17. Was hinter dem Anschein von Geschäftigkeit steckt
Im Dezember 2023 musste ich mich dem Zurechtstutzen stellen, weil ich meine Pflichten verantwortungslos ausgeführt hatte. Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, erkannte ich, dass ich meine Pflicht damals wirklich verantwortungslos ausgeführt hatte. Ich war Kirchenleiterin, kümmerte mich aber nur um die Textarbeit und ignorierte alle anderen Aufgaben, für die ich nicht direkt verantwortlich war oder die sich nicht auf meinen Ruf und meinen Status auswirkten. Obwohl ich meine Zeit effizienter hätte nutzen können, um mehr Arbeit nachzuverfolgen, fand ich das zu mühsam und anstrengend, weshalb ich nicht bereit war, mich zusätzlich anzustrengen. Infolgedessen war mir nicht bewusst, dass es bei der Videoarbeit zu Verzögerungen gekommen war. Ich hatte wirklich keine echte Arbeit verrichtet. Als ich sah, dass das Haus Gottes mich nicht entließ, sondern mir die Chance gab, meine Pflichten weiter auszuführen, dachte ich: „Ich muss wahrhaft Buße tun und meine Schuld wiedergutmachen.“
Daraufhin verfolgte ich tagsüber den Dreh der Videos über Erfahrungszeugnisse nach und ordnete nachts Dokumente. Mein Terminplan war jeden Tag randvoll. Obwohl ich weniger Freizeit hatte, fühlte sich jeder Tag erfüllt an. In der Folgezeit blieb ich jede Nacht bis zwei oder drei Uhr wach und stand gegen sieben Uhr morgens wieder auf. Damals fühlte ich mich nicht müde. Ich dachte, wenn ich lange wach bliebe, könnte ich mehr Arbeit schaffen, was besser wäre, als mich wie früher der Bequemlichkeit hinzugeben. Später bemerkten die Schwestern in meinem Umfeld, dass ich oft lange aufblieb, und sahen meinen fahlen Teint, weshalb sie mir nahelegten, früher schlafen zu gehen. Eine andere Schwester fragte mich: „Du bleibst nachts so lange auf und ruhst dich mittags kaum aus. Hältst du das Tag für Tag durch?“ Ich dachte bei mir: „Meine Brüder und Schwestern haben also mein Leiden gesehen. Dann ist diese Mühsal es wert. Zumindest können alle meine reuevolle Haltung sehen und erkennen, dass ich jemand bin, der bei der Ausführung seiner Pflicht Leid ertragen kann und sich nicht der Bequemlichkeit hingibt.“ Als ich in dieser Zeit sah, dass einige Schwestern schon um elf Uhr ins Bett gingen, blickte ich in meinem Herzen auf sie herab und dachte: „Ihr gebt euch zu sehr der Bequemlichkeit hin! Wenn es darum geht, eure Pflichten auszuführen, seid ihr weder besorgt noch habt ihr es eilig – das bedeutet, dass ihr auf Gottes Absichten keine Rücksicht nehmt.“ Um ihnen zu zeigen, dass meine Einstellung zur Pflichtausführung anders war, blieb ich weiterhin lange auf und stand früh auf. Aber als die langen Nächte andauerten, stellten sich körperliche Probleme ein. Jeden Abend gegen elf oder zwölf Uhr fing mein Herz an, stark zu klopfen. Ich wusste, dass langes Aufbleiben schädlich für den Körper ist, und Gott hatte mehrfach darüber Gemeinschaft gehalten, wie wichtig ein normaler Schlafrhythmus ist. Aber ich dachte mir: „Wenn ich früh ins Bett gehen würde, was würden die Brüder und Schwestern dann von mir denken? Würden sie sagen: ‚Als du zurechtgestutzt wurdest, konntest du ein wenig Leid ertragen und einen kleinen Preis zahlen, aber mit der Zeit hat sich dein wahres Gesicht gezeigt, und nichts hat sich geändert‘?“ Ich wollte nicht, dass die Brüder und Schwestern diesen Eindruck von mir bekamen. Um das Image von jemandem aufrechtzuerhalten, der eine Last trägt, biss ich die Zähne zusammen und hielt durch, selbst wenn ich nachts sehr müde war. Mittags traute ich mich nicht, zu lange zu schlafen, aus Angst, die Brüder und Schwestern könnten sagen, ich würde dem Fleisch frönen. Manchmal, wenn ich keinen Mittagsschlaf machte und wirklich müde war, trank ich eine Tasse Kaffee, um wach zu bleiben. Manchmal, wenn ich bis spät in die Nacht arbeitete und sah, dass andere Brüder und Schwestern noch im Büro waren, machte ich absichtlich etwas Lärm, um sie wissen zu lassen, dass auch ich bis tief in die Nacht arbeitete. Wenn mir einige Brüder und Schwestern aus anderen Zeitzonen eine Nachricht schrieben, antwortete ich ihnen, selbst wenn ich schon im Bett lag. Wann immer sie sagten: „Es ist schon so spät und du schläfst immer noch nicht. Ruh dich aus!“, freute ich mich innerlich und dachte, dass die Brüder und Schwestern meine Bemühungen sehen könnten. Wenn der obere Leiter sich schließlich nach meiner Leistung erkundigte, würde meine Einstellung zur Ausführung meiner Pflichten als anständig gelten unabhängig vom Ergebnis meiner Arbeit. Selbst wenn es keinen Erfolg gab, der Fleiß war ja da. Sicherlich würden die Brüder und Schwestern mein reuevolles Verhalten loben und mich als eine Leiterin sehen, die echte Arbeit leistet. Der Gedanke daran gab mir immer ein recht sicheres Gefühl. Doch weil ich über einen langen Zeitraum so spät ins Bett ging, wachte ich jeden Morgen mit Herzklopfen auf, und da ich geistig erschöpft war, konnte ich mich tagsüber beim Durchsehen von Dokumenten nicht gut konzentrieren. Meine Arbeitseffizienz war tagsüber gering, also musste ich nachts lange aufbleiben, um mehr zu schaffen. Weil ich nachts so spät schlafen ging, war es am nächsten Morgen schon fast acht Uhr, bis ich mit dem Frühstück fertig war. Ich wollte meine geistliche Andacht halten, hatte aber das Gefühl, nicht genug Zeit dafür zu haben. Also überflog ich nur kurz einige von Gottes Worten und fing an zu arbeiten, ohne tief darüber nachzudenken. Das Schreiben von Artikeln fiel mir noch schwerer; ich war durch meine Pflichten so eingespannt, dass ich gar keine Zeit mehr dafür fand. Später traten bei meinen Pflichten nach und nach Probleme auf, und da begann ich nachzudenken: Ich hatte mir doch vorgenommen, meine Pflichten gut zu tun, warum also gab es immer mehr Probleme? Warum nahm die Effektivität meiner Pflichten ab? Mir wurde klar: Wenn ich diesen Teufelskreis fortsetzte, würde mich das nicht nur körperlich auslaugen, sondern meine Arbeit würde auch keine Früchte tragen. Ich musste das Ruder schnellstens herumreißen.
Danach dachte ich nach: Ich wusste, dass langes Aufbleiben schlecht für meine Gesundheit war und die Effizienz bei meinen Pflichten minderte, warum behielt ich es also bei? Im Rückblick erkannte ich, dass es mir in dieser Zeit bei dem, was ich tat, nur darum ging, vor anderen ein bestimmtes Bild abzugeben. Dann fiel mir ein, wie Gott Antichristen bei einem ähnlichen Verhalten im Detail analysiert hatte, also suchte ich nach Gottes Worten zu diesem Thema, um sie zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen bezeugen sich sprachlich selbst und benutzen Worte, mit denen sie sich selbst aufspielen, während andere das durch ihr Verhalten tun. Was sind die Ausdrucksformen eines Menschen, der sich durch sein Verhalten selbst bezeugt? Äußerlich zeigt er gewisse Verhaltensweisen, die mehr oder weniger mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmen, die Aufmerksamkeit der Menschen erregen und von ihnen als recht nobel und gewissermaßen im Einklang mit moralischen Maßstäben betrachtet werden. Diese Verhaltensweisen lassen die Menschen denken, dass er ehrenhaft ist, Integrität besitzt, Gott wirklich liebt und sehr fromm ist und ein gottesfürchtiges Herz hat und dass er jemand ist, der nach der Wahrheit strebt. Solche Menschen zeigen häufig einige gute äußere Verhaltensweisen, um andere irrezuführen – riecht das nicht ebenfalls danach, sich selbst zu erhöhen und zu bezeugen? Üblicherweise erhöhen und bezeugen Menschen sich selbst durch Worte, indem sie klar zum Ausdruck bringen, wie sie sich von der Masse abheben und dass sie weisere Ansichten als andere haben, damit die Menschen eine hohe Meinung von ihnen haben und zu ihnen aufschauen. Es gibt jedoch auch gewisse Methoden, die sich nicht klarer Worte bedienen, sondern bei denen die Menschen äußere Praktiken nutzen, um zu bezeugen, dass sie besser als andere Leute sind. … Ich werde ein ganz einfaches Beispiel nennen. Manche erscheinen, wenn sie ihre Pflichten ausführen, nach außen hin extrem beschäftigt; sie arbeiten absichtlich dann weiter, wenn andere essen oder schlafen; und wenn andere mit ihren Pflichten anfangen, gehen sie essen oder schlafen. Welches Ziel verfolgen sie damit? Sie wollen Aufmerksamkeit erregen und allen zeigen, dass sie so mit ihren Pflichten beschäftigt sind, dass sie keine Zeit haben, zu essen oder zu schlafen. Sie denken: ‚Ihr tragt wirklich keine Bürde. Wieso seid ihr, wenn es ums Essen und Schlafen geht, so proaktiv? Ihr Taugenichtse! Seht mich an: Ich arbeite, während ihr alle esst, und in der Nacht, wenn ihr schlaft, bin ich immer noch am Arbeiten. Könntet ihr so leiden? Ich kann dieses Leid ertragen; ich setze mit meinem Verhalten ein Zeichen.‘ Was haltet ihr davon, dass sie sich so verhalten und derartiges manifestieren? Machen solche Menschen das nicht mit Absicht? Manche machen das mit Absicht. Und was ist das für ein Verhalten? Diese Menschen wollen Nonkonformisten sein; sie wollen anders sein als die breite Masse und den Menschen zeigen, dass sie ihre Pflichten die ganze Nacht geschäftig ausführen, dass sie ganz besonders in der Lage sind, Leid zu ertragen. So wird jeder besonders Mitleid für sie empfinden und besondere Sympathie für sie zeigen und denken, dass sie eine schwere Bürde auf ihren Schultern tragen, dass sie bis zum Hals in Arbeit stecken und zu viel um die Ohren haben, um zu essen oder zu schlafen. Und wenn sie nicht gerettet werden können, dann wird jeder ihretwegen Gott anflehen, Gott in ihrem Namen inständig darum bitten, und für sie beten. Hierbei nutzen diese Menschen gute Verhaltensweisen und Praktiken, die mit menschlichen Auffassungen übereinstimmen, wie etwa, dass sie Not erdulden und einen Preis zahlen, womit sie andere Menschen täuschen und sich ihr Mitgefühl und Lob erschleichen wollen. Und was ist letztlich die Folge davon? Alle, die mit ihnen in Kontakt gekommen sind und gesehen haben, dass sie einen Preis zahlen, werden einstimmig sagen: ‚Unser Leiter ist der kompetenteste, der am meisten dazu fähig ist, Leid zu ertragen und einen Preis zu zahlen!‘ Haben sie dann nicht ihr Ziel erreicht, Menschen in die Irre zu führen? Dann heißt es eines Tages aus Gottes Haus: ‚Euer Leiter verrichtet keine wirkliche Arbeit. Er betätigt sich und arbeitet zu keinem Zweck; er verhält sich rücksichtslos, eigenmächtig und herrisch. Er hat die Arbeit der Kirche durcheinandergebracht, er hat nichts von der Arbeit erledigt, die er erledigen sollte, er hat weder die Evangeliumsarbeit getan noch die der Filmproduktion, und das Kirchenleben ist auch durcheinander. Die Brüder und Schwestern verstehen die Wahrheit nicht, sie haben keinen Lebenseintritt und können keine Artikel über ihr Zeugnis schreiben. Das Bedauernswerteste ist, dass sie nicht einmal falsche Leiter und Antichristen erkennen können. So ein Leiter ist zu inkompetent; er ist ein falscher Leiter, der entlassen werden sollte!‘ Wird es unter diesen Umständen leicht sein, ihn zu entlassen? Es könnte schwierig sein. Da die Brüder und Schwestern ihn alle gutheißen und unterstützen, werden sie, falls irgendjemand versucht, diesen Leiter zu entlassen, Protest einlegen und eine Bitte an den Oberen weiterleiten, ihn zu behalten. Warum wird das dabei herauskommen? Weil dieser falsche Leiter und Antichrist nach außen hin gute Verhaltensweisen nutzt, wie etwa, dass er Not erduldet und den Preis zahlt, sowie wohlklingende Worte verwendet, um Menschen zu rühren, zu bestechen und irrezuführen. Sobald er Menschen durch dieses falsche Erscheinungsbild in die Irre geführt hat, werden alle für ihn eintreten und ihn nicht verlassen können. Sie wissen eindeutig, dass dieser Leiter nicht viel wirkliche Arbeit geleistet hat und dass er Gottes auserwähltes Volk nicht angeleitet hat, die Wahrheit zu verstehen und Lebenseintritt zu erlangen, aber diese Menschen unterstützen ihn trotzdem, heißen ihn gut und folgen ihm und scheren sich noch nicht einmal darum, ob das bedeutet, dass sie die Wahrheit und das Leben nicht erlangen werden“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 4: Sie erhöhen und bezeugen sich selbst). Ich sah, dass das, was Gott hier entlarvte, genau mein Verhalten war. Seitdem der obere Leiter mich zurechtgestutzt hatte, weil ich meine Pflichten ohne Last ausführte und keine echte Arbeit leistete, hatte ich insgeheim beschlossen, Buße zu tun und mich zu ändern. Anfangs praktizierte ich tatsächlich auch positiv und hatte vor, meine Schuld durch praktisches Handeln wiedergutzumachen. Doch nach und nach änderte sich die Natur meines Verhaltens. Als ich lange aufblieb und von den Brüdern und Schwestern Aufmerksamkeit und Fürsorge erfuhr, wollte ich allen durch mein tatsächliches Verhalten beweisen, dass ich in dieser Zeit Buße getan hatte und bereit war, für meine Pflichten einen Preis zu zahlen. Und ich dachte, wenn eines Tages der obere Leiter die anderen nach ihrer Einschätzung über mich fragte, würden die Brüder und Schwestern sicherlich positiv über mich sprechen und beweisen, dass ich keine Drückebergerin oder eine verantwortungslose, falsche Leiterin war. Also blieb ich unermüdlich lange auf und ertrug Mühsal, um es als Beweis meiner treuen Pflichtausführung zur Schau zu stellen, und spielte mich vor den Brüdern und Schwestern sogar absichtlich auf. Manchmal, wenn ich offensichtlich sehr müde war und schlafen wollte, versuchte ich trotzdem, als Letzte ins Bett zu gehen, um meinen „vollen Terminkalender“ als Leiterin hervorzuheben. Manchmal fühlte ich mich tagsüber geistig erschöpft und unkonzentriert, weil ich so spät ins Bett gegangen war; in so einem Fall wäre es normal gewesen, einen Mittagsschlaf zu machen. Um jedoch mein Image als jemand, der eine Last trägt, aufrechtzuerhalten, ruhte ich mich mittags manchmal gar nicht aus – erst wenn ich es absolut nicht mehr aushielt, und selbst dann traute ich mich nicht, zu lange zu schlafen, aus Angst, alle würden denken, ich gäbe mich der Bequemlichkeit hin. Ich blieb nachts so lange auf, wie noch einige Brüder und Schwestern wach waren, damit sie sahen, dass ich immer noch durchhielt. Ich schrieb sogar Brüdern und Schwestern in anderen Ländern Nachrichten, damit noch mehr Leute erfuhren, dass ich jemand war, der bereit war, für seine Pflichten Leid zu ertragen, und baute mir so das Image einer hart arbeitenden Person auf. Als ich sah, wie Gott entlarvte, dass einige Leute Worte benutzen und prahlerisch reden, um sich selbst zu bezeugen und hohes Ansehen zu erlangen, während andere Verhaltensweisen an den Tag legen, die mit menschlichen Auffassungen übereinstimmen und als nobel gelten und relativ den moralischen Standards entsprechen, nur um andere in die Irre zu führen und deren Bewunderung und Verehrung zu erlangen, da wurde mir etwas klar: Durch mein spätes Aufbleiben und mein Leiden versuchte ich, ein vorteilhaftes Bild von mir selbst aufzubauen, in dem Wunsch, die Gunst aller zu gewinnen. Ich nutzte dieses gute Verhalten – Leid zu ertragen und einen Preis zu zahlen –, um mich aufzuspielen und andere in die Irre zu führen, was eine Äußerungsform von Antichristen ist. Ich dachte daran, was für Heuchler die Pharisäer gewesen waren. Sie beteten absichtlich in Synagogen und an Straßenecken, machten beim Fasten ein trauriges Gesicht, versahen auch die Säume ihrer Gewänder mit Schriftversen und gaben demonstrativ Almosen, wobei sie diese äußerlichen guten Taten nutzten, um sich selbst zur Schau zu stellen und sich selbst zu bezeugen. Alles, was die Pharisäer taten, diente dazu, die Menschen in die Irre zu führen und in die Falle zu locken, sich selbst zu profilieren und die Menschen dazu zu bringen, sie zu verehren – die Pharisäer wandelten auf dem Pfad des Widerstands gegen Gott. Anstatt mich bei der Ausführung meiner Pflichten auf die Wahrheitsgrundsätze zu konzentrieren, war ich auf einem falschen Weg und manipulierte mein äußeres Erscheinungsbild, um andere in die Irre zu führen und ihre Bewunderung zu gewinnen. Wie wahrhaft verachtenswert!
Ich dachte weiter nach: Welche Aspekte der verdorbenen Disposition verbargen sich hinter meinem Leid durch die späten Nachtstunden? Ich las einen Abschnitt in Gottes Worten: „Antichristen sind der Wahrheit abgeneigt und akzeptieren sie nicht im Geringsten, was eine Tatsache ganz deutlich erkennen lässt: Antichristen handeln niemals gemäß den Wahrheitsgrundsätzen und praktizieren niemals die Wahrheit – das ist die offensichtlichste Äußerungsform eines Antichristen. Abgesehen von Ruf und Status sowie davon, gesegnet und belohnt zu werden, streben sie außerdem noch nach dem Genuss fleischlicher Annehmlichkeiten und nach den Vorteilen von Status; und so ist es selbstverständlich, dass sie Störungen und Unterbrechungen verursachen. Diese Tatsachen zeigen, dass das, was sie anstreben, und ihr Verhalten und ihre Äußerungsformen Gott nicht lieb sind. Und es handelt sich dabei ganz sicher nicht um die Handlungen und das Verhalten von Menschen, die nach der Wahrheit streben. Einige Antichristen zum Beispiel, die wie Paulus sind, besitzen die Entschlossenheit, bei der Ausführung ihrer Pflicht zu leiden; sie können bei ihrer Arbeit die ganze Nacht wach bleiben und auf Essen verzichten, sie können ihren eigenen Körper unterwerfen und jede Krankheit und jedes Unwohlsein überwinden. Und was ist ihr Ziel dabei? Allen zu zeigen, dass sie sich selbst zurückstellen, sich selbst entsagen können, wenn es um Gottes Auftrag geht; dass es für sie nur die Pflicht gibt. All das zeigen sie vor anderen Menschen. Wenn Menschen in der Nähe sind, ruhen sie sich nicht aus, wenn sie es sollten, sondern arbeiten sogar absichtlich länger, stehen früh auf und gehen spät ins Bett. Doch wie steht es um die Arbeitseffizienz und die Effektivität ihrer Pflicht, wenn Antichristen sich auf diese Weise von morgens bis abends abrackern? Diese Dinge werden bei ihren Erwägungen nicht berücksichtigt. Sie bemühen sich nur darum, all das vor anderen zu tun, damit andere sehen, wie sie leiden und sich selbstlos für Gott aufwenden. Was aber die Frage betrifft, ob die Pflicht, die sie tun, und die Arbeit, die sie verrichten, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen ausgeführt werden – daran denken sie überhaupt nicht. Ihre Gedanken drehen sich einzig und allein darum, ob ihr äußerlich gutes Verhalten von allen gesehen wurde, ob alle davon wissen, ob sie alle beeindruckt haben und ob dieser Eindruck Bewunderung und Anerkennung bei ihnen auslösen wird, ob diese Menschen ihnen hinter ihrem Rücken ihre Zustimmung geben und sie loben werden, indem sie sagen: ‚Sie können wirklich Mühsal ertragen; mit ihrem Durchhaltevermögen und ihrer außergewöhnlichen Ausdauer kann keiner von uns mithalten. Das sind Menschen, die nach der Wahrheit streben, die leiden und schwere Lasten tragen können – sie sind eine Säule der Kirche.‘ Wenn sie das hören, sind die Antichristen zufrieden. In ihrem Herzen denken sie: ‚Das so vorzutäuschen, war so schlau von mir, das war so klug, das zu machen! Ich wusste, dass alle nur auf das Äußere achten würden und dass ihnen diese guten Verhaltensweisen gefallen. Ich wusste, dass es mir die Anerkennung und Zustimmung der Menschen einbringt, wenn ich mich so verhalte, dass sie mich dadurch aus tiefstem Herzen bewundern und in einem völlig neuen Licht sehen würden und dass mich dann niemand mehr verachten würde. Und wenn eines Tages der Obere entdeckt, dass ich keine echte Arbeit geleistet habe und mich entlässt, werden sich mit Sicherheit viele Menschen für mich einsetzen, meinetwegen weinen, mich zum Bleiben anhalten und für mich eintreten.‘ Sie freuen sich heimlich über ihr vorgetäuschtes Verhalten – und offenbart diese Freude nicht auch die Wesensnatur eines Antichristen? Und um was für eine Art Wesen handelt es sich dabei? (Um Niederträchtigkeit.) Ganz genau – das ist das Wesen der Niederträchtigkeit. Beherrscht von diesem Wesen der Niederträchtigkeit entwickeln Antichristen einen Zustand von Selbstzufriedenheit und Selbstbewunderung, der sie dazu bringt, in ihrem Herzen heimlich gegen Gott zu zetern und sich gegen Ihn zu stellen. Nach außen hin scheint es, als würden sie einen hohen Preis zahlen und als würde ihr Fleisch viel Leid ertragen, aber nehmen sie wirklich Rücksicht auf Gottes Last? Wenden sie sich wirklich aufrichtig für Gott auf? Können sie ihre Pflicht treu ausführen? Nein, das können sie nicht. … Haben Antichristen nicht eine niederträchtige Disposition? Solche Ambitionen und Verfälschungen verbergen sich hinter ihrem Leiden, und deshalb verabscheut Gott solche Menschen und eine solche Disposition. Doch Antichristen sehen diese Tatsache nicht, noch erkennen sie sie an. Gott schaut den Menschen tief in ihr Herz, während der Mensch nur das äußere Erscheinungsbild der Leute sieht – das Dümmste an Antichristen ist, dass sie diese Tatsache weder anerkennen noch sehen können. Und so tun sie ihr Möglichstes, sich mit gutem Verhalten eine Fassade aufzubauen und sich zu verherrlichen, sodass andere Leute denken, dass sie leiden und Mühsal erdulden können sowie Leid, das gewöhnliche Menschen nicht ertragen können, dass sie Arbeit verrichten können, die gewöhnliche Menschen nicht verrichten können, um andere Leute denken zu lassen, dass sie Durchhaltevermögen besitzen, sie ihren eigenen Körper unterwerfen können und keine Rücksicht auf ihre eigenen fleischlichen Interessen oder ihren fleischlichen Genuss nehmen. Manchmal tragen sie sogar absichtlich ihre Kleidung so lange, bis sie schmutzig ist, und waschen sie nicht, ja, waschen sie nicht einmal, selbst wenn ihre Sachen anfangen zu riechen; was immer andere Leute dazu bringt, sie zu verehren, das tun sie. Je öfter sie unter Menschen sind, desto mehr tun sie alles, was sie können, um sich zu zeigen, damit andere Leute sehen, dass sie sich von gewöhnlichen Menschen unterscheiden, dass ihr Verlangen, sich für Gott aufzuwenden, größer ist als das gewöhnlicher Menschen, dass ihre Entschlossenheit zu leiden größer ist als die gewöhnlicher Menschen und dass ihr Durchhaltevermögen für das Ertragen von Leid größer ist als das gewöhnlicher Menschen. Das sind die Verhaltensweisen, die Antichristen unter diesen Umständen entwickeln, und hinter diesen Verhaltensweisen steht das tief in ihren Herzen verankerte Verlangen der Antichristen, von Menschen verehrt und geschätzt zu werden. Und wenn sie ihr Ziel erreichen, wenn sie hören, wie die Menschen sie loben, und sehen, wie die Menschen sie mit neidischen, bewundernden und anerkennenden Augen anblicken, dann empfinden sie in ihrem Herzen Freude und Genugtuung“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 10)). Anhand von Gottes Worten sah ich, dass die Disposition von Antichristen niederträchtig ist. Wenn sie mit Dingen konfrontiert werden, suchen sie nicht nach den Wahrheitsgrundsätzen oder danach, wie sie im Einklang mit Gottes Absichten handeln können. Stattdessen konzentrieren sie sich auf äußere Verhaltensweisen, disziplinieren ihre eigenen Körper, ertragen Leid und zahlen einen Preis, wobei sie äußerlich gutes Verhalten nutzen, um andere in die Irre zu führen. So ähnlich verhielt auch ich mich. Nachdem ich eine Zeit lang bis spät in die Nacht wach geblieben war und positive Rückmeldungen erhalten hatte, wobei die Brüder und Schwestern Besorgnis und sogar Bewunderung für mich zeigten, begann ich zu glauben, dass mein Leiden und der Preis, den ich zahlte, lohnenswert waren. Um mein Image als jemand, der eine Last trägt, aufrechtzuerhalten, verlängerte ich absichtlich meine Arbeitszeiten. Selbst wenn ich mich früher hätte ausruhen können, schob ich das Schlafengehen bis tief in die Nacht hinaus. Gott sagte, dass Antichristen vor anderen Menschen nur schauspielern und sich einzig dafür interessieren, ob ihre Handlungen gesehen werden und bei anderen einen guten Eindruck hinterlassen. Positive Dinge, wie beispielsweise die Effektivität oder Effizienz ihrer Arbeit, ziehen sie überhaupt nicht in Betracht. Exakt so war auch mein Verhalten. Vor kurzem wurde ich zurechtgestutzt, weil mir bei der Ausführung meiner Pflicht die Last fehlte und ich keine echte Arbeit geleistet hatte. Wenn ich wahrhaft Buße tun wollte, hätte ich über meine verdorbene Disposition nachdenken, mir überlegen müssen, wie ich die Arbeitseffizienz verbessern kann, und mich mehr um die Wahrheitsgrundsätze bemühen sollen. Stattdessen verlängerte ich rein äußerlich meine Arbeitszeiten, indem ich lange aufblieb, doch wenn ich spät nachts meine Pflicht tat, war ich kaum noch aufnahmefähig, und tagsüber fühlte ich mich benommen und konnte mich schlecht konzentrieren. Insgesamt war meine Arbeitseffizienz gering. Ich ließ jedoch außer Acht, ob die Arbeit des Hauses Gottes dadurch verzögert werden würde, und glaubte stattdessen, es sei schon genug, wenn ich nur bei den Brüdern und Schwestern ein gutes Image aufbauen könnte. Ich nutzte meine Pflichtausübung als Gelegenheit, um mich aufzuspielen und Bewunderung zu gewinnen. Ich arbeitete für Status, nicht um meine Pflichten zu erfüllen und Gott zufriedenzustellen. Meine Gedanken waren zu verachtenswert und niederträchtig. Darüber hinaus hegte ich noch einen viel verachtenswerteren Gedanken. Als ich zurechtgestutzt wurde, wusste ich, dass die Brüder und Schwestern sowie der obere Leiter darauf achteten, ob ich mich geändert hatte. Doch ich dachte, dass es zu anstrengend sei, echte Arbeit zu leisten und tatsächliche Probleme zu lösen, und vielleicht keine sofortigen Ergebnisse bringen würde, während es relativ einfach war, Leid zu ertragen und einen Preis zu zahlen, indem ich lange aufblieb. Selbst wenn ich meine Arbeit eines Tages nicht gut machen würde, würden sich die Brüder und Schwestern trotzdem für mich einsetzen, weil sie meine Bemühungen sahen – wenn auch nicht meine Erfolge. Auf diese Weise wäre es nicht allzu peinlich, selbst wenn ich entlassen werden würde. Zumindest würde jeder sehen, dass ich Leid ertragen konnte und bereit war, gute Arbeit zu leisten. Als ich über diese Gedanken und Absichten nachdachte, ekelte ich mich vor mir selbst. Durch mein früheres Versäumnis, echte Arbeit zu leisten, hatten sich bereits Aufgaben verzögert, und ich hätte entlassen werden sollen. Das Haus Gottes gab mir die Gelegenheit, mich weiter zu üben, doch ich tat weder Buße noch änderte ich mich. Stattdessen versuchte ich, andere durch oberflächliches Leiden in die Irre zu führen, was meine Fehler nur noch verschlimmerte. Auch wenn langes Aufbleiben andere vorübergehend in die Irre führen konnte, prüft Gott die Tiefen des menschlichen Herzens ganz genau. Wenn ich mich auf diese Weise verpackte und ausschmückte, würde Er nur Abscheu und Widerwillen empfinden. Darüber hinaus misst Gott die Fähigkeit der Leiter, echte Arbeit leisten zu können, nicht daran, ob sie lange aufbleiben oder viele Stunden arbeiten. Selbst wenn Leiter sehr lange arbeiten – wenn sie bei der Arbeit keine Probleme aufdecken und lösen können, nicht über die Wahrheit Gemeinschaft halten können, um den Brüdern und Schwestern zu helfen, Schwierigkeiten beim Lebenseintritt zu lösen, oder keine tatsächliche Wirksamkeit in ihrem Verantwortungsbereich erzielen können, dann gilt das nicht als echte Arbeit.
Später dachte ich erneut nach. Gott hat uns immer aufgefordert, einen normalen Schlafrhythmus einzuhalten und uns an den natürlichen Rhythmus unseres Körpers zu halten. Dennoch befolgte ich Gottes Worte nicht. Ich glaubte sogar, dass „Beuge dich einer Aufgabe und bemühe dich, dein Äußerstes zu tun, bis du stirbst“ etwas Bewundernswertes sei. Unermüdlich hielt ich an dieser Art der Pflichtausführung fest. Wo genau lag der Fehler in dieser Sichtweise? Ich suchte in Gottes Worten nach diesem Thema. Der Allmächtige Gott sagt: „Gott hat dir einen freien Willen gegeben, die Denkweise einer normalen Menschlichkeit und das Gewissen und die Vernunft, die ein Mensch haben sollte. Wenn du diese Dinge gut und richtig einsetzt, die Gesetze für das Überleben des physischen Körpers befolgst, dich angemessen um deine Gesundheit kümmerst, auf bodenständige Weise das tust, was Gott von dir fordert, und das erreichst, was Gott von dir verlangt, dann ist das genug, und es ist sehr einfach. Hat Gott von dir gefordert, dich einer Aufgabe zu beugen und dich zu bemühen, dein Äußerstes zu tun, bis du stirbst? Hat Er von dir verlangt, dich selbst zu foltern? (Nein.) Gott verlangt so etwas nicht. Die Menschen sollen sich nicht quälen, sondern einen gesunden Menschenverstand haben und die verschiedenen Bedürfnisse des Körpers richtig befriedigen. Trink Wasser, wenn du durstig bist, iss etwas, wenn du hungrig bist, ruh dich aus, wenn du müde bist, bewege dich ein bisschen, wenn du lange gesessen hast, geh zum Arzt, wenn du krank bist, halte drei Mahlzeiten am Tag ein, und führe das Leben einer normalen Menschlichkeit. Natürlich solltest du auch deinen Pflichten auf normale Weise nachkommen. Wenn deine Pflichten ein bestimmtes Fachwissen erfordern, von dem du nichts verstehst, solltest du es dir aneignen und dich darin üben. Das ist das normale Leben. Die verschiedenen Grundsätze der Praxis, die Gott den Menschen vorbringt, sind alles Dinge, die der Intellekt der normalen Menschlichkeit erfassen kann, Dinge, die die Menschen verstehen und akzeptieren können und die den Rahmen der normalen Menschlichkeit nicht im Geringsten überschreiten. Sie liegen alle im Rahmen menschlicher Möglichkeiten und überschreiten in keiner Weise die Grenzen des Angemessenen. Gott verlangt von den Menschen nicht, übermenschlich oder herausragend zu sein, während die Sprüche zum moralischen Verhalten die Menschen zwingen, danach zu streben, übermenschlich oder herausragend zu sein. Sie müssen sich nicht nur für die große Sache ihres Landes und ihrer Nation einsetzen, sondern sich auch der Aufgabe beugen und sich bemühen, ihr Äußerstes zu tun, bis sie sterben. Das zwingt sie dazu, ihr Leben aufzugeben, was den Anforderungen Gottes völlig zuwiderläuft. Wie ist Gottes Einstellung zum Leben der Menschen? Gott behütet die Menschen in jeder Situation, bewahrt sie davor, in Versuchung und andere gefährliche Situationen zu geraten, und schützt ihr Leben. Welches Ziel verfolgt Gott damit? Er will die Menschen dazu bringen, ein gutes Leben zu führen. Welchen Zweck verfolgt Er damit, die Menschen dazu zu bringen, ein gutes Leben zu führen? Er zwingt dich nicht, übermenschlich zu sein, alles unter dem Himmel im Herzen zu tragen, dich um Land und Volk zu sorgen, und noch viel weniger, Seinen Platz einzunehmen, um über alles zu herrschen, alles zu orchestrieren und über die Menschheit zu herrschen. Vielmehr verlangt Er von dir, dass du den angemessenen Platz eines geschaffenen Wesens einnimmst, die Pflichten eines geschaffenen Wesens erfüllst, die Pflichten ausführst, die Menschen ausführen sollen, und dass du tust, was Menschen tun sollen. Es gibt viele Dinge, die du tun solltest, aber dazu gehört nicht, über das Schicksal der Menschheit zu herrschen, alles unter dem Himmel im Herzen zu tragen oder die Menschheit, dein Heimatland, die Kirche, Gottes Willen oder Sein großes Vorhaben, die Menschheit zu retten, stets im Herzen zu haben. Diese Dinge gehören nicht dazu. Was also gehört zu den Dingen, die du tun solltest? Sie umfassen den Auftrag, mit dem Gott dich betraut, die Pflichten, die Gott dir überträgt, und alle Anforderungen, die das Haus Gottes in jedem Zeitraum an dich stellt. Ist das nicht einfach? Ist es nicht leicht zu tun? Es ist sehr einfach und leicht zu tun. Aber die Menschen missverstehen Gott immer und denken, Er nehme sie nicht ernst. Es gibt Leute, die denken: ‚Menschen, die an Gott glauben, sollten sich selbst nicht so wichtig nehmen, sie sollten nicht so sehr mit ihrem physischen Körper beschäftigt sein, und sie sollten mehr leiden und abends nicht zu früh zu Bett gehen, denn es könnte sein, dass es Gott unglücklich macht, wenn sie zu früh zu Bett gehen. Sie sollten früh aufstehen und spät zu Bett gehen und sich die ganze Nacht abmühen, um ihre Pflicht zu tun. Selbst wenn sie keine Ergebnisse erzielen, müssen sie bis zwei oder drei Uhr morgens aufbleiben.‘ Das führt dazu, dass sich solche Menschen bis zur völligen Erschöpfung abrackern, sodass selbst das Gehen eine große Anstrengung ist, und dann behaupten sie, die Ausführung ihrer Pflichten würde sie so erschöpfen. Liegt die Ursache dafür nicht in der Dummheit und Unwissenheit der Menschen? Es gibt andere, die denken: ‚Gott ist nicht glücklich, wenn wir etwas Besonderes und Schönes tragen, und Er ist auch nicht glücklich, wenn wir jeden Tag Fleisch essen und leckere Speisen verzehren. In Gottes Haus können wir uns nur unserer Aufgabe beugen und uns bemühen, unser Äußerstes zu tun, bis wir sterben‘, und sie meinen, weil sie an Gott glauben, müssten sie ihre Pflicht ausführen bis zum Tod, sonst würde Gott sie nicht verschonen. Ist das tatsächlich der Fall? (Nein.) Gott verlangt von den Menschen, dass sie ihre Pflicht mit Verantwortung und Loyalität ausführen, aber Er zwingt sie nicht, ihren Körper zu strapazieren, und noch viel weniger verlangt Er von ihnen, nachlässig zu sein oder Zeit zu vertrödeln. Wie Ich festgestellt habe, richten manche Leiter und Mitarbeiter es so ein, dass die Leute ihre Pflichten auf diese Weise ausführen, ohne Effizienz zu verlangen, sondern nur die Zeit und Energie der Leute verschwenden. Tatsache ist, dass sie das Leben der Menschen vergeuden. Letztendlich entwickeln manche Leute gesundheitliche Probleme, haben Rückenschmerzen, ihre Knie tun weh und ihnen wird schwindlig, wenn sie auf einen Computerbildschirm schauen. Wie kann das sein? Wer hat das verursacht? (Sie haben es selbst verursacht.) Gottes Haus verlangt, dass jeder spätestens um 22 Uhr zur Ruhe kommt, aber manche Menschen gehen erst um 23 oder 24 Uhr ins Bett, was die Ruhe anderer beeinträchtigt. Manche werfen denjenigen, die sich normal ausruhen, sogar vor, sie würden nur die Annehmlichkeiten des Lebens begehren. Das ist falsch. Wie kann man gute Arbeit leisten, wenn der Körper nicht gut ausgeruht ist? Was sagt Gott zu diesem Thema? Wie ist es in Gottes Haus geregelt? Alles sollte im Einklang mit den Worten Gottes und den Bestimmungen des Hauses Gottes geschehen, nur das ist richtig. Manche Leute haben ein absurdes Verständnis, verfallen immer in Extreme und schränken andere sogar ein. Das entspricht nicht den Wahrheitsgrundsätzen. Manche Leute sind einfach nur lächerliche Dummköpfe ohne jegliches Unterscheidungsvermögen, und sie denken, um ihre Pflichten zu tun, müssten sie lange aufbleiben, auch wenn sie gar nicht mit der Arbeit beschäftigt sind; sie dürften nicht schlafen, wenn sie müde sind, dürften niemandem sagen, wenn sie krank sind, und, noch schlimmer, sie dürften nicht zum Arzt gehen, was sie als Zeitverschwendung betrachten, die die Ausführung ihrer Pflichten verzögert. Ist diese Sichtweise richtig? Warum kommen Gläubige nach dem Anhören so vieler Predigten immer noch zu solch absurden Ansichten? Wie sind die Arbeitsanordnungen im Hause Gottes geregelt? Man muss pünktlich um 22 Uhr schlafen gehen und um 6 Uhr morgens aufstehen, und man muss dafür sorgen, dass man acht Stunden Schlaf bekommt. Darüber hinaus wird sogar immer wieder betont, dass man auf seine Gesundheit achten, nach der Arbeit Sport treiben und sich gesund ernähren und einer gesunden Routine folgen muss, um gesundheitliche Probleme bei der Ausführung seiner Pflicht zu vermeiden. Doch manche Leute kapieren es einfach nicht, sie können Grundsätze oder Regeln nicht einhalten, bleiben unnötig lange auf und ernähren sich falsch. Sobald sie krank werden, können sie ihre Pflicht nicht mehr ausführen, und dann ist jede Reue sinnlos“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (12)). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass Gottes Anforderungen an die Menschen sehr praktisch sind – wenn du hungrig bist, iss; wenn du müde bist, ruh dich aus; wenn du krank bist, suche ärztliche Hilfe. Gott verlangt von den Menschen nicht, bei der Ausführung ihrer Pflichten übermenschlich zu sein oder den normalen Rhythmus des Körpers zu missachten. Aufgrund meines abwegigen und absurden Verständnisses dachte ich jedoch, dass frühes Schlafen Faulheit sei, während bis tief in die Nacht zu arbeiten und den Schlaf zu vernachlässigen, die treue Ausführung der Pflicht darstelle. Von Kindheit an hatten uns Schulen und die Gesellschaft beigebracht, von den Vorbildern harter Arbeit in der Gesellschaft zu lernen. Einige von ihnen blieben Dutzende von Stunden unerschütterlich auf ihrem Posten, brachen schließlich vor Erschöpfung zusammen, und einige starben sogar plötzlich an ihrem Arbeitsplatz. Ihr Geist der Hingabe wurde von späteren Generationen gelobt und bewundert. Ich hatte diese fehlerhafte Sichtweise angenommen und wollte beweisen, dass ich eine Last für meine Pflicht trug, indem ich lange aufblieb. Doch in Wirklichkeit fing mein Herz gegen elf oder zwölf Uhr nachts an, stark zu klopfen. Am nächsten Morgen wachte ich mit einem schweren Kopf und einem trägen Körper auf. Ich brauchte eine ganze Weile, bevor ich richtig in Schwung und in einen arbeitsfähigen Zustand kam. Da ich mich nicht richtig konzentrieren konnte, stieg meine Fehlerquote bei meinen Pflichten, und meine Arbeitseffizienz war nicht hoch. Und da ich spät aufstand, ließ ich meine Andachten ausfallen und begann direkt mit der Arbeit. Jeden Tag versäumte ich es, über die Verdorbenheit nachzudenken, die ich offenbarte, oder die Abweichungen bei der Ausführung meiner Pflicht zu resümieren. Ich tat meine Pflicht in einem Zustand des Schuftens, ohne Lebenseintritt, und die Wirksamkeit meiner Leistung verschlechterte sich zunehmend. Um die Bewunderung anderer zu gewinnen, blieb ich diese zusätzlichen zwei oder drei Stunden länger wach. Jedoch verbesserte sich meine Arbeitseffizienz nicht wesentlich, und auf lange Sicht verschlechterte sich meine Gesundheit. Mir wurde klar, dass langes Aufbleiben, um meine treue Pflichtausführung zu beweisen, der törichtste und verdrehteste Weg überhaupt war. Mir wurde auch klar, dass die Gedanken, die Satan den Menschen einflößt, wie „Beuge dich einer Aufgabe und bemühe dich, dein Äußerstes zu tun, bis du stirbst“ und „Die Seidenraupen spinnen im Frühling, bis sie sterben, und die Kerzen weinen ihre Dochte fort“, alle schädlich für die Menschen und zerstörerisch für ihr Leben sind. Nur Gott schätzt und hütet das menschliche Leben, legt normale Arbeits- und Ruhezeiten fest und lässt die Menschen nach normalen Regeln leben und arbeiten. Darin liegt Gottes Liebe. Gott verlangt von den Menschen, die Pflicht eines geschaffenen Wesens in Treue zu erfüllen. Bei dieser Treue geht es nicht darum, unseren Körper bis zur Krankheit und Erschöpfung zu treiben; stattdessen hofft Gott, dass wir unsere Pflichten mit ganzem Herzen und aller Kraft tun, die Wahrheit suchen und nach Grundsätzen handeln sowie darauf achten können, unsere verdorbenen Dispositionen zu prüfen. Was ich jedoch manifestierte, war törichte Treue, einfach gutes Verhalten, das so verpackt war, dass es die Menschen in die Irre führte. Als ich das verstand, empfand ich noch mehr Reue und fühlte mich in der Schuld. Ich durfte diese Art von falscher Motivation bei der Ausführung meiner Pflicht nicht weiter beibehalten.
Am nächsten Tag plante ich meinen Arbeitsplan neu, ging früh ins Bett und stand früh auf und machte morgens und abends Sport. Nachdem ich das eine Weile ausprobiert hatte, verschwanden mein Herzklopfen und mein beschleunigter Herzschlag praktisch vollständig. Wenn ich morgens früh aufstand, konnte ich mir außerdem Zeit für Andachten nehmen und Artikel über Erfahrungszeugnisse schreiben; und auch mein Herz kam mehr zur Ruhe. Durch sinnvolle Zeitplanung verbesserte sich meine Arbeitseffizienz, und auch mein geistiger Zustand verbesserte sich sehr. Dank sei Gott!