47. Ich verstehe, dass ich zu selbstsüchtig bin
Im April 2024 wurde ich zur Bezirksleiterin gewählt, und ich fühlte großen Druck. Ich dachte, dass die Verantwortung dieser Pflicht schwer wäre, dass ich mich vielen Schwierigkeiten gegenüber sehen würde, dass ich mir viele Sorgen machen und einen hohen Preis zahlen müsste. Doch mir wurde klar, dass diese Pflicht eine Gnade Gottes für mich war und ich nicht nur an meine eigenen fleischlichen Interessen denken sollte, also nahm ich sie gerne an. Da ich in dieser Pflicht neu war, waren die mir zugewiesenen Aufgaben verhältnismäßig leicht; ich war nur für die Textarbeit und das Kirchenleben verantwortlich. In meiner Freizeit konnte ich mir auch Videos ansehen und Hymnen anhören. Ich fand, auf diese Weise meine Pflicht zu tun, sei eigentlich ziemlich gut. Kurz darauf wurde eine Schwester, mit der ich zusammenarbeitete, entlassen, weil sie keine wirkliche Arbeit leistete. Also übernahm ich die Bereinigungsarbeit der Kirche, für die sie verantwortlich gewesen war. Erst bei der Übergabe merkte ich, dass die Bereinigungsarbeit viele Probleme hatte, dass es nicht genug Leute gab, um das Bereinigungsmaterial zu verwalten, und dass es einen riesigen Rückstau an Bereinigungsmaterialien gab, die gesichtet werden mussten. Ich dachte, dass sich mein Arbeitspensum dramatisch erhöht hatte und dass mein tägliches Arbeitsprogramm vollgepackt war.
Als ich eines Tages meine Aufgaben erledigte, sagte meine Arbeitspartnerin, Schwester Qiu Yan: „Die Evangeliumsarbeit stößt auf Schwierigkeiten und die Ergebnisse sind erheblich zurückgegangen. Wir brauchen jeden, um gemeinsam eine Lösung zu besprechen.“ Als ich ihr Gespräch hörte, dachte ich an ähnliche Probleme, die ich früher als Kirchenleiterin entdeckt hatte. Wenn Brüder und Schwestern bei der Verbreitung des Evangeliums auf Schwierigkeiten stießen, hielten die Leiter und Mitarbeiter keine Gemeinschaft über Gottes Absichten oder die Wahrheiten bezüglich der Evangeliumsverbreitung; sie drängten nur auf Ergebnisse. Das war der Hauptgrund, warum die Evangeliumsarbeit schlechte Ergebnisse erzielte. Ich wollte dieses Problem ansprechen, dachte dann aber: „Die Bereinigungsarbeit, für die ich verantwortlich bin, hat auch viele Probleme. Ich habe jeden Tag so viel im Kopf. Wenn ich mich jetzt auch noch an der Evangeliumsarbeit beteilige, wäre das nicht eine zusätzliche Belastung für mich? Woher soll ich all die zusätzliche Energie nehmen?“ Daher dachte ich mir, ich sollte mich einfach auf die Arbeit konzentrieren, für die ich zuständig war. Mit dem Gedanken im Kopf sagte ich nichts und machte einfach mit meinen eigenen Aufgaben weiter. Qiu Yan und Li Yue diskutierten lange, konnten aber keine Lösung finden, also fragte Qiu Yan mich, ob ich vielleicht gute Vorschläge hätte. Ich dachte bei mir: „Ich habe meine eigenen Aufgaben noch nicht erledigt. Wenn ich mich jetzt an der Diskussion über die Evangeliumsarbeit beteilige, verzögert das nicht meine eigene Arbeit gerade?“ Also lehnte ich ab und sagte: „Diskutiert ihr beide das mal allein. Ich habe gerade eine Menge dringender Aufgaben zu erledigen.“ Als Li Yue meine Haltung sah, sagte sie streng zu mir: „Jeder für sich allein kann Probleme nur begrenzt erkennen. Schwierigkeiten bei der Arbeit erfordern, dass wir sie gemeinsam besprechen und lösen. Deine Haltung ist unverantwortlich!“ Als ich die Kritik der Schwester hörte, fühlte ich mich schuldig und dachte, dass mein Verhalten tatsächlich zu egoistisch gewesen war. Erst da unterbrach ich, was ich gerade tat, und beteiligte mich an der Diskussion. Ich sprach auch die Probleme an, die ich bemerkt hatte, und schon bald fanden wir eine Lösung.
Ein paar Tage später diskutierten Li Yue und Qiu Yan über das Problem der Förderung von Bewässerern. Sie sagten, einige Kirchenleiter würden die Förderung von Mitarbeitern vernachlässigen. Das führe zu einem Mangel an Bewässerern in der Kirche, weshalb Neulinge keine frühzeitige Bewässerung erhalten könnten. Dies behindere die Bewässerungsarbeit der Neulinge erheblich. Sie meinten, wir müssten den Kirchenleitern schreiben, um mit ihnen über diese Sache Gemeinschaft zu halten. Sie baten mich, an der Diskussion zur Lösung dieses Problems teilzunehmen, doch ich dachte: „Das ist nichts, was sich ganz auf die Schnelle klären lässt. Diese Probleme kosten viel Zeit und Nerven, und die Diskussion wird meine eigene Arbeit verzögern. Wenn sich meine Arbeit später staut, muss ich extra Zeit aufwenden, um sie zu erledigen. Außerdem bin ich für die Bewässerungsarbeit gar nicht zuständig, so dass mir die Lösung des Problems keinerlei Nutzen einbringen wird. Ich muss Zeit und Energie reinstecken und das wird meine eigene Arbeit verzögern – was ist dann der Sinn?“ Also gab ich nur eine oberflächliche Antwort: „Also, bei den Problemen blicke ich nicht so richtig durch und kann keine guten Ratschläge geben. Diskutiert ihr das und setzt erst mal den Brief auf, und wenn er fertig ist, können wir ja zusammen drüberschauen.“ Als die Schwestern das hörten, sagten sie nichts, und so blieb den beiden nichts anderes übrig, als die Angelegenheit unter sich zu besprechen. Später hatte Qiu Yan den Brief fertig und bat uns um Vorschläge. Ich warf einen kurzen Blick darauf und fand, dass einige Stellen ergänzt und verbessert werden müssten, aber ich wollte mir nicht die Mühe machen, ihn zu überarbeiten, also wies ich sie nur kurz auf einige der Probleme hin. Nachdem sie meine Kommentare gehört hatte, wusste Qiu Yan immer noch nicht, was sie hinzufügen sollte, und sagte verlegen: „Ich bin nicht besonders gut darin, solche Briefe für den gemeinschaftlichen Austausch zu schreiben, und Überarbeitungen fallen mir auch schwer. Könntest du mir vielleicht helfen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen? Dann würde sich die Arbeit nicht verzögern.“ Aber ich fand das zu mühsam und bestand darauf, dass sie ihn selbst überarbeitete. Als sie sah, wie ich mich ständig herauszureden versuchte, kritisierte sie mich schließlich: „Gestern hast du dich an der Diskussion nicht beteiligt, und jetzt, wo der Brief geschrieben ist, hilfst du auch nicht bei der Überarbeitung. Die Kirchenarbeit ist eine gemeinsame Anstrengung, und jeder trägt Verantwortung, aber du kümmerst dich nur um dein eigenes Arbeitspensum. Du bist absolut selbstsüchtig und verachtenswert!“ Als ich das hörte, fühlte ich mich sehr ungerecht behandelt, und bekam ein negatives Bild der Schwestern, denn ich dachte, sie hätten überhaupt kein Verständnis für meine Schwierigkeiten. Ich dachte bei mir: „Ich führe diese Pflicht erst seit Kurzem aus und habe jeden Tag schon so viel zu tun. Und jetzt wollt ihr, dass ich zusätzliche Zeit für die Arbeit aufwende, für die ihr verantwortlich seid. Wenn eure Arbeit dann Ergebnisse erzielt, bekommt ihr die Anerkennung. Ich wäre nur eine Helferin im Hintergrund, und für mich springt dabei gar nichts raus. Meine eigene Arbeit würde sich auch aufstauen, und ich müsste noch mehr Zeit und Energie aufwenden, um auch das zu erledigen. Das ist es mir einfach nicht wert!“ Aber als ich sah, wie hilflos die Schwester aussah, stimmte ich widerwillig zu und überarbeitete den Brief. Doch ich fühlte mich innerlich sehr unter Druck und fand diese Pflicht zu schwierig. Ich musste nicht nur meine eigenen Aufgaben nachverfolgen, sondern mich auch um die Arbeit der Schwestern kümmern, und ich wollte diese Pflicht einfach nicht mehr ausführen. In dieser Zeit tat ich meine Pflicht in einem benommenen und betäubten Zustand. Ich spürte keinerlei Führung durch den Heiligen Geist und funktionierte jeden Tag nur noch wie eine Maschine. In meinem Schmerz betete ich zu Gott und suchte bei Ihm: „Gott, die Probleme bei meiner Pflicht setzen mich sehr unter Druck. Und dass ich mich auch noch an der gesamten Arbeit beteiligen soll, dagegen sträubt sich mein Herz. Ich weiß, dass mein Zustand nicht richtig ist, aber ich kann mich einfach nicht dazu bringen, mich zu unterwerfen. Gott, bitte führe mich, damit ich die Wahrheit suchen und Deine Absicht verstehen kann.“
Während meiner Andachten las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten, der den Knoten in meinem Herzen auf einen Schlag löste. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du an Gottes Souveränität glaubst, dann musst du daran glauben, dass die Dinge, die sich täglich ereignen, ob gute oder schlechte, nicht zufällig geschehen. Das heißt nicht, dass es dir jemand bewusst schwer macht oder es auf dich abgesehen hat; das wird alles von Gott arrangiert und orchestriert“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um die Wahrheit zu erlangen, muss man Lektionen von den Menschen, Ereignissen und Dingen um sich herum lernen). Aus Gottes Worten verstand ich, dass die Menschen, Ereignisse und Dinge, die mir jeden Tag begegnen, Teil von Gottes Herrschaft und Anordnungen sind, und ich musste vor Gott zur Ruhe kommen, um meine Lektionen zu lernen und meine eigene verdorbene Disposition zu erkennen. Aber jetzt, als die Schwestern mich baten, mich an der gesamten Arbeit zu beteiligen, hatte ich das Gefühl, sie würden meine Schwierigkeiten nicht verstehen. Ich lebte in einem Zustand, in dem ich mich auf Menschen und Dinge fixierte und zeigte überhaupt keine Unterwerfung. Ich musste mich selbst zurücknehmen, vor Gott treten, um die Wahrheit zu suchen, und über mich selbst nachdenken.
Später las ich Gottes Worte und erlangte ein gewisses Verständnis meines Problems. Gott sagt: „Egal, für welche Arbeit sie verantwortlich sind, Antichristen denken nie an die Interessen des Hauses Gottes. Sie überlegen nur, ob ihre eigenen Interessen betroffen sind und denken nur an das kleine Stückchen Arbeit, das vor ihnen liegt und von dem sie profitieren. Für sie ist die Hauptarbeit der Kirche nur etwas, das sie in ihrer Freizeit tun. Sie nehmen sie überhaupt nicht ernst. Sie bewegen sich nur, wenn sie zum Handeln gedrängt werden, tun nur, was sie gerne tun, und verrichten nur die Arbeit, die dazu geeignet ist, ihre eigene Macht und ihren eigenen Status zu erhalten. In ihren Augen sind jede Arbeit, die von Gottes Haus angeordnet wird, die Arbeit, das Evangelium zu verbreiten, und der Lebenseintritt von Gottes auserwähltem Volk nicht wichtig. Egal, welche Schwierigkeiten andere Menschen bei ihrer Arbeit haben, welche Probleme sie erkannt und ihnen gemeldet haben, wie aufrichtig ihre Worte sind, die Antichristen schenken dem keine Beachtung, sie mischen sich nicht ein, ganz so, als hätte das nichts mit ihnen zu tun. Egal, wie groß die Probleme sind, die bei der Arbeit der Kirche auftauchen, sie selbst bleiben völlig gleichgültig. Selbst wenn ein Problem direkt vor ihnen liegt, gehen sie es nur oberflächlich an. Nur wenn sie direkt vom Oberen zurechtgestutzt und angewiesen werden, ein Problem zu lösen, tun sie widerwillig ein wenig echte Arbeit und geben dem Oberen etwas zu sehen; kurz darauf machen sie mit ihren eigenen Angelegenheiten weiter. Wenn es um die Arbeit der Kirche geht, um die wichtigen Dinge im weiteren Kontext, dann sind sie nicht interessiert und beachten diese Dinge nicht. Sie ignorieren sogar die Probleme, die sie entdecken, geben oberflächliche Antworten oder drucksen herum, wenn sie auf die Probleme angesprochen werden, und gehen sie nur mit großem Widerwillen an. Dies ist die Äußerungsform von Selbstsucht und Gemeinheit, nicht wahr?“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Exkurs 4: Zusammenfassung – Der Charakter von Antichristen und ihre Dispositionsessenz (Teil 1)). „Wenn man an Gott glaubt, aber Seine Worte nicht beherzigt, die Wahrheit nicht akzeptiert und sich nicht Seiner Orchestrierung und Seinen Anordnungen unterwirft; wenn man nur bestimmte gute Verhaltensweisen zur Schau stellt, aber nicht imstande ist, sich gegen das Fleisch aufzulehnen, und kein bisschen von seinen eigenen Interessen oder seinem Stolz aufgibt; wenn man, obwohl man dem Anschein nach seine Pflicht tut, immer noch nach seinen satanischen Dispositionen lebt und seine satanischen Philosophien und Lebensweisen nicht im Mindesten aufgegeben oder geändert hat, was hat das dann mit dem Glauben an Gott zu tun? Das ist Glaube an Religion. Solche Menschen entsagen Dingen äußerlich und wenden sich äußerlich auf, aber wenn man sich den Weg ansieht, den sie beschreiten, und den Ursprung und das Motiv für alles, was sie tun, dann stützen sie diese nicht auf Gottes Worte oder die Wahrheit; stattdessen handeln sie weiterhin aufgrund ihrer eigenen Auffassungen und Einbildungen, ihrer subjektiven Annahmen, ihrer Ambitionen und Begierden. Die Philosophien und Dispositionen Satans stellen immer noch die Grundlage ihres Daseins und Handelns dar. In Angelegenheiten, in denen sie die Wahrheit nicht verstehen, suchen sie nicht danach; in Angelegenheiten, in denen sie die Wahrheit verstehen, praktizieren sie diese nicht, noch ehren sie Gott als groß oder schätzen die Wahrheit. Obwohl sie verbal und nominell an Gott glauben und Gott anerkennen, und obwohl sie fähig zu sein scheinen, eine Pflicht zu tun und Gott zu folgen, leben sie in allem, was sie sagen und tun, immer noch nach ihren satanischen Dispositionen. Wie Nichtgläubige machen sie keine Veränderung durch. Die Dinge, die sie sagen und tun, sind alle Offenbarungen verdorbener Dispositionen. Ihr werdet sie nicht dabei sehen, Gottes Worte zu praktizieren oder zu erfahren, geschweige denn das Anzeichen davon, dass sie in allen Dingen nach der Wahrheit suchen und sich ihr unterwerfen. In ihrem Handeln denken sie zuerst an ihre eigenen Interessen und befriedigen zuerst ihre eigenen Begierden und ihre eigene Absicht. Sind das Menschen, die Gott folgen? (Nein.) … Egal seit wie vielen Jahren sie glauben, sie haben keine normale Beziehung zu Gott aufgebaut; egal was sie tun oder was ihnen widerfährt, ihr erster Gedanke ist: ‚Ich will auf die und die Art handeln. Welche Herangehensweise läge in meinem Interesse und welche nicht? Was könnte passieren, wenn ich dieses oder jenes täte?‘ Das sind die Dinge, die sie zuerst erwägen. Was sie überhaupt nicht in Erwägung ziehen, ist, welche Form der Praxis Gott verherrlichen und Ihn bezeugen oder seine Absichten zufriedenstellen würde, noch beten sie und suchen, was Gottes Forderungen sind und was Seine Worte besagen. Nie berücksichtigen sie, was Gottes Absichten sind oder was Seine Forderungen sind, und wie die Menschen praktizieren sollten, um Gott zufriedenzustellen. Obwohl sie manchmal vielleicht vor Gott beten und mit Ihm Gemeinschaft halten, reden sie lediglich mit sich selbst und suchen nicht aufrichtig nach der Wahrheit. Wenn sie zu Gott beten und Seine Worte lesen, dann beziehen sie sie nicht auf die Dinge, die ihnen im wirklichen Leben widerfahren. Wie also gehen sie mit Gottes Herrschaft, Seiner Orchestrierung und Seinen Anordnungen in den von Gott eingerichteten Situationen um? Wenn sie mit Dingen konfrontiert werden, die nicht ihrem Willen entsprechen, sträuben sie sich ihnen in ihren Herzen dagegen und versuchen, sie zu vermeiden. Wenn sie mit Dingen konfrontiert werden, die ihre Interessen betreffen, zerbrechen sie sich den Kopf und denken an jeden möglichen Weg, um ihre Interessen zu schützen – selbst wenn sie keinen Vorteil daraus schlagen können, können sie nicht zulassen, dass ihre Interessen geschädigt werden. Sie bemühen sich nicht darum, Gottes Absichten zufriedenzustellen, sondern nur darum, ihre eigenen Wünsche zu erfüllen. Ist das Glaube an Gott? Haben solche Menschen eine Beziehung zu Gott? Nein, das haben sie nicht. Sie leben auf niedere, abstoßende, unnachgiebige und hässliche Art und Weise. Sie haben nicht nur keine Beziehung zu Gott, sie stellen sich auch bei jeder Gelegenheit gegen Gottes Herrschaft und Seine Anordnungen. Sie sagen immer wieder: ‚Möge Gott die Herrschaft über alles in meinem Leben haben und es lenken. Ich bin willens, dass Gott den Thron meines Herzens besteigt und darin regiert und herrscht. Ich bin bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen.‘ Wenn sie jedoch mit Dingen konfrontiert werden, die ihren Interessen schaden, können sie sich nicht unterwerfen. Anstatt in einer von Gott eingerichteten Situation die Wahrheit zu suchen, wollen sie die Situation umkehren oder ihr entkommen. Sie wollen sich nicht Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen; sie wollen die Dinge nach ihrem eigenen Willen tun, und ihre eigenen Interessen dürfen nicht den geringsten Verlust erleiden. Sie missachten voll und ganz Gottes Absichten und legen nur Wert auf ihre eigenen Interessen, Umstände und Stimmungen und Gefühle. Zeugt das von Glauben an Gott? (Nein.)“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Man kann nicht gerettet werden, indem man an Religion glaubt oder bei religiösen Ritualen mitmacht).
Gottes Worte sind sehr klar. Ein Mensch, der wirklich an Gott glaubt, kann die Wahrheit suchen und sich Gott unterwerfen, wenn er mit Dingen konfrontiert wird, die nicht mit seinen Auffassungen übereinstimmen. Wenn ein Mensch jedoch angesichts von Dingen, die nicht seinen Vorstellungen entsprechen, überhaupt nicht nach der Wahrheit sucht, nur seine eigenen Interessen berücksichtigt und nach Auswegen sucht, dann ist er kein wahrer Gläubiger, und Gott heißt ihn nicht gut. Antichristen sind genau diese Art von Mensch. Bei ihren Pflichten berücksichtigen sie niemals die Interessen von Gottes Haus und tun nur das, was ihnen hinsichtlich Ruhm, Gewinn oder Status nützt. Wenn ihnen etwas keinen Vorteil bringt, verschließen Antichristen die Augen und Ohren, selbst wenn sie ein Problem bemerken oder wenn andere sie um Hilfe bitten. Sie sind äußerst kaltherzig, skrupellos, selbstsüchtig, verachtenswert und ohne Menschlichkeit. Angesichts der Enthüllung durch Gottes Worte fühlte ich mich beschämt und verlegen. Mein Groll, mein Widerstand und mein Ungehorsam waren alle so unvernünftig. Ich dachte darüber nach, dass ich seit vielen Jahren an Gott glaubte. Obwohl ich meiner Familie und meiner Karriere entsagt hatte und scheinbar wirklich an Gott glaubte, waren bei meinen Pflichten all meine Gedanken und Überlegungen nur auf meinen eigenen Vorteil ausgerichtet, und ich schützte die Arbeit der Kirche überhaupt nicht. Inwiefern war ich ein Mitglied von Gottes Haus? Als meine Schwestern über Probleme bei der Evangeliumsarbeit sprachen und gemeinsam Lösungen erörtern wollten, fürchtete ich, dass ich, wenn ich mich zu Wort melden würde, an der Diskussion teilnehmen müsste, was meine eigene Arbeit verzögern würde, obwohl ich einige der spezifischen Probleme verstand. Daher benutzte ich mein hohes Arbeitspensum als Ausrede, um meine Teilnahme abzulehnen. Als in der Kirche ein Mangel an Bewässerern herrschte und dringend ein Brief an die Leiter geschrieben werden musste, um über die Wichtigkeit der Förderung von Mitarbeitern Gemeinschaft zu halten, hatte ich Angst, dass dies meine Arbeitslast erhöhen würde, und dachte, selbst wenn ich es gut machte, würde ich dafür keine Anerkennung bekommen, daher gab ich nur eine oberflächliche Antwort und wollte nicht mit reingezogen werden. Als die Schwester den Brief aufsetzte und mich bat, ihn zu überprüfen, bemerkte ich Probleme, wollte aber keine Zeit für die Überarbeitung aufwenden. Bei all diesen Aufgaben lag es nicht daran, dass ich die Probleme nicht erkennen oder nicht lösen konnte, sondern daran, dass ich zu selbstsüchtig und verachtenswert war. Ich kümmerte mich nur um meine eigenen Interessen und wollte nichts tun, was meinem Ansehen oder meinem Status nicht zugutekam. Inwiefern war in meinem Herzen auch nur der geringste Platz für Gott? Und bei einem solchen Verhalten fühlte ich mich sogar noch ungerecht behandelt, als meine Schwester mich zurechtstutzte, weil ich selbstsüchtig und verachtenswert war, und ich wollte dieser Pflicht ausweichen und sie aufgeben. Ich war wirklich unvernünftig! Besonders, als ich diese Worte Gottes las: „Sie bemühen sich nicht darum, Gottes Absichten zufriedenzustellen, sondern nur darum, ihre eigenen Wünsche zu erfüllen. Ist das Glaube an Gott? Haben solche Menschen eine Beziehung zu Gott? Nein, das haben sie nicht.“ Das hat mich schon etwas berührt. Ich hatte so viele Jahre an Gott geglaubt, so viele Worte Gottes gegessen und getrunken und so viele Gnaden und Segnungen Gottes genossen, aber als ich sah, wie in Schlüsselbereichen wie der Evangeliums- und der Bewässerungsarbeit Probleme auftraten, ignorierte ich sie einfach. Wie konnte ich mich eine Gläubige nennen? Selbst beim Schuften mangelte es mir an Hingabe! Erst als mir diese Dinge klar wurden, erkannte ich, wie schwerwiegend meine verdorbene Disposition war, und ich bekam ein wenig Angst. Also betete ich zu Gott: „Gott, ich sehe, dass mein Zustand wirklich gefährlich ist. Ich war absolut selbstsüchtig und rebellisch! Bitte erleuchte und führe mich, damit ich meine verdorbene Disposition wirklich erkennen kann.“
Eines Tages las ich Gottes Worte und erlangte ein wenig Verständnis meiner Wesensnatur. Der Allmächtige Gott sagt: „Nachdem jemand von Satan verdorben wurde, verliert er sein Gewissen und seine Vernunft. Sein Herz wird von Satan völlig in die Irre geführt, und er nimmt viele Gedanken und Sichtweisen an, die von Satan stammen, sowie einige Sprüche und Meinungen aus bösen Trends. Ist dieser Punkt erreicht, sind sein Gewissen und seine Vernunft völlig verdorben und zersetzt – man könnte sagen, dass sein Gewissen und seine Vernunft zu diesem Zeitpunkt vollständig verloren sind. Was sich dann zeigt, ist ein sehr schlechter und böser Charakter. Das heißt, bevor er positive Dinge angenommen hat, hat er in seinem Herzen bereits viele abwegige und absurde Dinge von Satan angenommen. Diese Dinge haben seine Menschlichkeit schwer verdorben, was dazu führt, dass seine Menschlichkeit sehr schlecht ist. Wenn er zum Beispiel den folgenden satanischen Gedanken und die folgende satanische Sichtweise von der Welt annimmt: ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘, wird sich sein Gewissen dann verbessern, gleich bleiben oder wird es sich verschlechtern? (Es wird sich verschlechtern.) Und was sind die spezifischen Äußerungsformen dieser Verschlechterung? (Er berücksichtigt bei allem, was er tut, nur seine eigenen Interessen.) Um seiner eigenen Ziele und Interessen willen schreckt er vor nichts zurück. Er kann andere betrügen und schädigen und alles tun, was gegen Moral und Gewissen verstößt. Je mehr er tut, desto rücksichtsloser werden seine Handlungen, desto finsterer wird sein Herz, desto weniger Gewissensregung hat er und desto weniger Menschlichkeit bewahrt er sich. Für seine eigenen Interessen wird er jeden betrügen und täuschen … Warum kann er jeden täuschen? Was ist die Grundursache? Es liegt daran, dass er Satans Gedanken und Sichtweisen angenommen hat und unter der Herrschaft von Satans Gedanken und Sichtweisen handelt. Letztendlich funktionieren das Gewissen und die Vernunft seiner Menschlichkeit nicht mehr; das heißt, die grundlegenden Dinge, die die Menschlichkeit besitzen sollte, versagen völlig, sie werden von Satans bösen Gedanken vollständig zersetzt und kontrolliert. Der Prozess der Zersetzung und Kontrolle ist der Prozess seiner Annahme dieser Gedanken und Sichtweisen, und natürlich ist es auch der Prozess, in dem er verdorben wird“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (10)). Gottes Worte enthüllten, dass die Wurzel meines Widerwillens, mich an der gesamten Arbeit zu beteiligen, darin lag, dass ich unter dem Einfluss von Satans Giften stand. Ich hatte nach satanischen Philosophien für weltliche Belange gelebt, wie „Jeder kehre vor seiner eigenen Tür“ und „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“. Ich war extrem egoistisch und eigennützig geworden, hatte jegliche Menschlichkeit verloren und beurteilte alles, was ich tat, danach, ob es mir nützte oder nicht. Ich bemühte mich bei Dingen, die meinem Ansehen und meinem Status zugutekamen, ignorierte aber alles, was mir keinen Vorteil brachte. Selbst wenn andere meine Hilfe suchten oder mich ermahnten, kümmerte ich mich nicht darum. Ich hielt es sogar für ganz selbstverständlich, dass Dinge, die nicht in meiner Verantwortung lagen, nichts mit mir zu tun hatten, selbst wenn ein Problem vorlag, und dass ich allen Grund hatte, sie zu ignorieren. Unter dem Einfluss solcher Gedanken und Ansichten ignorierte ich die Evangeliumsarbeit, und als die Schwestern meine Hilfe suchten, verschloss ich die Augen. Selbst als die Evangeliumsarbeit behindert wurde, wollte ich mich nicht beteiligen, obwohl ich einige Lösungsansätze hatte. Als der Mangel an Bewässerern in der Kirche bereits die Bewässerungsarbeit beeinträchtigte, hatte ich Angst, meine eigene Arbeit zu verzögern, daher wollte ich nicht mit den Schwestern zusammenarbeiten, um das Problem zu lösen; und obwohl dies die Bewässerungsarbeit verzögerte, fühlte ich keinerlei Schuld. Als die Schwester auf meine Selbstsucht hinwies, weigerte ich mich immer noch, es zu akzeptieren, fand Widerworte und fühlte mich widerständig. Ich schämte mich nicht im Geringsten dafür, dass ich aus Selbstsucht und Gemeinheit die Interessen von Gottes Haus nicht gewahrt hatte. Ich lebte nach Satans Giften und schützte die Interessen von Gottes Haus überhaupt nicht. Mein Gewissen und meine Vernunft waren abgestumpft. Um zusätzliche Sorgen und Lasten zu vermeiden, missachtete ich Gottes Absichten und die Interessen der Kirche vollständig. Die Art und Weise, wie ich meine Pflicht behandelte, kam eigentlich einer Verweigerung gleich und war Verrat an Gott! Als mir diese Dinge klar wurden, empfand ich endlich Hass auf meine selbstsüchtige und verachtenswerte verdorbene Disposition.
Während einer meiner Andachten las ich eine Passage aus Gottes Worten und fand einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Für alle, die eine Pflicht ausführen, unabhängig davon, wie tiefgründig oder oberflächlich ihr Verständnis von der Wahrheit ist, besteht die einfachste Art der Praxis, um in die Wahrheitsrealität einzutreten, darin, bei jeder Gelegenheit an die Interessen von Gottes Haus zu denken, ihre selbstsüchtigen Wünsche, persönlichen Absichten und Motive sowie ihren Stolz und ihren Status loszulassen und die Interessen von Gottes Haus an erste Stelle zu stellen – das ist das Mindeste, was sie tun sollten. Wenn ein Mensch, der eine Pflicht erfüllt, nicht einmal so viel tun kann, wie kann man dann von ihm behaupten, dass er seine Pflicht erfüllt? Das kann man nicht als Erfüllung der eigenen Pflicht bezeichnen. Du solltest zuerst an die Interessen von Gottes Haus denken, Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen und die Arbeit der Kirche mit in Betracht ziehen. Setze diese Dinge an allererste Stelle; erst danach kannst du darüber nachdenken, wie solide dein Status ist oder wie andere dich betrachten. Teilt es in zwei Schritte auf und geht einen kleinen Kompromiss ein – habt ihr nicht das Gefühl, dass dies die Dinge ein wenig einfacher macht? Wenn du eine Weile so praktizierst, wirst du spüren, dass es keine schwierige Sache ist, Gott zufriedenzustellen. Außerdem, wenn du deine Verantwortlichkeiten erfüllen kannst; deine Verpflichtungen und deine Pflicht erfüllen kannst; deine selbstsüchtigen Begierden, Absichten und Motive beiseitelegen kannst; Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen kannst; und die Interessen des Hauses Gottes, die Arbeit der Kirche und die Pflicht, die du ausführen sollst, an die erste Stelle setzen kannst, dann wirst du, nachdem du eine Weile so erfahren hast, spüren, dass es gut ist, sich auf diese Weise zu verhalten, dass die Menschen auf ehrliche und aufrichtige Weise leben sollten und dass sie kein rückgratloses, schmutziges, verachtenswertes Dasein führen sollten, sondern vielmehr aufrecht und gerecht sein sollten. Du wirst spüren, dass dies das Ebenbild ist, das ein Mensch ausleben sollte. Dein Verlangen, deine eigenen Interessen zu befriedigen, wird allmählich schwinden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich immer die Interessen von Gottes Haus an die erste Stelle setzen sollte, wenn meine Pflicht und meine persönlichen Interessen in Konflikt geraten. Das ist die Haltung, die ein Mensch haben sollte, der seiner Pflicht hingebungsvoll ist. Obwohl unsere Aufgaben aufgeteilt waren, hätte ich, als es Probleme bei der Arbeit der Schwestern gab, die Gesamtarbeit der Kirche an die erste Stelle setzen sollen. Dinge wie die Verbreitung des Evangeliums, die Bewässerung von Neulingen und die Wahl von Kirchenleitern und Diakonen sind wichtige Aufgaben der Kirche. Wenn dabei Probleme auftraten und nicht umgehend gelöst wurden, würde dies die Arbeit verzögern. Auch wenn ich viel zu tun hatte, musste ich zwischen den Prioritäten unterscheiden. Wenn ich meine Zeit besser nutzte, würde meine Arbeit nicht allzu sehr in Verzug geraten. Obwohl die Teilnahme an Diskussionen und Entscheidungen für die Gesamtarbeit manchmal mehr Zeit und Mühe erforderte, erfasste ich durch tatsächliches Suchen und Diskutieren nach und nach einige Grundsätze, ohne es überhaupt zu merken. Das war auch eine Möglichkeit für mich, mich zu verbessern. Das war also eigentlich kein Leiden, sondern wirklich von Vorteil für mich. Früher fühlte ich mich erschöpft, weil meine Sichtweise falsch war, aber als sich meine Sichtweise änderte, hatte ich nicht mehr das Gefühl zu leiden.
Eines Tages las ich weitere Worte Gottes und erlangte ein klareres Verständnis davon, wie ich praktizieren sollte, während ich meine Pflicht tat. Gott sagt: „Die Art und Weise, wie Menschen ihre Pflichten im Haus Gottes ausführen, unterscheidet sich komplett davon, wie die Dinge unter Nichtgläubigen ablaufen. Wo liegt der Unterschied? Brüder und Schwestern lesen gemeinsam Gottes Wort und sind im Geist miteinander verbunden. Sie sind fähig, freundschaftlich miteinander auszukommen und ihre innersten Gedanken miteinander zu teilen. Sie sind fähig, einfach und offen miteinander über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, Gottes Wort zu genießen und einander zu helfen. Wer auch immer Schwierigkeiten hat, sie suchen gemeinsam die Wahrheit, um die Angelegenheit zu lösen, erreichen eine innere Einheit und werden fähig, sich vor der Wahrheit und vor Gott zu unterwerfen. Nichtgläubige sind anders. Sie lassen sich alle nicht in die Karten schauen, sie öffnen sich anderen gegenüber nicht, sie sind voreinander auf der Hut, und sie intrigieren und wetteifern sogar gegeneinander. Letztendlich kommt es zum Streit und jeder geht danach seinen eigenen Weg“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Über harmonische Zusammenarbeit). Aus Gottes Worten verstand ich, dass wir, um bei unseren Pflichten im Haus Gottes gute Ergebnisse zu erzielen, eines Herzens und eines Sinnes zusammenarbeiten müssen. Ich sollte meine selbstsüchtigen Wünsche beiseitelegen und die Arbeit der Kirche an die erste Stelle setzen. Ganz gleich, bei wessen Arbeit Probleme auftreten, wir sollten gemeinsam nach Lösungen suchen, damit wir leichter das Wirken des Heiligen Geistes erlangen und die Wirksamkeit unserer Pflichten steigern können. So wie der Herr Jesus sagte: „Weiter sage Ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, dass sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von Meinem Vater im Himmel“ (Matthäus 18,19). Jeder von uns hat Mängel, es fehlt uns an Verständnis, an Fähigkeiten oder an Klarheit in manchen Dingen, und keine Arbeit kann von einer Person allein bewältigt werden. Wir müssen harmonisch zusammenarbeiten und die Stärken und Fähigkeiten jedes Einzelnen zur Geltung bringen. Nur so können wir unsere Pflichten gut ausführen. Die Arbeit der Kirche ist eine gemeinsame Anstrengung, und ganz gleich, in welchem Arbeitsbereich Probleme auftreten, jeder muss mitwirken, um sie zu lösen. Als ich das verstand, fühlte ich mich nicht mehr widerständig, mich an der Gesamtarbeit zu beteiligen. Später konzentrierten wir uns bei der Ausführung unserer Pflichten alle auf eine harmonische Zusammenarbeit. Wenn wir bei der Arbeit auf Dinge stießen, die uns unklar waren oder die wir nicht verstanden, brachten wir sie aktiv zur Diskussion und zum gemeinschaftlichen Austausch vor. Durch diese tatsächliche Zusammenarbeit gewannen wir eine umfassendere Sicht auf die Probleme, ich fühlte viel weniger Druck bei meiner Pflicht, und die Probleme konnten auch schneller gelöst werden.
Ein paar Wochen später waren die Ergebnisse der Evangeliumsarbeit immer noch nicht gut, also wollten wir uns zu gemeinschaftlichem Austausch und zur Analyse treffen. Ich dachte: „Die Probleme bei der Evangeliumsarbeit lassen sich nicht in kurzer Zeit lösen. Wir müssen die Arbeitsberichte jeder Kirche überprüfen und dann die Probleme und Schwierigkeiten verstehen, denen die Brüder und Schwestern bei der Verbreitung des Evangeliums begegnen, um sie gezielt lösen zu können. Das wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber ich habe noch mehrere Briefe zu beantworten, und die Diskussion über die Evangeliumsarbeit wird meine eigenen Aufgaben verzögern.“ Als ich an all das dachte, zögerte ich etwas, daran teilzunehmen. In diesem Moment erkannte ich, dass ich wieder Selbstsucht offenbarte. Also wandte ich mich den Worten Gottes zu. Der Allmächtige Gott sagt: „Egal wie groß oder klein die Aufgabe ist, egal wer dir diese Aufgabe zuteilt, ob Gottes Haus dich damit betraut oder ein Leiter oder Arbeiter der Kirche sie dir zuteilt, deine Einstellung sollte wie folgt sein: ‚Da mir diese Pflicht zugeteilt worden ist, erhöht mich Gott und erweist mir Gnade. Ich sollte sie nach den Wahrheitsgrundsätzen gut erledigen. Obwohl mein Kaliber durchschnittlich ist, bin ich bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und alles dafür zu geben, um es gut zu machen. Wenn ich schlechte Arbeit leiste, sollte ich die Verantwortung dafür übernehmen, und wenn ich gute Arbeit leiste, ist das nicht mein Verdienst. Das sollte ich tun.‘ Warum sage Ich, dass es eine Frage des Grundsatzes ist, wie man mit seiner Pflicht umgeht? Wenn du wirklich Verantwortungsbewusstsein hast und ein verantwortungsvoller Mensch bist, dann wirst du imstande sein, die Arbeit der Kirche auf dich zu nehmen, und die Pflicht zu erfüllen, die du tun sollst“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Aus Gottes Worten wurde mir klar, dass ein Leiter, der den Anforderungen gerecht wird, zuerst Verantwortungsbewusstsein haben muss und die Interessen von Gottes Haus an die erste Stelle setzen muss. Obwohl diese Arbeit hauptsächlich in der Verantwortung meiner Arbeitspartnerin lag, ging es darum, ob die Evangeliumsarbeit der Kirche reibungslos voranschreiten konnte. Als Leiterin war ich dafür mitverantwortlich, und ich konnte nicht nur meine eigenen Interessen berücksichtigen – das würde zeigen, dass mir jegliche Menschlichkeit fehlt. Ich musste die richtigen Prioritäten setzen und meine eigenen Interessen zurückstellen. Mir wurde klar, dass meine eigenen Aufgaben tatsächlich aufgeschoben werden konnten, und so ergriff ich die Initiative, an dieser Analyse und Diskussion teilzunehmen. In der Diskussion ergänzte ich von mir aus einige Bereiche, die die anderen Schwestern nicht klar im gemeinschaftlichen Austausch dargelegt hatten, und im Prozess der Zusammenarbeit sah ich Gottes Führung. Ich fand auch einige Methoden und Wege, um die Probleme zu lösen, und spürte eine große Ruhe in meinem Herzen.
Durch die Erfahrung dieser Enthüllung erlangte ich etwas Erkenntnis über meine selbstsüchtige und verachtenswerte satanische Disposition. Früher dachte ich nicht, dass Selbstsucht ein ernstes Problem sei, aber jetzt, durch die Enthüllung von Gottes Worten, sehe ich klar, dass Menschen, die nach ihrer selbstsüchtigen und verachtenswerten verdorbenen Disposition leben, immer mehr an Menschlichkeit verlieren und kein Gewissen und keine Vernunft haben und bei ihren Pflichten keine guten Ergebnisse erzielen werden. Nur indem man nach Gottes Worten lebt, die Wahrheit praktiziert und nach Grundsätzen handelt, kann man ein menschliches Abbild ausleben. Nur dann kann man wahren Frieden und wahre Ruhe im Herzen haben. Danke Gott, dass Du mir diese Erkenntnisse und Gewinne geschenkt hast!