97. Die Tage, in denen ich Geld nachjagte, liegen nun hinter mir
Ich wurde in eine arme Familie geboren. Meine arglosen und aufrichtigen Eltern waren Bauern und haben so die Familie ernährt. Als Kind sah ich, wie die Reichen im Dorf gutes Essen genosse und gute Kleidung hatten und von anderen bewundert und unterstützt wurden. Ich beneidete sie und glaubte: Wer Geld hat, dem gehört die Welt. Selbst in meinen Träumen wünschte ich mir, viel Geld zu verdienen. Heimlich fasste ich den Entschluss, später einmal reich zu werden und ein gehobenes Leben zu führen.
Um meinen Traum schnell zu verwirklichen, zog ich nach meiner Heirat allein in die Stadt, um als Maurer zu arbeiten. Obwohl ich jahrelang Überstunden machte, blieben meine Ersparnisse minimal. In meinem Herzen dachte ich allmählich, dass ein Leben voller harter Arbeit meine Träume niemals erfüllen könnte. Nach langem Überlegen beschloss ich, Bauunternehmer zu werden, und gründete mein eigenes Bauunternehmen. Ich lieh mir Geld von Verwandten und Freunden, kaufte ein Grundstück in der Stadt und errichtete ein Gebäude. Um schnell an Aufträge und Geld zu kommen, nutzte ich Beziehungen und Geschenke, um mir ein Projekt von einer Baufirma zu sichern. Um sicherzustellen, dass die Arbeit gut gemacht wurde, beaufsichtigte ich die Baustelle jeden Tag ab dem frühen Morgen, oft ohne Frühstück – und kontrollierte die Arbeit, nachdem die Arbeiter abends fertig waren. Arbeit von mangelhafter Qualität wurde abgerissen und in Überstunden neu aufgebaut. Schließlich gewann ich das Vertrauen der Firmenleitung und sicherte mir weitere Projekte. Nach zwei Jahren hatte ich etwas Geld verdient, meine Schulden abbezahlt und mein Haus renoviert. Ich spürte eine unbeschreibliche Freude in meinem Herzen. Während des Neujahrsfestes kamen Verwandte und Freunde zu mir nach Hause, um zu feiern. Einige lächelten und sagten zu mir: „Chef, wir sind gekommen, um dir ein frohes neues Jahr zu wünschen! Wir wünschen dir immer mehr Erfolg und florierende Geschäfte!“ Andere schüttelten mir die Hand und sagten: „Wir alle verlassen uns auf dich, um Geld zu verdienen!“ In diesem Moment genoss ich das Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen und von allen um mich herum bewundert zu werden. Ich dachte mir: „Geld zu haben, ist wirklich großartig. Wenn du Geld hast, bewundern und respektieren dich die Leute, und du kannst ein gehobenes Leben führen.“ Bei diesem Gedanken fühlte ich mich ziemlich zufrieden. Um noch mehr Geld zu verdienen, nahm ich viele weitere Bauprojekte an und arbeitete jeden Tag unermüdlich von früh bis spät. Mit der Zeit konnte ich nachts nicht mehr schlafen, aus Sorge, dass Arbeiter vom Gerüst fallen und Unfälle verursachen könnten, was zu erheblichen finanziellen Verlusten führen würde. Ich fühlte mich jeden Tag unter Druck gesetzt und litt oft an Fieber, Erkältungen und Schwindel. Obwohl ich gute 1,75 Meter groß war, wog ich nur noch ungefähr 55 Kilo, sprach mit schwacher Stimme und war selbst im Stehen schläfrig. Ich wollte wirklich mal Pause machen. Aber wenn ich keine Bauprojekte annehmen würde, würde ich weder Geld verdienen noch die Bewunderung der Leute bekommen. Mir blieb also nichts anderes übrig, als meine Kräfte zu sammeln und weiterzuarbeiten. Als ich immer mehr Geld verdiente, dachte ich, dass all mein Leid und meine Erschöpfung es wert waren. Gerade als mein Baugeschäft florierte, arbeitete meine Frau auf dem Gerüst im dritten Stock an einer Wand, als sie versehentlich ein Brett umstieß, in den ersten Stock hinabstürzte und sofort das Bewusstsein verlor. Sie wurde eilig ins Krankenhaus gebracht und über eine Stunde lang notärztlich behandelt, bevor sich ihr Zustand endlich stabilisierte und sie wieder zu Bewusstsein kam. Es dauerte mehr als einen Monat, bis sie sich so weit erholt hatte, dass sie das Krankenhaus verlassen konnte.
Später erfuhr meine ältere Schwester, dass meine Frau aus dem Krankenhaus entlassen worden war, und kam uns besuchen. Sie predigte uns Gottes Werk der letzten Tage. Ich erinnere mich, dass mich einige von Gottes Worten damals tief bewegten. Der Allmächtige Gott sagt: „Von dem Augenblick an, in dem du schreiend auf diese Welt kommst, beginnst du, deine Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Um Gottes Plan und Seiner Vorherbestimmung willen spielst du deine Rolle und beginnst deine Lebensreise. Was auch immer dein Hintergrund sein mag und welche Reise auch immer vor dir liegt – es kann so oder so niemand den Orchestrierungen und Anordnungen des Himmels entgehen oder sein eigenes Schicksal kontrollieren, denn nur Er, der über alle Dinge herrscht, ist eines solchen Werkes fähig. Seit der Mensch am Anfang ins Dasein kam, hat Gott Sein Werk immer auf diese Weise ausgeführt, das Universum geführt und die Gesetze des Wandels aller Dinge und ihre Laufbahn gelenkt. Wie alle Dinge wird der Mensch still und unwissentlich durch die Süße und den Regen und den Tau von Gott genährt; wie alle Dinge lebt der Mensch unwissentlich unter der Orchestrierung von Gottes Hand. Das Herz und der Geist des Menschen befinden sich in Gottes Hand, und alles in seinem Leben wird von Gottes Augen erblickt. Unabhängig davon, ob du all das glaubst oder nicht, werden sich sämtliche Dinge, ob lebendig oder tot, im Einklang mit Gottes Gedanken verlagern, verändern und erneuern und sie werden verschwinden. Das ist die Art und Weise, auf die Gott über alle Dinge herrscht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). Durch das Lesen von Gottes Worten kam ich zu dem Verständnis, dass das Schicksal eines jeden Menschen in Gottes Händen liegt. Dass meine Frau aus dem dritten Stock stürzte und überlebte, war kein Glück, sondern Gottes Schutz. Ich dachte an die Unfälle, die sich auf den Baustellen anderer Bauunternehmer ereigneten. Einige Arbeiter stürzten von Gerüsten im dritten Stock und konnten nicht mehr gerettet werden, obwohl man sie ins Krankenhaus gebracht hatte. Andere fielen vom Gerüst im zweiten oder ersten Stock und waren sofort tot. War das alles nicht ein Beweis für das, was Gott sagte: „Niemand kann sein eigenes Schicksal kontrollieren, denn nur Er, der über alle Dinge herrscht, ist eines solchen Werkes fähig“? Dass meine ältere Schwester uns heute das Evangelium predigte, war ebenfalls von Gott orchestriert und arrangiert. Durch ihren gemeinschaftlichen Austausch erfuhr ich, dass der Mensch und alle Dinge von Gott geschaffen wurden. Gott hat drei Phasen des Werks vollbracht, um die Menschheit zu erretten, und Er hat die Menschheit bis heute geführt und versorgt. Dieses Werk in den letzten Tagen ist Gottes letzte Phase des Werks zur Errettung der Menschheit, und bietet Menschen die seltene Gelegenheit, gerettet zu werden. Wir können nur ein gutes Schicksal haben, wenn wir an Gott glauben und Ihn anbeten. Meine Frau und ich nahmen Gottes Evangelium der letzten Tage voller Freude an und besuchten von da an aktiv die Versammlungen. Während der Versammlungen hielten die Brüder und Schwestern Gemeinschaft über Gottes Worte, und ich verstand einige Wahrheiten, die mein Herz mit besonderer Geborgenheit und großem Frieden erfüllten und die Bedrückung lösten, die ich zuvor empfunden hatte.
Nach einer Weile sah der Leiter, dass ich aktiv an den Versammlungen teilnahm, und wollte veranlassen, dass ich als Gruppenleiter drei neue Gläubige bewässerte. Ich zögerte jedoch etwas, denn tagsüber leitete ich die Baustelle und abends musste ich die Arbeitsstunden erfassen und die Buchhaltung machen. Wo sollte ich da noch die Zeit finden, die neuen Gläubigen zu bewässern? Ich wollte diese Pflicht nicht tun. Doch mein Gewissen meldete sich: Als ich gerade erst angefangen hatte, an Gott zu glauben, und mit der Bauarbeit beschäftigt war, sahen die Brüder und Schwestern, dass ich tagsüber keine Zeit für Versammlungen hatte. Also kamen sie abends, um mich zu bewässern und zu unterstützen, und halfen mir durch den gemeinschaftlichen Austausch über Gottes Worte, die Wahrheit zu verstehen. Jetzt, wo es mehr neue Gläubige in der Kirche gab und es an Bewässerern mangelte, sollte ich meinen Teil beitragen. Bei diesem Gedanken betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu führen und zu erleuchten, damit ich die richtige Entscheidung treffe. Ich las diese Worte Gottes: „Lasst Mich euch das Eine sagen: Die Pflichtausführung des Menschen ist, was er tun sollte. Und wenn er seine Pflicht nicht ausführt, dann ist das seine Aufsässigkeit. Der Mensch wird durch den Prozess der Ausführung seiner Pflicht allmählich geändert, und durch diesen Prozess demonstriert er seine Treue. Je mehr du also in der Lage bist, deine Pflicht auszuführen, desto mehr Wahrheiten wirst du erlangen können, und umso praktischer wird dein Ausdruck werden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Unterschied zwischen dem Amt des fleischgewordenen Gottes und der Pflicht des Menschen). Gottes Worte ließen mich verstehen, dass es für uns als geschaffene Wesen vollkommen normal und gerechtfertigt ist, unsere Pflichten auszuführen, weil unser Leben von Gott kommt und Er uns alles, was wir genießen, geschenkt hat. Unsere Pflichten zu tun, ist für jeden von uns eine unabweisbare Verantwortung und Verpflichtung. Würde ich diese Pflicht nicht annehmen, hätte ich wirklich kein Gewissen. Außerdem fand die Bewässerung der neuen Gläubigen nur an zwei Abenden in der Woche statt, sie würde also die Leitung meines Baugeschäfts nicht groß stören. Als mir das klar wurde, willigte ich ein, diese Pflicht zu übernehmen. Wenn ich bei den Zuständen oder Auffassungen der neuen Gläubigen manchmal nicht weiterwusste, betete ich zu Gott, in der Hoffnung, zu finden, was ich suchte. Durch das Lesen von Gottes Worten verstand ich unbewusst einige Wahrheiten. Die Probleme mit den Zuständen und Auffassungen der neuen Gläubigen wurden gelöst, und mein Verständnis der Wahrheit der Visionen wurde klarer, also führte ich meine Pflicht aktiver aus. Ich dachte, dass ich durch das Ausführen meiner Pflicht die Erleuchtung und Führung des Heiligen Geistes empfangen, mehr Wahrheiten verstehen und ein Gefühl von Frieden und Gelassenheit in meinem Herzen erlangen konnte.
Als die Brüder und Schwestern nach einer Weile sahen, wie eifrig mein Streben war, wählten sie mich zum Evangeliumsdiakon. Ich habe mich darüber sehr gefreut, denn ich wusste, dass ein Ausdruck von Gottes Liebe war, dass mir diese Pflicht zuteilwurde. Ich wollte sie schätzen und diese Pflicht gut ausführen. Ich hatte jedoch auch einige Sorgen in meinem Herzen: Nach viel Mühe war mein Baugeschäft erheblich gewachsen, und die Profite würden wahrscheinlich weiter ansteigen. Wenn ich die Pflicht als Evangeliumsdiakon annehmen würde, hätte ich sicher weniger Energie für die Leitung des Bauunternehmens, was zu einem deutlichen Rückgang meiner Einnahmen führen würde. Ich befand mich in einem Dilemma. Dann erinnerte ich mich daran, dass Gottes Werk der letzten Tage Sein letztes Werk zur Errettung der Menschheit ist. Wenn ich mich nur darauf konzentrierte, Geld zu verdienen, und meine Pflicht vernachlässigte, wie könnte ich dann die Wahrheit erlangen? Also betete ich zu Gott und bat Ihn, mich bei der Suche nach der Wahrheit und der Lösung meiner eigenen Schwierigkeiten zu führen. Ich las eine Passage aus Gottes Worten: „Was heute von euch erreicht werden muss, sind keine zusätzlichen Forderungen, sondern die Pflicht des Menschen, und das, was von allen Menschen getan werden sollte. Wenn ihr nicht in der Lage seid, eure Pflicht auszuführen oder sie gut zu erfüllen, bringt ihr euch dann nicht in Schwierigkeiten? Umwerbt ihr nicht den Tod? Wie könnt ihr immer noch erwarten, eine Zukunft und Aussichten zu haben? Gottes Werk wird um der Menschheit willen vollbracht, und die Mitwirkung des Menschen wird um Gottes Führung willen erteilt. Nachdem Gott alles vollbracht hat, muss der Mensch in seiner Praxis unablässig sein und mit Gott zusammenarbeiten. In Gottes Werk sollte der Mensch keine Mühe scheuen; er sollte seine Hingabe darbringen, und sollte sich nicht zahlreichen Auffassungen hingeben oder nur herumsitzen und auf den Tod warten. Gott kann sich für den Menschen opfern, warum kann dann der Mensch Gott seine Hingabe nicht darbringen? Gott ist dem Menschen gegenüber eines Herzens und eines Sinnes, warum kann der Mensch nicht ein wenig Zusammenarbeit darbringen? Gott wirkt für die Menschheit, warum kann der Mensch nicht manche seiner Pflichten um Gottes Führung willen ausführen? Gottes Werk ist so weit gekommen, doch obwohl ihr seht, handelt ihr nicht; ihr hört, aber bewegt euch nicht. Sind derartige Menschen nicht Ziel der Verdammnis? Gott hat bereits Sein Ganzes dem Menschen gewidmet. Warum ist der Mensch also heutzutage nicht in der Lage, seine Pflicht ernsthaft auszuführen? Für Gott hat Sein Werk erste Priorität, und das Werk Seiner Führung ist von äußerster Bedeutung. Die erste Priorität des Menschen ist, Gottes Wort in die Praxis umzusetzen und Gottes Anforderungen zu erfüllen. Dies solltet ihr alle verstehen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gottes Werk und die Praxis des Menschen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich zutiefst berührt. Um die Menschheit zu erlösen, wurde Gott das erste Mal Mensch und dann für die Menschheit gekreuzigt, um den Menschen ihre Sünden zu vergeben. In den letzten Tagen ist Gott erneut Mensch geworden, um alle Wahrheiten kundzutun, die für die vollständige Errettung der Menschheit benötigt werden. Er hält über diese Wahrheiten klar und ausführlich Gemeinschaft, um uns dabei zu helfen, die Wahrheit besser zu verstehen, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden. Alles, was Gott tut, tut Er für uns. Warum konnte ich dann nicht meine Pflicht tun, um Gottes Liebe zu vergelten? Gottes Absichten waren mir komplett egal, und weil ich befürchtete, dass sich diese Pflicht auf meine Einnahmen auswirken würde, wenn ich sie annahm, wollte ich sie ablehnen. Ich dachte nur ans Geldverdienen, und ich scherte mich nicht um meine Pflicht – ich war wirklich selbstsüchtig und verachtenswert! Als die Brüder und Schwestern mich zum Evangeliumsdiakon wählten, kam diese Pflicht von Gott. Sie war eine Verantwortung und eine Verpflichtung, und ich sollte sie annehmen und mich unterwerfen. Wenn ich mich weigerte, war ich es nicht wert, ein Mensch genannt zu werden, und ich würde die Gelegenheit verlieren, die Wahrheit zu erlangen, und letztendlich ausgemustert werden. Obwohl ich meine Liebe zum Geld nicht sofort loslassen konnte, war ich bereit, nach Gottes Worten zu handeln, diese Pflicht anzunehmen und mein Bestes zu geben, um sie zu erfüllen.
Anfangs schaffte ich es, mir Zeit für Versammlungen zu nehmen, und trainierte mit den Brüdern und Schwestern, das Evangelium zu predigen und Gott zu bezeugen. Als ich jedoch mehr Bauprojekte annahm, merkte ich, wie ich diesen Zeit opferte, die eigentlich für meine Pflicht und die Versammlungen gedacht war. Einmal bat mich ein Grundstückseigentümer, vier dreistöckige Gebäude zusammen mit einigen Nebenprojekten zu errichten. Ich zögerte: Dieses Projekt war gewaltig, und ich hatte noch ein anderes unfertiges Projekt, um dessen Leitung ich mich kümmern musste. Dem neuen Projekt zuzustimmen, würde noch weniger Zeit für meine Pflicht und die Versammlungen bedeuten. Ich versuchte, mit dem Grundstückseigentümer zu verhandeln, um den Baubeginn zu verschieben, aber er war nicht einverstanden. Ich fühlte mich unter Druck gesetzt, denn wenn ich nicht pünktlich anfangen würde, würden die unterschriebenen Verträge ungültig werden. Nicht nur, dass ich kein Geld verdienen würde, ich müsste auch noch Schadensersatz zahlen, und mein Ruf wäre ruiniert. Wer würde mir künftige Projekte anvertrauen, wenn ich meine Verpflichtungen nicht einhalten würde? Könnte ich ohne Projekte überhaupt noch Geld verdienen? Mit diesen Sorgen im Hinterkopf gab ich den Forderungen des Grundstückseigentümers schließlich nach und war bald vollauf mit dem neuen Bauprojekt beschäftigt. Wenn es viele Probleme auf der Baustelle gab, warf ich manchmal nur einen flüchtigen Blick auf Gottes Worte, bevor ich morgens losging. Das störte nicht nur mein normales geistliches Leben, sondern ließ mir auch keine Zeit, die Evangeliumsarbeit nachzuverfolgen. Als ich in dieser Zeit sah, dass die Evangeliumsarbeit keine Ergebnisse brachte, meldete sich mein Gewissen. In meinem Herzen nahm ich mir fest vor: Egal, wie stressig die Bauarbeiten in Zukunft werden, ich werde an den Versammlungen teilnehmen und meine Pflicht erfüllen.
Eines Tages, als ich gerade auf dem Weg zu einer vereinbarten Versammlung war, klingelte plötzlich mein Handy. Auf der Baustelle gab es ein Problem, das meine sofortige Anwesenheit erforderte. Ich zögerte: Dieses Mal wollte ich eigentlich zur Versammlung gehen und über die Evangeliumsarbeit Gemeinschaft halten, doch nun tauchte dieses Problem auf. Wenn ich auf die Baustelle fuhr, um das Problem zu lösen, könnte ich nicht an der Versammlung teilnehmen – würde ich damit nicht Gott täuschen? Aber was, wenn ich nicht hinging und der Grundstückseigentümer eine formelle Beschwerde einreichte? Das könnte meinem Ruf und meiner finanziellen Lage schaden. Wenn das so weiterging, wie sollte ich dann meine Bauprojekte leiten? Ich beschloss, dem Problem auf der Baustelle Vorrang zu geben, und versprach mir selbst, mir später Zeit für die Versammlungen und meine Pflicht zu nehmen. Also fuhr ich zur Baustelle. Als ich abends nach Hause kam und über die Ereignisse des Tages nachdachte, meldete sich mein Gewissen. Ich hatte geplant, an der Versammlung teilzunehmen, ließ es dann aber zu, dass meine finanziellen Sorgen das Ausführen meiner Pflicht behinderten. Während dieser Zeit hatte mein Fokus auf die Bauarbeiten den Fortschritt der Evangeliumsarbeit behindert, und mir wurde klar, dass ich meine Pflicht nicht gut ausgeführt hatte. Wenn ich jedoch die Bauprojekte beiseitelegen und aufhören würde, Geld zu verdienen, wie sollte ich dann ein wohlhabendes und angesehenes Leben führen? Innerlich hin- und hergerissen trat ich vor Gott und betete: „Gott, mein Herz ist beunruhigt. Ich weiß, dass es vollkommen normal und gerechtfertigt ist, an Dich zu glauben und meine Pflicht zu tun, aber es fällt mir schwer, mich innerlich von Geld und Wohlstand zu lösen. Bitte führe mich, damit ich die richtige Entscheidung treffe.“ Nach dem Gebet beruhigte sich mein Herz allmählich. In meiner Suche las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn Ich in diesem Augenblick etwas Geld vor euch hinlegen und euch die Freiheit geben würde, zu wählen – und wenn Ich euch nicht für eure Wahl verurteilen würde –, dann würden die meisten von euch das Geld wählen und die Wahrheit aufgeben. Die Besseren unter euch würden das Geld aufgeben und widerwillig die Wahrheit wählen, während diejenigen dazwischen mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit greifen würden. Würde so nicht euer wahres Gesicht offensichtlich werden? Vor die Wahl gestellt zwischen der Wahrheit und allem, dem ihr treu seid, würdet ihr alle so wählen, und eure Einstellung würde die gleiche bleiben. Ist dem nicht so? Viele von euch haben zwischen richtig und falsch geschwankt, nicht wahr? In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß – zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw. – kann es doch sicherlich nicht sein, dass ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, nicht bewusst seid! … Das Herzblut, das Ich viele Jahre lang aufgewendet habe, hat Mir überraschenderweise nichts anderes gebracht als eure Abwendung und Resignation, aber Meine Hoffnungen auf euch wachsen mit jedem Tag, denn Mein Tag ist vor jedem völlig offengelegt worden. Doch jetzt strebt ihr immer noch nach dunklen und bösen Dingen und weigert euch, euren Griff um sie zu lockern. Was wird dann euer Ergebnis sein? Habt ihr jemals sorgfältig darüber nachgedacht? Wenn ihr aufgefordert würdet, erneut zu wählen, wie wäre eure Haltung dann?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). Was Gott hat hier exakt meinen Zustand offenbart. War ich nicht jemand, der mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit greifen würdet? Ich beteuerte meine Bereitschaft, meine Pflicht zu tun, um Gott zufriedenzustellen, und nahm mir in meinem Herzen vor, mich gegen das Fleisch aufzulehnen und meine Pflicht gut auszuführen. Wenn meine Pflicht jedoch mit meinen finanziellen Interessen in Konflikt kam, konnte ich der Verlockung von Geld, Ruhm und Gewinn nicht widerstehen. Ich konnte nicht anders, als mich von meinen Begierden leiten zu lassen und mich für das Geld zu entscheiden. Ich wusste, dass die Übernahme dieses großen Bauprojekts mehr Zeit und Mühe erfordern und mir keine Zeit lassen würde, meine Pflicht zu tun. Dennoch entschied ich mich stur dafür, es anzunehmen, um mehr Geld zu verdienen und die Bewunderung anderer zu gewinnen, obwohl ich wusste, dass es falsch war. Mein Herz war darauf fixiert, Geld zu verdienen, und ich vernachlässigte über einen Monat lang die Nachverfolgung der Evangeliumsarbeit, wodurch sie fast zum Stillstand kam. Dass ich so mit der von Gott übertragenen Pflicht umgegangen war, ließ mich wahrhaft tief Gottes Schuld stehen.
Dann dachte ich darüber nach, warum ich mich innerlich nicht von Geld und Wohlstand lösen konnte, obwohl ich genau wusste, dass ich durch das Ausführen meiner Pflicht schließliche die Wahrheit erlangen würde. Später las ich bei meiner Suche zwei Abschnitte aus Gottes Worten: „Satan verwendet eine sehr sanfte Methode, eine Methode, die sehr mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmt und nicht sehr aggressiv ist, um die Menschen dazu zu bringen, unwissentlich seine Mittel und Gesetze zum Überleben anzunehmen, Lebensziele und -richtungen zu entwickeln und in den Besitz von Lebensbestrebungen zu gelangen. Ganz gleich, wie hochtrabend die Menschen ihre Lebensbestrebungen beschreiben, diese Bestrebungen drehen sich immer um ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Alles, was jede großartige oder berühmte Persönlichkeit – oder eigentlich jeder Mensch – ihr Leben lang anstrebt, steht nur mit diesen zwei Worten in Verbindung: ‚Ruhm‘ und ‚Gewinn‘. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie hohen Status und großen Reichtum sowie das Leben genießen können. Die Menschen denken, wenn sie erst einmal Ruhm und Gewinn haben, hätten sie das Kapital, mit dem sie Vergnügungen suchen und sich dem zügellosen Genuss des Fleisches hingeben könnten. Um dieses Ruhms und Gewinns willen, nach denen sie streben, übergeben die Menschen Satan mit Freuden und unwissentlich ihren Körper, ihr Herz und sogar alles, was sie besitzen, einschließlich ihrer Aussichten und ihres Schicksals. Sie tun dies ohne Vorbehalt, ohne auch nur einen Moment zu zweifeln und ohne sich jemals bewusst zu sein, dass sie alles, was sie einmal hatten, zurückfordern sollten. Können die Menschen jegliche Kontrolle über sich selbst behalten, wenn sie sich einmal Satan verschrieben haben und ihm auf diese Weise treu geworden sind? Sicherlich nicht. Sie stehen voll und ganz unter Satans Kontrolle. Sie sind ganz und gar in diesem Sumpf versunken und nicht in der Lage, sich selbst herauszuziehen. Sobald jemand in Ruhm und Gewinn verstrickt ist, sucht er nicht mehr nach dem, was hell und gerecht ist, oder nach dem, was schön und gut ist. Der Grund dafür ist, dass die Verlockung von Ruhm und Gewinn für die Menschen zu groß ist und dass es sich hierbei um Dinge handelt, nach denen sie pausenlos ihr ganzes Leben lang, ja sogar bis in alle Ewigkeit, streben können. Ist das nicht die tatsächliche Situation?“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). „Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, er lässt sie an nichts anderes als an diese beiden Dinge denken und bringt sie dazu, um Ruhm und Gewinn zu ringen, für Ruhm und Gewinn Härten zu erleiden, für Ruhm und Gewinn Erniedrigung zu erdulden und schwere Lasten zu tragen, für Ruhm und Gewinn alles zu opfern, was sie haben, und jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung um des Ruhms und Gewinns willen zu treffen. Auf diese Weise legt Satan den Menschen unsichtbare Fesseln an, und unter diesen Fesseln haben sie weder die Fähigkeit noch den Mut, sich zu befreien. Unwissentlich tragen sie diese Fesseln, während sie mit großen Schwierigkeiten Schritt für Schritt immer weiter voranstapfen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass Satans, wenn er die Menschen dazu verleitet, nach Geld, Ruhm und Gewinn zu streben, damit beabsichtigt, sie zu verderben und zu kontrollieren, ihre Herzen weiter von Gott zu entfernen und sie schließlich in seine Falle zu locken, aus der sie sich nicht mehr befreien können. Jeden Tag schuftete ich unermüdlich von früh bis spät auf den Baustellen, um Geld zu verdienen. Das rührte vom Einfluss der Gifte Satans her, die mir seit meiner Kindheit eingetrichtert wurden, wie „Geld regiert die Welt“ und „Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts“. Ich glaubte, wenn man Geld hat, gehört einem die Welt – und zudem wird man von allen bewundert und kann ein priviligiertes Leben führen. Als meine Bauprojekte größer wurden und ich von Verwandten und Freunden in den höchsten Tönen gelobt wurde, war ich noch mehr davon überzeugt, dass Reichtum einem die Bewunderung der Menschen einbringen kann. Ich machte das Streben nach Geld zu meinem Lebensziel, schuftete jeden Tag unermüdlich dafür und lebte in ständiger Sorge und Angst vor möglichen Unfällen auf der Baustelle und den Konsequenzen, die ich dafür tragen müsste. Nach außen hin sah es so aus, als würde ich eine Menge Geld verdienen und Ruhm erlangen und den Glanz und die Bewunderung genießen, aber innerlich war ich bedrückt. Ich litt körperlich darunter, und meine Frau hätte fast ihr Leben verloren. Doch trotz dieser Erfahrungen konnte ich mich innerliche nicht von meinem Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn lösen. Nachdem ich in Gottes Haus gekommen war, verstand ich, dass ich in meinem Glauben nach der Wahrheit streben sollte. Ich war jedoch nicht in der Lage, Satans Pläne zu durchschauen, und ertappte mich dabei, wie ich unwillkürlich nach Ruhm und Gewinn strebte. Als Evangeliumsdiakon in der Kirche war es meine Pflicht, die Evangeliumsarbeit gut auszuführen. Um jedoch mehr Geld zu verdienen, vernachlässigte ich einen Monat lang die Nachverfolgung der Evangeliumsarbeit und legte meine Pflicht beiseite. Von seiner Natur her, war dieses Verhaltens gleichbedeutend damit, Gott zu betrügen und zu verraten. Ich war täglich mit der Leitung von Bauprojekten beschäftigt und vernachlässigte Andachten und Versammlungen, was dazu führte, dass sich mein Herz weiter von Gott entfernte und mein Leben Schaden nahm. Wenn ich so weitermachte, würde ich schließlich die Gelegenheit verlieren, meine Pflicht zu tun und Errettung zu erlangen. Endlich erkannte ich, dass das Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn kein guter Weg ist; es ist ein Mittel, mit dem Satan die Menschen verdirbt und ihnen schadet, ein Werkzeug der Knechtschaft. Wenn ich auf diese Weise weiterstrebte, würde ich letztendlich zu einem Spielzeug in Satans Händen und von verletzt und verschlungen werden.
Etwas später las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten: „Was ihr braucht, sind weder Wahrheit und Leben noch die Verhaltensgrundsätze, und noch weniger Mein mühevolles Wirken. Was ihr braucht, ist vielmehr alles, was ihr im Fleisch besitzt – Reichtum, Status, Familie, Ehe usw. Ihr seid völlig uninteressiert an Meinen Worten und an Meinem Werk, weshalb Ich euren Glauben in einem Wort zusammenfassen kann: oberflächlich. Ihr tut alles Erdenkliche, um die Dinge zu erreichen, denen gegenüber ihr absolut treu seid, aber Ich habe festgestellt, dass ihr für die Angelegenheiten, die euren Glauben an Gott betreffen, nicht das Gleiche tun würdet. Stattdessen seid ihr relativ treu und relativ ernsthaft. Deshalb sage Ich, dass diejenigen, denen ein Herz der höchsten Aufrichtigkeit fehlt, in ihrem Glauben an Gott Versager sind. Denkt sorgfältig nach – gibt es viele Versager unter euch?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Über den Bestimmungsort). „In das Königreich einzugehen und Mitglieder von Gottes Volk zu werden, ist für euch als normale Menschen und als Menschen, die danach streben, Gott zu lieben, eure wahre Zukunft und ein Leben von höchstem Wert und größter Bedeutung; niemand ist gesegneter als ihr. Warum sage Ich das? Weil diejenigen, die nicht an Gott glauben, für das Fleisch leben und für Satan leben, lebt ihr heute aber für Gott und lebt, um den Willen Gottes zu befolgen. Darum sage Ich, eure Leben sind von größter Bedeutung. Nur diese Gruppe von Menschen, die von Gott ausgewählt worden ist, ist imstande, ein Leben größter Bedeutung auszuleben. Niemand sonst auf der Erde ist imstande, ein Leben von solchem Wert und solcher Bedeutung auszuleben wie das eure“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erkennt Gottes neustes Werk und folgt Seinen Fußspuren). Gottes Worte halfen mir zu verstehen, dass wir beim Glauben an Gott nach der Wahrheit streben und unsere Pflichten erfüllen müssen. Indem wir unsere Pflichten ausführen und die Wahrheit verstehen, legen wir nach und nach unsere verdorbene Disposition ab und können so Gottes Errettung empfangen. Ich erinnerte mich daran, was der Herr Jesus sagte: „Ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht Mein Jünger sein“ (Lukas 14,33). Im Zeitalter der Gnade strebte Petrus nicht nach Reichtum, Ruhm oder Gewinn. Als er den Ruf des Herrn Jesus verspürte, konnte er vom Fischen ablassen und dem Herrn folgen. Sein Streben galt einzig der Wahrheit, dem Ausführen der Pflichten eines geschaffenen Wesens, der Selbsterkenntnis durch Gottes Worte und dem Ablegen seiner verdorbenen Disposition. Am Ende legte er ein wunderschönes und eindrucksvolles Zeugnis für Gott ab, wurde von Ihm perfektioniert und führte ein bedeutungsvolles Leben. Wenn ich über die Erfahrung von Petrus nachdachte, wurde mir klar, wie bedeutungsvoll es für uns ist, nach der Wahrheit zu streben und unsere Pflichten auszuführen. Da nun die großen Katastrophen hereingebrochen waren, wenn ich jetzt weiterhin am Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn festhielte und nicht nach der Wahrheit strebte oder meine Pflichten nicht gut ausführte, wäre es zu spät. Am Ende würde ich nur in die großen Katastrophen stürzen, mit Wehklagen und Zähneknirschen. Ich musste dem Beispiel von Petrus folgen und nach der Wahrheit streben. Ich durfte das Geldverdienen nicht über das Ausführen meiner Pflichten stellen. Um regelmäßig an den Versammlungen teilnehmen und meine Pflichten tun zu können, sprach ich mit meiner Frau darüber, alle unsere Bauwerkzeuge zu verkaufen und Gelegenheitsjobs anzunehmen, um unseren Lebensunterhalt zu sichern. Anfangs war meine Frau dagegen, also teilte ich ihr mein Verständnis und meine Gedanken aus dieser Zeit mit, woraufhin sie nichts mehr einzuwenden hatte. Später verkaufte ich alle Werkzeuge und widmete mich voll und ganz dem Ausführen meiner Pflichten. Beim Ausführen meiner Pflichten erlebte ich das Wirken und die Führung des Heiligen Geistes in der Zusammenarbeit mit den Brüdern und Schwestern, und ich fühlte mich befreit und frei. Wann immer ich meine Verdorbenheit offenbarte, suchte ich die Wahrheit, dachte über meine Absichten sowie das Wesen und die Konsequenzen meiner Handlungen nach und versuchte, diese zu erkennen. Wenn ich in der Lage war, mich gegen mich selbst aufzulehnen und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren, empfand ich Freude sowie inneren Frieden und Gelassenheit. Durch diese Erfahrung gewann ich ein praktisches Verständnis dafür, wie bedeutsam es ist, nach der Wahrheit zu streben und seine Pflichten auszuführen.
Einige Zeit später – ich machte gerade einige Gelegenheitsjobs – sagte mein Chef zu mir: „Ich weiß, dass du Bauprojekte leiten kannst. Hier gibt es eine Menge Arbeit und sie ist ziemlich lukrativ. Lass uns zusammenarbeiten – jeder bekommt die Hälfte. Wir könnten jeder durchaus bis zu mehreren Hunderttausend Yuan verdienen.“ Als ich die Worte meines Chefs hörte, geriet ich etwas ins Wanken und dachte: „Das ist eine seltene Chance, eine Menge Geld zu machen. Wenn ich das ein paar Jahre lang mache, könnte ich Millionen verdienen. Das Leben wäre ein bisschen besser. Soll ich dem Angebot meines Chefs zustimmen?“ Doch dann kam mir ein anderer Gedanke: „Wenn ich wegen des Geldes ins Projektmanagement einsteige, wie soll ich dann an Versammlungen teilnehmen und meine Pflichten tun? Ich werde die Chance verlieren, die Wahrheit und Gottes Errettung zu erlangen. Ist das nicht Satans Plan? Satan versucht wieder, mich mit Geld zu ködern, aber ich darf nicht auf seinen Trick hereinfallen.“ Also lehnte ich das Angebot meines Chefs ab. Als mein Chef meine entschlossene Haltung sah, ging er enttäuscht.
Durch diese Erfahrungen erkannte ich den Schaden und die Konsequenzen, die das Streben nach Reichtum, Ruhm und Gewinn mit sich bringt. Ich erkannte, dass Satan Geld benutzt, um Menschen in Versuchung zu führen und zu verderben. Ich verstand auch, dass Gott möchte, dass wir nach der Wahrheit streben, damit wir nicht mehr von Satan geschädigt werden und um es uns zu ermöglichen, die Wahrheit und Gottes Errettung zu erlangen. Nichts ist bedeutsamer oder wertvoller. Jetzt kann ich Arbeit und Geld beiseitelegen und mich voll und ganz dem Ausführen meiner Pflichten widmen. Nur durch die Führung von Gottes Worten habe ich diese Erkenntnisse erlangt und diese Veränderung durchlebt. Dank sei Gott!