86. Lektionen, die ich beim Schreiben einer Beurteilung gelernt habe

Von Ma Yi, China

Im November 2022 erhielt ich einen Brief von der oberen Leitung, in dem ich gebeten wurde, eine Beurteilung für Wang Qi zu schreiben. Als ich den Brief erhielt, musste ich unwillkürlich denken: „Warum soll ich eine Beurteilung für Wang Qi schreiben? Sie wurde doch erst vor zwei Monaten in eine andere Kirche versetzt. Könnte es sein, dass die obere Leitung sie befördern will? Oder wollen sie ihre Leistung bewerten und sie möglicherweise entlassen? Was meinen die Leiter wirklich damit?“ Ich hatte gehört, dass Wang Qi ihrer Familie und ihrer Karriere entsagt hatte, um ihre Pflicht zu tun, und dass sie vor zwei Jahren, als die Kirche mit einer großen Razzia konfrontiert war, sich umgehend um die Folgen gekümmert und dabei ein gewisses Arbeitsvermögen gezeigt hatte. Allerdings war es ziemlich schwierig, mit ihr auszukommen, und bei meinen Interaktionen mit ihr hatte ich festgestellt, dass sie oft eine schwierige Art an den Tag legte, wodurch sich andere eingeschränkt fühlten, und dass sie dazu neigte, über Menschen zu richten. Der Gedanke daran, wie sie mir gegenüber eine negative Einstellung gehabt und mich eingeschränkt hatte, kränkte und verärgerte mich. Aber dann dachte ich: „Die Leiter haben ihr geschrieben, um sich nach ihrem Zustand zu erkundigen und sie zur Selbsterkenntnis zu führen, also planen sie vielleicht, sie zu befördern. Wenn das der Fall ist, sollte ich in der Beurteilung ihre guten Eigenschaften hervorheben. Wenn ich schreibe, wie sie Menschen einschränkt, was werden die Leiter dann von mir denken? Würden sie sagen, ich sei kleinlich und würde keine Lektionen lernen, oder dass ich nicht gut mit ihr zusammengearbeitet hätte? Sie hat ein gutes Kaliber und gutes Arbeitsvermögen und hat ihrer Familie und Karriere entsagt, um ihre Pflicht zu tun, und als sie entlassen wurde, hat sie nachgedacht und ein gewisses Verständnis erlangt. Wenn die Leiter sie befördern wollen, ich aber über ihr schlechtes Verhalten schreibe, was werden die Leiter dann von mir denken?“ Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, kam ich zu dem Schluss, dass die Leiter sie befördern wollten, also schrieb ich, dass Wang Qi die Wahrheit anstrebte und Gottes Wort rein aufnahm, und dass sie Arbeitsvermögen besaß und ihrer Familie und Karriere entsagen konnte. Um bei den Leitern einen guten Eindruck zu hinterlassen, stellte ich ihr Verhalten, andere einzuschränken, als Gerechtigkeitssinn und als eine Form der Führung und Hilfe für mich dar. Nachdem ich die Beurteilung geschrieben hatte, gab ich sie den Leitern ab.

Ein paar Tage später erhielt ich einen weiteren Brief von den Leitern, in dem sie mich fragten, ob Wang Qi Anzeichen von Unterdrückung, Verurteilung oder Einschränkung gegenüber anderen gezeigt hatte, als ich mit ihr zu tun hatte. Ich dachte an die Zeiten, in denen ich mit ihr zusammengearbeitet hatte, und daran, wie sie andere eingeschränkt hatte, und ich dachte: „Könnte es sein, dass ihre Probleme in diesem Bereich ernst sind und die Leiter ihr Verhalten untersuchen wollen? Letztes Mal habe ich nur über ihre guten Eigenschaften geschrieben, und ich habe nicht erwähnt, wie sie andere eingeschränkt oder verurteilt hat. Sollte ich dieses Mal über dieses Verhalten schreiben?“ Dann dachte ich wieder: „Wenn ich jetzt über dieses Verhalten schreibe, was werden die Leiter dann von mir denken? Werden sie sagen, dass ich vorher nicht ehrlich war und sie getäuscht habe? Vielleicht sollte ich einfach sagen, dass ich davon nichts weiß. Aber wenn ich sage, dass ich nichts davon weiß, werden die Leiter dann denken, dass es mir an Unterscheidungsvermögen fehlt?“ Ich war hin- und hergerissen und wusste nicht, wie ich weitermachen sollte. Ich dachte bei mir: „Ich habe weniger als einen Monat mit ihr zusammengearbeitet, also wäre es nicht unangemessen zu sagen, dass ich davon nichts weiß, und die Leiter würden wahrscheinlich nichts dazu sagen.“ In diesem Moment fühlte ich mich unwohl und erkannte, dass ich betrügerisch handelte. Also betete ich zu Gott. Ich erinnerte mich an die Worte des Herrn Jesus: „Eure Rede sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel(Matthäus 5,37). Ich erinnerte mich auch, dass Gott sagte: „Ihr solltet wissen, dass Gott an jenen Gefallen findet, die ehrlich sind.“ Ich schlug schnell Gottes Wort auf, um zu lesen. Gott sagt: „Ihr solltet wissen, dass Gott an jenen Gefallen findet, die ehrlich sind. Gottes Wesen ist ein Wesen der Treue, weshalb man Seinen Worten stets vertrauen kann; Seine Handlungen sind außerdem tadellos und unbestreitbar, weshalb Gott jene gefallen, die vollkommen ehrlich mit Ihm sind. Ehrlichkeit bedeutet, Gott sein Herz zu geben, in nichts Gott gegenüber falsch zu sein, in allem offen mit Ihm zu sein, niemals die Gegebenheiten zu verheimlichen, niemals zu versuchen jene über einem und jene unter einem zu täuschen und keine Dinge zu tun, die nur Versuche darstellen, sich bei Gott einzuschmeicheln. Kurz gesagt, ehrlich zu sein bedeutet, in seinen Handlungen und Worten rein zu sein und weder Gott noch Mensch zu täuschen. Was Ich sage, ist sehr einfach, aber für euch ist es doppelt so mühsam. Viele Menschen würden lieber in die Hölle verdammt werden, als ehrlich zu sprechen und zu handeln. Kein Wunder, dass Ich den Unehrlichen eine andere Behandlung bereithalte(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Drei Ermahnungen). „Du musst bei allem, was du tust, prüfen, ob deine Absichten richtig sind. Wenn du nach den Anforderungen Gottes handeln kannst, ist deine Beziehung zu Gott normal. Das ist die Mindestvoraussetzung. Wenn du bei der Prüfung deiner Absichten feststellst, dass du falsche entwickelt hast, und du dich gegen sie auflehnen und gemäß den Worten Gottes handeln kannst, dann wirst du vor Gott zu einem Menschen vom richtigen Schlag werden. Dies beweist, dass deine Beziehung zu Gott normal ist und dass alles, was du tust, um Gottes willen geschieht und nicht um deiner selbst willen. Du musst bei allem, was du sagst oder tust, dein Herz in Ordnung bringen, in deinem Handeln rechtschaffen sein und darfst dich nicht von deinen Gefühlen leiten lassen oder nach deinem eigenen Willen handeln. Das sind die Prinzipien, nach denen Menschen handeln müssen, die an Gott glauben(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie ist deine Beziehung zu Gott?). Durch das Lesen von Gottes Worten verstand ich, was Gott von den Menschen verlangt. Gott ist treu. Er liebt ehrliche Menschen und hasst betrügerische Menschen. Gott verlangt, dass die Menschen die Wahrheit sagen, ohne List oder Verheimlichung. Das ist Gottes Disposition. Eine Beurteilung zu schreiben erfordert auch, in die Wahrheit einzutreten, ein ehrlicher Mensch zu sein und Gottes prüfenden Blick anzunehmen. Als ich über mich nachdachte, während ich Wang Qis Beurteilung schrieb, schrieb ich nicht, was ich wusste, und sprach auch nicht die Wahrheit. Stattdessen spekulierte ich zuerst über die Absichten der Leiter, und dachte, die Leiter wollten Wang Qi vielleicht befördern, also verheimlichte und vertuschte ich ihr schlechtes Verhalten, und stellte sogar die Art, wie sie mich einschränkte, als ihren Gerechtigkeitssinn dar. Das war im Grunde genommen Täuschung. Als die Leiter mich baten, eine weitere Beurteilung für Wang Qi zu schreiben, erwog ich, um nicht beim Lügen erwischt zu werden, das Schreiben der Beurteilung aufzugeben. Das war ein weiteres Beispiel für Verlogenheit. Gott ist treu. Er prüft das Innerste des Menschen genau. Ich mag in der Lage sein, Menschen zu täuschen, aber nicht Gott. Wenn ich weiter lügen und täuschen würde, um meinen Stolz zu schützen, würde Gott mich nur verabscheuen und hassen. Ich musste gemäß Gottes Anforderungen ein ehrlicher Mensch sein und aufhören, über die Absichten der Leiter zu mutmaßen. Unabhängig davon, wie die Leiter mich sehen würden, musste ich Gottes prüfenden Blick annehmen. Danach schrieb ich wahrheitsgemäß darüber, wie Wang Qi Menschen einschränkte und über sie richtete und reichte es bei den Leitern ein. Erst dann fühlte ich mich erleichtert. Nicht lange danach schickten die Leiter einen Brief, in dem sie Wang Qis Verhalten in einer anderen Kirche beschrieben, und sagten, dass sie beständig Menschen einschränkte, sich an den Fehlern ihrer Mitarbeiter festbiss und andere oft aus Hitzköpfigkeit zurechtwies. Sie hatte auch Cliquen gebildet und hinter deren Rücken über ihre Mitarbeiter geurteilt, was dazu führte, dass sie sich schlecht fühlten und negativ über sich selbst urteilten. Sie täuschte die über und unter ihr Stehenden und leistete keine echte Arbeit, und wenn die Brüder und Schwestern mit ihr Gemeinschaft hielten, nahm sie es nicht an. Aufgrund ihres beständigen Verhaltens wurde sie entlassen. Als ich diese Nachricht hörte, bedauerte ich noch mehr, dass ich die Wahrheit nicht früher praktiziert hatte, und ich hasste mich dafür, so hinterlistig gewesen zu sein.

Später dachte ich darüber nach, warum die Beurteilung für ein und dieselbe Person in so kurzer Zeit auf zwei verschiedene Arten geschrieben wurde. Welche Natur trieb mich an, so zu handeln? Ich betete mit einer Last im Herzen suchend zu Gott: „Gott, als die Leiter mich baten, eine Beurteilung für Wang Qi zu schreiben, spekulierte ich über die Absichten der Leiter und wollte die Beurteilung entsprechend schreiben, anstatt alle Fakten aufzuschreiben, die ich kannte. Welche Lektion sollte ich daraus lernen? Gott, bitte führe mich, damit ich mich selbst erkenne.“

Während meiner Andachten las ich Gottes Worte: „Die Antichristen sind Gott gegenüber blind, Er hat keinen Platz in ihren Herzen. Wenn sie Christus begegnen, behandeln sie Ihn nicht anders als einen gewöhnlichen Menschen. Sie orientieren sich ständig an Seinem Gesichtsausdruck und Umgangston, ändern je nach Situation ihre Haltung, sagen nie, was wirklich Sache ist, sagen nie etwas Aufrichtiges, sprechen nur leere Worte und Glaubenslehren und versuchen, den praktischen Gott, der vor ihnen steht, zu täuschen und zu hintergehen. Sie haben überhaupt kein gottesfürchtiges Herz. Sie sind nicht einmal fähig, von Herzen mit Gott zu sprechen und etwas Wahres zu sagen. Sie reden so, wie sich eine Schlange schlängelt, auf verschlungenem Pfad und indirekt. Die Art und Weise und die Ausrichtung ihrer Worte sind wie eine Melonenranke, die sich an einem Pfahl emporrankt. Wenn du zum Beispiel sagst, dass jemand von gutem Kaliber ist und befördert werden könnte, sprechen sie sofort darüber, wie gut der Betreffende ist und was sich in ihm zeigt und offenbart; und wenn du sagst, dass jemand schlecht ist, sprechen sie schnell darüber, wie schlecht und böse der Betreffende ist, darüber, inwiefern er Störungen und Unterbrechungen in der Kirche verursacht. Wenn du wegen irgendwelcher tatsächlichen Gegebenheiten nachfragst, haben sie nichts zu sagen; sie weichen aus, warten darauf, dass du eine Schlussfolgerung ziehst und lauschen auf den Sinn in deinen Worten, um ihre Worte deinen Gedanken anzupassen. Alles, was sie sagen, sind wohlklingende Worte, Schmeicheleien, und Unterwürfigkeit; aus ihrem Mund kommt kein aufrichtiges Wort. So gehen sie mit Menschen um und so behandeln sie Gott – sie sind einfach so hinterlistig. Das ist die Disposition eines Antichristen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 10 (Teil 2)). „Die Menschlichkeit von Antichristen ist unehrlich, was bedeutet, dass sie überhaupt nicht ehrlich sind. Alles, was sie sagen und tun, ist verfälscht und enthält ihre eigenen Absichten und Ziele, und in all dem verbergen sich ihre schändlichen und unaussprechlichen Betrügereien und Intrigen. Die Worte und Taten von Antichristen sind also zutiefst verunreinigt und voller Falschheit. Egal, wie viel sie reden, es ist unmöglich zu wissen, welche ihrer Worte wahr und welche falsch sind, welche richtig und welche verkehrt. Das liegt daran, dass sie unehrlich sind und ihr Denken äußerst kompliziert ist, voller tückischer Intrigen und gespickt mit Betrügereien. Nichts von dem, was sie sagen, ist geradlinig. Sie sagen nicht, eins sei eins und zwei sei zwei, Ja sei Ja und Nein sei Nein. Stattdessen reden sie in allen Angelegenheiten um den heißen Brei herum und durchdenken die Dinge mehrmals in ihrem Kopf, wobei sie die Konsequenzen abwägen und die Vor- und Nachteile aus jedem Blickwinkel prüfen. Dann bearbeiten sie das, was sie sagen wollen, sprachlich, sodass alles, was sie sagen, ziemlich umständlich klingt. Ehrliche Menschen verstehen nie, was sie sagen, und werden leicht von ihnen getäuscht und betrogen, und jeder, der mit solchen Menschen spricht und verkehrt, empfindet diese Erfahrung als ermüdend und anstrengend. Sie sagen nie eins ist eins und zwei ist zwei, sie sagen nie, was sie denken, und sie beschreiben die Dinge nie so, wie sie sind. Alles, was sie sagen, ist unergründlich, und die Ziele und Absichten ihrer Handlungen sind sehr kompliziert. Wenn die Wahrheit ans Licht kommt – wenn andere Menschen sie durchschauen und ihnen auf die Schliche kommen – erfinden sie schnell eine andere Lüge, um sich herauszureden. … Der Grundsatz und die Methode, nach denen diese Menschen sich verhalten und mit der Welt umgehen, bestehen darin, Menschen mit Lügen zu täuschen. Sie sind doppelzüngig und reden ihren Zuhörern nach dem Mund; sie spielen je nach Situation die passende Rolle. Sie sind aalglatt und gewieft, ihr Mund ist voller Lügen, und sie sind nicht vertrauenswürdig. Wer eine Zeit lang mit ihnen zu tun hat, wird irregeführt oder gestört und kann keine Versorgung, Hilfe oder Erbauung empfangen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Exkurs 4: Zusammenfassung – Der Charakter von Antichristen und ihre Dispositionsessenz (Teil 1)). Gott entlarvt, dass Antichristen sehr hinterlistig und niederträchtig sind, dass sie bei allem, was sie sagen und tun, ständig die Reaktionen anderer beobachten, dass sie genau auf den Tonfall achten und nach versteckten Bedeutungen suchen, und dass sie ihr Verhalten der Situation anpassen. Sie sagen und tun, was immer ihnen nützt, und ihre Disposition ist aalglatt und hinterlistig, ohne jede Glaubwürdigkeit. Als ich über mein Verhalten beim Schreiben von Wang Qis Beurteilung nachdachte, sah ich, dass meine Disposition genau wie die eines Antichristen war. Bevor ich die Beurteilung schrieb, spekulierte ich über die Absichten der Leiter, und da ich vermutete, dass die Leiter sie befördern wollten, schrieb ich nur positive Dinge. Als die Leiter mich fragten, ob Wang Qi andere eingeschränkt oder verurteilt hätte, machte ich mir Sorgen, dass, wenn ich die Wahrheit schriebe, die Lüge, die ich in der ersten Beurteilung erzählt hatte, aufgedeckt werden würde, und aus Angst, die Leiter würden mich der Täuschung bezichtigen, erwog ich zu sagen, ich wüsste nichts davon, aber ich fürchtete auch, dass die Leiter, wenn ich nichts darüber schriebe, sagen würden, es fehle mir an Unterscheidungsvermögen. Um in den Augen der Leiter ein gutes Bild abzugeben, erschöpfte ich mich in Ränkespielen und Betrügereien, ohne einen Funken Ehrlichkeit im Herzen. Ein Mensch mit Gewissen und Menschlichkeit würde an das Schreiben einer Beurteilung mit einem gottesfürchtigen Herzen herangehen und die Dinge wahrheitsgemäß aufschreiben. Aber um meinen Stolz und meinen Status zu schützen, wurden meine Gedanken übermäßig kompliziert, und alles, was ich sagte und tat, drehte sich um meine persönlichen Absichten und Ziele. Ich folgte dem Verhaltensgrundsatz Satans: „Rede den Leuten nach dem Mund“, las in den Gesichtern der Leute, war aalglatt und geschmeidig, log und täuschte schamlos. Ich war wirklich aalglatt und hinterlistig und absolut nicht vertrauenswürdig. Ich dachte nur an mich selbst und ignorierte die Arbeit der Kirche. Ich bedachte nicht, wie sehr es der Arbeit der Kirche und dem Lebenseintritt der Brüder und Schwestern schaden würde, jemanden zu befördern, der nicht befördert werden sollte. Ich war wirklich egoistisch! Als ich das erkannte, klagte mich mein Gewissen an, und ich fühlte mich schuldig und reumütig. Ich war bereit, vor Gott Buße zu tun und nach Seinen Anforderungen zu handeln.

Später las ich weitere Worte Gottes: „Wenn Ich sage, ‚folge dem Weg Gottes‘, worauf bezieht sich dann ‚der Weg Gottes‘? Es bedeutet, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden. Und was heißt es, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden? Wenn du jemanden beurteilst, zum Beispiel, dann hat das damit zu tun, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden. Wie beurteilst du ihn? (Wir müssen ehrlich, gerecht und fair sein, und unsere Worte dürfen nicht auf Gefühlen beruhen.) Wenn du genau das sagst, was du denkst und genau das, was du gesehen hast, bist du ehrlich. Zunächst einmal stimmt Ehrlichkeit zu praktizieren damit überein, dem Weg Gottes zu folgen. Das ist es, was Gott die Menschen lehrt; das ist der Weg Gottes. Was ist der Weg Gottes? Gott fürchten und das Böse meiden. Gehört Ehrlichkeit nicht dazu, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden? Bedeutet ehrlich zu sein nicht, Gottes Weg zu folgen? (Doch, das tut es.) Wenn du nicht ehrlich bist, dann stimmt das, was du gesehen hast und was du denkst, nicht mit dem überein, was aus deinem Mund kommt. Jemand fragt dich: ‚Was hältst du von dieser Person? Zeigt sie bei der Kirchenarbeit Verantwortungsbewusstsein?‘ Und du antwortest: ‚Sie ist großartig. Sie hat mehr Verantwortungsbewusstsein als ich, ihr Kaliber ist besser als meins, und ihre Menschlichkeit ist auch gut. Sie ist reif und standhaft.‘ Aber ist das, was du in deinem Herzen denkst? Was du wirklich siehst, ist, dass diese Person zwar Kaliber hat, aber unzuverlässig ist und ziemlich listig und sehr berechnend. Das ist es, was du wirklich denkst, aber wenn es an der Zeit ist, etwas zu sagen, fällt dir ein: ‚Ich kann nicht die Wahrheit sagen, ich darf niemanden kränken‘, also sagst du schnell etwas anderes und suchst dir nette Dinge aus, die du über sie sagst, doch nichts, was du sagst, ist das, was du wirklich denkst; es ist alles Lüge und Schwindel. Ist das ein Hinweis darauf, dass du dem Weg Gottes folgst? Nein. Du bist den Weg Satans gegangen, den Weg der Dämonen. Was ist der Weg Gottes? Er ist die Wahrheit, er ist die Grundlage, nach welcher die Menschen ihr Verhalten richten sollten, und er ist der Weg, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden. Auch wenn du zu einem anderen Menschen sprichst, Gott hört auch zu; Er beobachtet dein Herz und prüft es eingehend. Die Menschen hören auf das, was du sagst, aber Gott prüft dein Herz eingehend. Sind Personen in der Lage, die Herzen der Menschen eingehend zu prüfen? Bestenfalls können die Leute erkennen, dass du nicht die Wahrheit sagst; sie können sehen, was an der Oberfläche ist, aber nur Gott kann in die Tiefen deines Herzens sehen. Nur Gott kann sehen, was du denkst, was du planst und welche kleinen Pläne und verräterischen Wege und welche aktiven Gedanken du in deinem Herzen birgst. Wenn Gott sieht, dass du nicht die Wahrheit sagst, was ist dann Seine Meinung über dich und was ist Seine Einschätzung von dir? Dass du in dieser Sache nicht dem Weg Gottes gefolgt bist, weil du nicht die Wahrheit gesagt hast(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, in welche Grundsätze ich beim Schreiben von Beurteilungen eintreten sollte. Wenn man jemanden beurteilt, muss die Beurteilung auf Fakten beruhen und darf weder Stärken übertreiben noch Schwächen vertuschen. Sie muss genau und objektiv sein, und wir sollten alles aufschreiben, was wir wissen. Eine Beurteilung muss als verlässliche Referenz dienen und vertrauenswürdig sein. Des Weiteren muss eine Beurteilung auf der Grundlage von Grundsätzen und Fakten geschrieben werden, unabhängig davon, ob man jemanden befördert, fördert oder entlässt, und sie sollte objektiv sowohl die Stärken als auch die Schwächen jeder Person widerspiegeln. Eine faire und objektive Beurteilung kann Leitern und Mitarbeitern helfen, Menschen vernünftig einzusetzen und mit ihnen umzugehen. Das ermöglicht es, denjenigen, die befördert und gefördert werden können, umgehend die geeigneten Rollen zum Üben zuzuweisen, und sich umgehend um diejenigen zu kümmern, die entlassen oder aus der Kirche entfernt werden müssen. Dies stellt sicher, dass keinem guten Menschen Unrecht getan und kein böser Mensch übersehen wird. Wenn eine falsche Beurteilung dazu führt, dass ein böser Mensch oder ein Antichrist in der Kirche bleibt, wird das die Ordnung des Kirchenlebens beeinträchtigen und die Kirchenarbeit stören und unterbrechen, was eine böse Tat ist. Als ich das erkannte, betete ich zu Gott und tat Buße: „Gott, durch Deine Offenbarung erkenne ich meine aalglatte und hinterlistige satanische Disposition. Um meinen Stolz und meinen Status zu wahren, versuchte ich, Dich und die Leiter zu täuschen, ohne Rücksicht auf die Interessen der Kirche. Ich verdiene es, verflucht zu werden. Gott, Du hast mich nicht nach meinen Verfehlungen behandelt, sondern mir die Chance zur Buße gegeben, und ich bin willens, Buße zu tun und mich zu ändern. Wenn ich wieder Beurteilungen schreiben muss, bin ich willens, mit einem gottesfürchtigen Herzen nach den Grundsätzen zu praktizieren, und ich werde alle mir bekannten Informationen auf der Grundlage von Fakten bereitstellen.“

Später schickten mir die Leiter noch einige weitere Namen zur Beurteilung. Ich sah, dass dies Personen waren, die die Leiter für Pflichten an anderen Orten empfehlen wollten, und ich hatte wieder einige Bedenken: „Das sind Leute, die die Leiter schätzen, wenn ich also aufschreibe, was ich weiß und meine Meinung dazu, und das von den Ansichten der Leiter abweicht, was werden die Leiter dann von mir halten? Werden sie sagen, dass es mir an Unterscheidungsvermögen fehlt? Vielleicht sollte ich nur ihre Stärken erwähnen und ihre Schwächen nur am Rande streifen. Ich könnte einfach sagen, dass ich sie nicht gut genug kenne, und so vermeiden, etwas zu schreiben, das nicht mit der Ansicht der Leiter übereinstimmt und sie dazu bringt, eine schlechte Meinung von mir zu haben.“ In diesem Moment wurde mir klar, dass ich wieder versuchte, hinterlistig zu sein, um meinen Stolz und meinen Status zu schützen, also betete ich sofort zu Gott und bat Ihn, mich anzuleiten, meinen falschen Zustand zu korrigieren und in die Grundsätze des Ehrlichseins und der Annahme Seines prüfenden Blickes einzutreten. Dann schrieb ich alles, was ich über diese Leute wusste, ganz detailliert auf. Ich schrieb so viel, wie ich wusste. Das zu tun, gab mir inneren Frieden.

Durch das Schreiben von Beurteilungen erkannte ich deutlich meine aalglatte und hinterlistige satanische Disposition und mir wurde auch klar, dass es wirklich anstrengend und schmerzhaft ist, für Stolz und Status zu leben, und dass es Leichtigkeit und Freude bringt, gemäß Gottes Worten ein ehrlicher Mensch zu sein und die Wahrheit zu sagen. Ich danke Gott, dass Er mich zu dieser Wandlung geführt hat!

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