37. Entspricht die Ansicht, dass harte Arbeit Anerkennung verdient, selbst wenn der Erfolg ausbleibt, der Wahrheit?
Anfang August 2022 hatten wir gerade eine unserer Versammlungen beendet, als Schwester Wang Jing sagte: „Zhang Min befindet sich zur Selbstreflexion in häuslicher Isolation.“ Als ich das hörte, fragte ich: „Was ist denn los?“ Wang Jing antwortete: „Immer wenn Brüder und Schwestern auf Probleme hinwiesen, die bei ihrer Pflicht auftraten, weigerte sich Zhang Min beharrlich, dies zu akzeptieren, und argumentierte und rechtfertigte sich sogar. Sie machte ein riesiges Theater, weinte und veranstaltete einen gewaltigen Aufstand und ließ ihren Frust sogar an ihrer Pflicht aus. Dies führte dazu, dass die Arbeit nicht normal fortgeführt werden konnte, und verursachte Unterbrechungen und Störungen im Kirchenleben. Wenn sie nicht über sich nachdenkt, keine Selbsterkenntnis zeigt und weiterhin versucht, sich zu rechtfertigen, wird sie möglicherweise entfernt.“ Als ich das hörte, war ich jedoch wirklich überrascht. Ich dachte mir, Zhang Min hätte in den vielen Jahren ihres Glaubens an Gott immer den Dingen entsagt und sich aufgewendet. Bei der Bewässerung von Neulingen war sie stets liebevoll und freundlich. Egal wie spät es war – wenn ein Neuling ein Problem hatte, tat sie alles in ihrer Macht Stehende, um mit ihm Gemeinschaft zu halten und es zu lösen. Selbst wenn familiäre Angelegenheiten dazwischenkamen, ließ sie ihre Pflicht nicht einfach liegen. Auch wenn sie die Wahrheit jetzt nicht annahm, lag es vielleicht nur daran, dass sie sie einfach noch nicht erkannt hatte. Wenn sie allmählich darüber nachdachte, reflektierte und es schließlich einsah, wäre dann nicht alles in Ordnung? Sie hatte es nicht verdient, entfernt zu werden. Wenn jemand wie sie entfernt würde – und mein Entsagen und mein Aufwenden reichten ja nicht an ihre heran –, würde ich dann nicht am Ende ebenfalls ausgemustert werden? In dieser Zeit wurde mein Zustand immer ziemlich negativ, wenn ich daran dachte, und mir fehlte bei der Ausführung meiner Pflicht die Energie.
Später kam bei einer Versammlung unsere Kirchenleiterin Wang Yu, um die Unterlagen für das Entfernen von Zhang Min zu prüfen. Ich sprach meine Auffassungen und meine Verwirrung an und sagte: „Viele Jahre lang hat Zhang Min bei der Ausführung ihrer Pflicht ihrer Familie den Rücken gekehrt und ihre Karriere aufgegeben; wenn man ihr schon keine Verdienste anrechnet, so gebührt ihr doch zumindest Anerkennung für ihre harte Arbeit. Warum wird sie denn entfernt? Wenn sie trotz all ihres Einsatzes bei ihrer Pflicht keine Errettung erlangen kann, sollte ich dann nicht auch ausgemustert werden? Schließlich leide ich nicht so viel und zahle keinen so hohen Preis wie sie.“ Als Wang Yu sah, dass sich bei mir Auffassungen gebildet hatten, hielt sie geduldig Gemeinschaft mit mir. Sie sagte: „Du siehst nur, was Zhang Min von außen betrachtet zu tun scheint; du hast nicht gesehen, wie ihre Haltung gegenüber der Wahrheit die ganze Zeit über wirklich war. Den Beurteilungen der Brüder und Schwestern zufolge hat Zhang Min, wenn etwas geschah, nie etwas von Gott angenommen, sondern immer viel zu viel in Menschen und Dinge hineininterpretiert. Brüder und Schwestern haben oft mit ihr Gemeinschaft gehalten und ihr geholfen, doch sie nahm die Wahrheit nicht im Geringsten an, argumentierte, rechtfertigte sich und ließ ihren Frust sogar an ihrer Pflicht aus.“ Die Leiterin nannte ein Beispiel und sagte: „Einmal wies ihre Verantwortliche Zhang Min auf ein Problem bei der Bewässerung der Neulinge hin. Zhang Min akzeptierte es nicht und dachte, die Verantwortliche hätte es absichtlich auf sie abgesehen. Sie verlor die Beherrschung und sagte: ‚Ich kann diese Pflicht nicht mehr tun. Sucht euch jemand anderen!‘ Dann verließ sie weinend den Raum.“ Die Leiterin erklärte, dass dies schon die ganze Zeit Zhang Mins Äußerungsformen waren. Jedes Mal, wenn es um ihren Stolz und ihren Status ging, machte sie ein riesiges Theater, und niemand konnte sie zurückhalten. Sogar ihre Verantwortliche fühlte sich durch sie eingeschränkt. Durch diese Verhaltensweisen störte sie das Kirchenleben ernsthaft und beeinträchtigte die Bewässerungsarbeit. Obwohl Zhang Min in all den Jahren ihres Glaubens an Gott ihre Pflicht tat, strebte sie überhaupt nicht nach der Wahrheit. Wenn etwas geschah, nahm sie es nie von Gott an, dachte nicht über sich selbst nach und zog keine Lehren daraus, was bedeutete, dass sie eine Ungläubige war. Danach las Wang Yu eine Passage aus Gottes Worten vor: „Die Norm, nach der die Menschen andere Menschen beurteilen, basiert auf ihrem Verhalten; jene, deren Verhalten gut ist, sind gerecht, während jene, deren Verhalten abscheulich ist, böse sind. Der Standard, nach dem Gott Menschen beurteilt, basiert darauf, ob ihr Wesen sich Gott unterwirft oder nicht; jemand, der sich Gott unterwirft, ist eine gerechte Person, während jemand, der es nicht tut, ein Feind und böser Mensch ist, unabhängig davon, ob das Verhalten dieser Person gut oder schlecht ist, und unabhängig davon, ob die Worte dieser Person richtig oder falsch sind“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Dann hielt sie Gemeinschaft und sagte: „Die Menschen beurteilen andere nach ihrem Äußeren. Wenn das Verhalten von jemandem gut erscheint, hält man ihn für einen guten Menschen, und wenn es schlecht erscheint, gilt er als böser Mensch. Gott hingegen betrachtet die Menschen anhand ihrer Wesensnatur und ihrer Haltung gegenüber der Wahrheit. Gott achtet darauf, ob die Menschen sich Ihm und der Wahrheit unterwerfen können, und nicht darauf, wie sehr sie oberflächlich gesehen entsagen, leiden und arbeiten.“ Durch diese Gemeinschaft reflektierte ich, dass der Grund, warum ich Mitleid mit Zhang Min hatte, als sie entfernt wurde, der war, dass ich nur auf ihr Äußeres geachtet hatte. Ich sah, dass sie ihrer Familie den Rücken kehren, ihre Karriere aufgeben, Leid ertragen und einen Preis zahlen konnte. Ich sah auch, dass sie keine Mühe scheute, sich Zeit zu nehmen, um mit Neulingen Gemeinschaft zu halten, wenn diese Probleme hatten. Deshalb glaubte ich, dass sie jemand war, der nach der Wahrheit strebte. Ich achtete jedoch nicht darauf, ob sie fähig war, die Wahrheit zu akzeptieren oder sich ihr zu unterwerfen, wenn etwas geschah. Auch schaute ich nicht auf die Ergebnisse, die sie bei ihrer Pflicht erzielte. Ich dachte, die Anforderungen von Gottes Haus an sie seien zu streng und man hätte sie nicht entfernen dürfen. Es zeigte sich, dass ich weder Menschen noch Dinge durchschauen konnte – ich war einfach zu ignorant.
Als ich mich später mit einer Kleingruppe versammelte, stellte ich fest, dass im Hinblick auf das Entfernen von Zhang Min einige Brüder und Schwestern ebenfalls der Ansicht waren, dass „harte Arbeit Anerkennung verdient, selbst wenn der Erfolg ausbleibt“. Angesichts dieses Problems suchte ich einige Passagen aus Gottes Worten heraus, um sie zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Paulus strebte nicht nach der Wahrheit. Er glaubte nur an Gott, weil er eine Zukunft und ein Ziel für sein Fleisch suchte. Er strebte nach Belohnungen und einer Krone. Gott sprach so viele Worte, disziplinierte, erleuchtete und erhellte ihn so sehr, und trotzdem hat er sich Gott nicht unterworfen und nahm die Wahrheit nicht an. Er hat sich stets gegen Gott aufgelehnt und sich Ihm widersetzt, und am Ende wurde er zum Antichristen und wurde verdammt und bestraft. Als Beispiel dafür, was man nicht tun sollte, kann man Paulus nehmen. … Gemäß den Auffassungen und Einbildungen der Menschen denken sie: ‚Gott hätte Paulus nicht so behandeln dürfen. Paulus hat so viel getan und so viel gelitten. Außerdem war er Gott gegenüber loyal und hingebungsvoll. Warum hat Gott ihn so behandelt?‘ Ist es richtig, dass Menschen so etwas sagen? Entspricht es der Wahrheit? Inwiefern war Paulus Gott gegenüber loyal oder ergeben? Verdrehen sie da nicht die Fakten? Paulus war darauf bedacht, Segnungen für sich selbst zu erlangen und diesem Ziel gegenüber sehr loyal. Ist das Treue und Hingabe zu Gott? Wenn Menschen die Wahrheit nicht verstehen, das Wesen eines Problems nicht klar erkennen können und blindlings aus ihren Gefühlen heraus sprechen, rebellieren sie dann nicht gegen Gott und widersetzen sich Ihm? Kein Wunder, dass Paulus von allen so verehrt wird! Diejenigen, die zu Satan gehören, verehren Satan und sprechen für Satan aus ihren Gefühlen heraus. Das bedeutet, dass Leute, die sich scheinbar von Satan getrennt haben, ihm noch immer verbunden sind. Wenn die Menschen für Satan sprechen, sprechen sie tatsächlich auch für sich selbst. Die Menschen sympathisieren mit Paulus, weil sie wie er sind und denselben Weg beschreiten. Nach dem gesunden Menschenverstand hätte Gott Paulus nicht so behandeln dürfen, aber was Er tat, war das genaue Gegenteil von gesundem Menschenverstand. Das ist Gottes gerechte Disposition, und sie ist die Wahrheit. Wenn jemand in Übereinstimmung mit dem gesunden Menschenverstand spricht, sagt er vielleicht: ‚Auch wenn Paulus nicht viel erreicht hat, hat er doch viel Mühsal oder zumindest Erschöpfung ertragen. Es hätte ihm gewährt werden müssen, weiterzuleben, allein schon aufgrund der vielen Jahre, die er gelitten hat. Selbst wenn er nur eine Arbeitskraft war, wäre das in Ordnung. Er hätte nicht bestraft oder in die Hölle geschickt werden dürfen.‘ Das ist der gesunde Menschenverstand und die Gefühle von Menschen – nicht die Wahrheit. Was ist der lieblichste Aspekt von Gott? Dass Er keinen gesunden Menschenverstand hat. Alles, was Er tut, steht im Einklang mit der Wahrheit und Seinem Wesen. Er offenbart eine gerechte Disposition. Gott nimmt keine Rücksicht darauf, wie schön die Dinge klingen, die du sagst, noch darauf, wie sehr du gelitten hast. Gott fällt Sein Urteil über dich auf Grundlage der Dispositionen, die in deinen Worten und Taten offenbart werden, und des Weges, den du gehst, und dementsprechend behandelt Er dich mit der Haltung, die am angemessensten ist. Auf diese Weise hat Gott das Ergebnis von Paulus bestimmt. Bei Seiner Bestimmung von Paulus’ Ergebnis agierte Gott scheinbar ohne jegliche Liebe: Petrus und Paulus waren beide geschaffene Wesen, aber während Gott Petrus billigte und segnete, hat Er Paulus bloßgestellt, im Detail analysiert, gerichtet und verurteilt. Man kann Gottes Liebe nicht an dem Ergebnis erkennen, das Er für Paulus bestimmt hat. Kannst du also aufgrund dessen, was mit Paulus geschah, sagen, dass Gott nicht liebt? Nein, das kannst du nicht, denn Gott hat ihn viele Male diszipliniert und erleuchtet und ihm so viele Gelegenheiten gegeben, Buße zu tun. Paulus aber weigerte sich hartnäckig und ging den Weg des Widerstands gegen Gott. So hat Gott ihn schließlich verdammt und bestraft“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn man die Wahrheit versteht, kann man Gottes Taten kennen). „Einige Menschen werden schließlich sagen: ‚Ich habe so viel für Dich gearbeitet, und obwohl ich vielleicht keine gefeierten Erfolge erzielt habe, bin ich in meinen Anstrengungen doch gewissenhaft gewesen. Kannst Du mich nicht einfach ins Himmelreich lassen, damit ich die Früchte des Lebens essen kann?‘ Du musst wissen, welche Art von Menschen Ich Mir wünsche. Jenen, die unrein sind, ist es nicht gestattet, das Königreich zu betreten; jenen, die unrein sind, ist es nicht gestattet, den heiligen Boden zu verunreinigen. Obwohl du vielleicht viel Arbeit verrichtet hast und viele Jahre gearbeitet hast, bist du am Ende noch immer erbärmlich schmutzig, und es ist untragbar für das Gesetz des Himmels, dass du in Mein Königreich einzutreten wünschst! Seit der Erschaffung der Welt bis heute habe Ich jenen, die sich Mir anbiedern, niemals so einfach Zugang zu Meinem Königreich gewährt. Das ist eine himmlische Vorschrift, und niemand kann sie missachten! Du musst nach dem Leben streben. Heute sind diejenigen, die vervollkommnet werden, von derselben Art wie Petrus: Sie sind diejenigen, die in ihrer eigenen Disposition nach Veränderung streben und die bereit sind, für Gott Zeugnis abzulegen und ihre Pflicht als geschaffenes Wesen zu erfüllen. Nur Menschen wie diese werden vervollkommnet werden. Wenn du nur auf eine Belohnung aus bist und nicht danach strebst, deine eigene Lebensdisposition zu verändern, dann werden alle deine Bemühungen vergebens sein – das ist eine unveränderliche Wahrheit!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den man geht). „Ich bestimme den Bestimmungsort eines jeden Menschen nicht auf der Grundlage seiner Jahre, seines Dienstalters oder der Menge seines Leidens, noch weniger danach, wie mitleiderregend er ist, sondern danach, ob er die Wahrheit besitzt. Es gibt keine andere Möglichkeit als diese. Ihr müsst verstehen, dass alle, die nicht Gottes Willen befolgen, ausnahmslos bestraft werden. Dies ist etwas, das keine Person ändern kann“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Gottes Disposition gerecht und heilig ist. Welches Ende ein Mensch findet und ob er gerettet wird, hängt nicht davon ab, wie viel Arbeit er nach außen hin zu verrichten scheint oder wie sehr er scheinbar entsagt und sich aufwendet. Wichtig ist, ob dieser Mensch nach der Wahrheit strebt und ob er seine Lebensdisposition geändert hat. Wenn er sich nur auf harte Arbeit konzentriert und nicht danach strebt, seine Lebensdisposition zu ändern, wird er letztendlich nicht in der Lage sein, standhaft zu bleiben, und früher oder später ausgemustert werden müssen. Es war genauso wie bei Paulus im Zeitalter der Gnade. Er arbeitete viele Jahre, ertrug viel Leid, gewann durch die Predigt des Evangeliums etliche Menschen und gründete viele Kirchen. Doch all sein Aufwenden diente nur dazu, Belohnungen und eine Krone zu erlangen, und seine Absicht war es, mit Gott einen Handel einzugehen. Überdies war Paulus’ Natur extrem arrogant und eingebildet. Er nahm auf niemanden Rücksicht und bezeugte sogar, dass er so lebte wie Christus. Paulus beschritt den sich Gott widersetzenden Weg eines Antichristen, und am Ende kränkte er Gottes Disposition und erfuhr Gottes Bestrafung. Als ich das erkannte, wurde mir Zhang Mins Problem klarer. Ich hatte früher geglaubt, Zhang Min arbeitete hart, kehrte ihrer Familie den Rücken und gab ihre Karriere auf, um ihre Pflicht zu tun, und dass sie für ihre harte Arbeit Anerkennung verdient hätte – oder wenigstens dafür, wie sie sich aufgerieben hatte – und dass man ihr eine weitere Chance zur Buße geben sollte. Als ich nun ihre durchgängigen Äußerungsformen betrachtete, sah ich, dass sie die Wahrheit nicht im Geringsten akzeptierte und der Wahrheit abgeneigt war. Jedes Mal, wenn etwas geschah, machte sie ein riesiges Theater daraus, sobald es ihren Stolz und Status berührte. Sie nahm die Hinweise und die Hilfe der Brüder und Schwestern nicht nur nicht an, sondern war auch noch völlig unvernünftig, stiftete Unruhe, fluchte, redete Unsinn und ließ ihren Frust an ihrer Pflicht aus. Sie verhielt sich absolut nicht wie jemand, der an Gott glaubt. Wenn Brüder und Schwestern ihre Probleme bloßstellten und aufzeigten, dachte sie, sie würden sie absichtlich in Verlegenheit bringen, und manchmal fühlte sie sich ungerecht behandelt und ignorierte deshalb die Leiterin, was dazu führte, dass die Leiterin die Arbeit nicht umsetzen konnte. Durch ihre Anwesenheit in der Kirche störte sie die Brüder und Schwestern sowie die Arbeit; man könnte sagen, der Schaden war größer als der Nutzen. Dass die Kirche sie entfernte, offenbarte Gottes Gerechtigkeit voll und ganz. Ich hatte dieses Problem jedoch nicht anhand der Wahrheitsgrundsätze beurteilt. Als ich hörte, dass sie entfernt wurde, missverstand ich Gott und nahm Zhang Min in Schutz. Ich sah, dass ich die Wahrheit nicht besaß, nicht wusste, wie man Menschen durchschaut, und dass ich mich Gott jederzeit widersetzen konnte.
Später las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten: „Leute, die unvernünftig sind und mutwillig Unruhe stiften, begehen im Allgemeinen vielleicht keine extrem heimtückischen oder bösen Taten, aber sobald ihre Interessen, ihr Ansehen oder ihre Würde berührt werden, explodieren sie sofort vor Wut, bekommen Wutanfälle, benehmen sich aufsässig und drohen sogar mit Selbstmord. Sagt Mir, wenn solch eine absurde und unvernünftig ungeschliffene Person in einer Familie auftaucht, würde dann nicht die ganze Familie leiden? Der Haushalt würde dann im Chaos versinken, erfüllt von Geschrei und Geheul, was das Zusammenleben unerträglich machen würde. In manchen Kirchen gibt es solche Leute; auch wenn es nicht offensichtlich sein mag, wenn alles normal ist, weiß man nie, wann sie einen Ausbruch haben und sich offenbaren könnten. Die hauptsächlichen Erscheinungsformen solcher Leute umfassen unter anderem Wutanfälle, das Verbreiten abstruser Argumente und öffentliches Fluchen. Selbst wenn dieses Verhalten nur einmal im Monat oder alle sechs Monate auftritt, verursacht es großen Kummer und Schwierigkeiten und bringt für das Kirchenleben der meisten Leute Störungen unterschiedlichen Ausmaßes mit sich. Wenn tatsächlich bestätigt wird, dass jemand in diese Kategorie fällt, sollte umgehend mit ihm verfahren und er aus der Kirche entfernt werden. Manche mögen sagen: ‚Diese Leute tun nichts Böses. Sie können nicht als böse Menschen betrachtet werden; wir sollten tolerant und geduldig mit ihnen sein.‘ Sagt Mir, wäre es in Ordnung, mit solchen Leuten nicht zu verfahren? (Nein, das wäre nicht in Ordnung.) Warum nicht? (Weil ihre Handlungen den meisten Leuten erhebliche Schwierigkeiten und Ärger bereiten und auch das Kirchenleben stören.) Basierend auf diesem Ergebnis ist klar, dass diejenigen, die das Kirchenleben stören, selbst wenn sie keine bösen Menschen oder Antichristen sind, nicht in der Kirche bleiben sollten. Das liegt daran, dass solche Leute die Wahrheit nicht lieben, sondern ihr abgeneigt sind, und egal, wie viele Jahre sie an Gott glauben oder wie viele Predigten sie hören, werden sie die Wahrheit nicht annehmen. Sobald sie etwas Schlechtes tun und zurechtgestutzt werden, bekommen sie Wutanfälle und verbreiten Unsinn. Selbst wenn jemand mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hält, nehmen sie es nicht an. Niemand kann mit ihnen vernünftig reden. Selbst wenn Ich mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft halte, mögen sie äußerlich schweigen, aber innerlich akzeptieren sie es nicht. Wenn sie mit tatsächlichen Situationen konfrontiert werden, handeln sie immer noch so, wie sie es immer getan haben. Sie hören nicht auf Meine Worte, also würde euer Rat von ihnen noch weniger angenommen werden. Obwohl diese Leute vielleicht keine großen Übeltaten begehen, nehmen sie die Wahrheit kein bisschen an. Betrachtet man ihre Wesensnatur, so fehlt es ihnen nicht nur an Gewissen und Vernunft, sondern sie sind auch unvernünftig, mutwillig unruhestiftend und für Vernunft unempfänglich. Können solche Leute Gottes Errettung erlangen? Absolut nicht! Diejenigen, die die Wahrheit überhaupt nicht annehmen, sind Ungläubige, sie sind Diener Satans. Wenn die Dinge nicht nach ihrem Willen laufen, bekommen sie Wutanfälle, verbreiten hartnäckig abstruse Argumente und hören nicht auf die Wahrheit, egal wie darüber Gemeinschaft gehalten wird. Solche Leute sind unvernünftig und mutwillig unruhestiftend, reine Teufel und böse Geister; sie sind schlimmer als Bestien! Sie sind Geisteskranke mit unzureichender Vernunft und sind niemals zu wahrer Buße fähig. Je länger sie in der Kirche bleiben, desto mehr Auffassungen haben sie über Gott, desto mehr unvernünftige Forderungen stellen sie an Gottes Haus, und desto größer werden die Störung und der Schaden, die sie dem Kirchenleben zufügen. Dies beeinträchtigt den Lebenseintritt von Gottes auserwähltem Volk und den normalen Fortgang der Kirchenarbeit. Ihr Schaden für die Arbeit der Kirche ist nicht geringer als der von bösen Menschen; sie sollten frühzeitig aus der Kirche entfernt werden. Manche Leute sagen: ‚Sind sie nicht einfach nur ein bisschen widerspenstig? Sie erreichen nicht den Punkt, böse zu sein, wäre es also nicht besser, sie mit Liebe zu behandeln? Wenn wir sie behalten, können sie sich vielleicht ändern und errettet werden.‘ Ich sage dir, das ist unmöglich! Es gibt kein ‚Vielleicht‘ – diese Leute können absolut nicht gerettet werden. Das liegt daran, dass sie die Wahrheit nicht verstehen können, geschweige denn sie annehmen; ihnen fehlt es an Gewissen und Vernunft, ihre Denkprozesse sind abnormal, und ihnen fehlt sogar der grundlegendste gesunde Menschenverstand, der für das eigene Verhalten erforderlich ist. Sie sind Menschen mit unzureichender Vernunft. Gott errettet solche Menschen absolut nicht“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (26)). Durch Gottes Worte erkannte ich: Obwohl Menschen, die auf unvernünftige Weise Unruhe stiften, nichts wirklich Böses tun, machen sie ein riesiges Theater und rechtfertigen Dinge mit falschen Argumenten, wann immer es um ihre eigenen Interessen geht. Egal, wie man mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft hält, sie akzeptieren sie nicht und stören das Kirchenleben ernsthaft. Zudem besitzen solche Menschen, die auf unvernünftige Weise Unruhe stiften, nicht das Gewissen und die Vernunft der normalen Menschlichkeit. Und ganz gleich, wie viele Jahre sie an Gott geglaubt haben, sie können kein bisschen von der Wahrheit verstehen. Gott rettet solche Menschen nicht. Zhang Min war diese Art von Mensch. Sobald etwas ihre Interessen berührte, machte sie Ärger und ein riesiges Theater, wodurch eine völlig normale Versammlung in ein chaotisches Durcheinander verwandelt wurde. Es war den anderen unmöglich, sich zu beruhigen und über Gottes Worte Gemeinschaft zu halten. Mit solchen Menschen sollte rechtzeitig verfahren werden, um das Kirchenleben zu schützen. Tatsächlich ist allen Menschen mit einem bisschen Gewissen und Vernunft klar, dass das Entfernen kein Zufall ist. Sie werden ihre Herzen beruhigen, um gründlich über sich nachzudenken und Lehren daraus zu ziehen. Auch wenn sie es zu dem Zeitpunkt nicht verstehen, werden sie zumindest ihre Auffassungen nicht verbreiten und ihren Gefühlen keinen freien Lauf lassen. Solche Menschen besitzen zumindest ein Stück weit ein gottesfürchtiges Herz und haben immer noch eine Chance, Buße zu tun. Doch als Zhang Min mit dieser Angelegenheit konfrontiert wurde, suchte sie weder die Wahrheit noch dachte sie über sich selbst nach. Stattdessen war sie voller Auffassungen und Missverständnisse Gott gegenüber, richtete über Ihn als ungerecht und fragte sogar, warum Er anderen eine Chance gab, aber nicht ihr. Nachdem sie entfernt worden war, dachte sie immer noch nicht über sich selbst nach. Sie rechtfertigte sich, zeterte gegen Gott, ließ ihrer Unzufriedenheit und Entrüstung freien Lauf, verbreitete ihre Auffassungen und führte die Leute in die Irre. Da sie nicht die geringste Haltung der Buße zeigte, war ihr Entfernen voll und ganz Gottes Gerechtigkeit!
Durch diese Erfahrung verstand ich, wie wichtig es ist, das Wesen von Menschen anhand von Gottes Worten zu durchschauen. Die Ansicht „harte Arbeit verdient Anerkennung, selbst wenn der Erfolg ausbleibt“ war ein Trugschluss und stand nicht im Einklang mit der Wahrheit. Diejenigen, die nicht wissen, wie sie andere anhand von Gottes Worten durchschauen können, werden irregeführt, betrachten Ungläubige und böse Menschen sogar als ihre Brüder und Schwestern und verteidigen sie. Einzig Menschen und Dinge anhand von Gottes Worten zu betrachten, ist richtig. Ich hatte kein Mitleid mehr mit Zhang Min, weil sie entfernt worden war. Und ich war auch mir selbst gegenüber wachsamer, um sicherzustellen, dass ich in der Lage bin, die Wahrheit zu suchen, über mich selbst nachzudenken, wenn ich zurechtgestutzt oder gerichtet und gezüchtigt werde, und zu glauben, dass alles, was Gott tut, gerecht ist. Dass ich einige Erkenntnisse gewinnen konnte, ist ein Resultat, das durch Gottes Worte erzielt wurde.