19. Ich jage nicht mehr Geld, Ruhm und Gewinn hinterher
Ich wuchs in einer armen Familie mit zehn Geschwistern auf. Schon früh wollte ich viel Geld verdienen, um meine Familie aus der Armut zu befreien. Besonders inspiriert wurde ich, als mich ein Kommiliton während des Studiums zu einem Geschäftsseminar einlud, bei dem die Redner erzählten, wie sie es von Armut zu Reichtum gebracht hatten. Auch ich wollte eine erfolgreiche Geschäftsfrau werden, viel Geld verdienen, ein Haus und ein Auto besitzen, um die Welt reisen usw. So würden mich alle, die mich kannten, als Vorbild sehen – als das arme Mädchen, das der Armut entkommen ist – und sie würden mich bewundern. Nach meinem Abschluss ging ich in die Vereinigten Arabischen Emirate und arbeitete als Empfangsdame in einer Firma. Weil mein Einkommen gering war, suchte ich ständig nach Teilzeitjobs. Oft arbeitete ich tagsüber in meinem Hauptjob und ging nachts noch einer Nebentätigkeit nach. Ich versuchte mich auch an verschiedenen Investitionen, aber sie scheiterten alle, und mein Leben wurde dadurch noch härter. Ich war damals ziemlich entmutigt und verstand die Welt nicht mehr: Ich hatte so hart gearbeitet, um Geld zu verdienen, warum lief es denn am Ende immer wieder schief? Warum scheiterte ich immer wieder, egal wie hart ich arbeitete oder investierte? Ich fühlte mich völlig erschöpft.
Im Februar 2020 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen an. Eine Passage aus Gottes Worten bewegte mich besonders. Der Allmächtige Gott sagt: „Da wir ein Teil der Menschheit und gläubige Christen sind, ist es die Verantwortung und Pflicht von uns allen, unseren Geist und Leib zu opfern, damit Gottes Auftrag erfüllt wird. Denn unser komplettes Wesen kam von Gott und existiert dank Gottes Souveränität. Wenn unser Geist und unser Leib weder Gottes Auftrag, noch der gerechten Sache der Menschheit gewidmet sind, dann werden unsere Seelen sich vor denen schämen, die für Gottes Auftrag zu Märtyrern wurden, und noch viel mehr vor Gott, der uns mit allem versorgt hat“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 2: Gott herrscht über das Schicksal der gesamten Menschheit). Durch die Worte des Allmächtigen Gottes verstand ich, dass wir als geschaffene Wesen die Pflicht eines geschaffenen Wesens erfüllen sollten, denn das ist unsere Verantwortung und Verpflichtung. Gott hat nämlich alles für uns arrangiert, einschließlich unserer Familie, unserer Eltern und der Umgebung, in der wir aufwachsen – all das wurde vor langer Zeit von Gott vorherbestimmt, und als geschaffene Wesen sollten wir Seine Liebe vergelten. Ich war von Gottes Worten tief bewegt und wollte meine Pflicht tun, um Gottes Liebe zu vergelten. Aber ich verstand so wenig von der Wahrheit, dass ich der Versuchung des Geldes nicht widerstehen konnte, und mein Herz war ständig darauf ausgerichtet, Geld zu verdienen.
Später wechselte ich von der Stelle als Empfangsdame zu einer als Personalassistentin, und auch mein Gehalt stieg. Aber ich war nicht sehr glücklich, weil dieser Job mich weder reich machen noch mir die Bewunderung anderer einbringen konnte. Wenn es so weiterginge, wann könnte ich dann jemals ein Haus in der Heimat bauen, das Leben meiner Familie verbessern und sie auf Reisen mitnehmen? Ich musste also einen besser bezahlten Job finden oder mehr Nebenjobs annehmen. Also verschickte ich weitere Lebensläufe. Bald darauf fing ich einen neuen Job in einer anderen Firma an, als Verwaltungsassistentin im Vertrieb. Ich war wirklich glücklich, denn zusätzlich zum Festgehalt gab es Provisionen, und solange ich gute Leistung brachte, würde ich auch Boni bekommen. Ich dachte: „Endlich habe ich die Chance, mehr Geld zu verdienen, und wenn ich erst einmal ein Haus in der Heimat gebaut habe, werden die Leute dort sicher zu mir aufschauen und mich bewundern.“ Da der Job neu war und ich keine Erfahrung hatte, musste ich viel Zeit mit Lernen verbringen, um das hohe Einkommen zu erzielen, das ich wollte. Um mehr Geld zu verdienen, machte ich oft Überstunden. In dieser Zeit steckte ich meine ganze Zeit und Energie in die Arbeit. Bei der Arbeit aß ich oft zu unregelmäßigen Zeiten oder vergaß sogar ganz zu essen. Besonders wenn mein Manager oder meine Kollegen wollten, dass ich etwas Dringendes erledigte, musste ich weiterarbeiten, selbst wenn ich krank war. Damals war ich Evangeliumsarbeiterin, aber ich war so sehr mit meiner Arbeit beschäftigt, dass ich nur wenig Zeit hatte, das Evangelium zu predigen. Selbst als ich nach Hause kam, arbeitete ich noch weiter. Wenn der Leiter mich bat, Versammlungen abzuhalten, lehnte ich meist ab, weil ich keine Zeit hatte, über Gottes Worte nachzudenken. Außerdem war ich nach einem so langen Arbeitstag müde und hatte keine Energie mehr, Versammlungen zu leiten; ich wollte mich nur ausruhen. In dieser Zeit war ich bei Versammlungen oft unaufmerksam, und oft nahm ich während der Arbeit an Online-Versammlungen teil. Manchmal schlief ich während der Versammlungen sogar ein. Weil ich mich nur aufs Geldverdienen konzentrierte, waren meine Ergebnisse beim Predigen des Evangeliums schlecht. Ich fühlte mich sehr schuldig und dachte: „Bei meiner Arbeit war ich bereit weiterzumachen, auch wenn ich müde oder krank war, aber mit meiner Pflicht bin ich oberflächlich und passiv umgegangen.“ Ich machte mir zwar Vorwürfe, war aber gut darin, mir selbst zu verzeihen, und dachte: „Ich bin noch neu im Vertrieb, aber sobald ich darin besser werde, habe ich mehr Zeit für meine Pflicht.“ Doch es lief nicht so, wie ich erwartet hatte. Je vertrauter ich mit dem Job wurde, desto länger musste ich arbeiten. Ich hatte nicht nur keine zusätzliche Freizeit – ich war sogar noch beschäftigter. Mein Herz wurde unruhig, denn ich wusste, dass als geschaffenes Wesen meine Pflicht meine Verpflichtung und Verantwortung war und dass ich meine Pflicht gut tun sollte, um Gottes Liebe zu vergelten. Ich erfüllte meine Pflicht jedoch gar nicht. Gleichzeitig hatte ich auch große Angst, weil ich immer nach weltlichen Dingen strebte – mein Herz entfernte sich immer weiter von Gott. Ich konnte die Führung des Heiligen Geistes bei meiner Pflicht nicht spüren, und mein Predigen des Evangeliums trug keine Früchte. Ich betete in meinem Herzen zu Gott: „Allmächtiger Gott, ich habe das Gefühl, meine Richtung verloren zu haben. Ich kann das Wirken des Heiligen Geistes oder Deine Führung nicht spüren. Bitte hilf mir.“
Später las ich eine Passage aus Gottes Worten und erlangte etwas Erkenntnis über mein Problem. Der Allmächtige Gott sagt: „Gibt es nicht viele unter euch, die zwischen richtig und falsch geschwankt haben? In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß – zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw. – kann es doch sicherlich nicht sein, dass ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, nicht bewusst seid! Vor die Wahl gestellt zwischen einer harmonischen und einer zerrütteten Familie habt ihr erstere gewählt, und zwar ohne zu zögern. Zwischen Reichtum und Pflicht habt ihr wiederum ersteres gewählt, ohne auch nur den Willen zu haben, ans Ufer zurückzukehren. Zwischen Luxus und Armut habt ihr ersteres gewählt; als ihr zwischen euren Kindern, Ehefrauen und Ehemännern oder Mir wählen musstet, habt ihr erstere gewählt; und zwischen Auffassungen und der Wahrheit habt ihr immer noch erstere gewählt. Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach das Vertrauen in euch verloren, Ich bin einfach erstaunt. Eure Herzen sind unerwartet unfähig, sich erweichen zu lassen. Das Herzblut, das Ich viele Jahre lang aufgewendet habe, hat Mir überraschenderweise nichts anderes gebracht als eure Abwendung und Resignation, aber Meine Hoffnungen auf euch wachsen mit jedem Tag, denn Mein Tag ist vor jedem völlig offengelegt worden. Doch jetzt strebt ihr immer noch nach dunklen und bösen Dingen und weigert euch, euren Griff um sie zu lockern. Was wird dann euer Ergebnis sein? Habt ihr jemals sorgfältig darüber nachgedacht? Wenn ihr aufgefordert würdet, erneut zu wählen, wie wäre eure Haltung dann? Wäre es immer noch das erstere? Würdet ihr es Mir noch immer mit Enttäuschung und schmerzreichem Kummer zurückzahlen? Würden eure Herzen noch immer nur ein Fünkchen Wärme aufweisen? Wüsstet ihr immer noch nicht, was zu tun ist, um Mein Herz zu trösten? Was wählt ihr in diesem Moment?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). Was Gott darin offenlegt, ist mein tatsächlicher Zustand. Oft wissen wir, was richtig und was falsch ist, was positive Dinge und was negative Dinge sind, aber wir entscheiden uns trotzdem für diese falschen und negativen Dinge. Seit ich das Werk des Allmächtigen Gottes angenommen hatte, wusste ich, dass ich als geschaffenes Wesen meine Pflicht erfüllen sollte, aber ich arbeitete den ganzen Tag hart und wandte so viel Zeit und Energie auf, um von anderen bewundert und beneidet zu werden und um mehr Geld zu verdienen und ein besseres materielles Leben zu genießen. Ich tat meine Pflicht überhaupt nicht von ganzem Herzen. Nach der Arbeit, am Abend, wenn ich eigentlich Zeit für meine Pflicht hätte aufwenden sollen, dachte ich nur daran, wie ich mehr Geld verdienen könnte. Ich hatte überhaupt kein Herz dafür, das Evangelium zu predigen oder meine Pflicht zu tun. Ich dachte, solange ich meine Pflicht tat, reichte das aus, und es war mir völlig egal, ob meine Pflicht irgendwelche Ergebnisse brachte. Ich sah, dass ich meine Pflicht wirklich leichtfertig behandelte. Ich hatte an Gott geglaubt, aber ich war unfähig gewesen, Ihm wirklich zu folgen. Ich entschied mich immer noch für weltliche Dinge und ging den Weg eines Nichtgläubigen. Da Gott mir immer noch eine Chance gab, meine Pflicht zu tun, sollte ich sie ergreifen und schätzen und meine Zeit und Energie darauf konzentrieren, nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht zu erfüllen. Das ist am wertvollsten und bedeutungsvollsten. Von da an begann ich, aktiv an Versammlungen teilzunehmen, und ließ nicht mehr zu, dass mein Arbeitspensum mir bei meiner Pflicht im Weg stand. Früher machte ich Überstunden, nachdem ich nach Hause gekommen war, und nahm sogar noch um 23 Uhr geschäftliche Anrufe entgegen, aber jetzt ging ich nach 20 Uhr nicht mehr ans Telefon und checkte keine Nachrichten mehr. Außerdem betete ich früher selten und hielt keine regelmäßigen Andachten, aber jetzt stand ich früh auf, um Gottes Worte zu lesen, Hymnen zu hören und Videos von Erfahrungszeugnissen anzusehen. Am Vormittag meines freien Tages lud ich potenzielle Empfänger des Evangeliums zu Versammlungen ein, und nachmittags versammelte ich mich mit ihnen. Ich nutzte sogar meine Arbeitspausen, um mich zu beeilen und meine Pflicht zu tun. Als ich so praktizierte, verspürte ich Frieden und Freude in meinem Herzen.
Nicht lange danach lud mich eine Freundin ein, mich an einer Investition zu beteiligen. Sie versprach mir, dass ich damit viel Geld verdienen würde und mir nicht nur ein Auto kaufen, sondern auch ein Haus bauen und sogar in andere Länder reisen könnte. Das waren all meine Träume! Ich dachte bei mir: „Beim Investieren zahlt man nur Geld ein und bekommt jeden Monat Gewinn, also wird es meine Pflicht nicht beeinträchtigen.“ Also gaben meine Schwester und ich 500.000 Pesos aus, um bei der Investition einzusteigen. In den ersten zwei Monaten nach der Investition erhielten wir Gewinne, aber im dritten Monat stellten sie die Zahlungen ein. Wir verlangten unser Geld zurück, aber sie erfanden immer wieder Ausreden und weigerten sich. Ich war wütend. Ich wollte das Kapital zurückhaben, aber egal wie sehr ich es versuchte, ich bekam keinen Peso zurück. Ich war am Boden zerstört, denn das war das Geld, das ich zur Seite gelegt hatte, um es nach Hause zu schicken und ein Haus zu bauen. Ich wollte einfach schnell einen Weg finden, das Geld, das ich bei der Investition verloren hatte, wieder reinzuholen. Also arbeitete ich noch härter und machte oft Überstunden. Aber mein Gehalt verzögerte sich aufgrund einer Umstrukturierung der Firma. Damals hatte ich nicht mehr viel Geld übrig, und selbst die Miete zu zahlen oder Essen zu kaufen wurde zum Problem. Diese Dinge lasteten schwer auf meinem Herzen, und ich wurde bei meiner Pflicht wieder passiv und oberflächlich. Ich lud potenzielle Empfänger des Evangeliums nur zu Versammlungen ein, verstand oder löste ihre Probleme aber nicht wirklich. Mir wurde klar, dass mein Zustand immer schlechter werden würde, wenn ich so weitermachte, und dass ich am Ende das Wirken des Heiligen Geistes verlieren und von Gott verlassen werden könnte. Also betete ich zu Gott: „O Gott, in den letzten drei Monaten habe ich meine eigene Arbeit meiner Pflicht vorgezogen. Mein Herz war vollkommen davon eingenommen, mehr Geld zu verdienen und meine Investition zurückzubekommen. O Gott, bitte verlass mich nicht. Bitte erleuchte mich und führe mich zurück an Deine Seite, zurück auf den richtigen Pfad. Ich möchte die Dinge loslassen, die mein Herz stören und mich von Dir wegziehen.“
Danach las ich eine Passage aus den Worten des Allmächtigen Gottes, die mir sehr hilfreich war. Der Allmächtige Gott sagt: „Das Schicksal des Menschen wird von Gottes Händen gelenkt. Du bist nicht in der Lage, dich selbst zu lenken: Selbst wenn sich der Mensch ständig für sich selbst abhetzt und geschäftig ist, bleibt er unfähig, sich selbst zu lenken. Wenn du deine eigenen Perspektiven wissen könntest, wenn du dein eigenes Schicksal lenken könntest, würde man dich dann noch als ein geschaffenes Wesen bezeichnen? Kurz gesagt, unabhängig davon, wie Gott wirkt, gilt Sein gesamtes Werk dem Menschen. Das ist genauso, wie die Himmel, die Erde und alle Dinge von Gott erschaffen wurden, um dem Menschen zu dienen: Gott hat den Mond, die Sonne und die Sterne für den Menschen gemacht, Er hat die Tiere und die Pflanzen für den Menschen gemacht, Er hat Frühling, Sommer, Herbst und Winter für den Menschen gemacht und so fort – all diese Dinge wurden für die menschliche Existenz gemacht. Ungeachtet dessen also, wie Gott den Menschen züchtigt und richtet, geschieht das alles um der Errettung des Menschen willen. Auch wenn Er den Menschen seiner fleischlichen Hoffnungen beraubt, dient das noch immer der Reinigung des Menschen, und die Reinigung des Menschen erfolgt um der Existenz des Menschen willen. Der Bestimmungsort des Menschen ist in den Händen des Schöpfers – wie also sollte der Mensch sich selbst lenken können?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Durch Gottes Worte verstand ich, dass das Schicksal eines Menschen in Gottes Händen liegt und dass Menschen ihr Schicksal nicht ändern können. Ganz gleich, wie hart Menschen arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen, oder wie sehr sie sich nach einem komfortablen und schönen Leben sehnen – ob sie es erreichen oder nicht, liegt nicht an ihnen. Genau so war es in meinem Fall: Ich wollte den Job wechseln und mein Geld investieren, um mehr zu verdienen, meine Träume zu verwirklichen und eine glänzende Zukunft zu haben. Aber ich verdiente nicht nur nicht mehr Geld – stattdessen scheiterte meine Investition, ich verlor viel und verschwendete am Ende auch noch viel Zeit und Energie. Ich versäumte es, meine Pflicht zu erfüllen, und mein Leben wurde noch schlechter. Dadurch verstand ich, dass es schon lange vor der Geburt vorherbestimmt ist, ob ein Mensch reich oder arm ist. Wenn Gott vorherbestimmt hat, dass Reichtum und Vermögen nicht in meinem Schicksal liegen, dann werde ich am Ende nur scheitern, egal wie hart ich arbeite, um Geld zu verdienen.
Später las ich mehr von Gottes Worten und erlangte mehr Klarheit über meine Probleme. Der Allmächtige Gott sagt: „‚Geld regiert die Welt‘ ist eine Philosophie Satans. Sie ist unter den Menschen weit verbreitet, in jeder Gesellschaftsform; man könnte sagen, dass sie ein Trend ist. Der Grund dafür ist, dass sie dem Herzen jeder einzelnen Person eingeflößt wurde, die diesen Spruch zunächst nicht akzeptierte, ihm dann aber ihre stille Zustimmung gab, als sie in Kontakt mit dem wirklichen Leben kam und das Gefühl bekam, dass diese Worte tatsächlich wahr sind. Ist dies nicht ein Verlauf, bei dem Satan den Menschen verdirbt? Vielleicht verfügen nicht alle Menschen über das gleiche Maß an Erfahrungswissen zu diesem Sprichwort, aber jeder weist ein unterschiedliches Maß an Interpretation und Anerkennung dieses Sprichworts auf, beruhend auf Dingen, die in seiner Umgebung geschehen sind, und auf seiner eigenen persönlichen Erfahrung. Trifft das nicht zu? Ganz gleich, wie tief die Erfahrung ist, die eine Person mit diesem Spruch gemacht hat – welche negative Auswirkung hatte er auf ihr Herz? Die Tatsache, dass die Menschen auf dieser Welt – und man kann sagen, dass das jeden Einzelnen von euch miteinschließt – etwas aus ihrer Disposition offenbaren. Und was? Die Anbetung von Geld. Ist es ein Leichtes, das aus den Herzen der Menschen zu entfernen? Nein, das ist es nicht! Das zeigt, dass Satan den Menschen wahrhaftig zutiefst verdorben hat! Satan nutzt Geld, um die Menschen zu verlocken, und verdirbt sie alle, sodass sie Geld und materielle Dinge anbeten. Und wie äußert sich diese Anbetung von Geld in den Menschen? Denkt ihr denn nicht, dass ihr auf dieser Welt ohne Geld nicht überleben könntet und dass ihr nicht in der Lage wäret, auch nur einen Tag ohne Geld auszukommen? Wie viel Geld die Menschen haben, bestimmt, wie hoch ihr Status ist und wie angesehen sie sind. Die Armen denken nicht, dass sie mit erhobenem Haupt und stolz dastehen können, während die Reichen einen hohen Status haben, mit erhobenem Haupt und stolz dastehen, laut sprechen und auf eine arrogante und ungezügelte Weise leben können. Was bringen dieser Spruch und dieser Trend den Menschen? Stimmt es denn nicht, dass viele Menschen bereit sind, für Geld jedes Opfer zu bringen? Verlieren denn nicht viele Menschen ihre Würde und Integrität auf der Jagd nach mehr Geld? Verspielen denn nicht viele Menschen um des Geldes willen die Gelegenheit, ihre Pflicht zu tun und Gott zu folgen? Ist der Verlust der Chance, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden, für die Menschen nicht der größte aller Verluste? Allein mit dieser Methode und diesem Spruch wird der Mensch von Satan in einem solchen Ausmaß verdorben. Verfolgt Satan damit nicht eine böse Absicht? Ist das nicht ein böswilliger Trick?“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige V). Durch Gottes Worte verstand ich, dass „Geld regiert die Welt“ eine satanische Philosophie ist. Anfangs hatte ich kein Unterscheidungsvermögen zu diesem Spruch und wusste nur, dass Menschen ohne Geld kein gutes Leben führen oder nicht bekommen können, was sie wollen. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist dies tatsächlich eine Methode, mit der Satan Menschen verdirbt. Satan verdirbt und lockt Menschen durch Geld und lässt sie glauben, dass sie nur mit Geld respektiert werden, in der Gesellschaft Fuß fassen können und dass nur so zu ihnen aufgeschaut wird. Ich lebte nach diesen satanischen Philosophien und war erfüllt von einem Durst, Geld zu verdienen. Ich war mit einem festen monatlichen Einkommen nicht zufrieden, also fing ich an, mein Geld anzulegen. Ich dachte, auf diese Weise könnte ich mehr Geld verdienen und meine Träume verwirklichen – ein Haus bauen, mit meiner Familie reisen und ein Leben führen, zu dem andere aufschauen und das sie bewundern würden. Für mein Streben nach Geld und materiellem Vergnügen schob ich meine Pflicht immer wieder beiseite, und mein Herz entfernte sich immer weiter von Gott. Ich lebte in Finsternis und konnte das Wirken des Heiligen Geistes nicht spüren. Jetzt sah ich Satans Machenschaften und Verschwörungen ganz klar, nämlich Menschen in die Falle des Geldes zu locken, ihre Herzen von Gott abzubringen und Ihn zu verraten, bis sie schließlich mit Satan in die Hölle geworfen werden. Ich sah auch, dass viele wohlhabende Menschen – obwohl sie ein luxuriöses Leben führen und kaufen könnten, was immer sie wollen, wie schöne Häuser, teure Autos und so weiter, und scheinbar ein sorgloses Leben führen – nicht wirklich glücklich sind. Manche sterben an schweren Krankheiten, die durch jahrelangen Alkohol- und Drogenmissbrauch verursacht wurden, und kein Reichtum oder Status der Welt kann ihr Leben retten. Andere verbringen viele Jahre harter Arbeit damit, ihre Unternehmen aufzubauen, enden aber trotzdem bankrott und tief verschuldet. Manche Menschen halten dem Druck nicht stand, verfallen in langfristige Depressionen und begehen schließlich Selbstmord. Es gibt so viele Beispiele dafür. Satan benutzt Geld und ein Leben im Luxus, um Menschen zu ködern, was dazu führt, dass sie ein immer leereres, böseres und verkommeneres Leben führen. Als ich das durchschaute, dachte ich nicht mehr darüber nach, wie ich meine Investition wieder hereinholen könnte, und war bereit, mich Gottes Herrschaft und Anordnungen zu unterwerfen und mein Herz in meine Pflicht zu legen.
Am 2. Januar 2024 bekam unsere Firma einen neuen Manager, und mein Arbeitspensum stieg. Zusätzlich zu meinem ursprünglichen Job wurde ich auch seine persönliche Assistentin. Das machte mich noch beschäftigter, und ich war fast rund um die Uhr für die Arbeit in Bereitschaft. Aber dieses Mal sagte ich mir, dass ich das auf keinen Fall meine Pflicht beeinträchtigen lassen durfte. Später fragte mich eine Verantwortliche der Kirche, ob ich bereit sei, mich im Predigen des Evangeliums und im Zeugnisablegen zu üben, und ich stimmte zu. Ich war wirklich froh und empfand dies als eine Chance, die mir von Gott gegeben wurde. Ich hatte schon so lange an Gott geglaubt, aber ich hatte immer nach Geld gestrebt und meine Pflicht nicht gut getan, also würde ich diese Chance diesmal wirklich schätzen. Von da an widmete ich mehr Zeit dem Predigen des Evangeliums. Aber ich hatte an der Arbeit immer mehr zu tun, und ich konnte selbst nachts nach Feierabend nicht aufhören. Mein Manager rief mich sogar oft an oder schickte mir Nachrichten. Manchmal, wenn ich mit einem potenziellen Empfänger des Evangeliums Gemeinschaft hielt, riefen mich mein Manager oder meine Kollegen an, was mich daran hinderte, mein Herz zur Ruhe zu bringen. Aber ich wollte die Chance, meine Pflicht zu tun, nicht wieder verwirken, also betete ich zu Gott, dass Er mich führen und mir die Kraft geben möge, mich aus Satans Fesseln zu befreien. Ich erinnerte mich an die Worte des Herrn Jesus: „Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“ (Matthäus 16,26). Durch die Worte des Herrn verstand ich, dass mein Ende schließlich immer noch die Vernichtung wäre, wenn ich nicht Gottes Schutz hätte und nicht die Wahrheit und das Leben erlangt hätte – selbst wenn ich großen Reichtum und auch Ruhm und Status erlangen würde. In dieser Welt verfügen viele wohlhabende Menschen über reichlich materiellen Besitz, aber wenn die Katastrophen hereinbrechen, wird ihr Geld sie überhaupt nicht retten können, und sie werden trotzdem zugrunde gehen, wenn es ihr Schicksal ist. Geld und Status sind angesichts von Katastrophen nutzlos. Dann las ich eine Passage aus den Worten des Allmächtigen Gottes und war tief bewegt. Der Allmächtige Gott sagt: „Der einfachste Weg, um sich von diesem Zustand zu befreien, ist, von seiner bisherigen Lebensweise Abschied zu nehmen, sich von seinen bisherigen Lebenszielen zu verabschieden, seine bisherige Lebensweise, seine Lebensauffassung, Bestrebungen, Wünsche und Sehnsüchte im Detail zu analysieren und zusammenzufassen; und sie dann mit Gottes Absichten und Anforderungen an den Menschen zu vergleichen und zu prüfen, ob irgendetwas davon mit Gottes Absichten vereinbar ist, Seinen Anforderungen entspricht, die richtigen Lebenswerte vermittelt, einen zu einem immer tieferen Verständnis der Wahrheit führt und es einem ermöglicht, ein Leben mit Menschlichkeit und als Abbild eines Menschen zu führen. Wenn du immer wieder die verschiedenen Lebensziele, welche die Menschen im Leben verfolgen, und ihre verschiedenen Lebensweisen untersuchst und sorgfältig sezierst, wirst du feststellen, dass nichts davon mit der ursprünglichen Absicht des Schöpfers übereinstimmt, mit der Er die Menschheit schuf. Alles davon zieht die Menschen von der Souveränität und Fürsorge des Schöpfers fort; es sind alles Fallen, die die Menschen dazu verleiten, lasterhaft zu werden und die sie in die Hölle führen. Wenn du dies erkannt hast, solltest du deine alte Lebensauffassung loslassen, dich von verschiedenen Fallen fernhalten, Gott über dein Leben bestimmen und dafür Vorkehrungen treffen lassen, nur danach suchen, dich Gottes Orchestrierungen und Seiner Führung zu unterwerfen, ohne irgendwelche eigenen Entscheidungen zu treffen, und ein Mensch werden, der Gott anbetet“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige III). Durch Gottes Worte verstand ich, dass ich mich von meiner alten Lebensweise lösen und gemäß Gottes Absichten und Anforderungen leben sollte. Als ich über mich selbst nachdachte, sah ich, dass ich zwar schon einige Jahre an Gott glaubte, aber weil sich meine Ansichten über die Dinge nicht geändert hatten, wollte ich immer viel Geld verdienen. Ich strebte nach Ruhm und Status, damit andere zu mir aufschauen würden. Ich war immer mit der Arbeit beschäftigt und tat meine Pflicht oberflächlich und ohne ein Gefühl der Bürde, was zur Folge hatte, dass ich das Wirken des Heiligen Geistes verlor und in Leere und Finsternis lebte. Ich verpasste viele Gelegenheiten, die Wahrheit zu praktizieren und meine Pflicht zu tun. Die Freude, die mir Geld, Ruhm und Gewinn brachten, war nur vorübergehend und konnte mein Leben nicht retten. Nur indem ich nach der Wahrheit strebte, konnte ich meine verdorbene Disposition ablegen und Errettung erlangen. In dieser Zeit betete ich oft und bat Gott, mich zu führen, damit ich die richtige Entscheidung treffen konnte.
Am 6. Februar 2024 reichte ich meine Kündigung bei meinem Manager ein. Er war sehr überrascht und fragte mich, warum ich kündige. Er sagte sogar, er würde dem nicht zustimmen. Aber ich sagte bestimmt: „Ich habe abends und an meinen freien Tagen Wichtigeres zu tun, deshalb kann ich diesen Job nicht weitermachen.“ Schließlich hatte er keine andere Wahl, als zuzustimmen und zu unterschreiben. Am 12. Februar verließ ich die Firma. Ich verspürte große Erleichterung, als ich ging, als wäre mir eine schwere Last vom Herzen gefallen. Ich empfand wahrhaftige innere Freude und Glück. Am 28. Februar 2024 bekam ich eine Zusage für einen neuen Job, auf den ich mich beworben hatte. Die Konditionen waren gut, und der Manager versprach eine Gehaltserhöhung nach sechs Monaten. Dieser Job war wirklich verlockend. Aber ich dachte daran, dass ich bei diesem Job genauso stark beschäftigt sein würde wie bei meinem letzten und dass ich meine Pflicht auch damit nicht tun könnte. Ich betete zu Gott, Er möge mich führen, die richtige Wahl zu treffen. Ich dachte an Gottes Worte: „In das Königreich einzugehen und Mitglieder von Gottes Volk zu werden, ist für euch als normale Menschen und als Menschen, die danach streben, Gott zu lieben, eure wahre Zukunft und ein Leben von höchstem Wert und größter Bedeutung; niemand ist gesegneter als ihr. Warum sage Ich das? Weil diejenigen, die nicht an Gott glauben, für das Fleisch leben und sie leben für Satan, aber heute lebt ihr für Gott und lebt, um den Willen Gottes zu befolgen. Darum sage Ich, eure Leben sind von größter Bedeutung. Nur diese Gruppe von Menschen, die von Gott ausgewählt worden ist, ist imstande, ein Leben größter Bedeutung auszuleben. Niemand sonst auf der Erde ist imstande, ein Leben von solchem Wert und solcher Bedeutung auszuleben wie das deine“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erkennt Gottes neustes Werk und folgt Seinen Fußspuren). Durch Gottes Worte verstand ich, dass das Streben nach der Wahrheit und das gute Ausführen der eigenen Pflicht dem Leben wahren Wert und Bedeutung verleihen und dass dies das ist, wonach ich als geschaffenes Wesen streben sollte. Nur diejenigen, die nach der Wahrheit streben und sie erlangen, sind qualifiziert, in Gottes Königreich einzugehen, und sie sind es, die wahrhaft gesegnet sind. Aber diejenigen, die ständig nach Geld, Reichtum, Ruhm und Gewinn streben, leben unter Satans Einfluss und Gott wird ihnen letztendlich den Rücken kehren. Wenn ich meine Pflicht um der Arbeit willen wieder aufgeben würde, würde ich ganz sicher wieder in Finsternis und Leere leben und letztendlich meine Chance auf Errettung ruinieren. Also lehnte ich den Job ab. Auf diese Weise hatte ich mehr Zeit zur Verfügung, um meine Pflicht zu tun. Sechs Monate später fand ich einen passenden Job. Die Arbeitszeiten kollidierten nicht mit meiner Pflicht, und es gab keine Überstunden. Die Bezahlung war zwar etwas niedriger, aber ich fühlte mich friedlich, weil ich jetzt Zeit hatte, meine Pflicht zu tun. Jetzt tue ich meine Pflicht in der Kirche und habe die Möglichkeit, das Evangelium zu predigen und Gottes Werk der letzten Tage zu bezeugen. Das ist ein wahrer Segen! Ich habe erkannt, dass es ausreicht, wenn wir nur unsere Grundbedürfnisse decken, und dass die Erfüllung unserer Pflichten und das Streben nach der Wahrheit, um Gottes Errettung zu erlangen, die wichtigsten und wertvollsten Dinge sind. Dank sei Gott!