11. Wie ich die Behinderung und die Verfolgung durch meinen Vater überwand
Als ich klein war, glaubten meine Eltern beide an Gott. Aus Neugier las ich auch einige Bücher mit Gottes Worten und erfuhr, dass Himmel und Erde und alle Dinge von Gott geschaffen wurden, und dass Er über unser Schicksal, unser Leben und unseren Tod herrscht. 2012 hörten meine Eltern auf zu glauben, doch meine Oma glaubte weiter und las oft Gottes Worte mit mir. Im Mai 2021 nahm ich offiziell Gottes Werk der letzten Tage an. Wenn ich viel arbeitete, nutzte ich meine Freizeit für Versammlungen. Mein Vater hatte damals nichts dagegen, da ich als Friseurin arbeitete und acht- bis zehntausend Yuan im Monat verdiente. Unsere Verwandten und Freunde meinten alle, aus mir sei etwas geworden, und mein Vater war deshalb sehr glücklich und stolz. Später verstand ich durch die Versammlungen und das Lesen von Gottes Worten, dass ich als geschaffenes Wesen meine Pflicht tun sollte, um Gottes Liebe zu vergelten. Doch wegen meiner Arbeit hatte ich keine Zeit, meine Pflicht zu tun. Aber dann dachte ich daran, dass mein Herz von den Versammlungen des letzten Jahres mit meinen Brüdern und Schwestern erfüllt und nicht mehr leer wie zuvor war. Deshalb wollte ich meine Pflicht in Vollzeit tun. Ich dachte besonders an diese Worte Gottes: „Alle möglichen Katastrophen werden eine nach der anderen hereinbrechen; alle Länder und Orte werden Katastrophen erleben: überall gibt es Seuchen, Hungersnöte, Überschwemmungen, Dürre und Erdbeben. Diese Katastrophen geschehen nicht nur an ein oder zwei Orten, noch werden sie in ein oder zwei Tagen vorüber sein, sondern sie werden sich über eine immer größere Fläche ausbreiten und immer schlimmer werden. Während dieser Zeit werden hintereinander alle Arten von Insektenplagen auftreten, und das Phänomen des Kannibalismus wird allerorts ausbrechen. Das ist Mein Gericht über die unzähligen Länder und Völker“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 65). Mir wurde klar, dass sich Gottes Werk dem Ende zuneigt. Die Katastrophen werden immer schlimmer, besonders in den letzten zwei Jahren. Wir können nur gerettet werden und überleben, wenn wir vor Gott kommen. Die Zeit läuft ab, also muss ich dringend nach der Wahrheit streben und meine Pflicht tun. Mit diesem Gedanken entschied ich mich, meine Pflicht in Vollzeit zu tun. In dieser Zeit besuchte ich jeden Tag Versammlungen und las Gottes Worte. Ich verspürte eine Freude im Herzen, die ich nie zuvor gekannt hatte. Zwei Monate später kündigte ich meine Arbeit. Als mein Vater sah, dass ich nicht mehr arbeitete, war er überhaupt nicht glücklich. Er sagte: „Es ist gut, dass du an Gott glaubst, aber du kannst nicht einfach deine Arbeit kündigen. Mach es doch wieder wie früher, als du einen Teil der Zeit gearbeitet hast und die andere Zeit zu Versammlungen gingst. Wovon willst du leben, wenn du nicht arbeitest? Du bist im besten Alter, um Karriere zu machen. Ich sage das nur zu deinem Besten. Wenn du nicht auf mich hörst, wirst du es eines Tages bereuen!“ Mir war elend zumute, als ich das hörte. Ich hatte mein ganzes Leben in allem auf ihn gehört, auch schon als kleines Kind. Wie untröstlich wäre er, wenn ich dieses Mal nicht auf ihn hörte? Doch dann dachte ich daran, wie leer ich mich gefühlt hatte, als ich arbeitete, und wie unglaublich erfüllt ich jetzt war, wo ich meine Pflicht tat. Ich verstand nun, was im Leben wirklich bedeutsam und wert ist, danach zu streben. Außerdem neigt sich Gottes Werk dem Ende zu. Ich muss daher die begrenzte Zeit nutzen, um nach der Wahrheit zu streben. Die Wahrheit und das Leben zu gewinnen – das ist das Wichtigste. Mit diesem Gedanken sagte ich zu meinem Vater: „Am Arbeitsplatz gibt es nur Intrigen und Rangkämpfe. Indem ich jetzt meine Pflicht tue, gehe ich den richtigen Weg im Leben.“ Aber er versuchte trotzdem, mich von meinem Glauben an Gott abzubringen.
Eines Tages schickte mir mein Vater eine Nachricht: „Enttäusch mich nicht.“ Sofort liefen mir Tränen übers Gesicht. Ich dachte bei mir: „All die Jahre wollte mein Vater, dass ich mich von der Masse abhebe. Er hat einen hohen Preis gezahlt, um mich zu fördern. Jetzt, wo ich nicht mehr arbeite, sind seine Hoffnungen zerstört. Er muss schrecklich leiden! Ich bin schon erwachsen, bereite ihm aber immer noch Sorgen. Heißt das nicht, dass ich die Eltern nicht ehren würde? Seit ich klein war, kaufte mir mein Vater alles, was ich wollte; er hat mich immer verwöhnt. Wenn ich in Zukunft nicht mehr arbeite, enttäusche ich ihn, nach all der Mühe und den Aufwendungen, die er für mich auf sich genommen hat. Was werden unsere Verwandten und Freunde von mir denken?“ In meiner Negativität erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Worten, also suchte ich sie heraus, um sie zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Sag Mir, von wem stammen alle Dinge, die mit einem Menschen zu tun haben? Wer trägt die größte Last für sein Leben? (Gott.) Es ist Gott allein, Der die Menschen am meisten liebt. Lieben die Eltern und Verwandten der Leute sie denn wirklich? Ist die Liebe, die sie geben, wahre Liebe? Kann sie die Menschen aus dem Einfluss Satans erretten? Nein, das kann sie nicht. Die Menschen sind empfindungslos und stumpfsinnig, können diese Dinge nicht klar erkennen und sagen immer: ‚Ich kann einfach nicht spüren, wie Gott mich liebt. Und außerdem sind es meine Mutter und mein Vater, die mich am meisten lieben. Sie bezahlen mein Studium und lassen mich technische Fertigkeiten lernen, damit ich etwas aus mir machen kann, wenn ich erwachsen bin, damit ich andere übertreffen und ein Star, eine Berühmtheit werden kann. Meine Eltern geben so viel Geld aus, um mich zu fördern und mich bei meiner Schulbildung zu unterstützen, und sie knausern und sparen beim Essen. Ist das nicht eine enorm große Liebe? Ich kann ihnen das niemals vergelten!‘ Glaubt ihr, dass das Liebe ist? Welche Folgen hat es, wenn dich deine Eltern dazu antreiben, dass du andere übertriffst, zu einer Berühmtheit dort draußen in der Welt wirst, einen guten Job hast und dich in die Welt einfügst? Sie bringen dich unnachgiebig dazu, zu versuchen, andere zu übertreffen, deiner Familie Ehre zu verschaffen und dich in die bösen Trends der Welt zu integrieren. Dadurch gerätst du in den Strudel der Sünde, erleidest Verdammnis, gehst zugrunde und wirst von Satan verschlungen. Ist das Liebe? Das ist keine Liebe zu dir, das schadet dir, ruiniert dich. Wenn du eines Tages so tief sinkst, dass du den Punkt überschreitest, an dem du nicht umkehren kannst, so tief, dass du nicht fähig bist, dich selbst zu befreien, und du in die Hölle hinabsteigst, wirst du erst dann erkennen: ‚Oh, elterliche Liebe ist Liebe des Fleisches, und sie ist nicht förderlich für den Glauben an Gott oder das Gewinnen der Wahrheit – sie ist keine wahre Liebe!‘ Euch ist das vielleicht noch nicht klar geworden. Manche Menschen sagen: ‚Ich kann nicht spüren, auf welche Art Gott mich liebt. Ich denke immer noch, dass meine Mutter mich am meisten liebt. Sie steht mir in dieser Welt am nächsten. Es gibt einen Song mit dem Titel „Mama ist die Beste“. Das entspricht der Wirklichkeit; diese Aussage ist absolut wahr!‘ Eines Tages, wenn du wirklich Lebenseintritt hast und die Wahrheit gewonnen hast, wirst du sagen: ‚Meine Mutter ist nicht diejenige, die mich am meisten liebt, und mein Vater ist es auch nicht. Gott liebt mich am meisten, und Er ist mein Ein und Alles, denn Er hat mir das Leben geschenkt, und Er führt mich immerzu, versorgt mich und hat mich aus dem Einfluss Satans errettet. Gott allein ist es, Der die Menschen mit Leben versorgt, Der die Menschen führt und Der über alle Dinge herrscht.‘ Nur wenn du die Wahrheit verstehst und die Wahrheit vollständig gewonnen hast, wirst du die volle Tragweite dieser Worte begreifen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um die Wahrheit zu erlangen, muss man Lektionen von den Menschen, Ereignissen und Dingen um sich herum lernen). Früher dachte ich, all die Energie und das Geld, die mein Vater in meine Förderung steckten, seien Liebe. Doch nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass das, was mein Vater für mich empfand, keine wahre Liebe war. Sein Ziel war es, dass ich mich mit Leib und Seele dem Karrierestreben widme, mehr Geld verdiene und mich von der Masse abhebe, sodass ich die Bewunderung und den Neid unserer Verwandten und Freunde erringen und ihn gut vor ihnen dastehen lassen könnte. Ich dachte daran, dass ich, als ich arbeitete, nur einmal pro Woche eine Versammlung besuchen konnte und überhaupt keine Zeit hatte, meine Pflicht zu tun. Meine ganze Zeit und Energie verbrachte ich damit zu arbeiten, Geld zu verdienen und mich mit Freunden und Kollegen zu vergleichen. Meine Gedanken waren beherrscht davon, wie ich Geld verdienen könnte, und um noch mehr zu bekommen, intrigierte ich gegen meine Kollegen und betrog die Kunden. Mein Verstand war völlig von Ruhm und Gewinn eingenommen, und mein Herz wurde immer leerer und voller Schmerz. Nur durch Gottes Liebe und Errettung hatte ich das Glück, Gottes Werk der letzten Tage anzunehmen, zur Kirche zu kommen und damit anzufangen, meine Pflicht zu tun. Ich lebte nicht mehr in den bösen Trends der Welt und strebte nicht mehr nach Ruhm und Gewinn. Wenn ich meine Pflicht nicht getan hätte, wäre ich immer noch im Strudel von Ruhm und Gewinn gefangen; ich wäre immer niederträchtiger geworden und hätte meine Chance auf Rettung komplett verloren. Als ich das erkannte, fasste ich einen Entschluss in meinem Herzen: Ich muss meine Pflicht in der Kirche unbedingt gut tun. Ich dachte an Gottes Worte: „Wenn deine Eltern schlechte Menschlichkeit haben, wenn sie dich ständig daran hindern, an Gott zu glauben und deine Pflicht zu tun, und wenn sie dich sogar hassen und verfluchen, weil du an Gott glaubst, was solltest du dann tun? Welche Wahrheit solltest du praktizieren? (Sie zurückweisen.) An diesem Punkt musst du sie zurückweisen. Du bist nicht mehr verpflichtet, sie zu ehren. Wenn sie an Gott glauben, dann sind sie Familie, deine Eltern. Wenn sie nicht an Gott glauben und sich Gott sogar widersetzen, dann geht ihr unterschiedliche Wege. Sie glauben an Satan und verehren den Teufelsfürsten, und sie folgen dem Weg Satans; sie folgen einem anderen Weg als du. Ihr seid keine Familie mehr. Sie betrachten Gottgläubige als ihre Gegner und Feinde, also hast du keine Verpflichtung mehr, dich um sie zu kümmern, und musst komplett den Kontakt mit ihnen beenden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Was ist die Wahrheitsrealität?). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass mein Vater und ich zwei verschiedenen Wegen folgten: Mein Vater arbeitete hart, um Geld zu verdienen, und strebte nach Ruhm und Gewinn, damit andere zu ihm aufschauten; er folgte dem Pfad Satans. Ich hingegen glaubte an Gott und tat meine Pflicht; ich folgte dem Weg, nach der Wahrheit zu streben und gerettet zu werden. Zuvor hatte ich in meinen fleischlichen Emotionen gelebt und gedacht, ich würde meinen Vater verletzen und enttäuschen, wenn ich meinen Job kündigte, und ich würde ihn immer hängen lassen. Aber heute, nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, konnte ich meinen Vater etwas besser durchschauen. Er glaubte nicht an Gott und versuchte sogar, mich vom Glauben abzuhalten. Wir folgten nicht demselben Weg, also konnte ich ihn nicht mehr aus der Perspektive einer Blutsverwandten betrachten. Als mir das klar wurde, war ich nicht mehr von meinen Emotionen eingeschränkt.
Im Dezember 2022 musste ich von zu Hause weg, weil ich mit meiner Pflicht sehr beschäftigt war, und ich kam nur einmal die Woche nach Hause. Als ich einmal nach Hause kam, sagte mein Vater streng zu mir: „Wann suchst du dir endlich Arbeit? Wenn du nicht arbeiten willst, dann bleib nicht hier. Geh zurück in unsere Heimat auf dem Land!“ Ich fing an, mir Sorgen zu machen: „Wenn ich nicht auf ihn höre, schickt er mich dann wirklich zurück in die Heimat? Könnte ich dann noch meine Pflicht tun?“ Danach schlich ich mich immer raus, um meine Pflicht zu tun. Als ich einmal gerade gehen wollte, um meine Pflicht zu tun, entdeckte mich mein Vater. Er sagte barsch: „Wenn du dich noch einmal rausschleichst, komm nicht wieder. Wenn du es tust, breche ich dir die Beine! Das ist mein voller Ernst. Wag es nur!“ Ich bekam etwas Angst und dachte: „Wenn ich gehe und dann zurückkomme, bricht er mir dann wirklich die Beine? Soll ich mit meiner Pflicht weitermachen oder nicht?“ Ich war in einem schweren Konflikt und fragte mich: „Aber wenn ich nicht gehe, was wird dann aus meiner Pflicht? Die Kirchenarbeit ist so umfangreich, und wenn ich nicht rechtzeitig zurückgehe, wird das die Arbeit verzögern.“ Ich betete zu Gott und suchte. Dann dachte ich an Gottes Worte: „Egal, was dir widerfährt, ob es eine Prüfung oder ein Test ist oder ob du zurechtgestutzt wirst, und ganz gleich, wie die Menschen dich behandeln, du solltest diese Dinge zunächst zurückstellen und in gewissenhaftem Gebet vor Gott treten, nach der Wahrheit suchen und deinen Zustand korrigieren. Das solltest du zuerst tun. Du solltest sagen: ‚Egal, wie groß diese Sache ist, selbst wenn der Himmel einstürzt, ich muss meine Pflicht gut tun. Bis zu meinem letzten Atemzug werde ich meine Pflicht nicht aufgeben.‘ Was musst du also tun, um deine Pflicht gut zu erledigen? Du kannst sie nicht einfach oberflächlich erledigen oder körperlich anwesend sein, mit deinen Gedanken aber woanders – du musst mit Herz und Verstand komplett bei deiner Pflicht sein“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Der Lebenseintritt beginnt mit der Ausführung der Pflicht). Gottes Worte gaben mir Glauben. Egal was passierte, selbst wenn mein Vater mir wirklich die Beine brechen würde, musste ich meine Verantwortung erfüllen und durfte meine Pflicht nicht aufgeben. Bei diesem Gedanken durchströmte mich sofort eine neue Kraft, und ich verließ das Haus, um meine Pflicht zu tun. Als ich später wieder nach Hause ging, schlug mich mein Vater nicht, aber er versuchte immer noch, mich zu überreden, arbeiten zu gehen. Ich ließ mich jedoch nicht von ihm einschränken und tat weiterhin meine Pflicht.
Im Februar 2023 kehrte ich einen Monat lang nicht nach Hause zurück, weil ich so beschäftigt mit meiner Pflicht war und der große rote Drache Gläubige massiv verfolgte und verhaftete. Mein Vater sagte wütend: „Diesmal werde ich dich anketten, damit du nicht weggehen kannst!“ Seit ich klein war, hatte mein Vater noch nie so mit mir gesprochen – sein Gesicht war puterrot, und die Adern an seinem Hals traten vor Wut hervor. Ich hatte furchtbare Angst. An diesem Abend sagte meine jüngere Schwester unter Tränen zu mir: „Schwesterherz, geh nicht weg. Papa meckert jedes Mal die ganze Zeit, wenn du weg bist. Du denkst gar nicht an Mama und mich.“ Als ich am nächsten Tag gerade gehen wollte, um meine Pflicht zu tun, hielt mich meine Mutter auf und sagte: „Hör doch einfach auf deinen Vater und such dir erst mal Arbeit! Warum bist du so stur?“ Ich fühlte mich innerlich sehr schwach. Ich dachte bei mir: „Mama und meine Schwester hatten früher nie etwas gegen meinen Glauben oder meine Pflicht, aber jetzt sind sie auf Papas Seite. Wenn ich weiterhin meine Pflicht tue, wird mein Vater jeden Tag mit meiner Mutter streiten. Was, wenn ihre Beziehung in die Brüche geht und sie sich scheiden lassen? Wenn ich nicht auf meinen Vater höre, werde ich dann überhaupt noch in diesem Haus bleiben können?“ Ich machte mir etwas Sorgen und hatte Angst, und dachte darüber nach, mir Arbeit zu suchen und meine Pflicht aufzugeben. Aber in den letzten Monaten, in denen ich meine Pflicht getan hatte, hatte ich Frieden und Freude im Herzen verspürt. Jetzt brechen alle möglichen Katastrophen über uns herein und Gottes Werk neigt sich dem Ende zu. Ich wollte die Gelegenheit nicht verpassen, Gottes Errettung zu empfangen. Also betete ich zu Gott: „Gott, mein Herz ist schwach und voller Schmerz. Ich habe Angst, dass diese Familie wirklich auseinanderbricht, aber ich will mich nicht einschränken lassen. Bitte gib mir den Glauben, um in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben.“ Danach suchte ich nach Gottes Worten, um sie zu lesen. Gott sagt: „Du musst alles ertragen; für Mich musst du bereit sein, allem zu entsagen und Mir mit all deiner Macht zu folgen und bereit sein, jeden Preis zu zahlen. Jetzt ist die Zeit, in der Ich dich prüfe: Wirst du Mir deine Treue darbringen? Kannst du Mir treu bis ans Ende des Weges folgen? Fürchte dich nicht; mit Mir als deine Stütze, wer könnte je diesen Weg blockieren? Erinnere dich daran! Erinnere dich! Alles enthält Meine guten Absichten und unterliegt Meiner genauen Prüfung. Folgt alles, was du sagst und tust Meinem Wort? Wenn die Feuerprüfungen über dich kommen, wirst du dich hinknien und rufen? Oder wirst du dich ducken, unfähig dich vorwärts zu bewegen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 10). „Du musst Meinen Mut in deinem Inneren besitzen und du musst Grundsätze haben, wenn es darum geht, nichtgläubigen Verwandten gegenüberzustehen, die nicht glauben. Um Meinetwillen darfst du aber auch keiner dunklen Macht nachgeben. Du musst dich auf Meine Weisheit verlassen, um auf dem perfekten Weg zu wandeln, und darfst es nicht zulassen, dass eine von Satans Verschwörungen erfolgreich ist. Tu dein Möglichstes, um Mir dein Herz darzubringen, und Ich werde dich trösten und Frieden und Freude in dein Herz bringen. Kümmere dich nicht darum, wie du auf andere Leute wirkst; ist es nicht von größerem Wert und Gewicht, Mich zufriedenzustellen? Wird es dir nicht umso mehr ewige und lebenslange Freude und Frieden bringen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 10). Gottes Worte gaben mir Glauben. Ich sollte mich nicht vor diesem oder jenem fürchten; ich musste an Gott glauben. Ich konnte meine Pflicht nicht aufgeben, nur weil ich Angst hatte, meine Familie würde auseinanderbrechen. Ich sah, dass meine emotionale Bindung an meine Familie zu stark war. Ich hatte mein Herz Gott nicht vollständig gegeben, und besaß nicht die Entschlossenheit, allem zu entsagen und Ihm zu folgen. Inwiefern hatte ich Gott gegenüber Treue? Egal wie schwer es war, ich musste auf Gott vertrauen und Zeugnis für Ihn ablegen. Gott herrscht über die Ehen und Schicksale der Menschen; jeder hat sein eigenes Schicksal. Was mit der Ehe meiner Eltern passiert und ob diese Familie auseinanderbricht, liegt bei Gott. Wie sich mein Schicksal in Zukunft entwickeln wird, liegt ebenfalls in Gottes Händen; mein Vater hat nicht das letzte Wort. Ich muss an meiner Pflicht festhalten und Gott zufriedenstellen. Wenn ich auf meinen Vater hörte und aufhörte, meine Pflicht zu tun, müsste ich zwar keine Verfolgung durch meine Familie erleiden, aber das wäre Verrat an Gott, und das wäre ewiger Schmerz!
Ein weiterer Tag verging. Früh am Morgen machte ich mich bereit, zu gehen und meine Pflicht zu tun. Zu meiner Überraschung war mein Vater schon um vier oder fünf Uhr morgens aufgestanden, um mich zu beobachten. Kurz nach sechs, kam er in mein Zimmer und spielte ein Video mit den haltlosen Gerüchten der KPCh ab, die die Kirche des Allmächtigen Gottes verleumdeten. Ich wusste, dass die Nachrichtenberichte nicht wahr waren, besonders da ich nach so langer Zeit in meiner Pflicht einige Wahrheiten verstanden hatte, also ließ ich mich von den haltlosen Gerüchten nicht beeinflussen. Als er sah, dass sich meine Einstellung nicht geändert hatte, versuchte mein Vater mich zu überreden und sagte: „Ich war in letzter Zeit so besorgt und beunruhigt wegen dir. Ich habe dich mit meinen eigenen zwei Händen großgezogen. Ich tue das doch nur zu deinem Besten – würde ich dir jemals schaden? Wenn du jetzt arbeiten gehst, kaufe ich dir ein neues Handy, das über zehntausend Yuan kostet. Wenn deine jüngere Schwester Ferien hat, gebe ich euch Geld, damit ihr zwei nach Sanya reisen könnt.“ Als ich meinen Vater das sagen hörte, hatte ich das Gefühl, wenn ich dieses Mal nicht auf ihn hören würde, würde ich ihn wirklich im Stich lassen. Aber ich wusste auch, dass der Glaube an Gott und die Ausführung meiner Pflicht der richtige Weg im Leben sind, und ich konnte ihn nicht aufgeben. Ich war hin- und hergerissen. Ich merkte, dass mein Zustand falsch war, also betete ich in meinem Herzen zu Gott und bat Ihn, mein Herz vor dem Einfluss der Worte meines Vaters zu bewahren. Mein Vater sah, dass ich nichts sagte, und ging zurück ins Wohnzimmer.
Danach las ich Gottes Worte und erkannte, dass die Tatsache, dass mein Vater mich in meinem Glauben behinderte, eine Störung durch Satan war. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn Menschen noch gerettet werden müssen, wird ihr Leben oft von Satan gestört und sogar kontrolliert. Mit anderen Worten: Menschen, die nicht gerettet wurden, sind Gefangene Satans, sie haben keine Freiheit, sie sind von Satan nicht freigegeben worden, sie sind weder qualifiziert noch berechtigt, Gott anzubeten, und sie werden von Satan dichtauf verfolgt und aufs Schärfste angegriffen. Solche Menschen haben kein nennenswertes Glück, sie haben kein nennenswertes Recht auf eine normale Existenz und noch weniger haben sie irgendeine nennenswerte Würde“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). „Gott hat viele Mittel und Wege, um den Menschen zu prüfen, aber jeder davon erfordert die ‚Mitarbeit‘ von Gottes Feind: Satan. Das heißt, nachdem Gott dem Menschen mächtige Waffen im Kampf gegen Satan gegeben hat, übergibt er den Menschen Satan und erlaubt Satan die Größe des Menschen zu ‚testen‘. Wenn der Mensch aus den Kampfformationen ausbrechen kann, die Satan vorbereitet hat, wenn er der Umzingelung Satans entrinnen und überleben kann, dann wird der Mensch den Test bestanden haben. Gelingt es ihm jedoch nicht, Satans Kampfformationen zu entrinnen und er wird von Satan unterworfen, dann wird er den Test nicht bestanden haben. Welchen Aspekt des Menschen Gott auch immer prüft, sind die Kriterien für Seine Prüfung, ob der Mensch in seinem Zeugnis standhaft ist oder nicht, wenn er von Satan angegriffen wird und ob er Gott verleugnet und Satan gegenüber kapituliert und sich ihm unterwirft, während er von Satan umgarnt wird oder nicht. Man kann sagen, ob der Mensch gerettet werden kann oder nicht, hängt davon ab, ob er Satan überwinden und besiegen kann, und ob er die Freiheit gewinnen kann oder nicht, hängt davon ab, ob er in der Lage ist, die von Gott gegebenen Waffen selbst einzusetzen, um Satans Knechtschaft zu überwinden, damit Satan die Hoffnung völlig aufgibt und ihn freigibt. Wenn Satan die Hoffnung aufgibt und jemanden freigibt, bedeutet dies, dass Satan niemals wieder versuchen wird, diesen Menschen von Gott zu nehmen, niemals wieder diesen Menschen bezichtigen und stören wird, ihn nie wieder willkürlich foltern oder angreifen wird; nur so jemand wird wirklich von Gott gewonnen worden sein. Dies ist der gesamte Vorgang, durch den Gott eine Person gewinnt“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich mich noch nicht vollständig aus Satans Kriegsaufstellung befreit hatte. Satan benutzte immer noch meinen Vater, um mich ständig zu stören, und zwang mir die erfundenen Gerüchte der KPCh auf. Als er sah, dass ich nicht darauf hörte, benutzte er familiäre Zuneigung und sanfte Worte und versuchte, mich auf die harte und die sanfte Tour dazu zu bringen, Gott zu verraten. Es war so abscheulich! Ich dachte daran, wie Hiob Satans Versuchungen gegenüberstand. All seine Herden, die die Hügel bedeckt hatten, waren weg, er war übersät mit schmerzhaften Geschwüren, und seine Frau drängte ihn, Gott zu entsagen. Aber Hiob sagte: „Jehova hat’s gegeben, Jehova hat’s genommen; der Name Jehovas sei gelobt“ (Hiob 1,21). „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten die Not nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,10). Als Hiob seiner Prüfung gegenüberstand, entsagte er Gott nicht und blieb in seinem Zeugnis für Gott standhaft. Ich musste Hiobs Beispiel folgen, Satan überwinden, indem ich inmitten seiner Belagerung die Waffe von Gottes Worten schwang, und in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Ich betete zu Gott und fasste einen Entschluss, indem ich Ihn bat, mir den Glauben zu geben, in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben.
Ich las noch ein paar weitere Passagen von Gottes Worten und erlangte etwas Verständnis über mich selbst. Der Allmächtige Gott sagt: „Du musst für die Wahrheit Mühsal erleiden, du musst dich für die Wahrheit opfern, du musst für die Wahrheit Erniedrigungen ertragen, und um mehr von der Wahrheit zu erlangen, musst du dich noch mehr Leiden unterziehen. Das ist es, was du tun solltest. Du darfst die Wahrheit nicht um des Genusses der familiären Harmonie willen wegwerfen, und du darfst nicht um des vorübergehenden Genusses willen die Würde und Integrität deines ganzen Lebens verlieren. Du solltest all das anstreben, was schön und gütig ist, und du solltest einen Lebensweg verfolgen, der bedeutungsvoller ist. Wenn du so ein banales und weltliches Leben führst und kein Ziel hast, nach dem du streben kannst, verschwendest du dann nicht dein Leben? Was kannst du von einem solchen Leben erlangen? Du solltest allen Freuden des Fleisches einer einzigen Wahrheit wegen entsagen und du solltest nicht alle Wahrheiten für ein wenig Vergnügen wegwerfen. Solche Menschen haben keine Integrität oder Würde. Es gibt keinen Sinn in ihrem Dasein!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). „Ihr seid Mir all diese Jahre gefolgt, habt Mir aber nie auch nur ein Fünkchen Treue entgegengebracht. Stattdessen habt ihr die Menschen und Dinge, die ihr mögt, zum Mittelpunkt gemacht – und zwar so sehr, dass ihr sie jederzeit und überall in euren Herzen tragt und nie von ihnen abgelassen habt. Wann immer ihr euch eifrig oder leidenschaftlich für eine Sache einsetzt, die ihr liebt, tut ihr das gleichzeitig damit, dass ihr Mir nachfolgt, oder sogar gleichzeitig damit, dass ihr Meinen Worten lauscht. Deshalb sage Ich, dass ihr die Treue, die Ich von euch verlange, dazu benutzt, um stattdessen euren ‚Haustieren‘ treu zu sein und sie zu hegen. Obwohl ihr das eine oder andere für Mich opfert, repräsentiert dies nicht euer Ganzes und zeigt nicht, dass Ich derjenige bin, dem eure wahre Treue gilt“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich für die Wahrheit leiden musste und dass ich die Wahrheit nicht beiseite werfen durfte, nur um Familienharmonie zu genießen. Die ganze Zeit, in der ich an Gott geglaubt und meine Pflicht getan hatte, hatte ich vorsichtig versucht, diese Familie zu erhalten, aus Angst, meine Beziehung zu ihnen würde zerbrechen und ich könnte nicht mehr nach Hause gehen. Angesichts der wiederholten Überredungsversuche und Drohungen meines Vaters, fühlte ich mich innerlich sehr schwach und geriet in ein Dilemma, denn ich war zögerlich, wieder hinauszugehen und meine Pflicht zu tun. Ich sah, dass ich immer dieser Familie treu gewesen war und nicht Gott, und ich hatte das Streben nach der Wahrheit sicher nicht an die erste Stelle gesetzt. Weil meine emotionale Bindung an meine Familie zu stark war, war ich mehrmals Satans Versuchungen erlegen und hatte Gott fast verraten. Erst da sah ich, dass Satan die Menschen dazu bringt, in den Gefühlen für ihre Familie zu leben, dem Fleisch zu frönen, und letztendlich ihre Chance auf Rettung zu verlieren. Gottes Absicht ist es, dass wir unsere Pflicht als geschaffene Wesen tun, nach der Wahrheit streben, das Abbild eines wahren Menschen ausleben und Errettung erlangen. Wenn ich auf meinen Vater hörte und dieses Mal arbeiten ging, nur um meine fleischlichen Interessen zu schützen, könnte ich vielleicht Familienharmonie genießen, aber ich würde meine Gelegenheit verlieren, die Wahrheit zu gewinnen. Was wäre das anderes als Leere und Schmerz? Ich musste den richtigen Weg wählen. Eines Morgens musste mein Vater plötzlich wegen irgendetwas aus dem Haus gehen. Ich nutzte die Gelegenheit, wegzugehen und wieder meine Pflicht zu tun.
Zwei Monate später erhielt ich einen Brief von der Kirche, in dem stand, dass mein Vater mich bei der Polizei angezeigt hatte, und auch meine Oma und die Brüder und Schwestern in unserer Heimatstadt gemeldet hatte, was dazu führte, dass sie alle verhaftet wurden. Mein Vater hatte alle möglichen Methoden angewandt, um mich fanatisch zu verfolgen und daran zu hindern, meine Pflicht zu tun. Als er sah, dass ich nicht hören wollte, wandte er sich komplett gegen mich und alarmierte die Polizei, wobei er sogar meine Oma verriet. Sein Wesen ist das eines Teufels! Sobald ich sein Wesen klar sah, war ich nicht mehr von meinen Emotionen eingeschränkt. Von diesem Tag an kehrte ich nie wieder nach Hause zurück. Seitdem tue ich meine Pflicht in Vollzeit. Dank sei Gott, dass Er mich geführt hat, die richtige Wahl zu treffen!