diesen Gedanken wurde ich wieder unruhig und wollte in meine Heimatstadt zurückkehren, um wieder dort meine Pflicht zu tun. Mir war klar, dass diese Denkweise nicht richtig war, also betete ich zu Gott und bat Ihn, mein Herz zu schützen. Später las ich Gottes Worte: „Ihr solltet alles anstreben, was schön und gut ist, und ihr solltet die Wirklichkeit aller positiven Dinge erlangen. Mehr noch solltet ihr für euer Leben Verantwortung übernehmen, und ihr dürft es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Menschen kommen auf die Erde und sie begegnen Mir nicht leicht, und sie haben auch selten die Gelegenheit, die Wahrheit zu suchen und zu gewinnen. Warum wollt ihr diese wunderbare Zeit nicht als den richtigen Weg hoch schätzen, den es in diesem Leben zu verfolgen gilt? Und warum seid ihr der Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber stets so abweisend? Warum trampelt ihr immer weiter und ruiniert euch selbst für diese Ungerechtigkeit und diesen Schmutz, die mit den Menschen spielen?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Worte für die Jungen und die Alten). Gottes Worte inspirierten mich sehr und gaben mir das richtige Lebensziel. Die Tatsache, dass ich Gottes Werk der letzten Tage annehmen und die Gelegenheit erhalten hatte, bei der Verbreitung des Evangeliums meine Pflicht zu tun, war nicht nur ein Segen für mich, sondern vor allem Gottes Erhöhung an mir. Ich dachte daran, wie Petrus sein Leben damit verbrachte, danach zu streben, Gott kennenzulernen und zu lieben. Als Gott ihm anvertraute, die Herde zu hüten, spürte er Gottes Liebe und Vertrauen in ihn und war noch mehr bereit, nach der Wahrheit zu streben und alles zu geben, um Gott zufriedenzustellen. Am Ende konnte er für Gott kopfüber gekreuzigt werden, legte ein überwältigendes Zeugnis ab und erlangte Gottes Anerkennung. Das Leben von Petrus war äußerst bedeutungsvoll. Jetzt ist die entscheidendste Zeit für die Verbreitung des Evangeliums, und ich musste dem Beispiel von Petrus folgen, meine Chance, meine Pflicht zu tun, wertschätzen, all meine Energie in das Streben nach der Wahrheit investieren und meine Pflicht zur Verbreitung des Evangeliums des Königreichs erfüllen. Danach war ich bei der Ausführung meiner Pflicht nicht mehr so stark von Familienangelegenheiten eingeschränkt und ich fühlte mich viel entspannter.

Später las ich weitere von Gottes neuesten Worten und gewann tiefere Einblicke in die traditionellen kulturellen Vorstellungen von tugendhaften Frauen und von guten Ehefrauen und liebevollen Müttern. Gott sagt: „Die Menschen im Osten wollen, dass Frauen immer brav sind, dass sie die Drei Gehorsamkeiten und Vier Tugenden verkörpern, dass sie tugendhaft und sanft sind – zu welchem Zweck? Um sie leicht kontrollierbar zu machen. Das ist eine bösartige Ideologie, die aus der traditionellen östlichen Kultur entstanden ist, und sie fügt den Menschen tatsächlichen Schaden zu und führt letztendlich dazu, dass Frauen ein Leben ohne eigene Richtung oder eigene Ansichten führen. Diese Frauen wissen nicht, was sie tun sollen, wie sie es tun sollen oder welche Handlungen richtig oder falsch sind. Sie verschreiben sogar ihr ganzes Leben ihren Familien und haben dennoch das Gefühl, sie hätten nicht genug getan. Stellt das nicht eine Art von Schaden für Frauen dar? (Ja, das tut es.) Sie widersetzen sich nicht einmal, wenn ihnen ihre eigenen Rechte genommen werden, Rechte, die sie genießen sollten. Warum widersetzen sie sich nicht? Sie sagen: ‚Sich zu widersetzen ist falsch, das ist nicht tugendhaft. Schau dir die und die an, die machen sich so viel besser als ich und haben viel mehr gelitten, und doch beklagen sie sich nie.‘ Warum würden sie so etwas denken? (Sie stehen unter dem Einfluss der traditionellen kulturellen Denkweise.) Es liegt an dieser traditionellen Kultur, die tief in ihnen Wurzeln geschlagen und ihnen großes Leid zugefügt hat. Wie schaffen sie es, diese Art von Qual zu ertragen? Sie wissen ganz genau, dass diese Art von Qual schmerzhaft ist, dass sie sich dadurch hilflos fühlen und es ihnen im Herzen wehtut. Wie können sie es also trotzdem ertragen? Was ist der objektive Grund? Dass es ihr gesellschaftlicher Hintergrund ist und sie sich dementsprechend nicht davon befreien können, sondern sich nur demütig fügen. So empfinden sie es auch subjektiv. Sie verstehen weder die Wahrheit noch, wie Frauen mit Würde leben sollten, noch die richtige Lebensweise für Frauen. Niemand hat ihnen diese Dinge gesagt. Was ist ihres Wissens nach der Maßstab für das Verhalten und Handeln von Frauen? Die traditionelle Kultur. Sie denken, dass das, was von Generation zu Generation weitergegeben wurde, richtig ist, und dass das Gewissen eines jeden, der dagegen verstößt, verurteilt werden sollte. Das ist ihr ‚Maßstab‘. Aber ist dieser Maßstab wirklich richtig? Sollte er in Anführungszeichen gesetzt werden? (Ja, das sollte er.) Dieser Maßstab stimmt nicht mit der Wahrheit überein. Ganz gleich, wie anerkannt oder positiv das Verhalten einer Person unter dem Einfluss dieser Denk- und Sichtweise auch sein mag, ist es tatsächlich ein Maßstab? Das ist es nicht, denn es verstößt gegen die Wahrheit und die Menschlichkeit. Frauen in der östlichen Welt mussten sich lange um ihre ganze Familie kümmern, und sie waren für all die kleinen, trivialen Angelegenheiten verantwortlich. Ist das fair? (Nein, ist es nicht.) Wie können sie das dann dulden? Weil sie von dieser Art von Denk- und Sichtweise gebunden sind. Dass sie fähig sind, das zu erdulden, deutet darauf hin, dass sie tief im Inneren zu 80 Prozent sicher sind, dass es das Richtige ist, und dass sie, wenn sie nur ausharren, den Standards der traditionellen Kultur gerecht werden können. Und so bewegen sie sich in diese Richtung, auf diese Standards zu. Wenn sie tief im Inneren denken würden, dass es falsch ist und dass sie es nicht tun sollten, dass es nicht mit der Menschlichkeit übereinstimmt und dass es gegen die Menschlichkeit und die Wahrheit verstößt, könnten sie es dann trotzdem tun? (Nein, das könnten sie nicht.) Sie müssten dann einen Weg finden, sich von diesen Menschen zu trennen und nicht ihre Sklaven zu sein. Aber die meisten Frauen wagen das nicht – was denken sie? Dass sie ohne ihre Gemeinschaft zwar überleben könnten, aber von einem schrecklichen Stigma gezeichnet wären und bestimmte Konsequenzen erleiden würden, wenn sie gingen. Nachdem sie das abgewogen haben, denken sie, wenn sie es täten, würden ihre Kollegen darüber tratschen, dass sie nicht tugendhaft sind, und die Gesellschaft würde sie auf bestimmte Weise verurteilen und bestimmte Meinungen über sie haben, und das Ganze würde ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Letztendlich lassen sie es sich durch den Kopf gehen und meinen: ‚Es ist besser, es einfach zu ertragen. Sonst würde mich das Gewicht der Verurteilung erdrücken!‘ So sind die Frauen der östlichen Welt, von Generation zu Generation. Was müssen sie hinter all diesen guten Taten ertragen? Die Beraubung ihrer Menschenwürde und ihrer Menschenrechte. Stimmen diese Gedanken und Ansichten mit der Wahrheit überein? (Nein, das tun sie nicht.) Sie stimmen nicht mit der Wahrheit überein. Sie sind ihrer Würde und ihrer Menschenrechte beraubt worden, ihrer Integrität, ihres unabhängigen Lebensraums, ihres Freiraums für ihre eigenen Gedanken und ihres Rechts, zu sprechen und ihre eigenen Verlangen zu äußern – alles, was sie tun, tun sie für die Leute bei sich zu Hause. Welchen Zweck verfolgen sie damit? Den Standards gerecht zu werden, die die traditionelle Kultur an Frauen stellt, und von anderen gelobt zu werden, die sie als gute Ehefrauen und gute Menschen bezeichnen. Stellt das nicht eine Art von Folter dar? (Ja, das tut es.) Ist diese Denkweise angemessen oder verzerrt? (Sie ist verzerrt.) Stimmt sie mit der Wahrheit überein? (Nein, das tut sie nicht.)“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 8. Sie wollen, dass die anderen sich nur ihnen unterwerfen, nicht der Wahrheit oder Gott (Teil 3)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, sah ich meine Gefühle voll und ganz bestätigt. Ich war genau die Art von Mensch, über den Gott entlarvt, dass er von Satans traditioneller Kultur tief geschädigt sei. Schon seit meiner Jugend hatten die Bilder von tugendhaften und sanften Protagonistinnen in Fernsehserien einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Zusammen mit der Erziehung meiner Eltern und dem Einfluss gesellschaftlicher Ansichten waren meine Gedanken völlig eingeengt. Eine gute Ehefrau und liebevolle Mutter zu sein, mich um meinen Mann zu kümmern und mein Kind aufzuziehen – all das betrachtete ich als den Standard, den ich als Frau erfüllen musste, und hielt diese Dinge für positiv. Ich verbrachte all die Jahre damit, mich unterwürfig um meinen Mann und die Familie zu kümmern. Ich lebte nur dafür, mich um den Alltag meiner Familienmitglieder zu kümmern, ohne jegliche Integrität und Würde, und hielt dies auch noch für edel. Selbst als ich über die Jahre Gottes Worte hörte und wusste, dass sie die Wahrheit waren, wagte ich nicht, kühn danach zu streben, weil ich mein Image als „gute Frau“ aufrechterhalten wollte. Selbst als ich versuchte, meine Pflicht zu tun, geschah dies immer unter der Voraussetzung, das Leben meiner Familie nicht zu stören. Sobald ich mich nicht gut um meine Familie kümmern konnte, wurde ich unruhig, dachte, ich würde sie im Stich lassen, und überlegte mir schnell, wie ich es wiedergutmachen könnte. Ich hätte lieber meine Pflichten vernachlässigt, als mich nicht um sie zu kümmern. In Wirklichkeit sind mein Mann und meine Schwiegermutter Erwachsene, und zu diesem Zeitpunkt war mein Kind bereits in der Mittelstufe, sie konnten also perfekt für sich selbst sorgen. Aber ich machte mir immer noch Sorgen und hatte ständig das Gefühl, es sei falsch von mir, mich nicht um sie zu kümmern. Immer wieder schob ich die Kirchenarbeit beiseite und vernachlässigte den Lebenseintritt meiner Brüder und Schwestern. Ich war wirklich sowohl hassenswert als auch erbärmlich! An Gott zu glauben und unsere Pflichten zu tun, ist vollkommen normal und gerechtfertigt. Es war offensichtlich, dass meine Familie sich Gott widersetzte und mich davon abhielt, meine Pflichten zu tun, doch anstatt sie zu durchschauen, dachte ich sogar, es sei mein Fehler, weil ich mich während meiner Pflichtausführung nicht gut um sie kümmerte, und fühlte mich schuldig. Endlich erkannte ich, wie schädlich diese traditionellen kulturellen Vorstellungen für die Menschen sind und dass sie mein Denken völlig verdreht hatten, sodass ich Schwarz nicht mehr von Weiß und Richtig nicht mehr von Falsch unterscheiden konnte. Satan benutzt traditionelle kulturelle Vorstellungen wie das Ideal der „guten Ehefrau und liebevollen Mutter“ und die Lehre der „Drei Gehorsamkeiten und Vier Tugenden“, um uns irrezuführen, damit wir glauben, Frauen müssten in der Familie eine untergeordnete Rolle einnehmen und wie Sklaven für andere leben, und beraubt Frauen so ihres freien Willens und ihres Existenzrechts. Dies ist ein Mittel, um Frauen zu kontrollieren und auf ihnen herumzutrampeln. Ich konnte diese Dinge einfach nicht durchschauen. Deshalb wurde ich immer wieder von diesen traditionellen kulturellen Vorstellungen geschädigt und kontrolliert, schob meine Pflichten wiederholt auf, verlor meine Entschlossenheit, nach der Wahrheit zu streben, konnte die Pflichten, die ich hätte tun sollen, nicht tun und lebte ohne jegliche Integrität und Würde. Wenn das so weiterginge, würde ich am Ende, wenn Gottes Werk endet, nur von Gott ausgemustert werden. Als ich diese Dinge erkannte, wurde ich willens, Satan von ganzem Herzen abzulehnen und nicht länger nach diesen traditionellen kulturellen Vorstellungen zu leben.

Dann las ich weitere von Gottes Worten: „Gott hat der Menschheit freien Willen gegeben, und was für Gedanken entstehen aus diesem freien Willen? Stimmen sie mit der Menschlichkeit überein? Das Allermindeste sollte sein, dass diese Gedanken mit der Menschlichkeit übereinstimmen. Außerdem war es Seine Absicht, dass die Menschen im Laufe ihres Lebens korrekte Ansichten und ein korrektes Verständnis aller Arten von Menschen, Ereignissen und Dingen entwickeln, um dann den richtigen Weg, zu leben und Gott anzubeten, zu wählen. Ein auf eine solche Weise geführtes Leben ist von Gott gegeben und sollte genossen werden. Die Menschen jedoch werden ihr ganzes Leben lang von diesen sogenannten traditionellen Kulturen und moralischen Schriften eingeschränkt, gebunden und verdreht, und wozu werden sie letztendlich? Sie werden zu Marionetten der traditionellen Kultur. Wird das nicht dadurch verursacht, dass die Menschen die Wahrheit nicht verstehen? (Ja.) Würdet ihr euch in Zukunft dafür entscheiden, diesen Weg zu gehen? (Nein, das würde ich nicht.) … Was solltest du also tun? (Den Grundsätzen entsprechend handeln.) Natürlich ist es richtig, den Grundsätzen entsprechend zu handeln, und du solltest jeden Menschen den Grundsätzen entsprechend behandeln, sie als Brüder und Schwestern behandeln, wenn sie an Gott glauben, und als Nichtgläubige, wenn sie es nicht tun. Es ist nicht nötig, dir selbst Unrecht zu tun, deine Integrität zu verzerren oder deine Würde und deine Rechte aufzugeben, indem du dein Leben für sie opferst. Sie sind es nicht wert. Es gibt nur Einen auf dieser Welt, der es wert ist, für Ihn dein Leben hinzugeben. Wer ist das? (Gott.) Warum? Weil Gott die Wahrheit ist und Seine Worte der Maßstab für die Existenz, das Verhalten und das Handeln des Menschen sind. Solange du Gott und Gottes Worte hast, wirst du in deinem Verhalten und Handeln nicht abweichen und beides wird korrekt sein. Das ist die letztendliche Wirkung, die Gottes Worte bei jemandem erzielen, nachdem er gerettet wurde(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 8. Sie wollen, dass die anderen sich nur ihnen unterwerfen, nicht der Wahrheit oder Gott (Teil 3)). Gottes Worte brachten wirklich Licht in mein Herz. Gott hat die Ehe für die Menschen so vorgesehen, dass sie darin ihre Verantwortung für die Familie erfüllen, nicht um sie zu Sklaven zu machen und schon gar nicht, damit einer für den anderen lebt. In einer Ehe haben sowohl Ehemann als auch Ehefrau ihre eigenen Verantwortlichkeiten und Pflichten, und keiner von beiden muss sich nach den Launen des anderen richten. Ganz gleich, welche Rolle ich in meiner Ehe und Familie spiele, es ist einfach eine Verantwortung, der ich nachkommen sollte. Wenn es die Kirchenarbeit zulässt, kann ich meine Verantwortung als Ehefrau wahrnehmen und mich um die täglichen Bedürfnisse meiner Familie kümmern. Aber wenn meine Pflicht mich sehr in Anspruch nimmt und ich keine Zeit habe, nach Hause zu gehen, sollte ich meiner Pflicht den Vorrang geben. Nachdem ich diese Dinge verstanden hatte, verspürte ich eine große Befreiung und Freiheit in meinem Herzen. Es war, als hätte sich plötzlich ein Fenster in meinem Herzen geöffnet und alles mit Licht durchflutet.

Es sind Gottes Worte, die mich dazu geführt haben, mich von der Knechtschaft und dem Schaden der traditionellen Vorstellung, eine „gute Ehefrau und liebevolle Mutter“ zu sein, zu befreien; jetzt kann ich bei der Verbreitung des Evangeliums des Königreichs meine Pflicht tun – das ist der größte Segen meines Lebens und das, was meinem Leben Wert verleiht. Dank sei Gott!

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