29. Wie ich der Psychiatrie entkam
In der zweiten Jahreshälfte 2006 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an. Durch die Teilnahme an Versammlungen und das Lesen von Gottes Worten erkannte ich, dass die Menschen von Gott erschaffen wurden und dass unser Lebensatem von Ihm kommt. Später begann ich, so gut ich konnte, meine Pflicht in der Kirche zu tun, und mein Leben wurde dadurch viel erfüllter. Anfangs wusste mein Mann, dass ich an Gott glaubte, aber er drangsalierte mich nicht und sagte, dass jeder seinen eigenen Glauben habe. Später sah er, wie die KPCh im Internet Die Kirche des Allmächtigen Gottes verleumdete und schlechtmachte, und er begann, sich meinem Glauben in den Weg zu stellen.
In der zweiten Jahreshälfte 2009, als ich von einer Versammlung nach Hause kam, sah ich, dass mein Opa, mein Onkel und meine Tante bei mir zu Hause waren. An ihren Gesichtsausdrücken erkannte ich, dass sie wegen meines Glaubens an Gott da waren. Mein ältester Onkel fuhr mich an: „Weißt du nicht, dass der Glaube an Gott von der Regierung verboten ist und man dich verhaften könnte? Wenn sie dich verhaften, du ins Gefängnis kommst und gefoltert wirst, dann bist du erledigt!“ Die anderen Verwandten pflichteten ihm bei. Dann drohte mir mein Onkel: „Du willst einfach nicht auf uns hören, oder? Na schön! Wenn wir dich nicht aufhalten können, dann übergeben wir dich der Justiz! Wir lassen dich zur Polizei bringen!“ Als ich hörte, dass sie mich zur Polizei schicken würden, war ich sehr besorgt. Ich dachte bei mir: „Was ist, wenn sie mich wirklich ins Gefängnis schicken? Mein Sohn ist noch so klein – wer würde sich um ihn kümmern? Wenn die Polizei käme und meine Nachbarn das sähen, was würden sie von mir denken? Vielleicht sollte ich meinen Verwandten einfach sagen, dass ich nicht mehr glaube, um sie einfach endlich loszuwerden.“ Also sagte ich, ich würde nicht mehr glauben. Sobald ich das gesagt hatte, bedrängten sie mich nicht mehr. In diesem Moment bereute ich, was ich gesagt hatte. Aber als ich daran dachte, wie schwer der Weg des Glaubens ist und welche Drangsalierung und Beleidigungen ich von meiner Familie erdulden musste, fühlte ich mich innerlich schwach. Also betete ich zu Gott und bat Ihn, mir die Kraft und den Glauben zu geben, weiterzumachen. Später las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten, der mich tief bewegte. Der Allmächtige Gott sagt: „Es gibt unter euch nicht eine einzige Person, die vom Gesetz beschützt wird – stattdessen werdet ihr durch das Gesetz sanktioniert. Noch problematischer ist, dass die Menschen euch nicht verstehen: Ob es nun eure Verwandten, eure Eltern, eure Freunde oder eure Kollegen sind, keiner davon versteht euch. Wenn Gott euch ‚den Rücken kehrt‘, ist es euch unmöglich, auf Erden weiterzuleben, doch trotzdem können es die Menschen nicht ertragen, von Gott getrennt zu sein; das ist die Bedeutung von Gottes Eroberung der Menschen und ist Ausdruck der Herrlichkeit Gottes“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ist das Werk Gottes so einfach, wie der Mensch es sich vorstellt?). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, liefen mir die Tränen über das Gesicht. Ich spürte, dass Gott direkt an meiner Seite war und mich tröstete. Gott sah über meine Schwäche und meine Torheit hinweg, denn Er weiß, dass wir für unseren Glauben an Ihn vom Gesetz bestraft und von unserer Familie missverstanden werden und dass wir diese Dinge erleiden werden. Gott versteht uns wirklich. Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, gewann ich meinen Glauben zurück. Und ich beschloss, dass ich, egal was geschehen würde, Gott niemals verleugnen oder verraten würde, und dass ich Gott von ganzem Herzen folgen und meine Pflicht ausführen würde. Aber mein Mann drangsalierte mich weiterhin.
Im März 2013 kam ich eines Abends gegen 21 Uhr vom Predigen des Evangeliums nach Hause. Als mein Mann mich kommen sah, sagte er, er gehe Zigaretten kaufen. Unerwarteterweise brachte er vier Polizisten mit zurück. Der leitende Beamte fragte mich aus, wo ich in letzter Zeit gewesen sei, aber ich sagte nichts. Sie klagten mich wegen „Teilnahme an einer Kultorganisation und Untergrabung des Vollzugs der Staatsgesetze“ an und legten mir Handschellen an. Dann brachten sie mich zur Polizeiwache. Im Verhörraum fingen sie an, mich zu meinem Glauben an Gott zu befragen. Als sie die gewünschten Informationen nicht von mir bekamen, versuchten sie es auf die sanfte Tour: „Wo geht dein Sohn zur Schule? Wie sind seine Noten? Die Regierung ist gegen deinen Glauben; wenn du also daran festhältst, ruinierst du die Zukunft deines Sohnes!“ Als ich die Worte der Beamten hörte, dachte ich bei mir: „Satan weiß, dass mein Sohn meine größte Sorge ist, also benutzt er die Zukunft meines Sohnes, um mir zu drohen. Er will, dass ich Gott verleugne und verrate. Ich darf nicht in seine Falle tappen!“ Ich warnte mich innerlich: „Ich darf auf keinen Fall in ihre Falle tappen.“ Als die Polizei sah, dass ich unbeeindruckt blieb, holten sie meine Tante, die mir besonders nahestand, um mich zu überreden. Als ich sah, dass meine Tante auf der Seite der Polizei stand, wurde ich wütend. Ich dachte: „Haben wir nicht früher zusammen Gottes Worte gelesen? Du weißt, dass Gläubige nicht so sind, wie die Polizei behauptet. Jetzt, wo ich verhaftet wurde, weigerst du dich nicht nur, für das einzustehen, was richtig ist, sondern stellst dich auch noch auf ihre Seite!“ Wütend fuhr ich sie an und sagte ihr, sie solle gehen, bevor sie ausreden konnte. Später sprachen die Polizisten ein paar Minuten draußen mit meinem Mann, und dann zerrten sie mich in ein Polizeiauto.
Gegen 22 Uhr brachte mich die Polizei in eine psychiatrische Klinik. Kaum war ich aus dem Auto gestiegen, packten mich zwei etwa dreißigjährige Polizisten an den Armen, stießen mich ins Büro des Krankenhauses und übergaben mich dem Direktor. Sie sagten nichts zu mir, untersuchten mich nicht, sondern fesselten einfach meine Hände mit einem Seil und stießen mich in einen Raum mit einer Eisentür. Ich fühlte mich wie in einen Käfig geworfen und ihnen völlig ausgeliefert. Ich wusste nicht, was sie mit mir vorhatten. Ich war nervös und hatte Angst, also betete ich im Stillen zu Gott und bat Ihn, mich zu führen. Sobald ich den Raum betrat, schlug mir ein übler Geruch entgegen, der mir Übelkeit und Brechreiz bereitete. Ich dachte: „Wie kann jemand an einem solchen Ort leben?“ Sie brachten mich in einen Raum, in dem Psychiatriepatientinnen untergebracht waren, und dann fesselten mich zwei Personen aggressiv an ein Bett, wobei meine Handgelenke an den Ecken des Kopfendes des Bettes und meine Beine am anderen Ende zusammengebunden wurden. Sechs oder sieben Patientinnen standen um das Bett und starrten mich an, einige mit zerzausten Haaren und andere mit einem leeren Blick. Ich dachte bei mir: „Ist das hier nicht ein Ort für Verrückte? Was soll ich hier bloß?“ Bevor ich weiter nachdenken konnte, nahm der Direktor eine Spritze und machte sich bereit, mir eine Injektion zu geben. Als ich die rote Flüssigkeit in der Spritze sah, erfüllte mich panische Angst, da ich keine Ahnung hatte, welche Art von Medikament sie mir injizierten. Würde ich dadurch den Verstand verlieren? Ich sagte: „Ich bin nicht krank, ich bin nicht verrückt. Warum geben Sie mir eine Spritze?“ Ich versuchte, mich zu wehren, aber ich konnte mich nicht bewegen, weil ich festgebunden war. Der Direktor jagte mir die Spritze gewaltsam ins Gesäß und schrie: „Halt den Mund! Wenn du nicht verrückt bist, was dann?“ Ich dachte darüber nach, wie eine Methode der KPCh, Gottes auserwähltem Volk zu schaden, darin besteht, seinen Mitgliedern Drogen zu spritzen, um Nervenzusammenbrüche herbeizuführen, damit sie nicht mehr an Gott glauben können. Ich war wirklich nervös und hatte Angst. Würde diese Spritze mich den Verstand verlieren lassen? Wenn ich verrückt würde, könnte ich nicht mehr an Gott glauben. In meiner Hilflosigkeit konnte ich nicht anders, als unkontrolliert zu weinen. Im Stillen betete ich in meinem Herzen zu Gott: „Gott, ich weiß nicht, was für eine Spritze sie mir geben, und ich habe Angst, verrückt zu werden. Bitte beschütze mich.“ Nach dem Gebet wurde mir klar, dass es in Gottes Hand lag, ob ich verrückt werden würde oder nicht, und mein Herz wurde ein wenig ruhiger. Gegen 1 Uhr nachts löste eine Krankenschwester endlich meine Fesseln, und ich sank in einen benommenen Dämmerschlaf.
Am nächsten Morgen wachte ich gegen 5 Uhr auf und sah mehrere Patientinnen um mein Bett versammelt. Eine von ihnen streckte die Hand aus und versuchte, mich ins Ohr zu kneifen. Bei diesem Anblick packte mich das Entsetzen, also zog ich schnell die Decke über meinen Kopf und rollte mich fest zusammen. Mir sträubten sich die Haare vor Angst, und ich dachte bei mir: „Früher habe ich auf der Straße einen Bogen um psychisch kranke Menschen gemacht, aber jetzt lebe ich mit ihnen zusammen. Wie soll ich das durchstehen? Ich habe keine Ahnung, wie lange ich an diesem höllischen Ort festsitzen werde.“ Also betete ich zu Gott. Ich dachte an Daniel, der in die Löwengrube geworfen wurde. Er betete zu Gott, und Gott war mit ihm. Die Löwen wagten es nicht, ihm etwas anzutun. Am Ende kam Daniel völlig unversehrt aus der Löwengrube. Er betete zu Gott und sah Gottes Taten. Auch ich musste beten und mich auf Gott verlassen, um diese Erfahrung durchzustehen. Durch diesen Gedanken hatte ich nicht mehr so viel Angst. Nach dem Frühstück hörte ich, wie der Krankenpfleger zur Medikamentengabe rief, und mein Herz fing wieder an zu rasen: „Ich bin nicht krank – wird ihr Zeug mich wahnsinnig machen oder mein Gehirn vernebeln? Werde ich mich am Ende völlig blamieren wie einer dieser Verrückten auf der Straße?“ Ich sah, wie sie einem etwa zwölf- oder dreizehnjährigen Mädchen gewaltsam Medikamente einflößten, und war zu Tode erschrocken. Schnell versteckte ich mich im hintersten Zimmer, aber der Krankenpfleger kam trotzdem und forderte mich auf, das Medikament zu nehmen. Er sagte barsch zu mir: „Jetzt, wo du hier drin bist, wirst du als Patientin behandelt, ob du krank bist oder nicht!“ Ich weigerte mich immer noch, das Medikament zu nehmen. Kurz darauf kam jemand mit einem Seil, um mich festzubinden, und drohte mir: „Na, du willst also deine Medizin nicht nehmen? Wenn du sie nicht nimmst, fesseln wir dich und zwingen sie dir den Hals hinunter! Also, nimmst du die Medizin jetzt freiwillig oder nicht?“ Ich fühlte mich hilflos und ohnmächtig und betete zu Gott. Ich erinnerte mich an Gottes Worte: „Kehre jetzt oft zur Gegenwart des Allmächtigen Gottes zurück. Bitte Ihn um alles. Er wird dich sicher mit Offenbarungen in deinem Inneren versorgen und dich in entscheidenden Momenten beschützen. Fürchte dich nicht! Er besitzt bereits dein ganzes Wesen und mit Seinem Schutz und Seiner Fürsorge, was gibt es für dich zu fürchten? … Der Himmel kann sich augenblicklich verändern. Was gibt es für dich zu fürchten? Mit nur einer kleinen Bewegung Seiner Hand werden Himmel und Erde sofort vernichtet. Was kann der Mensch demnach gewinnen, indem er sich sorgt? Ist nicht alles in Gottes Händen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 42). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Liegt nicht alles in Gottes Hand? Auch mein Leben liegt in Gottes Hand, und ob ich nach der Einnahme dieses Medikaments den Verstand verlieren würde, lag ebenfalls bei Gott, und ohne Gottes Erlaubnis würde ich nicht psychisch krank werden. Bei diesem Gedanken beruhigte sich mein Herz. Der Krankenpfleger reichte mir sechs oder sieben Tabletten, und ich nahm sie widerwillig. Später rief der Krankenpfleger uns auf, uns wieder zur Tablettenausgabe aufzustellen, und ich wollte die Tabletten wegwerfen, wenn die Pfleger nicht aufpassten. Aber sie beobachteten uns sehr genau. Einer teilte die Medikamente aus, und ein anderer beaufsichtigte die Einnahme. Eine Patientin nahm das Medikament nicht wie befohlen, da droschen sie ihr mit einem großen Schlüsselbund auf den Kopf und traten und schlugen dann bösartig auf sie ein. Ich wusste, dass ich entweder gewaltsam zur Einnahme gezwungen oder geschlagen werden würde, wenn ich nicht tat, was sie sagten. Ich fühlte mich hilflos und hatte keine andere Wahl, als die Medizin zu nehmen. Ich dachte darüber nach, dass ich nur an Gott glaubte und Ihm folgte, und trotzdem hatte mich die Polizei gewaltsam in eine Psychiatrie gebracht, wo sie mich, obwohl ich nicht verrückt war, wie eine Wahnsinnige behandelten und mich mit Spritzen und Medikamenten quälten. Diese Leute waren wirklich bösartig! Dort musste ich zweimal täglich Medikamente nehmen. Ich fühlte mich schrecklich und hatte keine Ahnung, was mit mir passieren würde, nachdem ich so viele Medikamente genommen hatte. Wenn ich mich einsam und hilflos fühlte, erinnerte ich mich an einige Hymnen, die ich gelernt hatte, und bemerkte, dass ich sie unwillkürlich zu summen begann. „Auch wenn der Weg, Gott zu lieben, voller Hindernisse ist, werde ich Glauben gewinnen, indem ich nach Seinen Worten handle. Ganz gleich, wie groß die Drangsale auch sein mögen, werde ich bis in den Tod treu sein, für immer Gott lieben und für Ihn Zeugnis ablegen!“ („Folge dem Lamm und singe neue Lieder, Gott ist bis zum heutigen Tag bei uns“). „Gottes Worte haben große Autorität und führen uns darin, Drangsal zu überwinden. Sie leiten und beschützen uns zu jeder Zeit, und dank ihnen können wir Gottes Güte und Lieblichkeit noch mehr spüren. Durch Drangsal wird unser Glaube vervollkommnet; wir erkennen Gottes Weisheit und Allmächtigkeit. Ganz gleich, welche Prüfungen uns widerfahren, unsere gottliebenden Herzen werden sich niemals ändern“ („Folge dem Lamm und singe neue Lieder, Gottes Worte haben unser Herz erobert“). Je mehr ich sang, desto mehr Kraft spürte ich innerlich, und mein Glaube wurde stärker. Obwohl ich in der Psychiatrie unter ihrer Kontrolle und meiner Freiheit beraubt war, täglich Medikamente nehmen musste und mit Drogen gequält wurde, spürte ich dennoch, dass Gott mich nicht verlassen hatte. Egal, was als Nächstes kommen würde, ich würde mich auf Gott verlassen, um es zu durchleben, und ich würde Gott niemals verlassen oder verraten.
Einen Monat später begann ich unter schwerer Schlaflosigkeit zu leiden. Ich konnte weder bei Tag noch bei Nacht schlafen, war reizbar, ruhelos und hatte das Gefühl, mein Herz würde mir gleich aus der Brust springen. Tagsüber hielt ich es nur wenige Minuten im Sitzen aus, bevor ich den Drang verspürte, aufzustehen und umherzulaufen. Doch kaum war ich ein paar Minuten gegangen, wollte ich mich schon wieder hinsetzen. Nachts war es genauso; nach ein paar Minuten Schlaf wollte ich wieder aufstehen, und während alle anderen schliefen, lief ich allein den Gang auf und ab. Ich bekam kaum Luft, mein Verstand fühlte sich benebelt an, und ich hatte das Gefühl, am Rande eines Nervenzusammenbruchs zu stehen. Als ich sah, wie verrückte Patientinnen Tag und Nacht nicht schliefen und ständig schrien, wenn sie einen Schub hatten, dachte ich bei mir: „Kann ich nicht schlafen, weil ich verrückt werde? Wenn ich wirklich verrückt werde, kann ich nicht mehr an Gott glauben, und welchen Sinn hätte es dann noch zu leben? Vielleicht sollte ich einfach sterben, dann hätte diese ganze Qual endlich ein Ende.“ In meinem Schmerz trat ich vor Gott und schüttete Ihm mein Herz aus: „Gott, ich habe das Gefühl, dass ich einen Nervenzusammenbruch erleiden werde, und mein Herz leidet große Schmerzen. Bitte beschütze mein Herz, denn ich kann Dich nicht verlassen.“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich an einige von Gottes Worten: „Wenn du vor Satan nicht Zeugnis ablegen kannst, wird Satan dich auslachen, wird dich wie einen Scherz, wie ein Spielzeug behandeln, und er wird dich oftmals zum Narren halten und deinen Verstand komplett durcheinanderbringen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Wenn ich den Glauben an Gott verlieren und den Tod wählen würde, weil ich diese seelische Qual nicht ertragen könnte, dann würde Satans List aufgehen. Satans Ziel war es, dass ich negativ und schwach werde und mich von Gott distanziere. Ich durfte einfach nicht auf Satans Listen oder Pläne hereinfallen. Ob ich wirklich verrückt werden würde oder nicht, ich durfte nicht den Tod suchen. Ich musste stark bleiben und weiterleben und daran glauben, dass alles in Gottes Hand liegt. Allmählich konnte ich wieder schlafen und fühlte mich nicht mehr so ruhelos.
Die Tage vergingen, und niemand sagte mir, wie lange ich hierbleiben würde. Ich lebte jeden Tag inmitten dieser verrückten Menschen, und die Zeit kroch im Schneckentempo dahin. Bei Sonnenaufgang wünschte ich mir nur die Nacht herbei, und wenn die Nacht hereinbrach, wünschte ich mir nur den Morgen herbei. Tief in der Nacht dachte ich daran, wie ich mit meinen Brüdern und Schwestern Gemeinschaft hielt und meine Pflicht tat. Manchmal träumte ich sogar davon, mit meinen Brüdern und Schwestern zusammen zu sein, aber beim Aufwachen sah ich, dass ich immer noch in der Psychiatrie eingesperrt war, und ich wünschte, ich wäre nicht aus diesen Träumen erwacht. Eines Tages ging der Direktor im Hof spazieren, und ich fragte ihn: „Wann kann ich gehen?“ Der Direktor sagte barsch: „Wer hat dir gesagt, du sollst an Gott glauben! Du glaubst an Gott, und das verbietet die Regierung. Du bist verrückt geworden!“ Ich antwortete ihm nicht direkt. Ich wollte nur wissen, wie lange ich eingesperrt sein würde, also fragte ich noch einmal. Der Direktor zeigte wütend auf mich und drohte: „Wenn du das noch einmal fragst, sperre ich dich für zwei Jahre ein!“ Als ich hörte, wie er sagte, ich sei verrückt geworden und er würde mich für zwei Jahre einsperren, brachte mich das noch mehr aus der Fassung. Ich wollte keinen einzigen Tag länger dort bleiben, wie sollte ich also zwei Jahre aushalten? Wenn das so weiterging, würden sie mich, selbst wenn ich nicht verrückt würde, quälen, bis sie mich geistig völlig zerstört hätten und ich nicht mehr an Gott glauben könnte. Wäre das dann nicht mein Ende? Ich war verzweifelt, also rief ich in meinem Herzen zu Gott und erzählte Ihm von meinem Zustand und meinen Schwierigkeiten. Später dachte ich an den Propheten Jeremia, der Gottes Willen verkündete. Hatte der König nicht gesagt, er sei verrückt geworden? Sagten die Leute nicht auch über Noah, er sei verrückt, als er die Arche baute? Und sagten die Teufel nicht über viele andere aufrichtige Gläubige und Anbeter Gottes, sie seien verrückt, weil sie an Gott glaubten? Nur Teufel reden solch teuflisches Zeug! Ich dachte an Noah. Nachdem er Gottes Wort gehört hatte, verbrachte er über 100 Jahre damit, die Arche zu bauen, und ertrug dabei die Verleumdung und den Spott der Welt. Aber Noah beklagte sich nie, ließ sich nicht von den Menschen der Welt beeinflussen, vollendete den Bau der Arche, wie Gott es befohlen hatte, und erfüllte Gottes Auftrag. Doch als ich den Direktor sagen hörte, ich sei verrückt geworden und er würde mich für zwei Jahre einsperren, wurde ich negativ und verzweifelt. War ich nicht äußerst schwach und tappte in Satans Falle? Als ich über diese Dinge nachdachte, fühlte ich mich nicht mehr so schlecht. Egal, wie lange sie mich einsperren würden oder was mit mir geschehen würde, ich würde mich unterwerfen ohne zu klagen.
Drei Monate später kam mein Mann zu mir und sagte: „Die Polizei meint, solange du eine Erklärung unterschreibst, in der du dich von Gott lossagst, kannst du jederzeit gehen.“ Ich wollte diesen höllischen Ort unbedingt verlassen, aber ich hatte Angst, dass sie mich zwingen würden, eine Erklärung zu unterschreiben, in der ich Gott abschwören würde. Wenn ich unterschreiben und Gott verraten würde, würde ich einen ewigen Makel tragen und von Gott verschmäht werden. Auf keinen Fall durfte ich diese Erklärung unterschreiben, also betete ich zu Gott: „Gott, ich will Dich nicht verraten. Aber ich bin schwach und ohnmächtig und mache mir große Sorgen, dass sie mich hier eingesperrt lassen. Gott, ich glaube, dass alles in Deinen Händen liegt und dass es auch in Deiner Hand liegt, ob ich hier rauskomme oder nicht. Ich bin bereit, zu Dir aufzuschauen und auf Dich zu vertrauen, und ich bete, dass Du mich führst und mir einen Ausweg bahnst.“ In dieser Zeit betete ich jeden Tag deswegen. Ein paar Tage später, während ich aß, sagte der Direktor plötzlich zu mir: „Pack deine Sachen und geh nach Hause.“ Er verlangte keine Unterschrift von mir. Ich war überglücklich, denn ich wusste, dass Gott mein Gebet erhört hatte. Gott wusste, dass meine Größe zu gering war, hatte Erbarmen mit mir und eröffnete mir einen Ausweg. In meinem Herzen dankte ich Gott unablässig!
Nachdem ich aus der Psychiatrie entlassen worden war, schickte mich mein Mann aus Angst, ich würde wieder an Gott glauben, zu meinen Eltern und ließ mich von meiner Mutter und meinem Bruder im Auge behalten. Als er sah, dass sie mich nicht aufhalten konnten, zwang er mich, mit ihm in einer anderen Stadt zu arbeiten. Weil ich mich weigerte, mit ihm zu gehen, wurde er wütend und sagte: „Du willst nicht mitkommen, weil du andere Gläubige finden willst, richtig? Eines Tages schicke ich dich zurück in die Psychiatrie und sorge dafür, dass du wirklich verrückt wirst!“ Als ich meinen Mann das sagen hörte, fühlte ich mich völlig hoffnungslos und elend. Ich hätte nie erwartet, dass er so herzlos sein und tatsächlich so etwas sagen würde. Ich musste an Gottes Worte denken: „Heutzutage sind jene, die streben, und jene, die nicht streben, zwei verschiedene Arten von Menschen, deren Bestimmungsorte verschieden sind. Jene, die danach streben, die Wahrheit zu kennen und die Wahrheit zu praktizieren, sind diejenigen, denen Gott Errettung bringen wird. Diejenigen, die den wahren Weg nicht kennen, sind Dämonen und Feinde; sie sind die Nachfahren des Erzengels und werden Objekte der Vernichtung sein. Sogar jene, die fromme Gläubige an einen vagen Gott sind – sind sie nicht auch Dämonen? Menschen, die ein gutes Gewissen besitzen, aber den wahren Weg nicht akzeptieren, sind Dämonen; ihr Wesen ist eines des Widerstands gegen Gott. Jene, die den wahren Weg nicht akzeptieren, sind jene, die sich Gott widersetzen, und selbst wenn solche Menschen viel Leid ertragen, werden sie dennoch vernichtet werden. Alle, die nicht bereit sind, der Welt zu entsagen, die es nicht ertragen können, sich von ihren Eltern zu trennen, und die es nicht ertragen können, sich von ihren eigenen Freuden des Fleisches zu befreien, sind Gott gegenüber aufsässig und werden alle Zielscheiben der Vernichtung sein. Jeder, der nicht an den fleischgewordenen Gott glaubt, ist ein Dämon und wird erst recht vernichtet werden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Mein Mann hatte den haltlosen Gerüchten der KPCh geglaubt und Familienmitglieder angestiftet, mich anzugreifen und zu drangsalieren. Er hatte sich sogar mit der Polizei zusammengetan, um mich in die Psychiatrie zu schicken, und behandelte mich wie eine Wahnsinnige. Es war ihm egal, ob ich lebte oder starb. Jetzt zwang er mich, mit ihm zu arbeiten, und versuchte, mich dazu zu bringen, mich von Gott zu distanzieren und Ihn zu verraten, sonst würde er mich zurück in die Psychiatrie schicken und dafür sorgen, dass ich wirklich verrückt werde. Meinem Mann waren all unsere Ehejahre egal, und er sann auf jede erdenkliche Methode, um mich davon abzuhalten, an Gott zu glauben. Sein Wesen besteht aus Hass auf Gott. Er ist ein Teufel und ein Feind Gottes. Ich war vierzehn Jahre mit meinem Mann verheiratet, und bevor ich Gott fand, habe ich mich für die Familie krumm und bucklig gearbeitet. Ich habe nicht nur die Kinder versorgt, sondern auch Geld für den Unterhalt der Familie verdient. Mein Mann sah, dass ich ihm von Nutzen war, also kümmerte er sich gut um mich. Aber jetzt, da ich Gott gefunden hatte, hatte er Angst, ich würde verhaftet werden und kein Geld mehr verdienen und die Familie nicht mehr versorgen können, was seine Interessen berührte. Also wandte er immer wieder bösartige Methoden an, um mich zu drangsalieren, was meinem Körper und meinem Geist großen Schaden zufügte. Mir wurde klar, dass er mich nie wirklich geliebt hatte und mich nur benutzte. Mein Mann glaubte den teuflischen Worten der KPCh und folgte ihr, während ich an Gott glaubte und nach der Wahrheit streben und meine Pflicht tun wollte. Unsere Wege waren völlig verschieden. Wir waren völlig verschiedene Menschen, und selbst wenn wir zusammenlebten, hatten wir uns nichts mehr zu sagen. Ich wollte mich von ihm scheiden lassen, aber ich dachte auch: „Mein Sohn ist noch so klein – was wird aus ihm, wenn wir uns scheiden lassen und ich gehe? Mein Mann wird mir das Haus nicht geben; wie soll ich dann in Zukunft leben? Wenn wir uns nicht scheiden lassen, wird er mich einfach davon abhalten, an Gott zu glauben. Sollte ich also stattdessen mit ihm arbeiten gehen?“ In dieser Zeit betete ich wegen dieser Schwierigkeit zu Gott: „Gott, angesichts der Drangsalierung durch meinen Mann weiß ich nicht, welchen Weg ich einschlagen soll. Bitte führe mich und gib mir die Entschlossenheit, Leid zu ertragen.“
Eines Tages hörte ich eine Hymne mit Gottes Worten:
Verschreibe dein ganzes Sein Gottes Werk
1 Jetzt ist die Zeit, da Mein Geist ein großes Werk vollbringt, und die Zeit, da Ich Mein Werk unter den heidnischen Nationen beginne. Mehr noch ist es die Zeit, da Ich alle geschaffenen Wesen unterteile. Ich ordne jedes seiner jeweiligen Gruppe zu, damit Mein Werk schneller fortschreiten kann und besser in der Lage ist, Ergebnisse zu erzielen. Und so verlange Ich immer noch von dir, dass du dein gesamtes Wesen Meinem ganzen Werk opferst und erst recht, dass du das ganze Werk, das Ich an dir verrichtet habe, klar erkennst und ganz genau wahrnimmst und deine ganze Energie aufwendest, damit Mein Werk noch bessere Ergebnisse erzielen kann. Das ist es, was du verstehen musst.
2 Sieh davon ab, mit anderen zu konkurrieren, nach einem Plan B zu suchen oder dich um Bequemlichkeit für dein Fleisch zu bemühen, um zu vermeiden, dass du Mein Werk verzögerst und deiner wunderbaren Zukunft Steine in den Weg legst. Das zu tun würde dir keinen Schutz bringen – im Gegenteil, es könnte nur Vernichtung über dich bringen. Wäre das nicht töricht von dir? Das, dem du heute frönst, ist genau das, was deine Zukunft ruiniert, während der Schmerz, den du heute erträgst, genau das ist, was dich beschützt. Du musst dir dieser Dinge deutlich bewusst sein, um nicht Versuchungen zu erliegen, bei denen es dir schwerfallen wird, dich aus ihnen zu befreien, und um zu vermeiden, in den dichten Nebel hineinzugeraten und die Sonne niemals wiederfinden zu können. Wenn der dichte Nebel aufklart, wirst du dich im Gericht des großen Tages wiederfinden.
– Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Das Werk der Verbreitung des Evangeliums ist ebenso das Werk der Rettung des Menschen
Gottes Worte inspirierten mich und gaben mir Mut und einen Weg der Praxis. Ich konnte nicht mit meinem Mann woanders hingehen, um zu arbeiten, nur weil ich mir Sorgen um meinen Sohn und meine fleischlichen Bedürfnisse machte, denn wenn ich das täte, könnte ich weder zu Versammlungen gehen noch meine Pflicht ausführen, und ich würde mich von Gott entfernen und die Chance auf Rettung verpassen. Wenn ich das täte, würde ich es später bereuen. Jedermanns Schicksal unterliegt Gottes Herrschaft, so auch das Schicksal meines Sohnes. Das Leben, das er führen wird, und das Leid, dem er begegnen wird, sind bereits von Gott vorherbestimmt, und meine Sorgen und Bedenken waren unnötig. Selbst wenn ich an seiner Seite wäre, könnte ich ihm nicht helfen, wenn er leidet. Ich dachte auch darüber nach, dass die Zukunft meines Lebens in Gottes Händen lag. Ich musste mich auf Gott verlassen, um dies zu durchleben, und mich Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen.
Im Februar 2014 hatte ich wieder angefangen, meine Pflicht in der Kirche zu tun. Eines Tages bat mich mein Mann, mit ihm auf eine Reise zu gehen, aber ich lehnte ab, und er sagte: „Wenn du nicht mitkommst, wird dieses Haus nicht mehr dir gehören, und auf dem Beifahrersitz wird auch eine andere sitzen.“ Er wollte sich von mir scheiden lassen. Ich war untröstlich und wütend zugleich, und ich wusste, es war Zeit für mich, eine Entscheidung zu treffen. Aber als ich daran dachte, ihm alles in unserem Zuhause zu überlassen, zögerte ich ein wenig, also betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu führen. Genau in diesem Moment wurden Gottes neueste Worte veröffentlicht. Ich las diese Worte Gottes und fand einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du an Gott glauben, Gott gewinnen und Ihn zufriedenstellen willst, musst du etwas Mühsal ertragen und dich etwas anstrengen, sonst wirst du nicht in der Lage sein, diese Dinge zu erlangen. Obwohl ihr euch viele Predigten angehört habt, bedeutet bloßes Zuhören nicht, dass sie dir gehören; du musst sie in dich aufnehmen und in etwas verwandeln, das dein Eigen ist. Du musst sie in dein Leben integrieren und sie in dein Dasein einbringen, damit diese Worte und Predigten die Richtung deines Lebens leiten und deinem Leben den Wert der Existenz und die Bedeutung des Lebendigseins verleihen. Auf diese Weise wird es sich für dich lohnen, dir diese Worte anzuhören. Wenn die Worte, die Ich spreche, in deinem Alltag keinen Wendepunkt herbeiführen oder deinem Leben nicht den Wert der Existenz hinzufügen, dann hörst du sie dir vergebens an. Ihr versteht das, oder? Wenn ihr es verstanden habt, dann hängt der Rest von euch ab. Ihr müsst euch etwas anstrengen! Ihr müsst alles ernst nehmen! Seid nicht wirrköpfig; die Zeit vergeht wie im Flug! Die meisten unter euch glauben bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an Gott. Blickt auf diese Zeit zurück: Wie viel habt ihr erlangt? Wie viele Jahrzehnte habt ihr in dieser Lebenszeit noch übrig? Ihr habt nicht mehr lange. Lasst uns nicht erwähnen, ob Gottes Werk auf dich wartet, ob Er dir eine Chance gelassen hat oder ob Er wieder dasselbe Werk verrichten wird – lege diese Dinge zunächst beiseite. Kannst du die letzten zehn Jahre deines Lebens zurückdrehen? Mit jedem Tag, der vergeht, und mit jedem Schritt, den du tust, bleibt dir ein Tag weniger. Die Zeit wartet auf keinen! Du musst den Glauben an Gott als eine wichtige Angelegenheit in deinem Leben behandeln, wichtiger als Essen, Kleidung oder irgendetwas anderes – auf diese Weise wirst du Ergebnisse erzielen. Wenn du nur in deiner Freizeit glaubst, dich dem Glauben nicht voll und ganz hingibst und immer verworren bist, dann wirst du nichts gewinnen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige X). Aus Gottes Worten spürte ich Seine dringende Absicht. Gott hofft, dass wir den Genüssen des Fleisches entsagen, Ihm unsere Herzen schenken und unsere Pflichten als geschaffene Wesen erfüllen können. Nur dann hat das Leben einen Sinn. Rückblickend konnte ich, obwohl ich seit vielen Jahren an Gott glaubte, aufgrund der Drangsalierung durch meinen Mann nicht normal an Versammlungen teilnehmen oder meine Pflichten tun. Und obwohl ich Gottes Worte aß und trank, tat ich es nur, um der Form Genüge zu tun, und war in meinem Glauben nicht aufrichtig. Ich betrachtete den Glauben an Gott nie als das Wichtigste im Leben und verpasste viele Gelegenheiten, die Wahrheit zu erlangen. Da ich noch jung war, musste ich die kostbare Zeit wertschätzen, um nach der Wahrheit zu streben und sie zu erlangen. Wenn ich weiterhin versuchen würde, das Fleisch zufriedenzustellen und wie bisher so wirr an Gott glauben würde, würde ich am Ende mit leeren Händen dastehen. Ich konnte nicht so weitermachen wie bisher und auf zwei Hochzeiten tanzen und versuchen, die Familie und das Fleisch zu erhalten, während ich gleichzeitig die Wahrheit und Errettung erlangen wollte. Ich musste den Glauben an Gott an die erste Stelle setzen, denn nur durch das Erlangen der Wahrheit hat das Leben einen Sinn. Eines Tages, als ich von einer Versammlung zurückkam, fragte mich mein Mann: „Willst du weiterhin an Gott glauben? Wenn ja, dann verschwinde aus diesem Haus und komm nie wieder zurück! Und bilde dir bloß nicht ein, du bekommst unseren Sohn oder das Haus!“ Als ich meinen Mann sagen hörte, dass er mir weder meinen Sohn noch das Haus geben würde, fühlte es sich an, als würde es mir das Herz zerreißen; es war so schmerzhaft. Ich betete im Stillen zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, damit ich nicht auf Satans Listen hereinfallen würde. Nach dem Gebet beruhigte sich mein Herz langsam, und ich sagte ruhig zu meinem Mann: „Wenn du das so siehst, sollten wir uns scheiden lassen und getrennte Wege gehen.“ Am nächsten Tag gingen wir zum Standesamt, um die Scheidungsformalitäten zu erledigen, und als ich wieder herauskam, fühlte ich mich wirklich befreit. Endlich war ich frei, an Gott zu glauben und meine Pflichten zu tun.
Wenn ich an diese Erfahrung zurückdenke, wird mir klar: In der Zeit, in der ich Schmerzen litt und schwach war, war es Gott, der mir Glauben gab, und Seine Worte führten mich durch diese qualvollen Tage. Ich spürte, dass Gott immer an meiner Seite war und mich nie verlassen hatte, und mein Glaube an Gott wurde auch stärker. Obwohl die Verfolgung durch meinen Mann und die Folter durch die bösen Teufel der KPCh mir viel Leid bereiteten, erkannte ich nach alldem deutlich das dämonische Wesen meines Mannes und der KPCh. Ich war nicht mehr so verwirrt, schwach und unfähig, Recht von Unrecht zu unterscheiden, wie zuvor; meine Entschlossenheit, Gott zu folgen, wurde noch fester, und ich spürte, dass es sinnvoll war, solches Leid zu ertragen. Das waren Dinge, die ich in einem angenehmen Umfeld nicht hätte erlangen können. Dank sei Gott!