17. Reue nach dem Verlust meiner Pflicht

Von Kathleen, Italien

Ich führe schon seit Jahren meine Pflicht als Schauspielerin aus. Im Mai 2022 baten mich die Leiter, mich zur Regisseurin ausbilden zu lassen und in Teilzeit Videos zu überprüfen. Obwohl ich damals unter einem gewissen Druck stand, war ich motiviert, aufwärts zu streben und mein Bestes zu geben, um die Sache gut zu machen. Ich war jeden Tag beschäftigt und es fühlte sich alles sehr erfüllend an.

Im August 2022 begannen wir mit den Dreharbeiten für einen neuen Film, und die Regisseure baten mich und Schwester Judith, für die Hauptrolle vorzusprechen, aber ich war nicht besonders begeistert von dieser Idee. Ich fand, dass mich zwei Pflichten schon genug auslasteten, und dass ich, wenn ich das Vorsprechen bestehen und die Hauptrolle bekommen würde, mit drei Pflichten sicher völlig überfordert wäre. Später wurde Judith als Hauptdarstellerin ausgewählt und ich wurde für die dritte Rolle besetzt. Ich war keineswegs enttäuscht darüber, die Hauptrolle nicht bekommen zu haben, sondern freute mich insgeheim sogar. Da diese dritte Rolle weniger Text hatte und nicht so wichtig war, würde sie vergleichsweise einfach sein, also nahm ich diese Rolle gerne an. Später sahen die Regisseure, dass Judith etwas niedergeschlagen wirkte und dass das nicht ganz zur positiven und starken Persönlichkeit der Protagonistin passte, also schlugen sie vor, dass ich noch einmal für die Hauptrolle vorsprechen sollte. Als ich das hörte, dachte ich zuerst: „Mit diesen drei Pflichten bin ich schon mehr als ausgelastet; wenn sie mich zur Hauptdarstellerin machen, wäre ich dann nicht noch beschäftigter? Außerdem gibt es einige Szenen, in denen die Hauptdarstellerin weinen muss; das wäre also schauspielerisch eine ziemliche Herausforderung. Um das gut zu spielen, bräuchte man eine Menge Energie.“ Nachdem ich es mir gründlich überlegt hatte, sagte ich den Regisseuren: „Die Protagonistin ist ziemlich besonnen, aber ich bin noch recht jung, wenig besonnen und für diese Rolle nicht geeignet. Judith hat schon sehr viel Arbeit in diese Rolle gesteckt, und ihr Alter und ihr Temperament passen auch besser. Nur ihre Mimik ist noch nicht ganz überzeugend, aber mit ein wenig mehr Hilfe bekommt sie das sicher hin. Ich finde also nicht, dass ich noch einmal vorsprechen muss.“ Später, nach einiger Diskussion, kamen alle zu dem Schluss, dass Judith tatsächlich besser zum Temperament der Protagonistin passte und dass sie noch etwas Hilfe gebrauchen könnte. Obwohl diese Sache damit erledigt war, wusste ich in meinem Herzen, dass ich die Hauptrolle nicht wollte, weil ich Angst hatte, Leid zu ertragen. Ich fühlte mich etwas schuldig, suchte aber nicht nach der Wahrheit, um das Problem zu lösen.

Danach war jeder Tag voll verplant, und innerlich sträubte ich mich etwas dagegen. Manchmal trafen sich die Regisseure abends, um Filmangelegenheiten zu besprechen, und ich sträubte mich innerlich und hatte absolut keine Lust dazu und dachte bei mir: „Macht doch endlich Schluss mit der Diskussion. Ihr könnt dann Feierabend machen, aber ich muss ja noch die Videos prüfen. Wann gibt es endlich weniger Videos zu prüfen?“ Manchmal schaute ich mir die Videos zur Überprüfung im Schnelldurchlauf an, um die Aufgaben schneller zu erledigen und früher ins Bett gehen zu können. Die Pflicht eines Regisseurs erfordert es, über Dinge wie Kameraeinstellungen und Inszenierung nachzudenken, und ich fand, dass diese Dinge zu viel Energie erforderten, also wollte ich mich nicht anstrengen. Wenn die Hauptdarstellerin Schwierigkeiten bei ihrer Darbietung hatte, halfen ihr die anderen Regisseure, die Rolle gut zu spielen, aber ich wollte mich nur drücken und dachte nicht über die Rolle nach. Ich habe der Schwester nur ein paar meiner bisherigen Erfahrungen mitgegeben, was der Rolle einer Regisseurin aber nicht wirklich gerecht wurde. Was die dritte Rolle betraf, die ich spielte, so benutzte ich meine Geschäftigkeit als Ausrede und bemühte mich nicht, mich in die Rolle hineinzuversetzen, was zu einer sehr schlechten Darbietung führte.

Eines Tages hielt eine Schwester mit mir Gemeinschaft und sagte, dass ich bei meinen Pflichten nicht bereit sei, einen Preis zu zahlen, dass ich mich körperlichen Annehmlichkeiten hingebe und dass ich kleine Tricks anwendete, ausweichend war und die Arbeit schleifen ließ. Ich wusste, dass sie genau meine Probleme ansprach, aber ich erkannte den Ernst des Problems nicht. Ich dachte bei mir: „Wie auch immer, ich kann mit so vielen Pflichten nicht Schritt halten, und da ich als Regisseurin keinen Beitrag leiste, werde ich früher oder später entlassen werden, und wenn ich entlassen werde, dann sei es eben so. Eine Pflicht weniger würde weniger körperliche Anstrengung und mehr Freizeit bedeuten. Es wäre auch gut, eine Pflicht zu tun, die sich auf eine einzige Tätigkeit beschränkt.“ Weil ich meine Denkweise nicht änderte, wurde ich bei meinen Pflichten noch passiver. Während der Dreharbeiten gab es viele Probleme, und wir kamen nur besonders langsam voran, aber ich war nur darauf fixiert, meine Pflichten zu reduzieren, und blieb diesen Problemen gegenüber gleichgültig. Später, weil ich in meinen Pflichten keine Last empfand, entzogen mir die Leiter die Aufgabe als Regisseurin und teilten mich so ein, dass ich mich ganz auf meine Rolle als Schauspielerin konzentrieren konnte. Obwohl ich weniger Pflichten hatte, konnte ich trotzdem keine Motivation aufbringen, und es gab immer noch viele Probleme mit meiner schauspielerischen Leistung. Am Ende scheiterten die Dreharbeiten, weil es Probleme beim Dreh gab und weil die Leistung von uns Hauptdarstellern nicht den Anforderungen entsprach. Aus besonderen Gründen konnte ich weder meine Pflicht als Schauspielerin fortsetzen noch Videos überprüfen. Obwohl ich eine Pflicht nach der anderen verlor, rüttelte das mein abgestumpftes Herz nicht wach, und ich dachte immer noch nicht richtig über mich selbst nach. Stattdessen glaubte ich, dass es objektive Gründe dafür gab, dass ich meine Pflichten verloren hatte. Später beauftragte mich die Kirche mit der Verantwortung für die Evangeliumsarbeit, und ich wollte diese Pflicht wertschätzen, aber nach einer Weile fiel ich in meine alten Gewohnheiten zurück. Angesichts der Schwierigkeiten, auf die die Brüder und Schwestern beim Predigen des Evangeliums stießen, der Probleme bei der Zusammenarbeit der Evangeliumsarbeiter, der Probleme der potenziellen Evangeliumsempfänger und so weiter, hatte ich das Gefühl, dass die Arbeit endlos war, und ich wich wieder aus und ließ die Arbeit schleifen. Jedes Mal, wenn ich die Arbeit umsetzen sollte, delegierte ich sie nur. Jeden Tag dachte ich nur daran, die von den Leitern gestellten Aufgaben schnell zu erledigen, damit ich mich früher ausruhen konnte, und wenn ich müde war, fragte ich mich: „Gibt es nicht eine leichtere Pflicht, die ich tun könnte? Diese Arbeit ist immer so anstrengend. Wann kann ich mal eine Pause machen? Wann wird diese Erschöpfung ein Ende haben?“ Ich rechnete nicht damit, dass diese „Wünsche“ bald in Erfüllung gehen würden.

Am 9. Juni 2023 wurde ich aufgrund einiger besonderer Vorkommnisse an meinem Ort isoliert und konnte die Kirche und die Brüder und Schwestern nicht kontaktieren, und ich war gezwungen, meine Pflichten einzustellen. Diese Situation kam sehr plötzlich auf, und ich konnte es lange Zeit einfach nicht fassen. Plötzlich war ich nicht mehr beschäftigt, sondern hatte nichts mehr zu tun und war völlig ratlos. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Egal, wie ich darüber nachdachte, ich konnte es einfach nicht verstehen: Jetzt war die Evangeliumsarbeit so intensiv, und jeder, der seine Pflicht tat, hatte so viele Aufgaben. Warum durfte ich plötzlich keine Pflicht mehr erfüllen? Plötzlich fielen mir Gottes Worte ein: „Wenn du gerissen bist und nachlässt, wenn du deine Pflicht nicht ordnungsgemäß tust und immer den falschen Weg nimmst, dann wird Gott nicht in dir arbeiten; du wirst diese Gelegenheit versäumen, und Gott wird sagen: ‚Man kann dich einfach nicht einsetzen. Stell dich zur Seite. Du bist gern hinterlistig und nachlässig, oder? Du bist gern faul und gibst dich gern Bequemlichkeiten hin, nicht wahr? Gut, dann gib dich in alle Ewigkeit Bequemlichkeiten hin!‘ Gott wird dann diese Gnade und Gelegenheit einer anderen Person zukommen lassen. Was sagt ihr: Ist das ein Verlust oder ein Gewinn? (Ein Verlust.) Es ist ein enormer Verlust!(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Das Gericht von Gottes Worten rüttelte mich augenblicklich wach. Wollte ich nicht immer eine Pause haben? Hatte ich nicht immer die Mühe gescheut, hatte Angst vor der Erschöpfung, handelte auf aalglatte Weise und ließ die Arbeit schleifen und dachte nur an mein eigenes Fleisch? Na bitte, jetzt hatte ich meine Ruhe – und konnte überhaupt keine Pflicht mehr tun! Mein Kopf war völlig leer, und Gottes Worte wiederholten sich immer wieder in meinem Kopf: „Gut, dann gib dich in alle Ewigkeit Bequemlichkeiten hin!“ Ich hatte ein unbeschreibliches Gefühl im Herzen. Ich fühlte mich einfach nur leer. Ich blickte darauf zurück, wie ich früher meine Pflichten ausgeführt hatte, und war voller Reue, und ich verbrachte meine Tage damit, in Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen zu versinken: Warum hatte ich meine Pflichten nicht in vollem Maße wertgeschätzt? Warum habe ich die Dinge nur der Form halber erledigt?

Später las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten und erlangte eine gewisse Erkenntnis über die Natur und die Folgen der Oberflächlichkeit. Der Allmächtige Gott sagt: „Es ist ein großes Tabu, deine Pflicht nur oberflächlich auszuführen. Wenn du bei der Ausführung deiner Pflicht immer nur nachlässig bist, dann hast du keine Möglichkeit, deine Pflicht dem Maßstab entsprechend auszuführen. Wenn du deine Pflicht mit Hingabe ausführen willst, musst du zuerst das Problem deines oberflächlichen Verhaltens lösen. Sobald du die Äußerungsformen dieses Problems bemerkst, solltest du Maßnahmen ergreifen, um die Sache wieder ins Lot zu bringen. Wenn du wirrköpfig bist, Probleme nie erkennen kannst, immer nur nach Schema F vorgehst und alles oberflächlich erledigst, dann gibt es für dich keine Möglichkeit, deine Pflicht gut auszuführen. Deshalb musst du deine Pflicht mit ganzem Herzen ausführen. Es ist schwierig für die Menschen, Gelegenheit zu finden, ihre Pflicht auszuführen! Wenn Gott ihnen diese Chance gibt, sie sie aber nicht ergreifen, dann ist sie vertan – und selbst wenn sie sich später so eine Gelegenheit wünschen, wird sie vielleicht nicht wiederkommen. Gottes Werk wartet auf niemanden, und genauso verhält es sich mit Chancen, seine Pflicht auszuführen. Manche Menschen sagen: ‚Ich habe meine Pflicht zuvor nicht gut ausgeführt, aber ich will sie jetzt immer noch ausführen. Ich werde mich einfach wieder in den Sattel wagen.‘ Es ist wunderbar, eine solche Entschlossenheit zu besitzen, doch du musst dir darüber im Klaren sein, wie du deine Pflicht gut ausführen kannst: Du musst nach der Wahrheit streben. Nur diejenigen, die die Wahrheit verstehen, können ihre Pflicht gut ausführen. Wenn jemand die Wahrheit nicht versteht, wird selbst sein Schuften nicht dem Maßstab entsprechen. Je mehr du dir über die Wahrheit im Klaren bist, desto effektiver wirst du bei deiner Pflicht werden. Wenn du die Angelegenheit so sehen kannst, wie sie ist, dann wirst du dich um die Wahrheit bemühen und die Hoffnung haben, deine Pflicht gut auszuführen. Es gibt derzeit nicht viele Gelegenheiten, eine Pflicht auszuführen, also musst du sie festhalten, wenn du kannst. Gerade dann, wenn du vor einer Pflicht stehst, musst du dich wirklich anstrengen; dann musst du dich aufopfern und dich für Gott aufwenden und einen Preis bezahlen. Halte nichts zurück, hege keine Hintergedanken, lasse keinen Spielraum oder gib dir keinen Ausweg. Wenn du dir Spielraum lässt, Tricks anwendest oder aalglatt bist und dich vor der Arbeit drückst, wirst du sicherlich schlechte Arbeit leisten. Du sagst vielleicht: ‚Niemand hat mein aalglattes und nachlässiges Verhalten gesehen. Wie toll!‘ Was für eine Denkweise ist das? Glaubst du, du hast die Leute hinters Licht geführt und Gott auch? Aber weiß Gott nicht tatsächlich, was du getan hast? Er weiß es. In der Tat werden alle, die eine Weile mit dir zu tun haben, von deiner Verdorbenheit und Hässlichkeit erfahren; nur werden sie es vielleicht nicht offen sagen: Sie werden sich in ihrem Herzen ein Urteil über dich gebildet haben. Es hat viele Menschen gegeben, die offenbart und ausgemustert wurden, weil die meisten Menschen ihr Wesen durchschauen und sie so als das enthüllen konnten, was sie waren, und sie dann aus der Kirche entfernen ließen. Unabhängig davon, ob sie nach der Wahrheit streben oder nicht, sollten die Menschen ihre Pflicht also so gut sie können ausführen; sie sollten sich von ihrem Gewissen führen lassen und einige wirkliche Dinge tun. Du magst Schwächen haben, aber wenn du deine Pflicht effektiv ausführst, wirst du nicht ausgemustert werden. Wenn du immer denkst, dass bei dir alles in Ordnung ist, dass du definitiv nicht ausgemustert werden wirst, wenn du nie über dich nachdenkst oder versuchst, dich selbst zu erkennen, und wenn du immer noch deine eigentlichen Aufgaben vernachlässigst und immer oberflächlich bist, dann wird Gottes auserwähltes Volk, wenn es wirklich seine Nachsicht mit dir verliert, dich als das entlarven, was du bist, und du wirst ausgemustert werden. Dann ist es zu spät für Reue, denn jeder wird dich durchschaut haben, und du wirst deine gesamte Würde und Integrität verloren haben. Wenn dir niemand vertraut, würde Gott dir dann vertrauen? Gott prüft das Innerste des Menschen ganz genau: Er würde einem solchen Menschen absolut nicht vertrauen. … Menschen sollten sich immer selbst prüfen, wenn sie ihre Pflicht ausführen: ‚Habe ich diese Pflicht dem Maßstab entsprechend ausgeführt? Habe ich mich von Herzen engagiert? Habe ich mich in einem oberflächlichen Zustand befunden?‘ Wenn du immer oberflächlich bist, bist du in Gefahr. Zumindest bedeutet es, dass du keine Glaubwürdigkeit besitzt und dass die Menschen dir nicht vertrauen können. Schlimmer noch: Wenn du bei deiner Pflichtausführung immer nachlässig bist und wenn du Gott immer betrügst, dann befindest du dich in großer Gefahr! Was sind die Konsequenzen, wenn man offenkundig Täuschungen begeht? Jeder kann sehen, dass du wissentlich Unrecht tust. Du lebst ganz nach deinen eigenen verdorbenen Dispositionen, und in deiner Pflicht bist du nichts als oberflächlich und praktizierst die Wahrheit überhaupt nicht – das bedeutet, dass dir Menschlichkeit fehlt! Wenn sich dies bei dir durchgehend zeigt – du begehst keine gravierenden Fehler, aber unaufhörlich kleine, und bist von Anfang bis Ende nicht bußfertig, dann bist du ein böser Mensch, ein Ungläubiger, und du solltest entfernt werden – das ist eine schwerwiegende Konsequenz. Du wirst vollständig als Ungläubiger und als böser Mensch offenbart und ausgemustert(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Der Lebenseintritt beginnt mit der Ausführung der Pflicht). Ich hatte diesen Abschnitt von Gottes Worten schon viele Male zuvor gelesen, aber ich hatte noch nie einen so tiefen Stich ins Herz gespürt wie in diesem Moment. Indem ich meine Pflichten oberflächlich ausführte und zu Tricks griff, konnte ich den Leuten Sand in die Augen streuen, aber Gott konnte ich nicht täuschen, und wenn ich weitermachen würde, ohne Buße zu tun, würde ich ausgemustert werden. Ich blickte zurück auf die Momente, in denen ich meine Pflichten ausgeführt hatte: Als meine Pflichten zunahmen und mehr Zeit und Energie erforderten, begann ich mich zu beklagen. Ich hatte das Gefühl, keine Zeit zur Entspannung zu haben und mich nicht rechtzeitig ausruhen zu können, woraufhin ich unwillig wurde und mir immer eine Pause wünschte. Beim Überprüfen von Videos war ich oberflächlich, nur um mich früher ausruhen zu können. Obwohl dadurch kein Schaden entstand, ließ ich die Arbeit schleifen, war aalglatt und erledigte meine Pflichten nur oberflächlich, und Gott sah das alles. Ich war wirklich nicht arglos und war nicht vertrauenswürdig! Die Kirche gab mir die Gelegenheit, mich zur Regisseurin ausbilden zu lassen, aber ich schätzte es nicht von Herzen. Ich gab mir keine Mühe, über das Drehbuch oder die Kameraeinstellungen nachzudenken, und beklagte mich nur, dass es geistig zu anstrengend sei. Wenn ich Schauspielern bei ihren Rollen half, war ich aalglatt und nachlässig und verließ mich auf meine bisherige, geringe Schauspielerfahrung, um sie anzuleiten. Aber das war keine wirkliche Hilfe. Im Grunde war ich nur Deko und habe zwar den Posten besetzt, aber nichts wirklich beigetragen. Bei meiner Pflicht als Schauspielerin wusste ich, dass die Hauptrolle viel Energie verlangte, also lehnte ich die Gelegenheit zum Vorsprechen ab. Ganz abgesehen davon, ob ich ausgewählt worden wäre, beteiligte ich mich nicht aktiv an der Mitarbeit, als ich für die Arbeit im Haus Gottes gebraucht wurde. Stattdessen überlegte ich zuerst, ob es für mein Fleisch angenehm sein würde, und sobald ich sah, dass dies für mein Fleisch nicht vorteilhaft sein würde, wollte ich nicht zum Vorsprechen gehen. Ich bediente mich der Täuschung, um Ausreden zu finden und mich der Verantwortung zu entziehen. Ich war so selbstsüchtig! Selbst als ich später die dritte Rolle spielte, behandelte ich sie nachlässig. Ich bereitete mich nicht ausreichend vor, und die Ergebnisse der Dreharbeiten waren alles andere als gut. Tatsächlich hätte ich damals, obwohl ich drei Arten von Pflichten hatte, keine davon vernachlässigt, wenn ich meine Zeit richtig eingeteilt und meine Pflichten gewissenhaft ausgeführt hätte. Egal wie beschäftigt ich mit meinen Pflichten war, sie erforderten von mir lediglich eine halbe oder eine Stunde mehr Arbeit als von anderen. Aber ich war nicht bereit, auch nur diesen kleinen Preis zu zahlen, und ich habe immer die Anstrengung gescheut und hatte Angst vor der Erschöpfung, und selbst als ich eine Pflicht nach der anderen verlor, tat ich immer noch keine Buße. Als ich schließlich für die Evangeliumsarbeit verantwortlich war, verfiel ich immer wieder in die gleichen schlechten Gewohnheiten. Um meines fleischlichen Wohlbefindens willen habe ich immer auf ausweichende Weise gehandelt und meine Arbeit schleifen lassen, und war, wann immer möglich, nur oberflächlich. Ich hatte meine Integrität und meine Würde verspielt. Ich war nicht vertrauenswürdig und absolut unwürdig, meine Pflichten auszuführen. Gott hatte mich längst verschmäht.

Als ich darüber nachdachte, wie ich meine Pflichten ausgeführt hatte, spürte ich tiefe Selbstvorwürfe in meinem Herzen, und ich weinte, während ich zu Gott betete: „Gott, ich sehe, dass ich meine Pflichten nicht so ausgeführt habe, dass sie dem Maßstab entsprechen. Das alles ist auf meine oberflächliche Art und meine Gier nach fleischlicher Bequemlichkeit zurückzuführen. Dass meine Pflichten heute plötzlich gestoppt wurden, ist Deine Züchtigung und Deine Disziplin an mir. Gott, ich möchte Buße tun. Bitte erleuchte und führe mich dazu, über mich selbst nachzudenken und mich zu verstehen.“ Später suchte ich bewusst nach der Wahrheit bezüglich meiner Probleme und las Gottes Worte: „Faule Menschen können gar nichts tun. Um es in zwei Worten zusammenzufassen: Sie sind nutzlose Menschen. Sie haben eine Behinderung zweiter Klasse. Es spielt keine Rolle, wie gut das Kaliber fauler Menschen ist, es ist nichts weiter als bloße Zierde; auch wenn sie über ein gutes Kaliber verfügen, nützt das nichts. Sie sind zu faul – sie wissen, was sie tun sollten, aber sie tun es nicht, und obwohl sie wissen, dass etwas ein Problem darstellt, suchen sie nicht nach der Wahrheit, um es zu lösen, und obwohl sie wissen, welche Mühsal sie erleiden sollten, um bei ihrer Arbeit effektiv zu sein, sind sie nicht bereit, diese lohnende Mühsal zu ertragen – so können sie weder irgendwelche Wahrheiten gewinnen noch wirkliche Arbeit leisten. Sie wollen die Mühsal nicht ertragen, die Menschen ertragen sollten. Sie wissen nur, wie man sich der Bequemlichkeit hingibt und Zeiten der Freude und Muße und ein freies und entspanntes Leben genießt. Sind sie nicht nutzlos? Menschen, die keine Mühsal ertragen können, verdienen es nicht, zu leben. Diejenigen, die immer das Leben eines Parasiten führen möchten, sind Menschen ohne Gewissen oder Vernunft. Sie sind Bestien, und solche Menschen sind nicht einmal dazu geeignet, zu schuften. Weil sie keine Mühsal ertragen können, sind sie nicht in der Lage, es gut zu tun, selbst wenn sie schuften. Und wenn sie die Wahrheit erlangen möchten, besteht noch weniger Hoffnung darauf. Wer nicht leiden kann und die Wahrheit nicht liebt, ist ein nutzloser Mensch; er ist nicht einmal qualifiziert, zu schuften. Er ist eine Bestie, ohne jeden Funken Menschlichkeit. Solche Menschen müssen ausgemustert werden; nur das entspricht Gottes Absicht(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). „Von Anfang an sagte Gott: ‚Ich will keine große Anzahl, sondern Exzellenz in den Menschen.‘ Dies ist Gottes geforderter Maßstab für Sein auserwähltes Volk sowie eine Anforderung und ein Grundsatz bezüglich der Anzahl der Menschen in der Kirche. ‚Sondern Exzellenz in den Menschen‘ – bezieht sich ‚Exzellenz‘ hier auf die guten Soldaten des Königreichs oder auf die Überwinder? Beides ist nicht zutreffend. ‚Exzellenz‘ bezieht sich, um es genau zu sagen, auf diejenigen, die normale Menschlichkeit besitzen, auf diejenigen, die wahrhaft Menschen sind. Wenn du in Gottes Haus die Pflichten tun kannst, die ein Mensch tun sollte, wenn du als menschliches Wesen gebraucht werden kannst, und wenn du die Verantwortlichkeiten, Pflichten und Obliegenheiten eines Menschen erfüllen kannst, ohne dass andere an dir ziehen, an dir zerren oder dich schieben müssen, und du kein nutzloser Müll, kein Schmarotzer, kein Faulenzer bist – kannst du die Verantwortlichkeiten und Obliegenheiten eines Menschen und die Mission eines Menschen schultern – nur das bedeutet, als Mensch dem Maßstab zu entsprechen! Können diese Faulenzer und diejenigen, die sich nicht um eigentliche Aufgaben kümmern, die Mission eines Menschen schultern? (Nein.) Manche Leute sind nicht bereit, Verantwortung zu schultern; andere können sie nicht schultern – sie sind nutzloser Müll. Diejenigen, die die Verantwortlichkeiten eines Menschen nicht schultern können, können nicht als Mensch bezeichnet werden. … Diejenigen, die in Gottes Haus nicht ihre eigene Pflicht schultern können, sind keine normalen Menschen, und Gott will sie nicht. Ob du ein Leiter oder Mitarbeiter bist oder eine spezielle Arbeit ausübst, die Fachkenntnisse erfordert, du musst in der Lage sein, die Arbeit zu schultern, für die du verantwortlich bist. Über die Fähigkeit hinaus, dein eigenes Leben und Überleben zu meistern, geht es bei deiner Existenz nicht nur darum zu atmen, nicht ums Essen, Trinken und Spaßhaben, sondern darum, die Mission schultern zu können, die Gott dir gegeben hat. Nur solche Menschen sind es wert, geschaffene Wesen genannt zu werden, und wert, Mensch genannt zu werden. Diejenigen in Gottes Haus, die immer schmarotzen wollen und immer versuchen, sich durchzumogeln, in der Hoffnung, sich bis zum Ende durchzuschlagen und Segnungen zu erlangen, können keine Arbeit oder Verantwortung schultern, geschweige denn eine Mission. Solche Menschen müssen ausgemustert werden, und es ist nicht schade darum. Denn was ausgemustert wird, sind keine Menschen – sie sind nicht qualifiziert, Menschen genannt zu werden. Du magst sie nutzlose Leute, Faulenzer oder Müßiggänger nennen; auf jeden Fall sind sie es nicht wert, Menschen genannt zu werden. Wenn du ihnen Arbeit zuweist, können sie sie nicht selbstständig erledigen; und wenn du ihnen eine Aufgabe zuweist, können sie ihre Verantwortung nicht schultern oder die Obliegenheit erfüllen, die sie erfüllen sollten – solche Leute sind erledigt. Sie sind es nicht wert, zu leben; sie verdienen den Tod. Dass Gott ihr Leben schont, ist bereits Seine Gnade, es ist eine außergewöhnliche Gunst(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (5)). Gott deckt auf, dass das größte Merkmal fauler, untätiger Menschen darin besteht, dass sie sich nicht um ihre eigentliche Arbeit kümmern. Kurz gesagt: Sie „wursteln sich so durch“. Sie verbringen ihre Tage nur damit, ans Essen, Trinken, Vergnügen und an den fleischlichen Komfort zu denken und nicht an die eigentlichen Angelegenheiten. Wann immer es möglich ist, erledigen diese Leute ihre Pflichten nur der Form halber, ruhen sich aus und vermeiden Verantwortung. Sie führen keine Pflicht gut aus und wollen oder können auch keinerlei Arbeit schultern. Sie wollen nur Muße und Bequemlichkeit und erwarten am Ende dennoch Segen. Solche Menschen sind es nicht wert, Menschen genannt zu werden; sie sind nutzlos, und Gott verabscheut solche Menschen. Als ich über mein Verhalten nachdachte, sah ich, dass ich genau wie diese Leute war. Ich erledigte keine Arbeit, die ich hätte erledigen können, und drückte mich vor Verantwortungen und Lasten, die ich hätte übernehmen sollen. Ich sehnte mich immer nur nach körperlichem Komfort und hatte Angst vor Mühsal und Erschöpfung. Mein Wunsch war es jeden Tag, meine Arbeit schnell zu beenden und mich früh auszuruhen. Ich wollte einfach nur wie ein Schwein sein: fressen, saufen und schlafen. Die Kirche hatte mir die wichtige Pflicht anvertraut, Videos zu überprüfen, aber um früher ins Bett zu kommen, habe ich die Videos bei der Überprüfung im Schnelldurchlauf angesehen. Wenn durch meine Verantwortungslosigkeit ein Video hochgeladen worden wäre, das nicht dem Maßstab entspricht, hätte das nicht nur keine Zeugniswirkung gehabt, sondern Gott sogar Schande bereitet. Diese Konsequenz hätte ich nicht verantworten können. Außerdem ist der Regisseur der Leiter der Filmarbeit, und die Möglichkeit zu bekommen, für eine so wichtige Pflicht ausgebildet zu werden, ist eine besondere Gnade von Gott; aber ich war verantwortungslos, aalglatt und nachlässig. Sowohl als Regisseurin als auch als Schauspielerin trug ich eine unbestreitbare Verantwortung dafür, dass sich der Film so lange verzögerte und schlecht gedreht wurde. Damit habe ich eine schwere Verfehlung bei meiner Pflicht begangen! Die Kirche hatte mich viele Jahre als Schauspielerin gefördert, doch als ich sah, dass keine passende Hauptdarstellerin für den neuen Film gefunden werden konnte, blieb ich gleichgültig, war weder unruhig noch besorgt, und lehnte es sogar ab, für die Hauptrolle vorzusprechen, nur um meines fleischlichen Komforts willen. Ich nahm keine Rücksicht auf Gottes Absichten und versäumte es, die Interessen Seines Hauses zu schützen. Mir fehlte es völlig an Menschlichkeit! Als ich meine verschiedenen Handlungen durchging und mir den Schaden, den ich der Arbeit von Gottes Haus zugefügt hatte, vor Augen führte, erkannte ich mich in Gottes Worten wieder: „Sie sind es nicht wert, zu leben; sie verdienen den Tod. Dass Gott ihr Leben schont, ist bereits Seine Gnade, es ist eine außergewöhnliche Gunst.“ Gottes Haus hatte mir immer wieder Gelegenheiten gegeben, meine Pflichten zu tun, und es mir ermöglicht, die Wahrheit zu erlangen und durch die Ausführung meiner Pflichten mehr Fortschritte zu machen. Aber ich war immer oberflächlich und habe mich durchgewurstelt. Ich war völlig nutzlos. Mir fehlten Gewissen und Vernunft! Ich hatte keine der mir anvertrauten Pflichten erfüllt. Ich war einfach ein Nichtsnutz. Mein Leben hatte keinen Wert, und ich würde nicht vermisst werden, selbst wenn ich sterben würde. Dass Gott mir jetzt die Gelegenheit gibt, über mich nachzudenken, ist bereits Gottes Gnade für mich.

Später dachte ich darüber nach, was mich dazu brachte, immer oberflächlich zu handeln. Ich las Gottes Worte: „Bevor die Menschen Gottes Werk erfahren und die Wahrheit verstehen, ist es Satans Natur, die das Kommando übernimmt und sie von innen heraus beherrscht. Was beinhaltet diese Natur im Einzelnen? Warum bist du zum Beispiel selbstsüchtig? Warum verteidigst du deinen eigenen Status? Warum bist du so sehr von deinen Gefühlen beeinflusst? Warum magst du jene ungerechten Dinge und jene bösen Dinge? Was ist die Grundlage dafür, dass du solche Dinge magst? Woher kommen diese Dinge? Warum magst und akzeptierst du sie? Inzwischen habt ihr alle verstanden: Der Hauptgrund ist, dass Satans Gifte im Menschen sind. Was also sind Satans Gifte? Wie äußern sie sich? Wenn du zum Beispiel fragst: ‚Wie sollten die Menschen leben? Wofür sollten die Menschen leben?‘, werden alle antworten: ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel.‘ Allein diese eine Redensart drückt die eigentliche Wurzel des Problems aus. Satans Philosophie und Logik sind zum Leben der Menschen geworden. Was es auch sein mag, wonach die Menschen streben, sie tun es tatsächlich für sich selbst – und deshalb leben sie alle für sich selbst. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ – das ist die Lebensphilosophie des Menschen, und es repräsentiert auch die menschliche Natur. Diese Worte sind zur Natur der verdorbenen Menschheit geworden und sie beschreiben zutreffend die satanische Natur der verdorbenen Menschheit. Diese satanische Natur ist gänzlich zur Grundlage der Existenz der verdorbenen Menschheit geworden. Seit mehreren tausend Jahren und bis heute lebt die verdorbene Menschheit nach diesem Gift Satans(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man den Weg des Petrus beschreitet). Aus Gottes Worten verstand ich, dass ich jedes Mal, wenn meine Pflichten auf mich zukamen, die Mühsal verabscheut und Erschöpfung gefürchtet hatte und nicht in der Lage gewesen war, mich wirklich für Gott aufzuwenden – das lag nicht nur an meiner schweren Faulheit, sondern auch daran, dass die Gifte Satans in mir die Kontrolle übernommen hatten, wie zum Beispiel „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“, „Im Leben geht es allein um gutes Essen und schöne Kleidung“, „Trink heute den Wein von heute und sorge dich morgen um morgen“, „Lebe im Hier und Jetzt und sei gut zu dir selbst“ und „Körperlicher Genuss ist wahres Glück“. Ich lebte nach diesen Ideen und Ansichten und wurde immer selbstsüchtiger und abscheulicher. Ich war nicht bereit, für irgendetwas zu leiden oder einen Preis zu zahlen, und stellte die fleischliche Bequemlichkeit über alles andere. Genau wie damals, als ich als Kind einige Klassenkameraden in die Mittelschule kommen sah – sie standen vor Sonnenaufgang auf, um zur Schule zu gehen, und nach der Schule hatten sie alle möglichen Hausaufgaben zu erledigen – hatte ich das Gefühl, dass so ein Leben zu anstrengend wäre, und außerdem, dass sie, selbst wenn sie viel litten, vielleicht nicht einmal auf die Universität kommen würden. Ich wollte einfach nur die Gegenwart genießen und bequem leben, und empfand das als ausreichend. Also brach ich nach der Grundschule die Schule ab. Nach meiner Heirat war ich auch nicht bereit, mich um alle großen und kleinen Angelegenheiten zu Hause zu kümmern, und mein Mann kümmerte sich darum. Meine Familie sagte, ich hätte Glück, ein sorgloses Leben zu führen, und ich dachte, so sollte man leben, und dass ein Leben ohne Sorgen und Anstrengung, in dem man seine Tage frei und unbeschwert verbringt, das glücklichste Leben sei, das man führen könne. Ich sah, dass diese satanischen Gifte bereits zu meiner Natur und zu den Kriterien geworden waren, nach denen ich handelte und mich verhielt. Nach diesen Dingen zu leben, führte dazu, dass ich mich immer mehr dem Fleisch hingab und ein äußerst verachtenswertes Leben führte. Nachdem ich in Gottes Haus gekommen war, um meine Pflichten zu tun, stellte ich immer noch meine fleischlichen Interessen an erste Stelle und war nur bereit, einen kleinen Preis bei meinen Pflichten zu zahlen, solange meine fleischliche Bequemlichkeit nicht beeinträchtigt wurde. Aber sobald meine fleischlichen Interessen betroffen waren, zerbrach ich mir den Kopf, um einen Ausweg zu finden, und behandelte meine Pflichten oberflächlich. Genau wie es in einem Kirchenlied heißt: „Die Menschen sind bereit, für das Fleisch ihr Leben hinzugeben, wollen aber für die Wahrheit nichts opfern(„Folge dem Lamm und singe neue Lieder, Ein Klagelied für eine Tragische Welt“). Selbst wenn ich mir Vorwürfe machte, nachdem ich eine Aufgabe nur der Form halber erledigt hatte, und genau wusste, wie man gute Ergebnisse erzielt, blieb ich unwillig, das Leid zu ertragen oder den Preis zu zahlen. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich mich mit dieser Anstrengung selbst benachteiligen würde, also sehnte ich mich ständig nach Bequemlichkeit, was dazu führte, dass meine Pflichten keine Ergebnisse brachten. Während meiner Zeit als Regisseurin und Schauspielerin fügte ich der Arbeit von Gottes Haus so große Verluste zu, aber ich spürte nichts dabei, empfand keine innere Qual und dachte sogar, dass es dafür objektive Gründe gab. Als ich darüber nachdachte, hatte ich ein wenig Angst. Diese satanischen Gifte hatten mich selbstsüchtig und gemein gemacht. Obwohl mein Fleisch Bequemlichkeit genoss, hatte ich meine Würde und Integrität als Mensch völlig verloren, und jetzt hatte ich nicht einmal mehr die Gelegenheit, meine Pflichten zu tun. Mein Bedauern über meine früheren Pflichten ist nun zu einem Makel in meinem Glauben an Gott geworden. Ich dachte darüber nach, wie Gott, um die Menschheit zu retten, Mensch wurde und auf die Erde kam, um persönlich menschliches Leid zu erfahren, und wie Er alle Arten von Wahrheit ausgedrückt hat, um die Menschen zu versorgen, zu führen, zu richten und zu reinigen. Gott hat so viel Herzblut für die Menschheit investiert, aber ich war nicht einmal bereit, die Pflicht zu tun, die ein geschaffenes Wesen tun sollte. Inwiefern hatte ich da noch Gewissen oder Vernunft? Ich war wirklich unwürdig, eine Anhängerin Gottes zu sein!

Während meiner Isolation konnte ich die Kirche nicht kontaktieren. Ich konnte nur die Videos von Brüdern und Schwestern auf YouTube ansehen. Ich sah, wie die Zahl der Filme, Erfahrungszeugnisse, Kirchenlieder und Tanzvideos von Gottes Haus immer weiter zunahm und jeden Tag neue Videos hochgeladen wurden. Ich spürte, dass der Heilige Geist in diesen Brüdern und Schwestern wirkte und dass sie Gottes Segen und Führung erfuhren, und ich sehnte mich danach, wie sie zu sein. Ich vermisste die Tage, als ich mit meinen Brüdern und Schwestern meine Pflichten tat. Ich dachte daran, wie ich früher eine von ihnen war, aber weil ich meine Pflichten nicht geschätzt und sie immer wieder oberflächlich ausgeführt hatte, hatte ich die Gelegenheit verloren, meine Pflichten zu tun. Ich war sehr bedrückt. Meine Reue und meine Verfehlungen fühlten sich an wie Dornen, die in mein Herz stachen, und sie quälten mich so sehr. In diesem Moment erkannte ich wirklich, dass wahres Glück nicht darin besteht, wie viel fleischliche Bequemlichkeit wir genießen, sondern darin, wie viele gute Taten wir vorbereiten und wie viele Dinge wir tun, um Gott zufriedenzustellen. Rückblickend hatte ich keine einzige Sache getan, um Gott zufriedenzustellen, und wann immer ich daran dachte, war ich von Reue und Schuldgefühlen erfüllt. Damals hörte ich ein Kirchenlied mit Gottes Worten mit dem Titel „Nur durch die Erfüllung deiner Pflicht kannst du den Wert des menschlichen Lebens ausleben“, und ich erfuhr Klarheit in meinem Herzen.

1  Welchen Wert hat das Leben eines Menschen? Einerseits geht es darum, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Ein weiterer Aspekt ist, dass du zu Lebzeiten deine Mission erfüllen musst; das ist das Wichtigste. Wir werden nicht über die Erfüllung einer wichtigen Mission, einer wichtigen Pflicht oder einer großen Verantwortung sprechen, aber du solltest zumindest irgendetwas erreichen. Nachdem jemand zu seiner Lebzeit seinen Platz gefunden hat, bleibt er standhaft in seiner Position, hält seine Position, wendet sein ganzes Herzblut und seine ganze Energie auf und leistet gute Arbeit in dem, woran er arbeiten sollte, und vollendet das, was er vollenden sollte. Wenn er schließlich vor Gott steht, um Rechenschaft abzulegen, ist er relativ zufrieden, ohne Selbstvorwürfe oder Reue in seinem Herzen. Er fühlt sich getröstet und hat das Gefühl, etwas gewonnen zu haben, dass er ein wertvolles Leben gelebt hat.

2  Es ist es also wert, dass ein Mensch etwas körperlich leidet und einen kleinen Preis zahlt, um ein wertvolles Leben zu führen und letztendlich eine solche Ernte zu erhalten, selbst wenn er dabei aus Erschöpfung krank wird oder gesundheitliche Probleme bekommt. Wenn ein Mensch auf diese Welt kommt, dann geschieht das nicht, um die Freuden des Fleisches zu genießen, und auch nicht, um zu essen, zu trinken und Spaß zu haben. Man sollte nicht für diese Dinge leben; das ist nicht der Wert eines menschlichen Lebens und auch nicht der richtige Weg. Der Wert eines menschlichen Lebens und der richtige Weg, den man einschlagen sollte, bestehen darin, etwas von Wert zu vollbringen und eine oder mehrere wertvolle Aufgaben zu erfüllen. Das ist keine Karriere; das ist der richtige Weg, und das, was man auch die richtige Aufgabe nennt. Es lohnt sich für eine Person, jedweden Preis zu zahlen, um eine bestimmte Arbeit von Wert zu erledigen, ein sinnvolles und wertvolles Leben zu führen und nach der Wahrheit zu streben und sie zu erlangen.

– Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (6)

Dieses Kirchenlied öffnete mir die Augen für den Wert und den Sinn des Lebens. Fleischliche Bequemlichkeit ist nur vorübergehend; ein wirklich sinnvolles Leben findet man nur, wenn man seine Pflichten erfüllt und dabei Frieden im Herzen findet. Mir wurde klar, dass mich meine Faulheit und meine Hingabe an die fleischliche Bequemlichkeit immer davon abhalten würden, meine Pflichten zu erfüllen, wenn meine verdorbene Disposition nicht behoben würde. Also betete ich zu Gott und suchte nach einem Weg der Praxis.

Später fand ich in einem Abschnitt von Gottes Worten einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du den Drang verspürst, bei der Ausführung deiner Pflicht Dinge auf nachlässige Weise zu tun, aalglatt zu sein und zu faulenzen und dich Gottes prüfendem Blick zu entziehen, solltest du schnell vor Gott treten, um zu beten und darüber nachzudenken, ob das richtig ist. Dann solltest du dir einige Gedanken machen: ‚Was ist mein Ziel beim Glauben an Gott? Meine Nachlässigkeit mag Menschen täuschen, aber wird sie Gott täuschen? Darüber hinaus geht es bei meinem Glauben an Gott und bei meiner Pflichtausführung nicht darum, aalglatt und faul zu sein, sondern darum, dass ich Errettung erlangen kann. Auf diese Weise zu handeln zeigt, dass ich keine normale Menschlichkeit habe, und Gott findet an so etwas keinen Gefallen. Das geht so nicht. Es wäre eine Sache, wenn ich in der Welt aalglatt wäre und faulenzen und meinem eigenen Willen folgen würde, aber jetzt bin ich im Haus Gottes, ich stehe unter der Herrschaft Gottes, unter dem prüfenden Blick von Gottes Augen, und ich bin ein menschliches Wesen, also muss ich gemäß meinem Gewissen und Gottes Worten handeln, und ich kann nicht meinem eigenen Willen folgen oder nachlässig, aalglatt und faul sein. Wie sollte ich also handeln, um weder aalglatt noch faul noch nachlässig zu sein? Ich muss mir etwas Mühe geben. Gerade fand ich es noch zu mühsam, so zu handeln, also wollte ich Mühsal vermeiden, aber jetzt verstehe ich: Es mag zwar mühsamer sein, es auf diese Weise zu tun, aber es bringt Ergebnisse, also sollte ich es so tun.‘ Wenn du es tust und immer noch Angst davor hast, Mühsal zu ertragen, musst du in solchen Zeiten zu Gott beten: ‚Lieber Gott! Ich bin ein fauler, aalglatter Mensch. Bitte diszipliniere mich und weise mich zurecht, damit mein Gewissen erwacht und ich Schamgefühl entwickle. Ich möchte nicht nachlässig sein. Bitte führe und erleuchte mich, damit ich meine Auflehnung und meine Hässlichkeit sehen kann.‘ Wenn du so betest und auf diese Weise über dich selbst nachdenkst und derart versuchst, Selbsterkenntnis zu erlangen, wird das ein Gefühl der Reue hervorrufen; du wirst in der Lage sein, deine Hässlichkeit zu hassen, und dein falscher Zustand wird anfangen, sich zu ändern. Du wirst in der Lage sein, dich zu fragen: ‚Warum bin ich imstande, nachlässig zu sein? Warum versuche ich immer, aalglatt und faul zu sein? So zu handeln, ist wirklich jenseits von Gewissen und Vernunft – bin ich überhaupt noch ein Gottgläubiger? Warum kann ich die Dinge nicht gewissenhaft tun? Muss ich nicht einfach nur ein wenig mehr Zeit und Mühe investieren? Was ist so schwer daran? Genau das sollte ich tun; wenn ich nicht einmal das tun kann, bin ich es dann überhaupt wert, ein menschliches Wesen genannt zu werden?‘ Infolgedessen wirst du einen Entschluss fassen und Gott einen Eid schwören: ‚Lieber Gott! Ich habe Dich enttäuscht, ich bin wirklich zu stark verdorben, habe weder Gewissen noch Vernunft, und ich habe keine Menschlichkeit. Ich bin bereit, Buße zu tun. Bitte vergib mir. Ich werde mich auf jeden Fall ändern. Wenn ich keine Buße tue, soll Deine Bestrafung über mich kommen.‘ Danach wird sich deine Denkweise zum Guten wenden, und du wirst anfangen, dich zu verändern. Wenn du das nächste Mal deine Pflicht tust, wirst du in der Lage sein, gewissenhaft und weniger nachlässig zu handeln, und du wirst in der Lage sein, zu leiden und einen Preis zu zahlen. Du wirst der Meinung sein, dass es wunderbar ist, deine Pflicht auf diese Weise auszuführen, und du wirst Frieden und Freude in deinem Herzen haben. Wenn die Menschen Gottes prüfenden Blick akzeptieren können, zu Ihm beten können und sich auf Ihn verlassen, dann werden sich ihre Zustände bald ändern. Wenn dein negativer Zustand sich zum Guten gewendet hat und du dich gegen deine eigenen Absichten und die selbstsüchtigen Begierden des Fleisches aufgelehnt hast, wenn du in der Lage bist, die Bequemlichkeit und die Freuden des Fleisches loszulassen und gemäß Gottes Anforderungen zu handeln, und nicht mehr eigenmächtig und rücksichtslos handelst, dann wirst du Frieden in deinem Herzen finden und frei von Gewissensbissen sein. Ist es einfach, sich auf diese Weise gegen das Fleisch aufzulehnen und gemäß Gottes Anforderungen zu handeln? Solange du ein gewaltiges Bestreben nach Gott hast, kannst du dich gegen das Fleisch auflehnen und die Wahrheit in die Praxis umsetzen. Und solange du auf diese Weise praktizierst, wirst du, ohne es überhaupt zu bemerken, in die Wahrheitsrealität eintreten. Es ist überhaupt nicht schwierig(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich, wenn ich an Gott glaube und meine Pflicht tue, ein brennendes Verlangen nach Gott haben und meine Pflicht über alles andere stellen muss. Wenn ich bei meiner Pflicht oberflächlich sein will, sollte ich schnell zu Gott beten und Ihn bitten, mir die Entschlossenheit zu geben, Leid zu ertragen, und ich sollte mich auch Seiner genauen Prüfung stellen. Indem ich in dieser Praxis beharrlich bleibe, wird sich mein Problem der Oberflächlichkeit allmählich verbessern. Mir wurde klar, dass Gottes Absicht hinter meinem Verlust der Pflichten darin bestand, mich dazu zu bringen, über meine Probleme nachzudenken, und das war ein Wendepunkt auf meinem Weg des Glaubens. Ich musste nach der Wahrheit streben, mich gegen mein Fleisch auflehnen, meine Pflicht erfüllen und ein menschliches Abbild ausleben. Ich kniete nieder und betete: „Gott, jetzt sehe ich klar die Wurzel meines Versagens. Ich will nicht mehr nach einer satanischen Disposition leben. Ich will nach Fortschritt streben, und wenn ich die Chance habe, wieder meine Pflicht zu tun, werde ich meine Pflicht an die erste Stelle setzen und mein Bestes tun, um danach zu streben, Dich zufriedenzustellen.“

Im August 2024 gelang es mir endlich, die Kirche zu kontaktieren, und ich konnte wieder meine Pflichten tun. Ich war so begeistert, dass es mir die Sprache verschlug. Für einen Moment empfand ich eine Mischung aus Glück, Dankbarkeit und Schuld. Ich wusste, dass Gott mir hier eine Gelegenheit zur Buße gab, und beschloss insgeheim in meinem Herzen, dass ich mich bei meinen Pflichten nie wieder dem fleischlichen Komfort hingeben würde wie zuvor, und dass ich stets im Sinn behalten musste, meine Pflicht an die erste Stelle zu setzen und Gottes genaue Prüfung anzunehmen.

Später arrangierte die Kirche, dass ich Schauspielerin wurde, und ich übte aktiv das Schauspielern in Erfahrungszeugnisvideos. Nebenbei übernahm ich auch andere Pflichten. Dieses Mal hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass meine Teilzeitpflichten unnötig waren, und ich erledigte sie, wann immer ich Zeit hatte. Ich sah, dass die Brüder und Schwestern, die ich von früher kannte, sich im Laufe des letzten Jahres bei ihren Pflichten alle stark weiterentwickelt hatten. Vor allem beim Dreh der Erfahrungszeugnisvideos ging es besonders schnell voran, und es gab nicht viel Zeit zum Proben. Mir wurde klar, dass ich so viele Defizite hatte und nicht ganz mithalten konnte. Ich erinnere mich, dass die Vorbereitungszeit für das erste Erfahrungszeugnisvideo, in dem ich mitspielte, sehr kurz war, und ich dachte: „Ich fange doch gerade erst wieder an zu üben, könnten sie nicht etwas mehr Verständnis haben? Ich brauche doch mehr Zeit zur Vorbereitung. Muss das wirklich so schnell gehen?“ Ich sprach mit der Regisseurin über meine Gedanken, und sie sagte: „Keine Sorge, wir verlassen uns auf Gott und müssen einfach unser Bestes geben.“ In diesem Moment wurde mir klar, dass ich schon wieder versuchte, mein Fleisch zufriedenzustellen, indem ich meine Pflichten auf eine möglichst einfache und bequeme Weise erledigen wollte. Als ich an mein früheres Versagen dachte, ermahnte ich mich, dass ich nicht länger auf mein Fleisch Rücksicht nehmen durfte und dass ich, auch wenn die Zeit knapp war, mein Bestes geben würde, um mitzuwirken. Danach machte ich mich schnell an die Vorbereitung. Bald war mein erstes Erfahrungszeugnisvideo erfolgreich abgedreht. Als ich danach in längeren Erfahrungszeugnisvideos mitspielte, fühlte ich mich manchmal immer noch sehr unter Druck, und wenn die Zeit knapp war, kamen wieder Gedanken in mir hoch, die Anstrengung zu scheuen und mich vor Erschöpfung zu fürchten. Aber sobald diese Gedanken an die Oberfläche kamen, konnte ich sie rechtzeitig erkennen, und ich betete dann schnell und bat Gott, mein Herz zu schützen und mich davon abzuhalten, wieder an mein Fleisch zu denken. Ich übte fleißig, immer und immer wieder, und gab alles, um mitzuwirken. Auch wenn mein Schauspiel in den Videos jetzt nicht so natürlich und entspannt ist wie das der anderen, habe ich keine Selbstvorwürfe mehr, sondern fühle mich stattdessen befreit und voller Frieden.

Von der Übernahme einiger Pflichten, die ich aber nicht wertschätzte, über deren Verlust bis hin zu ihrer Wiedererlangung spürte ich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten wahrhaftig. Und ich erkannte, dass alles, was Gott tut, dazu dient, mir zu ermöglichen, meine verdorbene Disposition abzulegen und ein Mensch mit Gewissen und Menschlichkeit zu werden. Dank sei Gott, dass Er mir eine solche Gelegenheit gegeben hat, mich selbst zu verstehen und die Wahrheit zu erlangen. Ich bin bereit, die kommende Zeit wertzuschätzen, meine Pflichten gewissenhaft zu tun und Gottes Erwartungen nicht zu enttäuschen.

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