82. Standhaft in der Not

Von Anna, Myanmar

Im Mai 2022 nahmen in mehreren Dörfern einige Leute das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen an. Doch schon bald kamen viele der Neulinge plötzlich nicht mehr zu den Versammlungen. Nachdem wir uns erkundigt hatten, erfuhren wir, dass bewaffnete Soldaten nachts auf Patrouille gingen und jeden verhafteten, den sie bei Versammlungen antrafen. In anderen Gegenden waren bereits einige Brüder und Schwestern wegen ihres Glaubens mit Geldstrafen belegt, verhaftet und ins Gefängnis gesteckt worden. Die Neulinge in diesen Dörfern hatten solche Angst, dass sie sich nicht mehr zu den Versammlungen trauten. Daraufhin beauftragte meine Leiterin Isa und mich damit, die Neuankömmlinge zu unterstützen. Isa und ich bewässerten die Neulinge zu dieser Zeit getrennt.

Eines Abends, noch bevor ich nach Hause gekommen war, rief Isa mich plötzlich an und sagte mir, unsere Gastgeberin habe Angst vor einer Geldstrafe oder Gefängnis und wolle, dass wir ausziehen. Ich dachte: „Wo sollen wir um diese Zeit nur eine Gastfamilie finden?“ Später versuchten wir es bei Schwester Yana, aber Yana und ihr Sohn hatten Angst, verhaftet zu werden, und trauten sich nicht, unsere Gastgeber zu sein. So standen wir mitten in der Nacht ohne Obdach da. Ich war so traurig und fühlte mich so ungerecht behandelt. Es regnete in dieser Nacht, Isa und ich wussten nicht, wohin, und wollten diesen Ort einfach nur verlassen. Aber es gab noch so viele Neulinge, die Bewässerung und Unterstützung brauchten. Wenn ich dort wegginge und die Neuankömmlinge keine Bewässerung erhielten, könnten sie noch weniger selbstständig standhaft bleiben, und ich hätte meine Verantwortung nicht erfüllt. Als mir das klar wurde, beschloss ich zu bleiben und zu sehen, ob vielleicht jemand anderes unser Gastgeber sein wollte. Später war ein Neuling bereit, uns bei sich übernachten zu lassen, aber nur für eine Nacht. Da musste ich weinen und dachte: „Ich kann nur eine Nacht bleiben, und danach habe ich wieder keine Unterkunft! Ich möchte doch arbeiten, aber die Hindernisse sind so groß. Wir kennen uns in dieser Gegend nicht aus, und wenn die Regierung herausfindet, dass wir das Evangelium predigen, werden wir verhaftet und verfolgt.“ Ich war entmutigt und wollte aufgeben. Als meine Verantwortliche hörte, dass ich gehen wollte, sagte sie: „Die Neulinge verstehen die Wahrheit nicht, sind eingeschüchtert und voller Angst – sie brauchen Bewässerung und Unterstützung. Wir können sie nicht im Stich lassen. Überleg, ob du nicht doch einen Weg findest, zu bleiben. Wir müssen lernen, uns auf Gott zu verlassen, Er wird einen Ort für euch vorbereiten.“ Ihr Rat ließ mich erkennen, dass ich mich in dieser schweren Zeit mehr auf Gott verlassen sollte. Also betete ich zu Gott und bat Ihn, uns einen Weg zu eröffnen. Danach, als ich einige Nachrichten in unserem Gruppenchat durchging, stieß ich auf diese Passage aus Gottes Worten: „Von dem Zeitpunkt an, da Gott Noah mit dem Bau der Arche betraut hatte, dachte Noah nie bei sich: ‚Wann wird Gott die Welt vernichten? Wann wird Er mir das Zeichen geben, dass Er es tun wird?‘ Statt über solche Dinge nachzudenken, nahm Noah sich jeden Punkt, den Gott ihm gesagt hatte, zu Herzen und führte ihn dann jeweils aus. Nachdem Noah angenommen hatte, was ihm von Gott anvertraut worden war, machte er sich daran, den Bau der Arche, von dem Gott sprach, als das Wichtigste in seinem Leben und ohne den geringsten Anflug von Nachlässigkeit auszuführen und in die Tat umzusetzen. Tage vergingen, Jahre verstrichen, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Gott beaufsichtigte Noah nicht und spornte ihn auch nicht an, doch in all dieser Zeit widmete sich Noah beharrlich der wichtigen, ihm von Gott anvertrauten Aufgabe. Jedes Wort und jeder Satz, die Gott geäußert hatte, waren in Noahs Herz eingraviert wie die Inschrift einer Steintafel. Ungeachtet der Veränderungen in der Außenwelt, des Gespötts seiner Mitmenschen, der damit verbundenen Mühsal oder der Schwierigkeiten, auf die er stieß, fuhr er die ganze Zeit hindurch beharrlich mit dem fort, was Gott ihm anvertraut hatte, und verlor nie den Mut oder dachte daran, aufzugeben. Gottes Worte waren in Noahs Herz eingraviert, und Noah setzte sie in seinem täglichen Leben um. Noah bereitete alle Materialien vor, die er für den Bau der Arche benötigte, und mit jedem sorgfältigen Schlag von Noahs Hammer und Meißel nahm die Arche in der von Gott befohlenen Form und laut Seinen Vorgaben nach und nach Gestalt an. Bei Wind und Wetter und ungeachtet des Spotts und der Verleumdungen der Leute verlief Noahs Leben auf diese Weise, Jahr für Jahr. Gott beobachtete im Verborgenen jeden Handgriff Noahs, ohne je ein weiteres Wort zu ihm zu sagen, und Sein Herz war von Noah berührt. Noah jedoch hatte weder Kenntnis davon, noch spürte er es; er baute einfach die Arche vom Anfang bis zum Ende und brachte alle Arten von Lebewesen zusammen, und blieb dabei unerschütterlich Gottes Worten treu. In Noahs Herz waren die Worte Gottes die höchste Weisung, die er befolgen und ausführen sollte, und sie waren das Ziel und die Richtung, die er sein ganzes Leben lang verfolgte. Was immer Gott ihm also sagte, was immer Er von ihm verlangte oder ihm auftrug, Noah hat es voll und ganz akzeptiert und sich zu Herzen genommen; er betrachtete es als die höchste Priorität in seinem Leben und behandelte es auch so. Nicht nur, dass er es nicht vergaß und es in seinem Herzen behielt, er hat es in seinem Alltag umgesetzt, indem er Gottes Auftrag mit seinem Leben annahm und ausführte. Und so wurde die Arche Planke für Planke gebaut. Noah widmete jede seiner Handlungen, jeden Tag, den er hatte, Gottes Worten und Geboten. Es mag nicht den Anschein gehabt haben, dass Noah ein weltbewegendes, bedeutsames Unterfangen ausführte, doch in Gottes Augen war jede Bewegung Noahs, sogar alles, was er mit jedem Schritt, den er tat, zu tun versuchte, jede Arbeit, die seine Hand verrichtete – all das war kostbar, denkwürdig und sollte von dieser Menschheit nachgeahmt werden. Noah befolgte, womit Gott ihn betraut hatte. Er glaubte unbeirrbar daran, dass jedes von Gott geäußerte Wort wahr war, und daran hatte er keinen Zweifel. Dadurch wurde die Arche vollendet, und jede Art von Lebewesen konnte auf ihr leben(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Exkurs 2: Wie Noah und Abraham Gottes Worten gehorchten und sich Ihm unterwarfen (Teil 1)). Noah hörte Gottes Worte, und nahm sich Seine Worte und Seinen Auftrag zu Herzen; er betrachtete den Bau der Arche als das Wichtigste in seinem Leben und die Vollendung der Arche als seine größte Verantwortung. Tag für Tag, Jahr für Jahr, und trotz des Leidens, der Müdigkeit und der Mühsal, des schlechten Wetters, der Verleumdung, des Spotts und der Tatsache, dass andere ihm den Rücken gekehrt hatten, hielt er an seinem von Gott gegebenen Auftrag fest und dachte nicht ein einziges Mal daran aufzugeben. Er tat dies, weil er ein gottesfürchtiges Herz hatte, sodass jedes Wort Gottes in seinem Herzen eingraviert war. Im Vergleich zu Noahs Verhalten wollte ich bei meiner Pflicht immer, dass alles glatt läuft und ich nie auf Schwierigkeiten stoße. Wenn bei meiner Pflicht Probleme auftauchten, ich keine Unterkunft hatte und Gefahr lief, verhaftet zu werden, wollte ich immer einen Rückzieher machen und scheute mich davor, zu leiden und einen Preis zu zahlen. Mir wurde klar, dass ich einfach keine Rücksicht auf Gottes Absicht nahm und Ihn nicht wirklich zufriedenstellen wollte. Noahs Erfahrung motivierte mich sehr, und gleichzeitig beschämte sie mich. Ich wollte nicht länger meinem Fleisch nachgeben und beschloss, zu bleiben und die Neulinge zu unterstützen. Wenn mich niemand aufnehmen würde, würde ich draußen auf den Feldern schlafen. Egal, was geschah, ich würde durchhalten, das Evangelium predigen und die Neulinge bewässern.

Später wandten Isa und ich uns an einen Neuling namens Nevin und fragten, ob wir in der Hütte auf seinem Feld bleiben könnten. Nevin und seine Eltern waren einverstanden. Ich wusste, dass Gott uns einen Weg eröffnet hatte. Danach versammelte ich alle Neulinge des Dorfes und hielt mit ihnen Gemeinschaft: „Wenn Gott Sein Werk tut, um die Menschen zu retten, verursacht Satan ständig Störungen. Gott lässt Satans Störungen und Verfolgung zu, um den Glauben und die Liebe der Menschen zu vervollkommnen, und auch, um die Menschen zu offenbaren, auszumustern und ihren Glauben zu prüfen. Wenn wir als Gläubige nach der Wahrheit und dem Leben streben wollen, dürfen wir nicht vor dem Leiden zurückschrecken. Wegen der Verfolgung können wir uns nicht in unseren Häusern versammeln, also müssen wir uns in den Bergen treffen. Auch wenn die Bedingungen schwierig sind, hat das Leid, das wir durchmachen, eine Bedeutung. Wenn wir warten, bis das satanische Regime zusammenbricht und die Verfolgung aufhört, um dann an Gott zu glauben, wird Gottes Werk bereits abgeschlossen sein und wir werden unsere Chance auf Errettung verlieren. Warum sollten wir das Evangelium predigen? Weil wir in den letzten Tagen leben und dies die letzte Phase von Gottes Werk der Errettung der Menschheit ist. Wenn wir diese Gelegenheit verpassen, werden wir niemals gerettet werden. In Zukunft werden die Katastrophen immer schlimmer und unerträglicher werden.“ Wir hielten damals ausgiebig Gemeinschaft, und danach sagten einige Neulinge: „Wir können uns vor diesen Katastrophen nicht selbst schützen, und niemand, nicht einmal die Regierung, kann uns retten. Nur Gott kann uns retten, also müssen wir an Gott glauben und zu den Versammlungen kommen.“ Andere Neulinge sagten: „Wir dürfen keine Angst haben, von der Regierung verhaftet oder mit einer Geldstrafe belegt zu werden. Alles liegt in Gottes Händen, und wir müssen weiterhin zu den Versammlungen kommen.“ Danach hielten wir Gemeinschaft über die Wahrheit der Menschwerdung sowie über das Werk des Gerichts. Nachdem wir sie weitere zehn Tage lang bewässert hatten, konnten alle regelmäßig an den Versammlungen teilnehmen.

Nach weiteren etwa zehn Tagen ordnete die Polizei eine weitere nächtliche Patrouille an. Nevin hatte Angst, mit hineingezogen zu werden, und wollte nicht mehr, dass wir in seiner Hütte blieben. Angesichts dieser Situation konnte ich nicht anders, als zu hadern. Wir hatten so viele Neulinge zu bewässern und zu unterstützen, es gab so viele Schwierigkeiten bei unserer Arbeit, und wir hatten nicht einmal eine Unterkunft. Wie sollte ich so nur meine Arbeit tun? Ich empfand es als sehr schwer und hatte keine Lust mehr, die Probleme der Neulinge zu lösen. Später schickte mir eine Schwester eine Passage aus Gottes Worten: „Denn wenn ein Mensch annimmt, womit Gott ihn betraut, dann hat Gott einen Maßstab, nach dem Er beurteilt, ob sein Handeln gut oder böse ist, ob die Person gehorcht hat, ob die Person Gottes Willen erfüllt hat und ob das, was sie tut, diesem Maßstab entspricht. Gott interessiert sich für das Herz eines Menschen, nicht für sein Handeln nach außen hin. Es ist nicht so, dass Gott jemanden segnen sollte, solange er nur etwas tut, egal wie er es tut. Das ist ein Missverständnis, das die Menschen in Bezug auf Gott haben. Gott sieht sich nicht nur das Endergebnis an, sondern stellt mehr in den Vordergrund, wie es um das Herz eines Menschen bestellt ist und welche Einstellung ein Mensch hat, während sich die Dinge weiterentwickeln, und Er sieht sich an, ob in seinem Herzen Gehorsam, Rücksichtnahme und der Wunsch sind, Gott zufriedenzustellen(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst I). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, dachte ich über mich nach: Als ich anfing, die Neulinge zu unterstützen, dachte ich, da ich meine Pflicht tat, sollte alles reibungslos verlaufen, und die Neulinge würden mich verstehen, aufnehmen und beschützen. Als ich dann Verfolgung erlebte, mich niemand aufnehmen wollte, und mehrere Probleme bei unserer Arbeit auftauchten, beklagte ich mich nur darüber, in welch schwieriger Lage ich war, und wie wenig die Neulinge nach der Wahrheit strebten. Ich fand die Arbeit einfach zu schwer und wollte nach Hause gehen. Wenn es darum ging, zu leiden und einen Preis zu zahlen, wollte ich mich einfach nicht unterwerfen. Ich dachte nur an die Interessen meines Fleisches und nahm überhaupt keine Rücksicht auf Gottes Absicht. Als ich daran dachte, schämte ich mich so sehr. Später erinnerte mich eine Schwester daran: „Warum konntest du dich nicht unterwerfen, als es darum ging, zu leiden und einen Preis zu zahlen? Warum hast du immer nur an die Interessen deines Fleisches gedacht? Welche verdorbene Disposition hat das verursacht?“ Ich dachte ständig über die Fragen der Schwester nach.

Eines Tages stieß ich auf eine Passage von Gottes Worten: „Kann es denn die Ausführung deiner Pflicht beeinflussen, wenn dir Dinge widerfahren, die nicht mit deinen Auffassungen übereinstimmen? Zum Beispiel wird es bei der Arbeit manchmal hektisch, und die Leute müssen etwas Mühsal ertragen und einen Preis bezahlen, um ihre Pflichten gut auszuführen; manche Menschen entwickeln dann Auffassungen in ihrem Kopf, und in ihnen kommt Widerstand auf, sie werden negativ und drücken sich vor ihrer Arbeit. Manchmal ist die Arbeit nicht hektisch, und es wird für die Leute leichter, ihre Pflichten auszuführen, und einige Menschen freuen sich darüber und denken: ‚Es wäre großartig, wenn die Ausführung meiner Pflicht immer so einfach wäre.‘ Was für Menschen sind das? Das sind faule Menschen, die die Annehmlichkeiten des Fleisches begehren. Sind solche Menschen bei der Ausführung ihrer Pflichten hingebungsvoll? (Nein.) Solche Menschen behaupten, bereit zu sein, sich Gott zu unterwerfen, aber ihre Unterwerfung hat Bedingungen – damit sie sich unterwerfen, muss alles mit ihren eigenen Auffassungen übereinstimmen und darf ihnen kein Leid verursachen. Wenn sie auf Trübsal stoßen und Mühsal ertragen, beschweren sie sich viel und lehnen sich sogar gegen Gott auf und widersetzen sich Ihm. Was für Menschen sind das? Das sind Menschen, die die Wahrheit nicht lieben. Wenn Gottes Handeln mit ihren eigenen Auffassungen und Wünschen übereinstimmt und sie kein Leid ertragen oder einen Preis zahlen müssen, können sie sich unterwerfen. Aber wenn Gottes Werk nicht mit ihren Auffassungen oder Vorlieben übereinstimmt und es von ihnen verlangt, Leid zu ertragen und einen Preis zu zahlen, können sie sich nicht unterwerfen. Auch wenn sie sich dem Werk nicht offen widersetzen, sind sie in ihrem Herzen widerständig und verärgert. Ihrer Meinung nach müssen sie große Mühsal ertragen, und sie hegen in ihrem Herzen Beschwerden. Was für ein Problem liegt hier vor? Hier zeigt sich, dass sie die Wahrheit nicht lieben(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Durch Gottes Worte erfuhr ich, dass manche Menschen bei ihrer Pflicht nur wollen, dass alles reibungslos verläuft. Sobald sie auf Schwierigkeiten stoßen und leiden oder einen Preis zahlen müssen, empfinden sie Widerstand und beklagen sich. Solche Menschen sind faul, gieren nach den Annehmlichkeiten des Fleisches, sind bei ihrer Pflicht nicht treu, nehmen nicht die geringste Rücksicht auf Gottes Absicht, und lieben die Wahrheit nicht. Mir wurde klar, dass ich genauso war. Ich wollte nur eine leichte Pflicht und dass die Arbeit reibungslos voranging. Ich war nicht bereit, zu leiden oder einen Preis zu zahlen. Als wir mit Verfolgung konfrontiert waren, als die Neulinge aus Angst vor Verhaftung weder wagten, uns aufzunehmen, noch sich zu versammeln und mein Fleisch nicht nur darunter litt, keine Unterkunft zu haben, sondern ich auch einen höheren Preis zahlen musste, um die Neulinge zu finden mit ihnen über Gottes Worte Gemeinschaft zu halten und ihnen zu helfen, beklagte ich mich über die Härte der Verfolgung und darüber, wie ängstlich und unentschlossen die Neulinge waren. Ich wollte meine Pflicht einfach aufgeben und gehen. Sobald ich auf Schwierigkeiten stieß, dachte ich nur an die Interessen meines eigenen Fleisches und mir fehlte auch nur das geringste Maß an Treue und Unterwerfung. Gott hatte diese Situation zugelassen und wollte, dass ich die Wahrheit suche und Lehren aus dieser Erfahrung ziehe, aber ich schätzte den Lebenseintritt nicht, begehrte immer die Bequemlichkeiten des Fleisches und betrachtete meine Pflicht nur nach meinen eigenen Vorlieben. Ich war einfach niemand, der die Wahrheit liebte.

Es gab eine weitere Passage, die mich tief berührte. Gott sagt: „Heute glaubst du den Worten nicht, die Ich sage, und du achtest nicht auf sie; wenn der Tag kommt, an dem sich dieses Werk verbreitet und du seine Gesamtheit siehst, dann wirst du es bereuen und wirst zu jenem Zeitpunkt verblüfft sein. Es gibt Segnungen, doch du weißt sie nicht zu genießen, und es gibt die Wahrheit, doch du strebst nicht nach ihr. Bringst du damit nicht Verachtung über dich selbst? Obwohl der nächste Schritt von Gottes Werk noch nicht begonnen hat, gibt es heute nichts Zusätzliches an den Forderungen, die an dich gestellt werden, und an dem, was auszuleben du aufgefordert wirst. Es gibt so viel Werk und so viele Wahrheiten; sind sie es nicht wert, von dir gekannt zu werden? Können Züchtigung und Urteil deinen Geist nicht erwecken? Können Züchtigung und Urteil dich nicht dazu bringen, dich selbst zu hassen? Begnügst du dich damit, mit Frieden und Freude und ein wenig fleischlicher Bequemlichkeit unter Satans Einfluss zu leben? Bist du nicht der niedrigste aller Menschen? Niemand ist törichter als diejenigen, die die Rettung erblickt haben, aber nicht danach streben, sie zu erlangen; dies sind Menschen, die sich dem Fleisch hingeben und sich an Satan erfreuen. Du hoffst, dass dein Glaube an Gott keinerlei Schwierigkeiten und Drangsal oder das geringste Maß an Leid mit sich bringt. Du strebst stets nach den Dingen, die wertlos sind, und misst dem Leben keine Bedeutung bei, sondern stellst deine eigenen extravaganten Gedanken vor die Wahrheit. Du bist so wertlos! Du lebst wie ein Schwein – welchen Unterschied gibt es zwischen dir und Schweinen und Hunden? Sind diejenigen, die die Wahrheit nicht anstreben und stattdessen das Fleisch lieben, nicht alle Tiere? Sind jene Toten ohne Geister nicht alle wandelnde Leichen? … Ich beschenke dich mit wahrem menschlichen Leben, dennoch verfolgst du es nicht. Unterscheidest du dich denn gar nicht von einem Schwein oder einem Hund? Schweine streben nicht nach dem Leben des Menschen, sie streben nicht danach, gereinigt zu werden, und sie verstehen nicht, was Leben ist. Jeden Tag, nachdem sie sich satt gefressen haben, schlafen sie einfach. Ich habe dir den wahren Weg zuteilwerden lassen, dennoch hast du ihn nicht erlangt: Deine Hände sind leer. Bist du bereit, in diesem Leben weiterzumachen, dem Leben eines Schweins? Was hat es für eine Bedeutung, dass solche Menschen am Leben sind? Dein Leben ist verachtenswert und unwürdig, du lebst in Schmutz und Liederlichkeit und du verfolgst keinerlei Ziele; ist dein Leben nicht das unwürdigste von allen? Besitzt du die Frechheit, Gott gegenüberzutreten? Wenn du weiterhin auf diese Weise erfährst, wirst du dann nicht nichts erlangen? Der wahre Weg ist dir gegeben worden, ob du ihn jedoch letztendlich erlangen kannst, hängt von deinem eigenen persönlichen Streben ab(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Gericht). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Gott Seine Worte zum Ausdruck bringt, die Menschen bewässert und versorgt und uns die Chance gibt, unsere Pflichten zu tun, in der Hoffnung, dass wir bei unseren Pflichten nach der Wahrheit streben und sie erlangen, eine Veränderung unserer Disposition erreichen und gerettet werden. Das ist Gottes Erhöhung und Gnade. Wahrheitsliebende Menschen schätzen solche Gelegenheiten. Im Laufe ihrer Pflichten streben sie nach der Wahrheit und erlangen sie. Ich aber liebte die Wahrheit nicht, und wenn ich bei meiner Pflicht auf Schwierigkeiten stieß, empfand ich Widerstand und beklagte mich über meine Situation. Ich fand alles zu anstrengend und schwierig, war nicht bereit zu leiden oder einen Preis zu zahlen und wollte mich einfach zurückziehen. Angesichts meiner Faulheit und meines Unwillens, nach der Wahrheit zu streben, würde ich, selbst wenn ich Gott bis zum Ende folgen würde, niemals die Wahrheit erlangen oder eine Veränderung der Disposition erreichen, und letztendlich ausgemustert und bestraft werden. Ich musste aufhören, auf mein Fleisch Rücksicht zu nehmen, ich musste mich dagegen auflehnen und meine Pflicht gut erfüllen. Mir wurde klar, dass diese Neulinge nur deshalb so furchtsam und verängstigt waren, weil sie gerade erst zum Glauben gekommen waren, noch keine Wurzeln im wahren Weg geschlagen hatten und die Wahrheit nicht verstanden. Wenn ich keinen Preis zahlte und nicht ein wenig litt, um sie zu bewässern und zu unterstützen, würden diese Neulinge wahrscheinlich nicht standhaft bleiben können, und ich würde wegen einer Verfehlung vermerkt werden. Egal, ob wir eine Gastfamilie hätten oder nicht, und ungeachtet dessen, ob wir leiden müssten, ich war bereit, an meiner Pflicht festzuhalten und meine Verantwortung zu erfüllen. An diesem Tag kam Nevins Mutter zu mir hinaus auf die Felder und sagte: „Die Milizen beginnen jetzt mit ihren nächtlichen Patrouillen. Wir machen uns Sorgen, dass du ihnen begegnest, da du als Fremde im Dorf ein- und ausgehst.“ Ich hielt mit ihr Gemeinschaft und sagte: „Als Gott bereit war, Sodom zu vernichten, wollten die Sodomiter den beiden Engeln, die Gott dorthin gesandt hatte, Leid antun. Lot überlebte, weil er die beiden Engel in seinem Haus aufnahm. Gott vollbringt jetzt die letzte Phase Seines Werks zur Errettung der Menschheit. Diese Leute, die die Gläubigen verfolgen, sind genauso böse wie die Einwohner von Sodom. Es ist normal, sich Sorgen zu machen, aber wir müssen den Glauben bewahren. Ob die Milizen uns finden oder nicht, liegt in Gottes Händen. Wir müssen mehr zu Gott beten, Er wird Sein eigenes Werk schützen. Wenn ihr uns nicht aufnehmt und wir gehen müssen, können wir euch nicht bewässern. Wenn ihr uns beherbergt, während wir hier das Evangelium predigen, ist das eine gute Tat, und Gott wird sich daran erinnern.“ Nach meinem gemeinschaftlichen Austausch hatte sie weniger Angst und war sogar ziemlich glücklich. Danach kümmerte sie sich gut um uns, und ich konnte zur Ruhe kommen und mit den Neulingen Gemeinschaft halten und Tag und Nacht Versammlungen abhalten. Nachdem sie einige Wahrheiten verstanden hatten, luden die Neulinge ihre Freunde und Familien ein, dem Evangelium zuzuhören. Innerhalb von nur zwei Monaten nahmen 120 Dorfbewohner das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an. Ich war so glücklich, all diese Neulinge bei den Versammlungen zu sehen. Auch wenn es ein harter Prozess war und ich ein wenig gelitten hatte, fühlte ich inneren Frieden, weil ich wusste, dass ich meine Pflicht erfüllt hatte. Als ich Gottes Führung miterlebte, gewann ich an Glauben.

Später beauftragte uns unsere Verantwortliche, Neulinge in einem anderen Dorf zu unterstützen. Wir gingen zuerst zum Haus eines Neulings, Bruder John. John hatte in seinen Pflichten vergleichsweise viel Eigeninitiative gezeigt und hatte es geschafft, Neulinge für Versammlungen zusammenzubringen, aber später hatte er aus Angst vor einer Verhaftung aufgehört, an den Versammlungen teilzunehmen. Wir wollten zuerst John unterstützen und dann durch ihn andere Neulinge unterstützen, aber John wollte nicht mit uns reden. Seine Frau sagte: „Bei einer Versammlung in unserem Dorf hat man uns gewarnt, keine Predigten anzuhören oder an Gott zu glauben. Die Miliz führt nächtliche Patrouillen durch und verhaftet jeden, der beim Zuhören erwischt wird. Sie hat uns verboten, Predigten anzuhören, und wir haben Angst, verhaftet zu werden; außerdem sind wir sehr beschäftigt und haben keine Zeit zuzuhören.“ Nach diesen Worten ignorierte sie uns einfach. Als ich sah, wie dieser Neuling uns nicht einmal zu Wort kommen ließ und uns mied, schien es mir, dass wir es wirklich schwer haben würden. Die Reise zum und vom Dorf war lang und anstrengend, also hörte ich auf, die Neulinge zu unterstützen, und widmete mich anderen Aufgaben. Nach einer Weile erinnerte mich meine Verantwortliche daran, dass die Neulinge tagsüber beschäftigt seien und ich abends gehen könnte. Ich dachte mir: „Sie meiden uns und wollen nicht zuhören. Selbst wenn ich hingehe, weiß ich nicht, was ich tun soll. Der Weg dorthin ist weit und wird nachts noch schwieriger.“ Also wollte ich nicht gehen. Dann wurde mir klar, dass ich mich meiner Verantwortung gegenüber den Neulingen entzog, indem ich es immer wieder aufschob. Ich dachte an Gottes Worte, die entlarven, wie falsche Leiter arbeiten, und fand diese Worte zum Lesen. Gottes Worte sagen: „Eine Arbeit könnte von einer Person in einem Monat erledigt werden. Wenn es sechs Monate dauert, diese Arbeit zu erledigen, stellen dann die Ausgaben der restlichen fünf Monate nicht einen Verlust dar? Lasst Mich ein Beispiel geben, das mit dem Predigen des Evangeliums zu tun hat. Angenommen, eine Person ist bereit, den wahren Weg zu erforschen und könnte wahrscheinlich in nur einem Monat überzeugt werden. Danach würde sie in die Kirche eintreten, weiterhin bewässert und versorgt werden und innerhalb von sechs Monaten ein Fundament legen können. Wenn aber die Person, die das Evangelium predigt, diese Angelegenheit mit Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit behandelt und auch die Leiter und Mitarbeiter ihre Verantwortung ignorieren, und es am Ende ein halbes Jahr dauert, diese Person zu überzeugen, stellt dieses halbe Jahr dann nicht einen Verlust für ihr Leben dar? Wenn die schweren Unglücke hereinbrechen und sie noch kein Fundament auf dem wahren Weg gelegt hat, wird sie in Gefahr sein. Haben diese Leute sie dann nicht im Stich gelassen? Ein solcher Verlust kann nicht mit Geld oder materiellen Dingen bemessen werden. Wenn das Verständnis der Wahrheit dieser Person um ein halbes Jahr verzögert wird und sie ein halbes Jahr später damit beginnt, ein Fundament zu legen und ihre Pflicht auszuführen, wer wird dafür die Verantwortung übernehmen? Können die Leiter und Mitarbeiter es sich leisten, diese Verantwortung zu übernehmen? Niemand kann es sich leisten, die Verantwortung dafür zu tragen, das Leben eines Menschen aufzuhalten. Da niemand diese Verantwortung tragen kann, was ist dann für die Leiter und Mitarbeiter angemessen zu tun? Die Devise lautet: Gebt euer Bestes. Euer Bestes geben, um was zu tun? Um die eigene Verantwortung zu erfüllen, indem man alles tut, was man mit eigenen Augen sehen, im Kopf durchdenken und mit dem eigenen Kaliber erreichen kann. Das bedeutet, sein Bestes zu geben, das bedeutet, treu und verantwortungsvoll zu sein, und das ist die Verantwortung, die Leiter und Mitarbeiter erfüllen sollten(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (4)). Durch Gottes Worte lernte ich, dass es, egal welche Arbeit man verrichtet, wenn sie in einem Monat hätte erledigt werden können, aber am Ende sechs Monate dauert, dies einen sehr großen Verlust darstellt. Nehmen wir zum Beispiel das Predigen des Evangeliums: Wenn jemand bereit ist, den wahren Weg zu prüfen, kann diese Person innerhalb eines Monats zum Glauben finden und rechtzeitig in Gottes Haus eintreten, wenn der Evangeliumsarbeiter seine Verantwortung erfüllt. Das ermöglicht ihr, die Wahrheit früher zu verstehen und sich im wahren Weg zu verwurzeln. Wenn wir bei unserer Pflicht keinen Preis zahlen, eine nachlässige und oberflächliche Haltung haben und es sechs Monate dauert, diese Person zum Glauben zu führen, ist das ein großer Verlust für ihr Leben. Wenn Katastrophen eintreten, und diese Menschen Gottes Werk noch nicht angenommen haben, ihnen die Bewässerung und Versorgung der Wahrheit fehlt und sie sterben, kann niemand die Verantwortung für solche Tode tragen. Daher erfordert dies, dass wir unsere Pflichten nicht aufschieben und wir alles daransetzen müssen, unsere Verantwortung zu erfüllen, damit wir ein reines Gewissen haben. Als ich Neulinge unterstützte und das Evangelium predigte, war ich nicht bereit, einen Preis zu zahlen, und wollte nicht leiden. Als ich beauftragt wurde, Neulinge in jenem Dorf zu unterstützen und zu predigen, und als mich Schwierigkeiten und ein langer Weg erwarteten, gab ich meinem Fleisch nach und wollte nicht gehen, und schob es Tag für Tag auf. Diese Neulinge waren wegen der staatlichen Verfolgung furchtsam, verängstigt und trauten sich nicht, an Versammlungen teilzunehmen; sie brauchten dringend Bewässerung und Unterstützung, um die Wahrheit zu verstehen und sich aus ihren Fesseln zu befreien. Wenn Gottes Werk zu Ende ginge und diese Menschen sich nicht von den dunklen Mächten befreit hätten, sich nicht versammelten und nicht auf Gottes Worte hörten, dann würden sie die Wahrheit nicht verstehen, Gottes Errettung nicht erlangen und in den Katastrophen untergehen. Zudem gab es in diesem Dorf viele, die Gottes Stimme noch nicht gehört hatten. Wenn andere wie ich ihrem Fleisch nachgäben und angesichts von Schwierigkeiten die Verkündigung des Evangeliums aufgäben, könnten diese Menschen Gottes Stimme nicht hören und Seine Errettung nicht empfangen. Ich musste aufhören zu zögern und meine Sorgen beiseitelegen. Egal, welche Situation sich ergab, ich musste sie durchstehen und meine Verantwortung erfüllen.

Später dachte ich an eine andere Passage von Gottes Worten: „Als geschaffenes Wesen, als einer von denen, die Gott folgen, ist das Predigen des Evangeliums, unabhängig von Alter, Geschlecht oder davon, wie jung oder alt jemand ist, eine Mission und eine Verantwortung, die jeder annehmen muss. Wenn dich diese Mission ereilt und von dir verlangt wird, dass du dich aufwendest, einen Preis zahlst oder sogar dein Leben hingibst, was solltest du dann tun? Du solltest sie pflichtgemäß annehmen. Das ist die Wahrheit, es ist das, was du verstehen solltest. Das ist keine simple Glaubenslehre – es ist die Wahrheit. Warum sage Ich, dass es die Wahrheit ist? Weil es, egal wie sich die Zeiten ändern, wie die Jahrzehnte vergehen oder wie sich Orte und Räume ändern, immer etwas Positives sein wird, das Evangelium zu predigen und für Gott Zeugnis abzulegen. Die Bedeutung und der Wert des Predigens des Evangeliums werden sich nie ändern: Es wird keinesfalls davon beeinflusst, wie sich die Zeit oder die geografische Lage ändern. Das Evangelium zu predigen und Gott zu bezeugen, ist etwas Ewiges, und als geschaffenes Wesen solltest du dies annehmen und praktizieren. Das ist die ewige Wahrheit(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 1. Sie versuchen, die Herzen der Menschen für sich zu gewinnen). Gottes Worte berührten mich tief. Es war Gottes Gnade, dass ich Seine Stimme hören konnte. Das Evangelium zu predigen und Neulinge zu bewässern, war meine Pflicht, und ich musste diese Aufgabe zu Ende bringen. Wenn ich leiden und einen Preis zahlen musste, sollte ich es bedingungslos annehmen. Egal, welchen Schwierigkeiten oder Situationen ich gegenüberstand, ich musste mich unterwerfen und meine Pflicht erfüllen. Mit dieser Erkenntnis machte ich mich alleine auf den Weg zum Dorf. Als ich losging, dämmerte es bereits und es hatte angefangen zu regnen. Während ich die Straße entlangging, betete ich ununterbrochen zu Gott. Später begegnete ich unterwegs einer alten Frau. Ich sagte ihr, dass ich in ihr Dorf wollte, und so gingen wir hintereinander. Nachdem ich im Dorf angekommen war, sah ich die alte Frau nicht wieder. Es war dunkel. Ich kannte mich dort nicht aus und wusste nicht, wohin, also setzte ich mich einfach an den Straßenrand. Ich war ziemlich beunruhigt, und machte mir Sorgen, was ich sagen sollte, wenn ich auf eine nächtliche Patrouille stoßen würde, also rief ich in meinem Herzen unentwegt zu Gott. Genau in diesem Moment kam eine Frau von der Feldarbeit zurück und, als sie mich ganz allein dasitzen sah, fragte sie: „Was machen Sie denn da? Sie können doch zu mir nach Hause kommen.“ Ich folgte ihr zu ihrem Haus, und als ich ihr das Evangelium predigte, nahm sie es an. Später brachte sie andere mit, die ebenfalls zuhörten. Als die Leute hörten, dass ich das Evangelium predigte, suchten mich einige persönlich auf und baten mich, zum Predigen in ihr Haus zu kommen. Ich bezeugte das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage, und sie hörten mit großer Freude zu. Einige sagten: „Der Allmächtige Gott ist die Wiederkehr des Herrn Jesus, Sie sind ein Gott. Wir sollten weiterhin auf die Worte des Allmächtigen Gottes hören.“ Andere sagten: „Auch wenn die Regierung uns verfolgt, werden wir weiter zuhören!“ Einige der Neulinge waren bei den Versammlungen sehr enthusiastisch, sie kamen morgens und abends, und dürsteten und sehnten sich danach, sich zu versammeln und die Predigten zu hören. Ich war ziemlich überrascht. Früher hatte ich stets meinem Fleisch nachgegeben und war nicht bereit zu leiden oder einen Preis zu zahlen, Aber als ich meinen Zustand korrigierte und bereit war, meine Pflicht fortzusetzen, sah ich, dass das, was Gott tat, unsere Vorstellungskraft überstieg. Die Tatsache, dass wir durch diese Frau das Evangelium in diesem Dorf verbreiten konnten, zeigte, dass es gänzlich Gott war, der Sein eigenes Werk tat! Das ließ mich Gottes Autorität erkennen und festigte meinen Entschluss, weiter das Evangelium zu predigen. Nach etwa einem Monat hatten wir im ganzen Dorf das Evangelium gepredigt. Die Neulinge, die zuvor Angst vor Verhaftung hatten, begannen größtenteils wieder, sich zu versammeln. Über 80 Dorfbewohner versammelten sich regelmäßig, und wir konnten eine Kirche gründen. Dank sei Gott!

Durch diese Erfahrung habe ich gelernt, dass die Haltung bei der eigenen Pflicht sehr wichtig ist. Als ich mich unterwarf und auf Gottes Absicht Rücksicht nahm, sah ich, dass, egal wie schwer unsere Arbeit war, solange wir aufrichtig mitwirkten, Gottes Führung offensichtlich wurde. Obwohl ich Verdorbenheit offenbarte, negativ und schwach war und aufgeben wollte, durch die Führung und Versorgung von Gottes Worten, gab ich die Verkündigung des Evangeliums nicht auf und hatte am Ende keine Reue. All das geschah unter Gottes Schutz. Durch diese Erfahrung gewann ich an Glauben und machte Fortschritte im Leben. Dank sei Gott!

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