49. Ich verlasse mich nicht mehr auf die Pflege im Alter durch meinen Sohn
Im Jahr 2001 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an. 2020 wurden bei mir ein Hirninfarkt und eine Herzerkrankung diagnostiziert. Ich brauchte damals dringend Geld für die Behandlung, und wie es der Zufall wollte, schickte mir mein Sohn 5.000 Yuan. Ich dachte: „Mein Sohn ist derjenige, auf den ich mich immer verlassen kann. Wenn ich alt werde, werde ich mich immer noch auf ihn verlassen müssen.“ 2022 heiratete mein Sohn. Er kaufte sich sowohl das Haus als auch das Auto selbst. Später kaufte mir meine Schwiegertochter für mehr als tausend Yuan einen Goldring. Sie sagte auch zu mir: „Wir verlangen sonst nichts von dir, aber wenn wir später Kinder haben, wäre es toll, wenn du uns bei der Betreuung helfen könntest.“ Als ich sah, wie gut die beiden zu mir waren, dachte ich bei mir: „Er ist mein einziger Sohn. Ich muss gut mit ihm und meiner Schwiegertochter auskommen, denn wenn ich alt werde, werde ich auf ihre Pflege angewiesen sein. Meine Gesundheit lässt von Jahr zu Jahr nach. Wenn ich ihnen jetzt bei den Kindern helfe, solange ich noch kann, werden sie sich später um mich kümmern, wenn ich alt bin.“ Daraufhin stimmte ich zu und sagte: „In Ordnung. Wenn ihr Kinder bekommt, passe ich für euch auf sie auf.“ Später war meine Sicherheit gefährdet, und so hatte ich keine andere Wahl, als mein Zuhause zu verlassen, um in der Kirche meine Pflicht zu tun und einer Verhaftung durch die KPCh zu entgehen.
Eines Tages im April 2024 erfuhr ich, dass meine Schwiegertochter schwanger war, und meine Familie bat mich, zurückzukommen und für sie zu sorgen. Ich machte mich sofort auf den Weg. Doch kaum war ich zu Hause, kamen Dorfbeamte vorbei, um meine Wohnsitzanmeldung zu kontrollieren. Bei dem Gedanken, dass die KPCh mein Foto besaß und all die Jahre nach mir gesucht hatte, wagte ich es nicht, zu Hause zu bleiben, und reiste schnell wieder ab. Nach meiner Rückkehr zur Kirche war ich sehr bedrückt. Ich dachte: „Mein Sohn arbeitet in einer anderen Stadt und hat keine Zeit, sich um meine Schwiegertochter zu kümmern. Und wenn ich als ihre Schwiegermutter mich nicht um sie kümmere – was wird ihre Familie dann von mir denken? Ich weiß ja nicht einmal, wie es meiner Schwiegertochter gerade geht.“ Danach hatte ich ständig das Gefühl, in ihrer Schuld zu stehen. Wegen dieser seelischen Qual machte sich mein Hirninfarkt wieder bemerkbar. Ich wurde noch besorgter und dachte: „Ich werde immer älter und meine Gesundheit lässt immer mehr nach. Werde ich in Zukunft nicht die Pflege meines Sohnes und meiner Schwiegertochter brauchen? Ich war nicht für sie da, als sie mich am meisten brauchte. Wenn ich eines Tages alt und krank zu ihnen zurückkehren muss, werden sie mich dann überhaupt noch annehmen und für mich sorgen?“ Immer wenn ich darüber nachdachte, verschlechterte sich mein Zustand. Die Tage vergingen, und die Geburt des Kindes rückte näher. Aber ich konnte immer noch nicht zurück, um mich um meine Schwiegertochter zu kümmern, und ich musste seufzen. Zu dieser Zeit war meine Pflicht die Bewässerung der Neulinge. Obwohl ich jeden Tag meine Pflicht tat, wurde ich innerlich oft von dieser Angelegenheit aufgewühlt. Ich verfolgte die Arbeit nicht mehr zeitnah nach und kümmerte mich nicht rechtzeitig um die Probleme der Neulinge. Das führte dazu, dass die Probleme einiger Neulinge nicht zeitnah gelöst wurden und sie in Negativität und Schwäche lebten. Als ich sah, dass ich meine Pflicht nicht gut erfüllt hatte, dachte ich nicht darüber nach, wie ich dies lösen und umkehren konnte. Stattdessen dachte ich sogar: „Wenn es keine Ergebnisse gibt, dann ist das eben so. Wenn ich entlassen werde, kann ich vielleicht zu meinem Sohn zurückgehen und ihm beim Aufpassen auf das Baby helfen.“ Da ich somit in einem falschen Zustand lebte, tat ich meine Pflicht ohne die Leitung des Heiligen Geistes, bekam eine negative Haltung und war zutiefst unglücklich. Da betete ich zu Gott: „O Gott, ständig will ich nach Hause, um mich um meine Schwiegertochter und meinen Enkel zu kümmern. Ich fürchte, wenn ich jetzt nicht gehe, wird sich niemand um mich kümmern, wenn ich alt bin. Ich weiß, dass es falsch ist, in einem solchen Zustand zu leben. Bitte erleuchte und führe mich, damit ich die Wahrheit verstehe und meine eigenen Probleme erkenne.“ Nach dem Gebet fielen mir die Worte Gottes wieder ein: „Warum sind Kinder ihren Eltern gegenüber pflichtbewusst? Warum sind Eltern in ihre Kinder vernarrt? Welcherlei Absichten hegen Menschen tatsächlich? Gilt ihre Absicht nicht der Erfüllung ihrer eigenen Pläne und egoistischen Wünsche? Beabsichtigen sie wirklich um Gottes Führungsplans willen zu handeln? Handeln sie wirklich um Gottes Werkes willen? Gilt ihre Absicht der Ausführung der Pflicht eines geschaffenen Wesens?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Gott enthüllt, dass es zwischen den Menschen gar keine echte Liebe oder Fürsorge gibt. Jeder hat seine eigenen Absichten, seinen eigenen Gewinn im Sinn. Ich war genau so, wie Gott es offengelegt hatte. Ich dachte ständig an die Schwangerschaft meiner Schwiegertochter, aber nicht, weil ich mich aufrichtig um sie kümmern wollte, sondern aufgrund meiner eigenen Absichten. Ich spürte, wie meine Gesundheit in den letzten Jahren nachgelassen hatte und dass ich im Alter auf die Pflege durch meinen Sohn angewiesen sein würde. Deshalb wollte ich ihnen dabei helfen, auf ihr Kind aufzupassen, solange ich noch konnte, damit er sich im Gegenzug um mich kümmern würde, wenn ich alt bin. Aber als ich wegen meiner Pflicht und der Gefahrenlage nicht zurückkonnte, war mein Herz voller Qual, und ich fühlte keine Last mehr für meine Pflicht. Ich sah, dass es mir nur um die Interessen meines Fleisches ging.
Später suchte ich nach der Wahrheit, um meine Probleme zu lösen. Ich las die Worte Gottes: „Wenn die Menschen unfähig sind, die von Gott orchestrierten Umgebungen und Seine Herrschaft zu durchschauen, zu verstehen, zu akzeptieren oder sich diesen zu fügen, und wenn die Menschen in ihrem täglichen Leben verschiedenen Schwierigkeiten gegenüberstehen oder wenn diese Schwierigkeiten über das hinausgehen, was normale Menschen ertragen können, fühlen sie unterbewusst Sorgen und Beklemmungen aller Art und sogar Betrübnis. Sie wissen nicht, wie es morgen oder übermorgen sein wird, oder wie ihre Zukunft sein wird, und so fühlen sie sich wegen aller möglichen Dinge betrübt, beklemmt und besorgt. Vor welchem Hintergrund entstehen diese negativen Emotionen? Vor dem Hintergrund, dass sie nicht an die Herrschaft Gottes glauben – sprich, sie sind unfähig, an die Herrschaft Gottes zu glauben und sie zu durchschauen, und haben in ihrem Herzen keinen wahren Glauben an Gott. Selbst wenn sie die Tatsachen der Herrschaft Gottes mit eigenen Augen sehen würden, könnten sie es nicht verstehen und würden nicht daran glauben. Sie glauben nicht, dass Gott die Herrschaft über ihr Schicksal hat, sie glauben nicht, dass ihr Leben in Gottes Hand liegt, und so entsteht in ihrem Herzen Misstrauen gegenüber Gottes Herrschaft und Anordnungen, woraufhin Beschwerden aufkommen, und sie nicht in der Lage sind, sich zu unterwerfen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Was Gott offenlegte, beschrieb genau meinen Zustand. Als ich frisch im Glauben war und es mir gesundheitlich gut ging, konnte ich mich auf meine Pflichten konzentrieren. Doch als ich älter wurde, stellten sich nach und nach gesundheitliche Probleme ein. Ich hatte einen Hirninfarkt, und auch mein Herz war nicht mehr in Ordnung. Ohne es recht zu merken, lebte ich in Sorge und Beklemmung. Ich machte mir Sorgen, was passieren würde, wenn sich mein Zustand verschlechterte und niemand da wäre, der sich um mich kümmerte. Als mein Sohn und meine Schwiegertochter mich brauchten, kehrte ich nicht zurück, um mich um sie zu kümmern – würden sie sich dann trotzdem um mich kümmern, wenn ich alt und pflegebedürftig wäre? Bei diesem Gedanken versank ich in negativen Gefühlen, empfand keine Last mehr für meine Pflicht und wollte meine Pflicht in der Kirche nicht einmal mehr tun. Ich wollte nur noch nach Hause, um mich um meine Schwiegertochter zu kümmern. Obwohl ich oft sagte, dass alles in Gottes Händen liegt, verlor ich, als es mich selbst betraf, jegliches Vertrauen in Gottes Herrschaft und wollte mich nur auf Menschen verlassen. Mir wurde klar, dass ich überhaupt keinen Glauben an Gott hatte. Und wenn ich jetzt zurückdenke: Was hat es gebracht, mir all diese Sorgen zu machen? Gott hatte mein zukünftiges Leben längst arrangiert, und ich musste mich einfach nur Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen und die Dinge so erleben, wie sie kamen.
Anschließend las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten, und ein Teil der Sorgen in meinem Herzen verflog. Gott sagt: „Eltern haben im Laufe der Kindererziehung bereits viel Freude und Verständnis von ihren Kindern erhalten, was für sie ein großer Trost und Gewinn ist. Ob deine Kinder dich ehren werden, ob du dich auf sie für absolut alles verlassen kannst und was du von ihnen erhalten kannst, hängt davon ab, ob ihr dazu bestimmt seid, zusammenzuleben, und das liegt an Gottes Vorherbestimmung. In anderer Hinsicht hängt es ebenfalls von Gottes Vorherbestimmung ab, in welcher Umgebung deine Kinder leben, wie ihre Lebensbedingungen sind, ob sie die Voraussetzungen haben, sich um dich zu kümmern, ob es ihnen finanziell gut geht und ob sie dich mit materiellen Freuden versorgen und dich mit materiellen Dingen unterstützen können. Ob du als Elternteil die materiellen Dinge, das Geld oder den emotionalen Trost genießen kannst, die dir deine Kinder geben, hängt zudem ebenfalls von Gottes Vorherbestimmung ab. Ist es nicht so? (Doch.) Das sind keine Dinge, die Menschen aus eigenem Willen einfordern können. Weißt du, manche Kinder werden von ihren Eltern nicht gemocht, und ihre Eltern wollen nicht mit ihnen zusammenleben, aber Gott hat vorherbestimmt, dass sie mit ihren Eltern leben sollen, weshalb sie weder weit reisen noch ihre Eltern verlassen können. Ihr ganzes Leben lang haben sie ihre Eltern am Hals – ihre Eltern könnten sie nicht vertreiben, selbst wenn sie es versuchen würden. Andererseits haben manche Kinder Eltern, die sehr gerne mit ihnen zusammenleben; sie sind unzertrennlich, vermissen einander immer, sobald sie getrennt sind, aber aus verschiedenen Gründen, wie zum Beispiel ins Ausland zu gehen, um dort zu arbeiten, oder nach der Heirat an einem anderen Ort zu leben, sind sie durch eine große Entfernung von ihren Eltern getrennt. Es ist nicht leicht, sich auch nur einmal zu treffen, und sie müssen selbst für einen Telefon- oder Videoanruf die richtige Zeit finden; aufgrund der Zeitverschiebung oder anderer Unannehmlichkeiten können sie nicht sehr oft mit ihren Eltern sprechen. Stehen all diese besonderen Umstände nicht im Zusammenhang mit Gottes Vorherbestimmung? (Doch.) Es ist nicht etwas, das von den subjektiven Wünschen entweder der Eltern oder des Kindes entschieden werden kann; vor allem hängt es von Gottes Vorherbestimmung ab“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Aus Gottes Worten verstand ich, dass alle Eltern die Hoffnung hegen, im Alter von ihren Kindern versorgt zu werden. Aber das ist wirklich nichts, was man für sich selbst erstreben kann; vielmehr wird es von Gottes Herrschaft und Bestimmung festgelegt. Ich musste an eine ältere Schwester denken, die ich kannte. Nachdem ihre Kinder eigene Familien gegründet hatten, tat sie weiter ihre Pflicht in der Kirche und hatte keine Zeit, mitzuhelfen und auf ihre Enkel aufzupassen. Doch als sie über 60 wurde, ergriff ihre Tochter von sich aus die Initiative, für sie zu sorgen, und sie konnte ihre Pflicht sogar vom Haus ihrer Tochter aus weiter ausführen. Andererseits kannte ich eine Frau, die für die Familie ihres Sohnes gearbeitet und Geld verdient und ihm bei den Kindern geholfen hatte, am Ende aber von ihrer Schwiegertochter vor die Tür gesetzt wurde. Ich dachte auch an das Jahr 2020 zurück, als ich krank war und dringend Geld brauchte. Ich hatte meinem Sohn nichts davon erzählt, und trotzdem gab er mir aus heiterem Himmel 5.000 Yuan. War das nicht alles das Ergebnis von Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen? Als mir das bewusst wurde, schämte ich mich zutiefst. Ich hatte so viele Jahre an Gott geglaubt, so viele Seiner Worte gegessen und getrunken, aber sobald ich krank wurde, wurde ich offenbart. Ich verließ mich nicht auf Gott, versuchte auf eigene Faust, Auswege zu finden, und wollte immer wieder bei meinem Sohn Unterstützung suchen. Was für eine Gläubige war ich bloß? Nach dem Lesen der Worte Gottes verstand ich: Wenn Gott es vorherbestimmt hat, dass sich die Kinder im Alter nicht um einen kümmern, dann ist jede Mühe, die Beziehung zu ihnen zu pflegen, vergebens. Wenn Gott aber vorherbestimmt hat, dass meine Kinder für mich sorgen werden, dann wird Er es zur rechten Zeit so fügen. Sollte ich eines Tages aus gesundheitlichen Gründen meine Pflicht nicht mehr tun können, dann werde ich mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen und es so erfahren. Ich war überzeugt, dass es dabei Lektionen zu lernen und Wahrheiten zu gewinnen gibt. Danach machte ich mir keine Sorgen mehr, weil ich mich nicht um meine Schwiegertochter kümmern konnte, und fand die innere Ruhe, meine Pflicht zu tun.
Später las ich, wie Gott offenlegt, dass Satan die traditionelle Kultur benutzt, um die Menschen zu verderben, und ich erlangte ein wenig Unterscheidungsvermögen für die falschen Ansichten in mir. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn man sich die traditionelle chinesische Kultur ansieht, legen vor allem die Chinesen Wert darauf, dass die Kinder ihre Eltern ehren. Von alters her und bis heute wurde es immer diskutiert, und es wurde als Teil der Menschlichkeit der Leute und als Maßstab dafür, ob jemand gut oder schlecht ist, betrachtet. Natürlich gibt es auch in der Gesellschaft eine geläufige Praxis und öffentliche Meinung, dass Kinder, wenn sie ihre Eltern nicht ehren, verachtet und verurteilt werden und ihre Eltern sich wegen ihnen schämen und die Kinder das Gefühl haben, diesen Makel an ihrem Ansehen nicht ertragen zu können. Unter dem Einfluss verschiedener Faktoren sind Eltern auch tief von diesem traditionellen Denken vergiftet und verlangen ohne Nachdenken oder Urteilsvermögen, dass die Kinder sie ehren müssen. Warum ziehen Eltern Kinder groß? Nicht, damit sie sich im Alter um dich kümmern und dir einen gebührenden Abschied geben, sondern um eine Verantwortlichkeit und eine Verpflichtung zu erfüllen, die Gott dir gegeben hat. Zum einen ist das Großziehen von Kindern ein menschlicher Instinkt; zum anderen ist es eine Verantwortlichkeit des Menschen. Dass du Kinder zur Welt gebracht hast, ist durch Instinkt und Verantwortung bedingt und nicht dadurch, dass du dich auf das hohe Alter vorbereitest und für dich gesorgt sein wird, wenn du alt bist. Ist dieser Standpunkt nicht korrekt? (Doch.) Sind Menschen ohne Kinder im Alter zwangsläufig unglücklich? Nicht unbedingt, richtig? Menschen ohne Kinder können alt werden, und einige sind auch gesund, genießen ihre späteren Jahre und sterben in Frieden. Genießen Menschen mit Kindern ihre späteren Jahre in Glück und Gesundheit? (Nicht unbedingt.) Die Gesundheit, das Glück, die Lebenssituation, die Lebensqualität und der körperliche Zustand der Eltern im hohen Alter stehen daher in keinem direkten Zusammenhang damit, ob ihre Kinder sie ehren oder nicht, sondern hängen mit Gottes Vorherbestimmung und dem Lebensumfeld zusammen, das Er für sie einrichtet. Kinder sind nicht verpflichtet, die Verantwortung für die Lebenssituation ihrer Eltern in deren späteren Jahren zu tragen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, verstand ich, dass man Kinder nicht großzieht, damit sie im Alter für einen sorgen. Jeder hat seine eigene Mission und seine eigene Verantwortung. Doch nachdem ich von Satan verdorben wurde, habe ich die Gedanken und Ansichten, die er mir eingeflößt hat, übernommen, wie zum Beispiel „im Alter jemanden zu haben, auf den man sich verlassen kann“, „im Alter jemanden zu haben, der sich um einen kümmert“ und „Kinder sind die beste Altersvorsorge“. Ich glaubte, es ginge einfach nicht, im Alter keine Kinder zu haben, die für einen sorgen. Als ich älter wurde und verschiedene Gesundheitsprobleme bekam, wollte ich nur eine gute Beziehung zu meinem Sohn und meiner Schwiegertochter pflegen, damit sie in Zukunft für mich sorgen würden. Als ich aus Sicherheitsgründen nicht zurückkehren konnte, um mich um meine schwangere Schwiegertochter zu kümmern, hatte ich nicht einmal mehr Lust, meine Pflicht zu tun. Das hatte zur Folge, dass die Probleme der Neulinge nie gelöst wurden und ihr Lebenseintritt sich verzögerte. Aber ich tat immer noch keine Buße, sondern hoffte sogar, dass meine Pflicht neu zugewiesen wurde, damit ich nach Hause gehen und mich um meine Schwiegertochter kümmern konnte. Ich dachte darüber nach, wie ich viele Jahre an Gott geglaubt und wie sehr ich die Versorgung mit Seiner Wahrheit genossen hatte. Anstatt meine Pflicht gut zu tun, um Gott etwas zurückzugeben, ging ich sogar so weit, meine Pflicht aufzugeben, nur um meinem Sohn und meiner Schwiegertochter zu gefallen. In schwierigen Situationen dachte ich nur an meinen eigenen Ausweg. Ich zeigte nicht die geringste Hingabe an meine Pflicht. Wo war da noch ein Funken Menschlichkeit? Ich erkannte, dass Ansichten wie „im Alter jemanden zu haben, auf den man sich verlassen kann“, „im Alter jemanden zu haben, der sich um einen kümmert“ und „Kinder sind die beste Altersvorsorge“ Tricks sind, die Satan benutzt, um die Menschen zu kontrollieren. Weil ich nach diesen Ansichten lebte, glaubte ich nicht an Gottes Herrschaft, lehnte mich gegen Ihn auf, unterwarf mich Ihm nicht und spürte keinerlei Last für meine Pflicht. Beinahe wäre mir die Gelegenheit entgangen, meine Pflicht zu tun. Wenn ich weiterhin an diesen Ansichten festhalten würde, würde ich mir meine Chance auf Errettung entgehen lassen und mich wirklich selbst zugrunde richten. Dann dachte ich an meine Erfahrungen mit meinen Krankheiten in den letzten Jahren. 2018 konnte ich wegen einer Halswirbelsäulen-Arthrose, die auf die Nerven drückte, meine Arme nicht mehr strecken. Die Schwester, bei der ich wohnte, besorgte mir Medikamente, und später konnte ich schließlich meine Arme wieder bewegen. Außerdem hatte ich 2020 den Hirninfarkt, und die Ärzte sagten, meine Krankheit sei schwer zu behandeln. Unerwarteterweise gab mir eine ältere Schwester vier Packungen Medikamente gegen den Hirninfarkt. Nachdem ich sie eingenommen hatte, ging es mir allmählich besser. Keine dieser Krankheiten in den letzten Jahren wurde dadurch geheilt, dass ich mich auf meinen Sohn verlassen habe: Es war Gott, der immer wieder Menschen, Ereignisse und Dinge arrangierte, damit meine Krankheiten geheilt werden konnten. Dass ich heute noch lebe, verdanke ich Seinem Schutz! Ich musste die Trugschlüsse Satans wie „im Alter jemanden zu haben, auf den man sich verlassen kann“ und „im Alter jemanden zu haben, der einen versorgt“ loslassen, mich Gott anvertrauen und die mir verbleibende Zeit nutzen, um meine Pflicht gut zu tun und Ihn zufriedenzustellen.
Danach las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten. Gott sagt: „Eltern sollten nicht verlangen, dass ihre Kinder sie ehren, sich im Alter um sie kümmern und die Last des späteren Lebens der Eltern tragen – das ist unnötig. Einerseits handelt es sich um eine Haltung, die Eltern gegenüber ihren Kindern haben sollten; andererseits um die Würde, die Eltern besitzen sollten. Natürlich gibt es auch noch einen wichtigeren Aspekt: den Grundsatz, an den sich geschaffene Wesen, die Eltern sind, im Umgang mit ihren Kindern halten sollten. Wenn deine Kinder dich ehren und bereit sind, sich um dich zu kümmern, brauchst du ihnen das nicht abzuschlagen; wenn sie es nicht tun wollen, brauchst du nicht den ganzen Tag lang mit einem unwohlen und unzufriedenen Gefühl im Herzen zu jammern und zu stöhnen oder einen Groll gegen deine Kinder zu hegen. Du solltest die Verantwortung übernehmen und die Last für dein eigenes Leben und Überleben so weit wie möglich selbst tragen und diese Dinge nicht auf andere, insbesondere nicht auf deine Kinder, abwälzen. Du solltest einem Leben ohne die Gesellschaft oder Hilfe deiner Kinder an deiner Seite proaktiv und richtig entgegensehen, und selbst wenn du weit weg von deinen Kindern bist, solltest du allem, was das Leben dir beschert, dennoch allein ins Auge sehen können. Sollte die Hilfe deiner Kinder unentbehrlich für dich sein, kannst du sie natürlich darum bitten, aber es sollte nicht auf dem irrigen Gedanken und der irrigen Sichtweise beruhen, dass Kinder ihre Eltern ehren müssen oder dass du dich darauf verlässt, dass sie sich im Alter um dich kümmern. Stattdessen sollten beide Seiten Dienste für ihre Eltern oder ihre Kinder aus der Perspektive angehen, dass sie ihre Verantwortlichkeiten erfüllen. Auf diese Weise kann die Beziehung zwischen Eltern und Kindern vernünftig gehandhabt werden. Wenn beide Seiten vernünftig sind, sich gegenseitig Raum lassen und sich gegenseitig respektieren, werden sie am Ende natürlich auf jeden Fall besser und harmonisch miteinander auskommen, diese familiäre Zuneigung schätzen und ihre Fürsorge, Sorge und Liebe zueinander schätzen. Natürlich ist es vergleichsweise angemessen und im Einklang mit Menschlichkeit, wenn all das auf gegenseitigem Respekt und Verständnis basierend geschieht“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Gott sagt: „Eltern sollten nicht verlangen, dass ihre Kinder sie ehren, sich im Alter um sie kümmern und die Last des späteren Lebens der Eltern tragen – das ist unnötig. Einerseits handelt es sich um eine Haltung, die Eltern gegenüber ihren Kindern haben sollten; andererseits um die Würde, die Eltern besitzen sollten.“ Diese Worte haben mich tief im Herzen berührt. Gott hat uns unmissverständlich gesagt, dass die Beziehung zwischen Eltern und Kindern auf gegenseitiger Fürsorge und gegenseitigem Verständnis beruhen und kein Tauschgeschäft sein sollte. Jeder hat seine eigene Mission. Wir als Eltern sollten von unseren Kindern nicht verlangen, uns zu unterstützen und zu versorgen. Auch ältere Menschen sollten in Würde leben und nicht immer darauf aus sein, sich auf die Pflege ihrer Kinder zu verlassen. Obwohl ich meinen Sohn großgezogen habe, ist er jetzt erwachsen und selbstständig und hat nicht mehr viel mit mir zu tun. Jeder muss seinen eigenen Lebensweg gehen und dem, was das Leben bringt, eigenständig begegnen. Ich aber wollte immer, dass mein Sohn im Alter für mich sorgt, und wagte es nicht, das Leben, das Gott für mich vorgesehen hat, allein zu erfahren. Von welcher Würde konnte da die Rede sein? Durch das Essen und Trinken der Worte Gottes begann sich meine Sichtweise etwas zu ändern, und ich fühlte eine große Befreiung.
Eines Tages erhielt ich einen Brief von zu Hause. Darin stand, dass meine Schwiegertochter bereits entbunden hatte und ich gebeten wurde, zurückzukommen, um mich um sie zu kümmern. Das brachte mich innerlich ein wenig ins Wanken. Ich dachte: „Ich bin gerade so mit meiner Pflicht beschäftigt. Wenn ich wirklich nach Hause fahre, wer weiß, wann ich wieder hierher zurückkehren kann. Das wird die Arbeit der Kirche verzögern. Außerdem versucht die KPCh nach wie vor ständig, mich zu verhaften. Eine Rückkehr wäre wahrscheinlich riskant. Aber wenn ich nicht zurückkehre – was, wenn mein Sohn und meine Schwiegertochter den Kontakt zu mir abbrechen? Ich bin im Alter doch auf ihre Pflege angewiesen. Wenn es wirklich nicht klappt, muss ich eben zurückgehen.“ Als ich das dachte, wurde mir klar, dass ich noch immer dazu neigte, mich im Alter auf meinen Sohn verlassen zu wollen, und ich suchte angesichts meines Problems nach der Wahrheit. Ich las die Worte Gottes: „Gott zahlt nicht nur einen Preis für jeden Menschen in den Jahrzehnten von seiner Geburt bis heute. Aus Gottes Sicht bist du unzählige Male in diese Welt gekommen und unzählige Male wiedergeboren worden. Wer ist dafür zuständig? Gott ist dafür zuständig. Es ist dir unmöglich, diese Dinge zu wissen. … Wie sehr müht sich Gott um eines Menschen willen ab! Manche Menschen sagen: ‚Ich bin sechzig Jahre alt. Seit sechzig Jahren wacht Gott nun schon über mich, beschützt mich und leitet mich. Wenn ich, sobald ich alt bin, keine Pflicht erfüllen und nichts tun kann – wird Gott sich dann noch um mich kümmern?‘ Ist das nicht eine dumme Frage? Gott wacht nicht nur über einen Menschen, beschützt ihn und hat Souveränität über sein Schicksal für eine einzige Lebensspanne. Ginge es nur um eine einzige Lebensspanne, eine einzige Lebenszeit, würde das nicht zeigen, dass Gott allmächtig ist und die Hoheit über alles hat. Die Mühe, die Gott aufbringt, und der Preis, den Er für eine Person zahlt, sollen nicht nur das vorsehen, was sie in diesem Leben tut, sondern eine unzählige Anzahl an Lebenszeiten für sie vorsehen. Gott übernimmt die volle Verantwortung für jede Seele, die reinkarniert wird. Er arbeitet aufmerksam und bezahlt dabei den Preis Seines Lebens, um jeden Menschen zu führen und Vorkehrungen für jedes ihrer Leben zu treffen. Auf diese Weise plagt sich Gott und zahlt einen Preis um des Menschen willen, und Er schenkt dem Menschen all diese Wahrheiten und dieses Leben. Wenn die Menschen in diesen letzten Tagen nicht die Pflicht geschaffener Wesen erfüllen und nicht vor den Schöpfer zurückkehren – wenn sie am Ende, egal, wie viele Leben und Generationen sie durchlebt haben, ihre Pflichten nicht gut ausgeführt haben und sie Gottes Ansprüchen nicht gerecht werden – wären die Schulden der Menschen bei Gott dann nicht zu groß? Wären sie nicht all den Preisen, die Gott bezahlt hat, unwürdig? Es würde ihnen so sehr an Gewissen fehlen, dass sie es nicht verdienen würden, Menschen genannt zu werden, da ihre Schulden bei Gott zu groß wären. … Die Gnade, die Liebe und das Erbarmen, die Gott den Menschen entgegenbringt, sind nicht nur eine Haltung, sondern auch eine Tatsache. Welche Tatsache ist das? Dass Gott Seine Worte in dich legt und dich erleuchtet, damit du sehen kannst, was an Ihm schön ist und worum es in dieser Welt geht, damit dein Herz mit Licht erfüllt wird, was dir ermöglicht, Seine Worte und die Wahrheit zu verstehen. Auf diese Weise erlangst du, ohne es zu wissen, die Wahrheit. Gott wirkt auf eine sehr reale Weise so viel an dir und befähigt dich so, die Wahrheit zu erlangen. Wenn du die Wahrheit erlangst, wenn du das Kostbarste erlangst, nämlich das ewige Leben, sind die Absichten Gottes zufriedengestellt. Wenn Gott sieht, dass die Menschen nach der Wahrheit streben und bereit sind, mit Ihm zusammenzuarbeiten, ist Er glücklich und zufrieden. Dann weist Er eine Haltung auf, und während Er diese Haltung hat, macht Er sich an Sein Werk, heißt den Menschen gut und segnet ihn. Er sagt: ‚Ich werde dich mit den Segnungen belohnen, die du verdienst.‘ Und dann wirst du die Wahrheit und das Leben erlangt haben. Wenn du den Schöpfer kennst und Seine Anerkennung erlangt hast, wirst du dann immer noch eine Leere in deinem Herzen spüren? Das wirst du nicht. Du wirst dich erfüllt fühlen und ein Gefühl der Freude empfinden. Bedeutet das nicht, dass das eigene Leben Wert hat? Das ist das wertvollste und sinnvollste Leben“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Den Preis zu zahlen, um die Wahrheit zu erlangen, ist von großer Bedeutung). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich tief bewegt. Gott herrscht über das Schicksal der gesamten Menschheit und lenkt es; Er allein ist mein Halt. Ich dachte daran, wie Gott mich in all den Jahren, in denen ich Ihm folgte und meine Pflicht tat, immer geführt und beschützt hatte. Ich hatte so viele Seiner Taten miterlebt. Wenn Gott an meiner Seite war, worüber sollte ich mir dann noch Sorgen machen? Wenn ich in dieser entscheidenden Phase von Gottes Werk weiter für meine Familie und mein Fleisch leben und es versäumen würde, meine Pflicht zu tun, nur um die Beziehung zu meinem Sohn zu wahren, und am Ende meine Chance auf Errettung verlieren würde – das wäre unsagbar töricht! Ich möchte für den Rest meines Lebens einfach nur mein Bestes geben, um meine Pflicht zu erfüllen. Selbst wenn mein Sohn sich im Alter nicht um mich kümmert, muss ich mir keine Sorgen machen. Ich werde es einfach erleben, indem ich mich auf Gott verlasse. Heute bin ich jeden Tag mit meinen Pflichten beschäftigt und fühle mich dabei unglaublich entspannt und befreit.
Meine tiefste Erkenntnis aus dieser Erfahrung ist: Gott ist mein wahrer Halt. Nur Gott kann die Wahrheit zum Ausdruck bringen, uns den richtigen Weg im Leben zeigen und uns führen, ein sinnerfülltes Leben auszuleben. Dank sei dem Allmächtigen Gott!