Wie man nach der Wahrheit strebt (22)

Wie fühlt ihr euch, nachdem ihr die Aussagen und Inhalte über die Eigenschaften der Menschlichkeit gehört habt, über die in der letzten Zeit Gemeinschaft gehalten wurde? Seid ihr euch über die Eigenschaften von Menschen, die wahrhaftig Menschlichkeit besitzen, etwas mehr im Klaren? (Wir sind uns jetzt mehr darüber im Klaren als zuvor.) Habt ihr also, nachdem ihr das gehört habt, irgendwelche Schlussfolgerungen darüber gezogen, was die Hauptmerkmale von Menschen sind, die die Eigenschaften der Menschlichkeit besitzen? Seid ihr in der Lage, auf der Grundlage der Details und Einzelheiten, über die Gemeinschaft gehalten wurde, zu erkennen, was die Merkmale der Menschlichkeit eines Menschen sind? (Durch Gottes letzten gemeinschaftlichen Austausch verstehe ich nun, dass Menschen mit den Eigenschaften der Menschlichkeit Gewissen und Vernunft besitzen und in der Lage sind, Richtig von Falsch zu unterscheiden.) Eine Person, die die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft in ihrer Menschlichkeit besitzt, richtet sich in ihrer Betrachtung von Menschen und Dingen sowie in ihrem Verhalten und ihren Handlungen nach ihrem Gewissen und ihrer Vernunft. Ihre Ansichten über Menschen und ihre Grundsätze für ihr Verhalten bauen auf dieser Grundlage von Gewissen und Vernunft auf. Das trifft es sehr genau, nicht wahr? (Ja.) Eine Person, die weder Gewissen noch Vernunft besitzt, hat bestimmte Merkmale in Bezug auf ihre Ansichten über Menschen und ihre Grundsätze für ihr Verhalten. Menschen, die hingegen Gewissen und Vernunft besitzen, haben ebenfalls bestimmte Merkmale in Bezug auf ihre Ansichten über Menschen und ihre Grundsätze für ihr Verhalten, und diese Merkmale sind keineswegs substanzlos; sie offenbaren und zeigen sich tatsächlich im täglichen Leben von Menschen mit Gewissen und Vernunft. Ganz gleich, in welchem Zeitalter oder in welcher Art von sozialem Umfeld jemand lebt: Wenn er Gewissen und Vernunft besitzt, wird er einige Eigenschaften der Menschlichkeit ausleben. Bei jeder Angelegenheit in seinem Leben, oder bei den meisten Angelegenheiten, bei denen es um Vorstellungen und Ansichten und Grundsätze für das Verhalten geht, wird er die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft deutlich offenbaren; dies ist keineswegs etwas ohne Substanz. Überprüft das anhand der Menschen um euch herum – ist das nicht der Fall? (Doch, das ist es.) Wenn jemand Gewissen und Vernunft besitzt, wird er Äußerungsformen von Aufrichtigkeit und Güte besitzen. Da sein Gewissen ihn drängt und auf ihn einwirkt, wird er für sein Verhalten und Handeln bestimmte Grenzen haben, und aufgrund der Funktion seiner Vernunft und der zügelnden Wirkung, die sie auf ihn hat – oder, im Rahmen der Grenzen seiner Vernunft –, wird er spezifische Äußerungsformen haben und dies auf eine spezifische Weise ausleben. Um also festzustellen, ob jemand Gewissen und Vernunft besitzt, muss man auf seine tatsächlichen Äußerungsformen schauen; man muss schauen, ob seine Standpunkte, Grundsätze und Grenzen in Bezug darauf, wie er Menschen und Dinge betrachtet sowie sich verhält und handelt, üblicherweise den Maßstäben von Gewissen und Vernunft entsprechen, und ob die Grenze, die er nicht zu unterschreiten bereit ist, im Rahmen der Grenzen von Gewissen und Vernunft liegt und unter der Kontrolle seines Gewissens und seiner Vernunft steht. Wenn das Gewissen und die Vernunft einer Person bei ihrer Betrachtung von Menschen und Dingen sowie ihrem Verhalten und ihren Handlungen ihre Funktion nicht ausführen und diese Person nicht von ihrem Gewissen und ihrer Vernunft kontrolliert und gezügelt wird, dann wird sie oft ersichtlich gegen Gewissen und Vernunft verstoßen oder zeigen, dass sie ihr Gewissen und ihre Vernunft verloren hat. Was diese Person im täglichen Leben an den Tag legt und auslebt, ist schlichtweg ein Mangel an Gewissen und ein Fehlen von Vernunft. Wenn ihr etwas geschieht, gibt sie nur verquere Logik von sich, und ihre Gedanken und Ansichten sind besonders extrem, stur und abnormal. Sie ist nicht wählerisch in ihrer Ausdrucksweise, und sie unterscheidet nicht zwischen Zugehörigen und Außenstehenden, wenn sie etwas sagt; alles, was sie von sich gibt, ist unsinnig und verworren. Auch ihre Handlungen überschreiten häufig die Grenzen der Vernunft, zeugen von einem Mangel an Grundsätzen, Grenzen und erst recht Weisheit und sind besonders ungestüm; sie tut nur törichte und dumme Dinge. Egal, ob es um den Umgang mit anderen oder die Handhabung von Angelegenheiten geht, sie kann niemals die korrekten Grundsätze oder die korrekte Richtung finden, geschweige denn, dass sie irgendwelche Grundsätze oder Grenzen für ihr eigenes Verhalten besitzt. Sie weiß nicht, wie sie sich verhalten soll; sie weiß nicht, was es bedeutet, sich angemessen zu verhalten, oder was für ein Mensch sie versuchen sollte zu sein, noch weiß sie, was ein wahres Leben ist oder was für einen Weg die Menschen einschlagen sollten. Sie hat absolut keine Vorstellung von diesen Dingen in ihrem Herzen; sie verbringt ihre Tage wie im Nebel, ohne irgendwelche Ziele oder irgendeine Richtung. Wann immer ihr etwas geschieht, wurstelt sie sich einfach irgendwie durch, unfähig, daraus irgendwelche Erfahrungen oder Lehren zu ziehen oder irgendwelche korrekten Wege der Praxis daraus mitzunehmen. Egal wie lange sie lebt, bleibt sie immer benebelt und wirrköpfig. Besitzen solche Menschen Gewissen und Vernunft? (Nein.) Sie scheinen jeden Tag ganz glücklich und unbeschwert zu leben und benehmen sich wie sorglose Narren, ohne irgendwelche Schwierigkeiten zu erleben. Wenn ihnen aber Dinge geschehen, dann gilt: Je mehr es bei diesen Dingen um Vorstellungen, Ansichten und Grundsätze für das eigene Verhalten geht, desto verwirrter und ratloser werden sie. Besonders wenn sie sich komplexen Menschen, Ereignissen und Dingen gegenübersehen, fehlt es ihnen sogar an der grundlegendsten Weisheit und Intelligenz sowie an den grundlegendsten Verhaltensgrundsätzen. Ob in Bezug auf ihren IQ oder auf die Grundsätze für ihr Verhalten: Solche Menschen bleiben weit dahinter zurück, die Eigenschaften der Menschlichkeit zu besitzen. Wenn Menschen in dieser Welt leben, werden sie mit allen möglichen Menschen, Ereignissen und Dingen sowie mit großen und kleinen Angelegenheiten des Lebens konfrontiert. Ein wahrer Mensch besitzt Gewissen und Vernunft; wenn er sich diesen Menschen, Ereignissen und Dingen gegenübersieht, besitzt er Grundsätze, und er besitzt einige relativ korrekte und positive Vorstellungen und Ansichten. Darüber hinaus wird er bei der Handhabung dieser Menschen, Ereignisse und Dinge im Rahmen der Grenzen der Rationalität Urteile fällen. Selbst wenn er Gottes Werk nicht angenommen hat und die Wahrheit nicht versteht, wird er dennoch im Rahmen der Grenzen von Gewissen und Vernunft Urteile fällen und diese Angelegenheiten handhaben. Er ist nicht benebelt oder wirrköpfig, wenn er mit Situationen konfrontiert wird, sondern wird vielmehr von seinem Gewissen und seiner Vernunft angetrieben und gezügelt, sodass er grundlegende Grundsätze für sein Verhalten bei der Handhabung dieser Angelegenheiten haben wird. Abgesehen von Aufrichtigkeit und Güte ist ein weiteres, besonders offensichtliches Merkmal von Menschen, die die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft in ihrer Menschlichkeit besitzen, Schamgefühl. Als Ich vorher über die Äußerungsformen von Aufrichtigkeit und Güte Gemeinschaft gehalten habe, habe Ich auch ein wenig darüber Gemeinschaft gehalten, was es heißt, Schamgefühl zu besitzen. Abgesehen von dem, worüber Ich damals Gemeinschaft gehalten habe, gibt es noch viele weitere spezifischere Inhalte, und damit werden wir heute fortfahren.

Da jemand, der Gewissen und Vernunft besitzt, ein funktionierendes Gewissen hat und auch Vernunft besitzt, ist es sicher, dass er in seinem Verhalten eindeutig das Merkmal eines Schamgefühls aufweisen wird. Lasst uns zunächst über einige Äußerungsformen oder Sprüche über das Vorhandensein von Schamgefühl sprechen, denen ihr im täglichen Leben begegnet seid. Zum Beispiel gibt es bestimmte schmutzige Worte, bei denen du nicht dazu bringen kannst, sie auszusprechen; der Gedanke, solche Dinge zu sagen, ist dir peinlich – bedeutet das, Schamgefühl zu haben? (Ja.) Und es gibt einige Dinge, die hässlich und niederträchtig sind; sie können nicht offen ans Licht gebracht werden, und du bringst es nicht über dich, sie zu tun – bedeutet das, Schamgefühl zu haben? Wenn du beschämende Dinge tust, spürst du in deinem Herzen Reue und hasst dich selbst – bedeutet das, Schamgefühl zu haben? (Ja.) Welche anderen Äußerungsformen gibt es? (Menschen mit Schamgefühl legen Wert auf ihren Stolz und wissen, wann sie sich schämen müssen.) Das sind Dinge, auf die jeder kommen kann. Wie kann man „Schamgefühl haben“ noch ausdrücken? (Ein Gespür für Scham haben.) Sagen wir im täglichen Leben nicht oft: „Hast du überhaupt kein Schamgefühl?“ (Ja.) Was umfasst es hauptsächlich, Schamgefühl zu haben? Umfasst es Integrität und Würde? (Ja.) Wenn ein Mensch Schamgefühl hat, legt er besonderen Wert auf seine eigene Integrität und Würde. Er wird seine Integrität nicht einbüßen oder seine Würde im Austausch für Dinge hergeben, die Menschen als gut betrachten oder die für ihn selbst von Vorteil sind. In einem gewissen Sinne bedeutet Schamgefühl zu haben, seine Integrität und Würde zu wahren, selbst wenn das bedeutet, persönliche Interessen zu opfern. Das Gewissen von Menschen mit Schamgefühl erfüllt seine Funktion, wenn sie handeln; das heißt, in den Augen anderer besitzen sie relativ gesehen mehr Integrität und Würde. In ihren Worten und Handlungen haben sie nichts zu verbergen und sind offen und aufrichtig. Sie tun keine verabscheuungswürdigen und schmutzigen Dinge, und die Grundsätze, an die sie sich halten, oder die Argumente, die sie vorbringen, halten der genauen Prüfung durch die Menschen stand; andere kritisieren sie nicht hinter ihrem Rücken oder klatschen und tratschen über sie. Das heißt, wenn eine Person Schamgefühl hat, werden ihre Vorgehensweise und Methoden relativ transparent und aufrichtig sein. Sie versucht nicht, irgendetwas Zwielichtiges zu tun, und sie ist nicht verabscheuungswürdig oder schmutzig. Die Grenzen für die Handlungen solcher Menschen und die Arten, wie sie handeln, liegen im Grunde im Rahmen der Grenzen von Gewissen und Vernunft. Genau so sind auch die Grundsätze und Vorgehensweisen, nach denen sich Menschen mit Schamgefühl in ihrem Verhalten richten, und die Ziele, die sie sich für ihr Verhalten setzen. Abgesehen von diesen Dingen haben Menschen mit Schamgefühl mit Sicherheit einige spezifische Äußerungsformen leben einige spezifische Dinge aus und offenbaren diese. Oder sie besitzen in einigen Angelegenheiten einige relativ positive Vorstellungen und Ansichten, und in ihrem Verhalten und Handeln lassen sie sich von diesen positiven Vorstellungen und Ansichten leiten. Wenn die Kirche zum Beispiel Leiter auf allen Ebenen wählt, dann gilt: Da Menschen mit Schamgefühl verdorbene Dispositionen haben, lieben sie genau wie alle anderen Status und sind ehrgeizig; auch sie wollen geschätzt werden und Status und hohes Ansehen unter den Menschen haben – in dieser Hinsicht sind sie wie alle anderen. Die Art und Weise, wie eine Person mit Schamgefühl jedoch Status erlangt, besteht nicht darin, dass sie mit allen Mitteln versucht, sich in den Vordergrund zu drängen und mit ihren Errungenschaften zu prahlen, um die Hochachtung der Brüder und Schwestern zu gewinnen, oder dass sie schamlos mit anderen wetteifert und ungewöhnliche Methoden oder unehrenhafte Vorgehensweisen nutzt, um schmutzige Dinge zu tun. Vielmehr will sie auf der Grundlage ihrer tatsächlichen Fähigkeiten zum Leiter gewählt werden; zum Beispiel, indem sie durch den Einsatz ihrer Stärken oder durch das Erleiden von Mühsal und das Zahlen eines Preises in einem fachlichen Bereich einige Ergebnisse erzielt – oder indem sie durch das gute Ausleben ihrer Menschlichkeit Dinge tut, die für die Brüder und Schwestern von Vorteil sind –, um so die Anerkennung der Mehrheit der Brüder und Schwestern zu gewinnen und folglich zum Leiter gewählt zu werden. Wenn sie nicht gewählt wird, verspürt auch diese Person innerlich ein wenig Unmut. Dieser Unmut ist eine normale Offenbarung von Verdorbenheit und eine ganz natürliche Äußerungsform der verdorbenen Menschheit. Aber sie ist in der Lage, mit dieser Angelegenheit korrekt umzugehen: „Die Tatsache, dass die Leute mich nicht gewählt haben, zeigt, dass ich noch unzulänglich bin. Vielleicht habe ich in einigen Bereichen noch Unzulänglichkeiten. Ich wurde nicht gewählt – ich darf jetzt nicht versuchen, stur darum zu wetteifern. Damit mich die Leute wählen, muss ich allermindestens in Bezug auf mein Kaliber, meine Menschlichkeit oder mein Arbeitsvermögen wünschenswerte Eigenschaften aufweisen. Wenn ich nicht gewählt wurde, weil ich keine wünschenswerten Eigenschaften habe, aber immer noch schamlos darauf bestehen würde, ein Leiter zu sein, wäre das enorm unehrenhaft!“ Obwohl sie sich nach der verlorenen Wahl innerlich ein wenig enttäuscht und traurig fühlt, ist sie in der Lage, über sich selbst nachzudenken und sich selbst zu kennen und zu sehen, welche Unzulänglichkeiten und Mängel sie hat. Dann schaut sie, welche Stärken die gewählte Person genau hat, warum die Brüder und Schwestern diese Person gewählt haben, in welchen Aspekten sie die Arbeit besser macht als sie selbst und inwiefern das Kaliber dieser Person besser ist als ihr eigenes. Eine Person mit Schamgefühl wird mit dieser Angelegenheit rational umgehen; nach der verlorenen Wahl wird sie sich absolut nicht widersetzen, sich beschweren, Urteile fällen oder Beleidigungen äußern. Diese Dinge wird sie definitiv nicht tun. Warum wird sie diese Dinge nicht tun? Weil diese Art von Person Vernunft besitzt. Selbst wenn sie Rückschläge und Misserfolge erlebt, verliert sie ihre Vernunft nicht; sie lebt immer noch im Rahmen der Grenzen der Vernunft. Daher wird sie die vorliegende Angelegenheit rational behandeln. Selbst wenn ihre verdorbenen Dispositionen sie antreiben oder so auf sie einwirken, dass sie betrübt und negativ wird oder sich sogar etwas trotzig fühlt, wird sie, weil sie Vernunft besitzt, ihre Mentalität und ihren Zustand innerhalb kurzer Zeit schnell anpassen und dann mit der verlorenen Wahl rational umgehen. Sie wird nicht um die Position des Leiters wetteifern, noch wird sie hinterhältige Mittel oder Methoden nutzen, um ihr Ziel zu erreichen; sie wird nichts tun, was zu weit geht. Das heißt, in den Augen anderer ist diese Person genau wie andere Menschen mit verdorbenen Dispositionen: Auch sie liebt Status und hat den Ehrgeiz und das Verlangen, ihn zu erlangen, aber ihre Liebe zum Status und ihre Art, ihn zu erlangen, fallen in den Bereich, der durch die Eigenschaft, Schamgefühl in ihrer Menschlichkeit zu haben, reguliert wird. Sie wird keine ungewöhnlichen Methoden nutzen, um Status zu erlangen, noch wird sie sich um des Status willen oder zur Befriedigung ihres Ehrgeizes und Verlangens in den Vordergrund drängen und schamlose Dinge sagen, um hohes Ansehen zu erlangen. Sie wird solche Dinge definitiv nicht sagen oder tun. Stattdessen bemüht sie sich im Stillen, nach der Wahrheit zu streben und ihre Pflicht zu tun. Sie tut mehr und sagt weniger und versucht ihr Bestes, um ihren Ehrgeiz und ihr Verlangen nach Status im Zaum zu halten. Sie hofft, durch ihre eigenen Anstrengungen Ergebnisse zu erzielen und eine bessere Leistung zu erbringen, und bereitet für sich selbst eine ausreichende Größe vor, um die Bedingungen für den Dienst als Leiter oder Mitarbeiter zu erfüllen. Sie hofft auch, dass ihre Anstrengungen von den Brüdern und Schwestern gesehen und anerkannt werden können und dass sie in Zukunft zum Leiter gewählt werden kann. Selbst wenn eine Person mit Schamgefühl den Ehrgeiz hat, als Leiter gewählt zu werden, tut sie dennoch relativ rationale Dinge, die im Rahmen der Grenzen von Gewissen und Vernunft liegen. Mit anderen Worten: Selbst wenn sie die Ambitionen der verdorbenen Menschheit hat, legt sie dennoch Wert auf ihre Integrität und Würde; ohne ihre Integrität und Würde einzubüßen, tut sie Dinge, die gemäß den Vorstellungen und Auffassungen der verdorbenen Menschheit als richtig, korrekt und relativ positiv angesehen werden. Eine Person mit Schamgefühl zeigt dieses Schamgefühl also selbst angesichts von Status und Verlangen besonders deutlich. Auch wenn sie Status liebt und ein Leiter sein will, legt sie dennoch Wert auf ihre Integrität und Würde; das heißt, ihre Vorstellungen und Ansichten bezüglich solcher Angelegenheiten sowie ihre Vorgehensweisen und Grundsätze für ihr Handeln sind relativ rational und positiv. Zunächst einmal fabriziert sie keine Tatsachen, um sich auf trügerische Weise das Vertrauen oder die Hochachtung der Leute zu erschleichen; außerdem nutzt sie kein aalglattes Gerede oder eine falsche äußere Erscheinung, die die Leute dazu verleiten kann, sie zu mögen, um deren Hochachtung zu erlangen. Selbst wenn sie Status liebt und als Leiter gewählt werden will, erzählt sie keine Lügenmärchen, greift nicht zu Täuschung und taktiert nicht. Sie glaubt, dass der grundlegende Grundsatz, an den sie sich am meisten halten sollte, darin besteht, alles auf bodenständige Weise zu tun, sich gewissenhaft anzustrengen, um all das zu tun, was Gott verlangt und was richtig ist, sowie danach zu streben, es gut zu machen, und mehr ihrer Mühe auf die Wahrheit zu verwenden. Sie denkt bei sich: „Wenn ich die Wahrheit besser verstehe und weiß, wie ich über die Wahrheit Gemeinschaft halten kann, werden mich die Brüder und Schwestern dann nicht zum Leiter wählen?“ Diese Person hofft, durch ihre eigenen Anstrengungen Anerkennung zu erlangen, indem sie diese Äußerungsformen von Gewissen und Vernunft praktisch auslebt, und nicht durch Lügenmärchen oder Erfundenes. Um es umgangssprachlich auszudrücken: Sie will Anerkennung erlangen, indem sie sich auf ihre wahren Fähigkeiten, ihre tatsächlichen Talente und ihre praktische Arbeit verlässt, und dann die Gelegenheit haben, als Leiter gewählt zu werden. Denkst du also, dass solche Menschen Schamgefühl besitzen? (Ja.) Würdet ihr sagen, dass dies eine objektive Bewertung dieser Art von Person ist? (Ja, das ist es.) Inwiefern ist sie objektiv? (Obwohl diese Art von Person auch Ruf und Status liebt und Ambitionen und Begierden hat, kann sie dennoch die Maßstäbe des Gewissens nutzen, um sich selbst zu zügeln, und sie legt Wert auf ihre Integrität und Würde. Sie greift nicht zu Verstellung oder Täuschung, um die Hochachtung und das Vertrauen der Leute zu gewinnen; vielmehr möchte sie durch das tatsächliche Zahlen eines Preises und durch Anstrengung Anerkennung erlangen. Ich habe das Gefühl, dass solche Menschen relativ gesehen ein gewisses Schamgefühl haben.) Wenn jemand angesichts von Status nicht einmal die Äußerungsformen von Gewissen und Vernunft aufweist, die Leute aber dennoch sagen, er habe Schamgefühl, sind diese Worte dann nicht gehaltlos und wirklichkeitsfremd? (Ja.) Unter welchen Umständen ist es dann objektiv und nicht gehaltlos zu sagen, jemand habe Schamgefühl? Das ist der Fall, wenn diese Person bei Dingen, die ihr geschehen, wahrhaftig die Äußerungsformen davon besitzt, Gewissen und Vernunft zu haben, was die in der normalen Menschlichkeit zu findende Äußerungsform von Schamgefühl mit einschließt. Ist Schamgefühl etwas, das Menschen mit normaler Menschlichkeit besitzen sollten? (Ja.)

Welche Art von Äußerungsformen weist eine Person mit Schamgefühl auf, wenn sie sich in Gesellschaft von anderen Menschen befindet? Sie schreitet auf praktische Weise zur Tat. Sie verlässt sich nicht auf Methoden wie, sich bei Leuten anzubiedern und ihnen zu schmeicheln, Cliquen zu bilden, andere aufzuhetzen, Lügenmärchen zu erzählen, auf Verstellung zurückzugreifen, zu täuschen, zu lügen oder sich den Leuten ins Gesicht auf eine Weise zu verhalten und hinter ihrem Rücken auf eine andere, um das Ansehen und den Status zu erlangen, die sie sich wünscht; stattdessen wird sie unermüdlich und gewissenhaft arbeiten. Was ist hier die objektive Tatsache? Sie ist, dass Menschen mit Schamgefühl, weil sie verdorbene Dispositionen haben, ganz selbstverständlich auch einige Eigenschaften, Vorstellungen und Ansichten sowie Ambitionen und Begierden der verdorbenen Menschheit an den Tag legen; das ist völlig normal. Aber obwohl Menschen mit Schamgefühl auch Ambitionen haben und Status lieben, werden sie keine ungewöhnlichen Methoden nutzen, um Status zu erlangen; vielmehr wollen sie sich auf ihre tatsächlichen Fähigkeiten verlassen, um auf praktische Weise zur Tat zu schreiten. Wenn diese Art von Person in Bezug auf ihr Kaliber, ihre Menschlichkeit und alle anderen Aspekte den Maßstäben entspricht, ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis sie zum Leiter gewählt wird. Aber was passiert letztendlich mit diesen Menschen, die Gewissen und Vernunft haben, in einer sozialen Gruppe oder am Arbeitsplatz? Nicht nur, dass sie nicht befördert oder in wichtige Positionen berufen werden, sie werden sogar geächtet und unterdrückt. Sie biedern sich nicht an und schmeicheln anderen nicht, noch buhlen sie um die Gunst von Leitern oder machen ihnen Geschenke, geschweige denn, dass sie versuchen, sich bei ihren Kollegen einzuschleimen. Sie taktieren nicht und versuchen nicht, Leute zu täuschen, noch nutzen sie listige Philosophien für weltliche Belange, um ein doppeltes Spiel zu treiben. Wenn du sie auffordern würdest, diese Dinge zu tun, wäre ihnen das immer peinlich; sie könnten es nicht über sich bringen, solche Dinge zu tun. Wenn du sie auffordern würdest, sich bei den Leitern anzubiedern und nichts als gute Dinge über sie zu sagen, könnten sie das nicht über sich bringen, da sie nichts Gutes an den Leitern sehen. Wenn sie entgegen ihren wahren Gefühlen handeln und eine anbiedernde Bemerkung äußern würden wie: „Die Leiter kümmern sich jeden Tag um eine Unzahl von Angelegenheiten und reißen sich für uns ein Bein aus“, wäre ihnen das peinlich, und sie würden sich später, nachdem sie das gesagt haben, selbst ohrfeigen. Sie denken bei sich: „Diese Leiter verbringen den ganzen Tag mit Essen, Trinken und Feiern; sie sind fett und haben rote Gesichter. Inwiefern kümmern sie sich jeden Tag um eine Unzahl von Angelegenheiten? Das sind alles korrupte Beamte, die keine richtige Arbeit leisten, sondern nur essen, trinken, huren und spielen. Das sind alles Teufel, die Menschenfleisch fressen und Menschenblut trinken!“ Innerlich hegen sie einen tiefen Hass auf diese Menschen und wollen nicht entgegen ihren wahren Gefühlen handeln und auch nur ein einziges anbiederndes Wort zu ihnen sagen. Sie haben das Gefühl, dass es widerlich ist, anbiedernde Dinge zu sagen, und würden eher sterben, als sie auszusprechen. Obwohl sie durch gesellschaftliche Trends etwas befleckt worden sind und imstande sind, einige Dinge zu sagen, die im Widerspruch zu ihren wahren Gefühlen stehen, kennen sie eine Grenze; sie werden nicht zu weit gehen und kriecherisch werden. Wenn sie tatsächlich Geschenke machen und um Gefälligkeiten bitten, um etwas erledigt zu bekommen, dann deshalb, weil sie keine andere Wahl hatten. Nur wenn man sie wirklich in die Ecke drängt und sie keine anderen Möglichkeiten haben, werden sie entgegen ihren wahren Gefühlen handeln und so etwas tun. Aber nachdem sie es getan haben, werden sie es bereuen und das Gefühl haben, dass sie ihre Würde verloren haben, und sie werden sich zu sehr schämen, um irgendjemandem unter die Augen zu treten. Es hinterlässt einen Makel in ihren Herzen, und sie werden für den Rest ihres Lebens nicht über diese Angelegenheit hinwegkommen. Wenn sich Menschen mit Schamgefühl in bestimmten besonderen Umständen wiederfinden, in denen sie aufgrund eines Gefühls der Hilflosigkeit, aufgrund der Notwendigkeiten des Lebens oder durch Druck von außen keine andere Wahl haben, als Dinge zu tun, durch die sie ihre Integrität und Würde einbüßen, wird dies für den Rest ihres Lebens zu einer Quelle der Demütigung. Wann immer sie daran denken, empfinden sie Reue und einen dumpfen Schmerz in ihren Herzen und schwören, so etwas nie wieder zu tun.

Schamgefühl zu besitzen, ist ein offensichtliches Merkmal unter den Eigenschaften der Menschlichkeit. Dieses Merkmal kann Menschen davon abhalten, Dinge zu tun, durch die sie an Integrität und Würde einbüßen, oder ihnen helfen, solche Dinge seltener zu tun. Es kann Menschen auch davor schützen, die Grenzen von Gewissen und Vernunft zu überschreiten, und ihnen helfen, sich dafür zu entscheiden, relativ positive und korrekte Dinge zu tun. Das ist sehr wichtig. Selbst angesichts von Status, Eigeninteressen und Geld, und sogar um über die Runden zu kommen und zu überleben, werden Menschen mit Schamgefühl bei allem, was sie tun, immer noch von ihrem Gewissen und ihrer Vernunft gezügelt und werden diese Grenzen nicht überschreiten. Wenn sie diese gelegentlich doch überschreiten und Dinge tun, die im Widerspruch zu ihrem Gewissen und ihrer Vernunft stehen, und das dazu führt, dass sie an Würde einbüßen und Integrität verlieren, dann wird ihr Schamgefühl noch stärker sein und die Vorwürfe ihres Gewissens werden sich intensivieren. Denn sobald diese Art von Person die Grenzen überschreitet, die ihr Schamgefühl festgelegt, oder sich von der Kontrolle und der Zügelung ihres Schamgefühls befreit, wird sie sich noch unbehaglicher und schuldiger fühlen und sich in ihrem Herzen noch mehr Vorwürfe machen. Du kannst also sehen, dass Menschen, die Schamgefühl haben, in der Gegenwart von Leuten mit Status und Ansehen sehr isoliert und fehl am Platz wirken und anderen sogar den Eindruck vermitteln, dass sie gewissermaßen Sonderlinge sind. Diejenigen, die absolut kein Gewissen und keine Vernunft haben, kommen bestens miteinander aus, wohingegen sich Menschen mit Gewissen und Vernunft besonders unwohl fühlen, wenn sie unter solchen Menschen sind. Menschen ohne Gewissen und Vernunft empfinden innerlich kein Unbehagen, ganz gleich, wie sehr ihre Worte den Tatsachen widersprechen, noch regt sich irgendetwas in ihnen, ganz gleich, wie schamlos die Dinge, die sie sagen, auch sein mögen. Da Menschen mit Gewissen und Vernunft hingegen Schamgefühl besitzen, können sie es nicht über sich bringen, diese Dinge zu sagen, und fühlen sich zudem dabei auch noch unwohl und finden es unerträglich, solche Dinge zu hören. Daher ist der Umgang mit Menschen, die kein Schamgefühl haben, eine Art Qual für sie. Diese Qual rührt einerseits von ihrem eigenen Schamgefühl her und andererseits davon, von anderen geächtet zu werden. Da ihre Grundsätze für ihr Verhalten und die Handhabung von Angelegenheiten anderen das Gefühl geben, dass sie sehr eigentümlich und Sonderlinge sind, als ob sie absolut kein Verständnis weltlicher Angelegenheiten hätten, und da sie als scheinheilig angesehen werden, schließen die Leute sie aus oder halten sich von ihnen fern. Daher wird diese Art von Person unter Nichtgläubigen ins Abseits gedrängt werden, insbesondere am Arbeitsplatz; in den Worten von Nichtgläubigen sind solche Menschen nirgendwo willkommen. Nichtgläubige wollen alle mit allerlei ungewöhnlichen Methoden die Karriereleiter hinaufklettern, und um zu bekommen, was sie wollen, ist ihnen jedes Mittel recht. Im Gegensatz dazu wollen Menschen mit Schamgefühl ihren Lebensunterhalt immer auf faire, vernünftige und gerechte Weise verdienen und sich dabei auf ihre eigenen Fähigkeiten verlassen. Das wird sie in keiner sozialen Gruppe weiterbringen, weil es in allen solchen Gruppen nicht mit gerechten Spielregeln zugeht; vielmehr richten sich alle nach ungeschriebenen Regeln. Diejenigen, die erfolgreich sind und Ansehen haben, sind geschickt darin, nach diesen ungeschriebenen Regeln zu leben, wohingegen Menschen mit Schamgefühl diese ungeschriebenen Regeln der Gesellschaft niemals akzeptieren können, weil diese Menschen ihre eigene Integrität und Würde schützen. Sie verstehen diese Regeln nicht, sie mögen sie nicht, und erst recht weigern sie sich, sie anzuwenden. Während andere Leute in Gruppen von Menschen befördert oder von den Leitern geschätzt werden, ist aufgrund ihres Schamgefühls alles, was sie sagen und tun, also immer stur nach Vorschrift, und sie sagen, was ihnen auf dem Herzen liegt; von Zeit zu Zeit verärgern sie dann schließlich ihre Kollegen und die Leiter, treffen bei den Leitern den wunden Punkt und sagen genau die Worte, die die Leiter am wenigsten hören wollen. Und wenn sie es merken, ist es bereits zu spät. Und was passiert am Ende? Egal, wie viele Jahre sie sich angestrengt haben oder wie lange sie schon im Job sind, sie werden nie befördert oder in wichtige Positionen berufen. Ist es für Menschen mit Gewissen, Vernunft und Schamgefühl ein Segen oder eine Qual, unter solchen Leuten zu leben? (Eine Qual.) Wenn sie diese Gesellschaft und diese verdorbene Menschheit nicht durchschauen können, versuchen sie mit allen Mitteln, sich in diese Gesellschaft und bei den Menschen, in deren Mitte sie leben, zu integrieren. Weil sie jedoch Gewissen und Vernunft haben, können sie es nicht über sich bringen, Dinge zu tun, die ihrer Integrität und Würde widersprechen. Ganz gleich also, wie sehr sie sich bemühen und anstrengen oder wie viele Opfer sie bringen, letztendlich werden sie sich niemals in diese Gesellschaft oder bei den Menschen, in deren Mitte sie leben, integrieren können; sie sind unter diesen Leuten immer fehl am Platz und wissen nicht einmal, warum. Sie sagen sich: „Diese Gesellschaft ist so ungerecht. Wenn du nicht weißt, wie man taktiert oder sich anbiedert und anderen schmeichelt, und wenn du immer deine Integrität und Würde schützen oder deine Ziele erreichen willst, wirst du in keiner Gruppe von Menschen weiterkommen.“ Das ist die Erfahrung, die Menschen mit Schamgefühl aus ihrem Überleben in der Gesellschaft ziehen. Was ist das Gefühl, das ihnen letztendlich bleibt? Mögen sie diese menschliche Gesellschaft oder sind sie von ihr enttäuscht? (Sie sind von ihr enttäuscht.) Sie können nur enttäuscht sein. Sie stürzen sich voller Hoffnung in die Gesellschaft und denken, dass gute Menschen in der Gesellschaft immer noch die Mehrheit ausmachen, dass es in der Gesellschaft Fairness und Gerechtigkeit gibt und einen Ort, an dem die Menschen für ihr Recht eintreten können. Aber nachdem sie sich so viele Jahre so mühsam in der Gesellschaft abgehetzt haben, was ist am Ende ihre „Belohnung“? Die Erkenntnis, dass es in der menschlichen Welt nicht nur weder Fairness noch Gerechtigkeit gibt, sondern dass sie auch heimtückisch ist. Wenn sich ein Tiger auf dich stürzt, kannst du zumindest versuchen, ihm zu entkommen; aber wenn Leute es auf dich abgesehen haben, wirst du nicht einmal eine Gelegenheit dazu haben. Das ist es, was ihnen letztendlich bleibt; letztendlich sind sie entmutigt und enttäuscht von der Gesellschaft und der Menschheit. Sie wollen diese Leute nachahmen, indem sie taktieren, sich anbiedern und anderen schmeicheln, die Nähe zu Leitern und Vorgesetzten suchen, Geschenke machen und sich mit den Leuten gut stellen, aber egal wie sie es versuchen, sie können niemals lernen, wie man diese Dinge tut; ihnen kommen nicht einmal ein paar anbiedernde Worte ohne Stottern über die Lippen, und wenn sie es trotzdem versuchen, blamieren sie sich letztendlich und werden zum Gespött. Wenn sie jedoch in dieser Gesellschaft leben, bleibt ihnen keine andere Wahl, als diese Dinge zu tun. Jeden Tag wiegen Selbstvorwürfe und Unbehagen schwer auf ihrem Gewissen. Sie haben das Gefühl, dass sie keine Hoffnung im Leben haben; alles ist entweder stressig oder qualvoll, und sie verspüren jeden Tag ein Gefühl von Frustration. Vor den verschiedenen Problemen zu stehen, die in dieser Gesellschaft und unter dieser Gruppe von Menschen auftauchen, ist qualvoll für sie, und diese Qual verursacht ihnen ein enormes Unbehagen in ihrem Herzen. Obwohl sie lernen, einige schamlose Dinge zu sagen oder andere darin nachzuahmen, Dinge zu tun, die im Widerspruch zu ihrem Gewissen und ihrer Vernunft stehen, spüren sie innerlich Unbehagen sowie Gewissensbisse und Selbstvorwürfe. Je unbehaglicher sie sich innerlich fühlen, desto mehr hassen sie in ihrem Herzen diese Gesellschaft und die Menschheit, nicht wahr? (Ja. Sie werden das Gefühl haben, dass diese Gesellschaft ungerecht ist, und anfangen, sie zu hassen.) Sie werden die Menschheit hassen und diese Gesellschaft hassen. Sie hoffen auf ein Aufblühen von, Fairness und Gerechtigkeit, sie hoffen, dass jemand erscheint, der für Gerechtigkeit und Fairness eintreten kann, und dass es einen Ort gibt, an dem die Menschen für ihr Recht eintreten können. Aber das sind nur Wünsche; sie können im echten Leben nicht verwirklicht werden; es gibt in der Gesellschaft keinen Ort, an dem die Menschen für ihr Recht eintreten können. Obwohl der Einfluss dieser Gesellschaft und das Leben unter verschiedenen niederträchtigen Gruppen von Menschen dazu führen, dass sie unwillkürlich mit Dingen befleckt werden, die durch böse Trends popularisiert und angepriesen werden oder die relativ im Trend liegen, verschwinden ihr Schamgefühl und ihre Sehnsucht nach Gerechtigkeit und positiven Dingen nie ganz aus den Tiefen ihres Herzens, noch ändern sie sich. In ihrem Herzen hoffen sie immer noch auf das Aufblühen von, Fairness und Gerechtigkeit, sodass sie sich nicht auf eine Art und Weise verhalten müssen, die im Widerspruch zu ihren wahren Gefühlen steht, dass sie ihre eigene Integrität und Würde nicht verraten müssen und ihr Schamgefühl nicht aufgeben müssen, nur um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und zu überleben, indem sie ein schamloses Leben führen und sich schamlos verhalten. Obwohl sie sich so lange in der Gesellschaft und unter verdorbenen Menschen bewegt haben, dass sie einige schlechte Angewohnheiten angenommen und sich an gesellschaftliche Trends angepasst haben, wodurch es so scheint, als ob ihr Gewissen und ihre Vernunft untergraben und getrübt worden wären, wenn sie echte Menschen sind, werden ihr Gewissen und ihre Vernunft niemals verschwinden. Da ihr Gewissen und ihre Vernunft nicht verschwinden werden, wird ihr Schamgefühl immer existieren. Es ist nur so, dass sie, nachdem sie so lange in der Gesellschaft waren und sich viel Wissen angeeignet und viele Philosophien für weltliche Belange gelernt haben, einige schlechte Angewohnheiten in ihrer Menschlichkeit aufgeschnappt und sich in ihrer Disposition einige Dinge von Satan und Teufeln angeeignet haben, sodass ihr Gewissen und ihre Vernunft relativ abgestumpft und träge sind. Aber solange sie menschliche Wesen sind und die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft in ihrer Menschlichkeit besitzen, wird ihr Schamgefühl immer existieren – solche Menschen sind es, die gerettet werden können.

Wenn ein Mensch Gewissen und Vernunft besitzt, besitzt er auch Schamgefühl. Ein Mensch mit Schamgefühl ist ein Mensch, der Integrität und Würde hat, und ein solcher Mensch wird Fairness und Gerechtigkeit sowie positive Dinge lieben. Das heißt, nach seiner Wesensnatur zu urteilen, liebt er positive Dinge; es ist nur so, dass er, bevor er versteht, was positive Dinge sind, nicht weiß, was er mögen und was er nicht mögen sollte. Sobald er versteht, was positive und negative Dinge sind, wird seine Vorliebe für positive Dinge spezifischer und präziser werden. Wenn jemand Gewissen und Vernunft besitzt, ist eine grundlegende Äußerungsform seiner Eigenschaften der Menschlichkeit die Liebe zu Fairness und Gerechtigkeit. Er hofft, dass er im Zusammenleben mit anderen fair behandelt werden kann, taktieren oder List gebrauchen zu müssen und ohne irgendwelche ungeschriebenen Regeln befolgen zu müssen. Er hofft, dass die Interaktionen zwischen den Menschen fair sein können und dass die Menschen gerecht behandelt werden können. Das heißt, er hofft, dass die Dinge unkompliziert und eindeutig sein können: Wenn du etwas falsch gemacht hast, hast du etwas falsch gemacht, und du solltest dafür die verdiente Bestrafung erhalten, wohingegen du belohnt werden solltest, wenn du nichts falsch gemacht hast und einen Beitrag geleistet hast. Wenn Menschen bestimmte Fähigkeiten sowie echtes Wissen und praktische Kenntnisse haben, sollten sie respektiert, gefördert und in wichtige Positionen eingesetzt werden. Wenn es ihnen an echtem Wissen und praktischen Kenntnissen mangelt, sollten sie nicht in wichtige Positionen berufen werden. Menschen mit Gewissen und Vernunft mögen solche Menschen, und diese Art von Lebensumfeld gefällt ihnen. Auch wenn sie, nachdem sie viel Zeit in der Gesellschaft verbracht haben, einige schlechte Gewohnheiten entwickelt haben oder unter dem Einfluss böser Trends einige abwegige und absurde Vorstellungen und Ansichten angenommen haben und Rückschläge erlitten haben und gegen Wände gelaufen sind, haben sie letztendlich das Gefühl, dass es nur angemessen ist, sich wieder für gewisse Dinge zu schämen. In ihrem Handeln werden sie unbewusst auf den Grundsatz zurückkommen, ihre eigene Integrität und Würde zu schützen. Wenn diese Art Mensch lange Zeit in der Gesellschaft und unter anderen Leuten verbringt und von ihnen beeinflusst wird, ist das, als würde ein Stück feiner Jade auf eine Müllhalde geworfen und mit Schmutz bedeckt werden. Selbst wenn der Schmutz sehr dick und dreckig ist, bleibt das Wesen der Jade unverändert; sobald der Schmutz entfernt ist, kommt immer noch ein Stück Jade zum Vorschein. Wenn also Menschen, die Gewissen, Vernunft und Schamgefühl besitzen, in das Haus Gottes kommen, entsprechen das dortige Lebensumfeld sowie das Werk, das Gott verrichtet, und die Worte, die Er ausdrückt, voll und ganz den Bedürfnissen tief in ihrem Herzen. Welche Bedürfnisse hegen sie tief in ihrem Herzen? Sie lieben Fairness und Gerechtigkeit, lieben positive Dinge, verabscheuen Niederträchtigkeit, verabscheuen die ungeschriebenen Regeln der Gesellschaft und verabscheuen die Machtkämpfe und die Hinterlist zwischen den Menschen. Wenn solche Menschen in das Haus Gottes kommen und nach und nach die verschiedenen verdorbenen Dispositionen, die von ihrer Menschlichkeit offenbart werden, sowie den gewöhnlichen Schmutz und die schlechten Gewohnheiten, die sie besitzen, ablegen – indem sie Enthüllung, Gericht und Züchtigung durch Gottes Worte erfahren, sich dann Gottes Prüfungen und Läuterung unterziehen und sich letztendlich Gottes Worten unterwerfen und das Gericht und die Züchtigung Seiner Worte annehmen –, dann werden sie zu neuen Menschen. Das heißt, sobald Menschen mit Schamgefühl diesen grundlegenden Maßstab der Menschlichkeit erfüllen – sobald sie die Wahrheit annehmen, sich Gottes Worten unterwerfen und sich in ihrer Betrachtung von Menschen und Dingen sowie in ihrem Verhalten und Handeln nach Gottes Worten richten –, können sie auf der Grundlage von Gottes Worten ihre verdorbenen Dispositionen und verschiedene inkorrekte Vorstellungen und Ansichten sowie ihre fehlerhaften Verhaltensweisen und die falschen Wege erkennen, die sie eingeschlagen haben. Unabhängig davon, ob man diese Dinge von der Gesellschaft gelernt hat oder ob sie direkt der Verderbnis durch Satan entstammen: Wenn man Schamgefühl besitzt, wird man nach der Annahme von Gottes Worten in der Lage sein, die Wahrheit zu praktizieren und diese verdorbenen Dispositionen allmählich abzulegen, und wird somit eine große Hoffnung haben, die Errettung zu erlangen.

Wenn jemand kein Schamgefühl hat, dann fehlt ihm einfach diese grundlegende Voraussetzung der Menschlichkeit – Gottes Worte anzunehmen, sich Gottes Worten zu unterwerfen und sich in ihrer Betrachtung von Menschen und Dingen sowie in seinem Verhalten und Handeln nach Gottes Worten zu richten. Warum erfüllt er diese grundlegende Voraussetzung nicht? Weil Menschen ohne Schamgefühl weder negativen Dingen noch den verschiedenen bösen Trends der Gesellschaft noch Satans Philosophien abgeneigt sind; vielmehr sind sie ganz versessen auf diese Dinge und sind sogar imstande, diese Sichtweisen anzunehmen, zu befürworten und zu verbreiten. Sie empfinden dies nicht als beschämend, noch haben sie das Gefühl, dass es gegen Gewissen und Vernunft verstößt. Das heißt, sie haben absolut keinerlei Schamgefühl. Egal, wie sie taktieren oder Dinge tun, die im Widerspruch zu ihren wahren Gefühlen stehen, sie schämen sich nicht. Menschen mit Menschlichkeit und Schamgefühl schämen sich für solche Leute, aber nicht nur, dass Menschen ohne Schamgefühl nicht im Geringsten davon angewidert sind, diese Dinge zu tun, sie schwelgen sogar noch in diesen Dingen. Menschen ohne Schamgefühl sind in der riesigen Jauchegrube der Gesellschaft voll in ihrem Element, ohne jeglichen Abscheu oder irgendwelchen Hass zu empfinden – genau dort toben sie sich aus. Sie hassen Fairness und Gerechtigkeit, und sie hassen es auch, wenn andere sie auf gerechte Weise behandeln. Ihnen gefällt einfach die unfaire und ungerechte Art und Weise, wie es in der Gesellschaft so abläuft, da ihnen das die Gelegenheit gibt, durch verschiedene unlautere Methoden das zu bekommen, was sie wollen. Sie halten Ungerechtigkeit für großartig und diese bösen Trends und ungeschriebenen Regeln für wunderbar. Warum finden sie diese so großartig? Weil die verschiedenen Trends und ungeschriebenen Regeln dieser niederträchtigen menschlichen Welt es ihnen ermöglichen, alles zu bekommen, was sie wollen, alles, was ihre Ambitionen und Begierden sowie ihre verschiedenen niederträchtigen Forderungen zufriedenstellt. Daher haben sie das Gefühl, dass diese Welt wunderbar ist. Wenn in der Gesellschaft Fairness und Gerechtigkeit aufblühen würden, hätten sie keinen Überlebensspielraum und wären nicht in der Lage, ihre Ambitionen und Begierden zu verwirklichen. Gerade weil die Gesellschaft unfair ist und ungeschriebene Regeln hat, haben sie die Gelegenheit, erfolgreich zu sein und sich von der Masse abzuheben. Wenn es in dieser Welt Fairness und Gerechtigkeit gäbe, könnten sich diese niederträchtigen Menschen ohne Schamgefühl nicht profilieren. Wenn sie daher Worte der Fairness und Gerechtigkeit hören, sind sie von diesen zutiefst angewidert und geraten in Wut. Wenn im Gegensatz dazu Menschen mit Schamgefühl Worte der Fairness und Gerechtigkeit hören, haben sie in ihrem Herzen das Gefühl, dass das Leben voller Licht ist, und sie haben Hoffnung. Wenn sie das Licht sehen, befreit es ihr Herz. Wenn sie sehen, dass die Gesellschaft voller Niederträchtigkeit ist und dass die Menschen alle nach Satans Philosophien leben und sich in ihrem Handeln nach ungeschriebenen Regeln richten, denken sie, dass der Weg vor ihnen düster und ohne Licht ist. Daher sind für Menschen mit Schamgefühl Gottes Erscheinen, Sein Werk und die von Gott kundgetanen Wahrheiten genau das, was ihre Innenwelt braucht, und auch das, wonach sie in ihrem Herzen dürsten und worauf sie in ihrem Herzen hoffen. Gottes Erscheinen, Gottes Werk und die Tatsache, dass in Gottes Haus die Wahrheit regiert, ermöglichen es Menschen mit Schamgefühl und den Eigenschaften der Menschlichkeit, Hoffnung und das Licht zu sehen. Nachdem sie in Gottes Haus gekommen sind, sehnen sie sich in ihrem Herzen nach positiven Dingen, und das, obwohl ihre verdorbenen Dispositionen bei dem, was sie sagen und tun, immer noch das Sagen haben, und sie sind bereit, die Wahrheit anzunehmen. Was die Bedürfnisse ihrer Menschlichkeit betrifft, so werden sie von Gewissen und Vernunft beherrscht, ihre Worte und Handlungen können gezügelt werden, und sie können sich selbst erkennen, wenn sie Verdorbenheit offenbaren. Wenn sie die Wahrheit verstehen und nach Grundsätzen handeln können, können sie Gottes Billigung gewinnen. Wenn sie in Gottes Haus leben, sind sie voller Hoffnung; sie sehen eine strahlende Zukunft vor sich, und ihr Herz ist von Hoffnung erfüllt. Wann immer gesagt wird: „In Gottes Haus regiert die Wahrheit, Gott ist gerecht, und überall, wo Gott regiert, herrschen Fairness und Gerechtigkeit“, bringt das Menschen mit Gewissen und Vernunft in ihrem Herzen Freude und Trost, und natürlich sehnen sie sich auch danach. Was bedeutet „Sehnsucht“? Das bedeutet, dass sie sich in ihrem Herzen glücklich und befreit fühlen, wenn gesagt wird, dass „in Gottes Haus die Wahrheit regiert“; tief in ihrem Inneren sagen sie Amen zu diesen Worten, und sie empfinden eine Art von Freude. Wenn gesagt wird: „In Gottes Haus regiert die Wahrheit, und überall, wo immer Gott wirkt, regieren Fairness und Gerechtigkeit“, fühlen sich Menschen, die in ihrer Menschlichkeit die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft besitzen, innerlich besonders zufrieden. Diese beiden Aussagen geben ihrem Leben eine Richtung, und sie befriedigen auch die Bedürfnisse ihrer Menschlichkeit. Es mag sein, dass sie vielleicht nicht unbedingt viel von der Wahrheit verstehen und vielleicht nicht unbedingt in der Lage sind, viele von Gottes Worten zu praktizieren, aber allein das Hören des Satzes „In Gottes Haus regiert die Wahrheit“ bringt ihren Herzen besonderen Trost und besondere Zufriedenheit. Dieser Satz findet bei ihnen starken Anklang und bewegt ihr Herz; das ist eine Äußerungsform der Bedürfnisse ihrer Menschlichkeit. Die Haltung eines Menschen gegenüber diesem Satz und das, was er tief in seinem Herzen fühlt, sagt viel über sein Wesen und seine Einstufung aus. Es ist nämlich so: Wenn Satane und Teufel den Satz „In Gottes Haus regiert die Wahrheit“ hören, widert sie das an: „Was meinst du mit ‚regiert die Wahrheit‘? Ich habe nicht gesehen, dass die Wahrheit regiert!“ Wenn sie den Satz „In Gottes Haus regiert die Wahrheit“ hören, haben sie das Gefühl, als würde dieser Satz sie verurteilen und ihr Leben bedrohen, also sind sie von diesen Worten angewidert; genau so reagieren Satane und Teufel, wenn sie diese Worte hören. Im Gegensatz dazu werden verworrene Menschen und Menschen, die zu den Rängen der Tiere gehören, zwar mündlich anerkennen, dass in Gottes Haus die Wahrheit regiert, wenn sie diese Worte hören, aber in ihrem Herzen empfinden sie absolut nichts. Sie empfinden weder Glück noch Freude, noch verspüren sie irgendeine innere Resonanz. Obwohl sie imstande sind, dieser Aussage zuzustimmen, und sich ihr nicht widersetzen, stellt sie kein Bedürfnis in ihrem Herzen dar. Aber ein wahrer Mensch ist anders. Er sehnt sich nach Fairness und Gerechtigkeit und dürstet danach; wenn so jemand also hört, dass in Gottes Haus die Wahrheit regiert, ist sein Herz voller Hoffnung. Selbst wenn er einige besondere Schwierigkeiten und Rückschläge erlebt oder unfaire Behandlung durch Antichristen und böse Menschen erleidet: Wenn er daran denkt, wie in Gottes Haus die Wahrheit regiert, ist sein Herz voller Hoffnung und sein Zustand wird immer besser – manche Leute werden sogar von grenzenloser Freude erfüllt. Die Gefühle, die ein wahrer Mensch hat, wenn er die Worte „In Gottes Haus regiert die Wahrheit“ hört, unterscheiden sich von dem, was Menschen empfingen, die des Satans sind und den Teufeln angehören oder zu den Rängen der Tiere gehören. Denn wenn ein Kaninchen Karotten und Gras sieht, mag es diese Dinge und mampft endlos an ihnen. Aber wenn ein Wolf Karotten und Gras sieht, findet er diese widerlich und sagt: „Was ist daran so lecker? Ich finde, Kaninchen und Hühner schmecken viel besser!“ Wie oft du ihm auch sagst, dass Karotten und Gras nahrhaft sind, der Wolf bleibt davon völlig ungerührt. Wenn also Menschen, die aus Tieren reinkarniert sind, die Worte hören: „In Gottes Haus regiert die Wahrheit“, sind sie in ihrem Herzen davon angewidert, obwohl sie aus der Sicht der Glaubenslehre anerkennen, dass diese Worte korrekt sind. Sie nehmen diese Worte nicht im Geringsten an und werden niemals anerkennen, dass sie den Tatsachen entsprechen. Im Gegensatz dazu fühlt sich ein wahrer Mensch in seinem Herzen besonders erfüllt, wenn er hört: „In Gottes Haus regiert die Wahrheit, und bei Gott herrschen Fairness und Gerechtigkeit.“ Ein wahrer Mensch hat das Gefühl, dass er nun einen Weg für sich hat und dass es Hoffnung für ihn als Menschen gibt. Menschen unterschiedlicher Kategorien haben nämlich unterschiedliche Äußerungsformen, was die Art und Weise betrifft, wie sie mit ein und derselben Angelegenheit umgehen. Da ein wahrer Mensch solch deutliche Gefühle gegenüber dem Satz „In Gottes Haus regiert die Wahrheit“ hegt, werden diejenigen mit Gewissen und Vernunft besonders nach anderen Wahrheiten dürsten, die einige spezifische Praktiken und Gottes spezifische Lehren für die Menschen beinhalten. Selbst wenn ihnen derzeit das Praktizieren der Wahrheit etwas schwerfällt, da ihre verdorbenen Dispositionen noch völlig unverändert sind, da ihre Größe gering ist und sie von Satan zu tief verdorben wurden, sind sie in ihrem Herzen bewegt und fühlen sich inspiriert, wann immer sie diese Worte Gottes lesen. Sie werden den Entschluss fassen, sich Gottes Worten zu unterwerfen und sie zu praktizieren. Für sie sind Gottes Worte die treibende Kraft, die sie dazu inspiriert, an diesem Weg festzuhalten, und natürlich stellen sie auch einen praktischen Weg für sie dar, um danach zu streben, ein Mensch zu werden, den Gott liebt. Wenn Gott zum Beispiel von den Geschichten von Noah, Hiob, Abraham und Petrus spricht, werden Menschen mit den Eigenschaften der Menschlichkeit, nachdem sie diese gehört haben, zunächst neidisch sein, nachdem sie diese gehört haben. Wie neidisch werden sie sein? Um einen unangemessenen Ausdruck zu benutzen: Sie geifern danach. Das heißt, wenn sie hören, dass diese Menschen eine solche Gottesfurcht und Unterwerfung unter Gott besitzen konnten, wollen auch sie ein solcher Mensch sein, und sie denken: „Ich möchte Gott wie Hiob und Noah anbeten, und ich hoffe, wie Abraham absolute Unterwerfung unter Gott zu erreichen, ohne jegliche persönliche Abweichungen.“ Sie besitzen eine gewisse Art von Sehnsucht; das heißt, wenn sie die Geschichten und Zeugnisse dieser Leute hören, berührt das ihr Herz, und sie fühlen sich inspiriert. Was bedeutet es, dass es ihr Herz berührt? Es bedeutet, dass sie ein solcher Mensch sein wollen. Sie haben das Gefühl, dass es gut ist, ein solcher Mensch zu sein und dass es ihr inneres Bedürfnis ist; sie denken, wenn sie ein solcher Mensch sind, würde sie das befähigen, Gott zufriedenzustellen, sich Gott zu unterwerfen und für Gott Zeugnis abzulegen, und dass dies die wunderbarste, bedeutungsvollste und wertvollste Sache ist, die es gibt. Aus ihrer Sicht sind diese Dinge kostbarer als alles andere, und nichts hat es mehr verdient, geschätzt zu werden. Wenn sie also von diesen positiven Dingen hören, berührt das ihr Herz; sie empfinden eine besonders starke Liebe zu ihnen und sind besonders an ihnen interessiert und zutiefst von ihnen beeindruckt. Da diese Dinge ihrem inneren Bedürfnis nach Fairness und Gerechtigkeit sowie ihrem Durst nach positiven Dingen voll und ganz entsprechen, sind sie an diesen Dingen interessiert und können in ihrem Leben nicht auf sie verzichten. Was wertlose und bedeutungslose Dinge betrifft, so sind sie an diesen nicht interessiert. Bevor sie mit der Wahrheit und Gottes Worten in Kontakt kamen, haben sie vielleicht einige weltliche literarische Werke oder Artikel über Lebensanschauungen und Lebensphilosophien gelesen, aber seit sie zum Glauben an Gott gekommen sind und Gottes Worte gefunden haben, mögen sie diese Dinge der nichtgläubigen Welt nicht mehr, wenn sie sie mit den Geschichten der in Gottes Worten erwähnten Menschen oder den Wahrheiten von Gottes Worten vergleichen; diese Inhalte, die die Wahrheit beinhalten, mögen sie mehr als alles andere. Das heißt, sie dürsten und sehnen sich in ihrem Herzen nach positiven Dingen, nach Gottes Worten und nach den Geschichten von Menschen, die die Wahrheit beinhalten. Auf dieser Grundlage können die Menschen Schritt für Schritt die Wahrheit verstehen und in die Wahrheitsrealität eintreten. Zunächst einmal sind positive Dinge, die Wahrheit sowie Fairness und Gerechtigkeit die Bedürfnisse ihrer Menschlichkeit. Wenn sie diese Bedürfnisse in ihrer Menschlichkeit haben und die Wahrheit hören, sind sie in der Lage, nach ihnen zu dürsten und sich nach ihnen zu sehnen, und erst dann können sie einen Schritt weitergehen und sie annehmen, sich ihnen unterwerfen und in sie eintreten. Nur solche Menschen haben die Hoffnung, gereinigt und gerettet zu werden. Daher ist es sehr wichtig, in der eigenen Menschlichkeit Schamgefühl zu haben.

Wenn du jemanden mit Schamgefühl dazu auffordern würdest, entgegen seiner Integrität und Würde zu handeln, wäre das innerlich für ihn eine Qual; mit Würde und Integrität zu leben, ist ein Bedürfnis seiner Menschlichkeit. Auf dieser Grundlage kann man sagen, dass es für ihn eine ganz natürliche Sache ist, die Wahrheit anzunehmen; wir könnten auch sagen, dass es eine Selbstverständlichkeit ist und natürlich etwas, das ihm relativ leichtfällt. Der Grund, warum wir sagen könnten, dass das relativ leicht für so jemanden ist, liegt darin, dass die Menschen zwar immer noch verdorbene Dispositionen in sich tragen, aber was die Menschlichkeit betrifft, ist es für Menschen mit Schamgefühl leichter, die Wahrheit anzunehmen. Wenn Menschen mit Schamgefühl außerdem einige Stärken, Vorzüge und Begabungen haben, werden sie diese ganz normal im Lichte ihres Gewissens und ihrer Vernunft mit anderen teilen, sobald sie beim Ausführen ihrer Pflicht in der Kirche einige Beiträge leisten und etwas gewinnen. Alle Menschen wurden von Satan verdorben, und wenn Menschen mit Schamgefühl ihre Erfahrungen, ihr Verständnis und ihre Gewinne anderen mitteilen, stellen sie gelegentlich ihre Stärken und Vorzüge zur Schau. Da sie jedoch Schamgefühl haben, sind sie in ihren Handlungen zurückhaltend und maßvoll. Was genau ermöglicht ihnen, maßvoll zu sein? Das kommt von ihrem Gewissen und ihrer Vernunft. Obwohl sie manchmal angeben und unbewusst die Hochachtung anderer Leute genießen wollen, werden sie, selbst wenn sie angeben, aufgrund ihres Schamgefühls und der Zügelung durch die Vernunft ihrer Menschlichkeit nicht sehr so maßlos, ausschweifend oder hemmungslos sein. Daher sind sie in dem, was sie sagen, relativ objektiv und rational. Wenn sie zum Beispiel so sehr angeben, dass es ihrem Schamgefühl zuwiderläuft, werden sie sich zügeln und innehalten, anstatt sich schamlos und skrupellos in den Vordergrund zu drängen, anzugeben, sich selbst zu erhöhen und für sich selbst Zeugnis abzulegen, oder schamlos mit allen Mitteln nach der Hochachtung, Bewunderung und Verehrung der Menschen zu streben. Obwohl sie auch die Offenbarungen und Äußerungsformen verdorbener Dispositionen aufweisen sowie die Vorstellungen oder Sehnsüchte, die von verdorbenen Dispositionen diktiert werden, werden Menschen mit Schamgefühl beim Ausführen ihrer Pflicht sich in ihren Handlungen auf die Grundlage von Gewissen und Vernunft stützen sowie auf das Fundament, ihre eigene Integrität und Würde zu schützen. Selbst wenn sie eine verdorbene Disposition offenbaren, gibt es dafür Grenzen. Im Gegensatz dazu versuchen Menschen ohne Schamgefühl mit allen erdenklichen Methoden, sich unter jeglichen Umständen und in jeder Umgebung in den Vordergrund zu drängen und sich selbst zu erhöhen. Sie reden ohne Filter drauf los und sagen alle möglichen Dinge. Sie beanspruchen sogar den Verdienst für die guten Dinge, die von anderen getan wurden, für sich oder nutzen Gerede über die Unzulänglichkeiten und Fehler anderer, um damit anzugeben, dass sie diesen überlegen und besser als diese Leute sind. Dabei sprechen sie darüber, wie gut und wie sehr sie anderen überlegen sind, indem sie diese Leute unterdrücken und herabsetzen. Bei manchen Menschen wird ihr Verlangen, anzugeben, umso größer, je mehr Menschen anwesend sind; wenn nur wenige Menschen da sind, haben sie das Gefühl, dass ihr Verlangen nicht befriedigt werden kann. Je mehr Menschen also anwesend sind, desto mehr wollen sie angeben und sich zur Schau stellen; je mehr Menschen anwesend sind, desto dreister werden sie und desto weniger Schamgefühl haben sie – sie können sich nicht beherrschen und halten endlose Monologe. Sie suchen nach jeder Gelegenheit, sich in den Vordergrund zu drängen und zu prahlen, und geben damit an, wie erhaben ihr Status und ihre Position sind, wie gut ihre Bildungsabschlüsse sind, wie umfangreich ihr Wissen ist, wie hoch ihr Status in der Gesellschaft ist, welche Ebene von Leiter sie in Gottes Haus gewesen sind und welche Beiträge sie geleistet haben und so weiter. Sie suchen nach jeder Gelegenheit, mit ihren herausragenden Qualitäten zu prahlen und damit anzugeben, dass sie anders als alle anderen sind. Sie geben endlos an, und je mehr sie reden, desto mehr geraten sie in Fahrt. Wenn du sie aufforderst, über ihre Erkenntnis der Wahrheit oder ihre Erfahrungen beim Lebenseintritt Gemeinschaft zu halten, sind ihre Worte einfallslos, und sie sagen nur wenig. Wenn es jedoch darum geht, mit ihren Errungenschaften zu prahlen und darüber zu sprechen, wie sie sich vom Rest unterscheiden und welche Beiträge sie geleistet haben, reden sie ohne Pause, ohne Ende und plappern ohne das geringste Schamgefühl ununterbrochen weiter. Wenn sie fertig mit ihren Ausführungen über all diese Dinge sind und nichts mehr zu sagen haben, reden sie darüber, dass es in ihrer Jugend niemanden gab, der ein härterer Kämpfer war, dass niemand sie verprügeln konnte und dass sie sogar ein anderes Kind auf einem Auge blind gemacht haben. Sie sagen sogar: „Die Erwachsenen sagten alle: ‚Das ist kein gewöhnliches Kind; aus dem wird kein gewöhnlicher Mensch werden, wenn es erwachsen ist!‘“ Fehlt es Menschen, die solche Dinge sagen, nicht an Schamgefühl? Sie haben kein Schamgefühl; so etwas nennt man, große Reden schwingen und angeben. Menschen ohne Schamgefühl ergreifen jede Gelegenheit, sich in den Vordergrund zu drängen und sich selbst zu erhöhen, und sie sind bereit, dafür jeden Preis zu zahlen. Unabhängig davon, wie andere sie betrachten, haben sie überhaupt keine Scham. Im Gegensatz dazu werden Menschen, die Schamgefühl haben, sich zwar auch in den Vordergrund drängen und sich selbst erhöhen, aber selbst wenn sie die Wahrheit nicht verstehen und sich keiner Züchtigung und keinem Gericht unterzogen haben, sind sie maßvoll, wenn sie solche Dinge tun. Ihre Worte sind zumindest objektiv. Sie werden nicht sagen, dass sie Dinge tun können, wenn dem nicht so ist, und werden auch keine großen Töne spucken oder prahlen, geschweige denn, dass sie den Verdienst für die guten Dinge, die von anderen getan wurden, für sich beanspruchen. Sie werden keine Lügenmärchen erzählen oder Tatsachen erfinden. Warum ist das so? Sie bringen es nicht über sich, solche Dinge zu sagen. Sie denken: „Wenn ich es nicht getan habe, warum sollte ich es dann behaupten?“ Sie würden deswegen Gewissensbisse bekommen. Wenn zum Beispiel jemand mit Gewissen, Vernunft und Schamgefühl schlechte Noten in der Schule hatte, würde er höchstens sagen: „Ich habe viel gelernt. Ich habe die Aufnahmeprüfungen für die Mittel- und Oberstufe aus eigener Kraft bestanden, ohne mit mir ‚Spenden‘ den Weg zu ebnen, und später habe ich es gerade so geschafft, auf ein Junior College zu kommen“, obwohl er eigentlich gerne damit prahlen würde, dass er ein gutes Kaliber hat und nicht schlechter als ein Durchschnittsmensch ist. Er sagt nicht mehr als: „Ich bin auch zur Uni gegangen“, und gibt mit nichts an. Das kann nicht als Angeben betrachtet werden, weil das, was er sagt, objektiv wahr ist. Er lässt vielleicht Dinge weg, die ihm peinlich sind oder die ihn Ansehen verlieren lassen würden, aber er wird absolut nicht sagen: „Ich war ein hervorragender Schüler; ich war immer unter den besten Zehn in meiner Klasse.“ Er wird keine Fakten daherlügen, irgendwelche Dinge erfinden oder von Dingen erzählen, die nie passiert sind. Aus welchem Grund sagen solche Leute diese Dinge nicht? Es liegt daran, dass sie Gewissen und Schamgefühl in sich tragen. Manche Leute sagen nun vielleicht: „Liegt es daran, dass jemand in ihrem Umfeld die Wahrheit über sie kennt?“ Selbst wenn niemand die Wahrheit über sie kennt, bringen sie es dennoch nicht über sich, diese Dinge zu behaupten, und zwar, weil sie Schamgefühl besitzen und ihnen ihr Stolz wichtig ist. Sie empfinden es als zu beschämend und als Zeichen mangelnder Integrität und Würde, einfach irgendetwas zu erfinden und Fakten daherzulügen. Manche Leute sagen: „Wenn andere die Wahrheit über sie nicht kennen, könnten sie ein bisschen etwas vortäuschen. Was ist schon dabei, etwas vorzutäuschen?“ Aber sie würden es trotzdem nicht tun. Das ist eine Frage der Natur eines Menschen; es kommt auf seine Kategorie an. Wenn du jemand mit Schamgefühl bist, werden deine Worte und Handlungen immer innerhalb der Grenzen von Schamgefühl bleiben. Du kannst diese Grenzen nicht überschreiten; wenn du gelegentlich doch einen Schritt darüber hinausgehst, ist das ein sehr besonderer Umstand. Sobald du sie überschreitest, spürst du in deinem Gewissen ein Gefühl des Unbehagens und der Selbstanklage; du fühlst dich innerlich unwohl. Selbst wenn Menschen mit Schamgefühl also angeben und prahlen, ist dabei eine Grenze und eine Schranke im Spiel. Sie werden absolut nicht schamlos und dreist leere Worte sprechen oder große Töne spucken, um zu prahlen und anzugeben, noch werden sie irgendwelche Dinge erfinden und Fakten daherlügen, um den Verdienst für all die gute Arbeit für sich zu beanspruchen. So ein Mensch sind sie definitiv nicht. Apropos Schamgefühl: Dieses Schamgefühl erfüllt eine Funktion in den Menschen; es ist nichts Substanzloses. Da Schamgefühl eine Eigenschaft der Menschlichkeit ist, ist es den Menschen angeboren; es ist absolut nichts, das durch die Zügelung durch äußere Menschen, Ereignisse und Dinge herbeigeführt wird. Äußere Dinge können deine Gedanken und Handlungen nicht zügeln; die eigenen Gedanken, die inneren Bedürfnisse sowie das Wesen und die Einstufung eines Menschen sind für diesen Menschen interne Angelegenheiten. Selbst wenn jemand mit Schamgefühl angeben oder sich erhöhen und für sich selbst Zeugnis ablegen möchte, um bei den Menschen ein bisschen Ansehen zu erlangen, tritt dabei, weil diese Person Schamgefühl besitzt, eine Grenze und eine Schranke in Kraft. Das heißt, ihr Gewissen warnt sie in ihrem Herzen ständig: „Das zu tun, geht zu weit und ist schamlos. Tu das nicht! Wenn du das tust, wird das so wirklich peinlich und unwürdig sein, wenn die Leute später dein wahres Ich entlarven! Wenn du dich so verhältst, bist du dann überhaupt noch ein Mensch?“ Solche Menschen werden stets von solchen Gedanken und Sichtweisen gezügelt, also tritt bei solchen Dingen eine Grenze in Kraft. Denn wenn Menschen mit Schamgefühl sich anziehen und im Spiegel sehen, dass eines ihrer Kleidungsstücke Leicht durchsichtig ist, halten sie es für keine gute Idee, dieses Kleidungsstück außer Haus zu tragen, selbst wenn sie denken, dass es gut aussieht. Andere sagen nun: „Was macht es schon, wenn es durchsichtig ist? Heutzutage ziehen sich alle so an. Das ist kaum wirklich freizügig und du bist schon deswegen verlegen – andere tragen viel freizügigere Kleidung und es ist ihnen völlig egal.“ Sie antworten: „Auf keinen Fall; ich kann das nicht außer Haus anziehen.“ Sie würden eher sterben, als so aus dem Haus zu gehen. Warum ist das so? Sie können es einfach nicht mit ihrem Schamgefühl vereinbaren; ihr Schamgefühl zügelt sie. Menschen mit Schamgefühl werden in der Art und Weise, wie sie sich verhalten und Angelegenheiten handhaben ebenso maßvoll sein wie in ihrer Kleidung und ihre Erscheinung. Menschen ohne Schamgefühl sind dahingegen anders. Das ist genau so, wie sich manche Menschen ordentlich kleiden, wenn sie bei den Brüdern und Schwestern sind, sich aber anders kleiden, nachdem sie nach Hause gekommen sind, und das tragen, was Nichtgläubige gerne tragen – manche reißen sich sogar die Kleidung vom Leib, die sie bei der Versammlung getragen haben, sobald sie nach Hause kommen, und sagen: „Ich trage diese Kleidung wirklich nicht gerne. Sie ist zu altbacken; ich sehe aus wie ein totaler Hinterwäldler. Wer würde sich so ein Outfit anziehen wollen?!“ Unabhängig davon, ob in Gesellschaft der Brüder und Schwestern sind oder nicht, sind die Kleidung und die Erscheinung von Menschen, die wahrlich Schamgefühl haben, immer würdevoll und anständig. Selbst wenn sie nicht an Gott glauben würden, würden sie sich immer noch so kleiden und nicht zu weit gehen.

Wenn jemand mit Integrität und Würde in Versammlungen Gemeinschaft hält und sein erfahrungsbasiertes Verständnis teilt und sich dabei in den Vordergrund drängt und sich selbst erhöht, wird er sich innerlich schämen, als würden ihn viele Menschen beobachten. Dieses Gefühl veranlasst ihn zu denken: „Es ist nicht gut, das zu sagen, oder? Es ist nicht gut, das zu tun, oder?“ Er wird sich schämen. Das heißt, ganz gleich, was er sagt oder tut oder wie weit seine Worte oder Handlungen gehen, das Schamgefühl tief in seinem Herzen ermahnt, zügelt und kontrolliert ihn immerzu. Somit spiegeln die Worte, die er spricht, und die Dinge, die er tut, bis zu einem gewissen Grad ein relatives Maß an Integrität und Würde wider. Selbst wenn ein Mensch dieser Art verdorbene Dispositionen oder bestimmte Mängel in seiner Menschlichkeit aufweist oder von bösen Trends beeinflusst wird, ist er aufgrund seiner angeborenen Einstufung dennoch in der Lage, sich unbewusst in Gottes Worten wiederzufinden, wenn er Gottes Worte hört, die die Menschen entlarven und richten. Er denkt: „Gott spricht in dieser Aussage über mich. Ich habe diese Art von Zustand und Offenbarung gezeigt und auch diese Art von Äußerungsform.“ Er wird einen Zustand und eine Äußerungsform aufweisen, bei denen er sich bewusst in Gottes Worten wiederfindet. Mit anderen Worten: Wenn eine Person mit Schamgefühl Gottes Worte hört, die die Menschen entlarven und richten, wird sie diese unbewusst annehmen und sich unbewusst in ihnen wiederfinden. Sie wird auf der Grundlage von Gottes Worten über sich selbst nachdenken und zugeben, dass sie auf diese Weise verdorben ist und dass sie diese Offenbarungen und Äußerungsformen aufweist. Sie wird sich tief in ihrem Inneren unwohl fühlen: „Wie sich herausstellt, besitze auch ich Verdorbenheit. Wie sich herausstellt, bin ich jemand mit einer arroganten Disposition, wie sie durch Gottes Worte entlarvt wird. Ich bin auch aufsässig und ungehorsam, und ich bin kein guter Mensch. Wie kann ich nur so verdorben sein? Früher dachte ich, ich sei anständig, ich sei ein guter Mensch mit Gewissen und Vernunft, der anderen gerne etwas gibt und der dazu neigt, anderen Leuten Mitgefühl und Mitleid entgegenzubringen. Ich dachte, ich könnte direkt entrückt werden, nachdem ich Gottes Werk angenommen habe. Mir war es gar nicht in den Sinn gekommen, dass ich auch ein Mitglied der verdorbenen Menschheit bin.“ Weil sie diese Grundvoraussetzung besitzt, Schamgefühl zu haben, wird diese Person sie auf natürliche und normale Weise die tatsächlichen Fakten über die Menschen annehmen, die durch Gottes Worte entlarvt werden, und sich dann in ihnen wiederfinden, um über sich selbst nachzudenken und sich selbst zu erkennen. Das bietet ihr eine großartige Gelegenheit, sich Gottes Worten auf korrekte Weise zu stellen, Gottes Worte ohne Probleme anzunehmen und sich dann nach und nach zu unterwerfen. Was ist die Grundlage für all das? Dass sie Schamgefühl hat. Somit ist sie in der Lage, zu erkennen, dass in ihr einige schändliche und niederträchtige Offenbarungen von Verdorbenheit existieren; und dann, wenn ihr Schamgefühl auf sie einwirkt, ist sie in der Lage, von sich aus das zurückzuweisen, was sie als negative und schändliche Dinge betrachtet. Wenn sie die Aussagen, Zustände, spezifischen Offenbarungen und sogar spezifischen Ereignisse in Gottes Worten hört, die die verdorbenen Dispositionen der Menschheit entlarven, ist sie in der Lage, zu erkennen, dass sie diese verdorbenen Dispositionen in sich trägt. Sie wird Gottes Worte annehmen, um über sich selbst nachzudenken und sich selbst zu erkennen. Wenn sie danach wieder mit solchen Angelegenheiten konfrontiert wird und gegen Gottes Worte verstößt oder erneut die in Gottes Worten entlarvten Zustände offenbart, wird ihr Schamgefühl sie in ihrem Herzen immer noch ermahnen: „Verstößt du nicht gegen Gottes Worte, wenn du das tust? Du bist weder ein guter Mensch noch jemand, der sich Gottes Worten unterwirft oder die Wahrheit liebt!“ Weil sie Schamgefühl besitzt, ist diese Person in der Lage, die Entlarvung und das Gericht von Gottes Worten anzunehmen. Gottes Worte haben dann eine zügelnde Wirkung auf sie und können ihre Denkweisen und Sichtweisen korrigieren. Daran zeigt sich doch, dass die Funktion, die das Schamgefühl ausführt, sehr groß ist, nicht wahr? (Ja.) Auch wenn diese Person die Wahrheit nicht versteht, kennt sie eine grundlegende moralische Grenze. Wenn sie die Wahrheitsgrundsätze versteht oder die Details von Gottes Worten begreift, ist der Maßstab, nach dem ihr Schamgefühl sie zügelt, nicht länger ihre moralische Grenze, noch ist es bloß die Grenze ihres Gewissens und ihrer Vernunft; vielmehr werden die Wahrheitsgrundsätze zu ihrer Grenze. Ist diese Grenze nicht der Grenze des eigenen Gewissens und der eigenen Vernunft überlegen? Wurde das Niveau dieser Grenze nicht angehoben? (Ja.) Ursprünglich kennen Menschen mit Schamgefühl, wenn sie die Wahrheit nicht verstehen, eine grundlegende moralische Grenze in Bezug auf ihre Vorstellungen und Ansichten. Nachdem sie die Wahrheit verstanden haben, wird ihre moralische Grenze angehoben und nähert sich allmählich den Wahrheitsgrundsätzen. Denkst du nicht, dass sich Menschen dieser Art verändert haben? Ich werde ein Beispiel geben, dann werdet ihr es verstehen. Zum Beispiel nutzte ein solcher Mensch ursprünglich im Umgang mit anderen Leuten nie jemanden aus, er schlug oder beschimpfte die Leute nicht, er tat nicht absichtlich Dinge, um andere zu betrügen oder ihnen zu schaden, und er täuschte und betrog niemanden. Er dachte, das wäre eine ziemlich gute Vorgehensweise. Ist Menschen weder zu schlagen noch zu beschimpfen und sie nicht zu betrügen oder ihnen zu schaden ein Wahrheitsgrundsatz für den Umgang mit anderen Menschen? (Das ist nur eine rudimentäre Äußerungsform der Menschlichkeit; es ist kein Wahrheitsgrundsatz.) Das ist lediglich die moralische Grenze für das Verhalten von Menschen mit Gewissen und Vernunft: Sie tun ihr Möglichstes, um Menschen weder zu schlagen noch zu beschimpfen und keine Dinge zu tun, die andere betrügen oder ihnen schaden. Was sie da tun, ist lediglich das Unterlassen von bösen Taten. Jedoch setzen die Wahrheitsgrundsätze einen höheren Maßstab als die eigene moralische Grenze eines Menschen. Andere Leute gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu behandeln, bedeutet nicht mehr nur, sich an seine eigene moralische Grenze zu halten; der Maßstab ist hier höher. Was fordern also Gottes Worte, wenn es um diesen Grundsatz für den Umgang mit anderen Menschen geht, der der eigenen moralischen Grenze überlegen ist? (Menschen nach den Grundsätzen fair zu behandeln.) Das ist richtig: Menschen fair zu behandeln. Das ist ein Wahrheitsgrundsatz. Ist dieser Wahrheitsgrundsatz dann eine moralische Grenze? (Nein, dieser Grundsatz ist einer moralischen Grenze überlegen.) Das ist keine moralische Grenze; es ist ein Wahrheitsgrundsatz, der auf einer moralischen Grenze basiert und dieser auch überlegen ist. Das ist der wahre Grundsatz dafür, wie man mit Menschen umgehen sollte. Menschen weder zu schlagen noch zu beschimpfen und keine Dinge zu tun, die andere betrügen oder ihnen schaden, ist kein Wahrheitsgrundsatz; das bedeutet lediglich, davon abzusehen, negative Dinge zu tun. Aber nur weil du davon absiehst, sie zu tun, heißt das nicht, dass du Grundsätze für deinen Umgang mit anderen Menschen besitzt; Menschen nicht zu schlagen oder zu beschimpfen, bedeutet nicht, dass deine Grundsätze für den Umgang mit anderen Menschen richtig sind. Ist davon abzusehen, sie zu schlagen oder zu beschimpfen und sie zu betrügen oder ihnen zu schaden, gleichbedeutend damit, sie fair zu behandeln? Das ist es nicht, oder? Wenn es um jemanden geht, der dich einmal beleidigt hat oder mit dem du nicht ausgekommen bist, oder um jemanden, den du nicht magst, der aber aufgrund seiner Menschlichkeit und seines Kalibers geeignet ist, ein Leiter zu sein, würdest du ihn wählen? Wenn du das an dem Grundsatz misst, andere Menschen nicht zu schlagen oder zu beschimpfen und sie nicht zu betrügen oder ihnen zu schaden, was würdest du tun? Du hättest keinen Weg, dem du folgen könntest. Als ein verdorbenes menschliches Wesen ohne präzise Grundsätze für den Umgang mit anderen Menschen würdest du höchstens sagen: „Ich habe ihn weder geschlagen noch beschimpft, noch habe ich gesagt, ob er gut oder schlecht ist. Ich habe ihm keine Steine in den Weg gelegt, also kannst du nicht behaupten, dass ich ihn betrogen oder ihm geschadet habe. Wie dem auch sei, ich mag ihn nicht, also werde ich ihn nicht wählen.“ Kann man es einen fairen Umgang mit anderen Menschen nennen, ihn nicht zu wählen? (Nein.) Tatsächlich solltest du ihn wählen, wenn er ein geeigneter Kandidat für einen Leiter ist; nur das kann als fairer Umgang mit anderen Menschen gelten. Ihn zu wählen, basiert nicht auf dem Grundsatz, Menschen nicht zu schlagen oder zu beschimpfen und sie nicht zu betrügen oder ihnen zu schaden, sondern worauf? Es basiert auf dem Grundsatz, mit anderen Menschen fair umzugehen, wie es von Gottes Worten gefordert wird; nur dies ist ein Wahrheitsgrundsatz. Manche Leute denken also: „Ich schlage oder beschimpfe niemanden, und ich betrüge oder schade anderen Menschen auch nicht; macht mich das nicht zu einem guten Menschen?“ Darauf sage ich: „Du bist kein guter Mensch. Bestenfalls kannst du von Glück reden, überhaupt als Mensch zu gelten.“ Ein wahrhaft guter Mensch ist jemand, der gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren kann. Das heißt, wenn es darum geht, wie man mit Menschen umgeht, kannst du sie, abgesehen davon, dass du es unterlässt, sie zu schlagen, zu beschimpfen, zu betrügen oder ihnen zu schaden, auch fair und gerecht mit ihnen umgehen; nur dann bist du ein guter Mensch. Macht der gemeinschaftliche Austausch dieser Art diese Angelegenheit klar? (Ja.) Eine moralische Grenze ist ein grundlegender Verhaltensgrundsatz für Menschen, die in ihrer Menschlichkeit Gewissen und Vernunft besitzen. Obwohl dieser Verhaltensgrundsatz mit dem Gewissen und der Vernunft der Menschlichkeit übereinstimmt, kann er die Wahrheitsgrundsätze nicht ersetzen; im Vergleich zu den Wahrheitsgrundsätzen gibt es immer noch eine Lücke. Jemand, der eine moralische Grenze hat, ist bestenfalls ein Mensch, der dem Standard entspricht, aber er kann nicht als guter Mensch bezeichnet werden. Nur jene Menschen, die sich in ihrem Verhalten und Handeln nach den Wahrheitsgrundsätzen richten können, sind gute Menschen. Zum Beispiel ist es schon ziemlich gut, wenn es ein durchschnittlicher Mensch im Umgang mit anderen schafft, sie nicht zu betrügen oder ihnen zu schaden und Menschen weder zu schlagen noch zu beschimpfen. Die Grundsätze eines guten Menschen für den Umgang mit anderen Leuten sind jedoch darüber erhaben: Ein solcher Mensch ist in der Lage, mit anderen Menschen fair und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen umzugehen. Das heißt, ein wahrer Mensch kennt eine moralische Grenze und hat Schamgefühl, und er besitzt die Grundvoraussetzungen dafür, sich angemessen zu verhalten. Somit hat ein solcher Mensch die Möglichkeit, es zu schaffen, mit anderen Menschen fair umzugehen, sich gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu verhalten und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren. Gibt es einen Unterschied zwischen einer moralischen Grenze und den Wahrheitsgrundsätzen? (Ja.)

Wenn jemand in seiner Menschlichkeit Schamgefühl besitzt, dann weist er in seinem Verhalten und seinen Handlungen Integrität und Würde auf. Seine Grenze besteht darin, dass er seine Integrität und Würde schützen und nicht verlieren darf. Um es umgangssprachlich auszudrücken: Ein solcher Mensch hat im Grunde sein Gewissen nicht verloren; er geht bedacht in seinem Handeln vor, legt Wert auf Integrität und Charakter und besitzt eine menschliche Seite. Ganz gleich, was er tut, wenn es um persönliche Interessen, Status oder Geld geht, kennt er eine Grenze. Diese Grenze wahrt seine Integrität und Würde; das heißt, er wird nicht über das hinausgehen, was seine Integrität und Würde zulassen, um skrupellos Dinge zu tun, die sich im Sinne moralischer Gerechtigkeit oder menschlicher Ethik nicht rechtfertigen lassen. Das bedeutet es, Schamgefühl zu haben. Darüber hinaus haben Menschen mit den Eigenschaften von Gewissen und Vernunft in ihrer Menschlichkeit ihre eigenen Ansichten und treffen ihre eigenen Entscheidungen bezüglich Essen, Trinken und Feiern sowie bezüglich der verschiedenen bösen Trends in der Gesellschaft. Sie werden sich bösen Trends definitiv nicht anschließen, um ein benebeltes und ausschweifendes Leben zu führen, sich willkürlich gehen zu lassen und verkommen zu handeln. Sie treffen ihre eigenen Entscheidungen bezüglich der Angelegenheiten der Menschenwelt oder böser Trends. Diese Entscheidungen mögen auf ihrer Aufrichtigkeit und Güte beruhen, oder sie mögen auf ihrem Schamgefühl beruhen; das hängt von der jeweiligen Angelegenheit ab. Ganz gleich, wie populär die verschiedenen Dinge sind, die in der Welt auftauchen, und ganz gleich, wie sehr sie von der Gesellschaft und der Öffentlichkeit gebilligt werden, haben solche Menschen tief in ihrem Inneren dennoch ihre eigenen Vorstellungen und Ansichten zu diesen Dingen, und sie werden dennoch ihre eigenen korrekten Entscheidungen treffen. In ihren Herzen glauben sie: „Ganz gleich, wie die Umstände sind, man darf seine Menschlichkeit nicht verlieren. Man ist jederzeit ein menschliches Wesen. Man darf nicht die Dinge tun, die Bestien tun. Man darf nicht die Dinge tun, die Teufel tun. Man darf sich nicht auf dieselbe Stufe wie Bestien und Teufel stellen.“ Sie werden also, egal, was sie tun, durch ihr Gewissen und ihre Vernunft gezügelt. Konkret bedeutet diese Zügelung, dass sie ständig von ihrem Gewissen und ihrer Vernunft ermahnt und kontrolliert werden. Nehmen wir zum Beispiel an, dass ein solcher Mensch und eine andere Person beide Unternehmer sind. Die andere Person täuscht und schwindelt die Leute ständig und verkauft einen Zehn-Yuan-Artikel für drei- bis fünfhundert Yuan, aber er verkauft diesen Artikel nur für fünfzig Yuan und verdient gerade genug, um sich mühsam seinen Lebensunterhalt zu sichern. Wenn er sieht, wie die andere Person riesige Gewinne macht, während er selbst so viele Jahre lang mit solchem Fleiß gearbeitet hat, nur um gerade so genug Essen auf den Tisch zu bekommen, kann er sich in seinem Herzen nie damit abfinden. Er möchte ebenfalls so skrupellos wie die andere Person sein, aber dann denkt er: „Das würde meinem Gewissen zu sehr zuwiderlaufen. Ich bringe es nicht über mich, das zu tun! Was, wenn ich danach auffliegen würde? Würde ich damit das Gesetz brechen? Würde ich ins Gefängnis gehen?“ Er denkt nämlich viel darüber nach, und während er sich das immer wieder durch den Kopf gehen lässt, klagt ihn sein Gewissen ununterbrochen an. Obwohl er durch die verschiedenen bösen Trends der Welt in die Irre geführt und beeinflusst wird und ebenfalls mehr Geld verdienen möchte, um ein gutes materielles Leben zu genießen, bringt er es nach einigem Nachdenken letztendlich doch nicht über sich, andere zu täuschen und zu betrügen. Manche Leute mögen nun sagen: „Solche Menschen sind doch einfach nur feige, oder?“ Einige von ihnen sind feige, andere jedoch nicht; sie werden schlichtweg durch ihr Gewissen und ihre Vernunft gezügelt und haben das Gefühl, dass sie andere nicht täuschen und schwindeln dürfen. Selbst wenn sie es gelegentlich doch tun, bereuen sie es hinterher und leben jeden Tag in der Angst, dass etwas schiefgeht und sie jemand zur Rechenschaft ziehen wird. Sie denken sich: „Ich habe dieses Geld nicht auf ehrenhafte Weise verdient. Wenn die Leute das herausfinden, werden sie mich dann hinter meinem Rücken kritisieren? Ich werde das definitiv nie wieder tun. Nur wenn das Geld, das ich ausgebe, durch meine eigene harte Arbeit verdient wurde, findet mein Geist Frieden, und nur dann ist mein Schlaf frei von Albträumen.“ Nachdem sie jemanden einmal so getäuscht haben, bereitet ihnen das für lange Zeit Schwierigkeiten; sie schlafen nicht gut, sie bringen keinen Bissen herunter und sie fühlen sich in ihrem Herzen immer unwohl. Natürlich gibt es solche Menschen in der Gesellschaft im Grunde nicht. Die Gesellschaft ist voll von Menschen, die zu den Rängen der Teufel und Tiere gehören; andere auf diese Weise zu täuschen und zu betrügen, lässt sie kalt.

Selbst wenn jemand mit Gewissen und Vernunft häufig mit verschiedenen Angelegenheiten in Berührung kommt, bei denen gegessen, getrunken und gefeiert wird, werden sein Gewissen und seine Vernunft dennoch ihre Funktion erfüllen. Er wird sich nicht nach seinem Fleisch oder bösen Trends richten, um seinen verschiedenen Begierden in vollen Zügen zu frönen. Stattdessen besteht da eine Grenze, ganz gleich, was er isst, trinkt oder genießt. Er denkt: „Gutes Essen zu essen, schöne Kleidung zu tragen und die besten körperlichen Freuden zu genießen, ist alles nichtig. Ist das wirklich, wofür die Menschen leben?“ Im Herzen eines Menschen dieser Art können körperliche Freuden, Essen, Trinken und Feiern die Bedürfnisse seiner inneren Welt nicht befriedigen. Er denkt bei sich: „Die Menschen streben immer danach, feine Dinge zu genießen. Ich habe sie nun selbst genossen, und ich verspüre kein Glück. Was genau ist Glück? Wie sollte man leben, um wahres Glück zu genießen? Ich habe all dieses Essen, Trinken und Feiern sowie verschiedene körperliche Freuden genossen – ist es nicht das, woraus das menschliche Leben besteht? Ist das das Leben? Wenn jemand sein ganzes Leben auf diese Weise lebt, nur um Essen, Trinken und Vergnügen nachzujagen und körperlichen Freuden nachzujagen, wie unterscheidet er sich dann von einem Tier? Wenn Menschen, genau wie Tiere, auch nur für drei Mahlzeiten am Tag leben und sie nicht verstehen, worum es im Leben geht, sie in ihren Gedanken, ihrer geistigen Welt und ihrem Herzen unerfüllt bleiben und viele Dinge über das Leben nicht verstehen, was hat es dann für einen Sinn, dass Generation um Generation so lebt?“ Wenn die Menschen jung sind, sind sie voller Neugierde auf die Welt. Es gibt viele Dinge, über die sie nichts wissen und die sie noch nicht gesehen haben, und viele Dinge, die sie noch nicht erlebt haben, und sie haben das Gefühl, dass ihr Leben sehr glücklich und erfüllend sein könnte oder dass sie ein wunderbares und einzigartiges Leben führen könnten, wenn sie sich in die Welt hinauswagen. Aber nachdem sie die Gesellschaft wirklich erfahren haben, sehen sie, dass die Menschheit Generation für Generation so lebt. Von der Torheit und Unwissenheit ihrer Jugend bis dahin, dass sie viel Leid ertragen und einige Lebenserfahrung sammeln, nachdem sie in der Gesellschaft einiges durchgemacht haben – so verbringt jeder sein Leben. Alle Menschen durchlaufen den Prozess, nach Ruhm, Gewinn und Zukunftsaussichten für sich zu streben, und sie konzentrieren sich auf Essen, Trinken, Feiern und körperliche Freuden. In ihren späteren Jahren scheinen sie, obwohl sie etwas Lebenserfahrung gesammelt haben, nichts für sich gewonnen zu haben, noch verstehen sie, worum es im Leben geht. Ist es nicht ziemlich bedeutungslos, wenn jemand sein ganzes Leben auf diese Weise lebt? Die Menschen verspüren oft eine unerklärliche Leere. Das heißt, wenn sie in ihrem Herzen wirklich über das Leben nachdenken und versuchen, an etwas Bedeutungsvolles und Wertvolles zu denken, fällt ihnen nichts ein und ihre Herzen fühlen sich völlig leer an. Sie wissen weder, warum das so ist, noch wissen sie, was ihr Herz brauchen sollte oder wo ihr Herz Ruhe finden kann. Sie haben das Gefühl, dass sie nichts haben, worauf sie sich verlassen können, und sie fühlen sich zutiefst ratlos und denken bei sich: „Ich habe in diesem Leben Einiges erlebt und verschiedene Mühsal und Schmerzen erduldet. Geht das Leben tatsächlich so zu Ende?“ Wenn sie sich ältere Menschen ansehen, scheint es, als hätten auch diese ihr Leben auf diese Weise durchlaufen. Dann haben sie das Gefühl, dass das Leben der Menschen bedeutungslos ist. Sie sind immer Ruhm und Gewinn, Status und körperlichen Freuden nachgejagt. Wenn sie diese nicht haben, sind sie darauf versessen, sie zu bekommen; wenn sie sie bekommen, verspüren sie ein wenig Glück und freuen sich für eine Zeit lang ein wenig, aber auf lange Sicht sind sie nicht nennenswert glücklich. Nachdem sie sich den größten Teil ihres Lebens abgehetzt haben, fühlen sie sich immer noch leer, als ob es nichts gäbe, woran es sich festzuhalten lohnte. Sie haben immer das Gefühl, mit beiden Händen ins Leere zu greifen und dennoch zu hoffen, etwas zu bekommen. Würdet ihr sagen, dass dieses Gefühl gut ist? (Nein.) Wie kommt dieses Gefühl dann zustande? (Das liegt daran, dass all das Essen, Trinken und Feiern in der Welt die inneren Bedürfnisse der Menschen nicht befriedigen kann.) Denken alle Menschen so? Was für Menschen denken so? (Menschen mit Gewissen und Vernunft denken so.) Sagt Mir: Würden Menschen, die sich nie Gedanken machen, die nicht logisch denken können und die keinen Verstand haben, so denken? (Nein.) Menschen, die keinen Verstand haben, sind Menschen ohne Gewissen und Vernunft; sie gehören zu den Rängen der Bestien. Sie denken nicht über diese Fragen der Menschlichkeit nach, noch machen sie sich Gedanken über das menschliche Leben, die Zukunft oder welchen Weg sie gehen sollen. Sie denken über diese Dinge nicht nach. Solange sie essen und trinken können, sind sie zufrieden. Sie leben einfach so dahin, nehmen jeden Tag, wie er kommt, vergnügen sich an jedem Tag, den sie leben, und genießen jeden Tag, den sie genießen können. Sie machen sich keine Gedanken über diese Angelegenheiten, die das Leben betreffen. Was haben diese Dinge dann mit dem Gewissen und der Vernunft der Menschlichkeit zu tun? Wenn jemand Gewissen und Vernunft hat, wird er bei dem, was er tut, Rationalität an den Tag legen. Rationalität zu besitzen, ist sehr wichtig für die Menschen. Wenn die Menschen Rationalität besitzen, richten sie sich in ihrem Leben die meiste Zeit nicht nach Gefühlen, sondern sind rational, leben rational im Jetzt. Sie werden sich fragen: „Habe ich in diesem Leben eigentlich etwas gewonnen? War dieses Leben lebenswert? Habe ich irgendetwas Bedeutungsvolles und Wertvolles getan? Sind die Dinge, nach denen ich strebe, das, was ich im Inneren brauche? Wurden meine inneren Bedürfnisse befriedigt? Sie wurden nicht befriedigt, und ich fühle mich enorm leer. Es gibt nichts Materielles, weder familiäre Zuneigung noch Freundschaft, das mich tief in meinem Inneren befriedigen kann. Keines dieser Dinge ist das, was meine Menschlichkeit braucht.“ Sie werden rational über diese Dinge nachdenken. Das heißt, je weiter sie ins Erwachsenenalter kommen, desto rationaler werden sie diese Dinge betrachten, und je mehr es ihnen misslingt, Antworten zu bekommen, desto mehr Schmerz empfinden sie. Bevor die Menschen diese Dinge erfahren, werden sie sich im Rahmen der Vernunft manche Dinge ausmalen und sie beurteilen, und das anhand eines Plans und mit normaler Rationalität. Aber wenn sie diese Dinge durchlebt haben und zurückblicken, werden sie rationaler. Sie werden die Dinge, die sie erfahren haben, und die Dinge, die sie erlebt haben, rational betrachten, und sie werden sehen, dass diese Dinge alle nichtig sind und dass kein einziges davon Bedeutung hat. Warum sage Ich das? Weil alles, was die Menschen tun, nur dazu dient, Nahrung und Kleidung zu haben, ihrem Fleisch immer drei Mahlzeiten am Tag zu sichern und ihre körperlichen Freuden zu schützen. Sie wetteifern um Ruhm und Gewinn und konkurrieren miteinander. Wenn jemand sein ganzes Leben nur für diese Dinge lebt, wenn er wie ein Tier lebt, dann ist so jemand nicht viel höher entwickelt als ein Tier; so zu leben hat keinen Wert. Menschen mit menschlicher Vernunft werden in ihren Herzen über diese Dinge nachdenken. Wenn sie ein bestimmtes Alter erreichen, werden diese sich ständig wiederholenden Lebensweisen, Spielregeln und Vorgehensweisen sie daher müde machen und in ihnen Abneigung, Ekel und Überdruss hervorrufen. Letztendlich werden sie ein Gefühl der Leere entwickeln, das Gefühl, dass sie all diese Dinge genossen und erfahren haben, aber dennoch nichts daraus für sich gewonnen haben und keine wirklichen, greifbaren Dinge erlangt haben, die die Bedürfnisse ihrer Menschlichkeit wahrhaft befriedigen. Unter diesen Umständen werden Menschen mit Gewissen und Vernunft weiter erkunden, suchen und im Dunkeln umhertasten: Was genau ist ein echtes menschliches Leben? Wie genau sollte man sein Leben leben? Manche klugen Menschen werden nach einem Weg für ihr Leben suchen und versuchen, religiösen Glauben zu finden. In diesem Zusammenhang kommen manche Menschen zu Gottes Haus. Sie entdecken, dass nur Gottes Worte und die Wahrheit, der Weg und das Leben, die Gott der Menschheit bereitstellt, ihre Bedürfnisse befriedigen können. Wenn sie Fragen erkunden wie, was der Wert und die Bedeutung des Lebens sind, können ihnen nur Gottes Worte die Antworten geben. Erst dann entwickeln sie einen Durst nach Gottes Worten, nehmen diese anschließend an und gehen dann noch einen Schritt weiter und unterwerfen sich ihnen. Ihr Durst nach Gottes Worten, ihre Akzeptanz und Unterwerfung beruhen alle auf ihrer Lebenserfahrung und begründen sich auf die Gedanken, die sie sich über einige der Dinge gemacht haben, die sie im Leben erfahren haben.

Kommt euch das, worüber wir gerade Gemeinschaft gehalten haben, abstrakt vor? Könnt ihr es verstehen? (Es ist nicht abstrakt. Wir können es verstehen.) Diese Punkte sind inhaltlich weder abstrakt noch gehaltlos; das sind alles Dinge, die die Menschen im wirklichen Leben sehen und mit denen sie in Kontakt kommen können. Wenn jemand denkt, dass der gemeinschaftliche Austausch über das Gewissen und die Vernunft der Menschlichkeit den Bezug zum wirklichen Leben verloren hat, und er das Gefühl hat, dass diese Punkte wirklich gehaltlos und abstrakt sind, als wären sie etwas, das in einer anderen Welt geschieht und nichts mit den Menschen zu tun hat, dann hat diese Person ein Problem, oder? Du verstehst Angelegenheiten nicht, die das Verhalten als Mensch betreffen, und in deinem eigenen Verhalten zeigst du keinerlei Gewissen oder Vernunft. Was genau bist du dann – ein Teufel oder ein Tier? Das ist schwer zu sagen, aber auf jeden Fall bist du kein menschliches Wesen. Menschen mit Gewissen und Vernunft können die Gedanken oder Äußerungsformen, die das Gewissen und die Vernunft der Menschlichkeit betreffen, wahrnehmen und nachempfinden. Wenn jemand diese positiven Gedanken oder Äußerungsformen nicht nachempfinden kann, wohl aber die negativen, zeigt das, dass er weder Gewissen noch Vernunft in sich trägt. Manche Menschen, die weder Gewissen noch Vernunft haben, empfinden sogar tiefe Abneigung gegen die Ideen und Ansichten und die Verhaltensweisen, die das Gewissen und die Vernunft der Menschlichkeit betreffen, und haben das Gefühl, dass sie schändlich, widerwärtig oder verachtenswert sind – das sind Menschen, die keine Eigenschaften der Menschlichkeit aufweisen. Menschen, die keine Eigenschaften der Menschlichkeit aufweisen, empfinden eine starke Abneigung gegen die Äußerungsformen des Gewissens und der Vernunft der Menschlichkeit, und sie können auch die verschiedenen spezifischen Ideen, Verhaltensweisen und Grundsätze der Praxis nicht wahrnehmen, die sich in der Menschlichkeit derer zeigen, die Gewissen und Vernunft besitzen. Da sie nicht von der gleichen Art sind, können sie diese nicht wahrnehmen. Sagt Mir: Können Tiere verstehen, nach welchen Grundsätzen Menschen handeln oder warum sie so handeln? (Nein.) Tiere wissen das nicht. Was wissen Tiere? Sie wissen, was zu tun ist und wann es zu tun ist – nur diese festen Dinge: wann sie essen sollen, wie lange sie spielen dürfen und wohin ihre Besitzer sie normalerweise mitnehmen. Was die Gründe dafür betrifft, warum ihre Besitzer sie dorthin mitnehmen oder warum sie es nicht tun, das sind Dinge, die sie nicht wissen. Sie wissen auch nicht, warum sich die Futtermenge, die sie bekommen, zwischen Winter und Sommer unterscheidet, noch kennen sie die Absichten ihrer Besitzer hinter allem, was sie für sie tun. Sie wissen nur: „Mein Besitzer ist auf jeden Fall gut zu mir. Mein Besitzer gibt mir jeden Tag leckeres Essen, er leistet mir Gesellschaft und beschützt mich. Er ist gut zu mir, also ist er mein Besitzer. Andere Leute füttern mich nicht und behandeln mich nicht gut, also sind sie nicht meine Besitzer, und ich stehe ihnen auch nicht nahe.“ Tiere wissen nur diese einfachen Dinge. In ähnlicher Weise werden Menschen, die zu den Rängen der Tiere gehören, niemals in der Lage sein, diese Angelegenheiten, die die Menschlichkeit, das eigene Verhalten sowie die Vorstellungen und Ansichten der Menschen betreffen, zu verstehen oder zu begreifen. Selbst wenn du es ihnen erklärst, werden sie von dir nur Glaubenslehren lernen. Aber etwas auf der Ebene einer Glaubenslehre zu verstehen, bedeutet nicht, es wirklich zu verstehen; sie verstehen weder die tiefere Bedeutung noch verstehen sie den Wert der Dinge, die du ihnen erklärst. Daher können Menschen, die zu den Rängen der Tiere gehören, nicht verstehen, wenn von Angelegenheiten gesprochen wird, die das Gewissen und die Vernunft der Menschlichkeit betreffen. Teufel können diese Dinge als Glaubenslehren verstehen, aber sie nehmen sie nicht an. Sie empfinden Abneigung gegen diese Aussagen und verabscheuen sie, da sie denken, du würdest nur wohlklingende Worte von dir geben und dass diese Aussagen keine Relation zum wirklichen Leben der Menschheit hätten. Unabhängig davon, ob sie sie nicht annehmen oder ob sie sie nicht verstehen können, sage Ich diese Dinge über das eigene Verhalten nicht, damit Menschen, die zu den Rängen der Teufel oder Tiere gehören, diese Dinge hören. Wenn sie bereit sind, sie als Glaubenslehren anzunehmen, ist das in Ordnung; wenn sie nicht dazu bereit sind, habe Ich keine Einwände. Die Menschen werden ihrer Art entsprechend eingeteilt – sie können nicht gezwungen werden. Was auch immer deine Einstufung ist, sie entscheidet darüber, welche Dinge du magst. Wenn du keine Menschlichkeit besitzt und nicht zur Menschheit gehörst, wirst du die Worte nicht verstehen, die die Wahrheit betreffen, und du wirst nicht bereit sein, den Weg zu gehen, den die Menschen gehen sollten. Nur Leute, die als Menschen eingestuft sind, werden bereit sein, sich diese Themen, die das eigene Verhalten und die Wahrheit betreffen, anzuhören. Wenn einige Leute nicht bereit sind, sich das anzuhören und es nicht aufnehmen können, müssen sie nicht zuhören. Solche Menschen sind nicht als Menschen eingestuft, und die Wahrheit wird nicht für ihre Ohren gesprochen.

Wir haben gerade erwähnt, dass Menschen, die in ihrer Menschlichkeit Gewissen und Vernunft besitzen, wenn es um ihre körperlichen Bedürfnisse im Leben geht – wie etwa Essen, Trinken und Vergnügen –, ständig über diese Dinge nachdenken werden, je mehr sie solche Dinge erleben und mit ihnen in Berührung kommen. Je mehr sie Essen und Trinken und Vergnügen und fleischliche Freuden in ihrem Leben erfahren, desto mehr spüren sie in ihrem Herzen, dass diese Dinge bedeutungslos und gehaltlos sind. Selbst wenn sie nicht aufhören können, so zu leben, finden sie keine Freude daran; vielmehr fühlen sie sich sehr hilflos. Dieser Zustand treibt sie weiter dazu an, danach zu streben, Fragen nach dem Sinn des Lebens und danach, warum Menschen leben, zu verstehen. Wenn sie daher Gottes Werk annehmen und die Antworten auf diese Fragen erhalten, verspüren sie in ihrem Herzen eine große Befriedigung und denken, dass es sich hierbei wahrhaftig um den richtigen Weg im menschlichen Leben handelt. Wenn ein solcher Mensch die Versorgung mit der Wahrheit von Gottes Worten annimmt, spürt er, dass die verschiedenen positiven Dinge und die unterschiedlichen Anforderungen an die Menschen, die in Gottes Worten erwähnt werden, die Bedürfnisse in seiner Menschlichkeit vollkommen befriedigen oder bis zu einem gewissen Grad mit ihnen übereinstimmen. Deshalb wird er Gottes Worte und Gottes Anforderungen an die Menschen bereitwillig annehmen; er glaubt, dass es sich dabei wahrhaftig um den Weg handelt, den die Menschen beschreiten sollten, und dass es sich dabei wahrhaftig um die Grundsätze für das eigene Verhalten handelt, über die Menschen verfügen sollten. Weil er solche Bedürfnisse und solche Überlegungen hat, dienen ihm Gottes Worte als Versorgung und können zu seiner rechtzeitigen Hilfe werden. Wenn er die Versorgung durch Gottes Worte angenommen hat, wird er den Wunsch und die Entschlossenheit haben, Gott zufriedenzustellen und gemäß Gottes Anforderungen ein wahrer Mensch zu werden. Nehmen wir zum Beispiel die von Gott erwähnten gerechten Menschen wie Noah, Abraham, Hiob und Petrus: Die Geschichten darüber, wie sie sich Gott unterwarfen und Seine Aufträge annahmen, sind das, wonach sich solch ein Mensch in seinem Herzen besonders sehnt und was er bewundert. Er hofft, dass auch er eines Tages eine wahre und absolute Unterwerfung unter Gott erreichen kann, genau wie Noah, Abraham und die anderen, und er erwartet auch, dass er eines Tages Gottes Billigung gewinnen und einer der gerechten Menschen werden kann, von denen Gott spricht. Er sehnt sich danach, ein guter Mensch, ein gerechter Mensch zu sein. Die von Gott erzählten Geschichten dieser gerechten Menschen bewegen ihn zutiefst, und sein Herz wird von ihren Geschichten und ihrer Haltung Gott gegenüber oft berührt und inspiriert. Weil er in seiner Menschlichkeit die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft besitzt, ist er in der Lage, sich diese in Gottes Worten erwähnten Persönlichkeiten als Vorbilder und Beispiele zu nehmen, denen er nacheifern kann; dies ist auch ein Zeichen dafür, dass er Gewissen und Vernunft besitzt. Natürlich ist eine solche Äußerungsform auch eine Grundvoraussetzung dafür, dass ein Mensch Gottes Worte annehmen und sich ihnen unterwerfen sowie gereinigt und gerettet werden kann. Auf jeden Fall ist ein solcher Mensch, nach seinen Äußerungsformen und dem zu urteilen, was er im Prozess der Lebenserfahrung offenbart, zumindest nicht abgestumpft und gefühllos. Er ist niemand ohne Verstand, und er ist auch niemand, der keine Ansichten über das Leben, die Realität oder Dinge wie Essen, Trinken und Vergnügen hat. Er hat eigene Meinungen und eigene Ansichten, und darüber hinaus hat er positive Vorstellungen und Sichtweisen. Das heißt, er ist den verschiedenen Belangen des Lebens gegenüber nicht abgestumpft und gefühllos, sondern denkt vielmehr über sie nach. Besonders nachdem er alle möglichen schwierigen Phasen, Rückschläge und Misserfolge erlebt und die Freuden und Leiden des Lebens gekostet hat, spürt er umso mehr, dass sein Leben leer und wertlos sein wird, wenn das so weitergeht; dass es von keinem Wert und bedeutungslos ist, wenn er einfach so durch diese Welt geht und sich auf diese Weise verhält; und dass er letztendlich nichts gewinnen wird, wenn er sich auf diese Weise verhält. Er wird sich damit nicht abfinden wollen und es unbegreiflich finden: „Sollten Menschen wirklich so leben und ihr ganzes Leben so verbringen? Was für einen Sinn hat es, wenn Generation um Generation so lebt?“ Denn obwohl er letztendlich zu keinem Schluss darüber kommt, wie Menschen leben sollten, denkt er zumindest darüber nach. Er lässt sich nicht in Essen, Trinken, Vergnügen, in das Genießen fleischlicher Annehmlichkeiten, in die der Zuneigung seiner Familie oder ins Glück des Familienlebens absinken und lässt sich auch nicht wie in Trance durchs Leben treiben. Seine Einstellung zum Leben ist es absolut nicht, sich einfach nur treiben zu lassen, denn von Vernunft geleitet, denkt er oft nach. Dinge wie Essen, Trinken, Vergnügen und fleischliche Freuden werden die Bedürfnisse seines Herzens absolut nicht befriedigen. Unter diesen Umständen wird er nach Dingen suchen, die die Bedürfnisse seines Herzens befriedigen können. Letztendlich können nur Gottes Worte und Gottes Werk die Antworten auf diese Fragen über das Leben geben, über die er sich Gedanken macht, und die Bedürfnisse seines Herzens befriedigen.

Wenn jemand einfach seine Tage auf diese Weise verbringt, Tag für Tag, Jahr für Jahr, ohne jemals darüber nachzudenken, welchen Weg er gehen oder wie er leben sollte; wenn er, nachdem er Rückschläge, Misserfolge, schwierige Phasen und Drangsal erlebt und die Freuden und Leiden des Lebens gekostet hat, diese Dinge immer noch überhaupt nicht in Betracht zieht, keine Ansichten über das Leben hat oder darüber, wie er sich verhalten sollte, und weiterhin Ruhm, Gewinn, Status und Vergnügen hinterherjagt und sogar besonders versessen darauf ist, sich verschiedenen bösen Trends zu verschreiben – und er sich dessen nicht bewusst ist, sich nicht betrübt fühlt oder Schmerzen empfindet und nicht das Gefühl hat, dass ein solches Leben ein leeres Leben ist –, dann ist ein solcher Mensch definitiv kein menschliches Wesen. Wäre er ein menschliches Wesen, würde er, sobald er ein bestimmtes Alter erreicht hat, über diese Lebensfragen nachdenken. Manche Menschen beginnen in ihren Zwanzigern, über die Frage des Lebens nachzugrübeln: „Die Generation meiner Großeltern und die Generation meiner Eltern haben alle so gelebt. Werde ich auch so leben wie sie, in einem bestimmten Alter heiraten und Kinder bekommen, und das war es dann für mein ganzes Leben? Lebe ich wirklich nur, um Kinder großzuziehen und mich fortzupflanzen? Wenn ein Mensch sein ganzes Leben so verbringt, ist das sinnlos. Wenn Generation um Generation so lebt, ist es dann nicht immer noch ein leeres Leben?“ In ihrem Herzen verspüren sie das vage Gefühl, dass die Zukunft leer und ungewiss ist. Sie denken: „Wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang nur Essen, Trinken, Vergnügen und fleischlichen Freuden nachjagt und dann Kinder bekommt und großzieht, damit sie ihn im Alter versorgen und ihm ein anständiges Begräbnis geben und er seinen Lebensabend in Frieden genießen kann – wenn er diesem Ziel hinterherjagt, dann wäre sein Leben wirklich völlig bedeutungslos!“ Noch bevor sie überhaupt richtig begonnen haben, das Leben zu erfahren, sehen sie bereits, dass der Weg vor ihnen dunkel und ohne Licht ist; sie haben bereits jede vorgeplante Lebensphase gesehen, die vor ihnen liegt. Innerlich verspüren sie das vage Gefühl, dass es sinnlos ist, so zu leben, und dass es nichts gibt, worauf man sich freuen könnte! Manche Menschen beginnen, wenn sie in ihre Zwanziger kommen, darüber nachzudenken, eine Familie zu gründen, eine Karriere aufzubauen, ein gutes Leben zu führen und ihre Eltern ein gutes Leben genießen zu lassen. Und es gibt auch einige Menschen, die immer Ambitionen haben; sie wollen immer reich werden oder ein hohes Amt bekleiden, sich von der Masse abheben und ihren Vorfahren Ehre bereiten. Ob sie nun von ihren Eltern oder von der Gesellschaft beeinflusst werden, kurz gesagt, wissen sie nicht, dass sie über das Leben nachdenken sollten. Sie glauben fest daran, dass es im Leben nur um gutes Essen, schöne Kleidung und ein gutes Leben geht, und sie ziehen nichts anderes in Betracht. Manche Menschen erleben viele Rückschläge, bevor sie klar erkennen, dass diese Gesellschaft und die Menschheit nicht so gut sind, wie man es sich vorstellt, und sie beginnen darüber nachzudenken, wie sie ein wertvolles und bedeutungsvolles Leben führen können, das nicht umsonst gelebt wird. Solche Menschen bilden eine sehr kleine Minderheit. Kurz gesagt: All jene, die über den Wert des Lebens nachdenken und die erkennen, dass die Menschen sich zu Lebzeiten um praktische Angelegenheiten kümmern müssen, sind Menschen, die Gewissen und Vernunft besitzen. Die Tatsache, dass sie über diese Dinge nachdenken können, zeigt, dass sich ihre Werte von denen anderer Menschen unterscheiden. Bei ihren Werten geht es nicht darum, gut zu essen und schöne Dinge zu genießen, in diesem Leben Erfolg und Wohlstand zu haben, sich von der Masse abzuheben, gute Zukunftsaussichten zu haben und es dabei zu belassen. Es gibt viele Menschen mit guten Zukunftsaussichten, wie diese hochrangigen Beamten – wartet am Ende irgendetwas Gutes auf sie? Sind sie glücklich in ihrem Leben? Wenn man sich ihr Leben hinter den Kulissen genau ansieht, sind sie auch nicht glücklich. Das gibt dir das Gefühl, dass du ebenfalls unglücklich sein wirst, genau wie sie, wenn du ebenfalls nach Status und guten Zukunftsaussichten strebst. Menschen mit dem Verstand einer normalen Menschlichkeit werden sich denken: „Diese hochrangigen Beamten sind nicht glücklich, was beweist, dass der Weg, dem sie folgen, falsch ist. Welcher ist dann der korrekte Weg, dem die Menschen folgen sollten und der ihrem Herzen wahren Trost spenden kann?“ Das Herz der Menschen braucht etwas, das ihm Trost spendet. Diese Quelle des Trostes besteht nicht aus materiellen Genüssen wie Geld, luxuriösen Häusern oder schicken Autos, noch ist es ein vertrauter Mensch, der mit ihnen Drangsal trotzen kann, und erst recht ist es keine perfekte Ehe oder Kinder, die ihre Eltern ehren. Nichts von all dem kann den Herzen der Menschen wahren Trost spenden. Was dem Herzen der Menschen wahren Trost spenden kann, sind die Dinge, die ihr Herz braucht. Ihr Herz muss einige Antworten erhalten; das heißt, es gibt einige Dinge, die die Menschen im Laufe ihres Lebens verstehen wollen: Woher kommen die Menschen? Wann werden sie sterben? Wer bestimmt, wann man stirbt? Gibt es im Leben so etwas wie Schicksal? Wer bestimmt über das Schicksal? Wenn die eigenen Eltern über das Schicksal eines Menschen bestimmen, wer bestimmt dann über das Schicksal der Eltern? Eltern können nicht einmal ihr eigenes Schicksal bestimmen, können sie da das Schicksal ihrer Kinder bestimmen? Und wie sollten sich die Menschen verhalten? Wie sollten sie sich verhalten, damit ihr Leben lohnenswert ist und sie nicht vergeblich durch diese Welt gehen? Wenn Menschen eine Seele haben, hat ihre Seele dann nach dem Tod einen Ort, an den sie gehen kann? Wenn es für Seelen einen Ort gibt, an den sie gehen können, hat dieser Ort etwas mit diesem Leben zu tun? Was müssen Menschen in diesem Leben tun, damit ihre Seele nach dem Tod an einen guten Ort gehen kann? Wie können die Menschen es vermeiden oder etwas daran ändern, dass ihre Seele an einem schlechten Ort endet? Das alles sind Fragen, über die die Menschen nachdenken sollten. Wenn die Menschen über diese Fragen nachdenken, aber keine Antworten erhalten können, fühlen sie sich dann innerlich gequält? (Ja.) Je weniger Antworten du erhältst, desto mehr fühlst du dich innerlich gequält und desto weniger fühlst du dich in der Stimmung, das Leben, familiäre Zuneigung oder romantische Liebe zu genießen, denn ganz gleich, wie sehr du sie genießt, diese Dinge können die Leere in deinem Herzen nur vorübergehend füllen. Wenn der Genuss dieser Dinge vorüber ist, wirst du dich tief im Innern noch leerer fühlen, weil die Dinge, die du vorübergehend besitzt oder genießt, dein Herz nur betäuben und deine vorübergehenden Bedürfnisse befriedigen; sie können keine Antworten auf die Fragen geben, über die du dir Gedanken machst. Letztendlich kann nichts davon – egal wie viel Geld du hast, was für ein gutes materielles Leben du genießt oder wie viele Kinder du an deiner Seite hast, die dich ehren – diese Fragen tief in deinem Herzen beantworten, und nichts davon kann dir helfen, die Antworten zu finden, die du suchst. Das heißt, die Dinge, die du in diesem Leben genießt, die Dinge, die du bereits erlangt hast, können dir nicht sagen, wie deine Zukunft aussehen wird, wo du hinkommen wirst, nachdem dieses Leben endet, oder ob du bestraft oder belohnt werden wirst. Niemand kann dir eine genaue Antwort auf diese Fragen geben, und du kannst keine genauen Antworten in Büchern oder Wissensquellen jeglicher Art finden. Wenn du, während du dir diese Fragen durch den Kopf gehen lässt, das vage Gefühl verspürst, dass das Leben leer ist – dass das Genießen von familiärer Zuneigung keine Substanz hat, dass das Genießen von romantischer Liebe, Ehe und der eigenen Familie keine Substanz hat, dass das Genießen der Ehrerbietung deiner Kinder keine Substanz hat und dass das Genießen von Dingen wie Essen, Trinken und Vergnügen absolut keine Substanz hat –, und wenn dieses Gefühl der Leere umso stärker und dringlicher wird, je mehr du diese Dinge genießt und erlangst, dann wirst du zunehmend das Gefühl haben, dass dein Herz zum Trost etwas anderes braucht als diese Dinge. Das wird dich weiter dazu antreiben, nach Dingen zu suchen, die deinem Herzen Trost spenden können, und nach den Antworten auf die Fragen des Lebens sowie nach dem Weg des Lebens zu suchen. Wenn sie diese Dinge nicht erlangen können, nehmen die Menschen eine hilflose, nachlässige Haltung gegenüber weltlichen Belangen ein: „Ich werde einfach auf diese Weise leben. Immerhin leben die Menschen so ihr ganzes Leben lang.“ Ganz gleich, wie schön die Dinge sind, die jemand mit Gewissen und Vernunft besitzt oder genießt, all das hat für ihn keine Substanz. Er ist nicht wie jene Menschen, die zu den Rängen der Bestien gehören, die nie satt werden, egal wie viel sie essen, die nie befriedigt sind, egal wie viel sie genießen, und die sogar denken: „Es gibt nichts Besseres für die Menschen, als sich ihr ganzes Leben lang so zu amüsieren. In diesem Leben ist Krankheit das Schlimmste, was man haben kann, und Geld ist das Schlimmste, was einem fehlen kann.“ Das ist die Logik von Menschen, die von Tieren reinkarniert wurden. Dieser Spruch – „Krankheit ist das Schlimmste, was man haben kann, und Geld ist das Schlimmste, was einem fehlen kann“ – ist die Lebensphilosophie, die sie aus ihrer Lebenserfahrung ableiten. Wenn jedoch jemand, der Gewissen und Vernunft besitzt, diese Worte hört, denkt er: „Arm zu sein, scheint in der Tat schlimm zu sein; wenn man Geld braucht, aber keines hat, bringt das einen in eine schwierige Lage. Aber kann Geld zu haben diese Leere beseitigen? Das kann es nicht im Geringsten. Zu viel Geld zu haben, ist auch eine Belastung. Es gibt immer Leute, die es begehren werden, und man weiß nicht, wo man es sicher aufbewahren soll. Es auf der Bank zu deponieren, erscheint nicht sicher, man fühlt sich nicht beruhigt, wenn man es investiert, und ausgeben kann man so viel Geld ohnehin nicht. Wenn du das Geld für die Freuden von Essen, Trinken und Vergnügen ausgibst, in einem luxuriösen Haus lebst, schicke Autos fährst und dich an den Schmeicheleien, der Bewunderung und der Wertschätzung der Leute erfreust, wobei dir die Leute überallhin folgen und dich umringen, wie ein Schwarm Schmeißfliegen, der ständig um dich schwirrt, ohne auch nur für einen Moment von deiner Seite zu weichen – wenn du diese Dinge über längere Zeit genossen hast, wirst du in deinem Inneren ihnen gegenüber danach Abneigung empfinden und denken, wie wunderbar es wäre, einen Ort zu finden, an dem du eine Weile ruhen und deinen Geist Ruhe finden lassen kannst. Selbst wenn du um die Welt reisen kannst und deinen Horizont erweiterst, wirst du danach, wenn du innerlich zur Ruhe kommst, immer noch das Gefühl haben, dass ein solches Leben sinnlos ist, und du wirst dich noch leerer fühlen.“ Tatsächlich ist es so: Wenn die Menschen all diese Dinge für substanzlos halten, muss ihr Herz getröstet werden. Das heißt, wenn sie ein bestimmtes Alter und eine bestimmte Phase auf ihrem Lebensweg erreichen, werden sie viele Fragen und Unklarheiten über das Leben haben, die sie nicht verstehen und auf die sie Antworten bekommen und die sie für sich klären müssen. Wenn diese Fragen nicht geklärt werden können, dann können sie nichts anderes tun, als wie eine wandelnde Leiche zu leben, die sich widerwillig um alles kümmert, und ihre Sichtweisen auf alles werden besonders negativ und passiv sein, anstatt proaktiv. Das sind einige der Eindrücke vom Leben, die Menschen haben, die in ihrer Menschlichkeit Gewissen und Vernunft besitzen.

Für Menschen mit Gewissen und Vernunft gilt: Abgesehen davon, dass sie eine gewisse Meinung über das Leben haben, werden sie, wenn sie ein bestimmtes Alter erreichen, einige Erkenntnisse über das menschliche Leben haben und über verschiedene Fragen nachdenken. Weil sie ein Gewissen haben – oder genauer gesagt, weil solche Menschen Herz und Geist haben –, werden sie sich unter der ständigen Einwirkung ihres Gewissens und ihrer Vernunft in verschiedenen Lebensphasen verschiedene Fragen stellen: Wie sollten alle Arten von Menschen behandelt werden? Wie sollte man mit seinen Eltern und seinen Kindern umgehen? Was ist der Sinn des Lebens? Was ist der Sinn von Essen, Trinken und Vergnügen sowie bei Ruhm, Gewinn, Status und guten Zukunftsaussichten im Leben? Nachdem sie die verschiedenen Phasen des Lebens durchlebt haben, werden sie, auch wenn sie die Wahrheit nicht verstehen, einige Schlussfolgerungen über das Leben ziehen. Weil sie über Dinge nachdenken, werden sie Schlussfolgerungen ziehen. Diese Schlussfolgerungen können objektiv sein oder sie können nur persönliche Erkenntnisse sein. Aber zumindest haben Menschen mit Gewissen und Vernunft im Prozess der Lebenserfahrung auf jeden Fall bereits bestimmte Dinge durchgemacht. Mit einem gewissen Maß an Lebenserfahrung werden sie denken: „In diesem Leben laufen viele Dinge nicht so, wie man es sich wünscht; viele Dinge liegen außerhalb der eigenen Kontrolle. Es ist, als hätte irgendwo in der Welt abseits des Sichtbaren der Himmel das alles arrangiert.“ Das ist eine Erkenntnis, die sie aus der Erfahrung des Lebens ziehen, und es ist auch eines der Dinge, die sie gewonnen haben. In Bezug auf ihre Menschlichkeit ist diese gewonnene Erkenntnis eine sehr positive und natürliche Art, über die Dinge nachzudenken, die durch die Wirkung ihres Gewissens und ihrer Vernunft herbeigeführt wird. Warum denken sie auf diese Weise über die Dinge nach? Weil es im Prozess der Lebenserfahrung viele Dinge gibt, die nach ihren Wünschen verlaufen, und Dinge, die das nicht tun, Dinge, die ihren Begierden entsprechen, und Dinge, bei denen das nicht der Fall ist. Während sie diese Dinge erleben, werden sie ständig Lehren ziehen und schließlich zu einer Schlussfolgerung gelangen: Jeder Mensch hat ein Schicksal. Unabhängig davon, ob das eigene Leben reibungslos und nach den eigenen Wünschen verläuft oder voller schwieriger Phasen und Enttäuschungen ist, ob es Leiden oder Glückseligkeit mit sich bringt, es gibt so etwas wie Schicksal. Auf dieser Grundlage werden sie sich über einige Fragen Gedanken machen: „Es ist gewiss, dass jeder Mensch ein Schicksal hat, aber bestimmen die Menschen ihr eigenes Schicksal? Wird es von den Eltern der Menschen geprägt? Das scheint nicht der Fall zu sein. Wenn das Schicksal eines Kindes durch seine Eltern geprägt und bestimmt werden würde, dann würde jeder Elternteil darauf hoffen, dass sein Kind gedeiht und sich von der Masse abhebt und ein glückliches Leben hat, das nach dessen Wünschen verläuft. Aber warum ist mein Leben weder nach den Wünschen meiner Eltern noch nach meinen eigenen Begierden verlaufen? Es ist offensichtlich, dass das eigene Schicksal nicht von Menschen entschieden wird. Zu sagen, dass die Schicksale der Menschen durch die Natur geprägt werden, ist leeres Gerede; das ist absolut unmöglich. Es gibt definitiv einen Herrscher, den Himmel, der diese Angelegenheit in der Welt abseits des Sichtbaren arrangiert.“ Nachdem sie einige der Phasen des Lebens erfahren haben, haben sie einige Erkenntnisse gewonnen. Oder sie gewinnen für einige Lebensphasen, die sie noch nicht erfahren haben, ein gewisses Verständnis und einige Einsichten von ihren Eltern oder Vorgängern; natürlich sind da auch Erkenntnisse über das Leben. Zunächst einmal glauben sie an das Schicksal, und auf dieser Grundlage glauben sie, dass der Himmel existiert. Ist das eine objektive Aussage? (Ja.) Vielleicht werden manche Leute nun sagen: „Was du sagst, ist nicht objektiv. Wir sind auch menschliche Wesen, aber wir denken nicht so.“ Wenn wir sagen, dass Menschen mit Gewissen und Vernunft über die Fragen des Lebens nachdenken, bedeutet das nicht, dass sie einfach nur untätig dasitzen und fünfundvierzig Minuten lang darüber nachdenken, als wären sie im Unterricht, und dann auf eine Antwort kommen. Vielmehr gewinnen sie, während sie älter werden und immer mehr Dinge erfahren, Erkenntnisse über das Leben, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Diese Erkenntnisse kommen nicht über Nacht, noch kommen sie nach einem Jahr. Vielleicht fangen sie in ihren Dreißigern damit an, das Leben zu erfahren und sich mit der Gesellschaft und anderen Menschen auseinanderzusetzen; nachdem sie nach und nach verschiedene Dinge erfahren haben, sammeln sich diese Stück für Stück an und führen sie schließlich zu einer solchen Schlussfolgerung. Das heißt, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, nachdem sie einige Abschnitte der Reise ihres Lebens durchlaufen haben, werden Menschen mit Gewissen und Vernunft zunächst einmal glauben, dass jeder Mensch ein Schicksal hat und dass das Schicksal eines jeden Menschen der Herrschaft und den Anordnungen des Himmels untersteht. Das ist die Schlussfolgerung, die sie ziehen. Was schlussfolgern sie noch? „Ob ein Mensch in diesem Leben Segnungen genießt oder Mühsal erleidet, ob er arm oder reich ist, ob er ein hochrangiger Beamter wird oder nur ein gewöhnlicher Mensch ist, nichts davon hat er selbst in der Hand.“ Wenn man aus einer menschlichen Perspektive darüber nachdenkt, wer möchte nicht ein Beamter sein, ein gutes materielles Leben genießen und ein glückliches, problemloses Leben haben, in dem alles nach seinen Wünschen verläuft? Aber solche Bestrebungen müssen sich nicht zwangsläufig verwirklichen; das Schicksal eines jeden Menschen ist anders. Zum Beispiel sehen einige Menschen in ihrer Jugend unscheinbar und ungepflegt aus, aber wenn sie erwachsen sind, haben sie Erfolg; die Leute können das nicht begreifen. Nehmen wir zum Beispiel an, es gibt ein Mädchen, das von klein auf besonders bestrebt war, sich hervorzutun; sie erbringt in der Schule gute Leistungen und sieht außergewöhnlich gut aus. Aber was passiert am Ende mit ihr? Sie heiratet einen Halunken, wird jeden Tag geschlagen, und die Kinder, die sie bekommt, sehen nicht so gut aus, wie sie es sich vorgestellt hat; sie sehen alle sonderbar und unattraktiv aus. Sie ist so ehrgeizig, sieht so gut aus und hat so viele Verehrer, aber nachdem sie alle ihre Optionen durchgegangen ist, wählt sie schließlich einen Halunken; niemand würde das je erwarten. Oder nehmen wir an, es gibt jemand anderen, der besonders ehrgeizig ist und davon träumt, ein General oder Provinzgouverneur zu werden, wenn er erwachsen ist. Und was passiert mit ihm? Wenn er erwachsen ist, bestreitet er seinen Lebensunterhalt als Landwirt. Er ist ziemlich gebildet, trägt den ganzen Tag eine Brille und ist sehr redegewandt. Wohin er auch geht, erzählt er anderen von historischen Ereignissen und Begebenheiten. Er weiß sogar über alles von Astronomie bis zu Geografie Bescheid und kann wahrsagen. Aber am Ende bringt er es zu nichts und bleibt sein ganzes Leben lang ein Bauer. Aus diesen Dingen lässt sich erkennen, dass das Schicksal eines Menschen im Laufe seines Lebens vom Himmel bestimmt wird. Selbst wenn du gute Bestrebungen und Wünsche hast, müssen diese nicht zwangsläufig in Erfüllung gehen; und selbst wenn du sie nicht hast, wird dir vielleicht unerwartet Glück zuteil. Damit erfüllt sich der Ausspruch der Nichtgläubigen: „Der Himmel sieht alles.“ All das untersteht komplett der Herrschaft und den Anordnungen des Schöpfers. Darüber hinaus wird jemand, der jetzt gerade arm ist, nicht zwangsläufig sein ganzes Leben lang arm sein. Wenn jemand arm ist, sieht seine Frau vielleicht auf ihn herab und verlässt ihn. Doch ein paar Jahre später floriert sein Geschäft und er wird zum Millionär, fährt Luxusautos, lebt in einer Villa und schmückt sich mit Gold und Silber. Seine Frau will dann zurück zu ihm, aber er würde lieber auf ewig Junggeselle bleiben, als sie zurückzunehmen. Seine Frau hat nämlich einfach kein glückliches Los im Leben; sie ist dazu bestimmt, arm zu sein. Ob man in diesem Leben arm oder reich ist, hat man nicht selbst in der Hand. Du weißt nie, wann du reich werden könntest, und du weißt nie, was dazu führen könnte, dass du arm wirst. Manche reichen Menschen denken, sie werden ihr ganzes Leben lang wohlhabend sein, also blicken sie auf arme Menschen herab und ignorieren sie. Doch ein paar Jahre später werden sie arm, und diejenigen, die von ihnen früher schikaniert und ignoriert wurden, sind nun reicher als sie und haben keine Lust, ihnen noch Beachtung zu schenken. Abgesehen von der Erkenntnis, dass man es nicht selbst in der Hand hat, ob man reich oder arm ist – zu welchen anderen Erkenntnissen über das Leben gelangen Menschen mit Gewissen und Vernunft? Manche Leute sagen: „Selbst wenn du in diesem Leben keine guten Dinge tust, tu nichts Böses. Der Himmel sieht alles! Sieh dir diese Familie an; sie ist seit der Generation ihrer Großeltern verkommen und hat andere immer betrogen und ihnen geschadet. Und was passierte letztendlich mit den Mitgliedern dieser Familie? Ihr Enkel musste ernten, was sie gesät hatten; er wurde behindert geboren. Also tu nichts Böses. Der Himmel sieht alles; wenn du Böses tust, wirst du früher oder später deine gerechte Strafe erhalten!“ Menschen mit Gewissen und Vernunft erfahren viele Dinge und leiden sehr, wenn sie die Wahrheit nicht verstehen. Wenn sie ihre Fünfziger oder Sechziger erreichen, werden sie verschiedene Erkenntnisse über das Leben haben. Diese Erkenntnisse laufen letztendlich auf die Existenz des Schicksals und des Himmels hinaus, darauf, dass die Schicksale der Menschen in der Welt abseits des Sichtbaren der Herrschaft und den Anordnungen des Himmels unterstehen, dass die Menschen, nachdem sie sterben, ihre gerechte Strafe bekommen werden, dass man nichts Böses tun sollte und dass der Himmel alles sieht und immer die Augen offen hat, ganz egal, was man Böses tut. Denke nicht, dass andere Leute keine Ahnung davon haben, dass du etwas Böses getan hast; die Menschen wissen es vielleicht nicht, aber der Himmel weiß es definitiv. Die Schulden, die ein Mensch in diesem Leben anhäuft, müssen im nächsten Leben zurückgezahlt werden, und es könnte sogar mehrere Lebzeiten dauern, um sie zurückzuzahlen. Denn von der Antike bis zur Gegenwart hat all jene, die zu viel Böses getan haben, ein schlimmes Ende ereilt und sie ihre gerechte Strafe dafür bekommen. Manche begingen zu viele Morde und wurden bestraft; über Jahrhunderte hinweg wurden sie kein einziges Mal als Menschen reinkarniert. Sie wurden ständig als Kühe und Schweine reinkarniert, und nachdem sie geschlachtet worden waren, wurden sie wieder als Schweine und Kühe reinkarniert und durchliefen diesen Kreislauf Generation um Generation. Das bedeutet es, zu ernten, was man gesät hat. Auch wenn Menschen mit Gewissen und Vernunft die Wahrheit nicht verstehen, können sie dennoch gewisse Meinungen zu den Angelegenheiten des Lebens haben, einige positive Dinge erkennen und letztendlich einige positive Antworten erhalten. Diese positiven Antworten befähigen sie, einige Grundsätze für das eigene Verhalten, über die die Menschen verfügen sollten, sowie den Weg für das eigene Verhalten, dem der Mensch folgen sollte, abzuleiten. Wenn sie auf diese Weise ihr ganzes Leben leben, können sie zumindest weniger Böses tun und vor einiger Bestrafung verschont bleiben. Je mehr Lebenserfahrung die Menschen haben und je mehr Erkenntnisse sie über das Leben gewinnen, desto korrekter können sie ihren Zukunftsaussichten und ihrer Zukunft begegnen und desto mehr können sie den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen und zulassen, dass alles so geschieht, wie es geschehen soll, anstatt gewaltsam und bewusst zu versuchen, all diese Dinge zu kontrollieren. Was zum Beispiel Dinge wie die Zukunftsaussichten und die Ehe der eigenen Kinder angeht oder wie die eigenen Kinder ihre Älteren behandeln, werden die Eltern den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen und diesen Dingen korrekt begegnen, anstatt künstliche Methoden oder extreme Verhaltensweisen einzusetzen, um all diese Dinge zu manipulieren. Wenn also jemand diese Erkenntnisse über das Leben hat, kann er sich bis zu einem gewissen Grad den Anordnungen des Himmels und den Fügungen des Schicksals fügen und weniger törichte Dinge oder gar keine törichten Dinge mehr tun.

Es gibt viele Erkenntnisse über das Leben, die man gewinnen kann. Abgesehen von denen, über die wir gerade Gemeinschaft gehalten haben, welche anderen Erkenntnisse habt ihr gemacht? (Dass die Menschen auch keine Kontrolle über ihre Geburt und ihr Altern sowie über Krankheit und Tod haben.) Ja, die Geburt und das Altern sowie Krankheit und Tod haben die Menschen nicht selbst in der Hand. Manche Menschen sind nämlich bei bester Gesundheit, erkälten sich dann aber und sterben ein paar Tage später. Dahingegen sind andere Menschen kränklich und nehmen das ganze Jahr über Medikamente, und doch werden sie weit über achtzig Jahre alt. Wann man stirbt, hat man ebenfalls nicht selbst in der Hand; man kann sich das nicht aussuchen. Welche anderen Erkenntnisse über das Leben gibt es? (Dass man auch keine Kontrolle über romantische Liebe oder die eigene Ehe hat.) Die Menschen können im Augenblick viele Dinge nicht durchschauen, aber wenn sie ein bestimmtes Alter erreichen, werden sie zu einigen Erkenntnissen gelangen. Zum Beispiel gibt es viele Dinge, die nicht von Menschen künstlich herbeigeführt werden können; sie richten sich nicht nach dem menschlichen Willen, noch werden sie dadurch bestimmt. Sagt Mir: Wenn ein Mensch, der über diese Fragen nachdenken und diese Erkenntnisse über das Leben haben kann, Gottes Worte hört, erhellt sich dann nicht sein Herz erheblich? (Ja, das tut es.) Wenn er durch Gottes Worte Antworten erhalten kann, kann er dann Gottes Worte annehmen? Wird er die Wahrhaftigkeit von Gottes Worten anerkennen? (Das wird er.) Nachdem Menschen mit Gewissen und Vernunft einige der Phasen des Lebens durchlaufen haben, werden sie zu einigen Erkenntnissen über das Leben gelangen. Der grundlegendste Punkt unter diesen Erkenntnissen ist der Glaube an das Schicksal und der Glaube daran, dass Gott existiert. Wenn sie auf dieser Grundlage vor Gott kommen, geben Gottes Worte ihnen Antworten und zeigen ihnen auch einen Weg auf, wodurch die Erkenntnisse bestätigt werden, die sie im Laufe ihrer Lebenserfahrung gewonnen haben, und wodurch ihnen auch konkrete Antworten geliefert werden. Das heißt, Gottes Worte ergänzen auf perfekte Weise einige konkrete Details, die sie im Laufe ihrer Lebenserfahrung nicht erkannt haben, und sie helfen ihnen, besser zu verstehen und noch fester daran zu glauben, dass Gott existiert und dass es außer Frage steht, dass Gott über das Schicksal eines jeden Menschen herrscht. Sie hatten dieses Fundament von vornherein und hatten solche Antworten bereits im Laufe ihrer Lebenserfahrung erhalten. Wenn sie vor Gott kommen und die Wahrheit aus Gottes Worten verstehen, lassen Gottes Worte sie noch fester an Seine Existenz glauben sowie an die Tatsache, dass Er über das Schicksal eines jeden Menschen herrscht. Das heißt, Gottes Worte ermöglichen es ihnen, zu bestätigen, dass ihre Erkenntnisse richtig und zutreffend sind. Daher glauben sie auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse über das Leben noch fester daran, dass Gott wahrhaftig existiert und dass, obwohl Er nicht gesehen oder berührt werden kann, Seine Existenz unbestreitbar ist. Sie hatten das tatsächlich bereits wahrgenommen und hatten diese Meinung bereits gebildet, bevor sie vor Gott kamen. Wenn sie durch Gottes Worte Bestätigung erhalten, nimmt ihr Glaube natürlich zu; anstatt stärker zu zweifeln, haben sie mehr Glauben an Gott und glauben noch fester an Seine Existenz. Folglich haben sie weniger Schwierigkeiten, Gottes Worte anzunehmen, als die meisten Menschen. Genau wie Hiob – welche Erkenntnis hatte er über das Leben? „Jehova hat’s gegeben, Jehova hat’s genommen; der Name Jehovas sei gelobt“ (Hiob 1,20-21). Bevor Gott ihn prüfte und bevor Gott ihm von Angesicht zu Angesicht gegenübertrat, war er bereits dieser Meinung. Als Gott ihn also prüfte, glaubte er in seinem Herzen noch fester, dass dies Gottes Tun war und dass es unmissverständlich war. Das heißt, als Gott ihn prüfte, fing er in Bezug auf Gotteskenntnis, Kenntnis und das Erleben von Gottes Taten und die Kenntnis von Gottes Herrschaft nicht bei null an; vielmehr hatte er Gottes Taten und Gottes Herrschaft bereits verstanden und begriffen. Auf dieser Grundlage bestätigte er ferner, dass seine Erkenntnis und sein Verständnis richtig waren und dass Gott in der Tat auf diese Weise handelt. Was Menschen mit Gewissen und Vernunft betrifft, so haben sie fast keine Schwierigkeiten, Gottes Worte anzunehmen, wenn sie vor Gott kommen, nachdem sie Erkenntnisse über das Leben gewonnen haben. Sie können noch fester daran glauben, dass Gottes Worte richtig sind. Es ist nur so, dass ihren Erkenntnissen über das Leben viele Details fehlen, und das stärkt ihren Glauben weiter und bestätigt, dass ihre Erkenntnis richtig ist, sodass sie keinerlei Zweifel an Gott haben. Da sie keine Zweifel an Gott haben und fest an Seine Existenz glauben, ist es dann für sie schwierig, Gottes Herrschaft und Seine Worte anzunehmen? Tun sie sich damit leichter als jene Menschen, die überhaupt nicht an Gottes Existenz glauben oder sie nicht anerkennen oder sie infrage stellen? (Ja.) Selbst wenn sie durch ihre verdorbenen Dispositionen behindert werden, ist jedenfalls zumindest ihre Haltung zu Gottes Worten und zur Wahrheit auf dem Fundament aufgebaut, dass sie ohne jeden Zweifel fest daran glauben, dass Gott der Herrscher der Menschheit ist. Das heißt, wenn Gott sie prüft oder züchtigt und richtet, dann gilt: Erstens, verleugnen sie auf jeden Fall zumindest nicht Gottes Existenz; zweitens, stellen sie Gottes Herrschaft nicht infrage; und drittens, weisen sie Gottes Herrschaft nicht zurück. Stattdessen konzentrieren sie sich einfach darauf, ihre eigenen verdorbenen Dispositionen zu beseitigen. Dieser Zustand unterscheidet sich von dem Zustand jener Menschen, die überhaupt nicht an die Existenz Gottes glauben oder die Gott gegenüber skeptisch sind. Was die Menschen betrifft, die überhaupt nicht an Gottes Existenz glauben, so widersetzen sie sich Gott zuallererst, wenn Gottes Züchtigung und Gericht über sie kommen oder Gott Umgebungen einrichtet, um sie zu disziplinieren. Sie leugnen Gottes Existenz und sagen: „Das ist nicht Gottes Werk; Gott würde niemals so handeln!“ oder: „Wo ist Gott? Das ist das Werk von Menschen!“ Sie machen Aussagen und legen Verhaltensweisen an den Tag, die typisch für Ungläubige sind. Die Menschen, die Gott gegenüber skeptisch sind, fragen sich hingegen immer: „Ist das Gottes Werk? Ich glaube einfach nicht, dass Gott auf diese Weise handeln würde. Gott liebt die Menschen und sorgt sich um sie; würde Er auf diese Weise Seine Herrschaft ausüben? Ich glaube nicht, dass Er das tun würde. Wie auch immer, ich will das nicht annehmen; wenn etwas nicht mit meinen Auffassungen übereinstimmt, nehme ich es nicht an!“ Die Haltungen dieser beiden Arten von Menschen gegenüber Gottes Züchtigung und Gericht, Disziplin und Prüfungen sind nämlich unterschiedlich. Was Menschen betrifft, die in ihrer Menschlichkeit die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft besitzen und wahrhaftig an Gottes Existenz glauben, so gehen sie, wenn Gott Umgebungen einrichtet, um sie zu prüfen, mit den von Gott arrangierten Umgebungen zuallererst aus der Perspektive eines geschaffenen Menschen um. Sie begegnen dem Schöpfer und Gott in ihrem Herzen mit einer Haltung der Unterwerfung. Ihre Haltung ist nicht von skeptischen Fragen, Zurückweisung oder Verleugnung geprägt; vielmehr glauben sie: „Das ist Gottes Werk; es untersteht Gottes Herrschaft.“ Obwohl sie vielleicht auch Aufsässigkeit und Auffassungen entwickeln und versuchen, zu diskutieren, haben sie auf jeden Fall zumindest folgende Haltung gegenüber diesen Umgebungen: „Das ist Gottes Werk; Gott herrscht über alle Dinge.“ Darüber hinaus werden sie auf jeden Fall zumindest nicht daran zweifeln, dass Gott tatsächlich existiert; das wird schlichtweg nicht passieren. Daher ist ihre Haltung gegenüber Gott, egal welches Werk Gott an ihnen vollbringt, die Haltung eines geschaffenen menschlichen Wesens gegenüber Gott und nicht die Haltung gegenüber einem gewöhnlichen Menschen. Unterscheidet sich die Haltung der Menschen mit Gewissen und Vernunft gegenüber Gott nicht von der Haltung der Ungläubigen und der Menschen, die an Ihm zweifeln? (Ja, das tut sie.)

Ungläubige behandeln Gott wie Luft und sogar wie einen gewöhnlichen Menschen auf derselben Stufe wie sie selbst. Menschen, die an Gott zweifeln, haben substanzlose und vage Einbildungen in Bezug auf Gott, wenn ihnen nichts geschieht; wenn sie mit Problemen konfrontiert werden, hegen sie allerlei Argwohn, Zweifel und sogar Skepsis Gott gegenüber. Was jedoch Menschen mit Gewissen und Vernunft betrifft: Weil sie sich in ihrem Herzen sicher sind, dass Gott existiert, und sie sich der Identität und des Wesens Gottes sicher sind, behandeln sie Gott, ganz gleich, welche Aufsässigkeit oder welche Auffassungen sie Ihm gegenüber entwickeln, auf jeden Fall zumindest mit der Haltung eines geschaffenen Wesens gegenüber dem Schöpfer. Ist der Unterschied zwischen dieser Art von Mensch und den beiden vorherigen Arten groß? (Ja.) Ein solcher Mensch wird Gott gegenüber nicht skeptisch sein, noch wird er Gott wie einen gewöhnlichen Menschen behandeln. Warum sprechen wir über diesen Unterschied? Weil sich bei einer Person mit Menschlichkeit, ganz gleich, welche verdorbenen Dispositionen sie offenbart und ganz gleich, ob sie Auffassungen oder Aufsässigkeit gegenüber Gott entwickelt, all dies im Rahmen des Gewissens und der Vernunft ihrer Menschlichkeit abspielt. Erstens wird sie Gott nicht verfluchen; zweitens wird sie nicht über Gott urteilen oder Gott lästern; und drittens wird sie sich nicht gegen das Werk sträuben, das Gott an ihr verrichtet. Sie wird allerhöchstens vielleicht versuchen, zu diskutieren, nicht bereit sein, die vorliegende Situation anzunehmen, oder nicht bereit sein, ein solches Werk Gottes anzunehmen. Aber auf jeden Fall behandelt sie Gott zumindest als Gott, und selbst wenn diese Person einige Äußerungsformen von Auflehnung zeigt, bleiben diese im Rahmen von Gewissen und Vernunft. Im Gegensatz dazu sind sich Menschen, die Gott leugnen, nicht bewusst, ob Gott existiert, wenn sie sich nicht irgendeiner Situation gegenübersehen. Wenn sie jedoch mit einer Situation konfrontiert werden, glauben sie, dass Gott ihnen etwas Nachteiliges angetan hat – vielleicht diszipliniert Er sie oder entzieht ihnen etwas, sodass sie einige persönliche Interessen einbüßen –, und sie werden skrupellos über Gott urteilen, Gott verfluchen und Gott in ihrem Herzen lästern, ohne auch nur im Geringsten ein gottesfürchtiges Herz zu besitzen. Ihre Haltung Gott gegenüber unterscheidet sich von der der Menschen mit Gewissen und Vernunft. Sie wagen es, Gott zu verfluchen, und dieses Verfluchen ist nicht bloß Aufsässigkeit; sie verfluchen Gott ohne jegliche Zurückhaltung oder Hemmung. Warum zeigen sie keine Zurückhaltung oder Hemmungen? Weil sie keine Menschen sind und weder Gewissen noch Vernunft besitzen; sie behandeln Gott einfach so, als wäre Er der gewöhnlichste Mensch, den es gibt. Und wenn Gottes Worte ihre Probleme ansprechen, behandeln sie Gott wie einen Feind und denken: „Wenn deine Worte nachteilig für mich sind, werde ich wütend und werde mich an dir rächen! Solange deine Worte und Handlungen mich nicht betreffen, werde ich kein Problem mit dir haben. Wenn etwas passiert, das meinen Interessen schadet, oder wenn mir droht, verhaftet zu werden, dann werde ich Gott ohne zu zögern verleugnen und ablehnen!“ Sie werden in ihrem Herzen auch sagen: „An Gott zu glauben ist sinnlos – wir müssen sogar Verfolgung und Unterdrückung erleiden. Ich jedenfalls werde diese Mühsal nicht ertragen!“ Man sieht also: Zu jeder Zeit hegen sie Gedanken daran, ihren Glauben an Gott aufzugeben und Gott den Rücken zu kehren. Wenn ihnen Dinge geschehen, die nicht ihren Wünschen entsprechen, hegen sie diese Gedanken und wollen sich von Gott distanzieren. Dies ist der häufigste Zustand von Teufeln und Ungläubigen. Sobald diesen Menschen Dinge geschehen, die nachteilig für sie sind, wollen sie Gott verleugnen, aufhören, an Gott zu glauben, Gottes Namen verwerfen und sich aus dem Staub machen. Sie kehren nicht nur Gottes Namen den Rücken, sondern beschweren sich auch darüber, dass Gott weder sie noch ihre Interessen beschützen kann. Manche Leute sagen sogar: „Existiert Gott wirklich? Kann Er wirklich die Herrschaft über alle Dinge haben?“ Und andere sagen: „Gott zu dienen ist nicht leicht; einem König nahezustehen ist genauso gefährlich wie neben einem Tiger zu schlafen!“ Man sieht also: Sie wagen es, ungeheuerlich aufsässige Dinge zu sagen. Wenn du Gott wirklich als Gott behandelst und wahrhaftig glaubst, dass es einen Gott gibt, würdest du dann, wenn du es vom Gewissen und der Vernunft eines normalen Menschen aus betrachtest, auf diese Weise über Gott urteilen und Ihn lästern, wenn dir Dinge geschehen, die nachteilig für dich sind? Das würdest du nicht, weil dein Gewissen es schlichtweg nicht zulassen würde, und diese Gedanken würden somit gar nicht erst in dir aufkommen. Würdest du dann immer noch solche Dinge sagen? Solche Worte würden dir niemals über die Lippen kommen. Wenn jenen Teufeln und Ungläubigen Dinge geschehen, die nachteilig für sie sind, werden sie Gott verfluchen und lästern und letztendlich Gott den Rücken kehren und aufhören, an Gott zu glauben. Es gibt auch einige Leute, die, wenn ihnen Dinge geschehen, die nicht wie gewünscht verlaufen, aus Protest streiken, ihre Arbeit hinwerfen und sich weigern, ihre Pflichten zu tun. Es gab einmal einen Ungläubigen, der Böses tat und dem Haus Gottes schwere Verluste verursachte. Das Haus Gottes entließ ihn, und als er einer gewöhnlichen Kirche zugewiesen wurde, weigerte er sich und sagte: „Wenn ihr mich einer gewöhnlichen Kirche zuweist, werde ich nichts essen. Ich werde hier an Ort und Stelle sterben!“ Einige Brüder und Schwestern stutzten ihn dann zurecht und hielten Gemeinschaft mit ihm. Ich sagte: „Bist du nicht töricht, dich auf das Niveau eines solchen Menschen herabzulassen? Das ist ein Teufel, der sein wahres Gesicht zeigt. Warum nimmst du ihn so ernst?“ Wenn er ein Mensch wäre, könnte er dann so etwas tun? Wem widersetzt er sich? Abgesehen von der Tatsache, dass er so viel Böses getan und dem Haus Gottes derart schwere Verluste verursacht hat – in welchem Fall es für das Haus Gottes völlig gerechtfertigt und angemessen ist, gegen ihn vorzugehen –, wäre es nicht auch für das Haus Gottes angemessen, ihn wegen seiner Unfähigkeit, die Arbeit zu verrichten, zu entlassen, selbst wenn er nichts Böses getan hätte? Das bedeutet es, nach Grundsätzen zu handeln; was für ein schamloses Manöver hat er also versucht abzuziehen? Durch den Versuch, diese schamlose Nummer abzuziehen, wurde er enthüllt, und das war ein Grund mehr, ihn wegzuschicken. Er kann hingehen, wo immer er will; die Kirche muss nur seinen Namen streichen, und damit hat sich die Sache erledigt. Das ist ein Teufel. Warum nimmst du ihn so ernst? Ihn ernst zu nehmen, ist idiotisch; kannst du mit einem Teufel vernünftig reden? Dieser Ungläubige hat weder Gewissen noch Vernunft, tut alle möglichen schmutzigen Dinge und versucht, schamlose Nummern abzuziehen, in dem Glauben, dass das Haus Gottes darauf nicht reagieren könne. Ein solcher Mensch ist leicht zu handhaben; schick ihn einfach weg, und damit hat sich die Sache – aus den Augen, aus dem Sinn. Ist es nicht töricht, einen Ungläubigen, der ein Teufel ist, wie einen normalen Menschen zu behandeln? Ein Teufel nimmt die Wahrheit nicht im Geringsten an, und ganz gleich, wie er glaubt, er wird die Wahrheit nicht erlangen. Wenn du mit ihm über die Wahrheit Gemeinschaft hältst, ist das nicht verschwendete Liebesmühe? Wenn du willst, dass er gereinigt und gerettet wird, ist das unmöglich. Er ist schlichtweg ein Teufel, der sein wahres Gesicht zeigt, und er sollte entfernt werden. Genau so sollte man gegen Ungläubige vorgehen.

Jene wirrköpfigen Menschen, die als Tiere eingestuft wurden, erkennen Gott nicht von ganzem Herzen an und behandeln Gott nicht als Gott, noch haben sie Respekt vor Gottes Fleisch oder Ehrfurcht vor dem Gott im Himmel; für sie zählen nur ihre persönlichen Vorteile. Wenn sie heute Segnungen erhalten, die für sie von Vorteil sind, sagen sie: „Gott ist gut, Gott ist groß, Gott ist gerecht, Gott ist edel!“ Aber wenn Gott ihnen eines Tages ihre Vorteile nimmt und sie leiden lässt, werden sie Gott verleugnen und verraten und sogar sagen: „Es ist nicht zwangsläufig wahr, dass Gott durch und durch gut ist; ich glaube nicht mehr an Gott!“ Wenn das Haus Gottes einige Vorteile aushändigt und sie etwas umsonst bekommen lässt, freuen sie sich und sagen: „Gott liebt die Menschen so sehr, Gott ist so lieblich! Ich preise Gott in meinem Herzen!“ Sie sind so glücklich, dass sie vor Freude Luftsprünge machen, und können nachts sogar lachend aus ihren Träumen aufwachen. Wenn ihnen gesagt wird, dass es nicht mehr umsonst ist, schlagen sie sofort einen anderen Ton an und werden unglücklich. Sie sagen nicht mehr, dass Gott lieblich ist oder dass Gott sich um die Menschen sorgt, und fällen stattdessen das Urteil, dass das Haus Gottes zu geizig sei und keine Liebe zeigen würde; ihr Verhalten ändert sich im Handumdrehen. Besitzen solche Menschen Gewissen und Rationalität? (Nein.) Menschen ohne Gewissen und Vernunft haben kein Schamgefühl. Wenn sie profitieren, sagen sie, Gott sei gut; wenn sie nicht profitieren können, schlagen sie einen anderen Ton an und sagen: „Gott ist nicht gut, es gibt keinen Gott.“ Sie sind tatsächlich imstande, solche Dinge zu sagen. Sie sprechen mit gespaltener Zunge, als ob sie eine gespaltene Persönlichkeit hätten; sie sind diejenigen, die sagen, Gott sei gut, und sie sind auch diejenigen, die sagen, Gott sei nicht gut. Worauf basieren ihre Worte? Sie basieren einzig und allein darauf, ob sie profitieren können; wenn sie nicht profitieren können, sagen sie, Gott sei nicht gut – sie sind tatsächlich imstande, solche Dinge zu sagen. Wenn jemand mit Gewissen und Vernunft solche Dinge sagt, wird er sich im Allgemeinen innerlich schuldig fühlen: „Oh, ich bin wirklich gewissenslos. Was ich gerade gesagt habe, war unangemessen. Das darf ich in Zukunft nicht mehr sagen. Wenn man etwas einmal gesagt, kann man es nicht mehr zurücknehmen; das zu sagen, hat meine Menschlichkeit offenbart.“ Er wird dann über sich selbst nachdenken und sich selbst erkennen. Menschen, die als Tiere reinkarniert sind, werden nicht über sich selbst nachdenken und sich nicht selbst erkennen. Ganz gleich, was sie sagen, sie sind immer der Meinung, sie seien im Recht; wenn sie glücklich sind, sagen sie eine Sache, und wenn sie unglücklich sind, etwas anderes. Sie haben weder Schamgefühl noch Integrität oder Würde, und es ist ihnen egal, wie andere sie sehen. Tragen sie dann tatsächlich Gott in ihrem Herzen? Um genau zu sein: nein. Objektiv betrachtet ist es so: Wenn sie Ihn brauchen, dann sagen sie, dass es einen Gott gibt, dass Gott ihnen beisteht, dass Gott ihnen Gnade schenkt und ihnen hilft und dass Gott über sie wacht und sie beschützt. Wenn Gott sie jedoch zurechtweist und diszipliniert, sodass sie Ansehen verlieren und sich entehrt fühlen, und sie das Gefühl haben, dass Gottes Handlungen für sie von Nachteil sind, sagen sie, Gott sei nicht gut, und fangen an, Gott gegenüber skeptisch zu werden. Sag Mir: Was für ein Gewissen und was für eine Vernunft haben solche Menschen? Sie behandeln Gott genau so, wie sie Menschen behandeln, ohne jegliche Anflüge von Gewissen zu zeigen. Sie wagen es sogar, mit Gott zu streiten und zu diskutieren, und wagen es, Ihn zu beschimpfen, ohne die geringste Ehrfurcht oder Gottesfurcht. Hinterher bereuen sie es: „Oh, ich habe Gott enttäuscht!“ Aber wenn ihnen solche Dinge wieder geschehen, handeln sie immer noch auf dieselbe Weise. Sie werden in ihrem Herzen niemals wahre Gottesfurcht haben; Gott hat in ihrem Herzen keinen Platz. Doch im Herzen eines Menschen, der wahrhaftig Gewissen und Vernunft besitzt, hat Gott jedoch einen festen Platz, und dieser feste Platz macht diesen Menschen aufrichtiger, ernsthafter und respektvoller gegenüber Gott als jedem anderen Menschen gegenüber. Diese Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit sowie dieser Respekt bilden seine Haltung Gott gegenüber, was der Wirkung seines grundlegenden Gewissens und seiner grundlegenden Vernunft zu verdanken ist. Daher wird er zu keiner Zeit – ob er nun schwach oder negativ ist oder ob er bei etwas versagt hat oder diszipliniert worden ist – diese Grenze überschreiten. Ganz gleich, wie groß die Schwierigkeiten sind, denen er sich gegenübersieht, oder wie viel Schmerz er erleidet, er wird diese Grenze nicht überschreiten, weil er ein wahrer Mensch ist. Er glaubt, dass Gott existiert und dass Er über das Schicksal eines jeden Menschen herrscht, also wird er die Grenzen seines Gewissens nicht überschreiten, um sich gegen Gott zu vergehen, noch wird er Gott absichtlich verfluchen, sich Ihm absichtlich widersetzen oder sich absichtlich gegen Ihn auflehnen, solange er sich dessen bewusst ist. Dass er dies nicht absichtlich tut, bedeutet, dass er von seinem Gewissen und seiner Vernunft gezügelt wird. Unter der Einwirkung seines Gewissens und seiner Vernunft kann er natürlich auch einige Dinge tun, die jemand mit normaler Menschlichkeit tun sollte. Zum Beispiel spielt es keine Rolle, welches Werk Gott verrichtet oder welche Worte Gott spricht: Wenn diese Dinge nicht mit seinen Auffassungen übereinstimmen, wird er nicht mit Absicht ein Urteil fällen oder Kommentare abgeben. Er kann mit diesen Dingen korrekt umgehen oder die Wahrheit suchen, um seine eigenen Auffassungen auszuräumen; in seinem Unterbewusstsein gibt es eine Mindestgrenze. Weil er an Gottes Existenz glaube, wird er aufgrund der Einwirkung seines Gewissens und seiner Vernunft diese Überlegungen anstellen. Nach dem darüber nachgedacht hat, wird er für seinen Umgang mit Gott eine grundlegende Haltung und elementare Grundsätze haben. Nur auf der Basis dieser elementaren Grundsätze können die Menschen ihre Beziehung zu Gott als die eines geschaffenen Wesens zum Schöpfer aufrechterhalten und eine derartige korrekte, normale und angemessene Beziehung aufrechterhalten. Nur wenn diese Beziehung besteht, können die Menschen Gottes Worte normal annehmen, sich Gottes Worten normal unterwerfen und sie normal praktizieren. Sagt Mir: Können Menschen, die Gott oft verfluchen, Menschen, die bei der jeder Kleinigkeit aufhören wollen, an Gott zu glauben, und Menschen, die sich einfach so über Gott beschweren und Ihn hassen, Gottes Worte annehmen? Können sie Gottes Worte praktizieren? (Nein.) Die Haltung, die diese Menschen Gott gegenüber haben, ist die Haltung, die Teufel Gott gegenüber haben. Da Teufel eine solche Haltung Gott gegenüber haben, können sie dann Gottes Worte als die Wahrheit behandeln? Niemals. Nur geschaffene menschliche Wesen können Gottes Worte als die Wahrheit behandeln. Nur indem sie Gottes Worte als die Wahrheit behandeln, können die Menschen bereit sein, Gottes Worte anzunehmen, um sich ihnen dann noch mehr zu unterwerfen, sie noch mehr zu praktizieren und noch mehr in sie einzutreten und letztendlich gereinigt und gerettet zu werden.

Jemand, der in seiner Menschlichkeit die Eigenschaften von Gewissen und Vernunft besitzt, hat in seinem Umgang mit Gott einen elementaren Grundsatz, der darin besteht, die Absicht zu haben, sich zu unterwerfen. Was ihm auch geschieht, er wird absolut nicht willkürlich Urteile fällen, sondern zu Gott beten und die Wahrheit suchen; das ist die Äußerungsform, die ein normaler Mensch aufweisen sollte. Wenn die Äußerungsformen eines Menschen mit dem Gewissen und der Vernunft einer normalen Menschlichkeit übereinstimmen oder wenn er die Zügelung, Zurückhaltung und Kontrolle von Gewissen und Vernunft aufweist, dann ist dieser Mensch ein wahrer Mensch und jemand, den Gott zu erretten beabsichtigt. Wenn er ohne die Zügelung, geschweige denn die Zurückhaltung, von Gewissen und Vernunft handelt und wirrköpfig ist; wenn er eine gute Haltung gegenüber Gott haben möchte, das aber niemals schafft, nicht weiß, wie genau er mit Gott umgehen sollte, und nicht weiß, an welche Grundsätze sich die Menschen vor Gott halten sollten, um korrekt zu handeln – wenn er nichts von diesen Dingen weiß, sondern einfach wirrköpfig und verwirrt ist und sich bei guten Menschen gut und bei bösen Menschen böse verhält, was für ein Mensch ist er dann? Wenn er mit Menschen zusammen ist, die Gewissen und Vernunft haben, tut er keine bösen Dinge, aber das bedeutet nicht, dass er jemand mit Menschlichkeit ist. Wenn er mit bösen Menschen zusammen ist, wird er böse Dinge tun. Wenn böse Menschen Gott verfluchen, wird auch er skeptisch Gott gegenüber; wenn böse Menschen Gott leugnen und über Ihn urteilen, findet er das nicht abstoßend, erkennt und durchschaut das nicht und hat nach wie vor Umgang mit bösen Menschen. Er schützt nie die Arbeit von Gottes Haus, Gottes Zeugnis oder die Interessen der Kirche, sondern handelt wie ein Außenstehender, der nicht einmal weiß, was korrekt und was inkorrekt ist. Das ist ein Mensch, der als Tier reinkarniert wurde; er ist definitiv kein menschliches Wesen. Im Gegensatz dazu besitzt ein Mensch mit Gewissen und Vernunft, bevor er mit Gottes Werk in Berührung kommt, einen grundlegenden Respekt, eine grundlegende Ehrfurcht oder eine grundlegende Hochachtung für den Himmel – das ist für Menschen zu erreichen. Auf jeden Fall ist der Himmel für ihn zumindest heilig, gerecht und erhaben. Nachdem er Gottes Werk angenommen hat und einige Wahrheiten versteht, die Gott von den Menschen verlangt, kann er aufgrund der Einwirkung seines Gewissens und seiner Vernunft, selbst wenn er nicht so viele Wahrheiten versteht, die Vernunft und die Haltung erkennen, die die Menschen Gott gegenüber zeigen sollten. Ob es nun um Gottes Identität geht oder um die verschiedenen Aspekte Seines Fleisches: Er wird ein gewisses Maß an Respekt, Hochachtung und Ehrfurcht aufweisen. Besser noch, auf der Grundlage seines Verständnisses einiger Wahrheiten kann er Gottesfurcht haben. Er geht mit Gott nicht auf eine beiläufige, gleichgültige, willkürliche oder ehrfurchtslose Weise um, sondern behandelt Ihn mit großer Sorgfalt und Vorsicht. Vor allem, wenn es um Gottes Werk, Sein Zeugnis, Seinen Namen, Seine Identität und Seinen Status und Seine Opfergaben geht, sowie um Gottes Worte, Gottes Anforderungen und eine spezifische Anweisung von Gott, ist er besonders sorgfältig und vorsichtig. Er begegnet diesen Dingen mit einem gottesfürchtigen Herzen und einer respektvollen Haltung. Er geht mit ihnen nicht oberflächlich um, noch spult er nur mechanisch sein Programm ab und tut Dinge nur zum Schein, sondern ist in der Lage, sie ernst zu nehmen, und das mit einem demütigen Herzen und einer demütigen Haltung gegenüber allen sichtbaren oder unsichtbaren Dingen, die Gott betreffen. Das ist die Haltung, die jemand mit Gewissen und Vernunft vor allem anderen Gott gegenüber haben sollte. Wenn du die Wahrheit nicht verstehst, hast du vielleicht kein sehr genaues Verständnis von dem Wort „Gott“, noch von Gottes Identität und Wesen oder Gottes Disposition, aber du bringst dem Himmel ein gewisses Maß an Respekt und Ehrfurcht entgegen. Nachdem du Gottes Werk verstanden, Gottes Werk erfahren und Gottes Worte angenommen hast, worin werden sich deine Verehrung und deine Ehrfurcht vor Gott verwandeln? Sie werden sich in Aufrichtigkeit, Ernsthaftigkeit und Furcht verwandeln, oder gar in Schrecken und Beben; das ist die Haltung, die ein Mensch mit dem Gewissen und der Vernunft einer normalen Menschlichkeit Gott gegenüber entwickeln sollte. Wenn jemand viele Jahre an Gott geglaubt hat und behauptet, an die Existenz Gottes zu glauben, und Gottes Existenz verbal anerkennt, aber aufgrund der Einwirkung von Gewissen und Vernunft niemals die Haltung entwickelt hat, die er Gott gegenüber haben sollte, dann kann man sich leicht vorstellen, was diesem Menschen in seinem Inneren fehlt. Wenn es ihm Gott gegenüber lediglich an Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit mangelt, er aber dennoch ein wenig Ehrfurcht und Gottesfurcht besitzt, dann kann man nur sagen, dass dieser Mensch kein besonders guter Mensch ist; er mag zwar ein menschliches Wesen sein, aber er ist kein sehr gutes Exemplar. Es könnte sein, dass er durch Satans böse Trends in der Gesellschaft zu stark verunreinigt und beeinflusst wurde oder dass er zu tiefgreifend vergiftet und einer zu starken Gehirnwäsche unterzogen worden ist. Dennoch: Wenn du Gottesfurcht besitzt, dann bist du zumindest immer noch ein menschliches Wesen. Wenn du nicht die geringste Aufrichtigkeit oder Ehrfurcht Gott gegenüber besitzt und nicht die geringste Gottesfurcht hast, dann kann man sagen, dass du kein menschliches Wesen bist; du bist es nicht wert, ein menschliches Wesen genannt zu werden, und bleibst hinter dem Standard eines menschlichen Wesens zurück. Wenn es um alle sichtbaren oder unsichtbaren Dinge geht, die Gott betreffen, und du mit diesen Dingen nachlässig, gleichgültig und oberflächlich umgehst oder sie gar auf eine rohe und barbarische Weise behandelst, dann bist du kein menschliches Wesen. Das liegt daran, dass dir in deinem Umgang mit Gott sogar die Zügelung und Zurückhaltung von Gewissen und Vernunft fehlen. Das ist ausreichend, um sowohl das Problem zu verdeutlichen als auch um jemanden wie dich als jemanden zu charakterisieren, der kein menschliches Wesen ist. Als du nicht an Gott geglaubt hattest und noch nicht zum Haus Gottes gekommen warst, war es entschuldbar, dass es dir an klarem Respekt oder einer korrekten Haltung Gott gegenüber mangelte, und es wurden keine strengen Urteile über dich gefällt; aber jetzt, da du an Gott glaubst, gilt: Wenn du während der Zeit, in der du Gott nachfolgst und die Versorgung durch Seine Worte des Lebens annimmst, immer noch keine Aufrichtigkeit, Ernsthaftigkeit und Gottesfurcht Ihm gegenüber entwickeln kannst und deine Haltung Ihm gegenüber roh und barbarisch bleibt – nicht nur ohne Furcht, sondern auch wirklich beiläufig und gleichgültig, genau wie Satans Haltung Gott gegenüber –, dann kann man nur sagen, dass jemand wie du weder Gewissen noch Vernunft besitzt. Wenn ein solcher Mensch sogar Gott auf diese Weise behandelt, ohne die Zurückhaltung von Gewissen und Vernunft, ist er dann noch ein menschliches Wesen? So jemand ist kein menschliches Wesen.

Das ist im Großen und Ganzen alles, worüber wir in Bezug auf die verschiedenen Aspekte des menschlichen Gewissens und der menschlichen Vernunft Gemeinschaft halten werden. Ganz gleich, über welche Äußerungsformen von Gewissen und Vernunft wir sprechen, sie alle umfassen bestimmte menschliche Vorstellungen, Ansichten und Verhaltensweisen. Keinem dieser Aspekte fehlt es an Substanz – einige befassen sich damit, wie man Menschen, Ereignisse und Dinge behandelt; andere befassen sich damit, wie man mit Philosophien für weltliche Belange und die verschiedenen Aspekte des Lebens umgeht; und wieder andere befassen sich damit, wie man der Wahrheit und Gott begegnet. Ganz gleich, auf welchen Aspekt man sich konzentriert, ein herausragendes Merkmal von jemandem mit Gewissen und Vernunft ist, dass sein Verhalten und Handeln durch sein Gewissen und seine Vernunft eingeschränkt und kontrolliert werden. Er kennt Grenzen und Schranken für sein Handeln – das ist sein kennzeichnendes Merkmal. Nur wenn er dieses Merkmal besitzt, erfüllt er die grundlegende Voraussetzung dafür, die Errettung zu erlangen. Versteht ihr das? (Ja.) Gibt es noch etwas, das ihr hier nicht versteht? Was die drei Aspekte betrifft, über die heute Gemeinschaft gehalten wurde – dass Menschen mit Gewissen und Vernunft Schamgefühl besitzen, in der Lage sind, über das Leben nachzudenken, und einen grundlegenden Respekt und eine grundlegende Ehrfurcht Gott gegenüber haben –, habt ihr das Gefühl, dass es einen gibt, an dem ihr euch nicht messen könnt? Habt ihr das Gefühl, dass es einem davon an Substanz fehlt? (Nein. Wir haben das Gefühl, dass wir uns an allen messen können.) Dann lasst uns unsere Gemeinschaft für heute hier beenden. Auf Wiedersehen!

1. Juni 2024

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