78. Wenn Pflichtausführung und das Ehren der Eltern im Widerstreit stehen

Von Mu Cheng, China

In den letzten Jahren tat ich meine Pflicht fern von zu Hause. Ich vermisste meine Mutter zwar manchmal, aber meine Pflicht nahm mich sehr in Anspruch. Da sie noch recht jung und ziemlich gesund war, fühlte ich mich nicht sonderlich eingeschränkt oder besorgt, während ich meine Pflicht tat. Im September 2020 nutzte dann die Kommunistische Partei die Volkszählung als Vorwand, um von Haus zu Haus zu gehen und nach Gläubigen zu suchen. Während dieser Zählung wurde ich von der Polizei verhaftet und festgehalten. Als ich auf Kaution freigelassen wurde und nach Hause zurückkam, bemerkte ich, dass meine Mutter nach all den Jahren der Trennung viel mehr graue Haare bekommen hatte, stark an Beweglichkeit verloren und ihr Magenleiden sich verschlimmert hatte. Wenn sie das Falsche aß, litt sie tagelang unter Schmerzen. Aus Sicherheitsgründen hatte sie an keinen Versammlungen teilnehmen können, und ihr Zustand war schlecht. Und weil ich zweimal von der Polizei verhaftet worden war, hatte sie sich solche Sorgen gemacht, dass sie depressiv wurde und das Haus nicht mehr verließ. Ich fühlte mich furchtbar. Mein Vater war früh verstorben, und meine Mama hatte viel durchgemacht, um meiner Schwester und mir die Schulbildung zu ermöglichen. Ich hatte meine Mutter immer ehren wollen, aber nie die Gelegenheit dazu gehabt. Jetzt, wo ich zu Hause war, konnte ich mich endlich um sie kümmern.

Kaum war ich zu Hause angekommen, kam die Staatssicherheitsbrigade zu uns und wies mich an, mich jeden Monat bei ihnen zu melden und über meinen Arbeitsstatus und meinen Aufenthaltsort Bericht zu erstatten. Deswegen konnte ich die Kirche nicht kontaktieren und meine Pflicht nicht tun, also nahm ich eine Stelle als Fotograf an und verbrachte den Rest meiner Zeit damit, mich um meine Mama zu kümmern. Wenn ich Zeit hatte, plauderte ich mit meiner Mutter über meine Erlebnisse der letzten Jahre, und meine Schwester und ich führten sie auch zum Essen in Restaurants aus. Manchmal brachte ich sie zu Kontrolluntersuchungen ins Krankenhaus und kaufte ihr Nahrungsergänzungsmittel für ihre Magenprobleme. Ständig kam die Polizei zu uns nach Hause und schikanierte uns; ich musste ihnen Meldung abstatten und die „Drei Erklärungen“ unterschreiben. Als meine Mama sah, wie sie mich kontrollierten, und sich sorgte, es könnte mir etwas zustoßen, wurde sie sogar noch depressiver und stellte den Kontakt zu allen außer der Familie ein. Sie ging nicht einmal mehr vor die Tür, um Lebensmittel einzukaufen. Ich war ziemlich beunruhigt, meine Mutter so zu sehen, und machte mir Sorgen, sie könnte eine psychische Krankheit bekommen. Ich tat alles, was ich konnte, um ihr Führung zu geben – ich hielt Gemeinschaft mit ihr, ich nahm sie mit nach draußen, um ihr beim Entspannen zu helfen, aber nichts half. Ich war besorgt und sehr beklommen. Das einzige, was ich tun konnte, war, etwas härter zu arbeiten, um mir ein besseres Leben zu ermöglichen, damit sie sich nicht so viele Sorgen um mich machen würde. So verging ein Jahr, und die Polizei hatte ihre strenge Kontrolle über mich immer noch nicht gelockert. Ich konnte meine Pflicht in der Nähe meines Zuhauses immer noch nicht tun. Später fragten mich meine Brüder und Schwestern, ob ich von zu Hause weggehen könnte, um eine Pflicht auszuführen. Weil es meiner Mutter nicht gut ging und ich mich um sie kümmern wollte, lehnte ich die Aufgabe ab. Danach hielten sie mehrmals Gemeinschaft mit mir, unterstützten mich und halfen mir, hielten über Gottes Absicht Gemeinschaft und hofften, dass ich meine Pflicht wieder tun würde. Ich konnte spüren, dass dies Gottes Liebe und Errettung war, die mir zuteilwurden, aber ich war immer noch innerlich zerrissen. Ich dachte daran, dass die Polizei sicher bemerken würde, dass ich mich nicht mehr meldete, wenn ich wegginge, um meine Pflicht wieder zu tun, und wer konnte schon sagen, wann ich wieder nach Hause kommen könnte. Meiner Mutter ging es gesundheitlich schlecht, und ihr Zustand war furchtbar. Wenn ich an ihrer Seite bliebe, könnte ich mich wenigstens um sie kümmern und ihr so ein wenig meine Kindespflicht erweisen. Würde sie noch depressiver werden, wenn ich wegginge? Was, wenn es ihr noch schlechter ginge und sie psychisch krank würde? Was würden meine Freunde und Verwandten dann von mir denken? Würden sie dann nicht glauben, ich würde meine Mutter nicht ehren? Wegen dieser Bedenken fühlte ich mich wirklich hin- und hergerissen und wusste nicht, was ich tun sollte.

In dieser Zeit stieß ich auf einen Abschnitt aus Gottes Worten zum Thema, die Eltern zu ehren. Gott sagt: „Zuerst sagte Gott den Menschen, sie sollen ihre Eltern ehren, und danach brachte Gott höhere Forderungen an die Menschen vor, dahingehend, dass sie die Wahrheit praktizieren, ihre Pflichten ausführen und dem Weg Gottes folgen – an welche davon solltest du dich halten? (An die höheren Forderungen.) Ist es richtig, entsprechend den höheren Forderungen zu praktizieren? Kann die Wahrheit in höhere und niedere Wahrheiten unterteilt werden oder in ältere und neuere Wahrheiten? (Nein.) Wenn du also die Wahrheit praktizierst, wonach solltest du dann praktizieren? Was bedeutet es, die Wahrheit zu praktizieren? (Angelegenheiten gemäß den Grundsätzen zu erledigen.) Angelegenheiten gemäß den Grundsätzen zu erledigen, ist das Wichtigste. Die Wahrheit zu praktizieren, bedeutet, Gottes Worte zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten, in unterschiedlichen Umgebungen und Kontexten zu praktizieren; es geht nicht darum, sich stur an Vorschriften zu halten; es geht darum, die Wahrheitsgrundsätze hochzuhalten. Das bedeutet, die Wahrheit zu praktizieren. Somit gibt es einfach keinen Widerspruch zwischen dem Praktizieren von Gottes Worten und der Einhaltung der von Gott aufgestellten Forderungen. Um es konkreter zu formulieren, es gibt überhaupt keinen Widerspruch zwischen der Ehrung deiner Eltern und der Vollendung des Auftrags und der Pflicht, die Gott dir gegeben hat. Was davon sind Gottes jetzige Worte und Forderungen? Diese Frage solltest du zuerst bedenken. Gott verlangt verschiedene Dinge von verschiedenen Menschen; Er hat unterschiedliche Forderungen an sie. Diejenigen, die als Leiter und Mitarbeiter dienen, sind von Gott berufen worden, also sollten sie Gottes Auftrag annehmen und allem entsagen, um Ihm zu folgen; sie können nicht bei ihren Eltern bleiben und sie ehren. Das ist eine Art von Situation. Normale Nachfolger sind nicht von Gott berufen worden, also können sie bei ihren Eltern bleiben und sie ehren. Dafür gibt es keine Belohnungen, und sie werden dadurch auch keinerlei Segnungen erhalten, aber wenn sie ihren Eltern gegenüber keinen Respekt zeigen, dann fehlt es ihnen an Menschlichkeit. Tatsächlich ist es nur eine Art von Verantwortung, seine Eltern zu ehren, und reicht nicht an das Praktizieren der Wahrheit heran. Sich Gott zu unterwerfen bedeutet, die Wahrheit zu praktizieren, Gottes Auftrag anzunehmen ist eine Erscheinungsform der Unterwerfung unter Gott und diejenigen, die allem entsagen, um ihre Pflichten zu tun, sind Anhänger Gottes. Kurz gesagt, die wichtigste Aufgabe, die vor dir liegt, ist, deine Pflicht gut zu erfüllen. Das ist das Praktizieren der Wahrheit, und es ist eine Erscheinungsform der Unterwerfung unter Gott. Was ist also die Wahrheit, die die Menschen jetzt in erster Linie praktizieren sollten? (Ihre Pflicht auszuführen.) Das ist richtig, treu seine Pflicht auszuführen, heißt, die Wahrheit zu praktizieren. Wenn ein Mensch seine Pflicht nicht aufrichtig ausführt, dann schuftet er nur(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (4)). Durch Gottes Worte erkannte ich Seine Absicht und Seine Anforderungen. Die eigenen Eltern zu ehren, ist eine Anforderung, die Gott früher an die Menschen gestellt hat, und die wir praktizieren sollten. Solange es die eigene Pflicht nicht beeinträchtigt, ist es die Verantwortung eines jeden Sohnes oder einer jeden Tochter, für die Eltern zu sorgen, Zeit mit ihnen zu verbringen und sie vor Sorgen und Beklemmung zu bewahren. Das hat jedoch nichts damit zu tun, die Wahrheit zu praktizieren und sich Gott zu unterwerfen. Als meine Mutter krank wurde, war es meine Verantwortung, sie ins Krankenhaus zu bringen und ihr Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, aber das war lediglich meine Kindespflicht, nicht das Praktizieren der Wahrheit. Wenn Gott die Menschen ruft und von ihnen verlangt, ihre Pflicht zu tun, müssen wir uns als geschaffene Wesen Gott unterwerfen und Seinem Weg folgen, um unsere Pflichten als geschaffene Wesen zu erfüllen, selbst wenn die Ausführung dieser Pflicht mit der Fähigkeit, die Eltern zu ehren, in Konflikt steht. Das ist unsere himmlische Berufung und Gottes gegenwärtige Absicht und Anforderung. Nachdem ich das erkannt hatte, wusste ich, wie ich mich in Zukunft entscheiden sollte. Dies ist eine entscheidende Zeit für die große Verbreitung des Evangeliums des Königreichs, und es gibt viel dringende Arbeit zu erledigen. Ich hatte so viel von Gottes Versorgung mit der Wahrheit genossen, und Gottes Haus hatte mich jahrelang gefördert, also musste ich mich natürlich entscheiden, meine Pflicht zu tun, um Gott zufriedenzustellen. Zwar ging es meiner Mutter gesundheitlich nicht besonders gut, aber sie konnte für sich selbst sorgen, und mein Onkel und meine Schwester konnten ebenfalls helfen, sich um sie zu kümmern. Ich musste meine Pflicht erfüllen – das war Gottes Erwartung und Anforderung an mich und eine Notwendigkeit für mein Streben nach der Wahrheit und dem Erlangen der Errettung. Wenn ich zu Hause bliebe, würde ich weiterhin von der Polizei überwacht und kontrolliert werden und wäre völlig außerstande, meine Pflicht zu tun und den Weg des Glaubens zu gehen. Wenn ich an der Seite meiner Mutter bliebe, um sie zu ehren, würde ich mich irgendwann in den Sorgen um Familie und körperliche Bedürfnisse verstricken und meine Pflicht nicht tun können. Ich würde meine Funktion als geschaffenes Wesen verlieren und meine Chance auf Errettung verspielen. Ich dachte an den Entschluss, den ich einst vor Gott gefasst hatte: mein ganzes Leben Gott zu geben und mich für Ihn aufzuwenden. Ich dachte auch an all das, was ich gelernt hatte, während ich meine Pflicht fern von zu Hause tat, und wie sehr mein Leben gewachsen war. Das war so viel bedeutungsvoller und wertvoller, als zu Hause für meine körperlichen Bedürfnisse und die Familie zu leben. Gott führte mich auf diesem Weg, einem Weg, den Er für mich vorgesehen hatte. Ich war bereit, ihn weiterzugehen.

Danach erzählte ich meiner Mutter von meinem Plan, von zu Hause wegzugehen, um meine Pflicht zu tun. Meine Mutter tat sich mit dem Abschied etwas schwer, aber sie respektierte meine Entscheidung. Wenn ich in den folgenden Tagen gerade nicht arbeitete, leitete ich meine Mutter an, Gottes Worte zu essen und zu trinken und Gemeinschaft zu halten. Ich hoffte, dass sie so schnell wie möglich aus ihrer Depression herausfinden würde. Ein paar Tage später hatte ich alles zu Hause geregelt und machte mich auf den Weg. Kurz darauf stürzte ich mich direkt in meine Pflicht. Obwohl ich ziemlich beschäftigt war, konnte ich nicht anders, als meine Mutter zu vermissen. Wenn ich an ihren traurigen, widerstrebenden Blick dachte, als sie mich verabschiedete, fuhr mir ein Stich ins Herz. Zu Hause konnte ich Zeit mit ihr verbringen und mit ihr plaudern, damit sie nicht so einsam war. Jetzt, wo ich weg war, wie würde sie allein zurechtkommen? Meine Mutter war bei schlechter Gesundheit, und ich sorgte mich, dass ihre sich verschlechternde Gesundheit ihre Depression vertiefen würde. Wenn die Zeit verginge und sie ihre Depression nicht überwinden könnte, würde sie vielleicht etwas Unüberlegtes tun? Je mehr ich darüber nachdachte, desto besorgter wurde ich. Wenn meiner Mutter etwas zustoßen sollte, würden meine Verwandten sicher schlecht über mich reden. All diese Gedanken lenkten mich etwas ab und ich konnte mich nicht auf meine Pflicht konzentrieren. Ich wusste, dass ich in meiner Pflicht alles geben sollte, solange ich dort war, und dass es entscheidend war, meine Pflicht zu erfüllen, um Gott zufriedenzustellen, aber ich konnte dieses Gefühl von Schuld und Selbstvorwurf gegenüber meiner Mutter nicht abschütteln. Später dachte ich daran, wie es in Gottes Worten heißt: „Wer kann sich wahrhaftig und vollständig für Mich aufwenden und alles ganz und gar für Mich opfern? Ihr seid alle halbherzig; eure Gedanken drehen sich im Kreis, denken an zu Hause, an die äußere Welt, an Nahrung und Kleidung. Trotz der Tatsache, dass du hier vor Mir bist und Dinge für Mich tust, denkst du tief in deinem Inneren immer noch an deine Frau, deine Kinder und deine Eltern zu Hause. Sind all diese Dinge dein Eigentum? Warum vertraust du sie nicht Meinen Händen an? Vertraust du Mir nicht? Oder liegt es daran, dass du befürchtest, dass Ich unangemessene Vorkehrungen für dich treffen werde? Warum bist du stets um die Familie deines Fleisches besorgt und sorgst dich um deine Lieben?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 59). Lagen die Gesundheit meiner Mutter und das Ausmaß ihrer Depression und Niedergeschlagenheit nicht tatsächlich ganz in Gottes Händen? Keine noch so große Besorgnis meinerseits würde ihre Probleme lösen; ich musste alles in Gottes Hände legen. Später betete ich zu Gott: „Gott, ich weiß, dass es ganz in Deiner Hand liegt, ob sich der Zustand meiner Mutter verbessern und ob ihre Gesundheit sich weiter verschlechtern wird. Bitte führe sie aus ihrer Niedergeschlagenheit und ihrem Elend heraus. Wenn sie hieraus etwas lernen soll, leite sie bitte an, über sich selbst nachzudenken und zu lernen, Dein Wirken zu erfahren. Ich bin bereit, alles in Deine Hände zu legen und mich Deiner Herrschaft und Deinen Anordnungen zu unterwerfen.“ Nach dem Gebet war ich etwas beruhigter. Später schrieb ich meiner Mutter einen Brief, in dem ich alles mitteilte, was ich gelernt hatte, und ihr einige Probleme in ihren Erfahrungen aufzeigte, in der Hoffnung, dass sie über sich selbst nachdenken und Selbsterkenntnis erlangen würde. Bald darauf erhielt ich einen Brief von meiner Mutter. Sie schrieb, dass die Brüder und Schwestern nicht lange nach meinem Weggang ein Kirchenleben für sie arrangiert hatten. Mehr noch, durch Gottes Worte habe sie schließlich die negativen Emotionen erkannt, die mit ihrem Leben in Depression und Niedergeschlagenheit einhergingen. Ihr Zustand hatte sich ebenfalls sehr verbessert. Ich war so glücklich, als ich diese Nachricht hörte, und dankte Gott.

Als ich später Gottes gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit las, wie man die Verantwortung, die man seinen Eltern gegenüber erfüllt, richtig sehen sollte, fühlte ich mich augenblicklich erleichtert und gewann eine richtige Sichtweise und einen richtigen Grundsatz des Praktizierens. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Beziehung mit den Eltern ist für einen Menschen die Beziehung, die emotional am schwierigsten zu bewältigen ist, aber tatsächlich ist sie nicht völlig unbewältigbar. Nur auf der Grundlage, dass sie die Wahrheit verstehen, können Menschen richtig und vernünftig mit dieser Angelegenheit umgehen. Gehe nicht von der emotionalen Perspektive aus und gehe nicht von den Erkenntnissen oder den Perspektiven weltlicher Menschen aus. Behandele deine Eltern stattdessen auf die richtige Art und Weise gemäß den Worten Gottes. Welche Rolle Eltern tatsächlich spielen, was Kinder ihren Eltern wirklich bedeuten, welche Haltung Kinder gegenüber ihren Eltern haben sollten, und wie Menschen die Beziehung zwischen Eltern und Kindern handhaben und behandeln sollten – diese Dinge sollten Menschen weder basierend auf Gefühlen behandeln, noch sollten sie von falschen Ideen oder Standpunkten oder vorherrschenden Ansichten beeinflusst werden; sie sollten sie basierend auf den Worten Gottes korrekt erfassen und behandeln. Wenn du es nicht schaffst, in der Umgebung, die Gott bestimmt hat, irgendeiner deiner Verantwortungen gegenüber deinen Eltern nachzukommen, oder wenn du überhaupt keine Rolle in ihrem Leben spielst, ist das dann ein Mangel an Ehrerbietung deinen Eltern gegenüber? Wird dich dein Gewissen anklagen? Alle deine Nachbarn, Klassenkameraden und Verwandten werden dich hinter deinem Rücken beschimpfen und kritisieren. Sie werden dich ein Kind nennen, das seine Eltern nicht ehrt und sagen: ‚Deine Eltern haben seit du klein warst so viel für dich geopfert, so viel von ihrem Herzblut für dich aufgewendet und so viel für dich getan, und du, das undankbare Kind, verschwindest einfach spurlos und meldest dich nicht einmal, um ihnen zu sagen, dass du in Sicherheit bist. Du kommst nicht nur nicht zum Neujahrsfest zurück, sondern rufst auch nicht einmal an oder schickst einen Gruß an deine Eltern.‘ Jedes Mal, wenn du solche Worte hörst, blutet und weint dein Gewissen, und du fühlst dich verurteilt: ‚Oh, sie haben recht.‘ Dein Gesicht errötet vor Hitze, und dein Herz zittert, als würde es von Nadeln durchstochen. Hattest du schon einmal derartige Gefühle? (Ja, früher.) Haben die Nachbarn und Verwandten recht, wenn sie sagen, dass du deine Eltern nicht ehrst? … Zunächst einmal entscheiden sich die meisten Menschen teilweise aufgrund der übergreifenden sachlichen Umstände, die es erforderlich machen, dass sie ihre Eltern verlassen, ihr Zuhause zu verlassen, um ihre Pflichten auszuführen; sie können nicht an der Seite ihrer Eltern bleiben, um sich um sie zu kümmern und sie zu begleiten. Es ist nicht so, dass sie ihre Eltern freiwillig verlassen; das ist der sachliche Grund. Zum anderen gehst du subjektiv gesehen nicht deshalb von zu Hause fort, um deine Pflichten auszuführen, damit du deiner Verantwortung gegenüber deinen Eltern entgehen kannst, sondern weil du von Gott dazu berufen wurdest. Um mit dem Wirken Gottes zu kooperieren, Seine Berufung anzunehmen und die Pflichten eines geschaffenen Wesens ausführen zu können, blieb dir keine andere Wahl, als deine Eltern zu verlassen; du konntest nicht an ihrer Seite bleiben, um sie zu begleiten und dich um sie zu kümmern. Du hast sie nicht verlassen, um dich deinen Verantwortungen zu entziehen, richtig? Sie zu verlassen, um dich deinen Verantwortungen zu entziehen, und sie verlassen zu müssen, um Gottes Ruf zu folgen und deine Pflichten auszuführen – ist die Natur dieser beiden Gegebenheiten nicht völlig verschieden? (Ja.) In deinem Herzen sind emotionale Bindungen und Gedanken an deine Eltern; deine Gefühle sind nicht leer. Wenn die sachlichen Umstände es erlauben und du in der Lage bist, an ihrer Seite zu bleiben und gleichzeitig deine Pflichten auszuführen, dann wärst du bereit, an ihrer Seite zu bleiben, um dich regelmäßig um sie zu kümmern und deinen Verantwortungen nachzukommen. Aber wegen sachlicher Umstände musst du sie verlassen; du kannst nicht an ihrer Seite bleiben. Es ist nicht so, dass du deinen Verantwortungen als ihr Kind nicht nachkommen willst, sondern dass du es nicht kannst. Ist das nicht von anderer Natur? (Ja.) Wenn du dein Zuhause verlassen hast, um dich deinen Verantwortungen und der Notwendigkeit zu entziehen, deine Eltern zu ehren, dann ist das respektlos und unmenschlich. Deine Eltern haben dich großgezogen, aber du kannst es kaum erwarten, flügge zu werden und schnell allein loszuziehen. Du willst deine Eltern nicht sehen, und wenn du von Schwierigkeiten erfährst, auf die sie gestoßen sind, schenkst du der Sache keinerlei Beachtung. Selbst wenn du die Mittel hast, um zu helfen, tust du es nicht; du tust nur so, als ob du es nicht hörst, und lässt andere über dich sagen, was sie wollen – du willst deinen Verantwortungen einfach nicht nachkommen. Das bedeutet es, seine Eltern nicht zu ehren. Ist das aber jetzt der Fall? (Nein.) Viele Menschen haben ihre Landkreise, Städte, Provinzen oder sogar ihre Länder verlassen, um ihre Pflichten auszuführen; sie sind bereits weit weg von ihren Heimatstädten. Außerdem ist es für sie aus verschiedenen Gründen nicht zweckmäßig, ihre Familien zu kontaktieren. Gelegentlich erkundigen sie sich bei Leuten, die aus der gleichen Heimatstadt stammen, nach der aktuellen Situation ihrer Eltern und fühlen sich erleichtert, wenn sie hören, dass ihre Eltern gesund sind und gut zurechtkommen. In Wirklichkeit ist es nicht so, dass du deine Eltern nicht ehrst. Es ist nicht so, dass du den Punkt erreicht hast, an dem es dir an Menschlichkeit mangelt und du dich nicht einmal um deine Eltern kümmern oder deinen Verantwortungen ihnen gegenüber nachkommen willst. Es liegen verschiedene objektive Gründe vor, weshalb du dieser Verantwortung nicht nachkommen kannst. Es ist also nicht so, dass du deine Eltern nicht ehrst. Das sind die beiden Gründe. Und es gibt noch einen weiteren: Wenn deine Eltern nicht der Typ von Menschen sind, die dich in deinem Glauben an Gott besonders verfolgen oder behindern, wenn sie deinen Glauben an Gott unterstützen oder wenn es sich bei ihnen um Brüder und Schwestern handelt, die wie du an Gott glauben und selbst Mitglieder des Hauses Gottes sind, wer von euch betet dann nicht im Stillen zu Gott, wenn er tief in seinem Inneren an seine Eltern denkt? Wer von euch vertraut seine Eltern – mitsamt ihrer Gesundheit, Sicherheit und allen ihren Lebensbedürfnissen – nicht Gottes Händen an? Deine Eltern Gottes Händen anzuvertrauen, ist der beste Weg, sie zu ehren. Du hoffst nicht, dass sie in ihrem Leben auf alle möglichen Schwierigkeiten stoßen, und du hoffst nicht, dass sie ein schlechtes Leben führen, schlecht essen oder bei schlechter Gesundheit sind. Tief in deinem Herzen hoffst du mit Sicherheit, dass Gott sie beschützen und behüten wird. Wenn sie an Gott glauben, hoffst du, dass sie ihre eigenen Pflichten ausführen können, und du hoffst auch, dass sie in ihrem Zeugnis standhaft sein können. Das ist es, was es bedeutet, seinen menschlichen Verantwortungen nachzukommen; die Menschen können mit ihrer eigenen Menschlichkeit nur so viel erreichen. Darüber hinaus ist das Wichtigste, dass Menschen, nachdem sie jahrelang an Gott geglaubt und so vielen Wahrheiten zugehört haben, zumindest dieses kleine bisschen Verständnis und dieses Begriffsvermögen haben: Das Schicksal des Menschen wird vom Himmel bestimmt, der Mensch lebt in Gottes Händen, und Gottes Fürsorge und Schutz sind weitaus wichtiger als die Sorgen, die Ehrung der Eltern oder die Kameradschaft der eigenen Kinder. Gibt es dir nicht ein Gefühl der Erleichterung, dass deine Eltern unter Gottes Fürsorge und Schutz stehen? Du musst dir keine Sorgen um sie machen. Wenn du dir Sorgen machst, bedeutet das, dass du Gott nicht vertraust; dein Glaube an Ihn ist zu dürftig. Wenn du dir wirklich Sorgen und Gedanken um deine Eltern machst, dann solltest du oft zu Gott beten, sie Seinen Händen anvertrauen und Gott alles orchestrieren und anordnen lassen. Gott herrscht über das Schicksal der Menschheit und Er herrscht über jeden Tag und alles, was sie erleben – worüber machst du dir also noch Sorgen? Du kannst nicht einmal dein eigenes Leben kontrollieren, du hast selbst jede Menge Schwierigkeiten; was könntest du tun, damit deine Eltern jeden Tag glücklich leben können? Alles, was du tun kannst, ist alles in Gottes Hände zu legen. Wenn sie gläubig sind, bitte Gott, sie auf den richtigen Weg zu führen, damit sie am Ende gerettet werden können. Wenn sie nicht gläubig sind, lass sie den Weg gehen, den sie gehen wollen. Was Eltern betrifft, die freundlicher sind und etwas Menschlichkeit aufweisen, so kannst du zu Gott beten, damit sie die Jahre, die ihnen noch bleiben, glücklich verbringen können. Was die Art und Weise anbelangt, in der Gott wirkt, so hat Er Seine Anordnungen, und die Menschen sollten sich diesen unterwerfen. Insgesamt haben die Menschen in ihrem Gewissen also ein Bewusstsein der Verantwortungen, die sie ihren Eltern gegenüber erfüllen. Unabhängig davon, welche Haltung gegenüber den Eltern dieses Bewusstsein mit sich bringt, sei es Besorgnis oder die Entscheidung, an ihrer Seite zu sein, sollten die Menschen sich in keinem Fall schuldig fühlen oder ein schlechtes Gewissen haben, weil sie aufgrund sachlicher Umstände ihren Verantwortungen ihren Eltern gegenüber nicht nachkommen konnten. Diese und ähnliche Probleme sollten für die Menschen in ihrem Leben des Glaubens an Gott nicht zu Schwierigkeiten werden; sie sollten losgelassen werden. Was diese Themen betrifft, die mit der Erfüllung der Verantwortungen gegenüber den eigenen Eltern zu tun haben, sollten die Menschen über dieses korrekte Verständnis verfügen und sich nicht länger eingeschränkt fühlen. Zum einen weißt du tief in deinem Herzen, dass du nicht respektlos deinen Eltern gegenüber bist und du deine Verantwortungen nicht vernachlässigst oder dich diesen entziehst. Zum anderen sind deine Eltern in Gottes Händen, worüber sich also noch Sorgen machen? Jegliche Sorgen, die man haben könnte, sind überflüssig. Jeder Mensch wird bis zum Schluss reibungslos gemäß Gottes Souveränität und Anordnungen leben und das Ende seines Weges erreichen, ohne jede Abweichung. Die Menschen müssen sich also um diese Angelegenheit keine Sorgen mehr machen. Ob du deine Eltern ehrst, ob du deinen Verantwortungen gegenüber deinen Eltern nachgekommen bist oder ob du dich für die Güte deiner Eltern revanchieren solltest – das sind keine Belange, über die du nachdenken solltest; das sind Belange, die du loslassen solltest(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (16)). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass ich mich schuldig fühlte und fürchtete, als pflichtvergessener Sohn angesehen zu werden, nachdem ich zur Ausführung meiner Pflicht von zu Hause weggegangen war, aber meine Verantwortung als Sohn nicht erfüllen konnte. Ich erkannte, dass ich nicht aus der Perspektive der Wahrheit und durch Gottes Worte darüber nachdachte, wie die Verantwortung eines Sohnes oder einer Tochter gegenüber den Eltern richtig zu sehen ist, sondern diese Verantwortung aus der familiären Zuneigung eines weltlichen Menschen betrachtete. In Wirklichkeit ist die Situation derjenigen, die die Fähigkeit und Möglichkeit haben, für ihre Eltern zu sorgen, es aber unterlassen, sie zu ehren, von völlig unterschiedlicher Natur als die Situation derjenigen, die nicht bei ihren Eltern bleiben können, weil sie von Gott berufen wurden, ihre Pflicht zu tun. Wenn ein Sohn oder eine Tochter bei den Eltern lebt und Zeit hat, sie zu ehren, aber aus eigenen Interessen oder Wünschen nicht bereit ist, der Verantwortung gegenüber den Eltern nachzukommen, und sich nicht um sie kümmert, wenn sie alt und krank werden, dann fehlt es ihnen an Menschlichkeit und sie haben das Gewissen und die Vernunft verloren, die ein normaler Mensch haben sollte. Viele von uns, die an Gott glauben und Ihm folgen, sind bereit, unsere Verantwortung gegenüber unseren Eltern zu erfüllen und können uns nach besten Kräften um sie kümmern, wenn wir an ihrer Seite sind. Wegen der Verfolgung durch die Kommunistische Partei sind jedoch viele von uns nicht in der Lage, zu Hause zu sein und unsere Pflicht dort zu tun, wo wir leben. Wir sind einfach nicht in der Lage, bei unseren Eltern zu leben und zu praktizieren, sie zu ehren. Manchmal müssen wir auch aufgrund der Bedürfnisse der Arbeit der Kirche unser Zuhause verlassen, um unsere Pflichten als geschaffene Wesen zu tun, und können nicht an der Seite unserer Eltern bleiben, um sie zu ehren. Wenn die Umstände es erlauben, hoffen wir auch, unsere Eltern oft anrufen zu können, um zu hören, wie es ihnen geht, und sie wissen zu lassen, dass es uns gut geht, damit sie sich keine Sorgen machen. Wir tragen ein gewisses Maß an Sorge für unsere Eltern in unseren Herzen. Manchmal beten wir auch für unsere Eltern und legen unsere Familie in Gottes Hände. Wir tun unser Bestes, um zu praktizieren, sie zu ehren und unsere Verantwortung auf unsere eigene Weise und entsprechend unserer jeweiligen Situation zu erfüllen. Das ist nicht dasselbe, was weltliche Menschen als „pflichtvergessen“ bezeichnen. Wir gehen einen anderen Weg als sie, wir glauben an Gott, folgen Ihm und gehen den richtigen Lebensweg, und wir suchen danach, unsere Pflichten zu tun und Gottes Willen zu befolgen. Wir schultern eine viel wichtigere Verantwortung und Mission. Unsere Pflicht zu tun bedeutet, nach Gottes Absichten und Anforderungen zu praktizieren, die Wahrheit zu praktizieren und sich Gott zu unterwerfen. Dies geht weit, weit über den menschlichen Maßstab von Moral und Gewissen hinaus. Als ich all das erkannte, sah ich alles wesentlich klarer und besaß die richtige Sichtweise und Haltung. Ich fürchtete nicht mehr, von weltlichen Menschen verspottet oder beschuldigt zu werden, die Eltern nicht zu ehren. Durch Gottes gemeinschaftlichen Austausch sah ich auch deutlich, dass es mir an wahrem Glauben an Gott mangelte. Ich erkannte nicht, dass die Sterblichkeit und das Schicksal des Menschen in Gottes Händen liegen. Was die Gesundheit unserer Eltern betrifft, welche Krankheit sie erleiden mögen und wie sie im Alter leben, kann nichts davon von bloßen Menschen bestimmt werden, es wurde alles von Gott vorherbestimmt. Ich musste Gottes Herrschaft in dieser Angelegenheit anerkennen und mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen. Ich dachte an die Zeit zurück, als ich noch zu Hause war, meine Mutter krank wurde und ich sie überallhin zu Ärzten gebracht hatte und Termine für sie vereinbarte, wann immer Spezialisten verfügbar waren. Trotz all der Medikamente verbesserte sich ihr Zustand jedoch nicht nur nicht, er wurde sogar noch schlimmer. Es gab nichts, was ich für meine Mutter tun konnte, obwohl ich an ihrer Seite war, ich war nicht in der Lage gewesen, ihr Leid auch nur im Geringsten zu lindern. Als sie in Depression und Leid versank, hielt ich ziemlich oft Gemeinschaft mit ihr, manchmal führte ich sie, manchmal deckte ich ihre Probleme auf, aber sie war in einem verkehrten Zustand gefangen und wollte ihn nicht korrigieren. Ich konnte trotz meiner Besorgnis wirklich nichts tun. Doch als ich wegging, um meine Pflicht zu tun, war meine Mutter tatsächlich in der Lage, normal an Versammlungen teilzunehmen, war bereit, mit Brüdern und Schwestern zu interagieren, und ihr Zustand verbesserte sich. Ich erkannte, dass das Wenige, was ich tat, um sie zu ehren, nicht wirklich hilfreich war. Gottes Schutz und Fürsorge waren weitaus wichtiger als meine Anwesenheit an ihrer Seite, um mich um sie zu kümmern. Ich sah, dass das Wohlergehen und das Glück der Eltern nicht davon abhängen, ob ihre Kinder sie ehren, sondern vielmehr von Gottes Herrschaft und Vorherbestimmung. Die beste Art, wie wir als Kinder praktizieren können, ist, für unsere Eltern zu beten und sie ganz in Gottes Hände zu legen. So wie es in Gottes Worten heißt: „Deine Eltern Gottes Händen anzuvertrauen, ist der beste Weg, sie zu ehren(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (16)). Wenn wir darauf vertrauen, dass Gottes Anordnungen alle passend sein werden, und uns Seiner Herrschaft unterwerfen, leben wir ein entspanntes und unbeschwertes Leben.

Ich hatte das alles früher nicht begriffen und fühlte mich immer schuldig, weil ich meine Mutter nicht ehrte, und machte mir immer Sorgen, dass andere über mich sagen würden, ich würde sie nicht ehren, und hinter meinem Rücken reden würden. Das führte dazu, dass ich immer Bedenken hatte und mich eingeschränkt fühlte, während ich meine Pflicht tat. Obwohl ich von zu Hause wegging, um meine Pflicht zu tun, war ich oft in Sorge um meine Mutter. Ich konnte nicht mit ganzem Herzen bei meiner Pflicht sein, und infolgedessen gelang es mir nicht, Grundsätze und Fertigkeiten zu begreifen, und bei meiner Arbeit traten oft Probleme und Abweichungen auf. Doch ich empfand deswegen weder Schuld noch Reue, stattdessen fühlte ich mich oft schuldig, weil ich meine Mutter nicht ehrte. Waren meine Prioritäten nicht völlig verkehrt? Ich war rebellisch gegenüber Gott! Es war Gottes Herrschaft und Vorherbestimmung zu verdanken, dass ich Eltern und mein Leben hatte. Ich bin zuallererst ein geschaffenes Wesen und erst an zweiter Stelle der Sohn meiner Eltern. Und doch versuchte ich immer, meine emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen und zu vermeiden, von weltlichen Menschen getadelt zu werden, aber ich versäumte es, meine Verantwortung in meiner Pflicht zu erfüllen. War das nicht ein verräterischer Akt? Wie konnte ich behaupten, ein wahres Gewissen zu haben? Ich dachte an einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Du hast deinen Ruf als Kind, das seine Eltern ehrt, bewahrt, du hast deine emotionalen Bedürfnisse befriedigt, dein Gewissen ist nie getadelt worden, und du hast dich für die Güte deiner Eltern revanchiert, aber es gibt eine Sache, die du vernachlässigt und versäumt hast: Du bist mit all diesen Angelegenheiten nicht nach Gottes Worten umgegangen und hast sie nicht nach diesen gehandhabt, und du hast die Gelegenheit verpasst, deine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass du zwar deine Eltern geehrt hast, aber du hast Gott verraten. Du hast deine Eltern geehrt und die emotionalen Bedürfnisse des Fleisches deiner Eltern befriedigt, aber du hast dich gegen Gott aufgelehnt. Du würdest dich lieber dazu entscheiden, ein Kind zu sein, das seine Eltern ehrt, als deine Pflichten als geschaffenes Wesen zu tun. Das ist die größte Respektlosigkeit gegenüber Gott. Gott wird nicht sagen, dass du jemand bist, der sich Ihm unterwirft oder der Menschlichkeit besitzt, nur weil du ein Kind bist, das seine Eltern ehrt, du deine Eltern nicht enttäuscht hast, du ein Gewissen hast und du deine Verantwortungen als Kind erfüllst. Wenn du nur die Bedürfnisse deines Gewissens und die emotionalen Bedürfnisse deines Fleisches befriedigst, aber Gottes Worte oder die Wahrheit nicht als Grundlage und Grundsätze für die Behandlung dieser Angelegenheit oder den Umgang mit dieser Angelegenheit annimmst, dann lässt du die größte Auflehnung gegen Gott erkennen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (16)). Das Gericht der Worte Gottes traf mich bis ins Mark. Tatsächlich hätte ich vor Gott meine Funktion und Pflicht als geschaffenes Wesen verloren, auch wenn ich bei meiner Mutter geblieben wäre und mich so gut wie möglich um sie gekümmert hätte, und auch wenn die weltlichen Menschen nur Gutes von mir gedacht und mich als einen Sohn gesehen hätten, der die Eltern ehrt. Mir würde selbst das geringste bisschen Gewissen gegenüber Gott fehlen, der mir das Leben und alles gegeben hatte. Somit würde ich zu den Gott gegenüber rebellischsten und widerständigsten Menschen gehören und wäre Seiner Errettung nicht würdig. Als ich das erkannte, fühlte ich mich elend. Ich sah, dass ich von Satan zu tief verdorben worden war, gewissenlos gegenüber Gott handelte, es mir an jeglicher Aufrichtigkeit fehlte und ich völlig ohne Menschlichkeit war! Ich erkannte meine Pflicht und Verantwortung und ließ mich nicht länger von diesem „Ehrt die Eltern nicht“-Stempel einschränken. Ich war bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen, in meiner Pflicht zu tun, wozu ich fähig war, und war bereit, meine Mutter in Gottes Hände zu legen. Dabei wünschte ich mir, Gott möge uns dabei führen, Sein Wirken in unserem Leben zu erfahren und unsere Pflichten zu erfüllen. Dank sei Gott, dass Er mir erlaubt hat, die richtige Wahl zu treffen und nach dem Richtigen zu streben!

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