8. Als meine Hoffnung zerplatzte, dass mein Sohn im Alter für mich sorgen würde

Von Wang Yan, China

Seit ich denken kann, erzählten die Älteren in meiner Umgebung oft davon, was für ein Glück doch der eine oder der andere hatte, so ehrerbietige und pflichtbewusste Kinder zu haben. Wenn sie krank waren, wurden sie von ihren Kindern am Bett umsorgt. Im Alter sorgte man für eine würdevolle Beisetzung. Dadurch schien es, als hätten sie ein wirklich lebenswertes Leben geführt. Dieser Glaube, „Kinder sind die beste Altersvorsorge“, verwurzelte sich tief in meinem Herzen. Als meine Eltern krank wurden, kümmerten wir Geschwister uns abwechselnd um sie. Nachdem sie gestorben waren, sorgten wir für eine würdevolle Bestattung. Ich war überzeugt, dass damit die Mühen unserer Eltern bei unserer Erziehung nicht umsonst gewesen waren, und dachte bei mir: „Zieht man Kinder nicht genau dafür groß, damit jemand da ist, der sich bis zum Tod um einen kümmert und für die Beisetzung sorgt?“ In unserem Dorf lebte eine einsame, ältere Frau. Ihr Mann und ihr Sohn waren beide gestorben und hatten sie allein und hilflos zurückgelassen. Als sie alt und krank wurde, war niemand da, der sich um sie kümmerte, und als sie starb, regelte niemand ihre Beisetzung. Ihr Leben kam mir elend vor. Nach meiner Heirat bekam ich einen Sohn. Als mein Sohn fünfzehn war, verstarb mein Mann. Der Tod meines Mannes war ein schwerer Schlag für mich. Die Härten des Lebens, die Schikanen der Leute und die Gerüchte raubten mir beinahe den Mut zum Weiterleben. Doch dann dachte ich an meinen Sohn und nahm mir fest vor, ihn großzuziehen, egal wie schwer das Leben auch sein mochte. Ich hoffte, dass er sich in Zukunft bis zu meinem Tod um mich kümmern und meine Beisetzung arrangieren würde. Später bekam ich ein Herzleiden und mir ging es jedes Mal bei der Arbeit schlecht. Mein Sohn kümmerte sich aufmerksam um mich und wenn ich krank war, zeigte er sich besorgt, was mich sehr tröstete. Ich hatte das Gefühl, ihn nicht umsonst großgezogen zu haben. Später fand ich meinen jetzigen Mann.

2008 nahm ich Gottes Werk der letzten Tage an. Ein Jahr später begann ich, meine Pflicht in der Kirche auszuführen. Hin und wieder fuhr ich nach Hause, um mich um meinen Sohn zu kümmern. Ich kochte ihm sein Lieblingsessen, half im Haushalt und gab ihm etwas Taschengeld. Ich versuchte, seine Bedürfnisse so gut ich konnte zu erfüllen. Im Jahr 2012 brauchte mein Sohn für den Eintritt in die Armee eine politische Hintergrundüberprüfung, weshalb die Polizei in unser Dorf kam, um Nachforschungen über meinen Glauben anzustellen. Also verließ ich mein Zuhause, um mich woanders zu verstecken. Zwei Monate später hörte ich, dass mein Mann verhaftet worden war, weil er das Evangelium gepredigt hatte. Danach traute ich mich nicht mehr, nach Hause zurückzukehren oder meinen Sohn zu kontaktieren.

Im Jahr 2017 fühlte ich mich oft schwach und hatte Herzrasen, deshalb wollte ich für eine medizinische Behandlung nach Hause zurückkehren. Aber bei mir zu Hause wäre ich nicht sicher gewesen, also blieb ich bei meiner älteren Schwester und bat sie, meinen Sohn zu kontaktieren. Es waren fünf Jahre vergangen, seit ich ihn das letzte Mal gesehen hatte, daher war ich sehr aufgeregt, als ich meinen Sohn wiedersah. Wir sprachen darüber, was in den letzten Jahren alles passiert war. Mein Sohn erzählte mir, dass er geheiratet hatte. Er wollte mich nach Hause holen und seine Frau sollte mich zum Arzt begleiten. Er sagte auch, dass sie ein Haus für mich freigehalten hätten, in dem ich leben könnte, wenn ich älter würde. Ich war sehr glücklich, das zu hören. Ich dachte daran, wie ich meinen Sohn jahrelang nicht gesehen und mich nicht um ihn gekümmert hatte, und doch dachte er an meine Zukunft im Alter. Ich spürte, dass ich mich immer noch auf meinen Sohn verlassen konnte. Doch am nächsten Abend kam mein Sohn nach der Arbeit zu mir und sagte niedergeschlagen: „Mama, meine Frau akzeptiert dich nicht. Sie kommt einfach nicht damit klar, dass du all die Jahre nicht zu Hause warst. Wir haben uns furchtbar gestritten, und sie hat mich vor die Wahl gestellt: entweder sie oder du. Da sie in schweren Zeiten für mich da war, habe ich mich für sie entschieden.“ Das traf mich wie ein Blitz. All die Jahre war mein Sohn mein Ein und Alles gewesen. Ich hatte mich so abgemüht, ihn großzuziehen, in der Hoffnung, er würde sich bis zu meinem Tod um mich kümmern und meine Beisetzung arrangieren. Aber jetzt zog er seine Frau mir vor und ließ mich nicht einmal in sein Haus. Waren all meine Mühen, ihn großzuziehen, doch völlig umsonst gewesen? Eine ganze Weile konnte ich diese Realität nicht akzeptieren und vergoss viele Tränen.

Nachdem mein Sohn gegangen war, blieb ich im Haus meiner Schwester, und mein Zustand verschlimmerte sich durch den seelischen Schock. Mein Mann war nicht bei mir, und jetzt konnte ich auch nicht mehr auf meinen Sohn zählen. Man sagt doch, Eltern ziehen ihre Kinder auf, damit diese sich im Alter um sie kümmern, aber ich hatte niemanden, auf den ich mich verlassen konnte. Ich war unendlich traurig und verzweifelt. Ich sah zu, wie die Familie meiner Schwester fröhlich beisammen war, lachte und sich herzlich unterhielt. Im Gegensatz dazu fühlte es sich für mich an, als ob es keinen Unterschied machte, einen Sohn zu haben oder nicht. Ich würde zu einer einsamen alten Frau werden. Wenn ich krank würde, würde sich niemand um mich kümmern, und wenn ich sterben würde, gäbe es niemanden, der meine Beisetzung arrangierte. Mein Leben fühlte sich an wie ein einziges Scheitern. Ich glaubte doch an Gott, wie konnte es also sein, dass es Nichtgläubigen besser erging als mir? Je mehr ich darüber nachdachte, desto trauriger wurde ich. Ich verbrachte meine Tage niedergeschlagen und ohne jede Motivation. Eines Tages, einige Zeit später, kam mein Sohn plötzlich zu mir. Er sagte, er sei in einen Rechtsstreit verwickelt und wollte sich etwas Geld von uns leihen. Ich dachte daran, dass ich mich in den letzten Jahren nicht gut um ihn gekümmert hatte, und jetzt, wo er in Schwierigkeiten steckte, sollte ich als seine Mutter ihm durch diese schwere Zeit helfen. Also bat ich meinen Mann, ihm etwas Geld zu geben. Mein Sohn sagte, dass er später seine Frau und seine Tochter mitbringen würde, um uns kennenzulernen. Nach dem Chinesischen Neujahrsfest besuchte mich mein Sohn tatsächlich mit seiner kleinen Tochter. Ich dachte, auch wenn meine Schwiegertochter mich immer noch nicht akzeptierte, würden sich zumindest mein Sohn und meine Enkelin um mich kümmern, wenn ich älter würde. Sie würden sich bis zu meinem Tod um mich kümmern und meine Beisetzung arrangieren. Ich war überglücklich und schöpfte wieder Hoffnung, in meinen späten Jahren jemanden zu haben, auf den ich zählen konnte.

Kurz vor dem Neujahrsfest 2024 wurde meine Cousine verhaftet und verriet mich. Um der polizeilichen Überwachung und Verhaftung zu entgehen, ging ich an einen anderen Ort, um meine Pflicht auszuführen, und traute mich nicht, zum Neujahrsfest nach Hause zu fahren. Als der Tag kam, an dem mein Sohn mich besuchen sollte, kam ich innerlich nicht zur Ruhe. Ich dachte darüber nach, wie mein Sohn und ich unsere Beziehung in den letzten zwei Jahren gerade erst wiederhergestellt hatten, und nun war ich schon wieder weg. Würde er wütend auf mich sein und nie wieder mit mir sprechen? Würde ich meinen Sohn jetzt schon wieder verlieren? Bei dem Gedanken, der Zukunft allein entgegenzusehen, war ich untröstlich und ruhelos; ich konnte weder essen noch schlafen. Obwohl ich weiterhin meine Pflicht ausführte, war mein Herz nicht bei der Sache. Ich hatte auch keine Lust mehr, die Kirchenarbeit zu nachzuverfolgen. Ich betete oft zu Gott und bat Ihn, mich aus meinem negativen Zustand herauszuführen.

Später dachte ich nach: „Warum war ich so bekümmert und litt so sehr, nur weil ich meinen Sohn nicht sah? Was war die eigentliche Ursache dafür?“ Eines Tages las ich Gottes Worte: „Neben diesen Erwartungen an erwachsene Kinder stellen Eltern auch eine Forderung an ihre Kinder, die allen Eltern auf der Welt gemeinsam ist: Sie hoffen, die Kinder würden in der Lage sein, ihre Eltern zu ehren und sie gut zu behandeln. Natürlich gibt es auch ethnische Gruppen und Regionen, in denen Eltern konkretere Dinge von ihren Kindern fordern. Außer dass sie ihre Eltern ehren, müssen die Kinder auch zum Beispiel bis zu deren Tod für sie sorgen und ihre Beerdigung arrangieren. Wenn sie erwachsen sind, müssen sie bei ihren Eltern leben und die Verantwortung für den Lebensunterhalt ihrer Eltern übernehmen. Das ist der letzte Aspekt der elterlichen Erwartungen an Kinder, den wir jetzt besprechen werden – die Forderung der Eltern an ihre Kinder, sie zu ehren und sich im Alter um sie zu kümmern. Liegt darin nicht die ursprüngliche Absicht, die alle Eltern mit dem Kinderkriegen verfolgen, und ist das nicht eine Grundanforderung an ihre Kinder? (Doch.) … Wenn ihre Kinder noch sehr klein sind, beginnen die Eltern bereits, Forderungen zu stellen und sie ständig zu testen, indem sie fragen: ‚Wirst du Mama und Papa unterstützen, wenn du groß bist?‘ ‚Ja.‘ ‚Wirst du Papas Eltern unterstützen?‘ ‚Ja.‘ ‚Wirst du Mamas Eltern unterstützen?‘ ‚Ja.‘ ‚Wen magst du am liebsten?‘ ‚Ich mag Mama am liebsten.‘ Dann wird der Papa eifersüchtig: ‚Und Papa?‘ ‚Ich mag Papa am liebsten.‘ Die Mama wird eifersüchtig: ‚Wen magst du wirklich am liebsten?‘ ‚Mama und Papa.‘ Dann sind beide Elternteile zufrieden. Sie trachten danach, dass ihre Kinder bereits ihre Kindespflicht erfüllen, wenn sie gerade erst sprechen gelernt haben, und hoffen, dass ihre Kinder gut zu ihnen sein werden, wenn sie erwachsen sind. Obwohl diese kleinen Kinder sich nicht klar ausdrücken können und nicht viel verstehen, wollen die Eltern dennoch ein Versprechen in den Antworten ihrer Kinder hören. Gleichzeitig wollen sie ihre eigene Zukunft in den Kindern sehen. Sie hoffen, die Kinder, die sie großziehen, würden nicht undankbar sein, sondern sie ehren, Verantwortung für sie übernehmen, und noch mehr hoffen sie, dass sie sich auf die Kinder verlassen können und die Kinder sie im Alter unterstützen. Obwohl sie ihren Kindern von klein auf diese Fragen stellen, sind es keine arglosen Fragen. Sie stellen ganz und gar Anforderungen und Hoffnungen dar, sehr reale Anforderungen und sehr reale Hoffnungen, die den Tiefen des Herzens dieser Eltern entspringen. Sobald ihre Kinder anfangen, Dinge zu verstehen, hoffen die Eltern, sie würden im Krankheitsfall um sie besorgt sein, bei ihnen am Krankenbett sitzen und sich um sie kümmern, auch wenn es nur darum geht, ihnen ein Glas Wasser einzuschenken. Obwohl sie nicht viel tun können, keine finanzielle oder praktische Hilfe leisten können, sollten ihre Kinder sie zumindest so weit ehren. Die Eltern wollen sehen, dass sie geehrt werden, solange ihre Kinder klein sind, und sie von Zeit zu Zeit überprüfen. Wenn die Eltern sich nicht wohlfühlen zum Beispiel oder müde von der Arbeit sind, prüfen sie, ob ihre Kinder sich darauf verstehen, ihnen Getränke zu bringen, die Schuhe zu bringen, ihre Kleider zu waschen oder ihnen eine einfache Mahlzeit zuzubereiten, auch wenn es nur Rührei mit Reis ist, oder ob sie ihre Eltern fragen werden: ‚Seid ihr müde? Wenn ihr müde seid, lasst mich euch etwas zu essen machen.‘ Einige Eltern gehen während der Feiertage aus und kommen absichtlich nicht zu den Mahlzeiten zurück, um das Essen vorzubereiten, damit sie sehen, ob ihre Kinder herangewachsen und vernünftig geworden sind, ob sie wissen, dass sie für ihre Eltern kochen, sie ehren und auf sie Rücksicht nehmen sollten, ob sie an ihren Beschwernissen Anteil nehmen können oder ob sie herzlose, undankbare Menschen sind, ob sie sie umsonst großgezogen haben. Während des Heranwachsens ihrer Kinder und sogar im Erwachsenenalter werden diese von ihren Eltern ständig diesbezüglich getestet und heimlich ausspioniert. Gleichzeitig stellen sie ständig Forderungen an ihre Kinder: ‚Du solltest kein so herzloser, undankbarer Mensch sein. Warum haben wir, deine Eltern, dich überhaupt großgezogen? Damit du uns im Alter versorgst. Haben wir dich umsonst großgezogen? Du solltest uns nicht trotzen. Es war nicht einfach für uns, dich großzuziehen. Es war harte Arbeit. Du solltest rücksichtsvoll sein und diese Dinge wissen.‘ Besonders während der sogenannten rebellischen Phase, das heißt, während des Übergangs von der Jugend zum Erwachsenenalter, sind einige Kinder nicht sehr vernünftig oder einsichtig, und sie widersetzen sich oft ihren Eltern und sorgen für Ärger. Ihre Eltern weinen, machen eine Szene und liegen ihnen ständig in den Ohren: ‚Du weißt nicht, wie viel wir gelitten haben, um uns um dich zu kümmern, als du klein warst! Wir haben nicht erwartet, du würdest so aufwachsen, ohne uns auch nur ein wenig zu ehren, ohne zu wissen, wie man die Last der Hausarbeit oder unserer Beschwernisse teilt. Du weißt nicht, wie schwierig das alles für uns ist. Du ehrst uns nicht, du bist trotzig, du bist kein guter Mensch!‘ Abgesehen davon, dass sie wütend auf ihre Kinder sind, weil diese in der Schule oder im Alltag ungehorsam sind oder ein radikales Verhalten erkennen lassen, ist ein weiterer Grund für ihre Wut, dass sie ihre eigene Zukunft nicht in ihren Kindern sehen können oder feststellen, dass ihre Kinder sie in Zukunft nicht ehren werden, dass sie ihren Eltern gegenüber nicht rücksichtsvoll sind oder sie nicht bemitleiden, ihre Eltern nicht im Herzen tragen oder, genauer gesagt, dass sie nicht wissen, wie sie ihre Eltern ehren sollen. Nach Ansicht der Eltern können sie ihre Hoffnungen also nicht in solche Kinder setzen: Sie könnten undankbar oder trotzig sein, und ihre Eltern sind untröstlich, haben das Gefühl, die Investitionen und Ausgaben, die sie für ihre Kinder getätigt haben, seien umsonst gewesen, sie hätten ein schlechtes Geschäft gemacht, es habe sich nicht gelohnt, und sie bereuen es, sie sind traurig, bekümmert, und sie leiden Qualen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Gott entlarvt, dass Eltern Erwartungen an ihre Kinder haben. Sie erwarten nämlich, dass ihre Kinder sich bis zum Tod um sie kümmern und ihre Beisetzung arrangieren. Wenn ihre Kinder diese Erwartungen nicht erfüllen, fühlen sie sich verletzt und enttäuscht und denken, sie hätten ihre Kinder umsonst großgezogen. Das war genau mein Zustand. Ich hatte diese Erwartungen an meinen Sohn, als er noch sehr klein war. Ich hoffte, er würde für mich da sein, wenn ich krank war. Ich erwartete auch, dass er mich im Alter versorgen und sich um meinen Alltag kümmern würde, wenn ich mich nicht mehr bewegen könnte, und dass er nach meinem Tod meine Beisetzung arrangieren würde. Als mein Sohn erwachsen wurde, traute ich mich wegen der Verfolgung durch die KPCh mehrere Jahre lang nicht nach Hause. Als ich zurückkam und hörte, dass mein Sohn ein Haus für mich freigehalten hatte und ich im Alter dorthin zurückkehren könnte, war ich überglücklich. Ich dachte, mein Sohn sei doch respektvoll, pflichtbewusst und zuverlässig. Aber als er seine Frau mir vorzog, war ich untröstlich und enttäuscht. Ich fand, mein Sohn sei unzuverlässig und alle meine Mühen dabei, ihn großzuziehen, seien umsonst gewesen. Als mein Sohn meine Enkelin zu Besuch brachte, fühlte ich mich getröstet. Doch als ich ihn wieder nicht treffen konnte, weil ich einer Verhaftung durch die KPCh entgehen wollte, machte ich mir Sorgen, dass mein Sohn mich nicht mehr anerkennen würde, und meine Hoffnung, mich im Alter auf seine Fürsorge verlassen zu können, war zerplatzt. Ich verfiel erneut in Schmerz und konnte mich nicht mehr auf die Kirchenarbeit konzentrieren. Aber jetzt verstand ich, dass die Wurzel meines Schmerzes darin lag, dass ich von dem Gedanken „Kinder sind die beste Altersvorsorge“ beherrscht wurde und mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen nicht unterwerfen konnte.

Dann las ich weitere Worte Gottes: „Eltern erwarten, dass ihre Kinder sie ehren; in dieser Sache müssen sie einerseits wissen, dass alles von Gott orchestriert ist und von Gottes Bestimmung abhängt. Andererseits müssen Menschen Vernunft besitzen. Kinder zu haben und sie aufzuziehen, ist für Eltern an sich schon eine besondere Lebenserfahrung. Du hast bereits viel von deinen Kindern gewonnen und die Sorgen und Freuden des Elternseins erlebt. Dieser Prozess ist eine erfüllende Erfahrung in deinem Leben und natürlich auch eine unvergessliche. Er gleicht die Mängel und die Unwissenheit aus, die in deiner Menschlichkeit vorhanden sind. Du hast bereits durch die Erziehung deiner Kinder das gewonnen, was du gewinnen solltest. Wenn du damit nicht zufrieden bist und verlangst, dass deine Kinder dir als Bedienstete oder Sklaven dienen, und verlangst, dass sie dir die Güte, sie aufgezogen zu haben, vergelten, indem sie dich ihr Leben lang ehren, und sich auch im Alter um dich kümmern und dir mit einem Begräbnis einen gebührenden Abschied geben, dich nach deinem Tod in einen Sarg legen, bitterlich um dich weinen, eine Trauerzeit beginnen und drei Jahre lang um dich trauern und so weiter – wenn du deine Kinder auf diese Weise ihre Schuld vergelten lässt, dann ist das unvernünftig und zeugt von fehlender Menschlichkeit. Was den Umgang mit den eigenen Eltern betrifft, so verlangt Gott von den Menschen nur, dass sie ihre Eltern ehren, und Er verlangt nicht, dass Kinder ihre Eltern bis zu deren Tod unterstützen. Gott erlegt den Menschen diese Verantwortung und Verpflichtung nicht auf – Er hat nie etwas Derartiges gesagt. Gott ermahnt Kinder nur, ihre Eltern zu ehren. ‚Die Eltern ehren‘ ist eine allgemeine Aussage mit einer großen Bandbreite. Wenn wir uns heute konkret darüber unterhalten, verstehen wir darunter, dass du im Rahmen deiner Fähigkeiten und Umstände deiner Verantwortung nachkommst – das genügt. So einfach ist das, es ist die einzige Anforderung an Kinder. Wie sollten Eltern die Sache also auffassen? Gott verlangt nicht, dass Kinder ihre Eltern ehren, sich im Alter um sie kümmern und ihnen einen gebührenden Abschied geben. Als Eltern solltet ihr eure Selbstsucht loslassen und nicht verlangen, dass sich die Welt eurer Kinder um euch alleine dreht, nur weil ihr sie auf die Welt gebracht und aufgezogen habt. Wenn sich die Welt eurer Kinder nicht um euch alleine dreht und sie euch nicht als den Mittelpunkt ihres Lebens betrachten, schimpft ihr ständig mit ihnen und plagt ihr Gewissen, indem ihr sagt: ‚Du bist ein herzloser, undankbarer Mensch, ehrst uns nicht und bist ungehorsam, und selbst nachdem ich dich so lange großgezogen habe, kann ich mich dennoch nicht auf dich verlassen.‘ Es ist nicht richtig, deine Kinder ständig auf diese Weise zu schelten und ihnen Lasten aufzuerlegen. Zu fordern, dass deine Kinder dich ehren und begleiten, sich im Alter um dich kümmern und dich beisetzen und überall ständig an dich denken, ist eine grundsätzlich falsche Vorgehensweise und ein unmenschlicher Gedanke. Diese Denkweise mag in verschiedenen Ländern oder unter verschiedenen ethnischen Gruppen in unterschiedlichem Maße existieren, aber wenn man sich die traditionelle chinesische Kultur ansieht, legen vor allem die Chinesen Wert darauf, dass die Kinder ihre Eltern ehren. Von alters her und bis heute wurde es immer diskutiert, und es wurde als Teil der Menschlichkeit der Leute und als Maßstab dafür, ob jemand gut oder schlecht ist, betrachtet. Natürlich gibt es auch in der Gesellschaft eine geläufige Praxis und öffentliche Meinung, dass Kinder, wenn sie ihre Eltern nicht ehren, verachtet und verurteilt werden und ihre Eltern sich wegen ihnen schämen und die Kinder das Gefühl haben, diesen Makel an ihrem Ansehen nicht ertragen zu können. Unter dem Einfluss verschiedener Faktoren sind Eltern auch tief von diesem traditionellen Denken vergiftet und verlangen ohne Nachdenken oder Urteilsvermögen, dass die Kinder sie ehren müssen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Durch das Lesen von Gottes Worten verstand ich, dass die Vorstellung „Kinder sind die beste Altersvorsorge“ falsch ist. Als Eltern ist es unsere Verantwortung und Pflicht, Kinder großzuziehen. Wir sollten das nicht wie ein Geschäft mit unseren Kindern behandeln. Da wir uns entschieden haben, sie zur Welt zu bringen, haben wir die Verantwortung, für sie zu sorgen. Das ist genau wie bei den Tieren, die sich um ihre Jungen kümmern. Sie sorgen gut für sie, bis sie allein überleben können. All das ist Teil der Instinkte, die Gott ihnen gegeben hat. Alle Tiere folgen diesem Gesetz, damit alles Leben sich vermehren und weiterbestehen kann. Der Mensch ist da keine Ausnahme. Ich dachte darüber nach, wie ich meinen Sohn großgezogen hatte, und ich erkannte, dass dieser Prozess meine Lebenserfahrung bereichert hatte. Von seinen ersten Worten über seine ersten Schritte bis hin zur Einschulung und wie er mir bei der Hausarbeit half – all das gab mir ein Gefühl der Verantwortung als Mutter. Es ließ auch meine Menschlichkeit reifen. Unsere Kinder großzuziehen, ist unsere Verantwortung und Pflicht als Eltern, keine Gefälligkeit. Doch weil ich die traditionelle Vorstellung „Kinder sind die beste Altersvorsorge“ übernommen hatte, machte ich meine Fürsorge für ihn zu einer Art Druckmittel für ein Geschäft mit ihm. Ich dachte, da ich ihn großgezogen hatte, müsste er für mich da sein und sich um mich kümmern, wenn ich alt oder krank würde, und nach meinem Tod müsste er mir eine pompöse Beisetzung ausrichten. Dass ich ihn großgezogen hatte diente nur dazu, meine fleischlichen Interessen zu befriedigen. Gott verlangt von den Menschen nur, ihre Verantwortung gegenüber ihren Eltern entsprechend ihrer tatsächlichen Möglichkeiten zu erfüllen. Es gibt keine Vorschrift, dass Kinder im Alter für ihre Eltern sorgen oder deren Beisetzung arrangieren müssen. Aber ich hielt an den traditionellen Vorstellungen „Kinder sind die beste Altersvorsorge“ und „Ich ziehe meinen Sohn auf, wenn er jung ist, und er sorgt für mich, wenn ich alt bin“ fest. So verlangte ich von meinem Sohn, die volle Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. War das nicht völlig unvernünftig und zutiefst selbstsüchtig und verachtenswert? Jedes Mal, wenn ich merkte, dass ich mich nicht auf meinen Sohn verlassen konnte, war ich untröstlich und enttäuscht und hatte das Gefühl, es gäbe keine Hoffnung mehr im Leben. Ich beklagte mich sogar bei Gott und dachte, dass mein Leben trotz meines Glaubens an Ihn schlechter sei als das der Nichtgläubigen. Ich machte mir ständig Sorgen um meine Zukunft und konnte mich nicht auf meine Pflichten konzentrieren. Ich sah, dass die traditionelle kulturelle Vorstellung, „Kinder sind die beste Altersvorsorge“, mich verletzt und gebunden und mich unfähig gemacht hatte, Recht von Unrecht zu unterscheiden. Dieser Gedanke war zutiefst absurd!

Dann las ich weitere Worte Gottes: „Eltern haben im Laufe der Kindererziehung bereits viel Freude und Verständnis von ihren Kindern erhalten, was für sie ein großer Trost und Gewinn ist. Ob deine Kinder dich ehren werden, ob du dich auf sie für absolut alles verlassen kannst und was du von ihnen erhalten kannst, hängt davon ab, ob ihr dazu bestimmt seid, zusammenzuleben, und das liegt an Gottes Vorherbestimmung. In anderer Hinsicht hängt es ebenfalls von Gottes Vorherbestimmung ab, in welcher Umgebung deine Kinder leben, wie ihre Lebensbedingungen sind, ob sie die Voraussetzungen haben, sich um dich zu kümmern, ob es ihnen finanziell gut geht und ob sie dich mit materiellen Freuden versorgen und dich mit materiellen Dingen unterstützen können. Ob du als Elternteil die materiellen Dinge, das Geld oder den emotionalen Trost genießen kannst, die dir deine Kinder geben, hängt zudem ebenfalls von Gottes Vorherbestimmung ab. Ist es nicht so? (Doch.) Das sind keine Dinge, die Menschen aus eigenem Willen einfordern können. Weißt du, manche Kinder werden von ihren Eltern nicht gemocht, und ihre Eltern wollen nicht mit ihnen zusammenleben, aber Gott hat vorherbestimmt, dass sie mit ihren Eltern leben sollen, weshalb sie weder weit reisen noch ihre Eltern verlassen können. Ihr ganzes Leben lang haben sie ihre Eltern am Hals – ihre Eltern könnten sie nicht vertreiben, selbst wenn sie es versuchen würden. Andererseits haben manche Kinder Eltern, die sehr gerne mit ihnen zusammenleben; sie sind unzertrennlich, vermissen einander immer, sobald sie getrennt sind, aber aus verschiedenen Gründen, wie zum Beispiel ins Ausland zu gehen, um dort zu arbeiten, oder nach der Heirat an einem anderen Ort zu leben, sind sie durch eine große Entfernung von ihren Eltern getrennt. Es ist nicht leicht, sich auch nur einmal zu treffen, und sie müssen selbst für einen Telefon- oder Videoanruf die richtige Zeit finden; aufgrund der Zeitverschiebung oder anderer Unannehmlichkeiten können sie nicht sehr oft mit ihren Eltern sprechen. Stehen all diese besonderen Umstände nicht im Zusammenhang mit Gottes Vorherbestimmung? (Doch.) Es ist nicht etwas, das von den subjektiven Wünschen entweder der Eltern oder des Kindes entschieden werden kann; vor allem hängt es von Gottes Vorherbestimmung ab. Andererseits machen sich Eltern Sorgen darüber, ob sie sich in Zukunft auf ihre Kinder verlassen können. Wofür willst du dich auf sie verlassen? Um dir Tee zu bringen und Wasser einzuschenken? Was für eine Abhängigkeit ist das? Kannst du das nicht selbst machen? Wenn du gesund bist und dich bewegen und für dich selbst sorgen kannst, alles allein machen kannst, ist das nicht großartig? Ist es eine gute Sache, wenn andere dich bedienen müssen? Ist es wirklich Glück, die Fürsorge und Gesellschaft deiner Kinder zu genießen und dass sie dich am Esstisch und anderswo bedienen? Nicht unbedingt. Wenn du dich nicht bewegen kannst und sie dich wirklich am Tisch und anderswo bedienen müssen, ist das Glück für dich? Wenn du die Wahl hättest, wärst du lieber gesund und nicht auf die Pflege deiner Kinder angewiesen oder würdest du lieber mit deinen Kindern an deiner Seite gelähmt im Bett liegen? Was würdest du wählen? (Gesund zu sein.) Es ist viel besser, gesund zu sein. Ob du achtzig, neunzig oder hundert Jahre alt wirst, du kannst weiter für dich selbst sorgen. Das ist gute Lebensqualität. Du wirst alt, dein Verstand ist nicht mehr so wach, dein Gedächtnis lässt nach, du isst weniger, erledigst Dinge langsamer und nicht mehr so gut, und es fällt dir nicht mehr so leicht rauszugehen – trotzdem ist es großartig, dass du dich um deine Grundbedürfnisse kümmern kannst. Es reicht aus, gelegentlich einen Anruf von deinen Kindern zu bekommen, um Hallo zu sagen, oder wenn sie über die Feiertage nach Hause kommen und eine Zeit lang bei dir bleiben. Warum mehr von ihnen verlangen? Du verlässt dich immer auf deine Kinder; bist du nur glücklich, wenn sie zu deinen Sklaven werden? Ist es nicht egoistisch, wenn du so denkst?(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, ging mir plötzlich ein Licht auf. Ob ein Mensch im Leben die Fürsorge und Aufmerksamkeit seiner Kinder genießen kann oder wie viel materiellen oder emotionalen Trost er von ihnen bekommen kann, hängt alles von Gottes Vorherbestimmung ab. Es geschieht nicht einfach, nur weil wir es wollen. Nehmen wir zum Beispiel meinen älteren Bruder. Er hat fünf Kinder, aber als er krank war, war kein einziges da, um sich um ihn zu kümmern. Am Ende war es mein Mann, der sich um ihn kümmerte, bis er starb. Rückblickend war ich in den letzten Jahren, während ich meine Pflicht ausführte, gesundheitlich angeschlagen. Ich hatte mehrere Herzinfarkte, und jedes Mal war es Gott, der mich beschützte und mich aus der Gefahr rettete. Einmal hatte ich plötzlich starke Herzbeschwerden; es fühlte sich an, als hätte mein Herz aufgehört zu schlagen. Mir wurde schwindelig, ich konnte mich überhaupt nicht mehr bewegen und dachte, ich würde jetzt vielleicht sterben. Ich betete in meinem Herzen zu Gott: „Gott, mein Leben liegt in Deinen Händen. Selbst wenn ich heute hier sterbe, bin ich bereit, mich Deiner Herrschaft zu unterwerfen.“ Genau in dem Moment kam der jüngere Bruder aus der Gastfamilie von einer Reise zurück. Er war Arzt und machte eine Akupressur bei mir, und nach einer Weile fühlte ich mich schon besser. Ich sah, wie Gott Menschen, Ereignisse und Dinge um mich herum arrangierte, um mir zu helfen. Ich wusste, dies war Gottes wundersamer Schutz. Als ich darüber nachdachte: Selbst in Zeiten, als mein Sohn bei mir war, während ich krank war, litt ich genauso. Und wenn Gott mein Leben hätte nehmen wollen, wäre mein Sohn machtlos gewesen, selbst wenn er da gewesen wäre. Mein Schicksal liegt in Gottes Händen, und meine Gesundheit unterliegt ebenfalls Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen. Außerdem muss ich die Verantwortung für mein eigenes Leben tragen. Ich sollte mich nicht für alles auf meinen Sohn verlassen und sollte das Leben auch ohne ihn selbstständig meistern. Das ist die Vernunft, die Eltern haben sollten. Nachdem ich das erkannt hatte, erhellte sich mein Herz.

Ich las weitere Worte Gottes und erlangte eine gewisse Einsicht in die Absurdität des Strebens nach einer prunkvollen Beisetzung und des Wunsches, sich von seinen Kindern die letzte Ehre erweisen zu lassen. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Leute denken: ‚Kinder an der Seite zu haben, damit sie dich in einen Sarg legen, dir Bestattungskleidung anziehen, Make-up auftragen und eine prächtige Beerdigung arrangieren, ist eine ruhmvolle Sache. Wenn du stirbst, ohne dass jemand eine Beisetzung für dich arrangiert oder dich verabschiedet, ist es so, als hätte dein ganzes Leben keinen ordentlichen Abschluss.‘ Ist diese Vorstellung richtig? (Nein, sie ist nicht richtig.) Heutzutage achten junge Leute nicht mehr so sehr auf solche Dinge, aber es gibt immer noch Menschen in abgelegenen Gebieten und ältere Menschen mit wenig Einsicht, die glauben, dass Kinder sich im Alter um ihre Eltern kümmern und ihnen einen gebührenden Abschied geben müssen. Dieser Gedanke und diese Sichtweise sind tief in ihren Herzen verankert, und egal, wie du über die Wahrheit Gemeinschaft hältst, sie akzeptieren sie nicht – was ist die letzte Konsequenz davon? Die Konsequenz ist, dass sie sehr leiden. Dieser Tumor liegt schon lange in ihnen verborgen, und er wird sie vergiften. Wenn sie ihn ausgraben und entfernen, werden sie nicht mehr von ihm vergiftet, und ihr Leben wird frei sein. Alle falschen Handlungen werden von absurden Gedanken und Sichtweisen geleitet. Zum Beispiel hat jemand Angst, nach seinem Tod in seinem Haus zu verwesen, also denkt er ständig: ‚Ich muss einen Sohn großziehen. Wenn mein Sohn erwachsen ist, kann ich nicht zulassen, dass er sehr weit weg geht. Was ist, wenn er nicht an meiner Seite ist, wenn ich sterbe? Niemanden zu haben, der sich um mich im Alter kümmert oder mir einen gebührenden Abschied gibt, wäre eines meiner größten Bedauern im Leben! Wenn ich jemanden habe, der das für mich tut, dann wäre mein Leben nicht umsonst gewesen. Es wäre ein perfektes Leben. Ich kann auf keinen Fall zum Gespött werden.‘ Ist das nicht eine verrottete Ideologie? (Doch.) Sie ist altbacken und dekadent und schreibt dem physischen Körper zu viel Wichtigkeit zu! In Wirklichkeit ist der physische Körper wertlos: Nachdem er Geburt, Alter, Krankheit und Tod durchlaufen hat, ist nichts mehr übrig. Nur wenn du zu Lebzeiten die Wahrheit und Errettung erlangt hast, kannst du ewig leben. Wenn du die Wahrheit nicht erlangt hast und dein Körper dann stirbt und zerfällt, wird nichts mehr übrigbleiben; egal wie sehr dich deine Kinder ehren, du wirst es nicht genießen können. Wenn ein Mensch stirbt und seine Kinder ihn in einem Sarg begraben, kann dieser alte Körper dann irgendetwas fühlen? Kann er irgendetwas wahrnehmen? (Nein, kann er nicht.) Er hat überhaupt keine Wahrnehmung. Aber im Leben legen die Menschen großen Wert auf diese Angelegenheit und verlangen viel von ihren Kindern, wenn es darum geht, ob sie sie verabschieden können – und das ist töricht, nicht wahr? (Ja, es ist töricht.)“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Gottes Worte sind sehr klar. Nachdem ein Mensch gestorben ist, verlässt seine Seele den Körper. Sein Körper weist keine Lebenszeichen mehr auf und beginnt schon nach wenigen Tagen, zu verfallen. Selbst wenn seine Kinder und Enkel Trauerkleidung tragen und die Beerdigung noch so würdevoll ist, hat sein Körper bereits keinerlei Wahrnehmung mehr, und er bekommt davon nichts mehr mit. Es ist so töricht, eine würdevolle Beisetzung nach dem Tod zu verlangen! Jedoch hatte ich diese Angelegenheit sehr ernst genommen. Als mein Sohn seine Frau mir vorzog, machte ich mir Sorgen, dass ich eines Tages an einer schweren Krankheit sterben könnte und dass mein Leben, wenn niemand da wäre, um mich zu bestatten, unvollendet und elend enden würde. Diese Gedanken von mir waren wirklich absurd! Tatsächlich drückt Gott in den letzten Tagen die Wahrheit aus mit dem Ziel, diese in den Menschen hineinzuwirken. Nur indem man nach der Wahrheit strebt, kann man ein sinnvolles und wertvolles Leben führen. Gott bestimmt das Ergebnis eines Menschen danach, ob er die Wahrheit besitzt. Nur indem man die Wahrheit erlangt und nach Gottes Worten lebt, kann man ewiges Leben empfangen und an ein wunderschönes Ziel gebracht werden. Wenn ein Mensch zu Lebzeiten nicht nach der Wahrheit gestrebt oder gute Taten vorbereitet hat, dann wird seine Seele in die Hölle kommen, egal wie pompös seine Beisetzung auch sein mag. Als Gläubige sollte ich mich darauf konzentrieren, nach der Wahrheit und einer Veränderung meiner Disposition zu streben und die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut auszuführen. Nur wenn ein Mensch Gottes Billigung erlangt, führt er ein Leben, das von Wert und Sinn erfüllt ist. Wie Gott sagte: „In Wirklichkeit ist der physische Körper wertlos: Nachdem er Geburt, Alter, Krankheit und Tod durchlaufen hat, ist nichts mehr übrig. Nur wenn du zu Lebzeiten die Wahrheit und Errettung erlangt hast, kannst du ewig leben.“ Wenn ich als Gläubige an Gott nach Ruhm nach dem Tod streben und nach diesen Dingen mein Leben ausrichten würde, dann wäre ich eine Närrin und doch eine Ungläubige. Wie mein Sohn mich behandelt, liegt alles in Gottes Vorherbestimmung. Selbst wenn er sich nicht bis zu meinem Tod um mich kümmert und meine Beisetzung nicht arrangiert, sollte ich mich dennoch Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen. Das ist die Vernunft, die ich haben sollte. Wir befinden uns in einem entscheidenden Moment für die Verbreitung von Gottes Evangelium. Was ich tun sollte, ist, die Zeit, die ich jetzt habe, zu schätzen, meine Pflicht bodenständig auszuführen, mich mit mehr Wahrheit auszurüsten und für Gott Zeugnis abzulegen, und meinen Teil zur Verbreitung des Evangeliums des Königreichs beizutragen. Dieses Verständnis hat mir ein korrektes Ziel und eine klare Richtung im Leben gegeben. Ich fühle mich in meinem Herzen frei und unbeschwert, und ich lasse mich bei meiner Pflicht nicht länger davon beeinflussen.

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