528  Verlasse dich nicht auf Einbildung, um Gottes Erscheinen einzuschränken

I

Gott ist der Gott der gesamten Menschheit. Er betrachtet sich nicht als Privateigentum irgendeines Landes oder irgendeiner Nation, sondern tut Sein Werk, wie Er es geplant hat, ohne an irgendeine Form, irgendein Land oder irgendeine Nation gebunden zu sein. Vielleicht hast du dir nie diese Form vorgestellt oder vielleicht ist deine Haltung dieser Form gegenüber ablehnend oder vielleicht wird das Land oder die Nation, in der Gott erscheint, gerade zufällig von allen diskriminiert und ist zufällig das oder die rückständigste auf der Erde. Gott hat jedoch Seine Weisheit. Mit Seiner großen Kraft und durch Seine Wahrheit und Seine Disposition hat Er wirklich eine Gruppe von Menschen gewonnen, die mit Ihm eines Sinnes sind, und eine Gruppe von Menschen, die Er wünschte, vollkommen zu machen – eine durch Ihn eroberte Gruppe, die jede Art von Prüfungen und Bedrängnis und jede Art der Verfolgung ertragen hat und Ihm bis ans Ende folgen kann.

II

Es ist das Ziel von Gottes Erscheinung, die nicht durch irgendeine Form oder irgendein Land eingeschränkt ist, es Ihm zu ermöglichen, Sein Werk, wie Er es geplant hatte, zu vollenden. Es ist genau wie damals, als Gott in Judäa Fleisch wurde: Sein Ziel war es, das Werk der Kreuzigung zu vollenden, um die gesamte Menschheit zu erlösen. Die Juden glaubten jedoch, dass es für Gott unmöglich sei, dies zu tun, und sie hielten es für unmöglich, dass Gott Fleisch werden und die Gestalt des Herrn Jesus annehmen könne. Ihr „unmöglich“ wurde die Grundlage, auf der sie Gott verurteilten und sich Ihm widersetzten, und die letztendlich zur Zerstörung Israels führte.

III

Viele Menschen haben heutzutage einen ähnlichen Fehler begangen. Sie verkünden mit aller Macht die unmittelbar bevorstehende Erscheinung Gottes, verurteilen jedoch gleichzeitig Seine Erscheinung; ihr „unmöglich“ grenzt erneut die Erscheinung Gottes innerhalb der Grenzen ihrer Vorstellungskraft ein. Viele Menschen brechen in wildes und lärmendes Gelächter aus, nachdem sie auf Gottes Worte gestoßen sind. Unterscheidet sich dieses Gelächter jedoch auf irgendeine Weise von der Verdammung und Gotteslästerung der Juden? Ihr seid in Gegenwart der Wahrheit nicht fromm und weist noch weniger eine Haltung der Sehnsucht auf. Alles, was ihr tut, ist verbissen zu studieren und mit heiterer Unbekümmertheit abzuwarten. Was könnt ihr daraus gewinnen, wenn ihr auf diese Art studiert und abwartet? Meint ihr, persönliche Führung von Gott zu erhalten? Wenn du Gottes Kundgebungen nicht erkennen kannst, in welcher Weise bist du dann dazu befähigt, Gottes Erscheinen zu sehen? Wo immer Gott erscheint – dort wird die Wahrheit zum Ausdruck gebracht werden und dort wird die Stimme Gottes sein. Nur wer die Wahrheit akzeptieren kann, wird die Stimme Gottes hören können, und nur solche Menschen sind dazu befähigt, Gottes Erscheinen zu sehen.

aus „Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 1: Das Erscheinen Gottes hat ein neues Zeitalter eingeläutet“

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