93. Das Streben nach der Wahrheit ist keine Frage des Alters

Von Chen Liang, China

2003 nahm ich Gottes Werk der letzten Tage an und kurz darauf übernahm ich die Pflicht einer Leiterin. Damals war ich gerade Anfang fünfzig und hatte auch noch keine gesundheitlichen Probleme. Tagsüber nahm ich an Versammlungen teil und predigte das Evangelium, und ganz gleich, wie spät es war, als ich nachts nach Hause kam, rüstete ich mich je nach den Zuständen meiner Brüder und Schwestern mit den jeweiligen Worten Gottes aus. Auch wenn es etwas stressig und anstrengend war, gab mir allein der Gedanke, meine Pflicht ausführen und in Zukunft von Gott errettet werden zu können, unendliche Kraft. Etwas mehr als zehn Jahre später begann sich mein Gesundheitszustand zu verschlechtern. Zuerst machte mir meine Gallenblase Probleme, sodass sie operativ entfernt werden musste. Dann litt ich an Wirbelgleiten im Lendenbereich, das ebenfalls durch eine Operation behoben werden musste. Nach diesen beiden Eingriffen war mir klar, dass es um meinen Körper weitaus schlechter bestellt war als zuvor. Außerdem litt ich noch an chronischen Krankheiten wie Gebärmuttermyomen und atrophischer, erosiver Gastritis, was an meinen Kräften zehrte und mich mutlos machte. Dann war ich zu Fuß nicht mehr so flott unterwegs und musste beim Treppensteigen des öfteren eine Pause einlegen. Und mein Gedächtnis ließ auch noch nach. Manchmal wollte ich etwas in einer bestimmten Hinsicht in Gottes Worten nachlesen, doch sobald ich mit der Suche begann, war mir bereits entfallen, was ich eigentlich hatte lesen wollen. Die Kirche arrangierte es so, dass ich entsprechend meiner körperlichen Verfassung eine Versammlung einer kleinen Gruppe selbst leiten konnte. Wenn meine Brüder und Schwestern mit welchen Zuständen auch immer zu tun hatten, half ich ihnen dabei, diese zu lösen. Und sollte es der Kirche manchmal an Gastfamilien fehlen, war ich für deren Aufnahme als Gastgeber zuständig. Obwohl meine Gesundheit nicht mehr die alte war, konnte ich dennoch einige Pflichten ausführen und fühlte mich voller Tatendrang.

Eines Tages nach einer Versammlung, als ich auf dem Heimweg war, meldeten sich meine alten Magen-Darm-Probleme zurück, und eine Schmerzwelle durchfuhr meinen Bauch. Ich schaffte es nur mit Mühe, mich aufrecht auf den Beinen zu halten und nach Hause zu kommen. Erst nachdem ich mich eine Weile hingelegt hatte, fühlte ich mich wieder ein wenig besser. Als die Leiterin sah, wie schlecht es um meine Gesundheit stand, bat sie mich, nur noch gelegentlich für meine Brüder und Schwestern bei Versammlungen in meinem Zuhause als Gastgeberin zu fungieren. Als ich diese Anordnung hörte, dachte ich: „Das war’s also. Jetzt kann ich zu Hause nur noch als Gastgeberin dienen. Je älter ich werde, desto schlechter wird es mir gesundheitlich gehen. Und sollte ich eines Tages nicht einmal mehr meine Pflichten als Gastgeberin erfüllen können, dann kann ich überhaupt keine Pflichten mehr tun. Welche Hoffnung bleibt mir dann noch, errettet zu werden?“ Bei diesen Gedanken verließ mich jede Kraft, ich fühlte mich zutiefst niedergeschlagen und dachte: „Ich werde immer älter, mein Gedächtnis lässt nach, ich kann mir nicht einmal mehr Gottes Worte merken und vergesse sofort wieder, was ich gerade gelesen habe. Wie soll ich da die Wahrheit verstehen? Egal, wie sehr man auch in meinem Alter danach strebt, man kommt doch nicht mehr voran. Ich werde einfach versuchen, einen Tag nach dem anderen über die Runden zu kommen.“ Manchmal schmerzte mir schon vom Kochen einer Mahlzeit der Rücken so sehr, dass ich mich nicht mehr richtig aufrichten konnte und mich auf einen Hocker daneben setzen musste, um mich auszuruhen. Besonders schlimm war es, wenn meine Magenkrämpfe einsetzten. Die Schmerzen waren so heftig, dass ich nicht wusste, ob ich das überleben würde. Ich fürchtete, dass ich eines Tages einfach zusammenbrechen und nicht einmal mehr an den Versammlungen teilnehmen könnte. Wenn ich die jungen Leute bei bester Gesundheit rennen und springen sah, wurde ich neidisch und dachte: „Wie herrlich, jung zu sein! Sie können überall hingehen und jede Pflicht ausführen. Sie haben noch bessere Chancen, errettet zu werden. Mein Gesundheitszustand dagegen verschlechtert sich von Tag zu Tag weiter, und wenn ich in Zukunft keine Pflichten mehr erfüllen kann, dann werde ich nutzlos sein, und Gott wird mir sicherlich den Rücken kehren!“ Ich erinnerte mich daran, wie ich noch vor einigen Jahren meine Pflichten ohne gesundheitliche Probleme ausgeführt hatte, doch mittlerweile war ich schon 72 Jahre alt und mein Körper hatte sich stark verändert. Ach, wie sehr wünschte ich mir, die Zeit um zwanzig Jahre zurückdrehen zu können! Aus diesem Grund fühlte ich mich oft betrübt, verharrte in einem Zustand der Negativität und hatte auch keine Lust mehr, nach der Wahrheit zu streben. Manchmal schaute ich Fernsehsendungen, um mir die Zeit zu vertreiben, und wenn mir etwas zustieß und ich dadurch meine Verdorbenheit offenbarte, suchte ich nicht nach der Wahrheit, um die Probleme zu lösen, sondern dachte nur kurz darüber nach und ließ es dann einfach gut sein. Selbst meine Gebete waren nur noch ein paar hohle Worte, und ich spürte, wie mein Herz sich immer weiter von Gott entfernte. Tief im Inneren wusste ich, dass es gefährlich war, so weiterzumachen, und ich wollte diesen Zustand der Mutlosigkeit überwinden, doch ich hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte.

Eines Tages stieß ich auf die Worte Gottes, die den Zustand älterer Menschen entlarvten, und ich erkannte mich darin sofort wieder. Der Allmächtige Gott sagt: „Unter den Brüdern und Schwestern befinden sich auch Senioren im Alter von 60 bis 80 oder 90 Jahren, die wegen ihres fortgeschrittenen Alters ebenfalls auf einige Schwierigkeiten stoßen. Trotz ihres Alters sind ihre Gedanken nicht unbedingt besonders korrekt oder vernünftig, und ihre Vorstellungen und Ansichten stimmen nicht unbedingt mit der Wahrheit überein. Diese Senioren haben auch Probleme und machen sich ständig Sorgen: ‚Meine Gesundheit ist nicht mehr so gut, und ich kann nur noch bestimmte Pflichten ausführen. Wird Gott sich an mich erinnern, wenn ich nur diese geringfügige Pflicht ausführe? Manchmal werde ich krank, und es muss sich jemand um mich kümmern. Wenn sich niemand um mich kümmern kann, kann ich meine Pflicht nicht ausführen, was soll ich dann tun? Ich bin alt, ich erinnere mich nicht an Gottes Worte, wenn ich sie lese, und es fällt mir schwer, die Wahrheit zu verstehen. Wenn ich über die Wahrheit Gemeinschaft halte, spreche ich auf eine wirre und unlogische Weise, und ich habe keine Erfahrungen, die es wert wären, mit den anderen zu teilen. Ich bin alt, und ich habe nicht genügend Energie, meine Augen sind nicht mehr so gut, und ich bin nicht mehr kräftig. Alles fällt mir schwer. Es ist nicht nur, dass ich meine Pflicht nicht ausführen kann, ich bin auch vergesslich und verstehe oft Dinge falsch. Manchmal bin ich wirr im Kopf, und ich verursache der Gemeinde und meinen Brüdern und Schwestern Probleme. Es ist sehr schwer für mich, nach der Wahrheit zu streben und Rettung zu erlangen. Was soll ich tun?‘ Der Gedanke an diese Dinge beunruhigt sie, und sie denken: ‚Warum habe ich erst in diesem Alter angefangen, an Gott zu glauben? Warum habe ich nicht wie die anderen in meinen 20ern oder 30ern angefangen zu glauben? Es wäre sogar in Ordnung gewesen, in meinen 40ern oder 50ern angefangen zu haben zu glauben! Warum bin ich erst in meinem hohen Alter auf Gottes Werk gestoßen? Es ist nicht so, dass ich ein schlechtes Schicksal habe; ich bin ja jetzt zumindest mit Gottes Werk in Berührung gekommen. Mein Schicksal ist gut, und Gott ist gütig zu mir gewesen! Es gibt nur eines, worüber ich nicht glücklich bin, und das ist, dass ich zu alt bin. Mein Gedächtnis ist nicht besonders gut, und meine Gesundheit ist nicht gerade großartig, aber mein Herz ist stark und unerschütterlich. Es ist nur so, dass mein Körper mir nicht gehorcht, und wenn ich bei Versammlungen eine Weile jemandem zuhöre, werde ich schläfrig. Manchmal schließe ich beim Beten meine Augen und schlafe ein. Wenn ich Gottes Worte lese, schweifen meine Gedanken ab, und wenn ich ein bisschen gelesen habe, werde ich müde und nicke ein und verinnerliche die Worte nicht. Was soll ich tun? Bin ich trotz solcher praktischer Schwierigkeiten noch in der Lage, nach der Wahrheit zu streben und sie zu verstehen? Wenn nicht, und wenn ich nicht in der Lage bin, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren, wird dann mein ganzer Glaube nicht umsonst gewesen sein? Werde ich nicht außerstande sein, Rettung zu erlangen? Was soll ich tun? Ich mache mir solche Sorgen! In diesem Alter ist nichts mehr wichtig. Jetzt, da ich an Gott glaube, gibt es nichts mehr, das mich beunruhigt oder mir Sorgen bereitet. Meine Kinder sind erwachsen, und ich muss mich nicht mehr um sie kümmern oder sie großziehen. Mein größter Wunsch im Leben ist, in den mir verbleibenden Jahren nach der Wahrheit zu streben, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen und letztendlich Rettung zu erlangen. Wenn ich mir allerdings meine derzeitige Situation ansehe – ich habe alte, schlechte Augen und bin wirr im Kopf, bin bei schlechter Gesundheit, unfähig, meine Pflicht gut zu erfüllen, und verursache manchmal Probleme, wenn ich versuche, so viel zu tun, wie ich kann – dann scheint es, als würde es für mich nicht einfach werden, Rettung zu erlangen.‘ Diese Dinge gehen ihnen ständig durch den Kopf und sie werden unruhig, und dann denken sie: ‚Es ist, als würden gute Dinge immer nur jungen Leuten passieren, und alten Menschen nicht. Ganz gleich, wie gut diese Dinge auch sein mögen, ich werde mich scheinbar nicht mehr an ihnen erfreuen können.‘ Je mehr sie über diese Dinge nachdenken, desto besorgter und unruhiger werden sie. Nicht nur sorgen sie sich um sich selbst, sie fühlen sich auch verletzt. … Können Senioren aufgrund ihres Alters nicht mehr nach der Wahrheit streben? Können sie die Wahrheit nicht verstehen? (Doch, das können sie.) Können Senioren die Wahrheit verstehen? Teilweise, aber auch junge Leute verstehen sie nicht völlig. Senioren hegen stets den Irrglauben, dass sie verwirrt sind und ein schlechtes Gedächtnis haben und deshalb die Wahrheit nicht verstehen können. Ist das eine Tatsache? (Nein.) Zwar haben junge Leute mehr Energie als Senioren und sind körperlich stärker, doch ihre Fähigkeit, Dinge zu verstehen, zu begreifen und zu erkennen, ist genau die gleiche wie die der Senioren. Waren Senioren nicht auch einmal jung? Sie wurden nicht alt geboren, und auch junge Leute werden eines Tages alt werden. Senioren dürfen nicht ständig denken, dass sie sich von jungen Menschen unterscheiden, nur weil sie alt, körperlich schwach und nicht bei bester Gesundheit sind und ein schlechtes Gedächtnis haben. In Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied. Was meine Ich, wenn Ich sage, dass es keinen Unterschied gibt? Ob die Menschen nun alt oder jung sind, ihre verdorbenen Dispositionen sind die gleichen, ihre Einstellungen und Ansichten zu allen möglichen Dingen sind die gleichen, und ihre Perspektiven und Standpunkte zu allen möglichen Dingen sind die gleichen. Senioren dürfen also nicht denken, dass sie keine Begierden oder wilde Ambitionen hegen und weniger verdorbene Dispositionen aufweisen, nur weil sie alt sind, weniger extravagante Wünsche als junge Leute haben und beständig sein können – das ist ein Irrglauben. Junge Leute können sich um ihre Position kämpfen – können Senioren das denn nicht? Junge Leute können Dinge tun, die gegen die Grundsätze verstoßen, und willkürlich handeln, können Senioren das nicht auch? (Doch, das können sie.) Junge Leute können arrogant sein, können Senioren nicht auch arrogant sein? Es ist nur so, dass Senioren, wenn sie sich arrogant verhalten, aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht so aggressiv sind, und ihre Art von Arroganz ist nicht so auffallend. Weil junge Leute in Körper und Geist flexibler sind, zeigen sie offensichtlichere Äußerungsformen von Arroganz, während ältere Menschen, die in Körper und Geist starr und unflexibel sind, weniger offensichtliche Äußerungsformen von Arroganz zeigen. Doch das Wesen ihrer Arroganz und ihre verdorbenen Dispositionen sind ein und dasselbe. … Es ist also nicht so, dass Senioren nichts zu tun haben, noch sind sie unfähig, ihre Pflichten auszuführen, geschweige denn unfähig, nach der Wahrheit zu streben – es gibt viele Dinge, die sie tun können. Die verschiedenen Irrlehren und Trugschlüsse, die du während deines Lebens angesammelt hast, sowie die verschiedenen traditionellen Vorstellungen und Auffassungen, die ignoranten, starrköpfigen, konservativen, unvernünftigen und verzerrten Dinge, die du angehäuft hast, haben sich alle in deinem Herzen aufgetürmt, und du solltest sogar noch mehr Zeit als junge Leute damit verbringen, diese Dinge ans Licht zu fördern, zu analysieren und zu erkennen. Es trifft nicht zu, dass du nichts zu tun hast oder dass du dich ständig bekümmert, beunruhigt und besorgt fühlen solltest – das ist weder deine Aufgabe noch deine Verantwortlichkeit(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Gott offenbarte genau meinen Zustand. In letzter Zeit hatte ich in Betrübnis und Beklemmung gelebt, immer mit dem Gefühl, älter zu werden, bei schlechter Gesundheit zu sein und ständig Dinge zu vergessen, sodass ich nur noch gelegentlich die Gastgeberpflicht übernehmen konnte. Ich machte mir Sorgen, dass ich mit zunehmendem Alter und nachlassender Gesundheit meine Pflichten nicht mehr ausführen könnte und somit nicht errettet werden würde. Egal, wie sehr ich auch danach strebte, alles schien sinnlos zu sein. In diesem Zustand der Mutlosigkeit versunken, fehlte mir jeglicher Antrieb, Gottes Worte zu lesen oder nach der Wahrheit zu streben, und so war ich nur noch halbherzig bei der Sache. Da wurde mir klar, dass dies meine eigenen abwegigen und absurden Ansichten waren. Und obwohl ältere Menschen vielleicht körperlich schwächer sind, weniger Energie haben und langsamer als die jungen reagieren, so haben sie in Wirklichkeit doch noch dieselbe Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen, und auch dieselbe verdorbene Disposition, genauso wie die jungen Leute. Solange sie nach der Wahrheit streben und ihre verdorbene Disposition überwinden, können auch sie errettet werden. Aufgrund des hohen Alters wiegt der Einfluss der Gesellschaft schwerer, die satanischen Gifte sind im Inneren tiefer und hartnäckiger als bei jungen Menschen verwurzelt, und es erfordert mehr Zeit, die verschiedenen traditionellen Auffassungen und verdorbenen Dispositionen zu erkennen und im Detail zu analysieren. Sah ich zum Beispiel, wie einige Brüder und Schwestern Verdorbenheit offenbarten, blickte ich auf sie herab, und verurteilte und verachtete sie insgeheim. Das war eine arrogante Disposition. War das nicht genau das, worüber ich nachdenken und was ich erkennen sollte? Aber ich verstand Gottes Absichten nicht. Ich versank in einem Zustand der Betrübnis und Beklemmung und so strebte ich nur noch halbherzig nach der Wahrheit. Verstand ich Gott in diesem Punkt einfach nicht richtig? Da erkannte ich, dass Gott jeden Menschen, ganz gleich ob jung oder alt, erleuchten und führen wird, solange er nach der Wahrheit dürstet und danach strebt. Gott bewässert und versorgt uns mit der Wahrheit, unabhängig vom Alter. So kommt es nur darauf an, ob wir danach streben und auch bereit dazu sind, uns beim Praktizieren von Gottes Worten Mühe zu geben. Gott sprach gezielt den Zustand der älteren Menschen an, in der Hoffnung, dass sie dadurch ihre Betrübnis und Beklemmung loslassen, sich auf die Suche nach der Wahrheit konzentrieren können und eben nicht in ihren festgefahrenen Auffassungen und Einbildungen leben und sich selbst dabei aufgeben. Ich aber benutzte immer mein hohes Alter und mein schlechtes Gedächtnis als Ausrede, um nicht nach der Wahrheit streben zu müssen und es mir bequem zu machen. Und wenn ich so weitermachen würde, wäre ich diejenige, die dabei verlieren würde. Erst nachdem ich Gottes Absichten verstanden hatte, erwachte ich und erkannte: Wenn ich in diesem verworrenen Zustand weiter verharren würde, gefangen in meinen abwegigen, absurden und extremen Auffassungen, würde ich letztendlich daran scheitern, die Wahrheit zu erlangen, und mir würde nichts als Vernichtung bleiben. Ich dankte Gott für Seine tröstenden und ermutigenden Worte für uns ältere Menschen und dafür, dass Er uns den Weg der Wahrheit wies, nach der wir streben sollten. Das ist Gottes Liebe zu uns. Ich durfte meine Entschlossenheit, nach der Wahrheit zu streben, nicht verlieren. Ich musste mich selbst richtig behandeln, aus den Situationen, die Gott für mich arrangiert hatte, Lehren ziehen, mich darauf konzentrieren, nach der Wahrheit zu suchen sowie mich selbst zu erkennen, und dadurch eine Veränderung meiner Disposition erreichen. Genau das musste ich tun.

Als mir das klar wurde, begann ich nachzudenken: „Was war der Grund dafür, dass ich früher bei der Ausführung meiner Pflichten tagtäglich so unendlich viel Energie hatte, aber jetzt, da ich älter bin und mein Körper von Tag zu Tag schwächer wird, mein Herz voller Negativität und Betrübnis ist und ich nicht mehr vorwärtsstreben möchte? Was beherrscht mich?“ Auf meiner Suche las ich Gottes Worte: „Die Menschen glauben an Gott, damit sie gesegnet werden, belohnt werden, gekrönt werden. Steht das nicht in jedermanns Herz? Tatsächlich tut es das. Obwohl die Menschen nicht oft darüber reden und sogar ihr Motiv und ihren Wunsch verschleiern, Segnungen zu erlangen, sind dieser Wunsch und dieses Motiv tief in den Herzen der Menschen immer unerschütterlich gewesen. Ganz gleich, wie viel geistliche Theorie die Menschen verstehen, welche erfahrungsbasierten Erkenntnisse sie besitzen, welche Pflicht sie ausführen können, wie viel Leid sie erdulden oder wie hoch der Preis ist, den sie zahlen, nie lassen sie die Motivation, Segnungen zu erlangen, die tief in ihren Herzen verborgen ist, los, und arbeiten immer still in ihrem Dienst. Ist das nicht die Sache, die am tiefsten in den Herzen der Menschen vergraben ist? Wie würdet ihr euch ohne diese Motivation fühlen, Segnungen zu erhalten? Mit welcher Einstellung würdet ihr eure Pflicht ausführen und Gott folgen? Was würde aus den Menschen werden, wenn diese in ihren Herzen verborgene Motivation, Segen zu empfangen, beseitigt würde? Viele Menschen würden womöglich negativ werden, während einige in ihren Pflichten demotiviert werden würden. Sie würden das Interesse an ihrem Glauben an Gott verlieren, als wäre ihre Seele verschwunden. Sie würden den Anschein erwecken, als wäre ihr Herz fortgerissen worden. Deshalb sage Ich, dass die Motivation, Segnungen zu erlangen, etwas ist, das tief in den Herzen der Menschen verborgen ist. Während sie ihre Pflicht ausführen oder das Leben der Kirche ausleben, sind sie vielleicht der Meinung, in der Lage zu sein, ihrer Familie zu entsagen und sich für Gott bereitwillig aufzuwenden und dass sie nun ihre Motivation, Segen zu empfangen, kennen und diese Motivation abgelegt haben und nicht mehr von ihr beherrscht oder eingeschränkt werden. Dann denken sie, dass sie die Motivation, gesegnet zu werden, nicht mehr aufweisen, doch Gott glaubt etwas anderes. Die Menschen betrachten Angelegenheiten nur oberflächlich. Ohne Prüfungen sind sie mit sich zufrieden. Solange sie die Kirche nicht verlassen oder den Namen Gottes leugnen und sie darauf beharren, sich für Gott aufzuwenden, glauben sie, sie hätten sich geändert. Sie haben das Gefühl, bei der Ausführung ihrer Pflicht nicht länger von persönlichem Enthusiasmus oder momentanen Impulsen angetrieben zu werden. Stattdessen glauben sie, sie können nach der Wahrheit streben und dass sie die Wahrheit fortlaufend suchen und praktizieren können, während sie ihre Pflicht ausführen, sodass ihre verdorbenen Dispositionen gereinigt sind und sie irgendeine echte Veränderung erreichen. Wenn allerdings Dinge passieren, die direkt mit dem Bestimmungsort und Ergebnis der Menschen zusammenhängen, wie verhalten sie sich dann? Die Wahrheit wird in ihrer Gesamtheit offenbart(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Sechs Kriterien für Wachstum im Leben). Als ich über Gottes Worte nachdachte, wurde mir schließlich klar, dass der Grund, warum ich in Betrübnis und Beklemmung gefangen war und mich selbst aufgegeben hatte, darin lag, dass ich mich alt fühlte und meinte, dadurch in Zukunft keine Pflichten mehr ausführen zu können, und somit auch keine Hoffnung mehr auf Errettung oder Segen hätte. Deshalb lebte ich in Negativität und widersetzte mich Gott. Früher konnte ich mich für meine Pflichten aufwenden und mich mit Leib und Seele aufopfern, selbst wenn ich krank war, führte ich meine Pflichten mit Freude aus. Ich dachte, solange ich meine Pflichten ausführen könnte, hätte ich Hoffnung, von Gott errettet zu werden. Später aber verschlimmerten sich meine Krankheiten, meine Gesundheit ließ von Tag zu Tag nach, und es war sogar fraglich, ob ich überhaupt noch die Gastgeberpflicht würde ausführen können. Ich hatte das Gefühl, keine Hoffnung mehr auf Segen zu haben, der Glaube an Gott schien bedeutungslos, und es wäre besser für mich, das Leben zu genießen. Also verbrachte ich meine Tage damit, fernzusehen, hörte auf, nach der Wahrheit zu streben, und meine Haltung gegenüber meinem Glauben war nur noch halbherzig. Inwiefern konnte ich da aufrichtig an Gott glauben? Ich tat meine Pflichten nicht, um nach der Wahrheit zu streben und Gott zufriedenzustellen. Stattdessen benutzte ich die Ausführung meiner Pflichten, um mit Gott darüber zu verhandeln und dadurch ein gutes Ergebnis und auch einen guten Bestimmungsort zu erreichen. Sobald ich davon überzeugt war, keinen Segen mehr empfangen zu können, gab ich mich selbst auf. Die Ursache lag in meinen falschen Absichten und Ansichten in meinem Glauben. Ich dachte an diejenigen, die sich aufrichtig für Gott aufwandten und nach der Wahrheit strebten. Wenn sie sich schmerzhaften Prüfungen gegenübersahen, machten sie sich wahrscheinlich auch Sorgen über deren Ergebnis und Bestimmungsort. Doch waren sie in der Lage, zu Gott zu beten und nach der Wahrheit zu suchen, um ihre Probleme zu lösen. Sie wandten sich gerne für Gott auf, ohne eine Belohnung dafür zu verlangen. Sie erfüllten einfach ihre Pflichten, um für Gott Zeugnis abzulegen und Ihn zufriedenzustellen. Aber was war mit mir? Obwohl ich schon seit vielen Jahren an Gott glaubte, hatte ich weder nach einer Veränderung meiner Disposition gestrebt noch darüber nachgedacht, wie viel Wahrheit ich eigentlich praktiziert hatte. Ich hatte nicht bedacht, ob ich meine Pflichten und meine Verantwortung erfüllt hatte, sondern war nur darauf aus, Segen zu erlangen. Als meine Schmerzen schlimmer wurden, dachte ich, ich könnte keinen Segen mehr empfangen, und gab der Verzweiflung nach. Inwiefern war ich da Gott gegenüber wirklich aufrichtig? Meine bisherigen Opfer und Aufwendungen dienten alle nur dazu, Segen und Vorteile zu erlangen. Es waren lediglich Versuche, mit Gott zu verhandeln und Ihn zu betrügen. Ich war wirklich verachtenswert! Ich musste an Paulus denken, der über Meere und Länder reiste, um das Evangelium zu predigen, und der Großes vollbrachte. Er hatte jedoch bei der Ausführung seiner Pflichten nur die Absicht, Segen und eine Krone zu empfangen, und letztendlich änderte sich seine Disposition auch nicht. Er erhob sogar offen seine Stimme gegen Gott und forderte eine Krone der Gerechtigkeit. Er kränkte Gottes Disposition und wurde dafür von Gott ausgemustert und bestraft. Als ich mich selbst in diesem Licht betrachtete, erkannte ich, dass es mir in Bezug auf meine Pflichten darum ging, ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort zu erreichen, und dass ich mit meinen Absichten bezüglich meiner Pflichten falschlag. Egal, wie viele Pflichten ich ausführte, allein durch die Tatsache, dass meine verdorbene Disposition sich nicht änderte, würde Gott mich verabscheuen. Ich dachte daran, wie sehr sich Gott uns mitteilte, um uns vor Satans Schaden zu retten, wie Er mit solcher Beharrlichkeit und Ernsthaftigkeit sprach, alles in der Hoffnung, dass wir den Weg des Strebens nach der Wahrheit gehen würden. Doch war ich Gott gegenüber überhaupt nicht aufrichtig. Mir fehlte es gänzlich an Gewissen und Vernunft! Als ich dies erkannte, betete ich zu Gott: „Gott, ich glaube schon seit über zwanzig Jahren an Dich, doch habe ich mich nicht aufrichtig für Dich aufgewandt. Ich bin selbstsüchtig, verachtenswert und es fehlt mir an Menschlichkeit. Ich bin so verdorben, aber Du hast mich nicht verschmäht und errettest mich doch immer wieder. Ich bin bereit, meine falschen Absichten aufzugeben und meine Pflichten zu erfüllen!“

Danach las ich Gottes Worte: „Gott wünscht sich für alle, dass sie perfektioniert werden, um schließlich von Ihm gewonnen zu werden, um ganz von Ihm gereinigt zu werden und zu Menschen zu werden, die Er liebt. Es spielt keine Rolle, ob Ich sage, dass ihr rückständig seid oder dass ihr ein schwaches Kaliber aufweist – das ist alles Tatsache. Dass Ich das sage, beweist nicht, dass Ich beabsichtige, euch den Rücken zu kehren, dass Ich Meine Hoffnung in euch verloren habe, geschweige denn, dass Ich euch nicht retten will. Heute bin Ich gekommen, um das Werk eurer Errettung zu vollbringen, das heißt, dass das Werk, das Ich verrichte, eine Fortsetzung des Werks der Errettung ist. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, perfektioniert zu werden: Unter der Voraussetzung, dass du bereit bist und danach strebst, wirst du am Ende in der Lage sein, dieses Ergebnis zu erreichen, und keinem von euch wird der Rücken gekehrt werden. Wenn du von schwachem Kaliber bist, werden Meine Anforderungen an dich deinem schwachen Kaliber entsprechen. Wenn du von hohem Kaliber bist, dann werden Meine Anforderungen an dich deinem hohen Kaliber entsprechen. Wenn du unwissend und ungebildet bist, werden Meine Anforderungen an dich deiner Ungebildetheit entsprechen. Wenn du gebildet bist, werden Meine Anforderungen an dich der Tatsache entsprechen, dass du gebildet bist. Wenn du älter bist, werden meine Anforderungen an dich deinem Alter entsprechen. Wenn du fähig bist, deine Pflicht als Gastgeber auszuführen, werden Meine Anforderungen an dich entsprechend sein. Wenn du sagst, dass du keine Gastgeberpflicht ausführen kannst und du nur eine bestimmte Funktion ausführen kannst, sei es das Predigen des Evangeliums oder dich um die Kirche zu kümmern oder dich anderen allgemeinen Angelegenheiten anzunehmen, werde Ich dich entsprechend der Funktion, die du ausführst, perfektionieren(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). „Ich bestimme den Bestimmungsort eines jeden Menschen nicht auf der Grundlage seiner Jahre, seines Dienstalters oder der Menge seines Leidens, noch weniger danach, wie mitleiderregend er ist, sondern danach, ob er die Wahrheit besitzt. Es gibt keine andere Möglichkeit. Ihr müsst verstehen, dass alle, die nicht Gottes Willen befolgen, ausnahmslos bestraft werden. Dies ist etwas, das keine Person ändern kann. Daher werden all diejenigen, die bestraft werden, wegen der Gerechtigkeit Gottes bestraft und als Vergeltung für ihre vielen bösen Taten(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Gott in Seinem Werk nicht nach Schema F verfährt und auch niemanden überfordert. Stattdessen richten sich Seine Anforderungen nach der tatsächlichen Situation und dem Hintergrund jedes Einzelnen. Seine Anforderungen richten sich bei älteren Menschen nach ihrem Alter und bei jenen von geringem Kaliber nach deren Kaliber. Solange wir nach der Wahrheit streben und unsere Pflichten den Grundsätzen entsprechend gut erfüllen, haben wir alle die Möglichkeit, errettet zu werden. Gleichzeitig verstand ich auch, dass Gott das Ergebnis eines Menschen nicht nach dessen Alter oder Opferbereitschaft bemisst, sondern dass es darauf ankommt, ob man nach der Wahrheit strebt und eine Veränderung in seiner Disposition durchläuft. Obwohl meine Gesundheit nicht mehr so robust war wie früher, hatte mir Gott nicht den Rücken gekehrt, und die Kirche sorgte weiterhin dafür, dass ich entsprechend meiner körperlichen Verfassung meine Pflichten nach besten Kräften ausführen konnte. Vielleicht würde sich meine Gesundheit noch derart verschlechtern, dass ich dann keine wichtigen Pflichten mehr ausführen könnte, aber ich konnte ja nach der Wahrheit suchen, um meine verdorbene Disposition zu überwinden. Und wenn sich meine Brüder und Schwestern in einem schlechten Zustand befanden, konnte ich ebenfalls Gottes Worte finden, um mit ihnen Gemeinschaft zu halten und sie dadurch zu unterstützen. Ich konnte auch den Menschen in meiner Umgebung das Evangelium predigen. Es ist ja nicht so, dass es keine Pflichten gäbe, die ich tun könnte. Und obwohl ich schon älter und bei schlechter Gesundheit war, war ich noch bei klarem Verstand. Meine Ohren konnten noch hören und Gottes Worte aufnehmen, meine Augen konnten noch Gottes Worte lesen und mein Mund konnte noch sprechen und Gemeinschaft halten. Solange ich nach der Wahrheit strebte, gab es für mich Hoffnung, von Gott errettet zu werden. Früher suchte ich nicht nach der Wahrheit, sondern verfiel ständig der Betrübnis und Beklemmung, Segen empfangen zu wollen, und verschwendete dadurch Zeit, die ich für das Streben nach Wahrheit hätte nutzen können. So vollkommen sinnlos!

Dank der Erinnerung meiner Brüder und Schwestern erkannte ich später schließlich, dass meine Ansicht „Solange ich meine Pflicht tue, werde ich Segen empfangen und errettet werden“ abwegig und absurd war. Gott sagt: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Pflicht des Menschen und der Tatsache, ob er Segnungen empfängt oder Unglück erleidet. Pflicht ist, was der Mensch erfüllen sollte; es ist seine vom Himmel gesandte Berufung und er sollte sie ausführen, ohne Belohnungen zu suchen und ohne Bedingungen oder Ausreden. Nur das kann als die Ausführung der eigenen Pflicht bezeichnet werden. Segnungen zu empfangen bezieht sich auf die Segnungen, die ein Mensch genießt, wenn er nach dem Erlebnis des Gerichts vervollkommnet wird. Unglück erleiden bezieht sich auf die Strafe, die ein Mensch erhält, wenn sich seine Disposition nach dem Durchlaufen der Züchtigung und des Gerichts nicht ändert – das heißt, wenn er nicht vervollkommnet wird. Jedoch unabhängig davon, ob sie Segnungen empfangen oder Unglück erleiden, sollten geschaffene Wesen ihre Pflicht erfüllen, tun, was sie tun sollten, und tun, was sie tun können; dies ist das Mindeste, das eine Person – eine Person, die nach Gott strebt – tun sollte. Du solltest deine Pflicht nicht ausführen, nur um Segnungen zu empfangen, und du solltest dich nicht weigern, deine Pflicht auszuführen, aus Angst, Unglück zu erleiden(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Unterschied zwischen dem Amt des fleischgewordenen Gottes und der Pflicht des Menschen). Gottes Worte ließen mich erkennen, dass die Ausführung meiner Pflicht nichts damit zu tun hatte, ob ich Segen empfing oder nicht. Es hatte nichts damit zu tun, dass ich meine Pflicht tat, noch mehr Pflichten ausführte oder noch mehr Leid ertrug, um Segen zu empfangen. Diese abwegige und absurde Ansicht hatte ich. Ich bin ein geschaffenes Wesen, Gott ist der Schöpfer, und meine Pflicht ist das, was ich tun sollte. Daher sollte ich auf Gottes Worte hören und meine Pflicht erfüllen. Nur durch die Ausführung meiner Pflicht kann meine Verdorbenheit offenbart werden, und nur dann habe ich die Chance, mich selbst zu erkennen, mich von meiner Verdorbenheit zu befreien und von Gott errettet zu werden. Egal, wie viele Pflichten ich ausführe, wenn ich nicht nach der Wahrheit strebe und sich meine Lebensdisposition kein bisschen ändert, werde ich dennoch von Gott ausgemustert. Ich dachte an Petrus, der bei der Ausführung seiner Pflicht nach der Wahrheit strebte und sich auch auf eine Veränderung seiner Disposition konzentrierte. Er tat seine Pflicht einzig und allein, um Gott zufriedenzustellen. Er handelte ganz ohne Eigennutz oder unlautere Absichten und versuchte auch nicht, mit Gott zu verhandeln. Und ganz gleich, wie sehr Gott ihn prüfte oder läuterte, er war unterwürfig bis in den Tod. Weil er den Weg der Wahrheit beschritt, fand er schließlich Gottes Anerkennung. Ich musste dem Beispiel des Petrus folgen und nach einer Veränderung meiner Disposition streben. Da ich nun als Gastgeberin für Versammlungen bei mir zu Hause fungieren konnte, wollte ich dies nach besten Kräften tun. Und auch wenn ich eines Tages schwer krank werden sollte und nicht mehr an Versammlungen teilnehmen oder meine Pflichten ausführen könnte, würde ich mich dennoch Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen und mich weder beklagen noch Gott die Schuld dafür geben. Rückblickend erkannte ich, dass ich Gottes Werk der letzten Tage annehmen, so viele Wahrheiten und Geheimnisse verstehen und so viel Versorgung durch Gottes Wort genießen durfte. Ich konnte so Gottes Gericht und Züchtigung annehmen, um meine verdorbene Disposition zu erkennen. All das zeigte mir, dass es Gott war, der mich Schritt für Schritt hierhin geführt hatte und dass ich so viel von Gottes Liebe und Gnade empfangen hatte! Dank dieser Erkenntnis fühlte ich mich nicht länger durch meinen negativen Zustand eingeschränkt oder gefangen.

Erst durch diese Erfahrung begriff ich, dass Gott gerecht ist, und dass Er jedem Menschen, egal ob alt oder jung, gleichermaßen Gnade erweist. Solange wir nach Wahrheit streben, können wir Gottes Errettung empfangen. Früher dachte ich immer, Gott würde mich nicht mehr annehmen, wenn ich aufgrund meines Alters und meiner zahlreichen Krankheiten meine Pflichten nicht mehr ausführen könnte. Aber das waren nur meine Auffassungen und Vorstellungen und entsprachen nicht den Absichten Gottes. Von nun an wollte ich mich, unabhängig von meinem Gesundheitszustand, auf das Streben nach Wahrheit konzentrieren, mich gehorsam Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen und meine Pflichten nach besten Kräften ausführen, um Gottes Liebe zu erwidern.

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