25. Gottes Worte zeigten mir eine Richtung im Leben

Von Kelsey, Thailand

Schon als Kind hatte ich immer gute Noten und nahm an Literatur- und Kunstwettbewerben teil. Man könnte sagen, meine Schullaufbahn verlief völlig reibungslos. Meine ganze Familie hoffte, dass ich mich auszeichnen und unserer Familie Ehre machen würde. Sie sagten oft: „Wer Wissen hat, wird respektiert und hoch geschätzt, und nur er kann in der Gesellschaft Fuß fassen. Wer kein Wissen und keine Bildung hat, auf den schaut man herab, und der wird nie erhobenen Hauptes durchs Leben gehen können.“ Ich stimmte den Ansichten meiner Eltern völlig zu, und so wurde „sich von den anderen abheben und den Ahnen Ehre machen“ zu meinem angestrebten Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, lernte ich von morgens bis abends und hielt durch, egal, wie müde ich war. In meiner Freizeit ging ich ins Internet, um noch mehr zu lernen. Ich fehlte nie im Unterricht, kam nie zu spät und hörte im Unterricht bei jedem Lehrer aufmerksam zu. Nach dem Unterricht gingen die anderen raus, um zu spielen, doch ich blieb drinnen und machte Hausaufgaben. Ich war immer eine der Letzten, die ihre Klassenarbeiten abgaben, um meine Antworten noch einmal genau zu prüfen. Vor lauter Lernen aß ich zu unregelmäßigen Zeiten, machte keinen Sport und hatte oft zu wenig Schlaf. Durch meinen unermüdlichen Einsatz schaffte ich schließlich die Aufnahmeprüfung für meine Traumuni, die Chiang Mai Universität. Als meine Eltern, Freunde und Lehrer diese Nachricht hörten, sahen sie mich alle mit anerkennenden und neiderfüllten Blicken an. Ich war so unglaublich glücklich. Ich dachte, dies sei der Beginn eines wunderbaren, außergewöhnlichen Lebens; dass nach meinem Abschluss viele Firmen Schlange stehen würden, um mich einzustellen, und ich mir sicher einen Namen machen und mich von den anderen abheben würde. Doch dann erkrankte meine Mutter unerwartet an Krebs, und die Diagnose kam erst in einem späten Stadium. Die Ärzte sagten, ihr bliebe nur noch sehr wenig Zeit. Diese Nachricht traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel und warf mich völlig aus der Bahn. Es schien, als wären alle meine Pläne in Stücke gerissen worden. Ich hatte in der Schule so hart gearbeitet, damit ich später einmal jemand Besonderes werden und die Mittel haben würde, meine Mutter zu unterstützen und sie stolz zu machen. Doch noch vor meinem Abschluss bekam meine Mutter Krebs. Ich war zutiefst deprimiert. Ich wollte nach Hause fahren und mich um sie kümmern, doch dann dachte ich an die ganze Arbeit, die ich in die Aufnahmeprüfung gesteckt hatte, und dass ich für all die jahrelangen Mühen etwas vorweisen müsste. Wenn ich meinem Studium den Rücken kehrte, um meine Mutter zu pflegen, wäre dann nicht all meine harte Arbeit umsonst gewesen? Ich war so hin- und hergerissen und wusste nicht, wie ich weitermachen sollte. Einmal rief meine Mutter mich an und sagte: „Ich glaube nicht, dass ich deinen Abschluss noch erlebe, aber um deiner eigenen Zukunft willen musst du dein Studium abschließen und deinen Weg gehen, um ein gutes Leben zu führen; dann kann ich ohne Reue gehen.“ Von meiner Mutter überzeugt, kehrte ich nicht nach Hause zurück, um sie zu pflegen, sondern setzte mein Studium fort. Nicht lange danach verstarb meine Mutter. Die Erinnerungen an sie verzehrten mich, und ich konnte nur an den Auftrag denken, den sie mir mitgegeben hatte. Ich nahm mir vor, hart zu studieren und mir einen Namen zu machen, um den Hoffnungen meiner Mutter gerecht zu werden.

Zuerst gelang es mir, mich an das Unileben anzupassen, doch mit der Zeit merkte ich, dass das Leben dort ziemlich trocken und langweilig war. Es war überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Im Gegenteil, das Leben an der Uni war voller Konkurrenzkampf. Die Studenten bildeten Cliquen aufgrund ihrer familiären Herkunft, und es gab viel Spott und Sticheleien. Einige Dozenten schlossen sich sogar Studenten mit guten Noten oder aus gutem Hause an, um sich über jene mit schlechten Noten oder aus ärmeren Familien lustig zu machen. Das führte dazu, dass sich Studenten, die sich ohnehin schon minderwertig fühlten, noch minderwertiger vorkamen, und einige wechselten sogar die Uni oder brachen das Studium ab. Ich verabscheute diese Atmosphäre zutiefst, doch um mich auszuzeichnen, hielt ich stur an meinem Studium fest, um gute Noten zu erzielen. Durch harte Arbeit erreichte ich gute Noten und Ergebnisse, sowohl in der Uni als auch in meiner beruflichen Laufbahn. Die jüngeren Kommilitonen sahen alle zu mir auf und nahmen mich als Vorbild für ihr Studium. Ich bekam den Ruhm und Gewinn, den ich mir gewünscht hatte, doch innerlich fühlte ich mich leer, und allmählich langweilte mich dieser Lebensstil und ich hatte ihn satt. Ich verstand nicht, warum die Menschen auf diese Weise leben wollten. Ich dachte, durch das Erlernen von Wissen könnte ich mich abheben, Glück finden und mein Leben so führen, wie ich es immer wollte. Warum also fühlte ich mich umso leerer und gequälter, je mehr ich dieses Leben anstrebte? Manchmal dachte ich: Besteht der Sinn des Lebens nur darin, zu arbeiten, um das Gefühl von Erfolg zu erleben, und dann letztendlich zu sterben? Und wenn wir bedenken, dass wir nichts mit ins Grab nehmen und am Ende trotz unserer Mühen mit leeren Händen dastehen: Was hat das alles überhaupt für einen Sinn? Gibt es keine sinnvollere Art zu leben?

Eines Tages sah ich auf Facebook einen Beitrag über den wahren Sinn des Lebens. Nachdem ich den Beitrag gelikt und kommentiert hatte, bekam ich eine Freundschaftsanfrage von jemandem, der anfing, mit mir über religiösen Glauben zu chatten. Da wurde mir klar, dass er ein Christ sein musste. Er predigte mir das Evangelium von dem Errettungswerk der letzten Tage des Allmächtigen Gottes. Ich las viele von den Worten des Allmächtigen Gottes und erkannte viele Wahrheiten, die ich noch nie zuvor gehört hatte, darunter den Ursprung des menschlichen Lebens, die Wurzel des menschlichen Leids und die Methoden, mit denen Satan die Menschheit verdirbt, und so weiter. Gottes Worte stillten meinen Durst nach den Wahrheiten des Lebens. Keine von diesen Wahrheiten hatte ich je in der Schule gehört. Danach stieß ich auf Facebook auf diesen Abschnitt aus den Worten des Allmächtigen Gottes: „Seit dem Aufkommen der Sozialwissenschaften ist das Herz des Menschen von Wissenschaft und Wissen besetzt. Wissenschaft und Wissen wurden dann zu Werkzeugen für die Beherrschung der Menschheit, sodass der Mensch nicht mehr genügend Raum hat, um Gott anzubeten, und es weniger förderliche Bedingungen für die Anbetung Gottes gibt. Gottes Stellung im Herzen des Menschen ist immer tiefer gesunken. Ohne einen Platz für Gott in ihren Herzen ist die innere Welt der Menschen dunkel, hoffnungslos und leer. Später traten viele Sozialwissenschaftler, Historiker und Politiker in den Vordergrund, um sozialwissenschaftliche Theorien, die Theorie der menschlichen Evolution und andere Theorien zum Ausdruck zu bringen, die der Wahrheit widersprechen, dass Gott den Menschen erschuf, um das Herz und den Geist der Menschheit zu füllen. Und auf diese Weise sind diejenigen, die glauben, dass Gott alles erschuf, immer weniger geworden, und diejenigen, die an die Evolutionstheorie glauben, wurden immer zahlreicher. Immer mehr Menschen halten die Aufzeichnungen des Wirkens Gottes und Seine Worte während des Zeitalters des Alten Testaments für Mythen und Legenden. In ihren Herzen werden die Menschen gleichgültig gegenüber der Würde und Größe Gottes, und sie werden gleichgültig gegenüber der Existenz Gottes und dem Glaubenssatz, dass Gott über alle Dinge herrscht. Das Überleben der Menschheit und das Schicksal von Ländern und Nationen sind ihnen nicht mehr wichtig und der Mensch lebt in einer hohlen Welt, in der es nur um Essen, Trinken und das Streben nach Vergnügen geht. …(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 2: Gott herrscht über das Schicksal der gesamten Menschheit). Nachdem ich diesen Abschnitt aus Gottes Worten gelesen hatte, wurde mir klar, dass die Herzen der Menschen immer leerer werden, weil sie von Wissenschaft und Wissen vereinnahmt sind und Gott darin keinen Platz mehr hat. Also versuchen sie zu ergründen, was der Zweck des Lebens ist, welchen Wert das Leben hat und worin der Sinn des Lebens besteht. Doch je mehr man versucht, diese Fragen mit Wissenschaft und Wissen zu ergründen, desto weniger echte Antworten erhält man. Dieses Wissen verschafft den Menschen nur ein vorübergehendes Gefühl des Trostes, denn Wissenschaft und Wissen sind nicht die Wahrheit und können keine wahre Lebensversorgung bieten. Früher hatte ich immer geglaubt, dass jemand umso mehr Einsicht in das Leben und Erkenntnis über die Dinge hätte, je mehr Wissen er besäße, und dass jene, die nach Wissen strebten, ein wertvolles Leben führten und mehr Glück finden könnten, da sie ein hohes Ansehen genossen. Doch obwohl ich mir so viel Wissen angeeignet hatte, wusste ich immer noch nicht, was der Sinn des Lebens war, woher der Mensch kam und was sein Bestimmungsort war, und das gesuchte Glück hatte ich auch nicht gefunden. Selbst wenn ich bei meinen Prüfungen glänzte, Klassenbeste war und von allen bewundert wurde, fühlte ich mich innerlich trotzdem leer und gequält, und meine Schwierigkeiten waren nicht gelöst worden. Ich sah, wie die anderen Studenten versuchten, die Leere zu füllen, indem sie shoppen gingen, Karaoke sangen, Bars besuchten und auf Konzerte berühmter Sänger gingen. Zuerst hatte auch ich Spaß daran, diesen Trends mit ihnen nachzujagen, doch danach fühlte ich mich nur noch leerer. Erst nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mir klar, dass die geistliche Leere des Menschen daher rührt, dass er sich von Gott abwendet und keinen Platz für Ihn in seinem Herzen hat. Wissenschaft und Wissen verleiten die Menschen dazu, zu leugnen, dass Gott den Menschen erschaffen hat. Nicht nur wissen sie nicht, dass sie von Gott kommen, oder erkennen es nicht an – sie schlussfolgern auch, dass Gottes Worte und Sein Werk nur Legenden oder Mythen sind. So verliert Gott Seinen Platz in den Herzen der Menschen, und sie entfernen sich immer weiter von Ihm. Wie könnten sie sich nicht leer fühlen, wo sie Gott ja nicht kennen und Ihn und Seine Worte nicht in ihrem Herzen haben? Mein Leben stammt von Gott. Alles, was in meinem Leben geschehen ist, ist das Ergebnis von Gottes Anordnungen. Als geschaffenes Wesen muss ich Gott folgen und Ihn anbeten, um ein besseres Schicksal zu haben. Danach nahm ich Gottes Werk der letzten Tage an, und es fühlte sich an, als würde ich endlich nach Hause kommen. Als ich später eine Weile an Versammlungen teilgenommen hatte, fühlte ich mich geistlich immer erfüllter, hatte viel mehr Freude und empfand tiefen Frieden und Glück.

Einmal wollte ich nach einer Versammlung noch mehr von den Worten des Allmächtigen Gottes lesen, also ging ich auf die Website EVANGELIUM DES HERABKOMMENS DES KÖNIGREICHS, um nach Büchern mit Gottes Worten zu suchen. Dort fand ich zwei Textabschnitte, die beschrieben, wie Satan die Menschheit verdirbt. Gott sagt: „Sobald jemand in Ruhm und Gewinn verstrickt ist, sucht er nicht mehr nach dem, was hell und gerecht ist, oder nach dem, was schön und gut ist. Der Grund dafür ist, dass die Verlockung von Ruhm und Gewinn für die Menschen zu groß ist und dass es sich hierbei um Dinge handelt, nach denen sie pausenlos ihr ganzes Leben lang, ja sogar bis in alle Ewigkeit, streben können. Ist das nicht die tatsächliche Situation? Manche Leute werden sagen, dass das Erlernen von Wissen nichts weiter ist, als Bücher zu lesen und Dinge zu lernen, die man noch nicht weiß, um nicht hinter der Zeit zurückzubleiben oder von der Welt abgehängt zu werden. Wissen erwirbt man nur, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, für die eigene Zukunft oder um die grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Gibt es irgendeinen Menschen, der ein Jahrzehnt an hartem Studium durchhält, nur um die Grundbedürfnisse zu stillen, nur um das Nahrungsmittelproblem zu lösen? Nein, so jemanden gibt es nicht. Warum durchleidet ein Mensch dann so viele Jahre lang diese ganze Mühsal? Es ist für Ruhm und Gewinn. Ruhm und Gewinn warten auf ihn in der Ferne, winken ihm, und er glaubt, dass er allein durch seinen eigenen Fleiß, seine Strapazen und seine Anstrengungen diesen Weg beschreiten kann, der ihn zu Ruhm und Gewinn führt, wodurch er diese Dinge gewinnt. So ein Mensch muss diese Not für seinen eigenen Weg der Zukunft erleiden, für seine zukünftigen Genüsse und um ein besseres Leben zu erlangen(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). „Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, er lässt sie an nichts anderes als an diese beiden Dinge denken und bringt sie dazu, um Ruhm und Gewinn zu ringen, für Ruhm und Gewinn Härten zu erleiden, für Ruhm und Gewinn Erniedrigung zu erdulden und schwere Lasten zu tragen, für Ruhm und Gewinn alles zu opfern, was sie haben, und jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung um des Ruhms und Gewinns willen zu treffen. Auf diese Weise legt Satan den Menschen unsichtbare Fesseln an, und unter diesen Fesseln haben sie weder die Fähigkeit noch den Mut, sich zu befreien. Unwissentlich tragen sie diese Fesseln, während sie mit großen Schwierigkeiten Schritt für Schritt immer weiter voranstapfen. Um des Ruhmes und des Gewinns willen entfernt sich die Menschheit von Gott und verrät Ihn und wird immer niederträchtiger. Auf diese Weise wird eine Generation nach der anderen inmitten von Satans Ruhm und Gewinn vernichtet. Wenn wir nun die Handlungen Satans betrachten, sind seine heimtückischen Beweggründe nicht absolut hassenswert? Vielleicht könnt ihr heute noch immer nicht die heimtückischen Motive Satans durchschauen, weil ihr denkt, dass das Leben ohne Ruhm und Gewinn keinen Sinn hätte, dass die Menschen dann nicht mehr in der Lage wären, den Weg vor sich und ihre Ziele zu erkennen, und dass ihre Zukunft finster, düster und trüb werden würde(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Durch das Lesen dieser Worte Gottes sah ich, dass die Menschen durch ihr Streben nach Ruhm und Gewinn gefesselt sind. Sie glauben, das Streben nach Ruhm und Gewinn sei der Antrieb und das Lebensziel des Menschen. Sie wissen nicht, dass dies ein irriger Weg ist, und es fehlt ihnen der Mut oder die Fähigkeit, sich davon zu befreien. Ich dachte daran, dass mein eigenes Lebensziel darin bestand, mich abzuheben und meinen Ahnen Ehre zu machen, und dass ich dachte, wer solche Ziele erreicht, sei ein Gewinner im Leben. Diese Ideen waren mir schon in meiner Schulzeit eingetrichtert worden. Um meine Ziele zu erreichen, hatte ich mich jahrelang in meine Bücher vergraben, mir Wissen angeeignet und nach einem höheren akademischen Abschluss gestrebt, damit ich am Ende einen guten Job finden, ein gutes Leben führen und einen höheren Lebensstandard genießen könnte. Besonders geprägt hat mich ein Satz, den meine Mutter oft wiederholte: „Man muss die größten Mühsale erdulden, um der Größte zu werden.“ Ich glaubte, um mich abzuheben und an die Spitze zu gelangen, müsste ich kämpfen und Mühsal ertragen, und dass all diese Mühsal sich lohnen würde. In meinem Streben nach Ruhm und Gewinn beachtete ich die Außenwelt überhaupt nicht, war vollkommen von meinem Studium vereinnahmt, und selbst als meine Mutter todkrank wurde, unterbrach ich das Studium nicht, um mich um sie zu kümmern, aus Angst, dies könnte mein Studium beeinträchtigen. Ich hatte mehr als zehn Jahre mit dem Streben nach Ruhm und Gewinn verbracht, und hatte nicht ein einziges Mal innegehalten, um darüber nachzudenken, ob es das wirklich wert war. Obwohl ich mir den Respekt und die Bewunderung meiner Kommilitonen verdient hatte, war ich nicht wirklich glücklich. Ganz im Gegenteil: Ich wurde immer selbstsüchtiger, arroganter und abfälliger anderen gegenüber. Vor allem sah ich auf gewöhnliche Menschen herab, die sich nur darum kümmerten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Nach außen hin ließ ich mir solche Gefühle nicht anmerken, doch innerlich verachtete ich sie. Mir wurde klar, dass ich auf dem falschen Weg war und so viel Zeit vergeudet hatte. Letztlich hatte ich das wertvolle, glückliche Leben, das ich mir vorgestellt hatte, nicht erreicht. Durch Gottes Enthüllung erkannte ich, dass Satan Ruhm und Gewinn nutzt, um die Menschen in Versuchung zu führen und zu verderben. Das Streben nach Ruhm und Gewinn bescherte mir ein Leben voller Leiden und ließ mich mit leeren Händen zurück. War ich da nicht auf Satans listigen Plan hereingefallen? Ich wusste, dass ich mich auf dem falschen Weg befand und nicht nach Ruhm, Gewinn und Status streben sollte, sondern stattdessen Gott folgen und den Weg des Strebens nach der Wahrheit beschreiten sollte. Doch ich dachte auch daran, wie hart ich all diese Jahre gearbeitet hatte und nur noch einen Schritt von meinem Abschluss und meinem höheren akademischen Grad entfernt war, was mir Respekt in der Gesellschaft einbringen würde. Wenn ich später arbeiten ginge, könnte ich stolz erzählen, an welcher Universität ich meinen Abschluss gemacht hätte, und könnte erhobenen Hauptes auftreten. Mir fehlte der Glaube, meinem Studium den Rücken zu kehren, und ich wollte noch meinen Master und Doktortitel machen.

Als ich meine Pflicht tat, fragte mich einmal eine Schwester, welche Pläne ich für die Zukunft hätte. Ich sagte: „Ich möchte meinen Master und meinen Doktortitel machen, aber ich habe da ein paar Zweifel. Wenn ich ein weiterführendes Studium beginne, werde ich noch mehr Zeit in das Studium investieren müssen und weniger Zeit haben, meine Pflicht zu tun. Ich suche gerade nach Antworten, um herauszufinden, ob dieses Studium die richtige Wahl ist.“ Die Schwester las mir zwei Abschnitte aus Gottes Worten vor: „Petrus wurde in einen gewöhnlichen jüdischen landwirtschaftlichen Haushalt geboren. Seine Eltern ernährten die gesamte Familie durch Landwirtschaft. Er war das älteste Kind und hatte vier Brüder und Schwestern. Das ist natürlich nicht der Hauptteil unserer Geschichte – unsere Hauptfigur ist Petrus. Mit fünf Jahren brachten seine Eltern ihm das Lesen bei. Damals waren die Juden recht gebildet. Vor allem in Bereichen wie Landwirtschaft, Industrie und Handel waren sie sehr fortschrittlich. Aufgrund ihres sozialen Umfelds hatten Petrus’ Eltern beide eine höhere Bildung genossen. Obwohl sie vom Land waren, waren sie gebildet, vergleichbar mit einem durchschnittlichen Universitätsstudenten heute. Petrus wurde in solch günstige gesellschaftliche Verhältnisse hineingeboren – das war offensichtlich sein großes Glück. Klug und aufgeweckt, wie er war, fiel es ihm leicht, neue Ideen zu begreifen. Nach Beginn seiner Studien konnte er aus dem Gelernten problemlos Schlüsse ziehen. Seine Eltern waren stolz darauf, einen so klugen, aufgeweckten Sohn zu haben, weshalb sie alles daransetzten, seine Bildung zu unterstützen, in der Hoffnung, er würde sich profilieren und irgendein offizielles Amt in der Gesellschaft erlangen. Ohne es zu merken, hatte Petrus begonnen, sich für Gott zu interessieren. Als er somit mit vierzehn Jahren die Oberschule besuchte, empfand er eine tiefe Abneigung gegen die antike griechische Kultur, die er gerade studierte; insbesondere verabscheute er die fiktiven Figuren und erfundenen Ereignisse der antiken griechischen Geschichte. Von da an begann Petrus – der gerade in den Frühling seiner Jugend eingetreten war –, das menschliche Leben zu erforschen und sich mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Er fühlte sich nicht aus Gewissensgründen verpflichtet, die Mühen seiner Eltern zu vergelten, weil er klar erkannte, dass die Menschen allesamt in einem Zustand der Selbsttäuschung lebten und ein bedeutungsloses Leben führten, und dass sie alle ihr eigenes Leben im Wettstreit um Ruhm und Profit ruinierten. Seine Einsicht hatte sehr viel mit dem gesellschaftlichen Umfeld zu tun, in dem er lebte. Je mehr Wissen die Menschen besaßen, desto komplizierter wurden ihre zwischenmenschlichen Beziehungen und ihre Innenwelten, und umso leerer fühlte sich folglich der Raum an, den sie bewohnten. Unter diesen Umständen verbrachte Petrus seine Freizeit damit, überall Leute zu besuchen, wobei die Mehrheit von ihnen religiöse Persönlichkeiten waren. Er schien das vage Gefühl im Herzen zu haben, dass Religion vielleicht die verschiedenen Rätsel der menschlichen Welt erklären könnte, und so ging er oft ohne das Wissen seiner Eltern in eine Synagoge in der Nähe seines Zuhauses, um Gottesdienste zu besuchen. Es dauerte nicht lange, bis Petrus, ein herausragender Schüler und stets von gutem Charakter, anfing, es zu verabscheuen, zur Schule zu gehen. Unter der Aufsicht seiner Eltern schloss er widerwillig die Oberschule ab, woraufhin er, ans Ufer des Ozeans des Wissens geschwommen, tief durchatmete – von da an war er frei von jeglicher Bildung und Einschränkung(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Offenbarungen der Mysterien von „Worte Gottes an das gesamte Universum“, Über das Leben des Petrus). „Sein ganzes Leben lang arbeitete Petrus als Fischer, aber vor allem lebte er, um zu predigen. In seinen späteren Jahren schrieb er den ersten und zweiten Petrusbrief und verfasste mehrere Schreiben an die damalige Gemeinde in Philadelphia. Die Menschen dieser Zeit waren zutiefst von ihm berührt. Anstatt die Menschen anhand seiner eigenen erprobten Fähigkeiten zu belehren, versorgte er sie mit einer angemessenen Zuführung von Leben. Er vergaß die Lehren Jesu nie, bevor Er ging, und ließ sich sein ganzes Leben lang von ihnen inspirieren. Während er Jesus folgte, hatte er beschlossen, die Liebe des Herrn mit seinem Tod zu erwidern und Seinem Beispiel in allen Dingen zu folgen. Jesus stimmte dem zu, und so erschien ihm, als Petrus 53 Jahre alt war (mehr als 20 Jahre nachdem Jesus fortgegangen war), Jesus, um ihm zu helfen, sein Ziel zu erreichen. In den darauf folgenden sieben Jahren verbrachte Petrus sein Leben damit, sich in Selbsterkenntnis zu üben. Eines Tages, am Ende dieser sieben Jahre, wurde er kopfüber gekreuzigt, womit sein außergewöhnliches Leben ein Ende fand(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Offenbarungen der Mysterien von „Worte Gottes an das gesamte Universum“, Über das Leben des Petrus). Nachdem ich diese beiden Abschnitte gehört hatte, sah ich, dass meine eigene Situation jener ähnelte, als Petrus das leere Wissen, das er in der Schule lernte, leid wurde. Er wusste, dass in dem Wissen kein Leben war und dass Schule und Gesellschaft voller Konflikte steckten. Also wandte er sich von seinem Studium ab und begann ein Leben, in dem er nach der Wahrheit und dem Leben strebte. Ich sah, dass Petrus die Entschlossenheit hatte, der Schule und der Gesellschaft den Rücken zu kehren. Es war ihm völlig egal, wie andere ihn richteten; er verstrickte sich nicht in seinen Zuneigungen, sondern hatte einfach eine feste Entschlossenheit und persönlichen Glauben und ließ sich von den herrschenden Trends nicht beeinflussen. Er war mutig genug, sein altes Leben, wie es so viele führten, aufzugeben, um positive Dinge zu suchen. Es war ganz unglaublich, dass Petrus in jener Epoche eine solche Entscheidung treffen konnte; das erforderte unglaublich viel Glauben. Gottes Worte hatten eine große Wirkung auf mich. Äußerlich mochte es scheinen, als hätte Petrus keinerlei Ansehen oder Gewinn erlangt, doch er hatte Gottes Billigung gewonnen. Mir wurde klar, dass wie Petrus nach der Wahrheit zu streben und seine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun, gemäß Gottes Worten zu praktizieren, die Wahrheitsrealität auszuleben und Gott zu erkennen und sich Ihm zu unterwerfen, die Bestandteile eines wahrhaft wertvollen und bedeutungsvollen Lebens waren. Ich dachte an meinen großen Fleiß beim Lernen: Nach dem Gymnasium hatte ich die Uni besucht und überlegte nun, den Master zu machen. Setzte ich mir nicht immer höhere Ziele, nur um mich von der Masse abzuheben und mich auszuzeichnen? War das ein sinnvolles Streben? Ich dachte daran, wie meine Mutter schon als Kind hart gelernt hatte, um sich abzuheben und an die Spitze zu gelangen; wie sie in ihrem Beruf fleißig geschuftet hatte und mit dreißig schließlich ganz oben stand, alle früheren Entbehrungen hinter sich gelassen hatte, verbesserte materielle Bedingungen genossen und Ruhm, Gewinn und den Respekt der anderen erlangt hatte. Nach außen hin wirkte sie sehr glanzvoll und erfolgreich, doch letztlich bekam sie Krebs und verstarb. Ihr Ruhm und Gewinn konnten sie nicht vor der Krankheit retten. Ich erkannte, dass das Streben nach Ruhm und Gewinn weder Wert noch Sinn hat.

Später las ich noch zwei weitere Abschnitte aus Gottes Worten, durch die mir noch klarer wurde, welchen Weg ich wählen sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Du bist ein geschaffenes Wesen – selbstverständlich solltest du Gott anbeten und ein bedeutsames Leben anstreben. Wenn du Gott nicht anbetest, sondern in deinem unreinen Fleisch lebst, bist du dann nicht nur ein Tier in menschlicher Kleidung? Da du ein Mensch bist, solltest du dich für Gott aufwenden und alles Leid ertragen! Das wenige Leid, dem du heute unterworfen bist, solltest du mit Freude und beruhigt akzeptieren und ein bedeutsames Leben führen – wie Hiob und Petrus. In dieser Welt trägt der Mensch des Teufels Kleidung, isst die Speisen vom Teufel und arbeitet und dient unter dem Joch des Teufels und wird von ihm so niedergetrampelt, dass er schließlich völlig von Schmutz überzogen ist. Er hat die Bedeutung des Lebens nicht begriffen, noch den wahren Weg erlangt – welche Bedeutung liegt dann darin, so zu leben? Ihr seid Menschen, die nach dem richtigen Pfad streben und sich um Verbesserung bemühen. Ihr erhebt euch im Land des großen roten Drachen und seid jene, die Gott gerecht nennt. Ist dies nicht das bedeutungsvollste Leben?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Praxis (2)). „Es sollte jungen Leuten nicht an Bestrebungen, Antrieb und einem energischen Geist des Strebens nach oben mangeln. Sie sollten ihrer Aussichten wegen nicht verzagt sein und auch nicht die Hoffnung für ihr Leben oder den Glauben an die Zukunft verlieren. Sie sollten über die Beharrlichkeit verfügen, weiter auf dem Weg der Wahrheit zu gehen, den sie jetzt gewählt haben – um ihren Wunsch zu erfüllen, ihr ganzes Leben für Mich aufzuwenden. Die Wahrheit sollte ihnen nicht fehlen, noch sollten sie Scheinheiligkeit und Ungerechtigkeit decken – sie sollten standhaft in ihrer richtigen Haltung sein. Sie sollten nicht dahintreiben, stattdessen sollten sie den Geist haben, es zu wagen, für Gerechtigkeit und die Wahrheit Opfer zu bringen und dafür zu kämpfen. Junge Leute sollten den Mut haben, der Unterdrückung durch die Mächte der Finsternis nicht zu erliegen und die Bedeutung ihrer Existenz umzuwandeln. Junge Leute sollten nicht alles hinnehmen; vielmehr sollten sie eine Geisteshaltung der Aufrichtigkeit und Freimütigkeit an den Tag legen sowie eine Geisteshaltung der Vergebungsbereitschaft gegenüber ihren Brüdern und Schwestern. Das sind selbstverständlich sowohl Meine Anforderungen als auch Meine Ermahnungen an jeden Menschen. Doch vor allem sind dies Meine beruhigenden Worte an alle jungen Leute. Ihr solltet Meinen Worten entsprechend praktizieren. Vor allem sollte jungen Leuten nicht die Entschlossenheit fehlen, klar zu erkennen, wie es um die Dinge steht, und nach Gerechtigkeit und Wahrheit zu suchen. Ihr solltet nach allem streben, was schön und gut ist, und ihr solltet die Wirklichkeit aller positiven Dinge gewinnen. Mehr noch solltet ihr für euer eigenes Leben Verantwortung übernehmen, und ihr dürft es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es kommt selten vor, dass Menschen, die auf die Erde gekommen sind, Mir begegnen, und sie haben auch selten die Gelegenheit, die Wahrheit zu suchen und zu gewinnen. Warum wollt ihr diese wunderbare Zeit nicht als den richtigen Weg hochschätzen, den es in diesem Leben zu verfolgen gilt?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Worte für die Jungen und die Alten). Gottes Worte gaben mir ein neues Verständnis des Lebens. Der Mensch sollte nicht leben, um nach Ruhm und Gewinn zu streben, sondern er sollte Gott anbeten, nach der Wahrheit streben und sich für Gott aufwenden. Das ist es, was ein wertvolles und bedeutungsvolles Leben ausmacht. Selbst wenn wir den Ruhm, den Gewinn und den Respekt der anderen erlangen, werden wir völlig umsonst gelebt haben, falls wir Gott nicht anbeten und unsere Pflichten als geschaffene Wesen nicht erfüllen. Obwohl ich anfangs behauptete, ich sei bereit, Gott zu folgen, Entsagungen zu leisten und mich aufzuwenden, hatte ich in Wirklichkeit nichts davon in die Praxis umgesetzt. Ich suchte immer noch nach den Annehmlichkeiten des Fleisches, nach guten Zukunftsaussichten und dem Respekt der anderen. Ich hatte den wahren Sinn und Wert des menschlichen Lebens immer noch nicht verstanden. Ich dachte daran, was für ein Segen und eine Gnade Gottes es war, dass ich in den letzten Tagen geboren wurde und Gottes Werk schon in so jungen Jahren angenommen hatte. Gott hatte arrangiert, dass ich in diesem vorteilhaften Umfeld aufwuchs, in dem ich viele Sprachen gelernt hatte, einschließlich Chinesisch, was es mir ermöglichte, Gottes Worte zu lesen und meine Fähigkeiten bei der Ausführung meiner Pflicht einzusetzen. Mein Alter, meine Herkunft und meine Sprachkenntnisse waren alle bestens für das Streben nach der Wahrheit und das Ausführen meiner Pflichten geeignet. Wenn ich unbeirrt nur nach Ruhm, Gewinn und Status streben und sowohl Ruhm als auch Gewinn erlangen würde, aber meine Gelegenheit verlieren würde, Gott zu folgen und nach der Wahrheit zu streben – welchen Sinn hätte dann all dieser Erfolg? Nichts auf dieser Welt ist mit dem Erlangen der Wahrheit vergleichbar, und ein Leben, das von Menschen als gut erachtet wird, lässt sich nicht mit einem Leben vergleichen, das vom Schöpfer gutgeheißen wird. Nur ein Leben, das Gottes Billigung findet, ist bedeutungsvoll und wertvoll. Mit dieser Erkenntnis fasste ich den festen Entschluss, nach der Wahrheit zu streben und mich Gott zu unterwerfen und Ihn zufriedenzustellen. Ich war auch bereit, auf das Studium zu verzichten, um mich für Gott aufzuwenden. Ich betete zu Gott und sagte: Ich muss mich aus diesem langweiligen, trockenen Lebensstil befreien; ich muss nach der Wahrheit streben, Gott folgen und den richtigen Weg beschreiten. Später rief ich meinen Studienberater an, sagte ihm, dass ich mein Studium abbrechen wolle, und bat ihn, meinen Exmatrikulationsantrag zu unterschreiben. Doch er weigerte sich nicht nur, ihn zu unterschreiben, sondern sagte auch: „Sie haben nur noch ein Jahr bis zum Abschluss; wäre es nicht eine Schande, jetzt aufzuhören? Ihnen ist doch völlig klar, dass die Gehälter von Hochschulabsolventen viel höher sind als die von Leuten ohne einen solchen Abschluss. Ohne einen Hochschulabschluss könnten Sie sogar Schwierigkeiten haben, überhaupt einen Job zu finden; die Leute werden ganz anders auf Sie schauen. Wenn Sie Probleme haben, können Sie das Studium für ein Jahr pausieren und dann zurückkommen, wenn alles geklärt ist. Wäre das nicht die bessere Lösung?“ Als ich den Rat meines Studienberaters hörte, war ich etwas hin- und hergerissen. Ich dachte, vielleicht sollte ich, wie er vorgeschlagen hatte, pausieren und später zurückkommen. Auf diese Weise könnte ich den Abschluss machen, meinen akademischen Titel bekommen und würde später einen guten Job finden und respektiert werden. Doch dann dachte ich, dass dies auch Satans heimtückischer Plan sein könnte. Satan wollte nicht, dass ich Gott folgte und meine Pflicht tat, also nutzte er Ruhm und Gewinn, um mich in Versuchung zu führen. Ich dachte an Gottes Worte, die besagen: „Wenn Gott wirkt – wenn Gott sich um einen Menschen kümmert und ihn genau prüft, und wenn Er ihn für würdig befindet und ihn gutheißt –, folgt Satan dicht dahinter und versucht, ihn in die Irre zu führen und ihn schwer zu schädigen. Da Gott diesen Menschen gewinnen möchte, tut Satan alles, was in seiner Macht steht, um im Weg zu stehen, und wendet verschiedene verachtenswerte Methoden an, um das Werk Gottes zu stören und zu beschädigen, um sein unsägliches Ziel zu erreichen. Was ist dieses Ziel? Er will nicht, dass Gott irgendjemanden gewinnt; er will diejenigen wegschnappen, die Gott zu gewinnen beabsichtigt, damit er sie besetzen, kontrollieren und beherrschen kann, damit sie ihn anbeten und sich ihm beim Tun des Bösen anschließen, um sich Gott zu widersetzen(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige IV). Wenn ich meinem Studium den Rücken kehrte, um Gott zu folgen, hätte ich mehr Zeit, um nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht zu tun; doch mein Studienberater hatte gewisse Dinge gesagt, um mich in Versuchung zu führen. Nach außen hin schien es, als meinte er es gut mit mir, doch im Hintergrund war Satans heimtückischer Plan am Werk. Satan wollte mich in Versuchung führen, weiter nach Ruhm, Gewinn und Status zu streben, damit ich in meinem Streben nach Ruhm und Gewinn steckenblieb. Ich durfte nicht auf Satans Trick hereinfallen. Als mir das klar wurde, antwortete ich meinem Studienberater und sagte: „Ich verstehe, was Sie meinen, doch jetzt ist mir Gottes dringliche Absicht noch klarer. Ich habe lange und gründlich darüber nachgedacht, ob ich diesen Weg des Glaubens wählen sollte, und mein Entschluss steht bereits fest. Ich werde mein Leben dem Glauben widmen, Gott folgen, mich für Ihn aufwenden, und niemals zurückkehren, um das Studium fortzusetzen. Meine Entscheidung zum Abbruch steht fest, und ich hoffe, Sie können mich verstehen.“ Als der Studienberater sah, dass mein Entschluss feststand, versuchte er nicht mehr, mich zu überreden, und unterschrieb die Papiere für meine Exmatrikulation.

Nach dem Abbruch hatte ich viel mehr Zeit und Energie, um meine Pflicht zu tun, und ich konnte mich vor Gott viel besser sammeln und zur Ruhe kommen. Außerdem hatte ich mehr Zeit, über Gottes Worte nachzudenken, mit den Brüdern und Schwestern über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten und meine Pflicht zu tun. Ich spürte, dass ich Gott immer näher kam. Mittlerweile sind fast anderthalb Jahre vergangen. Bei der Ausführung meiner Pflicht offenbarte ich meine verdorbenen Dispositionen, doch dadurch lernte ich, wie ich harmonisch mit anderen zusammenarbeiten kann. Wenn ich auf Schwierigkeiten stieß, ließ ich mich nicht davon aufhalten, sondern suchte die Wahrheit, um sie zu lösen. Ich habe in diesem vergangenen Jahr so viel gewonnen. Hätte ich noch ein Jahr gewartet, bevor ich anfing, meine Pflicht zu tun, hätte ich so viele Gelegenheiten verpasst, die Wahrheit zu erlangen, was ein schwerer Verlust für mich gewesen wäre. Zudem habe ich gesehen, dass die Katastrophen auf der Welt immer schlimmer werden. Die Ukraine und Russland befinden sich im Krieg, weltweit sind große Konflikte ausgebrochen, die Pandemie verschärfte sich und Erdbeben und Überschwemmungen treten immer häufiger auf. Ich dachte daran, wie es sein wird, wenn die Katastrophen hereinbrechen: Selbst wenn ich meinen Abschluss gemacht und Ruhm, Gewinn und Respekt erlangt hätte, wäre all das bedeutungslos, wenn ich das Leben nicht besäße. Genau wie der Herr Jesus sagte: „Und welchen Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne, und verlöre sich selbst oder beschädigte sich selbst?(Lukas 9,25). Ich muss aus ganzem Herzen an Gott glauben und Ihm folgen; nur so kann ich die Wahrheit und das Leben erlangen. Das ist das Wertvollste auf der Welt und der allerhöchste Segen! Meine Entscheidung, das Studium aufzugeben, um Gott zu folgen und meine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun, ist die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe! Dank sei Gott für Seine Führung!

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