30. Als sich meine Hoffnungen für meinen Sohn zerschlugen
Ich stamme aus einer Akademikerfamilie. Meine Eltern lehrten mich stets, „Andere Beschäftigungen sind gering, Bücher übertreffen sie alle“, „Ein Mann hinterlässt dort, wo er Zeit verbracht hat, seinen Namen; so wie eine Gans dort, wo sie fliegt, gellend schnattert“, und „Sich hervortun und seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“. Ich verinnerlichte diese Gedanken und Vorstellungen und arbeitete stets hart daran, sie umzusetzen. Ich wollte mein Schicksal durch den Erwerb von Wissen ändern und glaubte, wenn ich es an die Hochschule schaffte, würde ich eine angesehene Arbeit finden. Ich könnte in einem Büro sitzen, müsste keine schwere körperliche Arbeit leisten und die Leute würden zu mir aufblicken. Die Dinge liefen jedoch nicht wie erhofft, und ich schaffte es nicht auf die Universität. Später wurde ich Arbeiterin in einer Zementfabrik. Nach meiner Heirat verachtete mich meine Schwiegermutter, weil ich eine gewöhnliche Arbeiterin war, und machte mir oft das Leben schwer. Sie sagte, ich wäre nichts weiter als eine stinknormale Arbeiterin. Ich wagte nichts zu erwidern, wenn meine Schwiegermutter solche spöttischen und abfälligen Dinge sagte, und fühlte mich einfach nur elend. Ich beschloss, während der Betreuung meines Kindes akademische Fächer zu lernen, so dass ich, nachdem ich es auf die Universität geschafft hätte, eine Staatsbeamtin werden könnte und meine Schwiegermutter nicht mehr auf mich herabsehen würde.
1986 legte ich schließlich die Hochschulaufnahmeprüfung ab und erlangte, ganz wie erhofft, einen Fachhochschulabschluss. Nach meinem Abschluss kehrte ich in die Fabrik zurück und wurde dort eine Funktionärin. Später wurde ich zur Direktorin des Futtermittel-Zweigwerks befördert. Meine Mitschüler und Kollegen bewunderten mich alle sehr und nannten mich eine Powerfrau, und all meine Verwandten und Freunde lobten mich. Jeder, der mich kannte, grüßte mich herzlich, wenn er mir begegnete. Auch die Haltung meiner Schwiegermutter änderte sich, und sie hatte immer ein Lächeln im Gesicht, wenn sie mit mir sprach. Sie prahlte sogar vor den Nachbarn mit meinen Fähigkeiten. Endlich konnte ich hocherhobenen Hauptes herumlaufen. Innerlich musste ich seufzen: „Es ist wirklich ein himmelweiter Unterschied, ob man Status hat oder nicht!“ Während ich mich im Lob der anderen sonnte, wurde mir bewusst, dass ich noch eine Verantwortung hatte: Ich musste meinen Sohn gut erziehen, damit er, genau wie ich, mehr Wissen erwerben und auf die Universität gehen würde. Dann würde er mich in Zukunft übertreffen, eine Beamtenlaufbahn einschlagen, Macht und Status erlangen, sich von der Masse abheben und unseren Vorfahren Ehre machen. Und ich als seine Mutter könnte mich dann ebenfalls im Widerschein seines Ruhms sonnen. Als mein Sohn also die Mittelschule besuchte, nutzte ich meine Beziehungen, um ihn an der besten Schule vor Ort unterzubringen. Ich ermahnte ihn oft, fleißig zu lernen, und erklärte ihm, dass er nur, wenn er es an die Universität schaffte, einen guten Job und eine glänzende Zukunft kriegen würde. Mein Sohn enttäuschte mich nicht, und seine schulischen Leistungen zählten stets zu den besten sechs in seiner Klasse. Sein Klassenlehrer sagte zu mir: „Sie müssen Ihren Sohn gut fördern. Er ist sehr klug und hat das Zeug für die Tsinghua- oder die Peking-Universität.“ Als ich den Lehrer das sagen hörte, war ich überglücklich und dachte: „Mein Sohn ist klug, für ihn wird es kein Problem sein, auf eine Spitzenuniversität zu kommen. Eine gute Arbeit zu finden, wird für ihn später ein Kinderspiel sein.“ Ich hatte eine erfolgreiche Karriere und mein Sohn war in der Schule richtig gut. Das erfüllte mich mit Hoffnung für die Zukunft. Doch was als Nächstes geschah, war völlig unerwartet.
Ab der zweiten Hälfte des Jahres 1995 fuhr das von mir gepachtete Futtermittel-Zweigwerk statt Gewinnen nur noch Verluste ein. Ich machte mir deswegen große Sorgen. Zudem erkrankte ich schwer an Tuberkulose und war so schwach, dass ich nicht zur Arbeit gehen konnte. Also kündigte ich den Vertrag vorzeitig, und die Fabrik bezahlte mich nicht mehr. Mein Mann war zu dieser Zeit schon seit vielen Jahren entlassen und hatte keine passende Stelle finden können. Nachdem wir eine Wohnung gekauft hatten, waren unsere restlichen Ersparnisse fast aufgebraucht. Mein Sohn kam bald auf die Oberschule, was teuer war. Wie sollten wir ohne Einkommen seine Ausbildung weiter finanzieren? Später schlug mein Mann vor, dass wir einen Straßenstand aufmachen und Waren verkaufen. Das schmerzte mich sehr, und ich dachte: „Ich, eine angesehene Fabrikdirektorin, bin so tief gesunken, dass ich Dinge auf der Straße verkaufen muss. Wenn meine Kollegen aus der Fabrik oder Leute, die mich kennen, das sehen, werde ich vollkommen mein Gesicht verlieren!“ Doch dann dachte ich: „Jetzt ist das vielleicht peinlich für mich, aber wenn mein Sohn sein Studium abschließt und erfolgreich wird, wird er mir Prestige bringen. Um das Geld für seine Universitätsausbildung anzusparen, ist es schon wert, ein wenig das Gesicht zu verlieren und ein wenig Leid auszuhalten.“
Im April 1998 hatte ich das Glück, das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen anzunehmen. Aus Gottes Worten verstand ich, dass diese Phase Seines Werkes Sein letztes Werk zur Rettung der Menschheit ist, und dass die Menschen, wenn sie nicht an Gott glauben und Seine Errettung nicht annehmen, letztendlich zugrunde gehen werden, ganz gleich, wie viel Wissen sie sich aneignen oder wie hoch ihr Abschluss oder ihr Status auch sein mag. Doch die Gedanken und Vorstellungen, durch das Streben nach Wissen sein Schicksal zu ändern, waren sehr tief in mir verwurzelt, und ich hoffte immer noch, dass mein Sohn sich von der Masse abheben und unseren Vorfahren Ehre machen würde. Unerwarteterweise wollte mein Sohn in seinem ersten Jahr an der Oberschule nicht mehr lernen und stattdessen zur Armee gehen. Ich war überrascht und dachte: „Soldat zu sein ist ein harter Job. Welche Zukunftsperspektiven hat man da schon? Nur wenn man es auf die Universität schafft und einen hohen Abschluss erlangt, kann man eine gute Arbeit finden. Nur dann hat man die Chance auf eine hohe, gut bezahlte Beamtenposition und wird zu einer Person von hohem gesellschaftlichem Rang.“ Auf keinen Fall konnte ich meinen Sohn tun lassen, was er wollte. Daher versuchte ich, ihn mit sanften Worten zu überreden: „Mein Sohn, du bist wirklich klug. Alle Lehrer haben gesagt, dass du ein guter Kandidat für die Tsinghua- oder die Peking-Universität bist. Es sind nur noch zwei Jahre bis zur Aufnahmeprüfung auf die Universität. Wenn du jetzt die Schule abbrichst und zur Armee gehst, wirst du es den Rest deines Lebens lang bereuen. Wenn Soldaten aus der Armee entlassen werden, gelten sie immer als Arbeiter, egal welchen Job sie zugewiesen bekommen, und es gibt keine Aussicht auf Entwicklung. Nur mit einem Universitätsabschluss kannst du einen guten Job finden. Zumindest bekommst du einen Schreibtischjob, als irgendein Staatsbeamter, eine etablierte Position. Wenn du hart arbeitest, wirst du viele Aufstiegschancen haben. Nur wenn du eine erfolgreiche Karriere und Status hast, kannst du in dieser Gesellschaft Fuß fassen. Heutzutage ist der Wettbewerb in der Gesellschaft so hart, und ohne Wissen und einen Abschluss wirst du als minderwertig angesehen. Ich sage dir das alles nur um deiner Zukunft willen.“ Nach wiederholtem Zureden ging er, wenn auch widerstrebend, weiter zur Schule. Eines Morgens sah mein Mann, wie unser Sohn zu Hause trödelte und nicht zur Schule gehen wollte, und schlug ihn. Mein Sohn lief sofort von zu Hause weg, und wir fanden ihn erst sehr spät am Abend wieder. Ich wusste, dass mein Kind nicht lernen, sondern zur Armee wollte, aber ich konnte es ihm nicht erlauben. Ich versuchte auf jede erdenkliche Weise, ihn zu überreden, und schließlich stimmte er, wenn auch widerwillig, zu, zur Schule zu gehen. Damals zog mein Sohn jeden Tag ein unzufriedenes Gesicht und wollte nicht mit uns reden, aber ich dachte: „Ob du es jetzt verstehen kannst oder nicht, wenn du in Zukunft berühmt und erfolgreich bist, wirst du unsere mühevollen und gewissenhaften Absichten verstehen.“ Später wurde er tatsächlich an einer Universität angenommen, und ich war überglücklich. All meine Jahre der Hoffnung hatten sich endlich ausgezahlt. Doch obwohl ich glücklich war, machte ich mir auch Sorgen um die Kosten für sein Studium. Unsere Familie hatte kein Geld übrig, um ihn auf die Universität zu schicken. Also verkaufte ich die Wohnung, für deren Kauf ich mein halbes Leben lang hart gearbeitet hatte, um seine Studiengebühren zu bezahlen. Danach mieteten wir eine unrenovierte Wohnung. Als mein Sohn kurz vor seinem Abschluss stand, zahlte ich jemandem 10.000 Yuan, um ihm eine Stelle in einer Bank zu sichern. Ich traf alle Vorbereitungen für die Zukunft meines Sohnes und wartete nur noch darauf, dass er sein Diplom bekam und bei der Bank anfing zu arbeiten. Doch dann geschah wieder etwas Unerwartetes.
Eines Tages erzählte mir mein Sohn, dass er in seinem letzten Jahr die Universität abgebrochen hatte. Er habe seine Studiengebühren nicht bezahlt und könne deshalb seinen Abschluss nicht bekommen. Als ich das hörte, traute ich meinen Ohren nicht. Hatte ich mich verhört? Als ich jedoch den gefassten Gesichtsausdruck meines Sohnes sah, wusste ich, dass es wahr war, und ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Weinend beklagte ich mich bei meinem Sohn und machte ihm Vorwürfe. Ich war so wütend, dass ich mich am ganzen Körper kraftlos fühlte. Ich dachte: „Ich habe all die Jahre so hart gearbeitet, um ihm die Bedingungen für ein Universitätsstudium zu schaffen. Ich habe nur gehofft, dass er erfolgreich sein und mir als seiner Mutter Ehre machen würde. Ich kann nicht glauben, dass er das getan hat. Wie soll ich den Leuten von nun an unter die Augen treten?“ In diesem Moment wollte ich wirklich meinem Leben durch einen Stromschlag ein Ende setzen. In dieser Zeit konnte ich weder essen noch schlafen. Mein Kopf war voller Sorgen um die Zukunft meines Kindes. „Was soll ich in der Zukunft nur tun?“, dachte ich. „Ich habe die Wohnung verkauft, um seine Ausbildung zu finanzieren, und jetzt haben wir nicht einmal einen sicheren Wohnsitz. Die harte Arbeit eines halben Lebens ist zunichte gemacht!“ Als mein Schmerz am größten war, betete ich zu Gott, Er möge mich aus meinem Schmerz herausführen.
Während ich suchte, hörte ich eine Hymne mit den Worten Gottes: „Das Schicksal des Menschen liegt in den Händen Gottes.“ „Das Schicksal des Menschen wird von Gottes Händen gelenkt. Du bist nicht in der Lage, dich selbst zu lenken: Selbst wenn sich der Mensch ständig für sich selbst abhetzt und geschäftig ist, bleibt er unfähig, sich selbst zu lenken. Wenn du deine eigenen Perspektiven wissen könntest, wenn du dein eigenes Schicksal lenken könntest, würde man dich dann noch als ein geschaffenes Wesen bezeichnen? Kurz gesagt, unabhängig davon, wie Gott wirkt, gilt Sein gesamtes Werk dem Menschen. Das ist genauso, wie die Himmel, die Erde und alle Dinge von Gott erschaffen wurden, um dem Menschen zu dienen: Gott hat den Mond, die Sonne und die Sterne für den Menschen gemacht, Er hat die Tiere und die Pflanzen für den Menschen gemacht, Er hat Frühling, Sommer, Herbst und Winter für den Menschen gemacht und so fort – all diese Dinge wurden für die menschliche Existenz gemacht. Ungeachtet dessen also, wie Gott den Menschen züchtigt und richtet, geschieht das alles um der Errettung des Menschen willen. Auch wenn Er den Menschen seiner fleischlichen Hoffnungen beraubt, dient das noch immer der Reinigung des Menschen, und die Reinigung des Menschen erfolgt um der Existenz des Menschen willen. Der Bestimmungsort des Menschen ist in den Händen des Schöpfers – wie also sollte der Mensch sich selbst lenken können?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Ich hörte mir diese Hymne immer und immer wieder an. Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass Gott über das Schicksal eines jeden Menschen herrscht und es vorherbestimmt hat. Egal, wie sehr man sich anstrengt oder abmüht, man kann seine Zukunft oder sein Schicksal nicht ändern; noch weniger kann man das Schicksal anderer ändern. Ich dachte an die erste Hälfte meines Lebens zurück. Ich wollte mein Schicksal durch den Erwerb von mehr Wissen ändern, aber später machte die Fabrik Verluste und ich wurde krank. Mir blieb nichts anderes übrig, als zu kündigen. All das lag wirklich nicht in meiner Hand. Ich hatte meinen Sohn von klein auf mit Worten und Taten erzogen, in der Hoffnung, dass er, wie ich es wollte, auf die Universität gehen und ein Staatsbeamter werden würde. Ich habe mich mein halbes Leben lang abgekämpft und Blut, Schweiß und Tränen geopfert, um dies möglich zu machen, aber er tat nicht, was ich wollte, und am Ende bekam er keinen Universitätsabschluss. Diese Tatsachen ließen mich erkennen, dass es nicht in meiner Macht steht, ob mein Sohn eine gute Zukunft und ein gutes Schicksal hat oder nicht. Egal, wie sehr ich mich abmühe oder wie viel ich opfere, es ist alles vergebens. Denn ich bin nur ein winziges, geschaffenes Wesen. Gott herrscht über mein Schicksal und das Schicksal meines Sohnes und hat es vorherbestimmt. Ich kann nicht einmal mein eigenes Schicksal kontrollieren, und doch wollte ich die Zukunft und das Schicksal meines Sohnes kontrollieren. Ich war so unwissend und arrogant! Der Grund, warum ich so sehr litt, war, dass ich keinerlei Verständnis von Gottes Herrschaft hatte und mich ihr nicht unterwerfen konnte. Als ich das verstand, war ich bereit, mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen zu unterwerfen und aufzuhören, mich über meinen Sohn zu beklagen. Wenn er ein gewöhnliches Leben führt, dann liegt das an Gottes Herrschaft und Vorherbestimmung, und ich sollte ihn Gott anvertrauen und der Natur ihren Lauf lassen.
Danach fragte ich mich immer wieder: Warum litt ich so sehr, nur weil mein Sohn keinen Abschluss hatte? Warum legte ich so viel Wert auf Wissen und Abschlüsse? Was war die eigentliche Ursache dafür? Ich las die Worte Gottes: „Manche Menschen denken, dass Wissen ein kostbares Gut in dieser Welt ist, und je mehr Wissen sie haben, desto höher wird ihr Status sein, desto niveauvoller, angesehener und kultivierter werden sie selbst sein, und folglich können sie nicht darauf verzichten. Andere Menschen glauben, wenn du viel lernst und dein Wissen erweiterst, liegt dir die Welt zu Füßen. Du wirst Status, Geld, einen guten Job und eine gute Zukunft haben; sie glauben, dass es ohne Wissen unmöglich ist, in dieser Welt zu leben, dass, wenn jemand ungebildet ist, alle auf ihn herabschauen. Sie glauben, man würde sie diskriminieren und dass niemand bereit wäre, mit ihnen zu verkehren, dass Menschen, die ungebildet sind, auf der untersten Stufe der Gesellschaft stehen. Und so wird Wissen von den Menschen verehrt, und sie halten es für äußerst erhaben und wichtig – sogar für noch wichtiger als die Wahrheit. … Wie auch immer man es betrachtet, es handelt sich hier um einen Aspekt der menschlichen Gedanken und Ansichten. Es gibt ein altes Sprichwort: ‚Lies zehntausend Bücher, reise zehntausend Meilen.‘ Aber was soll das bedeuten? Es bedeutet, je mehr du liest, desto mehr wirst du wissen und desto erfolgreicher wirst du sein. Du wirst von allen Gruppen von Menschen hoch angesehen werden und Status haben. Jeder Mensch hegt solche Gedanken in seinem Herzen. Wenn jemand aufgrund ungünstiger familiärer Umstände nicht in der Lage ist, einen Hochschulabschluss zu erlangen, wird er das sein ganzes Leben lang bedauern und fest entschlossen sein, dass seine Kinder und Enkelkinder mehr lernen, einen Universitätsabschluss erwerben oder sogar im Ausland studieren sollen. Jeder Mensch besitzt diesen Wissensdurst, und das ist die Art und Weise, wie sie über Wissen denken, es betrachten und mit Wissen umgehen. Viele Eltern scheuen daher keine Mühen und Kosten, um ihre Kinder zu fördern, und gehen sogar so weit, ihr Familienvermögen zu verschleudern, damit ihre Kinder studieren können. Und was ist mit den Maßnahmen, zu denen manche Eltern greifen, um ihre Kinder zu disziplinieren? Sie dürfen nur drei Stunden pro Nacht schlafen, müssen ständig lernen und lesen, oder sie müssen es den alten Weisen gleichtun und ihre Haare an der Decke festbinden, um überhaupt nicht mehr schlafen zu können. Solche Geschichten, solche Tragödien, haben sich von der Antike bis heute immer wieder ereignet und sind die Folgen des Wissensdurstes der Menschen und ihrer Verehrung von Wissen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Der Weg der Praxis für den Wandel der eigenen Disposition). Gottes Worte berührten mein Herz. Ich war von satanischen Gedanken und Vorstellungen wie „Andere Beschäftigungen sind gering, Bücher übertreffen sie alle“, „Lies zehntausend Bücher, reise zehntausend Meilen“ und „Wissen kann dein Schicksal verändern“ gefesselt und verehrte das Wissen ganz besonders. Ich glaubte, dass Wissen zu einer glänzenden Zukunft führen würde, in der man ein überlegener Mensch sein und von anderen bewundert werden könnte; nur dann wäre das Leben wertvoll. Ich glaubte, dass man ohne Wissen oder einen Abschluss hart schuften und ein minderwertiges Leben führen müsse, von anderen verachtet würde und sein ganzes Leben am unteren Ende der Gesellschaft bleiben müsse, ohne es jemals zu etwas bringen. Ich glaubte, mit Wissen könne man alles haben, also gab ich das Streben nach Wissen nicht auf, selbst nachdem ich geheiratet und ein Kind bekommen hatte. Als ich mein Studium abgeschlossen hatte und in die Fabrik zurückkehrte, wurde ich sofort eine Funktionärin und wurde dann Schritt für Schritt befördert und mit wichtigen Aufgaben betraut. Schon bald zog unsere dreiköpfige Familie in eine geräumige Wohnung, und jeder, der mich sah, blickte mich neidisch an und grüßte mich von sich aus; die Angestellten in der Fabrik respektierten mich alle sehr. Ich erlangte den Ruhm und den Gewinn, den ich wollte, und ich glaubte, all das sei das Ergebnis des Wissens, das ich durch fleißiges Lernen erworben hatte, und des Abschlusses, den ich erlangt hatte. Daher wurde ich noch überzeugter davon, dass Wissen das Schicksal ändern könne, und ich hoffte, dass mein Sohn einen hohen Abschluss machen und in Zukunft erfolgreich und berühmt werden würde, damit ich mich im Widerschein seines Ruhms sonnen könnte. Als mein Sohn mir also sagte, dass er zur Armee gehen wollte, habe ich ihn gar nicht erst gefragt, was er wirklich dachte. Stattdessen glaubte ich einfach, dass er nach dem Eintritt in die Armee keine Zukunftsaussichten haben würde, also zwang ich ihn, auf die Universität zu gehen. Um sicherzustellen, dass mein Sohn die Universität besuchen konnte, verkaufte ich die Wohnung, für die ich mein halbes Leben gearbeitet hatte, um sie kaufen zu können. Als ich erfuhr, dass mein Sohn seine Studiengebühren für das letzte Jahr nicht bezahlt hatte und keinen Universitätsabschluss bekommen würde, waren meine Hoffnungen völlig zerschlagen und ich verfiel in völlige Verzweiflung. Ich wollte einfach allem ein Ende setzen. Ich war wirklich von Ruhm und Gewinn geblendet worden! Tatsächlich liegt das Schicksal eines jeden in den Händen Gottes und kann nicht einfach durch den Erwerb von Wissen geändert werden. Ich dachte an meinen Nachbarn, Abteilungsleiter Wang, der wenig Bildung hat, aber jetzt Abteilungsleiter im Personalamt ist; andererseits wurde eine Schulkameradin von mir an der Peking-Universität zugelassen, konnte aber viele Jahre nach ihrem Abschluss keine passende Stelle finden. Heutzutage gibt es überall Universitätsabsolventen ohne Arbeit, und selbst viele Postgraduierte finden keine reguläre Anstellung. Es ist klar, dass die Vorstellung, „Wissen kann dein Schicksal verändern“, falsch ist, und völlig unhaltbar ist. Sie steht im Widerspruch zur Wahrheit. Obwohl ich an Gott glaubte, verstand ich die Wahrheit nicht und hatte kein Urteilsvermögen. Ich betrachtete Wissen, Ruhm und Gewinn als wichtiger als alles andere und hatte absolut keine Ahnung, dass dies Wege sind, mit denen Satan die Menschen verführt und verschlingt. Dank der Enthüllung in Gottes Worten kam ich endlich zur Besinnung. Ich betete still in meinem Herzen zu Gott: „Gott, danke für die Versorgung und Erleuchtung durch Deine Worte, die es mir ermöglichten, Satans Gedanken und Vorstellungen zu erkennen. Ich möchte nicht mehr von diesen Gedanken und Vorstellungen gefesselt sein. Mögest Du mich führen, den Weg des Strebens nach der Wahrheit zu gehen.“
Später las ich mehrere weitere Passagen aus Gottes Worten und verstand, dass hinter dem Streben der Menschen nach Ruhm und Gewinn Satans finstere Absicht steckt. Der Allmächtige Gott sagt: „Einige Menschen werden sagen, dass das Erlernen von Wissen nichts weiter ist, als das Lesen von Büchern und das Erfahren von einigen Dingen, die du noch nicht weißt, um nicht hinter der Zeit zurückzubleiben oder von der Welt zurückgelassen zu werden. Wissen werde nur erlernt, um Essen auf deinen Tisch zu bekommen, für deine eigene Zukunft oder um die Dinge des täglichen Bedarfs zu beschaffen. Gibt es irgendeinen Menschen, der ein Jahrzehnt an hartem Studium durchhält, nur um die Grundbedürfnisse zu stillen, nur um das Nahrungsmittelproblem zu lösen? Nein, so jemanden gibt es nicht. Warum durchleidet ein Mensch dann so viele Jahre lang diese ganze Mühsal? Es ist für Ruhm und Gewinn. Ruhm und Gewinn warten auf ihn in der Ferne, winken ihm, und er glaubt, dass er allein durch seinen eigenen Fleiß, seine Strapazen und seine Anstrengungen, diesen Weg beschreiten kann, der ihn zu Ruhm und Gewinn führt, wodurch er diese Dinge gewinnt. So ein Mensch muss diese Not für seinen eigenen Weg der Zukunft erleiden, für seine zukünftigen Genüsse und um ein besseres Leben zu erlangen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). „Was benutzt Satan, um den Menschen fest unter seiner Kontrolle zu halten? (Ruhm und Gewinn.) Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, er lässt sie an nichts anderes als an diese beiden Dinge mehr denken und bringt sie dazu, um Ruhm und Gewinn zu ringen, für Ruhm und Gewinn Härten zu erleiden, für Ruhm und Gewinn Erniedrigung zu erdulden und schwere Lasten zu tragen, für Ruhm und Gewinn alles zu opfern, was sie haben, und jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung um des Ruhms und Gewinns willen zu treffen. Auf diese Weise legt Satan den Menschen unsichtbare Fesseln an, und unter diesen Fesseln haben sie weder die Fähigkeit noch den Mut, sich zu befreien. Unwissentlich tragen sie diese Fesseln, während sie mit großen Schwierigkeiten immer weiter voranstapfen. Um des Ruhmes und des Gewinns willen entfernt sich die Menschheit von Gott und verrät Ihn und wird immer niederträchtiger. Auf diese Weise wird eine Generation nach der anderen inmitten von Satans Ruhm und Gewinn vernichtet. Wenn wir nun die Handlungen Satans betrachten, sind seine heimtückischen Beweggründe nicht absolut hassenswert? Vielleicht könnt ihr heute noch immer nicht die heimtückischen Motive Satans durchschauen, weil ihr denkt, dass das Leben ohne Ruhm und Gewinn keinen Sinn hätte, dass die Menschen dann nicht mehr in der Lage wären, den Weg vor sich und ihre Ziele zu erkennen, und dass ihre Zukunft finster, düster und trüb werden würde. Aber eines Tages werdet ihr alle langsam erkennen, dass Ruhm und Gewinn schwere Fesseln sind, die Satan den Menschen auferlegt. Wenn der Tag kommt, wirst du dich der Kontrolle Satans vollständig widersetzen und dich vollständig den Fesseln widersetzen, die Satan dir auferlegt hat. Wenn du dich von all diesen Dingen befreien möchtest, die Satan dir eingeflößt hat, wirst du einen klaren Bruch mit Satan vollziehen, und du wirst alles, was Satan dir gebracht hat, wirklich hassen. Nur dann wirst du wahre Liebe zu Gott und wahre Sehnsucht nach Ihm haben“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Gottes Worte sind so praktisch. Der Grund, warum Menschen nach Wissen streben, ist der Wunsch nach Ruhm und Gewinn. Um Ruhm und Gewinn zu erlangen, arbeiten die Menschen hart, nehmen Mühsal auf sich und sind sogar bereit, jeden Preis dafür zu zahlen. Satan benutzt Wissen, um die Menschen zu verführen, und Ruhm und Gewinn, um sie zu kontrollieren, sodass sie von ihm verdorben werden, ohne es zu merken. Bei mir war es ganz genauso. Mein Vater lehrte mich von Kindheit an, dass mich mehr Wissen zu einem überlegenen Menschen machen würde; ohne Wissen könne ich nur ein minderwertiger Mensch sein und schwere Handarbeit verrichten. Auch die Lehrer lehrten uns, hohe Ziele zu haben, und danach zu streben, uns von der Masse abzuheben und unseren Vorfahren Ehre zu machen. Ehe ich mich versah, hatte ich diese Gedanken und Vorstellungen verinnerlicht. Um Ruhm, Gewinn und Status zu erlangen, war ich bereit, jede Mühsal auf mich zu nehmen und jeden Preis zu zahlen. Ich strebte nicht nur selbst nach diesen Dingen, sondern zwang auch meinen Sohn dazu. Als ich erfuhr, dass mein Sohn seinen Abschluss nicht bekommen konnte, wurden meine Träume plötzlich zerschlagen, und ich war in solcher Höllenqual, dass ich sogar sterben wollte, um ihr zu entgehen. Ich war von den Vorstellungen des Strebens nach Ruhm und Gewinn, die Satan mir eingeflößt hatte, kontrolliert worden. Das brachte nicht nur mir großes Leid, sondern schadete auch meinem Sohn sowohl geistig als auch körperlich. Satan legte mir die unsichtbaren Fesseln von Ruhm und Gewinn an, die mich ständig für Ruhm und Gewinn kämpfen und hart arbeiten ließen. Obwohl ich körperlich und geistig erschöpft war, hatte ich nicht die Fähigkeit, mich daraus zu befreien. Es war Gottes Errettung zu verdanken, dass ich ein gewisses Urteilsvermögen über Satans Methoden, den Menschen zu schaden, erlangte. Ich durfte nicht länger nach Ruhm und Gewinn streben. Ich musste mich auf meinen Platz als geschaffenes Wesen besinnen und mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen.
Später erzählte ich einer Schwester von meinem Zustand, und sie suchte eine Passage aus Gottes Worten für mich heraus: „Zunächst einmal: Sind diese Anforderungen und Ansätze, die Eltern in Bezug auf ihre Kinder haben, richtig oder falsch? (Sie sind falsch.) Woher rührt letztlich die Hauptursache, der die Schuld zuzuschreiben ist, wenn es um diese Ansätze geht, die Eltern bei ihren Kindern anwenden? Sind es nicht die Erwartungen der Eltern an ihre Kinder? (Ja.) Im Rahmen ihres subjektiven Bewusstseins malen Eltern sich verschiedene Dinge über die Zukunft ihrer Kinder aus, planen sie und bestimmen diese und erzeugen dadurch diese Erwartungen. … Die Eltern setzen alle Hoffnung in ihre Kinder, und das ausschließlich basierend auf der Betrachtungsweise eines Erwachsenen und auf den Ansichten, Perspektiven und Vorlieben eines Erwachsenen zu weltlichen Angelegenheiten. Ist das nicht subjektiv? (Doch.) Wenn man es nett ausdrücken wollte, könnte man sagen, dass es subjektiv ist, aber was ist es wirklich? Was ist eine andere Interpretation dieser Subjektivität? Ist es nicht Selbstsucht? Ist es nicht Nötigung? (Das ist es.) Dir gefällt ein bestimmter Beruf, du möchtest ein Beamter sein, reich werden, in der Gesellschaft glänzen und erfolgreich sein, also bringst du deine Kinder dazu, auch danach zu streben, solch ein Mensch zu werden und einem solchen Weg zu folgen. Aber wird es deinen Kindern gefallen, in Zukunft in solch einem Umfeld zu leben und eine solche Arbeit zu verrichten? Sind sie dafür geeignet? Was ist ihr Schicksal? Was sehen Gottes Herrschaft und Seine Anordnungen für sie vor? Sind dir diese Dinge bekannt? Manche sagen: ‚Mir sind diese Dinge egal, was zählt, sind die Dinge, die ich als ihr Elternteil mag. Ich werde Hoffnungen auf sie setzen, die auf meinen eigenen Vorlieben beruhen.‘ Ist das nicht unglaublich selbstsüchtig? (Das ist es.) Es ist unglaublich selbstsüchtig! Um es nett auszudrücken: Es ist sehr subjektiv, sie haben bei allem das alleinige Sagen; aber was ist es in Wirklichkeit? Es ist äußerst selbstsüchtig! Diese Eltern berücksichtigen nicht das Kaliber oder die Talente ihrer Kinder, ihnen sind die Anordnungen, die Gott für das Schicksal und Leben jedes Einzelnen hat, egal. Sie berücksichtigen diese Dinge nicht, sie zwingen ihren Kindern nur durch Wunschdenken ihre eigenen Vorlieben und Pläne auf“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, kam ich plötzlich zur Besinnung. Früher hatte ich geglaubt, dass alles, was ich tat, um der Zukunft und des Schicksals meines Sohnes willen geschah. Durch die Enthüllung in Gottes Worten verstand ich schließlich, dass die Absicht hinter meinen Handlungen immer die war, mein Verlangen nach Ruhm, Gewinn und Status zu stillen. Weil ich Macht und Status mochte und eine Staatsbeamtin sein wollte, damit andere zu mir aufblickten, zwang ich meinem Sohn meine eigenen Vorlieben und Wünsche auf. Ich hoffte, er würde fleißig lernen und in Zukunft herausragen, eine hohe Beamtenposition und ein gutes Gehalt bekommen, damit ich mich im Widerschein seines Ruhms sonnen könnte. Alles, was ich getan hatte, diente nur meinen eigenen Ambitionen und Begierden, und ich hatte die Vorlieben und Wünsche meines Sohnes überhaupt nicht berücksichtigt. Als mein Sohn sagte, er wolle nicht auf die Universität gehen, sondern zur Armee, versuchte ich mit aller Macht, es ihm auszureden, und zwang ihn gegen seinen Willen, auf die Universität zu gehen. Mein Ziel dabei war es, ihn dazu zu bringen, eine Beamtenlaufbahn anzustreben und Macht und Status zu erlangen, damit auch ich Prestige erlangen würde. Oberflächlich betrachtet geschah alles, was ich tat, um der Zukunft und des Schicksals meines Sohnes willen. Ich gab alles, um meinen Sohn zu fördern. Im Wesentlichen diente dies jedoch nur dazu, mein eigenes Verlangen nach Status zu befriedigen. Ich wollte durch meinen Sohn den Respekt und die Bewunderung von mehr Menschen genießen und ein besseres materielles Leben führen. Endlich sah ich klar, dass alles, was ich getan hatte, überhaupt nicht zum Wohl meines Sohnes gewesen war. Es diente alles nur dazu, meine eigenen Ambitionen und Begierden zu befriedigen. Meine Natur war zu selbstsüchtig, verachtenswert und hässlich! Mein Sohn wollte tatsächlich keine Karriere als Regierungsbeamter anstreben. Er sagte einmal zu mir: „Mama, ich bin einfach nicht zum Beamten gemacht. Wenn man in der Beamtenschaft dieser Gesellschaft Fuß fassen will, muss man gut darin sein, andere zu bewirten, ihnen zu schmeicheln und sie zu täuschen. Man braucht auch den richtigen familiären Hintergrund und Beziehungen und muss grausam und gemein sein. Ich habe nichts von alledem. Es ist gut, einfach ein gewöhnlicher Mensch zu sein.“ Wenn ich jetzt zurückdenke, hatte mein Sohn vollkommen recht. Ich dachte an den Sohn meiner ältesten Schwester, der stellvertretender Direktor des Amtes für Industrie und Handel ist. Er sagte einmal zu mir: „Sobald man in die Beamtenschaft eintritt, hat man keine Kontrolle mehr über sich selbst. Die Leute spinnen Intrigen und bekämpfen sich gegenseitig, und man kann niemandem sagen, was man denkt, oder jemandem zu nahe kommen. Man weiß nie, welche Äußerung jemanden verletzen könnte. Man will vielleicht anderen nicht schaden, aber sie fallen einem trotzdem in den Rücken. Man muss sein Leben damit verbringen, ständig auf die Mienen der Leute zu achten. Das Leben in der Beamtenschaft ist anstrengend!“ Ein Beamter zu werden, ist nichts Gutes. Die Beamtenschaft ist wie ein großer Färberbottich, und wenn mein Sohn, wie ich es wollte, dorthin gegangen wäre, dann hätte er sich nach etwa einem Jahrzehnt, ob er wollte oder nicht, alle möglichen schlechten Gewohnheiten angeeignet. Er wäre aalglatt und hinterlistig geworden, hätte nach Ruhm und Gewinn gestrebt, sich mit anderen gemessen und vielleicht sogar einige böse Dinge getan. Dann hätte er kein normales und friedliches Leben mehr führen können. Das hätte ihm sowohl körperlich als auch seelisch enormen Schaden und endloses Leid zugefügt. Mein Sohn wollte kein Beamter sein, sondern nur ein gewöhnlicher Mensch. Ist das nicht gut so? Jetzt hat er eine feste Arbeit, und sein monatliches Gehalt reicht im Grunde, um die Lebenshaltungskosten seiner Familie zu decken. Er ist nicht gegen meinen Glauben an Gott und ist sehr bereit zu helfen, wenn die Kirche seine Hilfe benötigt. Das ist schon großartig.
Nach dieser Erfahrung wird mir immer bewusster, dass Gott darüber herrscht und vorherbestimmt, welche Art von Arbeit jeder Mensch hat und wovon er lebt. Wie Gott sagt: „Gott hat bestimmt, dass jemand ein einfacher Arbeiter sein wird und in diesem Leben nur Grundgehälter verdienen kann, damit er sich ernähren und kleiden kann. Seine Eltern beharren aber darauf, dass er eine Berühmtheit, ein wohlhabender Mensch, ein hoher Beamter wird. Bevor er das Erwachsenenalter erreicht hat, planen sie und leiten Dinge für seine Zukunft in die Wege und zahlen verschiedene Arten von sogenannten Preisen und versuchen, sein Leben und seine Zukunft zu kontrollieren. Ist das nicht töricht? (Das ist es.)“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Diese Passage aus Gottes Worten ließ mich erkennen, dass ich nicht nur dumm war: Ich war eine völlige und absolute Idiotin! All das Leid, das ich ertragen hatte, war meine eigene Schuld. Als ich meine Erwartungen an meinen Sohn losließ, aufhörte, gegen das Schicksal anzukämpfen, den Weg des Strebens nach Ruhm und Gewinn verließ und in der Lage war, den Platz eines geschaffenen Wesens einzunehmen und Gottes Herrschaft mit einer positiven und unterwürfigen Haltung anzunehmen, ihr zu begegnen und sie zu erfahren, sah ich, dass Gottes Anordnungen wunderbar sind. Dank sei Gott!