82. Die Reue nach der Entlassung

Von Zhuo Jing, China

Im November 2020 diente ich in der Kirche als Leiterin und arbeitete mit der neu gewählten Schwester Wang Chen zusammen. Damals kam es in der Kirche zu Verhaftungen durch die KPCh; einige Brüder und Schwestern wurden festgenommen, und es gab Nacharbeiten zu erledigen. Deswegen war ich jeden Tag sehr beschäftigt. Ich hatte kein gutes Arbeitsvermögen und war gesundheitlich auch nicht ganz auf der Höhe, deshalb fühlte ich mich ziemlich unter Druck gesetzt und dachte: „Bei meinem Arbeitstempo und all den Aufgaben, die jeden Tag zu erledigen sind, wie viel Zeit und Energie wird das alles kosten? Mein Körper ist schwach. Werde ich das auf Dauer durchhalten können?“ Mit diesem Gedanken im Hinterkopf begann ich, meine Pflichten oberflächlich zu tun, und ich gab mir nicht mehr so viel Mühe bei den Aufgaben, um die ich mich hätte kümmern sollen. Ich war hauptsächlich für die Evangeliums- und Bewässerungsarbeit verantwortlich, und zu dieser Zeit mussten wir Evangeliumsarbeiter und Bewässerer fördern. Ich wusste, dass diese Arbeit dringend umgesetzt werden musste, aber dafür hätten wir erst geeignete Leute finden und uns überlegen müssen, wie man sie am besten schult und mit ihnen Gemeinschaft hält. Das hätte viel Mühe und Energie gekostet, also verfolgte ich die Einzelheiten nicht nach, sondern überließ es einfach den Evangeliums- und Bewässerungsdiakonen. Ein anderes Mal, als ich über die Arbeit berichtete, bemerkte ich einige Abweichungen und Probleme. Ich wusste, ich musste schnell Gemeinschaft halten und sie lösen, um eine Verzögerung der Arbeit zu vermeiden. Aber bei dem Gedanken, für jedes Problem die richtigen Grundsätze der Praxis und Lösungen zu finden, was ja viel Zeit und Mühe kosten würde, wurde mir das alles zu viel. Ich wollte mich dem nicht stellen und suchte mir stattdessen leichtere Aufgaben aus. Später bemerkte Wang Chen diese Probleme und ergriff die Initiative, Gemeinschaft zu halten und sie zu lösen, wodurch Verzögerungen verhindert wurden. Es gab auch Bereinigungsarbeiten, bei denen ich Unterlagen überprüfen musste, um zu entscheiden, wer entfernt werden sollte. Aber ich wollte mich nicht plagen und schob es so lange wie möglich vor mir her. Manchmal, wenn es viele Unterlagen gab, wollte ich nicht viel Energie aufwenden oder sie sorgfältig prüfen, und einmal hätte ich deswegen beinahe jemanden entfernt, der die Voraussetzungen für eine Entfernung gar nicht erfüllte. Wenn ich merkte, dass Brüder und Schwestern, die Pflichten mit Einzelaufgaben erledigten, sich nicht so abmühen oder verausgaben mussten, wurde ich neidisch und dachte, dass es zu anstrengend und hektisch sei, eine Leiterin zu sein, und ich fragte mich, was ich tun würde, wenn ich mich völlig verausgaben würde. Besonders wenn die Schwierigkeiten zunahmen, wurde ich noch gereizter und wollte vor diesen Aufgaben fliehen. Als ich sah, dass die, die entlassen worden waren, zu Hause ihre geistlichen Andachten halten konnten, fragte ich mich, wann auch ich mich zu Hause ausruhen könnte, um nicht mehr über diese Probleme nachdenken oder dieses Leid ertragen zu müssen. Aber dann dachte ich darüber nach, dass nur wir beide für die Arbeit der Kirche verantwortlich waren, dass Wang Chen gerade erst gewählt worden war und dass so viel Arbeit zu erledigen war. Wenn ich sagen würde, dass ich meine Pflichten nicht tun würde, würde das zeigen, dass ich kein Gewissen hätte. Bei diesem Gedanken fühlte ich mich etwas schuldig. Aber wenn der Arbeitsdruck hoch war, konnte ich mein Fleisch trotzdem nicht überwinden und wollte meine Pflichten nicht tun. Eine Schwester bemerkte meine passive Haltung bei der Pflichtausführung und wies mich darauf hin, dass ich keine Last trug und meinem Fleisch nachgab. Ich war etwas bekümmert und dachte, ich sollte meine Pflichten nicht auf diese Weise behandeln, aber danach lebte ich unwillkürlich immer noch in meinem Fleisch und empfand diese Pflicht als zu schmerzhaft und anstrengend.

Später meldete mich eine Schwester, und nachdem die höhere Leitung die Situation überprüft und untersucht hatte, entließen sie mich aufgrund meines durchgängigen Verhaltens. Die Leiterin las mir einen Abschnitt aus Gottes Worten vor: „Wenn Menschen in ihrem Glauben an Gott Ihm nicht ihr Herz geben, wenn ihr Herz nicht bei Ihm ist und sie Seine Last nicht als ihre eigene behandeln, dann ist alles, was sie tun, Betrug an Gott, ein Handeln, das für religiöse Menschen typisch ist, und Gott wird es nicht loben. Gott kann von solchen Personen nichts gewinnen, sie können nur als Kontrastfigur für Sein Werk dienen. Diese Menschen sind wie Dekorationen in Gottes Haus – sie sind Platzhalter und sie sind Abfall, und Gott verwendet sie nicht. Nicht nur, dass der Heilige Geist keine Möglichkeit hat, in ihnen zu wirken, es liegt kein Wert darin, sie zu vervollkommnen. Diese Art von Person ist ein regelrechter wandelnder Leichnam. Es gibt keinen Teil an ihnen, den der Heilige Geist verwenden kann – Satan hat sie völlig dominiert und zutiefst verdorben. Gott wird diese Menschen verstoßen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Es ist sehr wichtig, eine normale Beziehung zu Gott aufzubauen). Als ich sah, wie Gott mich mit den Worten „Kontrastfigur“, „Dekorationen“ und „Abfall“ entlarvte, fühlte ich mich wirklich tief getroffen und elend. Seit ich Leiterin geworden war, hatte ich meine Pflichten nie wirklich von Herzen angenommen. Ich gab immer meinem Fleisch nach und vernachlässigte viele konkrete Aufgaben. Ich war nur eine Leiterin dem Namen nach gewesen, die keinerlei positiven Zweck erfüllte. Ich erkannte, dass ich Abfall war, eine falsche Leiterin, die keine echte Arbeit leistet. Ich hatte meine Pflichten zwar angenommen, war aber unverantwortlich gewesen, beklagte mich immer über Mühsal und Erschöpfung und wollte mir keine Mühe geben. Und wenn die Arbeitslast zunahm, spürte ich Widerstand. Ich hatte meine Verantwortung nicht erfüllt und meine Pflichten nicht gut gemacht. Das hatte die Arbeit verzögert. Die Art, wie ich meine Pflichten behandelte, war ein Verrat an Gott und ein Widerstand gegen Gott! Ich beneidete sogar diejenigen, die entlassen worden waren, und dachte, wenn ich entlassen würde, müsste ich nicht so beschäftigt sein. Jetzt hatte ich bekommen, was ich mir gewünscht hatte. Nun, da ich entlassen war, konnte ich zu Hause bleiben und musste im Fleisch nicht leiden. Aber mein Herz war in Finsternis. Ich hatte das Gefühl, Gott hätte mich beiseitegelegt und würde mir gleich den Rücken kehren, und ich fühlte mich sehr unruhig. In diesem Moment begann ich, Angst zu bekommen, und wollte zu Gott umkehren.

Später suchte ich gezielt nach relevanten Worten Gottes, um meine Probleme anzugehen, indem ich Seine Worte aß und trank. Ich stieß auf zwei Abschnitte von Gottes Worten, die mich tief bewegten. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du wirklich Verantwortungsbewusstsein hast, dann zeigt das, dass du Gewissen und Vernunft besitzt. Egal wie groß oder klein die Aufgabe ist, egal wer dir diese Aufgabe zuteilt, ob Gottes Haus dich damit betraut oder ein Leiter oder Arbeiter der Kirche sie dir zuteilt, deine Einstellung sollte wie folgt sein: ‚Da mir diese Pflicht zugeteilt worden ist, erhöht mich Gott und erweist mir Gnade. Ich sollte sie nach den Wahrheitsgrundsätzen gut erledigen. Obwohl mein Kaliber durchschnittlich ist, bin ich bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und alles dafür zu geben, um es gut zu machen. Wenn ich schlechte Arbeit leiste, sollte ich die Verantwortung dafür übernehmen, und wenn ich gute Arbeit leiste, ist das nicht mein Verdienst. Das sollte ich tun.‘ Warum sage Ich, dass es eine Frage des Grundsatzes ist, wie man mit seiner Pflicht umgeht? Wenn du wirklich Verantwortungsbewusstsein hast und ein verantwortungsvoller Mensch bist, dann wirst du imstande sein, die Arbeit der Kirche auf dich zu nehmen, und die Pflicht zu erfüllen, die du tun sollst. Wenn du deine Pflicht auf die leichte Schulter nimmst, dann ist deine Meinung zum Glauben an Gott falsch, und deine Einstellung zu Gott und deiner Pflicht ist problematisch. Deine Ansicht zu deiner Pflicht besteht darin, sie oberflächlich auszuführen und dich einfach durchzuwurschteln. Ob es sich dabei um etwas handelt, was du bereitwillig tust oder nicht, um etwas, worin du gut bist oder nicht, du gehst es immer mit der Einstellung an, einfach vor dich hin zu wurschteln, also bist du als Leiter oder Mitarbeiter nicht geeignet und hast es nicht verdient, Kirchenarbeit zu verrichten. Außerdem, um es sehr unverblümt zu sagen, sind Menschen wie du Taugenichtse, dazu bestimmt, nichts zu erreichen, und einfach nutzlose Menschen(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). „Faule Menschen können gar nichts tun. Um es in zwei Worten zusammenzufassen: Sie sind nutzlose Menschen. Sie haben eine Behinderung zweiter Klasse. Es spielt keine Rolle, wie gut das Kaliber fauler Menschen ist, es ist nichts weiter als Augenwischerei; auch wenn sie über ein gutes Kaliber verfügen, nützt das nichts. Sie sind zu faul – sie wissen, was sie tun sollten, aber sie tun es nicht, und obwohl sie wissen, dass etwas ein Problem darstellt, suchen sie nicht nach der Wahrheit, um es zu lösen, und obwohl sie wissen, welche Mühsal sie erleiden sollten, um bei ihrer Arbeit effektiv zu sein, sind sie nicht bereit, diese lohnende Mühsal zu ertragen – so können sie weder irgendwelche Wahrheiten gewinnen noch wirkliche Arbeit leisten. Sie wollen die Mühsal nicht ertragen, die Menschen ertragen sollten. Sie wissen nur, wie man sich der Bequemlichkeit hingibt und Zeiten der Freude und Muße und ein freies und entspanntes Leben genießt. Sind sie nicht nutzlos? Menschen, die keine Mühsal ertragen können, verdienen es nicht, zu leben. Diejenigen, die immer das Leben eines Parasiten führen möchten, sind Menschen ohne Gewissen oder Vernunft. Sie sind Bestien, und solche Menschen sind nicht einmal dazu geeignet, zu schuften. Weil sie keine Mühsal ertragen können, sind sie nicht in der Lage, es gut zu tun, selbst wenn sie schuften. Und wenn sie die Wahrheit erlangen möchten, besteht noch weniger Hoffnung darauf. Wer nicht leiden kann und die Wahrheit nicht liebt, ist ein nutzloser Mensch; er ist nicht einmal qualifiziert, zu schuften. Er ist eine Bestie, ohne jeden Funken Menschlichkeit. Solche Menschen müssen ausgemustert werden; nur das entspricht Gottes Absicht(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). In Gottes Worten werden zwei Arten von Menschen und ihre unterschiedlichen Haltungen zu ihren Pflichten erwähnt: Die eine Art passt unabhängig von ihrem Kaliber zuerst ihre Denkweise an, nimmt sich ihre Pflichten zu Herzen, und gibt ihr Bestes, um zusammenzuarbeiten und ihre Pflichten gemäß Gottes Anforderungen zu tun. Das sind Menschen mit Menschlichkeit und Vernunft. Die andere Art weiß nur, wie man sich dem körperlichen Komfort hingibt. Diese Menschen wollen kein Leid ertragen, und wenn die Arbeit hektisch oder anstrengend wird, wollen sie weglaufen und faulenzen. Solche Menschen können, selbst wenn sie Kaliber haben, ihre Pflichten nicht gut tun. Diese Personen haben Charakterprobleme, sind zu nichts fähig und sind Abfall. Sie werden schlussendlich von Gott offenbart und ausgemustert. Als ich mein eigenes Verhalten vor diesem Hintergrund betrachtete, erkannte ich, dass ich zu den faulen Menschen und zu dem Abfall gehörte, die Gott entlarvt. Seit ich Leiterin geworden war, wurde ich gereizt, wenn der Arbeitsdruck zunahm und Mühe und Opfer erforderte beklagte mich und sorgte mich darum, dass mein Körper erschöpft wurde. Ich nahm eine oberflächliche Haltung gegenüber meinen Pflichten ein und zögerte so viel wie möglich hinaus. Ich trug keine Last und kein Verantwortungsbewusstsein für die Evangeliums- und Bewässerungsarbeit, für die ich hauptsächlich verantwortlich war, noch verfolgte ich die Arbeit der Förderung von Evangeliumsarbeitern und Bewässerern nach oder setzte sie um, was den Fortschritt der Evangeliumsarbeit verzögerte. Wenn ich über die Arbeit berichtete, machte ich mir nicht die Mühe, die Grundsätze der Praxis zu suchen, um Gemeinschaft zu halten und die von mir entdeckten Probleme zu lösen. Ich war auch unverantwortlich und gab meinem Fleisch nach, als ich bei der Bereinigungsarbeit der Kirche mitwirkte, und da ich die Unterlagen für die Entfernung von Personen nicht sorgfältig prüfte, hätte ich beinahe jemanden entfernt, der gar nicht hätte entfernt werden dürfen. Aufgrund meines durchgängigen Verhaltens bei meinen Pflichten war ich tatsächlich die Art von Person, die Gott als jemand mit Charakterproblemen entlarvt. Ich nahm keine Rücksicht auf Gottes Absichten, wahrte nicht die Interessen der Kirche und war eine falsche Leiterin, die keine echte Arbeit leistete. Unabhängig davon, wie beschäftigt ich mit meinen Pflichten oder wie wichtig die Arbeit war, wollte ich nur mein Fleisch zufriedenstellen. Wenn es etwas mehr Arbeit als gewöhnlich gab, beklagte ich mich, jammerte und benutzte oft meine schlechte Gesundheit als Ausrede, um mich vor meinen Pflichten zu drücken. Am Ende hatte ich keine meiner Verantwortlichkeiten erfüllt und die Arbeit verzögert. Selbst meine Schufterei entsprach nicht den Anforderungen. Obwohl meine Gesundheit nicht die beste war, hatte ich keine ernsthafte Krankheit, und wenn ich mehr Mühe in meine Pflicht investieren würde, konnte ich es trotzdem schaffen. Früher, als ich die richtige Einstellung zu meinen Pflichten hatte, konnte ich mich in schwierigen Situationen auf Gott verlassen, um mitzuarbeiten, und war in der Lage, einige Probleme bei meiner Arbeit zu lösen und Probleme zutreffend einzuschätzen. Aber später lebte ich in einem Zustand, in dem ich meinem Fleisch nachgab, und wenn ich auf Aufgaben stieß, die Mühe und Opfer erforderten, wollte ich sie vermeiden. Ich übernahm nicht die Aufgaben, die ich tun musste, und allmählich wurde mein Geist immer gefühlloser. Ich war nicht nur unfähig, die Probleme zu erkennen, sondern verzögerte auch die Arbeit. Gott nutzte meine Brüder und Schwestern, um mich zu melden, und am Ende wurde ich entlassen; dies offenbarte Gottes Gerechtigkeit. Ich hatte meine Integrität und Würde vollständig verloren – die Menschen mochten mich nicht, Gott blickte nicht wohlwollend auf mich, und ich konnte nicht einmal die Pflichten tun, zu denen ich fähig war. Ich war wirklich Abfall und eine nicht vertrauenswürdige Person.

Dann suchte ich weiter und fragte mich: „Warum gebe ich mich immer dem Komfort hin und führe meine Pflichten nicht gut aus? Was werden die Konsequenzen sein, wenn ich übermäßig auf mein Fleisch Rücksicht nehme?“ Eines Tages las ich zwei Abschnitte von Gottes Worten, die mir halfen, die Wurzel dieses Problems zu finden. Der Allmächtige Gott sagt: „Bevor die Menschen Gottes Werk erfahren und die Wahrheit verstehen, ist es Satans Natur, die das Kommando übernimmt und sie von innen heraus beherrscht. Was beinhaltet diese Natur im Einzelnen? Warum bist du zum Beispiel selbstsüchtig? Warum verteidigst du deinen eigenen Status? Warum bist du so sehr von deinen Gefühlen beeinflusst? Warum magst du jene ungerechten Dinge und jene bösen Dinge? Was ist die Grundlage dafür, dass du solche Dinge magst? Woher kommen diese Dinge? Warum magst und akzeptierst du sie? Inzwischen habt ihr alle verstanden: Der Hauptgrund ist, dass Satans Gifte im Menschen sind. Was also sind Satans Gifte? Wie äußern sie sich? Wenn du zum Beispiel fragst, ‚Wie sollten die Menschen leben? Wofür sollten die Menschen leben?‘, werden alle antworten, ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘. Allein diese einfache Redensart drückt die eigentliche Wurzel des Problems aus. Satans Philosophie und Logik sind zum Leben der Menschen geworden. Was es auch sein mag, wonach die Menschen streben, sie tun es tatsächlich für sich selbst – und deshalb leben sie alle für sich selbst. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ – das ist die Lebensphilosophie des Menschen, und es repräsentiert auch die menschliche Natur. Diese Worte sind zur Natur der verdorbenen Menschheit geworden und sie beschreiben zutreffend die satanische Natur der verdorbenen Menschheit. Diese satanische Natur ist gänzlich zur Grundlage der Existenz der verdorbenen Menschheit geworden. Seit mehreren tausend Jahren und bis heute lebt die verdorbene Menschheit nach diesem Gift Satans(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man den Weg des Petrus beschreitet). „Je mehr du das Fleisch befriedigst, umso mehr Freiheiten nimmt es sich; wenn du es diesmal befriedigst, wird es das nächste Mal nach mehr verlangen. Solange dies weitergeht, werden die Menschen das Fleisch noch mehr lieben. Das Fleisch hat immer extravagante Wünsche und bittet dich stets, es zu befriedigen und ihm im Innern gefällig zu sein, sei es bei den Dingen, die du isst, was du trägst oder wenn du die Beherrschung verlierst oder wenn du deinen eigenen Schwächen und deiner eigenen Faulheit nachgibst … Je mehr du das Fleisch befriedigst, umso größer werden seine Verlangen und umso ausschweifender wird das Fleisch, bis es an den Punkt gelangt, an dem das Fleisch der Menschen noch tiefere Auffassungen beherbergt und sich gegen Gott auflehnt, sich selbst erhöht und über das Werk Gottes in Zweifel gerät. Je mehr du das Fleisch befriedigst, umso größer die Schwächen des Fleisches; du wirst stets das Gefühl haben, dass niemand Rücksicht auf deine Schwächen nimmt; du wirst immer glauben, dass Gott zu weit gegangen ist, und du wirst sagen: ‚Wie kann Gott nur so hart sein? Warum gönnt Er den Menschen keine Pause?‘ Wenn die Menschen das Fleisch zufriedenstellen und sich ihm allzu sehr hingeben, dann richten sie sich selbst zugrunde. … Man sagt, dass es einst einen Bauern gab, der eine Schlange sah, die steif gefroren auf der Straße lag. Der Bauer hob sie auf und hielt sie an seine Brust, und nachdem wieder Leben in die Schlange gekommen war, biss sie den Bauern und er starb. Das Fleisch des Menschen ist wie die Schlange: Es ist seine Substanz, dem Leben des Menschen zu schaden – und wenn es sich komplett durchsetzt, wird dein Leben verwirkt sein. Das Fleisch ist des Satans. Es hegt immer extravagante Verlangen; es denkt immer an sich selbst, sehnt sich immer nach einem leichten Leben und möchte der Bequemlichkeit frönen, ohne jegliche Sorge oder ein Gefühl der Dringlichkeit, und es suhlt sich in Faulheit, und wenn du es bis zu einem gewissen Punkt zufriedenstellst, wird es dich letztendlich verschlingen. Das heißt, wenn du es diesmal zufriedenstellst, wird es beim nächsten Mal auch Befriedigung verlangen. Es hat immer extravagante Verlangen und neue Forderungen und nutzt es aus, dass du dem Fleisch nachgibst, damit du es umso mehr hegst und pflegst und in seinen Annehmlichkeiten lebst – und wenn du es nie überwinden kannst, wirst du dich letztendlich selbst zugrunde richten(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich: Der Grund, warum ich so verkommen gelebt und meinem Fleisch nachgegeben hatte, war, dass satanische Gifte wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ und „Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst“ tief in mir verwurzelt waren. Ich betrachtete den Genuss des fleischlichen Komforts als mein Lebensziel und dachte, zu leben bedeute, sich selbst gut zu behandeln und seinem Fleisch ein bequemes Leben zu ermöglichen. Wenn meine Pflichten etwas Druck mit sich brachten und mehr Nachdenken erforderten, wurde ich unwillig. Ich sträubte mich auch gegen Leid und Mühsal für meinen Körper, da ich das Gefühl hatte, dadurch einen Verlust zu erleiden. Zum Beispiel erforderte das Zusammenfassen und Lösen von Problemen Zeit und Mühe, also schob ich diese Aufgaben beiseite und wählte leichtere, ohne im Geringsten zu bedenken, ob es die Arbeit beeinträchtigen würde, wenn ich diese Probleme nicht zeitnah anging. Dasselbe galt für die Mitwirkung an der Bereinigungsarbeit. Weil ich meinem Fleisch nachgab, war ich bei der Überprüfung der Unterlagen zur Entfernung von Personen nicht gewissenhaft und hätte beinahe jemanden entfernt, der nicht hätte entfernt werden dürfen. In welcher Weise tat ich denn meine Pflichten? Ich vollbrachte doch einfach nur böse Taten! Aber ich dachte nicht über meine Probleme nach, und wenn die Arbeit mehr wurde, beklagte ich mich. Ich hoffte sogar, entlassen zu werden, damit ich mir keine Sorgen machen oder so viel tun müsste. Ich gab immer meinen Schwächen nach und dachte immer an mein Fleisch. Mir wurde bewusst, wie sehr ich von satanischen Giften geschädigt worden war und wie ich immer verkommener wurde. Ich war egoistisch und hinterlistig geworden und hatte keine Menschlichkeit mehr. Ich hatte die Gelegenheit, eine Leiterin zu sein, was bedeutete, mit mehr Menschen, Ereignissen und Dingen in Kontakt zu kommen, mehr Wahrheitsgrundsätze zu suchen und in mehr Wahrheitsgrundsätze einzutreten, und auch zu lernen, wie man Menschen unterscheidet. Daneben wurden auch meine Verdorbenheit und meine Mängel offenbart, was mich dazu veranlassen sollte, über mich selbst nachzudenken, die Wahrheit zu praktizieren und meine verderbte Disposition zu ändern. Aber ich strebte nicht nach der Wahrheit. Ich lebte gemäß der egoistischen und verachtenswerten Disposition Satans, gab mich dem Komfort hin, war bei meinen Pflichten unverantwortlich und gab wiederholt meinem Fleisch nach, wodurch die Arbeit verzögert wurde. Als Gott die Brüder und Schwestern benutzte, um mich zu korrigieren und mit mir Gemeinschaft zu halten, stellte ich mich stur und weigerte mich, es anzunehmen. Das Ergebnis war, dass ich meine Hauptarbeit nicht gut machte und die Arbeit verzögerte. Die Art, wie ich meine Pflichten behandelte, führte zu Verfehlungen und bösen Taten! In diesem Moment erkannte ich, dass es wirklich mir selbst und anderen schadet, bei der Pflichtausführung dem Fleisch nachzugeben und sich dem Komfort hinzugeben. Und wenn ich diese verderbte Disposition nicht ablegte und meine Pflichten weiterhin so nachlässig und unverantwortlich wie bisher ausführte, immer mit dem Ziel, bequem zu leben, würde ich am Ende nur noch mehr Böses tun und schließlich von Gott verschmäht und ausgemustert werden. Nachdem ich den Schaden und die Konsequenzen des Sich-Hingebens an den Komfort bei meinen Pflichten gesehen hatte, betete ich zu Gott und drückte meinen Wunsch aus, nicht länger so rebellisch zu sein, sondern vor Gott Buße tun zu wollen.

Später verbesserte sich mein Zustand etwas, und ich wurde erneut zur Kirchenleiterin gewählt. Ich wusste, dies war eine von Gott gegebene Gelegenheit zur Reue, und ich war Gott sehr dankbar. Ich fasste den Entschluss, die richtige Einstellung zu haben und meine Pflichten gut zu tun. Zu dieser Zeit war ich hauptsächlich für die Evangeliumsarbeit verantwortlich. Da ich gerade an einem neuen Ort angekommen war, war ich mit der Lage in allen Bereichen unvertraut, also musste ich, um die Arbeit gut zu machen, einen höheren Preis zahlen. Nach einer Weile der Mitwirkung fühlte ich mich etwas überfordert, besonders da ich viele Aufgaben hatte, die ich täglich nachverfolgen musste. Wenn es um das Leid meines Fleisches ging, dachte ich, es wäre einfach besser, eine Einzelaufgabe zu erledigen, da ich dann nicht so viel nachdenken und mir nicht so viel Mühe geben müsste. Als diese Gedanken aufkamen, erkannte ich, dass mein Zustand nicht in Ordnung war, also betete ich bewusst zu Gott. Später las ich, dass Gottes Worte sagen: „Wenn ihr an Gott glaubt und Seine Errettung erlangen wollt, müsst ihr eure Pflicht gut ausführen. Erstens müsst ihr bei der Ausführung eurer Pflicht Verantwortungsbewusstsein entwickeln und euer Bestes geben. Wenn Gott euch als gute Menschen sieht, habt ihr die Hälfte des Weges geschafft. Wenn ihr bei der Ausführung eurer Pflicht in der Lage seid, nach der Wahrheit zu streben, und wenn ihr, egal, wie viel Verdorbenheit offenbart wird oder wie viele Schwierigkeiten euch begegnen, immer noch die Wahrheit suchen könnt, um diese Schwierigkeiten zu lösen, und wenn ihr eine Haltung der Akzeptanz und Unterwerfung einnehmt, wenn man euch zurechtstutzt, dann bleibt eure Hoffnung, Gottes Errettung zu erlangen, in vollem Maße bestehen. Von Gott als jemand gesehen zu werden, der nach der Wahrheit strebt, ist eine hohe Anforderung, die du vielleicht noch nicht erfüllen kannst. Dir fehlen die Entschlossenheit und die Größe, und dein Glaube ist zu schwach. Also beginnst du am besten damit, den Brüdern und Schwestern um dich herum zu ermöglichen, dich als einen guten Menschen und einen Menschen vom richtigen Schlag zu sehen, als jemanden, der positive Dinge vergleichsweise liebt, der Fairness und Gerechtigkeit liebt und vergleichsweise aufrecht ist. Wenn du Fehler machst, korrigierst du sie. Wenn du deinen rebellischen Zustand erkennst, beeilst du dich, ihn umzukehren. Wenn du deine verdorbene Disposition entdeckst, suchst du sofort die Wahrheit und hältst Gemeinschaft mit anderen. Sobald du Verständnis erlangt hast, kannst du Buße tun. Wenn du auf diese Weise strebst, wirst du sicher Fortschritte machen. Zuerst lass deine Brüder und Schwestern dich als einen guten Menschen und einen Menschen vom richtigen Schlag sehen, als jemanden, der Lebenseintritt hat. Dann bemühe dich Schritt für Schritt, ein Mensch zu werden, der die Wahrheit liebt und nach der Wahrheit strebt. Indem du das in die Praxis umsetzt, wird es dir leichter fallen, Eintritt zu erlangen, und es wird praktikabler für dich sein, solche Anforderungen an dich selbst zu stellen. Zuallererst musst du deine Brüder und Schwestern dazu bringen, dich als einen guten Menschen anzuerkennen. Was sind die Kriterien dafür, ein guter Mensch zu sein? Zunächst musst du auf die Ausführung deiner Pflicht schauen. Wie vielen geforderten Maßstäben solltest du bei der Ausführung deiner Pflicht gerecht werden? Du musst gewissenhaft und verantwortungsbewusst sein, bereit sein, Härten zu ertragen, bereit sein, den Preis zu zahlen, Angelegenheiten sorgfältig handhaben und nicht oberflächlich handeln. Auf einer etwas höheren Ebene musst du in der Lage sein, in jeder Angelegenheit die richtigen Grundsätze zu finden und nach diesen Grundsätzen zu handeln. Unabhängig davon, wer spricht, selbst wenn ein Bruder oder eine Schwester, die du am wenigsten bewunderst, einen Grundsatz zum Ausdruck bringt, der richtig ist und der Wahrheit entspricht, solltest du zuhören, versuchen, ihn zu akzeptieren und versuchen, dich gegen deine eigenen Meinungen und Auffassungen aufzulehnen. Was hältst du von dieser Einstellung? (Sie ist gut.) Es ist leicht, über die Notwendigkeit einer guten Pflichtausübung zu reden, es ist leicht zu sagen; aber es ist schwierig, seine Pflicht tatsächlich so auszuführen, dass sie dem Standard gerecht wird. Es verlangt von dir, dass du einen Preis zahlst und bestimmte Dinge aufgibst. Was solltest du geben? Auf der grundlegendsten Ebene musst du etwas Zeit und Energie investieren. Jeden Tag solltest du mehr Zeit und Energie aufwenden als andere Leute. Du solltest etwas länger dranbleiben und dich etwas mehr anstrengen. Wenn du Verantwortungsgefühl fördern und deine Pflicht gut ausführen willst, musst du ständig darüber nachdenken, wie du deine Pflicht richtig erfüllen kannst. Du musst darüber nachdenken, mit welchen Wahrheiten du dich ausstatten und welche Probleme du angehen solltest. Dann suche die Wahrheit durch das Gebet, indem du deine Wünsche Gott gegenüber zum Ausdruck bringst und Gott ernsthaft anflehst, dich zu erleuchten und zu leiten. Während andere nachts ruhen, solltest du mehr Zeit damit verbringen, über die Probleme nachzudenken, die an diesem Tag bei der Ausführung deiner Pflicht aufgetreten sind, und darüber, welche Verdorbenheit du an den Tag gelegt hast. Du solltest über diese Dinge nachdenken und dich erst dann zur Ruhe begeben, wenn du einen Weg nach vorne gefunden hast, sodass sich dieser Tag als fruchtbar und nicht als vergeudet erweist. Wenn du nicht darüber nachdenkst, wie du diese Probleme lösen kannst, wirst du weder gut essen noch gut schlafen können. Das ist Leiden, das ist der Preis, den du zahlst. Du wirst mehr Entbehrungen ertragen und einen höheren Preis zahlen müssen als andere und mehr Zeit und Energie in das Streben nach der Wahrheit investieren müssen. Ist das ein praktischer Preis, den du zahlen musst? (Ja.)“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wer mit ganzem Herzen, ganzem Gemüt und ganzer Seele seine Pflicht gut ausführt, ist jemand, der Gott liebt). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass die Hauptkriterien zur Beurteilung, ob ein Mensch gut ist, darin bestehen, ob dieser Mensch die Wahrheit liebt und nach ihr strebt, ob er die Wahrheit suchen kann, um seine verderbte Disposition abzulegen, sobald er sie erkennt, und wie er mit seinen Pflichten umgeht: ob er seine Pflichten gemäß Gottes Anforderungen und den Wahrheitsgrundsätzen tun kann, ob er gewissenhaft und verantwortlich ist und bereit, Leid zu ertragen und einen Preis zu zahlen, und ob er die Wahrheit suchen kann, um Probleme zu lösen, wenn er auf Schwierigkeiten stößt. Wenn man über diese richtigen Angelegenheiten nachdenken und seinen Pflichten den Vorrang geben kann, ein Herz hat, das auf Gottes Absichten Rücksicht nimmt, und gegen sein Fleisch rebellieren kann, um die Wahrheit zu praktizieren, dann wird ein solcher Mensch in Gottes Augen als jemand mit guter Menschlichkeit und als vertrauenswürdig angesehen. Wenn ich mich selbst vor diesem Hintergrund betrachtete, sah ich, dass ich von Gottes Anforderungen weit entfernt war. Besonders als ich daran dachte, wie ich die Arbeit verzögert hatte, weil ich meinem Fleisch nachgegeben hatte, und Verfehlungen begangen hatte, und dass ich jetzt eine weitere Gelegenheit hatte, eine so wichtige Pflicht zu tun, erkannte ich, dass ich nicht so weitermachen konnte wie bisher und dass ich wahrhaftig Buße tun musste. Mein Arbeitsvermögen war etwas begrenzt, also sollte ich mehr Zeit, Gedanken und Mühe investieren, mich auf Gott stützen, um mitzuwirken, und Gemeinschaft suchen, wenn ich Dinge nicht verstand. Im weiteren Verlauf meiner Mitwirkung gab es eine Aufgabe, in der ich nicht sehr gut war, was von mir verlangte, härter an den Wahrheitsgrundsätzen zu arbeiten, also musste ich mehr Zeit und Mühe investieren als die Schwester, mit der ich zusammenarbeitete. Wenn ich die Probleme beim Lebenseintritt und bei der Arbeit der Brüder und Schwestern bemerkte, dachte ich auch ernsthaft darüber nach und suchte nach Wegen, um nach besten Kräften bei der Lösung dieser Dinge zu helfen. Als ich auf diese Weise praktizierte, fühlte ich mich in meinem Herzen ruhig und friedlich.

In der Vergangenheit hatte ich immer gedacht, zu leben bedeute, sich selbst gut zu behandeln, und dass ein bequemes und leichtes Leben das Wichtigste sei. Ich verstand nicht, wie man auf eine Weise lebt, die wirklich wertvoll ist. Später begann ich durch das Lesen von Gottes Worten, einiges davon zu verstehen. Der Allmächtige Gott sagt: „Welchen Wert hat das Leben eines Menschen? Besteht er nur darin, fleischlichen Genüssen wie Essen, Trinken und Unterhaltung zu frönen? (Nein, das tut er nicht.) Was dann? Bitte, teilt eure Gedanken mit. (Die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen, ist das Mindeste, das ein Mensch in seinem Leben erreichen sollte.) Das ist korrekt. Sagt Mir, wenn die alltäglichen Gedanken und Handlungen eines Menschen sein ganzes Leben lang nur darauf ausgerichtet sind, Krankheit und Tod zu vermeiden, seinen Körper gesund und frei von Krankheiten zu halten und nach einem langen Leben zu streben, hat ein solches Leben irgendeinen Wert, irgendeine Bedeutung? (Nein.) Ein solches Leben hat keinen Wert. Was also ist der Wert, den das Leben eines Menschen haben sollte? … Einerseits geht es darum, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Auf der anderen Seite geht es darum, alles in eurer Macht Stehende zu tun, zumindest an einen Punkt zu kommen, an dem euer Gewissen euch nicht anklagt, an dem ihr mit eurem Gewissen im Reinen sein und euch in den Augen anderer als akzeptabel erweisen könnt. Um noch einen Schritt weiterzugehen: Dein ganzes Leben lang musst du, unabhängig davon, in welche Familie du hineingeboren wurdest, welchen Bildungshintergrund oder welches Kaliber du hast, darüber nachdenken, welche die wichtigsten Wahrheiten sind, die die Menschen im Leben verstehen müssen – zum Beispiel, welchen Weg die Menschen einschlagen sollten sowie, wie sie leben sollten, um ein sinnvolles Leben zu führen. Du solltest den wahren Wert des Lebens zumindest ansatzweise erforschen; du darfst dieses Leben nicht umsonst leben und du darfst nicht umsonst auf diese Erde kommen. Ein weiterer Aspekt ist, dass du zu Lebzeiten deinen Auftrag erfüllen musst; das ist das Wichtigste. Wir werden nicht über die Erfüllung einer wichtigen Mission, einer wichtigen Pflicht oder einer großen Verantwortung sprechen, aber du solltest zumindest irgendetwas erreichen. In der Kirche beispielsweise konzentrieren manche Menschen ihre ganze Kraft auf die Pflicht des Predigens des Evangeliums, widmen dieser die Energie ihres ganzen Lebens, zahlen einen hohen Preis und gewinnen viele Menschen. Deshalb glauben sie, dass sie ihr Leben nicht umsonst gelebt haben, dass ihr Leben Wert hat und ihnen ein Trost ist. Wenn sie mit Krankheit oder Tod konfrontiert werden, wenn sie ihr ganzes Leben Revue passieren lassen und sich an alles erinnern, was sie je getan haben, über den Weg, den sie gegangen sind, finden sie Trost in ihren Herzen. Sie machen sich keine Vorwürfe und bereuen nichts. Manche Menschen scheuen keine Mühen, wenn sie in der Kirche die Position eines Leiters einnehmen oder für einen bestimmten Aspekt der Arbeit verantwortlich sind. Sie entfalten ihr volles Potenzial und setzen ihre ganze Kraft ein und wenden ihr ganzes Herzblut auf und zahlen den Preis für die Arbeit, die sie tun. Durch ihre Bewässerung, Führung, Hilfe und Unterstützung helfen sie vielen Menschen, die in ihrer eigenen Negativität und ihren eigenen Schwächen verstrickt sind, Stärke zu finden und standhaft zu bleiben und sich nicht zurückzuziehen, sondern in die Gegenwart Gottes zurückzukehren und schließlich sogar Zeugnis für Ihn abzulegen. Während ihrer Zeit als Leiter erfüllen sie außerdem viele bedeutende Aufgaben, mustern mehr als nur ein paar böse Menschen aus, schützen viele Mitglieder von Gottes auserwähltem Volk und schaffen es, eine Reihe von erheblichen Verlusten wiedergutzumachen. All diese Erfolge finden während ihrer Zeit als Leiter statt. Wenn sie auf den Weg zurückblicken, den sie gegangen sind, an die Arbeit denken, die sie geleistet haben, und an den Preis, den sie im Laufe der Jahre gezahlt haben, sind sie frei von Reue und Selbstvorwürfen. Sie empfinden keine Reue für das, was sie getan haben, und glauben, dass sie ein wertvolles Leben gelebt und Ausgeglichenheit und Zufriedenheit in ihren Herzen haben. Wie wunderbar das ist! Ist das nicht die Frucht, die sie geerntet haben? (Ja.) Dieses Gefühl von Ausgeglichenheit und Zufriedenheit, diese Abwesenheit von Reue, sind das Ergebnis und die Ernte für das Streben nach positiven Dingen und der Wahrheit(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (6)). Aus Gottes Worten verstand ich, was ein sinnvolles Leben ist. Als ein geschaffenes Wesen hat das Leben nur dann einen Wert, wenn man lebt, um seine Pflichten zu tun und so Gottes Auftrag zu erfüllen. Die Pflichten, die wir heute tun, dienen der Verbreitung des Evangeliums von Gottes Königreich, und in der Lage zu sein, unsere Verantwortung zu erfüllen und unseren kleinen Beitrag zu leisten, ist etwas, woran Gott sich erinnert und das am sinnvollsten ist. Ich dachte an die Nichtgläubigen, die ihr Leben nur dafür leben, gut zu essen und sich gut zu kleiden. Selbst wenn sie sich ihrem Fleisch hingeben, keine Mühsal erleiden und sich selbst verhätscheln, bis sie fett und aufgedunsen sind, wissen sie, während sie in dieser Welt leben, nicht, wofür das Leben wirklich da ist oder wie man sinnvoll lebt. Ein solches Leben hat keinen Wert und wird umsonst gelebt. Als ich daran zurückdachte, wie ich meine Pflichten tat, gab ich immer meinem Fleisch nach. Und wenn ich mit Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert war, wollte ich weglaufen und tat nicht, was ich hätte tun können. Obwohl mein Fleisch nicht viel litt, blieben in meinem Herzen ein tiefes Bedauern und eine nicht wiedergutzumachende Schuld zurück. Ich erkannte, dass, egal wie groß das Vergnügen oder der Komfort ist, diese Dinge kein wahres Glück bringen können, und nur die Erfüllung der eigenen Verantwortung und Pflichten es einem ermöglicht, mit innerem Frieden und Sicherheit zu leben. Mit diesem Gedanken fand ich die Motivation, meine Pflichten zu tun. Wenn die Ausführung meiner Pflichten erforderte, dass mein Fleisch litt, dachte ich mehr darüber nach, dass dies meine Pflicht und meine Verantwortung war und dass ich mein Bestes geben musste, um meine Pflicht gut zu tun. Manchmal, wenn ich beschäftigt oder müde war, machte ich angemessene Pausen und gab mein Bestes entsprechend meiner körperlichen Verfassung, und ich empfand meine Pflicht nicht als zu schwierig oder schmerzhaft. Im Laufe meiner Pflichten erkannte ich auch, dass man als Leiterin mehr Sorgen auf sich nehmen muss. Aber indem ich mich mit verschiedenen Problemen bei der Arbeit befasste oder den Brüdern und Schwestern half, ihre Schwierigkeiten in ihren Zuständen zu lösen, war ich in der Lage, mehr Wahrheiten zu verstehen und zu gewinnen. Darin hatte Gott mir große Gnade erwiesen. Dass ich dieses Verständnis erlangt und diese Verwandlung erfahren habe, ist gänzlich Gottes Gnade. Dank sei Gott!

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