32. Aus den Fehlern anderer lernen

Von Daisy, Die Vereinigten Staaten

Im Oktober 2022 wurden zwei Verantwortliche für die Videoarbeit entlassen, weil unser Leiter wiederholt die Wichtigkeit dieser Arbeit betont hatte, sie aber nie wirklichen Arbeitseifer zeigten. Sie kümmerten sich nur um allgemeine Aufgaben, lösten keine Probleme und machten tatsächlich auch nicht bei der Videoproduktion mit. Das hielt die Arbeit auf. Der Leiter war sehr wütend und sagte, dass Leute wie sie aalglatt und verantwortungslos seien, unengagiert bei ihrer Arbeit und nicht als Verantwortliche geeignet seien, weshalb er sie auf der Stelle entließ. Als ich das hörte, war ich schockiert. Ich dachte, sie würden ihre Pflicht ganz normal ausführen. Selbst wenn sie ein wenig ineffizient und passiv waren und keine Bürde trugen, war das kein so großes Problem. Jeder war bis zu einem gewissen Grad so. Hatten sie es wirklich verdient, deswegen entlassen zu werden? Später fragte uns der Leiter, wie wir für gewöhnlich unsere Pflichten ausführten: Haben wir uns selbst gefordert, haben wir unser Bestes gegeben, haben wir wirklich hart gearbeitet? Haben wir versucht, so effizient und produktiv wie möglich zu sein? Als ich diese Fragen hörte, wurde ich so nervös, dass ich kaum aufzuschauen wagte. Ich wusste, dass ich bei Weitem nicht an diese Anforderungen herankam. Und als ich dann hörte, wie der Leiter die Verantwortlichen als unengagiert, in ihren Pflichten verantwortungslos und ohne Arbeitseifer entlarvte und im Detail analysierte, wurde ich noch nervöser. Mir wurde klar, dass ich meine Pflicht ebenfalls so ausgeführt hatte. Kurz zuvor hatte der Leiter mich damit beauftragt, die Videoarbeit nachzuverfolgen. Anfangs suchte ich noch nach den Grundsätzen, lernte die entsprechenden Fertigkeiten und überlegte, wie ich die Arbeit schnell erledigen konnte. Doch nach ein paar Tagen schlichen sich andere Gedanken ein: „Die Videoproktion ist ziemlich komplex. Ich habe gerade erst angefangen und vieles ist mir noch fremd; Probleme sind da unvermeidlich. Ich mache einfach mal, was ich kann. Am Ende wird es ja sowieso vom Leiter überprüft. Selbst wenn es Probleme gibt, wird er es schon verstehen.“ Also erledigte ich meine Aufgaben jeden Tag nur noch routinemäßig. Ich sprach zwar von der Dringlichkeit der Arbeit, doch wenn der Leiter bei uns keinen Druck machte, ließ unsere Arbeitseffizienz unbemerkt nach. Eine Arbeit, die in einer Woche hätte erledigt werden können, dauerte doppelt so lange, und ich verfolgte auch nicht mehr die Bewässerungsarbeit nach, wofür ich verantwortlich war. Manchmal hatte ich zwar ein schlechtes Gewissen, aber ich dachte mir, dass die Arbeit nicht allzu sehr verzögert wurde, also machte ich mir keine großen Gedanken darüber. Später übertrug mir der Leiter andere Aufgaben, und ich behielt dieselbe Haltung bei. Obwohl ich nach außen hin beschäftigt wirkte, hatte ich kein Gefühl für Dringlichkeit und löste auch nicht viele wirkliche Probleme. Manchmal fragte ich mich: „Ich bin für mehr Arbeit verantwortlich, also sollte mein Terminkalender voller sein, ich sollte mir mehr Sorgen machen und mehr unter Druck stehen. Warum ist das bei mir nicht so? Am Ende des Tages fühle ich mich ziemlich entspannt.“ Ich überlegte, meine Zeit besser zu planen und meinen Zeitplan straffer zu gestalten, um effizienter zu sein und mehr Arbeit zu schaffen. Doch dann dachte ich wieder: „Ich bin doch schon ziemlich beschäftigt. Warum sollte ich so viel von mir verlangen?“ Also verwarf ich den Gedanken. Ich verspürte bei meiner Pflicht keinerlei Dringlichkeit, bis diese beiden Verantwortlichen entlassen wurden. Der Leiter hatte zwei Maßstäbe für unsere Pflichten aufgestellt: Wir mussten uns bis an unsere Grenzen anstrengen und unser Bestes geben, und wir mussten so effizient und produktiv wie möglich sein. Ich erfüllte keine dieser beiden Anforderungen. Bei meiner Pflicht war ich meistens nachlässig und oberflächlich. Ich hatte kein gottesfürchtiges Herz, von Treue ganz zu schweigen. Mich überkam eine unbeschreibliche Angst. Wenn der Leiter meine Haltung herausfinden würde, wäre ich dann die Nächste, die entlassen wird? Wenn ich mich nicht änderte, könnte ich jeden Augenblick entlarvt werden. Ich trat im Gebet vor Gott: „Gott, ich war in letzter Zeit so aalglatt bei meiner Pflicht. Ich habe Angst, dass ich eines Tages entlarvt und ausgemustert werde. Aber was ich in meinem Herzen noch mehr fühle, sind Angst und Sorge, und ich erkenne oder hasse meine verdorbene Disposition nicht wirklich. Bitte führe mich darin, mich selbst zu erkennen und meinen falschen Zustand zu korrigieren.“

Später fragte ich mich: „Warum haben mich die Entlassungen dieser Verantwortlichen so verängstigt und mich Gott gegenüber so auf die Hut gebracht?“ Mir wurde klar, dass es zum Teil daran lag, dass ich das Wesen ihrer Probleme nicht durchschauen konnte. Ich dachte, ihre Probleme seien nicht so schwerwiegend, deshalb konnte ich nicht wirklich akzeptieren, was mit ihnen geschehen war. Zu diesem Problem fand ich die entsprechenden Worte Gottes. Gottes Worte sagen: „Das gesamte von Gott auserwählte Volk übt sich nun in der Ausführung seiner Pflichten, und Gott nutzt die Pflichtausführung der Menschen, um eine Gruppe von Menschen zu vervollkommnen und eine andere auszumustern. Es ist also die Pflichtausführung, die jede Art von Mensch offenbart, und jede Art von betrügerischen, ungläubigen und bösen Menschen wird während ihrer Pflichtausführung offenbart und ausgemustert. Diejenigen, die ihre Pflicht hingebungsvoll ausführen, sind ehrliche Menschen; diejenigen, die ständig oberflächlich sind, sind betrügerische, durchtriebene Menschen, und sie sind Ungläubige; und diejenigen, die bei der Ausführung ihrer Pflichten Störungen und Unterbrechung verursachen, sind böse Menschen und Antichristen. Gegenwärtig gibt es bei vielen, die Pflichten ausführen, immer noch eine Vielzahl von Problemen. Einige sind immer sehr passiv bei ihren Pflichten, sitzen immer und warten und verlassen sich auf andere. Was ist das für eine Haltung? Das ist Verantwortungslosigkeit. Das Haus Gottes hat dich mit einer Pflicht betraut, aber du grübelst tagelang darüber nach, ohne eine konkrete Arbeit zu erledigen. Du bist nirgends am Arbeitsplatz zu sehen, und die Menschen können dich nicht finden, wenn sie Probleme haben, die gelöst werden müssen. Du hast diese Arbeit nicht auf dich genommen. Wenn ein Leiter sich nach der Arbeit erkundigt, was wirst du ihm sagen? Du erledigst im Moment keine Arbeit. Du bist dir sehr wohl bewusst, dass diese Arbeit deine Verantwortung ist, aber du tust sie nicht. Was in aller Welt denkst du? Verrichtest du keine Arbeit, weil du dazu nicht in der Lage bist? Oder bist du nur gierig nach Bequemlichkeit? Welche Einstellung hast du zu deiner Pflicht? Du redest nur über Worte und Glaubenslehren und sagst nur wohlklingende Dinge, tatsächliche Arbeit leistest du aber keine. Wenn du deine Pflicht nicht ausführen willst, solltest du zurücktreten. Behalte deine Stellung nicht und tue nichts dabei. Fügst du damit nicht dem auserwählten Volk Gottes Schaden zu und gefährdest damit nicht die Arbeit der Kirche? Wenn man dich reden hört, verstehst du offenbar alle möglichen Arten der Lehre, aber wenn man dich bittet, eine Pflicht auszuführen, bist du oberflächlich und nicht im Geringsten pflichtbewusst. Inwiefern wendet man sich so aufrichtig für Gott auf? Du bist Gott gegenüber nicht aufrichtig, und doch täuschst du Aufrichtigkeit vor. Bist du fähig, Ihn zu täuschen? In der Art und Weise, wie du normalerweise redest, scheint ein großer Glaube zu liegen; du möchtest der Pfeiler der Kirche und ihr Fels sein. Aber wenn du eine Pflicht ausführst, bist du nutzloser als ein Streichholz. Ist das nicht ein bewusster Betrug an Gott deinerseits? Weißt du, was passieren wird, wenn du versuchst, Gott zu täuschen? Er wird dich verschmähen und ausmustern! Alle Menschen werden bei ihrer Pflichtausführung entlarvt – man braucht jemanden nur mit einer Pflicht zu betrauen, und es wird nicht lange dauern, bis offenbart wird, ob er ein ehrlicher oder ein betrügerischer Mensch ist und ob er die Wahrheit liebt oder nicht(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man eine ehrliche Person ist, kann man das wirkliche Abbild eines Menschen ausleben). Gottes Wort machte es deutlich: Diejenigen, die bei ihren Pflichten immer oberflächlich und aalglatt sind und zufrieden sind, sich mit dem bisschen, das sie leisten, bei der Kirche durchzuschnorren, besitzen eine schlechte Menschlichkeit, sind von Natur aus aalglatt und hinterlistig und wenden sich nicht wirklich für Gott auf. Am Ende werden sie alle von Gott ausgemustert. Ich dachte wieder an die entlassenen Verantwortlichen. Sie waren für eine so wichtige Arbeit zuständig, hatten aber nur die Position von „Verantwortlichen“ angenommen. In ihren Herzen trugen sie keine Bürde und taten ihre Pflichten jeden Tag routinemäßig, ohne zu hinterfragen, warum ihre Arbeit so ineffizient war, welche Probleme andere bei ihren Pflichten hatten oder wie sie die Arbeit anleiten oder nachverfolgen sollten. Die anderen erinnerten sie immer wieder daran, proaktiver zu sein, die Arbeit vernünftig zu planen und deren Effizienz zu steigern. Sie versprachen zwar, es zu tun, änderten dann aber nichts. Sie waren passiv und bewegten sich nur, wenn man sie anstieß. Besonders eine von ihnen war redegewandt, begabt und hatte Kaliber, doch nach mehr als einem Monat als Verantwortliche kannte sie immer noch nicht die Grundlagen der Arbeit und wusste auch nicht, wie die Teammitglieder eingeteilt waren. Sie war sehr oberflächlich und verantwortungslos. Ich dachte daran, wie klar Gottes Wort über die Verantwortlichkeiten von Leitern Gemeinschaft hielt und wie unser Leiter oft über den Sinn und die Wichtigkeit der Pflichtausführung gesprochen hatte. Sie wussten all das und waren trotzdem oberflächlich. Sie waren keine Menschen, die die Wahrheit liebten oder nach ihr strebten, und sie hatten überhaupt kein gottesfürchtiges Herz. Ich erinnerte mich daran, dass Gott sagte: „Wenn du Gottes Aufträge auf die leichte Schulter nimmst, dann ist das ein schwerster Verrat an Gott. Hierin bist du erbärmlicher als Judas und solltest verflucht werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Früher dachte ich, nur diejenigen, die sich weigerten, ihre Pflichten zu tun oder sie aufgaben, würden Gott verraten. Doch aus Gottes Worten erkannte ich: Wenn die Kirche jemandem eine wichtige Aufgabe überträgt, dann ist es Pflichtvergessenheit und Verrat, wenn diese Person träge und nachlässig ist und stets eine oberflächliche Haltung an den Tag legt und der Arbeit Schaden zufügt. Es war nicht hart vom Leiter, diese Verantwortlichen zu entlassen. Es entsprach Gottes Wort und den Grundsätzen. Ich hatte es nicht akzeptieren können, weil ich die Menschen und Dinge nicht nach Gottes Wort betrachtete, was mich dazu brachte, Gott gegenüber auf der Hut zu sein. Ich war wirklich unwissend! Mir wurde klar, dass mein Verhalten ihrem sehr ähnelte, also musste ich schnell über die Probleme bei meiner eigenen Pflicht nachdenken.

Später suchte ich nach den entsprechenden Worten Gottes, die sich auf meinen Zustand und meine Haltung gegenüber der Pflicht bezogen, um einen Weg der Praxis für mich zu finden. Gottes Worte sagen: „Wenn du nicht eifrig Gottes Worte liest und die Wahrheit nicht verstehst, dann kannst du nicht über dich reflektieren; du wirst damit zufrieden sein, dich bloß zum Schein anzustrengen und nichts Böses und keine Verfehlungen zu begehen, und das als Kapital nutzen. Du wirst jeden Tag durcheinander sein, in einem Zustand der Verwirrung leben, Dinge nur nach Plan erledigen, nie dein Herz einsetzen, um dich zu prüfen, oder dir Mühe geben, dich selbst zu kennen; immer oberflächlich sein. Auf diese Weise wirst du deine Pflicht nie auf eine Weise ausführen, die den Anforderungen entspricht. Um deine ganze Mühe in etwas reinzustecken, musst du zunächst mit ganzem Herzen dabei sein; erst wenn du mit ganzem Herzen dabei bist, kannst du deine ganze Mühe reinstecken und dein Bestes tun. Heutzutage gibt es diejenigen, die angefangen haben, eifrig ihre Pflicht auszuführen, sie haben angefangen, darüber nachzudenken, wie sie die Pflicht eines Geschöpfes gut ausführen können, um Gottes Herz zufriedenzustellen. Sie sind nicht negativ und lustlos, sie warten nicht passiv darauf, dass Der Obere Anweisungen erteilt, sondern ergreifen die Initiative. Eurer Pflichtausführung nach zu urteilen seid ihr ein wenig effektiver als vorher, und obwohl sie immer noch unter der Norm liegt, hat es eine kleine Entwicklung gegeben – was gut ist. Aber ihr dürft mit dem Status Quo nicht zufrieden sein, ihr müsst weiter suchen, euch weiterentwickeln – erst dann werdet ihr eure Pflicht besser und auf eine Weise ausführen, die den Anforderungen entspricht. Manche Menschen setzen jedoch, wenn sie ihre Pflicht ausführen, nie alle Hebel in Bewegung und geben nicht alles, sie bemühen sich nur zu 50 bis 60 Prozent und behelfen sich einfach, bis das, was sie gerade tun, erledigt ist. Sie können nie einen Zustand von Normalität aufrechterhalten: Wenn niemand sie im Auge behält oder Unterstützung anbietet, lassen sie nach und verlieren ihre Motivation; wenn jemand über die Wahrheit Gemeinschaft hält, werden sie wieder munter, aber wenn eine Weile keiner mit ihnen Gemeinschaft über die Wahrheit hält, dann werden sie teilnahmslos. Worin liegt das Problem, wenn sie immer so hin und her schwanken? So sind Menschen, wenn sie die Wahrheit nicht erlangt haben, sie leben alle von Leidenschaft – und es ist unglaublich schwierig, das durchzuhalten: Sie brauchen jeden Tag jemanden, der zu ihnen predigt und vor ihnen Gemeinschaft hält; sobald da niemand ist, der sie bewässert und versorgt, und niemand, der sie unterstützt, erkalten ihre Herzen wieder, und sie flauen abermals ab. Und wenn ihre Herzen abflauen, wird ihre Pflichtausführung weniger effektiv; wenn sie härter arbeiten, erhöht sich die Effektivität, sie erzielen bessere Ergebnisse bei der Ausführung ihrer Pflichten, und sie gewinnen mehr(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Wichtigste im Glauben an Gott ist, Seine Worte zu praktizieren und zu erfahren). Aus Gottes Wort lernte ich, dass wir die Initiative ergreifen müssen, um unsere Pflichten auf eine Weise zu tun, die den Anforderungen gerecht wird. Wir müssen bereit sein, hart zu arbeiten, zu leiden und einen Preis zu zahlen. Außerdem müssen wir bei allem, was in unserer Macht steht, unser Bestes geben, unser ganzes Herz hineinlegen, unsere Verantwortung erfüllen und Ergebnisse erzielen, anstatt andere nur zu täuschen oder nur den Schein zu wahren. Das bedeutet, unsere Pflichten auf eine Weise zu tun, die den Anforderungen gerecht wird. Als der Leiter mich mit der Videoarbeit betraute, wollte ich anfangs die Arbeit wirklich besser betreuen und lernte ernsthaft die Fertigkeiten und Grundsätze. Doch nachdem ich es eine Weile getan hatte, empfand ich die Videoarbeit als sehr schwierig. Ich hatte gerade erst angefangen, es gab noch so viel, was ich nicht wusste, und ich musste leiden und einen Preis zahlen. Also fing ich an, Dinge schleifen zu lassen, und mein Zeitplan war locker. Obwohl ich jeden Tag beschäftigt aussah, arbeitete ich nicht effizient und erledigte auch nicht viel wirkliche Arbeit. Ich hatte sogar Zeit, darüber nachzudenken, was ich essen oder trinken würde, und wenn Zeit war, machte ich eine Pause, ging spazieren oder amüsierte mich. Ich trug den Titel einer Verantwortlichen, war aber bei meiner Pflicht untätiger als die anderen. Wenn ich bei der Arbeit auf Schwierigkeiten stieß, dachte ich nicht daran, die Grundsätze zu suchen oder jemanden zu finden, der mir helfen konnte. Ich zielte nur auf „gut genug“ und „mehr oder weniger“ ab und überließ dann den Rest dem Leiter zur Überprüfung. Weil ich oberflächlich war und bei meiner Pflicht nicht nach echten Ergebnissen suchte, konnte der Leiter immer Probleme in meiner Arbeit finden, und sie musste zur Überarbeitung zurückgeschickt werden, was den Fortschritt der Videoarbeit verzögerte. Ich habe nicht alle Anstrengungen in meine Pflicht gesteckt, geschweige denn mein ganzes Herz. Ich tat sie oberflächlich und mit unreinen Absichten und zahlte nicht wirklich einen Preis. Selbst wenn ich mich ein wenig anstrengte, erzielte ich keine echten Ergebnisse. Wie konnte das Pflichtausführung sein? Ich habe Gott doch ganz klar getäuscht und betrogen! Als mir das klar wurde, fühlte ich mich zutiefst schuldig. Die Kirche förderte mich als Verantwortliche in der Hoffnung, dass ich verantwortungsbewusst sein und die Kirchenarbeit gut erledigen würde, aber ich ließ die Dinge einfach schleifen. Ich war wirklich gewissenlos. Ich behandelte meine Pflicht so, wie ein Nichtgläubiger für seinen Chef arbeitet, und meine Leistung entsprach nicht einmal dem Standard eines Dienenden. Ich erinnerte mich an eine Passage aus Gottes Wort: „Der Richtwert, den Gott für die Ausführung deiner Pflicht fordert, ist, dass sie ‚maßstabsgerecht‘ ist. Was bedeutet es, ‚maßstabsgerecht‘ zu sein? Es bedeutet, Gottes Anforderungen zu erfüllen und es zu schaffen, Ihn zufriedenzustellen. Gott muss sagen, dass die Pflicht maßstabsgerecht ausgeführt wurde, und sie muss Seine Anerkennung erhalten. Nur dann war die Ausführung deiner Pflicht maßstabsgerecht. Wenn Gott sagt, dass sie nicht maßstabsgerecht ist, dann ist es egal, wie lange du deine Pflicht ausgeführt hast oder wie hoch der Preis war, den du gezahlt hast: Sie ist nicht maßstabsgerecht. Was wird dann das Ergebnis sein? Alles, was du getan hast, wird als Schuften eingestuft werden. Nur eine Minderheit der Arbeitskräfte voller Hingabe wird verschont bleiben. Wenn die Menschen in ihrem Schuften nicht hingebungsvoll sind, dann besteht für sie keine Hoffnung, zu überleben. Im Klartext: Sie werden in den Katastrophen vernichtet werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie sieht eine maßstabsgerechte Ausführung der eigenen Pflicht aus?). Gottes Wort ließ mich erkennen, dass ich bei meiner Pflicht nicht einmal den grundlegendsten Maßstab des Gewissens erfüllte. Diese Haltung wurde von Gott gehasst und machte mich der Errettung unwürdig. Die Entlassung dieser beiden Verantwortlichen war eine Warnung für mich. Ich sah, dass diejenigen, die bei ihren Pflichten oberflächlich und nachlässig sind, in der Kirche nicht standhalten können. Am Ende werden sie entlarvt und ausgemustert. Obwohl ich eine Pflicht in der Kirche tat, bedeutete das nicht, dass ich sie auf eine Weise tat, die den Anforderungen gerecht wird. Wenn ich meinen Zustand nicht so schnell wie möglich korrigierte, würde ich von Gott ausgemustert werden, selbst wenn die Kirche mich nicht ausmusterte. Das wird durch Gottes gerechte Disposition entschieden. Als ich das erkannte, betete ich zu Gott: „Gott, ich zahle bei meiner Pflicht keinen wahren Preis, ich bin so oberflächlich und bereue so vieles. Ich erkenne jetzt, wie gefährlich mein Zustand ist, und dass ich diese Haltung gegenüber meiner Pflicht nicht beibehalten darf. Ich möchte aufrichtig Buße tun und meine Pflicht, so gut ich kann, ausführen.“

Danach fragte ich mich: „Ich weiß, wie wichtig meine Verantwortlichkeiten sind, aber oft kann ich nicht anders, als die Dinge schleifen zu lassen und keinen Preis bei meiner Pflicht zahlen zu wollen. Was ist der Grund dafür?“ Ich las Gottes Wort: „Welche Erscheinungsformen und Merkmale zeigen Menschen, die übermäßig faul sind? Erstens gehen sie bei allem, was sie tun, oberflächlich vor, trödeln, lassen es gemächlich angehen und ruhen sich aus und schieben Dinge auf, wann immer es möglich ist. Zweitens kümmern sie sich nicht um die Arbeit der Kirche. Für sie gilt: Wer sich gerne um solche Dinge sorgt, der mag das tun. Sie werden das nicht. Wenn sie sich doch um etwas sorgen, dann um ihres eigenen Ruhms, Gewinns und Status willen – alles, was für sie zählt, ist, dass sie die Vorteile von Status genießen können. Drittens scheuen sie die Mühsal bei ihrer Arbeit; sie können nicht akzeptieren, dass ihre Arbeit auch nur im Geringsten anstrengend ist, und werden sofort grollend, wenn sie das doch ist; sie sind unfähig, Mühsal zu ertragen oder einen Preis zu zahlen. Viertens fehlt ihnen bei jeder Arbeit, die sie tun, die Ausdauer; sie geben immer auf halbem Weg auf und können die Dinge nicht zu Ende bringen. Wenn sie vorübergehend gut gelaunt sind, mögen sie zum Spaß etwas Arbeit verrichten, aber wenn etwas langfristiges Engagement erfordert und sie beschäftigt hält, viel Nachdenken erfordert und ihr Fleisch ermüdet, werden sie mit der Zeit anfangen zu murren. Zum Beispiel sind einige Leiter für die Kirchenarbeit zuständig und finden sie anfangs neu und interessant. Sie sind bei ihrem gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit sehr motiviert, und wenn sie sehen, dass Brüder und Schwestern Probleme haben, sind sie in der Lage, ihnen zu helfen und diese zu lösen. Doch nachdem sie eine Weile durchgehalten haben, empfinden sie die Leitungsarbeit als zu anstrengend und werden negativ – sie wünschen sich einen leichteren Job und sind nicht bereit, Mühsal zu ertragen. Solchen Menschen mangelt es an Ausdauer. Fünftens ist ein weiteres Merkmal, das faule Menschen auszeichnet, ihre mangelnde Bereitschaft, echte Arbeit zu leisten. Sobald ihr Fleisch leidet, erfinden sie Ausreden, um ihrer Arbeit auszuweichen und sich davor zu drücken, oder sie schieben sie auf jemand anderen ab. Und wenn diese Person die Arbeit beendet hat, ernten sie schamlos selbst die Lorbeeren. Das sind die fünf Hauptmerkmale fauler Menschen. Ihr solltet prüfen, ob es unter den Leitern und Mitarbeitern in den Kirchen solche faulen Menschen gibt. Wenn ihr einen findet, sollte er sofort entlassen werden. Können faule Menschen als Leiter gute Arbeit leisten? Unabhängig von ihrem Kaliber oder der Qualität ihrer Menschlichkeit: Wenn sie faul sind, werden sie nicht in der Lage sein, ihre Arbeit gut zu machen, und sie werden die Arbeit und wichtige Angelegenheiten verzögern. Die Arbeit der Kirche ist facettenreich; jeder Aspekt davon bringt viele detaillierte Aufgaben mit sich und erfordert gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit, um Probleme zu lösen und die Arbeit gut zu erledigen. Daher müssen Leiter und Mitarbeiter fleißig sein – sie müssen jeden Tag viel reden und viel arbeiten, um die Wirksamkeit der Arbeit zu gewährleisten. Wenn sie zu wenig sprechen oder tun, wird es keine Ergebnisse geben. Wenn also ein Leiter oder Mitarbeiter ein fauler Mensch ist, dann ist er mit Sicherheit ein falscher Leiter und unfähig, echte Arbeit zu leisten. Faule Menschen leisten keine echte Arbeit, geschweige denn begeben sie sich selbst an die Arbeitsorte, und sie sind nicht bereit, Probleme zu lösen oder sich an irgendeiner spezifischen Arbeit zu beteiligen. Von den Problemen bei irgendeiner Arbeit haben sie nicht das geringste Verständnis oder die geringste Ahnung. Sie haben nur eine oberflächliche, vage Vorstellung im Kopf, die sie vom Hörensagen anderer haben, und sie wurschteln sich durch, indem sie nur ein wenig Glaubenslehre predigen. Seid ihr in der Lage, diese Art von Leiter zu erkennen? Könnt ihr erkennen, dass sie falsche Leiter sind? (Bis zu einem gewissen Grad.) Faule Menschen gehen bei jeder Pflicht, die sie tun, oberflächlich vor; egal, um welche Pflicht es sich handelt, es mangelt ihnen an Ausdauer, sie arbeiten stoßweise und beschweren sich, wann immer sie etwas Mühsal erleiden, und klagen endlos. Sie beschimpfen jeden, der sie kritisiert oder zurechtstutzt, und schimpfen wie ein Rohrspatz, wollen immer ihre Wut an anderen auslassen und weigern sich, ihre Pflicht zu tun. Was zeigt es, wenn sie ihre Pflicht nicht tun wollen? Es zeigt, dass sie keine Bürde tragen, nicht bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, und faule Menschen sind. Sie wollen keine Mühsal erleiden oder den Preis zahlen. Das gilt insbesondere für Leiter und Mitarbeiter: Wenn sie keine Bürde tragen, können sie dann die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern erfüllen? Absolut nicht(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (4)). Als ich über Gottes Wort nachdachte, erkannte ich, warum es mir bei meiner Pflicht an Ausdauer mangelte und warum ich nach einem kurzen Anflug von Eifer keinen Preis mehr dafür zahlen wollte. Das lag hauptsächlich daran, dass ich so faul war und mich zu sehr nach fleischlicher Bequemlichkeit sehnte. Ich suchte bei meiner Arbeit nicht nach Effizienz. Wenn kein Leiter mir Druck machte oder mich zurechtstutzte, fehlte mir der Arbeitseifer. Insbesondere wenn ich bei der Arbeit auf einige Probleme stieß, war ich sehr unwillig, geistige Energie dafür aufzuwenden, und gab mir immer selbst mit der Ausrede nach, dass ich gerade erst angefangen hätte, während ich die Probleme auf den Leiter abschob. Ich dachte bei mir: „Man sollte das Leben genießen, solange man noch lebt. Egal wie dringend die Arbeit ist, man sollte sich selbst nicht schlecht behandeln oder überarbeiten. Solange ich nicht ausgemustert werde, reicht es mir, mich nur ein wenig anzustrengen und ein wenig zu arbeiten.“ Ich suchte nie nach Fortschritt, was dazu führte, dass ich mich nur sehr langsam verbesserte. Ich dachte an meine Brüder und Schwestern: Einige von ihnen investierten so viel Zeit und Energie, um Aufgaben zu erledigen, und konzentrierten sich immer auf ihre Pflichten. Selbst wenn sie ihre Arbeit beendet hatten, dachten sie immer wieder darüber nach, ob es irgendwelche Abweichungen oder Probleme dabei gab und wie sie es besser machen könnten. Alles, woran sie dachten, war, wie sie ihre Pflichten gut ausführen konnten. Sie leisteten richtige Arbeit, sie besaßen Menschlichkeit und waren ihren Pflichten treu. Sie erlangten bei ihrer Arbeit leicht die Führung des Heiligen Geistes, und mit der Zeit machten sie Fortschritte und gewannen Erkenntnisse. Ich hingegen war von der Kirche mit der Videoarbeit betraut worden, hatte aber kein Gewissen; meine Sichtweisen hinter meinem Streben waren wie die eines Tieres. Wenn ich Zeit hatte, dachte ich an meine fleischlichen Begierden und überhaupt nicht an meine Pflicht. Ich hatte einen Posten, leistete aber keine wirkliche Arbeit, was nicht nur verhinderte, dass wir gute Ergebnisse erzielten, sondern auch die Arbeit verzögerte. Ich war so selbstsüchtig und verachtenswert! Wenn ich so weitermachte, würde ich keine Arbeit mehr übernehmen können, würde nichts erreichen und wäre dazu verdammt, von Gott ausgemustert zu werden. Ich trat im Gebet vor Gott: „Gott, meine schäbige Natur ist zu ernst. Ich bin bei einer so wichtigen Arbeit verantwortungslos und aalglatt und habe nicht die geringste Spur eines gottesfürchtigen Herzens. Früher wusste ich, dass meine Schäbigkeit ernst war, aber ich hasste sie nicht wirklich. Das weiß ich jetzt. Gott, ich möchte mich ändern. Ich möchte meine Haltung und meine Ansichten gegenüber meiner Pflicht korrigieren und sie gut ausführen. Bitte führe mich darin, meine verdorbene Disposition zu beseitigen und etwas vom Abbild eines Menschen auszuleben.“

Später erinnerte ich mich an eine andere Passage aus Gottes Wort, die ich gelesen hatte: „Du musst bei deiner Pflichtausführung zumindest ein reines Gewissen haben und du musst zumindest deiner drei Mahlzeiten am Tag würdig sein und darfst nicht schmarotzen. Das nennt man Verantwortungsgefühl haben. Ob dein Kaliber hoch oder niedrig ist und ob du die Wahrheit verstehst oder nicht, du musst in jedem Fall diese Einstellung haben: ‚Da mir diese Arbeit gegeben wurde, muss ich sie ernst nehmen, ich muss sie zu meiner Angelegenheit machen und sie gut erledigen, von ganzem Herzen und mit all meiner Kraft. Was das betrifft, ob ich sie perfekt ausführen kann, darf ich mir nicht anmaßen, eine Garantie dafür zu bieten, aber meine Einstellung ist die, dass ich mein Bestes tun werde, um sie gut auszuführen, und ich werde sicher nicht oberflächlich mit ihr umgehen. Falls bei der Arbeit ein Problem auftaucht, dann sollte ich die Verantwortung dafür übernehmen, darauf achten, dass ich eine Lehre daraus ziehe, und meine Pflicht gut erfüllen.‘ Das ist die richtige Einstellung. Habt ihr eine solche Einstellung? Manche Menschen sagen: ‚Ich muss bei der Aufgabe, der ich zugeteilt bin, nicht unbedingt gute Arbeit leisten. Ich werde einfach tun, was ich kann, und am Ende ist es, wie es ist. Ich muss mich nicht so sehr verausgaben oder mich vor Angst quälen, wenn ich etwas falsch mache, und ich muss mich nicht so sehr stressen. Was bringt es, wenn ich mich so abhetze? Schließlich arbeite ich immer und schnorre nicht.‘ Diese Art von Einstellung zur eigenen Pflicht ist unverantwortlich. ‚Wenn mir nach Arbeit zumute ist, dann arbeite ich ein wenig. Ich werde einfach tun, was ich kann, und am Ende ist es, wie es ist. Man muss das nicht so ernst nehmen.‘ Solche Menschen haben keine verantwortungsbewusste Einstellung zu ihrer Pflicht, und ihnen fehlt Verantwortungsgefühl. Welche Sorte Mensch seid ihr? Wenn ihr die erstere Sorte Mensch seid, dann besitzt ihr Vernunft und Menschlichkeit. Wenn ihr die zweite Sorte Mensch seid, dann seid ihr nicht anders als die Sorte falsche Leiter, die Ich gerade im Detail analysiert habe. Den ganzen Tag liegt ihr einfach auf der faulen Haut. ‚Ich werde Erschöpfung und Mühsal vermeiden und einfach mehr Spaß haben. Selbst wenn man mich eines Tages entlässt, werde ich nichts verloren haben. Zumindest werde ich mich ein paar Tage an den Vorteilen des Status erfreut haben, es wird für mich kein Verlust sein. Wenn ich als Leiter ausgewählt werde, dann werde ich genau so vorgehen.‘ Was haltet ihr von der Geisteshaltung solcher Menschen? Diese Menschen sind Ungläubige, die nicht im Geringsten nach der Wahrheit streben. Wenn du wirklich Verantwortungsbewusstsein hast, dann zeigt das, dass du Gewissen und Vernunft besitzt. Egal wie groß oder klein die Aufgabe ist, egal wer dir diese Aufgabe zuteilt, ob Gottes Haus dich damit betraut oder ein Leiter oder Arbeiter der Kirche sie dir zuteilt, deine Einstellung sollte wie folgt sein: ‚Da mir diese Pflicht zugeteilt worden ist, erhöht mich Gott und erweist mir Gnade. Ich sollte sie nach den Wahrheitsgrundsätzen gut erledigen. Obwohl mein Kaliber durchschnittlich ist, bin ich bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und alles dafür zu geben, um es gut zu machen. Wenn ich schlechte Arbeit leiste, sollte ich die Verantwortung dafür übernehmen, und wenn ich gute Arbeit leiste, ist das nicht mein Verdienst. Das sollte ich tun.‘ Warum sage Ich, dass es eine Frage des Grundsatzes ist, wie man mit seiner Pflicht umgeht? Wenn du wirklich Verantwortungsbewusstsein hast und ein verantwortungsvoller Mensch bist, dann wirst du imstande sein, die Arbeit der Kirche auf dich zu nehmen, und die Pflicht zu erfüllen, die du tun sollst. Wenn du deine Pflicht auf die leichte Schulter nimmst, dann ist deine Meinung zum Glauben an Gott falsch, und deine Einstellung zu Gott und deiner Pflicht ist problematisch(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Aus Gottes Wort verstand ich, dass verantwortungsbewusste Menschen die Dinge gewissenhaft tun. Ganz gleich, ob sie die Arbeit mögen oder gut darin sind, und unabhängig von ihrem Kaliber gehen sie mit Ehrlichkeit an sie heran und geben ihr Bestes, um sie gut auszuführen. Diese Menschen halten ihr Wort, sind vertrauenswürdig und können Gottes Anerkennung erlangen. Umgekehrt, wenn eine Person zustimmt, eine Pflicht zu übernehmen, dann aber nur so viel arbeitet, dass sie die Fassade wahrt, nichts Wirkliches leistet und nicht nach Ergebnissen oder Effizienz strebt, ist sie wie die Taugenichtse und Faulenzer in der Welt. Sie ist nicht vertrauenswürdig und nicht zuverlässig. So hatte ich meine Pflicht ausgeführt. Ich habe immer dem Fleisch nachgegeben und selten die Wahrheit praktiziert. Ich lebte immer weniger das Abbild eines Menschen aus. Ich musste meine Haltung gegenüber meiner Pflicht korrigieren. Unabhängig von meinen Arbeitsfähigkeiten hatte die Kirche mir diese Aufgabe anvertraut, also musste ich mein Bestmögliches geben, um sie gut zu machen und all meine Energie hineinzustecken. Jetzt ist eine entscheidende Zeit, um seine Pflicht zu tun. Wenn ich weiterhin weniger als mein Bestes tun und warten würde, bis Gottes Werk beendet ist, um mich mehr anzustrengen, wäre es für Reue zu spät. Nach diesem Gedanken überarbeitete ich meinen Zeitplan, um so viel mehr Arbeit wie möglich zu erledigen. Wenn ich faul sein wollte, betete ich zu Gott und dachte an Seine Worte, was mich wachsam machte und mir die Kraft gab, gegen das Fleisch aufzubegehren. Ich betete vor jeder Aufgabe zu Ihm und bat Ihn, mein Herz genau zu prüfen, und bemühte mich, gute Arbeit zu leisten und nicht nur den Schein zu wahren. So zu praktizieren, gibt mir mehr innere Ruhe.

Obwohl ich meine Pflicht gut ausführen wollte, reichte es manchmal einfach nicht. Wie an jenem Tag, als ich die Bewässerungsarbeit überprüfte: Ein Neuling hatte noch viele religiöse Auffassungen, und der Bewässerer bat mich, bei der Lösung zu helfen. Zuerst wollte ich mein Bestes geben, um zu helfen, egal wie viel ich erreichen konnte. Aber als ich tatsächlich mit dem Neuling sprach, hatte ich bei einigen Problemen nur lückenhaftes Wissen und konnte im gemeinschaftlichen Austausch keine Klarheit schaffen. Ich konnte nicht anders, als zu denken: „Mein Verständnis der Wahrheit ist oberflächlich; mehr kann ich nicht erreichen. Der Leiter wird sich sowieso darum kümmern. Ich überlasse es ihm, diese Probleme zu lösen.“ Aber der Leiter war beschäftigt und konnte nicht kommen, also lag es an uns, sie zu lösen. Ich wusste, dass hinter dieser Situation Gottes Absicht steckte. Früher hatte ich bei meiner Pflicht immer die leichten und unkomplizierten Aufgaben ausgewählt und mich nicht bis an meine Grenzen angestrengt oder mein Äußerstes gegeben. Dieses Mal durfte ich keine Rücksicht auf das Fleisch nehmen oder mich der Bequemlichkeit hingeben. Ich musste mein Möglichstes tun, ganz gleich, was das Ergebnis sein würde. Daraufhin suchten meine Arbeitspartnerin und ich den Bewässerer auf, um mit ihm Gemeinschaft zu halten, und wir fanden Worte Gottes und Evangeliumsvideos, die sich auf die religiösen Auffassungen des Neulings bezogen. Nach einiger Diskussion wurde uns allen dieser Aspekt der Wahrheit klarer, und am Ende wurden die Probleme des Neulings gelöst. Nachdem ich das erlebt habe, sehe ich, dass manche Dinge schwierig erscheinen mögen, aber wenn ich mich auf Gott verlasse und wirklich einen Preis zahle, kann ich Ergebnisse erzielen. Wenn ich hart arbeite und es trotzdem nicht schaffe, dann habe ich ein reines Gewissen.

Die Misserfolge einiger Brüder und Schwestern um mich herum waren mir eine Lehre; ich habe über die Haltung nachgedacht, die ich gegenüber meiner Pflicht hatte, und gesehen, wie weit ich davon entfernt war, sie auf eine Weise zu tun, die den Anforderungen gerecht wird. Und ich habe gesehen, wie tief meine schäbige Natur verwurzelt war. Obwohl ich jetzt bußfertig bin, erfülle ich Gottes Anforderungen immer noch nicht. Von nun an muss ich Gottes prüfenden Blick akzeptieren und versuchen, meine Pflicht auf eine Weise auszuführen, die den Anforderungen gerecht wird!

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