72. Das Streben nach einer Führungsposition und was dahinter steckt

Von Su Wei, China

Nachdem ich angefangen hatte, an Gott zu glauben, sah ich, dass die Gemeindeleiter oft mit den Brüdern und Schwestern Gemeinschaft über Gottes Worte hielten, um ihre Probleme und Schwierigkeiten zu lösen. Deshalb glaubte ich, dass Leiter in der Gemeinde die Wahrheit verstanden, von Gott bestimmt gebilligt wurden und Hoffnung auf Errettung hatten. Im März 2021 wurde ich zur Gemeindeleiterin gewählt. Ich fühlte mich großartig und dachte, wenn ich mein Streben so fortsetzen würde, hätte ich in Gottes Haus eine glänzende Zukunft und würde Gottes Billigung gewinnen können. Ich hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass ich später wegen meines schlechten Kalibers und meiner Unfähigkeit, echte Arbeit zu leisten, entlassen werden würde. Diese Nachricht traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel und ich konnte nicht aufhören zu weinen. Ich dachte bei mir: „Ein schlechtes Kaliber ist ein fatales Problem. Heißt das nicht, dass ich in Zukunft keine Chance mehr haben werde, eine Leiterin zu sein?“ Nach mehr als einem Monat beauftragte mich die Gemeinde mit allgemeinen Angelegenheiten. Ich fand, dass es meinem Lebenseintritt nicht zugutekam, den ganzen Tag mit irgendwelchen allgemeinen Angelegenheiten beschäftigt zu sein. Das war gar kein Vergleich mit der Pflicht einer Leiterin, bei der man üben konnte, über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten und verschiedene Probleme zu lösen, wodurch man mehr Wahrheiten erlangen würde und eine größere Chance auf Errettung hätte. Besonders schlimm fühlte ich mich, als ich der Schwester gegenüberstand, mit der ich zuvor in der Leitung zusammengearbeitet hatte, und sie darüber reden hörte, wie sie mit einigen Problemen in der Gemeinde umging und sie löste. Ich dachte, so wie sie die Pflicht einer Leiterin ausführen zu können, sei wirklich großartig, doch ich konnte nur allgemeine Angelegenheiten erledigen, die ich nicht mochte. Wenn ich daran dachte, wie die oberen Leiter sagten, mein Kaliber sei schlecht und mir fehlten die Voraussetzungen, um eine Leiterin zu sein, empfand ich tiefen Schmerz in meinem Herzen und ich weinte im Stillen. Ich fand, meine Zukunft sei düster und meine Chancen auf Errettung gering. Ich konnte keine Kraft für meine Pflicht aufbringen und arbeitete nur mechanisch, ohne irgendwelche Ergebnisse zu erzielen. Später wurde mir klar, dass mein Zustand falsch war, und ich begann nachzudenken: „Warum empfinde ich ein Gefühl des Verlustes, wenn ich andere als Leiter sehe? Wonach genau strebe ich in meinem Glauben an Gott?“

Eines Tages las ich diese zwei Abschnitte aus Gottes Worten und erlangte eine gewisse Erkenntnis über meinen Zustand. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn ein Antichrist entlassen wird, ist seine erste Reaktion, als wäre er vom Blitz getroffen, als ob der Himmel eingestürzt und seine Welt zusammengebrochen wäre. Das, worauf er seine Hoffnungen setzen konnte, ist verschwunden, ebenso wie seine Chance, mit all den Vorteilen des Status zu leben, zusammen mit dem Antrieb, der ihn dazu bringt, zügellos zu handeln und Übles zu tun. Das ist es, was für ihn am inakzeptabelsten ist. … Wenn er denkt, dass seine Hoffnungen auf Segen zerstört wurden oder dass sie sich stark verringert haben, ist es, als ob sein Kopf zu zerspringen droht, als würde sein Herz von Hammerschlägen getroffen, und es ist so schmerzhaft, als würde es mit einem Messer geschnitten. Wenn er, nachdem er sich Tag und Nacht so gesehnt hat, den Segen des Eintritts in das Himmelreich zu verlieren droht, erscheint ihm das wie eine schreckliche Nachricht, die aus dem Nichts gekommen ist. Keinen Status zu haben, ist für einen Antichristen gleichbedeutend damit, keine Hoffnung mehr auf Segnungen zu haben, und er wird wie eine wandelnde Leiche; sein Körper wird wie eine leere Hülle, ohne Seele, ohne etwas, das sein Leben lenkt. Er hat keine Hoffnung und keine Zukunftsaussichten mehr. Wenn ein Antichrist damit konfrontiert wird, entlarvt und entlassen zu werden, ist das Erste, was ihm in den Sinn kommt, dass er jede Hoffnung auf Segnungen verloren hat. Würde er also an diesem Punkt einfach aufgeben? Wäre er bereit, sich zu unterwerfen? Würde er diese Chance nutzen, um sein Verlangen nach Segnungen aufzugeben, den Status loszulassen, bereitwillig ein gewöhnlicher Nachfolger zu sein und gern für Gott zu schuften und seine Pflicht gut auszuführen? (Nein.) Könnte dies ein Wendepunkt für ihn sein? Würde dieser Wendepunkt ihn dazu bringen, sich in eine gute und positive Richtung zu entwickeln, oder würde er ihn dazu bringen, sich in eine schlechtere Richtung und auf negative Weise zu entwickeln? Gemessen an der Wesensnatur eines Antichristen ist es offensichtlich, dass eine Entlassung für ihn absolut nicht der Beginn des Loslassens seines Verlangens nach Segnungen oder der Beginn des Liebens und Suchens der Wahrheit ist. Stattdessen wird er noch härter arbeiten, um für die Gelegenheit und die Hoffnung auf Segnungen zu kämpfen; er wird sich an jede Gelegenheit klammern, die ihm Segnungen bringen kann, die ihm helfen kann, ein Comeback zu inszenieren und ihm ermöglichen kann, seinen Status wiederzuerlangen. Deshalb wird ein Antichrist, wenn er mit seiner Entlassung konfrontiert wird, nicht nur verärgert, enttäuscht und antagonistisch sein, sondern auch mit Händen und Füßen gegen seine Entlassung kämpfen und danach streben, die Situation zu wenden, sie zu verändern(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 12: Wenn sie keinen Status haben oder nicht darauf hoffen können, Segnungen zu erhalten, wollen sie sich zurückziehen). „Menschen dieser Art streben nicht nach der Wahrheit, und doch wollen sie im Haus Gottes immer befördert werden und eine wichtige Rolle erhalten. In ihren Herzen glauben sie, je mehr Arbeitsvermögen eine Person hat, je mehr wichtige Positionen sie erhält, je mehr sie im Haus Gottes befördert und geschätzt wird, desto größer sind ihre Chancen, Segnungen, eine Krone und Belohnungen zu empfangen. Sie glauben, wenn jemandem das Arbeitsvermögen fehlt oder er kein besonderes Talent hat, dann sei er nicht qualifiziert, gesegnet zu werden. Sie denken, dass die Gaben, Talente, Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person, ihr Bildungsniveau und ihr Arbeitsvermögen, ja sogar die sogenannten Stärken und Vorzüge innerhalb ihrer Menschlichkeit, die in der weltlichen Sphäre geschätzt werden – wie beispielsweise ihre Entschlossenheit, andere zu übertreffen, und ihre unbeugsame Haltung – als Kapital dienen könnten, um Segnungen und Belohnungen zu empfangen. Was für ein Maßstab ist das? Ist es ein Maßstab, der mit der Wahrheit übereinstimmt? (Nein.) Er stimmt nicht mit den Maßstäben der Wahrheit überein. Ist das also nicht die Logik Satans? Ist das nicht die Logik eines niederträchtigen Zeitalters und niederträchtiger weltlicher Trends? (Das ist es.) Gemessen an der Logik, den Methoden und den Kriterien, die Menschen wie diese verwenden, um Dinge zu beurteilen, zusammen mit ihrer Haltung und ihrem Vorgehen bei diesen Dingen, scheint es, als hätten sie Gottes Worte nie gehört oder gelesen, als wären sie ihnen völlig unbekannt. Aber tatsächlich hören, lesen und betenlesen sie Gottes Worte jeden einzelnen Tag. Warum also ändert sich ihre Perspektive nie? Eines ist sicher – egal, wie sehr sie Gottes Worte hören oder lesen, sie werden in ihren Herzen niemals davon überzeugt sein, dass Gottes Worte die Wahrheit sind und dass sie der Maßstab sind, um alles zu messen; sie werden diese Tatsache in ihren Herzen nicht verstehen oder akzeptieren. Deshalb werden sie, egal wie absurd und verzerrt ihre Ansichten auch sein mögen, für immer daran festhalten, und egal wie richtig Gottes Worte sind, sie werden sie ablehnen und verurteilen. Das ist die bösartige Natur von Antichristen. Sobald sie eine wichtige Rolle nicht bekommen und ihre Begierden und Ambitionen unerfüllt bleiben, zeigen sich ihre gespaltenen Füße, ihre bösartige Natur tritt zutage, und sie wollen Gottes Existenz leugnen. Tatsächlich leugnen sie bereits, dass Gottes Worte die Wahrheit sind, noch bevor sie überhaupt Gottes Existenz leugnen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 12: Wenn sie keinen Status haben oder nicht darauf hoffen können, Segnungen zu erhalten, wollen sie sich zurückziehen). Gott entlarvt, dass Antichristen glauben, keine Hoffnung mehr auf Segen zu haben, sobald sie entlassen werden. Sie sind nicht nur unfähig, sich zu unterwerfen und über sich selbst nachzudenken, ihre Einstellung wird sogar negativ und sie widersetzen sich; gleichzeitig hegen sie die wahnwitzige Vorstellung, zurückzukehren und ihren Status wiederzuerlangen. Antichristen benutzen satanische Logik, um Menschen, Ereignisse und Dinge zu beurteilen. Sie glauben, je mehr sie vom Haus Gottes befördert und geschätzt werden, desto größer sei ihre Chance, Segen und eine Krone zu erhalten. Als ich über Gottes Worte nachdachte, wurde mir klar, dass mein Verhalten nach der Entlassung genau dem eines Antichristen glich und meine Sicht der Dinge exakt dieselbe war. Ich dachte darüber nach, warum mir der Status einer Leiterin so wichtig war. Es lag daran, dass ich glaubte, wenn ich zur Leiterin in Gottes Haus befördert würde, könnte ich mich jeden Tag darin üben, die Wahrheit zu nutzen, um Probleme zu lösen, ich würde im Leben schnell wachsen und hätte eine größere Chance, gerettet zu werden und Segen zu erlangen. Als ich zur Leiterin gewählt wurde, war ich sehr glücklich und dachte, mein Glaube an Gott hätte eine glänzende Zukunft. Während meiner Zeit als Leiterin ertrug ich all die harte Arbeit klaglos und schützte sorgfältig meinen Status als Leiterin, aus schrecklicher Angst, entlarvt und entlassen zu werden. Als ich bei meiner Entlassung die Leiter sagen hörte, ich hätte ein schlechtes Kaliber und mir fehlten die notwendigen Voraussetzungen, um eine Leiterin zu sein, glaubte ich, dass ein schlechtes Kaliber ein fatales Problem sei und ich in Zukunft vielleicht nie wieder die Chance bekommen würde, befördert und geschätzt zu werden. Deshalb war mein Herz von großem Schmerz erfüllt. Ich fand, dass meine Zukunft als Gläubige düster und meine Hoffnung auf Segen gering war. Weil ich diese falschen Gedanken und Vorstellungen hatte, glaubte ich, als die Leiter mir die Pflicht für allgemeine Aufgaben zuwiesen, dass diese Pflicht nur bedeutete, jeden Tag mit äußerlichen Dingen beschäftigt zu sein, und dachte, das würde mir nicht dabei helfen, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden. Ich mochte diese Pflicht aus tiefstem Herzen nicht und konnte keine Energie dafür aufbringen. Mir wurde klar, dass ich in meinem Glauben an Gott nach Status und Segen strebte. Ich setzte Status mit Segen gleich. Sobald ich meinen Status verlor, hatte ich das Gefühl, alle Hoffnung auf Segen verloren zu haben, und mein Herz war von unerträglichem Schmerz erfüllt. Ich hatte die Dinge aus einer satanischen Perspektive gegeneinander abgewogen. In der nichtgläubigen Welt ist es tatsächlich so: Je mehr man befördert wird, desto mehr Entwicklungsperspektiven hat man. Ich glaubte, in Gottes Haus sei es dasselbe und die Beförderung zur Leiterin bedeute eine größere Chance, gerettet zu werden und Segen zu erlangen. Das stimmt aber überhaupt nicht mit Gottes Worten überein. Ob man durch seinen Glauben an Gott gerettet werden kann oder nicht, hat nichts damit zu tun, welche Pflicht man tut oder ob man Status hat. Die Pflicht ist eine Verantwortung, die man als geschaffenes Wesen erfüllen sollte; das ist vollkommen normal und gerechtfertigt. Sie sollte nicht als Verhandlungsbasis benutzt werden, um Segen oder Belohnungen zu erhalten. Als mir jedoch die Pflicht im Bereich allgemeine Angelegenheiten zugewiesen wurde, glaubte ich, diese Pflicht sei für mich nicht nützlich, um in meinem Glauben an Gott Segen zu erlangen. Also beklagte ich mich über Gott und nahm bei meiner Pflicht keine Last auf mich. Ich dachte sogar daran, meine Pflicht aufzugeben. Mir wurde klar, dass meine eigene Natur genauso selbstsüchtig und eigennützig war wie die eines Antichristen. Sobald ich keinen Segen erlangen konnte, war ich jederzeit imstande, mich von Gott abzuwenden und Ihn zu verraten. Das war so gefährlich!

Später las ich zwei weitere Abschnitte aus Gottes Worten und erlangte ein gewisses Verständnis dafür, was es bedeutet, gerettet zu werden. Der Allmächtige Gott sagt: „Viele Menschen können nicht klar erkennen, was es bedeutet, Errettung zu erlangen. Manche Menschen denken, dass sie wahrscheinlich gerettet werden, wenn sie seit Langem an Gott glauben. Manche meinen, dass sie wahrscheinlich gerettet werden, wenn sie viele geistliche Glaubenslehren verstehen. Und wieder andere denken, dass sie ganz sicher gerettet werden, wenn sie Leiter und Mitarbeiter werden. Das sind alles menschliche Auffassungen und Einbildungen. Das Entscheidende ist, dass die Menschen verstehen müssen, was es bedeutet, Errettung zu erlangen. Errettung zu erlangen bedeutet in erster Linie, sich von der Sünde und von Satans Einfluss zu befreien und sich aufrichtig Gott zuzuwenden und sich Gott zu unterwerfen. Was müssen die Menschen besitzen, um sich von der Sünde und von Satans Einfluss zu befreien? Die Wahrheit. Um die Wahrheit zu gewinnen, müssen sich die Menschen mit vielen von Gottes Worten ausrüsten, und sie müssen fähig sein, Gottes Worte zu erfahren und sie in die Praxis umzusetzen, sodass sie die Wahrheit verstehen und in die Realität eintreten können – nur dann werden sie errettet werden. Ob jemand errettet werden kann oder nicht, hat nichts damit zu tun, wie lange er an Gott glaubt, wie fortgeschritten sein Wissen ist, ob er Begabungen und Stärken besitzt oder wie viel er leidet. Das Einzige, was in direktem Zusammenhang mit dem Erlangen der Errettung steht, ist, ob eine Person die Wahrheit gewinnt oder nicht. Also, wie viele Wahrheiten hast du jetzt in deinem Herzen verstanden? Und wie viele von Gottes Worten sind zu deinem Leben geworden? In welche der von Gott gestellten Anforderungen hast du Eintritt erlangt? In wie viel von der Wirklichkeit von Gottes Worten bist du eingetreten, nachdem du so viele Jahre an Gott geglaubt hast? Wenn du es nicht weißt oder wenn du keinen Eintritt in die Wirklichkeit irgendeines von Gottes Worten erlangt hast, dann lass Mich dir etwas Wahres sagen: Deine Hoffnung, errettet zu werden, ist gleich null – du kannst unmöglich Errettung erlangen. Auch wenn du vielleicht sehr kenntnisreich bist, schon lange an Gott geglaubt hast, gut aussiehst und eloquent sprechen kannst und sogar einige Jahre lang Leiter oder Mitarbeiter warst – wenn du nicht nach der Wahrheit strebst und Gottes Worte nicht angemessen praktizierst und erfährst und du kein echtes Erfahrungszeugnis hast, dann bleibt deine Hoffnung, errettet zu werden, gleich null(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). „Ob eine Person letztendlich Rettung erlangen kann, hängt nicht davon ab, welche Pflicht sie tut, sondern davon, ob sie die Wahrheit verstehen und erlangen kann und es letztendlich schafft, sich Gott absolut zu unterwerfen, sowie sich Seinen Orchestrierungen ausliefern kann, keine Rücksicht mehr auf ihre Zukunft und ihr Schicksal nimmt und zu einem geschaffenen Wesen wird, das den Anforderungen entspricht. Gott ist gerecht und heilig. Er verwendet diesen Maßstab, um die ganze Menschheit zu messen, und dieser Maßstab wird sich niemals ändern – das darfst du nie vergessen. Behalte diesen Maßstab immer fest vor Augen und denke niemals daran, den Weg des Strebens nach der Wahrheit zu verlassen, um diesen unechten Dingen nachzustreben. Gottes geforderter Maßstab für alle, die gerettet werden sollen, ist für immer unveränderlich. Er bleibt, wie er ist, ganz gleich, wer du bist(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich über Gottes Worte nachgedacht hatte, verstand ich: Wenn Gott beurteilt, ob eine Person gerettet wird oder nicht, achtet Er nicht darauf, welche Pflicht sie tut, wie viel sie leidet oder welche Begabungen oder Fähigkeiten sie hat. Es kommt vielmehr darauf an, ob sie die Wahrheit verstehen, die Wahrheit erlangen und sich Gottes Orchestrierung und Seinen Anordnungen absolut unterwerfen kann. Gott hat nie gesagt, dass Leiter eine größere Hoffnung auf Errettung haben. Entscheidend ist, welchen Weg eine Person geht. Eine Leiterin zu sein bedeutet, dass man mit vielen Menschen in Kontakt kommt und mit vielen unterschiedlichen Dingen zu tun hat. Wenn man sich darauf konzentrieren kann, nach der Wahrheit zu streben, hat man mehr Gelegenheiten, diese auch zu erlangen, kann so schnell wie möglich in die Wahrheitsrealität eintreten und gerettet werden. Wenn man nicht nach der Wahrheit strebt und sich nur damit zufriedengibt, sich mit einigen Worten und Glaubenslehren auszustatten, ohne die Wahrheit anzunehmen oder Gottes Worte zu praktizieren, dann wird man keine Errettung erlangen – egal, wie viele Jahre man die Pflicht einer Leiterin ausführt. Außerdem bedeutet das Ausführen anderer Pflichten nicht, dass man eine geringere Chance auf Errettung hat. Egal, welche Pflicht man tut, solange man sich darauf konzentriert, nach der Wahrheit zu streben und seine verdorbenen Dispositionen zu beseitigen, Menschen und Dinge im Einklang mit Gottes Worten betrachtet, sich nach Seinen Worten verhält und handelt und in die Realität von Gottes Worten eintritt, hat man eine Chance auf Errettung. Genau wie Gott sagt: „Solche Menschen, die befördert und gefördert werden, können lediglich aufgrund ihres Kalibers und ihrer verschiedenen Bedingungen früher in die Wahrheitsrealität eintreten. Dieser frühe Eintritt bedeutet jedoch nicht, dass sie die Einzigen sind, die in die Wahrheitsrealität eintreten können. Es bedeutet nur, dass sie früher ein wenig mehr gewinnen und ein wenig früher in die Wahrheitsrealität eintreten können. Diejenigen, die nicht gefördert wurden, werden ein wenig hinter ihnen zurückbleiben, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht in die Wahrheitsrealität eintreten können. Ob jemand in die Wahrheitsrealität eintreten kann oder nicht, hängt von seinem Streben ab(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (5)). Ich dachte an die Leiter, die ich von früher kannte. Einige von ihnen hatten ein gewisses Kaliber und etwas Begabung und lösten oft die Probleme und Schwierigkeiten ihrer Brüder und Schwestern. Sie selbst praktizierten jedoch nicht die Wahrheit und taten ihre Pflicht, indem sie sich auf ihre verdorbenen Dispositionen verließen. Sie unterbrachen und störten die Arbeit der Kirche, weigerten sich hartnäckig, Buße zu tun, und wurden schließlich entfernt. Im Gegensatz dazu tun einige Brüder und Schwestern unauffällige Pflichten. Sie konzentrieren sich aber darauf, die Wahrheit zu suchen, praktizieren so viel, wie sie verstehen, tun ihre Pflichten nach besten Kräften und gut und schützen die Arbeit der Kirche. Nach einer gewissen Zeit können sie Fortschritte in ihren Pflichten und ihrem Lebenseintritt machen und können genauso die Wahrheit erlangen und Gottes Billigung gewinnen. Ob eine Person von Gott gebilligt werden kann, hängt nicht davon ab, welchen Rang sie als Leiter einnimmt, sondern dies wird durch ihre Haltung gegenüber Gott, der Wahrheit und ihrer Pflicht bestimmt; es hängt davon ab, ob sie den Weg des Strebens nach der Wahrheit geht. Daran erkannte ich die Heiligkeit und Gerechtigkeit von Gottes Disposition. Vor der Wahrheit sind alle gleich. Wenn man nicht nach der Wahrheit strebt und die Wahrheit nicht praktiziert, dann wird man letztendlich nicht standhaft bleiben können, egal wie hoch der eigene Rang als Leiter ist. Als ich das verstand, erhellte sich mein Herz. Obwohl mein Kaliber durchschnittlich ist, kann ich Gottes Worte verstehen. Und egal, welche Pflicht ich tue, solange ich mich darauf konzentriere, die Wahrheit zu suchen und die Wahrheit zu praktizieren, habe ich Hoffnung auf Errettung.

Als Nächstes las ich zwei weitere Abschnitte aus Gottes Worten und verstand, wonach ich in meinem Glauben streben sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Der Weg des Erfolges ist das Bestreben, seine Pflicht als geschaffenes Wesen aktiv auszuführen. Der Weg des Strebens nach der wahren Liebe zu Gott ist der richtigste Weg; das Streben nach Veränderung in seiner alten Disposition und nach der reinen Liebe zu Gott ist der Weg zum Erfolg. Solch ein Weg zum Erfolg ist der Weg der Wiedererlangung der ursprünglichen Pflicht sowie der ursprünglichen Erscheinung eines geschaffenen Wesens. Es ist der Weg der Wiedererlangung und es ist auch das Ziel des gesamten Wirken Gottes – von Anfang bis Ende. Wenn das Streben des Menschen mit persönlichen, extravaganten Forderungen und unvernünftigen Sehnsüchten befleckt ist und die erzielte Wirkung keine Veränderungen in der Disposition des Menschen sind, dann steht das im Widerspruch zum Werk der Wiedererlangung. Es ist zweifellos nicht das Werk, das der Heilige Geist tut, also beweist dies, dass ein Bestreben dieser Art Gottes Zustimmung nicht hat. Welche Bedeutung hat ein Bestreben, dem Gott nicht zustimmt?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den man geht). „Als ein geschaffenes Wesen sollte der Mensch danach streben, Kenntnis des Schöpfers zu erlangen, seine eigene Pflicht als ein geschaffenes Wesen zu erfüllen und, was am wichtigsten ist, danach streben, Gott zu lieben, ohne irgendwelche anderen Entscheidungen zu treffen, denn Gott ist des Menschen Liebe würdig. Jene, die nach Liebe zu Gott streben, sollten nicht nach irgendwelchen persönlichen Vorteilen oder persönlichen Hoffnungen streben; das ist die korrekteste Art des Strebens. Wenn das, wonach du strebst, die Wahrheit ist, wenn das, was du in die Praxis umsetzt, die Wahrheit ist und das, was du erreichst, eine Änderung deiner Disposition ist, dann ist der Weg, den du beschreitest, der richtige. Wenn das, wonach du strebst, Segnungen des Fleisches sind, und das, was du in die Praxis umsetzt, die Wahrheit deiner eigenen Auffassungen ist, und wenn es überhaupt keine Änderung in deiner Disposition gibt und du dich dem fleischgewordenen Gott überhaupt nicht unterwirfst und du noch immer in der Unbestimmtheit lebst, wird das, wonach du strebst, dich sicherlich in die Hölle befördern, denn der Weg, dem du folgst, ist der Weg des Versagens. Ob du vervollkommnet oder ausgemustert wirst, hängt von deinem eigenen Bestreben ab, was auch bedeutet, dass der Erfolg oder das Scheitern von dem Weg abhängt, dem man folgt(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den man geht). Nachdem ich über Gottes Worte nachgedacht hatte, verstand ich, dass es äußerst wichtig ist, welchen Weg man im Glauben an Gott einschlägt. Gott verlangt von den Menschen, ihre Pflicht als geschaffene Wesen zu erfüllen und, wie Petrus, danach zu streben, Gott zu verstehen und Ihn zu lieben. Nur so kann man eine Veränderung in der Disposition erreichen und sich allen Orchestrierungen und Anordnungen Gottes unterwerfen. Man sollte nicht wie Paulus arbeiten und sich aufwenden, nur um Segen und Kronen zu erhalten. Das Streben des Paulus stand im Widerspruch zu Gottes Anforderungen. Er glaubte bis zum Ende, erreichte aber keine Veränderung in seiner Disposition, war immer noch voller Forderungen gegenüber Gott und stellte Anforderungen an Ihn, und seine Natur war immer noch von Widerstand gegen Gott geprägt. Ich befand mich auf dem Weg, auf dem Paulus gescheitert war. Ich hatte immer geglaubt, dass das Amt einer Leiterin mir viele Gelegenheiten zum Üben geben und mir mehr Hoffnung auf Errettung verschaffen würde. Deshalb wollte ich ständig eine Leiterin sein. Was ich in meinem Glauben an Gott verfolgte, war, Segen und eine Krone zu erlangen, anstatt nach der Wahrheit und Veränderungen in meiner Disposition zu streben. Als ich also wegen meines schlechten Kalibers entlassen wurde, das Gefühl hatte, vielleicht nie wieder die Gelegenheit zu haben, eine Leiterin zu sein, und meine Hoffnungen auf Segen gering waren, stimmte mich dies negativ, ich ließ mich hängen und vernachlässigte meine Pflicht. Wenn ich diesen falschen Weg weiterginge und nicht nach der Wahrheit strebte, würde sich meine Lebensdisposition nicht ändern, und ich würde keinerlei Unterwerfung unter Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zeigen. Wäre mein Ergebnis am Ende nicht genau dasselbe wie das von Paulus? Als ich das verstand, dankte ich Gott aus tiefstem Herzen dafür, dass Er mich entlarvt hatte, sodass ich mein falsches Streben erkennen konnte. Das war Seine Errettung für mich! Als ich das verstand, war ich nicht länger betrübt darüber, dass mein Kaliber schlecht ist und mir die notwendigen Voraussetzungen für eine Leiterin fehlen. Ich bin ein geschaffenes Wesen und sollte nicht nach Segen streben oder versuchen, mit Gott zu verhandeln. Stattdessen sollte ich meine Pflicht als geschaffenes Wesen erfüllen und danach streben, Gott zu lieben und mich Ihm zu unterwerfen. Nur das ist der richtige Weg im Leben und so, wie ein geschaffenes Wesen sein sollte. Danach wurde meine Haltung gegenüber der Pflicht für allgemeine Angelegenheiten angemessener, und ich war in der Lage, meine Pflichten auf bodenständige Weise zu tun. Sobald mein Zustand eine Kehrtwendung gemacht hatte, verbesserte sich auch meine Arbeitseffizienz ein wenig.

Wann immer später bei meinen allgemeinen Angelegenheiten viel zu tun war, hatte ich immer noch das Gefühl, dass diese Pflicht hauptsächlich bedeutete, mit äußerlichen Dingen beschäftigt zu sein, und meinem Lebenseintritt nicht zugutekäme. Ich wusste jedoch, dass diese Ansicht falsch war, und so suchte ich danach, wie ich mich bei dieser Pflicht auf den Lebenseintritt konzentrieren sollte. Ich las einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Erlebt ihr Zustände, in denen ihr, egal was euch passiert oder egal, welche Pflicht ihr ausführt, oft vor Gott zur Ruhe kommen und euer Herzen darauf konzentrieren könnt, über Seine Worte nachzudenken, die Wahrheit zu suchen und zu überlegen, wie ihr diese Pflicht in Übereinstimmung mit Gottes Absichten ausführen könnt und welche Wahrheiten ihr besitzen solltet, um diese Pflicht maßstabsgerecht auszuführen? Kommt es oft vor, dass ihr die Wahrheit auf diese Weise sucht? (Nein.) Wenn man sein Herz in seine Pflicht investiert und Verantwortung übernehmen kann, muss man Härten ertragen und einen Preis zahlen – es reicht nicht aus, nur über diese Dinge zu reden. Wenn du dein Herz nicht in deine Pflicht investierst und dir immer nur Mühe geben willst, dann wird deine Pflicht sicher nicht gut erfüllt werden. Du wirst sie einfach nur der Form halber tun und nichts weiter und du wirst nicht wissen, ob du deine Pflicht gut erfüllt hast oder nicht. Wenn du mit ganzem Herzen dabei bist, wirst du allmählich die Wahrheit verstehen; wenn du dies nicht tust, wird das nicht geschehen. Wenn du dich mit ganzem Herzen der Ausführung deiner Pflicht und dem Streben nach der Wahrheit widmest, wirst du nach und nach Gottes Absichten verstehen, deine eigene Verdorbenheit und deine eigenen Mängel entdecken und all deine verschiedenen Zustände in den Griff bekommen. Wenn dein einziger Fokus darauf liegt, dir Mühe zu geben, und du nicht von ganzem Herzen über dich selbst nachdenkst, wirst du nicht in der Lage sein, die wahren Zustände in deinem Herzen zu erkennen und die verschiedenen Reaktionen und Offenbarungen von Verderbtheit zu entdecken, die du in verschiedenen Umfeldern aufweist. Wenn du nicht weißt, welche Konsequenzen es haben wird, wenn Probleme ungelöst bleiben, dann steckst du in großen Schwierigkeiten. Deshalb ist es inakzeptabel, auf konfuse Art und Weise an Gott zu glauben. Du musst allezeit und allerorten vor Gott leben; was immer dir auch passiert, du musst immer die Wahrheit suchen, und während du das tust, musst du auch über dich selbst nachdenken und erkennen, welche Probleme es in deinem Zustand gibt, und umgehend nach der Wahrheit suchen, um diese zu lösen. Nur so kannst du deine Pflicht gut ausführen und es vermeiden, die Arbeit der Kirche zu verzögern. Am wichtigsten ist, dass du nicht nur deine Pflicht gut ausführen wirst, sondern auch Lebenseintritt erlangen und deine verdorbenen Dispositionen beseitigen wirst. Nur so kannst du in die Wahrheitsrealität eintreten(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man eine ehrliche Person ist, kann man das wirkliche Abbild eines Menschen ausleben). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass das Erlangen der Wahrheit und das Erreichen der Errettung nicht davon abhängen, welche Pflichten wir tun. Es hängt vielmehr davon ab, ob wir die Wahrheitsgrundsätze bei der Ausführung unserer Pflichten suchen, über unsere eigene Verdorbenheit und unsere Unzulänglichkeiten nachdenken und die Wahrheit suchen, um unsere Probleme zu lösen. Dadurch erreichen wir bei der Ausführung unserer Pflicht einen Lebenseintritt. Wenn wir uns darauf konzentrieren, die Wahrheit zu suchen und Gottes Worte bei der Ausführung unserer Pflichten zu praktizieren, dann können wir die Wahrheit erlangen, egal, welche Pflicht wir tun. Zum Beispiel bin ich jetzt noch mehr in die allgemeinen Angelegenheiten involviert. Wenn ich alles oberflächlich und nachlässig mache und es nicht gewissenhaft angehe, kann ich leicht den Interessen der Kirche schaden. Außerdem bedeutet die Ausführung von Arbeiten im Bereich allgemeine Angelegenheiten nicht, in einem Vakuum zu leben. Ich begegne immer noch jeden Tag einigen Menschen, Ereignissen und Dingen, wobei sich alle möglichen aktiven Gedanken offenbaren. Wenn ich mich darauf konzentrieren kann, durch die verdorbenen Dispositionen, Gedanken und Vorstellungen, die ich jeden Tag offenbare, über mich selbst nachzudenken und mich zu erkennen und in die Wahrheitsrealität einzutreten, werde ich viele Lektionen lernen und die Wahrheit erlangen können. Als ich das verstand, empfand ich viel mehr inneren Frieden.

Danach konzentrierte ich mich bei der Ausführung meiner Pflicht darauf, meine Gedanken und Vorstellungen jeden Tag zu prüfen. Als man mich zurechtstutzte, suchte ich auch aktiv die Wahrheit und schaute mir Erfahrungszeugnisse von Brüdern und Schwestern an, um zu sehen, wie andere über sich selbst nachdachten und ihre Lektionen lernten, wenn ihnen etwas widerfuhr. Zum Beispiel hatten mich meine Brüder und Schwestern früher darauf hingewiesen, dass ich eine arrogante Disposition hatte und dazu neigte, sofort zu widersprechen, wenn etwas geschah. Ich nahm das an, dachte darüber nach, kam zu Selbsterkenntnis und fand Gottes Worte zu diesem Aspekt, die ich las. Ich öffnete mich auch meinen Brüdern und Schwestern und suchte danach, wie ich das Problem meines Widersprechens lösen konnte. Ich nehme mir auch oft Zeit, Erfahrungszeugnisse zu schreiben, und habe ein klareres und tieferes Verständnis meiner satanischen verdorbenen Disposition erlangt. Ich empfinde inneren Frieden und Ruhe, wenn ich meine Pflicht auf diese Weise tue. Je mehr ich mich auf diese Weise übe, desto schärfer wird mein Geist, und ich kann Probleme in meiner Pflicht schneller entdecken und habe bei der Ausführung meiner Pflicht Gottes Führung und Segen. Dank sei Gott!

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