7. Gott zu folgen war die beste Entscheidung meines Lebens

Von Chen Zhan, China

Als ich zur Schule ging, nörgelte meine Mutter immer an mir herum, wenn ich das Lernen schleifen ließ: „Sieh dir deine ältere Tante an! Sie hat studiert, hat einen sicheren Job und muss sich daher nicht um Essen oder Kleidung sorgen. Wo immer sie hinkommt, wird sie respektiert und die Leute schauen zu ihr auf. Wenn du jetzt nicht fleißig lernst, schaffst du es nicht auf die Uni und endest wie deine jüngere Tante in einer Fabrik. Dann werden die Leute auf dich herabschauen!“ Ich beneidete meine ältere Tante und hoffte, eines Tages so wie sie zu sein: Ruhm und Gewinn zu haben und ein Leben zu führen, das die Leute beneiden und zu dem sie aufschauen. Also lernte ich sehr fleißig. Doch im ersten Anlauf scheiterte ich an der Uni-Aufnahmeprüfung und wurde nicht zugelassen. Damals brach für mich eine Welt zusammen. Ich wollte nicht, dass man für den Rest meines Lebens auf mich herabschaut, also beschloss ich trotz des Drucks, das Jahr zu wiederholen. Damals lernte ich jeden Tag bis nach Mitternacht. Das intensive Lernen, zusammen mit dem Druck, das Jahr wiederholen zu müssen, erschöpfte mich körperlich und geistig. Mein Immunsystem wurde so geschwächt, dass ich mir fast jeden Monat eine Erkältung holte. Doch selbst wenn ich krank war, traute ich mich nicht, zu fehlen. Ich hatte Angst, wichtigen Stoff zu verpassen, bei der Prüfung schlecht abzuschneiden und so meine Chance auf ein Studium erneut zu verspielen. Im folgenden Jahr wurde ich an einer pädagogischen Hochschule angenommen. Verwandte und Freunde kamen, um mir zu gratulieren: „Wenn du deinen Abschluss hast und Lehrerin wirst, hast du ein hohes gesellschaftliches Ansehen, wirst respektiert und führst ein sorgenfreies Leben!“ Das zu hören machte mich sehr glücklich.

Nach meinem Abschluss fing ich an, an einer zentralen Grundschule zu unterrichten. Um mir bei der Arbeit einen Namen zu machen, von der Schulleitung geschätzt und von meinen Kollegen bewundert zu werden, wollte ich bei meiner ersten öffentlichen Unterrichtsstunde herausragen. Einen Monat vorher begann ich mit der Vorbereitung. Jeden Tag verbrachte ich – zusätzlich zu meinen regulären Unterrichtsstunden – all meine Zeit damit, Unterlagen für die öffentliche Stunde zu sichten, erfahrene Lehrer um Rat zu fragen und die Unterrichtsentwürfe auswendig zu lernen. Täglich übte ich unzählige Male vor dem Spiegel, bis ich die gesamte Stunde von Anfang bis Ende vortragen konnte. Obwohl es sehr anstrengend war, sah ich bei der Auswertung, wie die Schulleitung immer wieder anerkennend nickte. Meine ganze Müdigkeit war augenblicklich verflogen. Ich dachte: „Jetzt hat die Schulleitung mein Potenzial erkannt. Nächstes Semester lassen sie mich vielleicht die öffentlichen Stunden für den Bezirk halten. Dann habe ich mehr Gelegenheiten zu glänzen.“ Bei diesem Gedanken spürte ich, dass es sich gelohnt hatte, egal wie müde ich war. Im zweiten Semester bekam ich die Gelegenheit, eine Vorführstunde im zentralen Bezirk zu halten, was mich zugleich begeisterte und nervös machte. Nervös, weil die Schulleitung meine Fähigkeiten sicher für durchschnittlich halten würde, wenn ich nicht gut unterrichtete, und es dann schwer wäre, wieder solche Chancen zu bekommen. Begeistert, weil ich, wenn ich es gut machte, in der zentralen Schule Fuß fassen und vielleicht sogar die Chance auf öffentliche Stunden auf Kreis- oder sogar Stadtebene bekommen würde. Das wäre unglaublich prestigeträchtig! Also bereitete ich mich wieder akribisch vor und schlief nur drei oder vier Stunden pro Nacht. Aber am Tag der Stunde entsprach meine Leistung im Klassenzimmer wegen meiner großen Nervosität nicht meinen Erwartungen. Dennoch erhielt ich große Anerkennung von der Schulleitung und den anderen Lehrern. In diesem Moment spürte ich, dass es all die Mühe wert war, egal wie hart oder anstrengend es gewesen war. Ich fand, genau so sollte das Leben sein. Wozu arbeitete man schließlich, wenn nicht für die Wertschätzung und das Lob von der Schulleitung und den Kollegen? Kurze Zeit später kam die Schulleitung auf mich zu. Sie sagten, die Schule wolle meine berufliche Entwicklung fördern, und boten mir an, zusätzlich die Aufgabe der Sicherheitsbeauftragten zu übernehmen. Ich war im Herzen sehr glücklich, denn die Sicherheitsarbeit konnte nicht jeder beliebige Lehrer bewältigen. Wenn ich meine Sache gut machte, wären meine Chancen, in Zukunft als herausragende Lehrerin anerkannt zu werden, größer, und auch meine Kollegen würden mich in einem anderen Licht sehen, also stimmte ich zu. Aber weniger als einen Monat nach Übernahme der Rolle war ich völlig erschöpft. Ich erhielt alle paar Tage Sicherheitsdokumente, von denen die meisten ausgegeben, umgesetzt und zurückgemeldet werden mussten. Ich musste auch Materialien von den untergeordneten Schulen organisieren. Obendrauf kam noch mein eigener Fachunterricht. Jeden Tag war ich noch im Büro beschäftigt, nachdem meine Kollegen schon nach Hause gegangen waren, und ich konnte mich nicht einmal am Wochenende ausruhen. Ursprünglich wollte ich um Unterstützung durch eine weitere Lehrkraft bitten, aber als ich mich daran erinnerte, dass der Direktor gesagt hatte, man müsse vielseitig sein, um als herausragende Lehrkraft auf Bezirksebene oder darüber anerkannt zu werden, verwarf ich den Gedanken. Nach ein paar Monaten spürte ich, dass diese Arbeit einfach zu kräftezehrend wurde, aber ich wollte nicht auf halbem Weg aufgeben und mir nachsagen lassen, ich sei inkompetent. Also biss ich die Zähne zusammen und zwang mich weiterzumachen. Nach jeder dieser stressigen Phasen spürte ich immer eine Leere in meinem Herzen. Ich dachte, ich müsse mich wegen des zu hohen Arbeitsdrucks entspannen, also ging ich am Wochenende aus, um Spaß zu haben und lecker zu essen, und reiste sogar in den Westen Chinas. Aber nach dem Essen und dem Spaß fühlte sich mein Herz immer noch sehr leer an. Ich sprach mit ein paar Freunden darüber, aber die meinten alle, ich würde aus einer Mücke einen Elefanten machen, ich hätte doch einen so guten Job und gute Lebensbedingungen, also ergebe es keinen Sinn, dass ich mich leer fühle. Erst 2007, als meine Mutter mir das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage predigte, verschwand allmählich das Gefühl der Leere, indem ich Gottes Worte las und am Kirchenleben teilnahm.

Eines Tages las ich während einer Versammlung eine Passage aus Gottes Worten und fand die Wurzel meiner Leere. Der Allmächtige Gott sagt: „Ohne einen Platz für Gott in ihren Herzen ist die innere Welt der Menschen dunkel, hoffnungslos und leer. … Ein Mensch kann niemals die Leere im Herzen der Menschen füllen, denn kein Mensch kann das Leben der Menschen sein, und keine gesellschaftliche Theorie kann den Menschen von der Qual der Leere befreien. Wissenschaft, Wissen, Freiheit, Demokratie, Vergnügen und Komfort bringen dem Menschen nur vorübergehenden Trost. Doch selbst wenn er diese Dinge hat, sündigt der Mensch unweigerlich und beschwert sich über die Ungerechtigkeit der Gesellschaft. Selbst wenn er diese Dinge hat, kann das das Verlangen und die Sehnsucht des Menschen danach, Neues zu erkunden, nicht aufhalten. Das liegt daran, dass der Mensch von Gott geschaffen wurde, und seine sinnlosen Opfer und Erkundungen können ihm nur noch immer größeres Elend bringen und bewirken, dass der Mensch in einem ständigen Zustand von Angst lebt und nicht weiß, wie er der Zukunft der Menschheit oder dem Weg, der vor ihm liegt, gegenübertreten soll – sogar bis zu dem Punkt, an dem der Mensch Wissenschaft und Wissen fürchtet, und erst recht das Gefühl der Leere(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 2: Gott herrscht über das Schicksal der gesamten Menschheit). Ich erkannte, dass ich mich leer fühlte, weil ich Gott nicht kannte und Ihn nicht anbetete, und es keinen Platz für Gott in meinem Herzen gab. Von klein auf erhielt ich eine atheistische Erziehung und wusste nicht, dass die Menschheit von Gott geschaffen wurde, geschweige denn verstand ich, dass die Menschen an Gott glauben und Ihn anbeten sollten. Ich glaubte, einen guten Job zu haben und die hohe Wertschätzung und das Lob anderer zu erhalten, sei das reinste Glück, und dafür arbeitete ich unermüdlich. Später erlangte ich die Wertschätzung der Schulleitung und großes Ansehen unter meinen Kollegen, aber diese Dinge schenkten mir nur vorübergehende Erfüllung; mein Herz war immer noch leer. Ich dachte, leckeres Essen, Trinken und Spaß haben könnten die Leere in meinem Herzen beseitigen, aber nachdem der Genuss vorbei war, fühlte ich mich immer noch leer. Schließlich sind die Menschen ja von Gott geschaffen, und wir brauchen für unser Leben Gottes Versorgung. Nur wenn wir zu Gott zurückkehren, können wir Frieden und Freude finden. Danach besuchte ich oft Versammlungen und las Gottes Worte und nutzte auch meine Freizeit, um das Evangelium zu predigen. In meinem Herzen fühlte ich mich sehr im Reinen. Aber eines Tages geriet ich in Gefahr, verhaftet zu werden, und mein friedliches Leben zerbrach.

Im Dezember 2012 erfuhr die Schulleitung davon, dass ich an Gott glaubte. Die Angelegenheit erregte sogar beim Bildungsamt und beim Amt für Staatssicherheit großes Aufsehen. Der Direktor redete drei Tage lang hintereinander auf mich ein und versuchte mit Atheismus und Materialismus, mich dazu zu bringen, meinen Glauben aufzugeben. Ich diskutierte mit dem Direktor und bezeugte ihm Gottes Werk. Als er die Diskussion nicht gewinnen konnte, gab er den Versuch auf, mein Denken ändern zu wollen, aber er verbot mir, das Evangelium in der Schule zu predigen. Danach arrangierte die Schule nicht mehr, dass ich an externen Fortbildungen teilnahm, noch ließ sie mich an Lehr- und Forschungsaktivitäten teilnehmen. Auch meine Kollegen distanzierten sich von mir. Von der Schulleitung nicht mehr geschätzt und von den Kollegen als Sonderling behandelt zu werden, verletzte und entmutigte mich sehr. Später dachte ich daran, wie Noah Gottes Willen folgte und die Arche baute. Damals nannten viele Leute Noah einen Narren, aber Noah kümmerte es nicht, wie die Menschen um ihn herum ihn verurteilten und verleumdeten. Mit reinem Herzen hörte er auf Gottes Worte und baute die Arche, während er auch das Evangelium predigte. Als schließlich die Flut kam, überlebte Noahs achtköpfige Familie. Dann dachte ich daran, wie der Herr Jesus – um die Menschheit zu erlösen – von der Obrigkeit verfolgt, von den Menschen in der Welt abgelehnt und verleumdet und schließlich sogar ans Kreuz genagelt wurde. Gott hat so viel gelitten, um die Menschheit zu retten. Was war dagegen schon das bisschen Leid, das ich ertrug? Ich gehe den richtigen Lebensweg, indem ich an Gott glaube; es ist eine gerechte Sache und nichts, wofür man sich schämen müsste. Ich durfte nicht zulassen, dass die kalten Blicke anderer meine normale Beziehung zu Gott beeinträchtigten: Ich musste trotzdem weiter an Versammlungen teilnehmen und das Evangelium predigen. Danach ging ich wie gewohnt zur Arbeit, und nach dem Unterrichten ging ich zu Versammlungen.

Ich hätte nie erwartet, dass ich eine Woche vor Schulbeginn im August 2013 einen Anruf vom Direktor erhalten würde, der mir sagte, ich solle den Matheunterricht für zwei Klassen und zusätzlich die Klassenleitung für eine davon übernehmen. Ich dachte bei mir: „Wie soll ich dann Zeit für Versammlungen und meine Pflicht aufbringen?“ Ich fragte verwirrt: „Warum gibt es dieses Jahr diese Änderungen?“ Der Direktor sagte: „So bleibt Ihnen keine Zeit mehr für Ihren Glauben und die Versammlungen!“ Er drohte mir auch: „Wenn Sie nicht bereit sind, die Arbeit an der zentralen Schule zu übernehmen, dann versetze ich Sie an eine unserer Zweigschulen!“ Ich dachte bei mir: „Die Lehrer an der zentralen Schule nehmen öfter an Aktivitäten teil als die an den Zweigschulen, also haben sie mehr Gelegenheiten zu glänzen. Wenn ich an eine Zweigschule gehe, werde ich diese Vorzüge nicht mehr haben, und ich werde mich den Lehrern der zentralen Schule unterlegen fühlen, wenn ich sie irgendwo treffe. Außerdem, was werden die Lehrer an den Zweigschulen von mir denken? Werden sie nicht denken, ich wurde degradiert, weil meine Fähigkeiten zu schlecht waren? Aber wenn ich an der zentralen Schule bleibe, wie soll ich die Zeit aufbringen, an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun?“ Dann betete ich still zu Gott: „O Gott, wie soll ich mich entscheiden?“ Gerade da erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Worten: „In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß – zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw. – kann es doch sicherlich nicht sein, dass ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, nicht bewusst seid! Vor die Wahl gestellt zwischen einer harmonischen und einer zerrütteten Familie habt ihr erstere gewählt, und zwar ohne zu zögern. Zwischen Reichtum und Pflicht habt ihr wiederum ersteres gewählt, ohne auch nur den Willen zu haben, ans Ufer zurückzukehren. Zwischen Luxus und Armut habt ihr ersteres gewählt; als ihr zwischen euren Kindern, Ehefrauen und Ehemännern oder Mir wählen musstet, habt ihr erstere gewählt; und zwischen Auffassungen und der Wahrheit habt ihr immer noch erstere gewählt. Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach das Vertrauen in euch verloren, Ich bin einfach erstaunt. Eure Herzen sind unerwartet unfähig, sich erweichen zu lassen. Das Herzblut, das Ich viele Jahre lang aufgewendet habe, hat Mir überraschenderweise nichts anderes gebracht als eure Abwendung und Resignation, aber Meine Hoffnungen auf euch wachsen mit jedem Tag, denn Mein Tag ist vor jedem völlig offengelegt worden. Doch jetzt strebt ihr immer noch nach dunklen und bösen Dingen und weigert euch, euren Griff um sie zu lockern. Was wird dann euer Ergebnis sein?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). In den letzten Tagen bringt Gott in erster Linie Worte zum Ausdruck, um Menschen zu reinigen und zu retten. Gott hofft, dass wir mehr Zeit damit verbringen können, Seine Worte zu lesen, um die Wahrheit zu verstehen, unsere Pflichten gut zu tun und unsere verdorbenen Dispositionen abzulegen, um Errettung zu erlangen. Aber als ich vor der Wahl stand, ging es mir doch nur um meinen eigenen Ruhm und Gewinn und nicht um mein Leben oder darum, wie ich meine Pflicht gut tun konnte. Ich hatte Gott zu sehr enttäuscht! Wenn ich an der zentralen Schule bliebe, würde ich sicher weiter um diverse Auszeichnungen kämpfen. Bei einem so hohen Arbeitspensum würden sogar die Versammlungen und das Lesen von Gottes Worten zu kurz kommen, von der Ausführung meiner Pflicht ganz zu schweigen. Wie könnte ich dann noch an Gott glauben? Wenn ich an eine Zweigschule ginge, wäre das Arbeitspensum leichter, und ich könnte normal an Versammlungen teilnehmen und meine Pflicht tun. Selbst wenn ich weniger persönliche Auszeichnungen bekäme und meine Kollegen auf mich herabschauen würden, wäre das für mich nur verletzte Eitelkeit; mein geistliches Leben würde jedoch keinen Schaden nehmen, und das war das Wichtigste. Als ich das verstand, sagte ich dem Direktor: „Ich entscheide mich für eine Zweigschule.“ Der Direktor war so wütend, dass er sofort auflegte.

An der Zweigschule unterrichtete ich tagsüber, und abends nahm ich an den Versammlungen teil und tat meine Pflicht. Ein Jahr später versetzte mich der Direktor wieder an die zentrale Schule, weil die Abschlussergebnisse der Klasse, die ich unterrichtete, besser waren als die an der zentralen Schule. Aber die Ruhe währte nicht lange. Der Hauptmann der Nationalen Sicherheitsbrigade stand bald wieder vor meiner Tür, um mich nach meinem Glauben zu fragen. Um zu verhindern, dass die Polizei mir folgte und Brüder und Schwestern mit hineingezogen wurden, hatte ich keine andere Wahl, als eine Weile nicht mehr an Versammlungen teilzunehmen. Ohne das Kirchenleben und ohne meine Pflicht driftete mein Herz mit der Zeit immer weiter von Gott ab, und ich geriet unfreiwillig wieder in den Strudel des intensiven Wettbewerbs. Die von mir unterrichteten Schüler holten bei Wettbewerben fast jedes Jahr den ersten und zweiten Preis, und die Abschlussergebnisse unserer Klasse rangierten immer unter den Besten. Auch der Direktor erkannte meine Arbeit in Besprechungen an. Die Klasse, die ich unterrichtete, hatte nicht nur eine gute Lernatmosphäre, sondern auch einen guten Klassengeist, und auch die Eltern unterstützten meine Arbeit sehr. In den zwei Jahren nach meiner Rückkehr an die zentrale Schule erhielt ich zwar mehr Anerkennung und Lob als zuvor, aber mein Herz fühlte sich oft schwer und beklemmt an. Ich wusste, dass es daran lag, dass die Arbeit zu viel meiner Zeit und Energie in Anspruch nahm, sodass ich zu wenig Zeit hatte, Gottes Worte zu lesen, und mein Herz fern von Gott war. Zu der Zeit sah ich viele Brüder und Schwestern, die ihre Jobs gekündigt und ihre Familien verlassen hatten, um sich voll und ganz auf ihre Pflichten zu konzentrieren. Ich beneidete sie sehr und wollte auch meinen Job kündigen, um meine Pflicht mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu tun. Aber gerade als ich mein Kündigungsschreiben aufsetzen wollte, erhielt ich viele Grüße von den Eltern meiner Schüler, die hofften, dass ich ihre Kinder weiterhin unterrichten würde. Als ich das sah, geriet mein Herz wieder ins Wanken. „Wenn ich gehe, werden meine Schüler und ihre Eltern dann nicht enttäuscht sein? Was werden die Schulleitung und meine Kollegen von mir denken? Mein Vater hatte immer versucht, meine Mutter und mich davon abzuhalten, an Gott zu glauben, und hatte sich sogar von meiner Mutter scheiden lassen. Wenn er wüsste, dass ich meinen Job kündige, um meine Pflicht in Vollzeit zu tun, würde er sicher versuchen, mich davon abzuhalten, und ich müsste dann vielleicht sogar von zu Hause ausziehen. Ich habe neunzehn Jahre lang hart gearbeitet, um einen Job zu bekommen, um den mich andere beneiden, und um die Erfolge zu erzielen, die ich heute habe. Meine Verwandten, Freunde und Kollegen beneiden mich alle. Sobald ich kündige, ist mein Job weg, mein Ruhm und Gewinn sind weg, und ich muss meine komfortablen Lebensbedingungen aufgeben. Was werden dann alle über mich sagen?“ Es zerriss mir fast das Herz. Es war eine Qual. Ich betete still zu Gott: „O Gott, ich weiß, dass es eine gute Sache ist, meine Pflicht in Vollzeit zu tun, aber ich kann diesen Job nicht loslassen. Kann ich denn glücklich sein, ohne die hohe Wertschätzung und das Lob der anderen? O Gott, bitte hilf mir, in dieser Angelegenheit Klarheit zu erlangen.“ Nicht lange danach beförderte mich der Direktor zur Leiterin der Finanzabteilung. Diese Position brachte unzählige Besprechungen und mühsame Arbeit mit sich. Tagsüber war ich ständig zwischen verschiedenen Abteilungen unterwegs, und abends oder am Wochenende erhielt ich oft Anrufe, weil ich die Zustellung von Unterlagen veranlassen musste, sodass meine Arbeit und meine Pflicht oft miteinander kollidierten. Während der Versammlungen kam mein Herz nie zur Ruhe, da ich immer Angst hatte, dass die Schulleitung mich wegen irgendetwas anrufen würde. Manchmal war ich zu Hause und las Gottes Worte, und dann kam ein Anruf von der Schulleitung und ich musste sofort aufbrechen und etwas erledigen. Ich hatte das Gefühl, dass mein Herz sehr weit von Gott entfernt war und mein Leben sehr anstrengend war, aber ich zögerte, meinen Job aufzugeben. Ich betete oft und bat Gott, mir zu helfen.

Eines Tages im Juni 2018 fuhr ich mit mehr als zwanzig Kollegen mit einem Aufzug nach oben. Kaum hatte er sich in Bewegung gesetzt, stürzte der Aufzug plötzlich ein Stück ab. Wir erstarrten vor Schreck. Der Aufzug blieb stecken, und wir waren alle darin gefangen. Da der Aufzug nicht belüftet war, bekamen wir nach kurzer Zeit Atembeschwerden. Unweigerlich stieg Panik in mir auf. „Was, wenn die Rettung nicht kommt? Werde ich hier ersticken?“ In diesem Moment zählten all der Glanz und das Geld, die mir mein Lehrerberuf eingebracht hatte, plötzlich nichts mehr. Ich dachte nur noch daran, wie ich lebend dort wieder hinauskommen sollte. Ich musste daran denken, wie Gott mir in all den Jahren meines Glaubens, wann immer ich in Schwierigkeiten, hilflos und verloren war, immer einen Ausweg eröffnet und mich mit Seinen Worten geleitet hatte, um mir einen Weg zu weisen. Da ich an Gott glaube, kann ich Gottes Werk erfahren, Gottes Autorität kennen und die wunderbaren Taten des Schöpfers spüren. Das ist mein Segen. Ich hätte meinen Job aufgeben und meine Pflicht in Vollzeit tun sollen, aber ich hatte es nicht getan, um Ruhm und Gewinn zu erhalten. Jetzt, im Angesicht des Todes, sah ich endlich, dass Ruhm, Gewinn und Status nichts als Schall und Rauch sind – absolut bedeutungslos. In diesem Moment wollte ich Gott um Hilfe bitten, aber ich schämte mich zu sehr, um zu sprechen. „Wird Gott noch Barmherzigkeit mit mir haben? Werde ich noch eine Chance haben und nach einem sinnvollen Leben streben können?“ Ich konnte nur einige Worte aus tiefstem Herzen zu Gott sagen: „O Gott, seitdem ich an Dich glaube, habe ich nicht richtig nach der Wahrheit gestrebt. Erst durch das, was heute passiert ist, wird mir schlagartig klar: Ohne die Wahrheit bin ich im Angesicht des Todes so furchtbar ängstlich und hilflos! O Gott, selbst wenn ich heute hier sterbe, werde ich mich Deinen Anordnungen unterwerfen. Wenn ich lebend hier rauskomme, werde ich mein zukünftiges Leben definitiv überdenken.“ Genau in diesem Moment sah ich, wie meine Kollegen wegen des Sauerstoffmangels zusammensackten, doch ich spürte plötzlich einen Hauch frischer Luft, der mir ins Gesicht strömte. Ich war überrascht und erfreut, denn ich wusste, dass es Gott war, der mir Barmherzigkeit erwies. In dem Moment, als sich die Aufzugtüren öffneten, jubelten meine Kollegen alle, aber mein Herz war voller Dankbarkeit gegenüber Gott. Ich wusste, dass Gott die Fehlfunktion des Aufzugs genutzt hatte, um mich über den Sinn und Wert des Lebens nachdenken zu lassen.

Später sah ich zwei Passagen aus Gottes Worten und erlangte ein noch klareres Verständnis vom Wesen von Ruhm und Gewinn. Der Allmächtige Gott sagt: „Alles, was jede großartige oder berühmte Persönlichkeit – oder eigentlich jeder Mensch – ihr Leben lang anstrebt, steht nur mit diesen zwei Worten in Verbindung: ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie hohen Status und großen Reichtum sowie das Leben genießen können. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie Vergnügungen suchen und sich dem zügellosen Genuss des Fleisches hingeben könnten. Um dieses Ruhms und Gewinns willen, nach denen sie streben, übergeben die Menschen Satan mit Freuden und unwissentlich ihren Körper, ihr Herz und sogar alles, was sie besitzen, einschließlich ihrer Aussichten und ihres Schicksals. Sie tun dies ohne Vorbehalt, ohne auch nur einen Moment zu zweifeln und ohne sich jemals bewusst zu sein, dass sie alles, was sie einmal hatten, zurückfordern sollten. Können die Menschen jegliche Kontrolle über sich selbst behalten, wenn sie sich einmal Satan verschrieben haben und ihm auf diese Weise treu geworden sind? Sicherlich nicht. Sie stehen voll und ganz unter Satans Kontrolle. Sie sind ganz und gar in diesem Sumpf versunken und nicht in der Lage, sich selbst herauszuziehen. Sobald jemand in Ruhm und Gewinn verstrickt ist, sucht er nicht mehr nach dem, was hell und gerecht ist, oder nach dem, was schön und gut ist. Der Grund dafür ist, dass die Verlockung von Ruhm und Gewinn für die Menschen zu groß ist und dass es sich hierbei um Dinge handelt, nach denen sie pausenlos ihr ganzes Leben lang, ja sogar bis in alle Ewigkeit, streben können. Ist das nicht die tatsächliche Situation?(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). „Lasst uns das nun noch einmal durchgehen: Was benutzt Satan, um den Menschen fest unter seiner Kontrolle zu halten? (Ruhm und Gewinn.) Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, er lässt sie an nichts anderes als an diese beiden Dinge denken und bringt sie dazu, um Ruhm und Gewinn zu ringen, für Ruhm und Gewinn Härten zu erleiden, für Ruhm und Gewinn Erniedrigung zu erdulden und schwere Lasten zu tragen, für Ruhm und Gewinn alles zu opfern, was sie haben, und jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung um des Ruhms und Gewinns willen zu treffen. Auf diese Weise legt Satan den Menschen unsichtbare Fesseln an, und unter diesen Fesseln haben sie weder die Fähigkeit noch den Mut, sich zu befreien. Unwissentlich tragen sie diese Fesseln, während sie mit großen Schwierigkeiten Schritt für Schritt immer weiter voranstapfen. … Vielleicht könnt ihr heute noch immer nicht die heimtückischen Motive Satans durchschauen, weil ihr denkt, dass das Leben ohne Ruhm und Gewinn keinen Sinn hätte, dass die Menschen dann nicht mehr in der Lage wären, den Weg vor sich und ihre Ziele zu erkennen, und dass ihre Zukunft finster, düster und trüb werden würde(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Durch die Enthüllung von Gottes Worten sah ich, dass Ruhm und Gewinn kein Glück bringen können; im Gegenteil, sie sind Werkzeuge, die Satan benutzt, um Menschen zu verderben, zu binden und zu kontrollieren. Satan redet uns falsche Gedanken ein und lässt uns glauben, mit Ruhm und Gewinn hätten wir alles: nicht nur ein Leben auf hohem Niveau, sondern auch hohes Ansehen bei anderen. Er gibt uns das Gefühl, dass ein solches Leben wertvoll ist und dass es Glück bringt, so zu leben. Infolgedessen strebt die ganze Gesellschaft nach Ruhm und Gewinn. Aber wir kennen Satans finstere Absichten nicht, die hinter Ruhm und Gewinn verborgen sind. Beim Streben nach Ruhm und Gewinn müssen wir viel Zeit und Energie aufwenden, uns auf offene und verdeckte Kämpfe einlassen, viele Taktiken anwenden und nicht nur unsere Gesundheit opfern, sondern auch unserem Gewissen, unserer Würde und unserer Integrität den Rücken kehren. Nachdem wir Ruhm und Gewinn erlangt haben, genießen wir zwar einen Moment der Genugtuung, aber er ist nur flüchtig. Zurück bleibt meist nur Leere, Schmerz und ein Gefühl endloser Verbitterung. Wenn Gott kommt, um uns zu retten, fordert Er von uns, nach der Wahrheit zu streben und den richtigen Lebensweg zu gehen. Doch wegen unserer Fixierung auf Ruhm, Gewinn und Eitelkeit lehnen wir die Wahrheit ab, verpassen unsere Gelegenheit für Gottes Rettung und gehen letztendlich mit Satan zugrunde. Das ist Satans finstere Absicht, uns dazu zu bringen, nach Ruhm und Gewinn zu streben. Von klein auf erzählten mir meine Eltern von den unterschiedlichen Lebensumständen meiner beiden Tanten und flößten mir Gedanken ein wie „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“ und „Menschen brauchen ihren Stolz, wie ein Baum seine Rinde.“ Ich glaubte, dass ich nur dann ein glückliches Leben haben würde, wenn ich auf die Universität ginge und einen sicheren Job hätte, der die Leute dazu brachte, zu mir aufzuschauen. Dafür lernte ich hart. Als ich das erste Mal bei der Aufnahmeprüfung für die Hochschule durchfiel, fühlte es sich an, als wäre meine Welt zusammengebrochen. Um die Prüfung zu bestehen, wiederholte ich trotz des immensen Drucks das Jahr. Meine Nerven waren jeden Tag zum Zerreißen gespannt. Mein Körper war über seine Grenzen hinaus erschöpft, und ich war erfüllt von großem Leid. Nach meinem Uniabschluss und Arbeitsbeginn bereitete ich jede öffentliche Unterrichtsstunde akribisch vor und erledigte jede Aufgabe, die mir von der Schulleitung zugewiesen wurde, gut, wobei ich oft Überstunden machte, um unter über hundert Lehrern herauszustechen und von der Schulleitung und meinen Kollegen gelobt und beachtet zu werden. Nachdem ich das Lob der Schulleitung und meiner Kollegen erhalten hatte, erlangte ich zwar Ansehen, war aber körperlich und geistig erschöpft und fühlte mich innerlich leer. Nachdem ich Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatte, wusste ich, dass die Zeit für Gottes Rettungswerk in den letzten Tagen kurz ist und dass ich nach der Wahrheit streben und meine Pflicht in Vollzeit tun sollte. Das ist es, was meinem Leben am meisten nützt. Aber die satanischen Gifte von „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“ und „Menschen brauchen ihren Stolz, wie ein Baum seine Rinde“ waren tief in meinem Herzen verwurzelt und machten mich unwillig, meinen Job, Ruhm und Gewinn aufzugeben, um von ganzem Herzen nach der Wahrheit zu streben, und quälten mich bis zur völligen Erschöpfung. Tatsächlich sind Ruhm und Gewinn, egal wie viel man davon hat, nichts als Schall und Rauch. Ohne die Wahrheit zu erlangen, werden die Menschen sterben, wenn Katastrophen kommen. Man denke nur an den Tsunami im Indischen Ozean 2004. Wie viele Menschen kamen damals in den Urlaubsparadiesen ums Leben? Darunter waren viele Menschen mit Ansehen und Status. Als die Katastrophe hereinbrach, konnten Geld, Ruhm und Gewinn sie nicht retten. Es gibt unzählige Beweise dafür, dass Ruhm und Gewinn, egal wie viel man davon hat, am Ende inhaltslos sind und das Leben von einem Moment auf den anderen vorbei sein kann. Wenn ich starrsinnig bliebe und nicht aufwachte, wenn ich die Zeit nicht ergreifen würde, um nach der Wahrheit zu streben, und wenn ich mich bis zum Ende von Gottes Werk nicht mit genügend Wahrheit ausgerüstet hätte und meine Disposition sich nicht geändert hätte, würde ich ins Unglück stürzen, und dann wäre es für Reue zu spät. Dieser Aufzugsvorfall hatte mich wachgerüttelt. Wenn Katastrophen eintreten, kann mich niemand außer Gott retten. Gott wollte mir mit diesem Vorfall nicht das Leben nehmen. Vielmehr wollte Er mich dazu bringen, über das Leben nachzudenken. Ich sollte klar erkennen, welchen Schaden Ruhm und Gewinn bei mir angerichtet hatten, damit ich rechtzeitig aufwache und den richtigen Lebensweg einschlage.

Später rief der Hauptmann der Nationalen Sicherheitsbrigade erneut an, um meinen Aufenthaltsort zu überprüfen, und sagte auch, ich sei aktenkundig, also müsse ich mich bei ihm melden, wann immer ich weit reiste. Wenn sie herausfänden, dass ich immer noch an Gott glaubte, würden sie mich verhaften. Ich war zutiefst empört und erkannte, dass ich, solange ich im System der KPCh arbeitete, in ihren Fängen gefangen wäre und meine Pflicht überhaupt nicht ausführen könnte. Dies bestärkte mich weiter in meinem Entschluss, meinem Job zu entsagen. Während der Sommerferien tat ich meine Pflicht mit meinen Brüdern und Schwestern. Unbelastet von der Arbeit war mein Herz viel ruhiger, und ich las auch Gottes Worte und besuchte normal Versammlungen. Eines Tages fragte mich die Verantwortliche, ob ich bereit sei, meine Pflicht in Vollzeit zu tun, und las mir auch eine Passage aus Gottes Worten vor: „Da ihr Gott folgt, euch von Orten der Sünde distanziert und euch von Gruppen böser Menschen abgrenzt, werden zumindest eure Gedanken und Herzen nicht weiter unter der Verdorbenheit und dem Getrampel Satans leiden. Ihr seid in ein Stück reines Land gekommen, seid vor Gott getreten. Ist das nicht ein gewaltiger Segen? Die Menschen werden von Generation zu Generation wiedergeboren, bis in die Gegenwart, und wie viele solcher Chancen haben sie? Ist es nicht so, dass nur Menschen, die in den letzten Tagen geboren werden, diese Gelegenheit haben? Wie großartig das ist! Das ist kein Verlust, sondern der größte Segen. Du solltest so glücklich sein! Wie viele Menschen haben als geschaffene Wesen inmitten der gesamten Schöpfung, unter den paar Milliarden Menschen auf der Erde, die Möglichkeit, die Taten des Schöpfers in ihren Identitäten als geschaffene Wesen zu bezeugen, ihrer Pflicht und Verantwortung inmitten von Gottes Werk nachzukommen? Wer hat eine solche Möglichkeit? Gibt es viele solcher Menschen? Es gibt zu wenige! Wie ist das Verhältnis? Einer unter Zehntausend? Nein, es gibt zu wenige! Besonders ihr, die ihr eure Fähigkeiten und das Wissen, das ihr studiert habt, einsetzen könnt, um eure Pflicht zu tun, seid ihr nicht in höchstem Maße gesegnet? Du bezeugst keinen Menschen, und was du tust, ist keine Karriere – der Eine, dem du dienst, ist der Schöpfer. Das ist das Schönste und Wertvollste! Solltet ihr nicht stolz sein? (Das sollten wir.) Während ihr eure Pflicht tut, erhaltet ihr Gottes Bewässerung und Versorgung. Würdet ihr es nicht für den Rest eures Lebens bedauern, wenn ihr in so einem guten Umfeld und mit so einer guten Möglichkeit nichts Substanzielles erreicht und die Wahrheit nicht erlangt? Ihr müsst also die Gelegenheit ergreifen, eure Pflicht zu tun, lasst sie nicht verstreichen; strebt während eurer Pflichterfüllung ernsthaft nach der Wahrheit und erlangt sie. Das ist das Wertvollste, was ihr tun könnt, das bedeutungsvollste Leben! Es gibt unter allen geschaffenen Wesen keinen Menschen und keine Gruppe von Menschen, die gesegneter sind als ihr alle. Wofür leben die Nichtgläubigen? Sie leben, um wiedergeboren zu werden und für den Trubel der Welt. Wofür lebt ihr alle? Ihr lebt, um die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun. Der Wert eines solchen Lebens ist so hoch!(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Man kann die Wahrheit gewinnen, indem man Gott sein Herz schenkt). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass wir, wenn wir ein Leben von Wert und Bedeutung führen wollen, nach der Wahrheit streben, unsere Pflicht tun und mehr von Gottes Worten lesen müssen, um mehr von der Wahrheit zu verstehen. Nur so können wir Satans Irrlehren, Trugschlüsse und diverse Listen durchschauen und uns aus seiner Knechtschaft und Kontrolle befreien, um im Licht zu leben. Genauso ist es bei mir. Ich hatte nicht nur ein starkes Verlangen nach Ruhm und Status, sondern auch viele verdorbene Dispositionen wie Egoismus, Starrsinn und Arroganz. Wenn ich Gottes Worte nicht gewissenhaft lesen und das Gericht und die Züchtigung Seiner Worte nicht erfahren würde, könnten diese verdorbenen Dispositionen nicht beseitigt werden, und ich würde weiter in Schmerz und Dunkelheit leben. Meinen Job loszulassen würde mir mehr Zeit geben, meine Pflicht zu tun, nach der Wahrheit zu streben, um meine Verdorbenheit zu beseitigen, und vor Gott zu leben. Ein solches Leben wäre das glücklichste von allen. Genau wie Gott sagt: „Da ihr Gott folgt, euch von Orten der Sünde distanziert und euch von Gruppen böser Menschen abgrenzt, werden zumindest eure Gedanken und Herzen nicht weiter unter der Verdorbenheit und dem Getrampel Satans leiden. Ihr seid in ein Stück reines Land gekommen, seid vor Gott getreten. Ist das nicht ein gewaltiger Segen?“ Ich dachte dann an Petrus. Er gab alles auf, um dem Herrn Jesus zu folgen, und strebte sein Leben lang nach der Wahrheit und danach, sich Gott zu unterwerfen. Nachdem er hunderte von Prüfungen erlebt hatte, wurde er schließlich vervollkommnet. Ein solches Leben ist das bedeutungsvollste und wertvollste. Als mir das klar wurde, fasste ich neuen Glauben und begann mich darauf vorzubereiten, mein Zuhause zu verlassen, um meine Pflicht zu tun.

Gerade als ich mein Kündigungsschreiben aufsetzen wollte, erhielt ich vom städtischen Bildungsamt eine Ernennungsurkunde für eine leitende berufliche Position. Mit dieser Urkunde würde ich die Bezahlung und die Vorteile einer leitenden Lehrerin genießen. Ich würde nicht nur bei der Arbeit respektiert werden, sondern mein Jahresgehalt würde auch um mehr als zehntausend Yuan steigen. Kurz darauf bat mich der pädagogische Leiter der Schule, ein Formular für eine Auszeichnung als herausragende Lehrerin auf Bezirksebene auszufüllen. Ich konnte es kaum glauben: Unter mehr als hundert Lehrern an der Schule wurden pro Jahr nur zwei solche Auszeichnungen vergeben. Das war eine Ehre, von der alle Lehrer träumten! Wenn ich nicht kündigte, könnte ich in wenigen Tagen am Lehrertag im Auditorium der Bezirksregierung eine Auszeichnung entgegennehmen. Mein Name würde in der städtischen Bildungszeitung veröffentlicht, und ich würde auch einen Bonus von der Schule erhalten. Mit diesen beiden Ehrungen in der Tasche würde mir das nächste Semester sicher Ansehen bringen, und wer weiß, wie viele meiner Kollegen mich noch beneiden würden. Aber ich erkannte bald, dass dies Satans Versuchung war. Ich erinnerte mich an Gottes Worte: „Nur wenn du aufstehst und mit Satan kämpfst, indem du deinen Glauben an Gott und die Unterwerfung unter Gott und die Gottesfurcht als Waffen einsetzt, mit denen du eine Schlacht um Leben und Tod mit Satan kämpfst, damit du Satan gänzlich besiegst und ihn dazu bringst, Fersengeld zu geben und feige zu werden, wann immer er dich sieht, wird er seine Angriffe und Bezichtigungen gegen dich völlig aufgeben. An diesem Punkt wirst du gerettet und frei sein(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). Satan wusste, dass mir Ruhm und Gewinn wichtig waren, also benutzte er diese beiden Ehrungen, um mich in Versuchung zu führen, in der vergeblichen Hoffnung, mich dazu zu bringen, am Arbeitsplatz zu bleiben, um um Ruhm und Gewinn zu wetteifern, um von ihm zugrunde gerichtet und kontrolliert zu werden. Satan hatte schon immer Ruhm und Gewinn benutzt, um mein Herz zu fesseln und mich daran zu hindern, nach der Wahrheit zu streben. Ich durfte nicht wieder auf seine Tricks hereinfallen. Am wichtigsten war, dass ich diese einmalige Gelegenheit zur Errettung der Menschen durch Gott nicht verpassen wollte. Ich musste die Pflicht eines geschaffenen Wesens erfüllen, mein zukünftiges Leben Gott anvertrauen und danach streben, ein sinnvolles Leben zu führen. Genau wie Gottes Worte besagen: „Wenn du einen hohen Status, einen großen Ruf, eine Fülle an Wissen, eine Vielzahl von Besitztümern und die Unterstützung vieler Menschen hast, und du dennoch von diesen Dingen unbelastet bleibst und trotzdem vor Gott kommst, um Seinen Ruf und Seinen Auftrag anzunehmen und zu tun, was Gott von dir verlangt, dann wird alles, was du tust, die bedeutungsvollste Sache auf Erden und das gerechteste Unterfangen der Menschheit sein(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 2: Gott herrscht über das Schicksal der gesamten Menschheit). In der Welt gibt es nichts Bedeutungsvolleres oder Wertvolleres, als die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut zu tun. Wenn ich auf die Vergangenheit zurückblickte, sah ich, dass ich hart gearbeitet und mir die Wertschätzung der Schulleitung und der Eltern verdient hatte. Aber meine eigene Pflicht hatte ich nicht gut getan, Gottes Billigung hatte ich nicht erlangt und mein Herz war immer noch leer. Jetzt hatten die großen Unglücke bereits begonnen, und die Zeit wartet auf niemanden. Viele Menschen hatten Gottes Evangelium der letzten Tage noch nicht gehört und hatten nicht die richtige Lebensrichtung. Ich musste mich beeilen und das Evangelium predigen, damit mehr Menschen Gottes Rettung annehmen. Das ist Gottes dringende Absicht. Als ich das verstand, reichte ich mein Kündigungsschreiben beim Direktor ein. Der Direktor war sehr überrascht und sagte: „Viele Leute reißen sich um diesen Titel, und Sie wollen ihn einfach aufgeben? Sie sollten gut darüber nachdenken! Wenn Sie eine so gute Anstellung aufgeben, wie wollen Sie dann in Zukunft leben? Wenn es wegen des Arbeitspensums ist, dann werden wir es dieses Jahr reduzieren. Ich lasse mein Büro renovieren und es für Sie in ein Finanzbüro umwandeln. Ich hoffe, Sie bleiben und arbeiten weiterhin hier.“ Als ich die Worte des Direktors hörte, zögerte ich jedoch nicht. Mein Entschluss zu gehen stand fest. Nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war, hinterließ ich einen Brief für meinen Vater, nahm dann mein Gepäck und verließ mein Zuhause, um meine Pflicht zu tun.

Ich dachte daran zurück, wie ich über die Jahre nach Ruhm und Gewinn gestrebt hatte und mich nur damit zufrieden gab, in meiner Freizeit an Gott zu glauben, nicht viel Pflicht zu tun und mich nur darauf beschränkte, Gottes Gnade zu genießen. Ich hatte keine Erkenntnis über meine verdorbenen Dispositionen, meine falschen Ansichten und die verschiedenen satanischen Gifte, und meine Lebensdisposition hatte sich überhaupt nicht geändert. Jetzt tue ich meine Pflicht in der Kirche, und das häufige Lesen von Gottes Worten hat es mir ermöglicht, viele Wahrheiten zu verstehen. Wenn ich irgendeine verdorbene Disposition offenbare und meine Brüder und Schwestern es bemerken, weisen sie mich normalerweise darauf hin, und sie halten Gemeinschaft mit mir und helfen mir mit Gottes Worten. Ich habe eine gewisse Selbsterkenntnis erlangt, und mein Leben hat auch einige Fortschritte gemacht. Aus tiefstem Herzen spüre ich: Gott zu folgen, war die beste Entscheidung meines Lebens. Dank sei Gott!

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