59. Ich mache mir keine Sorgen mehr, meine Pflicht im Alter nicht gut auszuführen

Von Xu Liang, China

1999 nahm ich das Werk der letzten Tage des Allmächtigen Gottes an. Ich hätte nie gedacht, dass ich in der Lage sein würde, den Herrn in den letzten Tagen willkommen zu heißen. Ich war so glücklich, dass ich es kaum in Worte fassen konnte. Ich spürte, dass es dieses Mal endlich Hoffnung gab, in das Himmelreich einzugehen und ewiges Leben zu gewinnen. Damals war ich in meinen Fünfzigern und noch voller Energie. Ob als Kirchenleiterin, beim Predigen des Evangeliums oder beim Bewässern von Neulingen, ich arbeitete sehr aktiv und jeder Tag war sehr erfüllend. Ende 2018 wurde mir plötzlich schwindelig, meine Beine fühlten sich schwer an und ich konnte meine Füße kaum noch heben, um zu gehen. Ich stolperte ständig, selbst auf ebenem Boden, und schürfte mir oft Knie und Ellbogen auf, sodass sie bluteten. Meine Tochter brachte mich zur Untersuchung ins Krankenhaus. Der Arzt sagte, ich hätte einen lakunären Infarkt, und warnte mich eindringlich: „Mit dieser Krankheit müssen Sie sehr vorsichtig sein! Wenn Sie wieder stürzen, ist es wahrscheinlich, dass dies eine Hirnblutung verursacht.“ Als ich den Arzt das sagen hörte, bekam ich große Angst. „Wenn ich wirklich eine Hirnblutung bekomme, wie kann ich dann noch irgendeine Pflicht tun? Wie kann ich errettet werden, wenn ich meine Pflicht nicht tun kann? Wären dann nicht all die Jahre meines Glaubens umsonst gewesen?“ Danach nahm ich Medikamente, mein Zustand stabilisierte sich allmählich und mein Befinden besserte sich. Ich wusste, das war Gottes Schutz, und ich tat auch in dieser Zeit weiterhin beharrlich meine Pflicht. Nachdem ich 70 geworden war, spürte ich deutlich, dass es mit meinem Körper in vielerlei Hinsicht bergab ging. Schon nach kurzer Arbeit fühlte ich mich müde und mein Gedächtnis ließ nach. Als ich 73 war, sichtete ich in der Kirche Predigten. Eines Tages hielt der Verantwortliche eine Versammlung mit uns ab. Ich bemerkte einige Brüder und Schwestern, die ziemlich jung waren, und als der Verantwortliche über die Grundsätze Gemeinschaft hielt, tippten ihre Finger flink auf die Computertastaturen, was ein schnelles Klackern verursachte. Ich beneidete sie sehr und dachte bei mir: „Wir glauben doch alle an Gott und tun unsere Pflicht. Warum ist der Unterschied so gewaltig? Junge Leute sind bei allem, was sie tun, schnell und begreifen und meistern die Grundsätze rasch. Und ich? Meine Augen kommen nicht mit und mein Gehirn reagiert langsam. Ich hinke den jungen Leuten um Längen hinterher. Jetzt bin ich alt und mein Körper macht nicht mehr mit, egal, was ich versuche. Kann ich diese Pflicht gut tun?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto niedergeschlagener wurde ich. Allmählich fühlte ich mich wie ein schlaffer Luftballon und hatte zu nichts mehr Lust. Ich wusste nicht, was ich im Gebet sagen sollte, und gewann beim Lesen von Gottes Worten keine Erleuchtung und kein Licht. Ich fragte mich, ob Gott mir den Rücken kehren und mich ausmustern würde. Später dachte ich nach: „Ich bin alt und habe ein schlechtes Kaliber. Wenn ich mich nicht aktiv anstrenge, voranzukommen, werde ich dann nicht noch weiter zurückfallen? Wie das Sprichwort sagt: ‚Es ist nicht wichtig, wie langsam du gehst, solange du nicht stehen bleibst; Stillstand ist Rückschritt‘ Nein, ich muss mich anstrengen, voranzukommen!“ In jenen Tagen betete ich unablässig und flehte Gott an, mich zu erleuchten und zu führen, damit ich meinen negativen Zustand überwinden konnte.

Später fielen mir Gottes Worte wieder ein: „Ich will keinem unter euch den Rücken kehren und keinen unter euch ausmustern, aber wenn der Mensch nicht bestrebt ist, seine Sache gut zu machen, dann ruinierst du dich nur selbst. Nicht Ich bin es, der dich ausmustert, sondern du selbst.“ Ich suchte diese Passage in Gottes Wort heraus, um sie zu lesen. Gott sagt: „Ich will keinem unter euch den Rücken kehren und keinen unter euch ausmustern, aber wenn der Mensch nicht bestrebt ist, seine Sache gut zu machen, dann ruinierst du dich nur selbst. Nicht Ich bin es, der dich ausmustert, sondern du selbst. … Meine Absicht für euch alle ist, euch perfekt zu machen und euch zumindest zu erobern, damit diese Stufe des Werkes erfolgreich abgeschlossen werden kann. Gott wünscht sich für alle, dass sie perfektioniert werden, um schließlich von Ihm gewonnen zu werden, um ganz von Ihm gereinigt zu werden und zu Menschen zu werden, die Er liebt. Es spielt keine Rolle, ob Ich sage, dass ihr rückständig seid oder dass ihr ein schwaches Kaliber aufweist – das ist alles Tatsache. Dass Ich das sage, beweist nicht, dass Ich beabsichtige, euch den Rücken zu kehren, dass Ich Meine Hoffnung in euch verloren habe, geschweige denn, dass Ich euch nicht retten will. Heute bin Ich gekommen, um das Werk eurer Errettung zu vollbringen, das heißt, dass das Werk, das Ich verrichte, eine Fortsetzung des Werks der Errettung ist. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, perfektioniert zu werden: Unter der Voraussetzung, dass du bereit bist und danach strebst, wirst du am Ende in der Lage sein, dieses Ergebnis zu erreichen, und keinem von euch wird der Rücken gekehrt werden. Wenn du von schwachem Kaliber bist, werden Meine Anforderungen an dich deinem schwachen Kaliber entsprechen. Wenn du von hohem Kaliber bist, dann werden Meine Anforderungen an dich deinem hohen Kaliber entsprechen. Wenn du unwissend und ungebildet bist, werden Meine Anforderungen an dich deiner Ungebildetheit entsprechen. Wenn du gebildet bist, werden Meine Anforderungen an dich der Tatsache entsprechen, dass du gebildet bist. Wenn du älter bist, werden meine Anforderungen an dich deinem Alter entsprechen. Wenn du fähig bist, deine Pflicht als Gastgeber auszuführen, werden Meine Anforderungen an dich entsprechend sein. Wenn du sagst, dass du keine Gastgeberpflicht ausführen kannst und du nur eine bestimmte Funktion ausführen kannst, sei es das Predigen des Evangeliums oder dich um die Kirche zu kümmern oder dich anderen allgemeinen Angelegenheiten anzunehmen, werde Ich dich entsprechend der Funktion, die du ausführst, perfektionieren. Bis zum Schluss treu und unterwürfig zu sein, bestrebt sein, die höchste Liebe zu Gott aufzuweisen – das ist, was du erreichen musst, und es gibt keine besseren Praktiken als diese drei Dinge. Letztendlich wird vom Menschen verlangt, diese drei Dinge zu erreichen, und wenn er sie erreichen kann, dann wird er perfektioniert werden. Doch vor allem musst du wirklich bestrebt sein, du musst aktiv nach vorne und nach oben drängen und darfst in dieser Hinsicht nicht passiv sein(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mein Herz sehr erleuchtet. Gott will, dass jeder errettet und perfektioniert wird. Solange wir nach der Wahrheit streben, wird Gott uns nicht ausmustern, und wir alle können am Ende von Gott gewonnen werden. Gott stellt Seine Anforderungen an die Menschen auf der Grundlage ihrer unterschiedlichen Kaliber und schert nicht alle über einen Kamm. Gott legt an ältere Menschen nicht die Maßstäbe an, die junge Leute erreichen können, noch hat Er gesagt, dass Er Menschen nicht mehr erretten wird, wenn sie einmal alt sind. Solange man bereit ist, nach der Wahrheit zu streben, hat man eine Chance, errettet zu werden. Gott ist so gerecht! Aber ich verstand Gottes Absicht nicht. Ich glaubte, weil junge Leute Grundsätze schnell begreifen und ihre Pflichten effizient ausführen, hätten sie eine größere Chance, errettet zu werden; und weil ich alt und reaktionsträge bin und meine Effizienz bei der Pflichtausführung weit hinter der von jungen Leuten zurückbleibt, müsse ich von Gott ausgemustert werden. Das war mein Missverständnis von Gott. Die Pflicht in der Kirche zu tun ist nicht wie die Arbeit für einen Chef im weltlichen Berufsleben, wo dich niemand mehr einstellt, wenn du alt wirst. So behandelt Gott die Menschen nicht. Früher war ich blind für Gottes Absicht und missverstand sie sogar, indem ich dachte, Gott errettet die Alten nicht, und fühlte mich deshalb entmutigt und enttäuscht. Das hätte ich nicht denken sollen! Als ich Gottes Worte las, durchströmte mich sofort eine tiefe Ruhe. Ich musste ernsthaft nach der Wahrheit streben und mich aktiv danach bemühen, in ihr aufzusteigen.

Anfang Februar 2022 verstarb die 80-jährige Schwester Liu Yi an einer Krankheit. Das ging mir sehr nahe. Auch ich werde von Tag zu Tag älter und habe einen lakunären Infarkt. Wenn ich unglücklich stürzen und mir den Kopf stoßen würde, könnte ich eine Hirnblutung erleiden. Insbesondere einmal wurde mir plötzlich so schwindelig, dass ich nicht mehr aufstehen konnte und mich nicht traute, die Augen zu öffnen. Ich hatte schreckliche Angst, plötzlich krank zu werden und zu sterben. Ich dachte: „Ich bin fast 80 Jahre alt, und was Schwester Liu heute passiert ist, könnte mir morgen auch widerfahren. Ich möchte die Zeit, die ich jetzt noch habe, nutzen, um meine Pflicht richtig zu tun, aber jetzt bin ich alt, mein Körper macht bei keiner meiner Arbeiten mehr richtig mit, und ich werde immer vergesslicher. Wie kann ich errettet werden, wenn ich meine Pflicht nicht tun kann? Wäre ich doch nur ein paar Jahre jünger!“ Als ich sah, dass die Pandemie immer schlimmer wurde, machte ich mir Sorgen, dass ich mich eines Tages anstecken könnte, mein lakunärer Infarkt sich verschlimmern würde und ich jederzeit in Lebensgefahr geraten könnte. In jenen Tagen lebte ich in ständiger Betrübnis und Beklemmung. Ich fühlte mich im Herzen elend und gequält, und mir fehlte jeglicher Antrieb, meine Pflicht zu tun. Doch ich wusste, dass es auf keinen Fall infrage kam, meine Pflicht nicht mehr zu tun. Wenn ich meiner Pflicht den Rücken kehren würde, wäre das noch gefährlicher. Ich betete zu Gott: „Lieber Gott, jetzt, wo ich immer älter werde, habe ich das Gefühl, dass meine Lebenszeit abläuft, und ich habe ständig Angst vor dem Tod. Lieber Gott, mögest Du mich führen, damit ich die Wahrheit verstehe und aus Beklemmung und Betrübnis herausfinde.“

Eines Tages las ich während meiner Andachten die Worte Gottes und gewann ein wenig Erkenntnis von seiner Herrschaft; mein Herz war nicht länger von solcher Betrübnis und Beklemmung erfüllt. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn Gott es dir erlaubt, weiterzuleben, dann wirst du nicht sterben, egal wie krank du wirst. Wenn Gott es dir nicht erlaubt, weiterzuleben, dann wirst du, wenn es sein muss, trotzdem sterben, selbst wenn du nicht krank bist. Die Spanne deines Lebens ist von Gott vorherbestimmt. Das zu wissen bedeutet wahre Erkenntnis und wahren Glauben zu besitzen. Macht Gott also nach dem Zufallsprinzip Menschen krank? Es geschieht nicht zufällig; es ist eine Methode, um ihren Glauben zu läutern. Es ist ein Leid, das die Menschen ertragen müssen. Wenn Er dich krank werden lässt, dann versuch nicht, dem zu entgehen; wenn Er es nicht tut, dann bitte nicht darum. Alles liegt in den Händen des Schöpfers, und die Menschen müssen lernen, der Natur ihren Lauf zu lassen. Was ist die Natur? Nichts in der Natur ist zufällig; es stammt alles von Gott. Das ist wahr. Von Menschen, die an der gleichen Krankheit leiden, werden einige sterben und andere leben; all das war von Gott vorherbestimmt. Wenn du weiterleben darfst, beweist das, dass du die Mission, die Gott dir gegeben hat, noch nicht abgeschlossen hast. Du solltest dich anstrengen, sie zu Ende zu bringen, und diese Zeit zu schätzen wissen; verschwende sie nicht. Und so sieht es aus. Wenn du krank bist, versuch nicht, dem zu entgehen, und wenn du nicht krank bist, bitte nicht darum. In jedem Fall kannst du nicht einfach dadurch, dass du um etwas bittest, bekommen, was du willst, noch kannst du irgendetwas entkommen, nur weil du es dir wünschst. Niemand kann ändern, was Gott zu tun beschlossen hat(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, erkannte ich, dass die Lebensspanne eines Menschen von Gott vorherbestimmt ist. Schwester Liu starb im Alter von 80 Jahren, weil ihre Lebensspanne zu Ende war. Jeder Mensch erlebt Geburt, Altern, Krankheit und Tod – das ist das natürliche Gesetz des Lebens. Ich dachte an meinen Nachbarn Xiaoshi zurück. Er war erst 34, als er starb, und war immer bei bester Gesundheit gewesen. Unerwartet starb er, als er auf einen Strommast auffuhr. Mir wurde klar, dass das Leben eines jeden in Gottes Händen liegt und wir unser eigenes Schicksal nicht kontrollieren können. Wenn unsere Lebensspanne zu Ende ist, werden wir sterben, auch wenn wir nicht krank sind. Nehmen wir mich als Beispiel. Als mein lakunärer Infarkt diagnostiziert wurde, sagte der Arzt, dass ich in meinem Alter mit dieser Krankheit einem hohen Risiko ausgesetzt sei, eine Hirnblutung zu erleiden, wenn ich stürzte. Doch ich bin in den letzten Jahren oft gestürzt und hatte keine Hirnblutung. Und da war auch das eine Mal, als mir plötzlich schwindelig wurde und ich benommen war, als ob ich jeden Moment sterben würde. Doch nach einem Tag des Unwohlseins erholte ich mich wieder. Wenn meine Mission nicht erfüllt ist, werde ich nicht sterben, auch wenn ich alt und krank bin. Wenn meine Krankheit eines Tages wirklich schlimmer wird, ist das ein Leid, das ich ertragen sollte. Wenn die Zeit für mich gekommen ist zu sterben, werde ich mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen. Das ist die Vernunft, die ich haben sollte. Solange ich noch atme, sollte ich die Gelegenheit, die ich jetzt habe, ergreifen und meine Zeit und Energie darauf verwenden, meine Pflicht zu tun und nach der Wahrheit zu streben, und mich bemühen, an jedem Tag, den ich lebe, etwas zu gewinnen. Ich kann meine Tage nicht länger in Sorge und Beklemmung verbringen und meine kostbare Zeit verschwenden. Als ich das verstand, fühlte ich mich viel entspannter und hatte mehr Energie, um meine Pflichten zu tun.

Später infizierte ich mich mit COVID-19, meine Gesundheit wurde schwächer und mein Gedächtnis schlechter. Einmal hielt der Verantwortliche mit uns eine Versammlung ab und las Gottes Worte. Damals las ich eine Passage aus Gottes Worten, die sehr gut zu meinem Zustand passte, und ich wollte später über diese Passage Gemeinschaft halten. Als ich jedoch weiterlas, konnte ich mich nicht mehr an den entscheidenden Punkt von vorher erinnern, und als ich nach dem Lesen zurückblätterte, um diese Passage zu suchen, konnte ich sie nicht mehr finden. Ich war so nervös, dass mir der Schweiß auf die Stirn trat. Am Ende schaffte ich es, ein paar Worte in der Gemeinschaft zu sagen, aber sie waren zusammenhanglos. Ich fühlte mich extrem verlegen und ein wenig niedergeschlagen und entmutigt. Ich dachte: „Jetzt, wo ich alt bin, bin ich wirklich nutzlos. Mein Gehirn reagiert langsam, und egal, wie sehr ich mich anstrenge, ich kann mit den jungen Leuten nicht mithalten!“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto mutloser wurde ich. Ich hatte das Gefühl, meine Chancen auf Errettung würden immer geringer werden, und ich hatte noch weniger Hoffnung, gesegnet zu werden. Ein anderes Mal kopierte mir eine Schwester ein Video mit einer Rezitation von Gottes Worten. Ich sah mit eigenen Augen, wie die Schwester es für mich kopierte, aber als ich nach Hause kam und meinen Computer einschaltete, konnte ich es nicht finden. Ich dachte bei mir: „Anscheinend muss ich mich dem Alter doch geschlagen geben. Warum ist mein Gedächtnis so schlecht? Wenn etwas Dringendes passiert, würde ich dann nicht am Ende eine Verzögerung verursachen?“ Gerade als ich mir Sorgen machte, kam die Schwester und ich beklagte mich bei ihr: „Ich bin jetzt so alt, dass ich mir nichts mehr merken kann. Ist es dann nicht aus mit mir? Kann ich noch nach der Wahrheit streben und errettet werden?“ Als die Schwester sah, dass ich etwas negativ eingestellt war, tröstete sie mich und bat mich, das Kapitel aus Gottes Worten „Wie man nach der Wahrheit strebt (3)“ zu lesen. Ich las Gottes Worte: „Senioren hegen stets den Irrglauben, dass sie verwirrt sind und ein schlechtes Gedächtnis haben und deshalb die Wahrheit nicht verstehen können. Ist das eine Tatsache? (Nein.) Zwar haben junge Leute mehr Energie als Senioren und sind körperlich stärker, doch ihre Fähigkeit, Dinge zu verstehen, zu begreifen und zu erkennen, ist genau die gleiche wie die der Senioren. Waren Senioren nicht auch einmal jung? Sie wurden nicht alt geboren, und auch junge Leute werden eines Tages alt werden. Senioren dürfen nicht ständig denken, dass sie sich von jungen Menschen unterscheiden, nur weil sie alt, körperlich schwach und nicht bei bester Gesundheit sind und ein schlechtes Gedächtnis haben. In Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied. Was meine Ich, wenn Ich sage, dass es keinen Unterschied gibt? Ob die Menschen nun alt oder jung sind, ihre verdorbenen Dispositionen sind die gleichen, ihre Einstellungen und Ansichten zu allen möglichen Dingen sind die gleichen, und ihre Perspektiven und Standpunkte zu allen möglichen Dingen sind die gleichen. … Es ist also nicht so, dass Senioren nichts zu tun haben, noch sind sie unfähig, ihre Pflichten auszuführen, geschweige denn unfähig, nach der Wahrheit zu streben – es gibt viele Dinge, die sie tun können. Die verschiedenen Irrlehren und Trugschlüsse, die du während deines Lebens angesammelt hast, sowie die verschiedenen traditionellen Vorstellungen und Auffassungen, die ignoranten, starrköpfigen, konservativen, unvernünftigen und verzerrten Dinge, die du angehäuft hast, haben sich alle in deinem Herzen aufgetürmt, und du solltest sogar noch mehr Zeit als junge Leute damit verbringen, diese Dinge ans Licht zu fördern, zu analysieren und zu erkennen. Es trifft nicht zu, dass du nichts zu tun hast oder dass du dich ständig bekümmert, beunruhigt und besorgt fühlen solltest – das ist weder deine Aufgabe noch deine Verantwortlichkeit. Zunächst einmal sollten Senioren die richtige Geisteshaltung haben. Auch wenn du vielleicht in die Jahre gekommen und körperlich hochbetagt bist, solltest du dennoch eine junge Geisteshaltung haben. Auch wenn du alt wirst, dein Gedächtnis nachlässt und du nicht mehr so geistesgegenwärtig bist, wenn du dich noch selbst kennen kannst, die Worte, die Ich sage, und die Wahrheit noch verstehen kannst, dann beweist das, dass du nicht alt bist und es dir nicht an Kaliber fehlt. Wenn jemand in seinen 70ern ist, aber die Wahrheit nicht verstehen kann, dann zeigt das, dass seine Größe zu gering ist und er der Aufgabe nicht gewachsen ist. Deshalb spielt Alter keine Rolle, wenn es um die Wahrheit geht … Gelten Senioren in Gottes Haus und in Bezug auf die Wahrheit als eine Sondergruppe? Nein, das tun sie nicht. Was die Wahrheit anbelangt und auch deine verdorbenen Dispositionen, sowie das Ausmaß deiner Verdorbenheit und ob du qualifiziert bist, nach der Wahrheit zu streben, ob du Rettung erlangen kannst oder wie wahrscheinlich es ist, dass du gerettet wirst, so spielt das Alter keine Rolle. Das ist doch zutreffend, oder? (Ja.)“ („Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit“). Gottes Worte sprachen mir direkt ins Herz, besonders diese Worte: „Auch wenn du alt wirst, dein Gedächtnis nachlässt und du nicht mehr so geistesgegenwärtig bist, wenn du dich noch selbst kennen kannst, die Worte, die Ich sage, und die Wahrheit noch verstehen kannst, dann beweist das, dass du nicht alt bist und es dir nicht an Kaliber fehlt.“ Gott kennt uns alte Menschen so gut. Er verstößt die Älteren nicht, sondern ermutigt uns, eine positive Einstellung zu haben, nicht wegen unseres Alters in Betrübnis und Beklemmung zu leben und unser Bestes zu geben, um unsere Pflichten nach Kräften zu erfüllen. Gottes Worte zeigten mir einen Weg der Praxis auf, und ich schöpfte wieder Hoffnung. Ich hatte immer geglaubt, dass junge Menschen ein gutes Kaliber haben, die Wahrheit schnell begreifen, ihre Pflicht effizient tun und deshalb eine größere Hoffnung auf Errettung haben. Bei mir hingegen ließen mit zunehmendem Alter alle körperlichen Funktionen nach. Ich hatte ein schlechtes Gedächtnis, begriff die Wahrheit nur langsam und konnte bei nichts mehr Schritt halten. Besonders seit meiner Corona-Infektion wurde mein Gedächtnis noch schlechter, und ich fühlte mich nutzlos und dachte, ich hätte keine Hoffnung mehr, Segen zu gewinnen. Ich war in den negativen Emotionen von Betrübnis und Beklemmung gefangen, was nicht nur meinen eigenen Lebenseintritt behinderte, sondern auch meine Pflicht verzögerte. Ich erkannte, wie schädlich es war, in negativen Emotionen zu leben, und dass ich mich positiv und aktiv bemühen musste, bei der Wahrheit voranzukommen. Obwohl ich alt bin, langsam begreife und ein schlechtes Gedächtnis habe, ist es nicht so, dass ich die Wahrheit überhaupt nicht verstehen kann, und ich bin nicht so alt, dass ich die Worte Gottes nicht mehr verstehe. Ich sollte meine begrenzte Zeit schätzen und nach der Wahrheit streben, um meine verdorbenen Dispositionen zu ändern. Ich habe noch viele verdorbene Dispositionen, die ich noch nicht abgelegt habe, und viele Sichtweisen, die umgekehrt werden müssen. Solange ich nicht aufgebe, nach der Wahrheit zu streben, habe ich eine Chance, errettet zu werden. Die Wahrheit behandelt niemanden ungerecht. Als ich das verstand, war mir leichter ums Herz.

In den folgenden Tagen dachte ich immer wieder darüber nach: Warum hatte ich ständig Angst, dass ich nicht errettet werden könnte, weil ich zu alt bin, um meine Pflicht zu tun? Von welcher verdorbenen Disposition wurde ich beherrscht? Ich las die Worte Gottes: „Die Menschen glauben an Gott, damit sie gesegnet werden, belohnt werden, gekrönt werden. Steht das nicht in jedermanns Herz? … Wie würdet ihr euch ohne diese Motivation fühlen, Segnungen zu erhalten? Mit welcher Einstellung würdet ihr eure Pflicht ausführen und Gott folgen? Was würde aus den Menschen werden, wenn diese in ihren Herzen verborgene Motivation, Segen zu empfangen, beseitigt würde? Viele Menschen würden womöglich negativ werden, während einige in ihren Pflichten demotiviert werden würden. Sie würden das Interesse an ihrem Glauben an Gott verlieren, als wäre ihre Seele verschwunden. Sie würden den Anschein erwecken, als wäre ihr Herz fortgerissen worden. Deshalb sage Ich, dass die Motivation, Segnungen zu erlangen, etwas ist, das tief in den Herzen der Menschen verborgen ist. Während sie ihre Pflicht ausführen oder das Leben der Kirche ausleben, sind sie vielleicht der Meinung, in der Lage zu sein, ihrer Familie zu entsagen und sich für Gott bereitwillig aufzuwenden und dass sie nun ihre Motivation, Segen zu empfangen, kennen und diese Motivation abgelegt haben und nicht mehr von ihr beherrscht oder eingeschränkt werden. Dann denken sie, dass sie die Motivation, gesegnet zu werden, nicht mehr aufweisen, doch Gott glaubt etwas anderes. Die Menschen betrachten Angelegenheiten nur oberflächlich. Ohne Prüfungen sind sie mit sich zufrieden. Solange sie die Kirche nicht verlassen oder den Namen Gottes leugnen und sie darauf beharren, sich für Gott aufzuwenden, glauben sie, sie hätten sich geändert. Sie haben das Gefühl, bei der Ausführung ihrer Pflicht nicht länger von persönlichem Enthusiasmus oder momentanen Impulsen angetrieben zu werden. Stattdessen glauben sie, sie können nach der Wahrheit streben und dass sie die Wahrheit fortlaufend suchen und praktizieren können, während sie ihre Pflicht ausführen, sodass ihre verdorbenen Dispositionen gereinigt sind und sie irgendeine echte Veränderung erreichen. Wenn allerdings Dinge passieren, die direkt mit dem Bestimmungsort und Ergebnis der Menschen zusammenhängen, wie verhalten sie sich dann? Die Wahrheit wird in ihrer Gesamtheit offenbart. Handelt es sich hierbei, soweit es die Menschen betrifft, letztendlich um eine Situation der Errettung und Vervollkommnung oder um eine Situation, in der man offenbart und ausgemustert wird? Handelt es sich um etwas Gutes oder um etwas Schlechtes? Für diejenigen, die nach der Wahrheit streben, bedeutet es Errettung und Vervollkommnung, was gut ist; für diejenigen, die nicht nach der Wahrheit streben, bedeutet es, offenbart und ausgemustert zu werden, was schlecht ist(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Sechs Kriterien für Wachstum im Leben). Während ich über Gottes Worte nachdachte, bezog ich sie auf mich selbst: Ich glaubte an Gott, weil ich gesegnet werden wollte. Nachdem ich diese Stufe des Werkes angenommen hatte, wandte ich mich enthusiastisch auf und tat mein Bestes bei allen Pflichten, die mir die Kirche übertrug, ohne jemals das Gefühl zu haben, zu leiden oder müde zu sein. Manchmal brachte ich die Bücher mit Gottes Worten unter großer Gefahr an einen anderen Ort, aber ich hatte keine Angst. Selbst als ich 2018 einen lakunären Infarkt erlitt, hörte ich nicht auf, meine Pflicht zu tun. Ich dachte, solange ich meine Pflichten auf diese Weise aktiv ausführte, würde ich gesegnet werden und in Zukunft einen guten Bestimmungsort haben. Doch nachdem ich 70 geworden war, begannen all meine körperlichen Funktionen nachzulassen und mein Gedächtnis war nicht mehr so gut wie früher, zusätzlich zu meinem lakunären Infarkt. Ich hatte Angst, im Falle meines Todes meine Pflicht nicht mehr tun zu können und nicht errettet zu werden, weswegen ich in einem Zustand der Niedergeschlagenheit lebte. Ich tat widerwillig meine Pflicht, aber mir fehlte der Antrieb. Besonders nachdem ich mich mit dem Coronavirus infiziert hatte und sah, dass meine Gesundheit und mein Gedächtnis noch schlechter waren als zuvor, hatte ich das Gefühl, keine Hoffnung mehr auf Segen zu haben und keinen guten Bestimmungsort erlangen zu können, weswegen ich in Negativität und Elend lebte und zu nichts mehr Lust hatte. Ich wollte Gottes Worte nicht mehr lesen und nicht mehr zu Gott beten und verlor jeglichen Antrieb, meine Pflicht zu tun; mein Herz entfernte sich immer weiter von Gott. Als ich früher noch Hoffnung auf Segen hatte, konnte ich bei meiner Pflicht Leid ertragen und einen Preis zahlen, und nach außen hin schien ich Gott gegenüber aufrichtig zu sein. Tatsächlich aber betrachtete ich meine Pflichtausführung als Kapital, um Segen zu erlangen, und hatte ständig versucht, mit Gott zu verhandeln und Ihn zu betrügen. Ich war so selbstsüchtig und verachtenswert, mir fehlte es gänzlich an Menschlichkeit! Was für eine aufrichtige Gläubige war ich denn? Gott ist heilig, und Seine Disposition darf nicht verletzt werden. Wie kann Er es dulden, dass Menschen versuchen, Ihn zu täuschen? Obwohl ich mich so verhielt, bat ich Gott immer noch um Segen. Was für eine bodenlose Unverschämtheit von mir! All die Jahre über habe ich nicht darauf geachtet, nach der Wahrheit zu streben, und meine Disposition hat sich nicht geändert. Ich glaubte an Gott, allein um Segen zu empfangen. Ich war auf dem Weg des Paulus gewandelt! Hätte Gott mich nicht offenbart, würde ich immer noch nach Segen streben, und am Ende wäre ich vollständig ausgemustert und in die Hölle geschickt worden. Heute konnte ich den falschen Weg erkennen, auf dem ich mich befand. Das war Gottes große Errettung für mich! Als ich das verstand, bedauerte ich es zutiefst, all die Jahre nicht nach der Wahrheit gestrebt zu haben. Als Nächstes musste ich meine Absicht, Segen zu empfangen, loslassen und ernsthaft nach der Wahrheit streben. Ich durfte Gott nicht länger enttäuschen.

Ich dachte weiter über mich nach und mir fiel wieder ein Abschnitt aus den Worten Gottes ein: „Ich bestimme den Bestimmungsort eines jeden Menschen nicht auf der Grundlage seiner Jahre, seines Dienstalters oder der Menge seines Leidens, noch weniger danach, wie mitleiderregend er ist, sondern danach, ob er die Wahrheit besitzt. Es gibt keine andere Möglichkeit(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor). Gott hat die Maßstäbe, nach denen Er das Ergebnis eines Menschen bestimmt, klar dargelegt. Gott bestimmt das Ergebnis eines Menschen danach, ob er nach der Wahrheit strebt, die Wahrheit praktiziert und letztendlich, ob er eine Veränderung seiner Disposition erreicht. Das ist die Gerechtigkeit Gottes. Ich dachte früher, dass Gott das Ergebnis eines Menschen nach seinem Alter und dem Umfang seiner Pflichtausführung bestimmt. Nach meiner Logik würden dann alle alten Menschen ausgemustert und alle jungen errettet werden. Wenn das der Fall wäre, würde Gottes gerechte Disposition nicht offenbart werden. Ich dachte an die jungen Leute, die aus unserer Kirche entfernt worden waren. Sie waren klug und begabt, aber sie strebten einfach nicht nach der Wahrheit, gierten nach weltlichen Vergnügen und lasen weder Gottes Worte noch taten sie ihre Pflicht. Am Ende wurden sie als Ungläubige charakterisiert und ausgemustert. Ich erkannte: Egal ob jung oder alt, wer nicht nach der Wahrheit strebt und seine Disposition nicht ändert, wird am Ende ausgemustert.

Ich las noch einige weitere Worte Gottes, und mein Herz wurde noch klarer. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen sagen: ‚Ich bin sechzig Jahre alt. Seit sechzig Jahren wacht Gott nun schon über mich, beschützt mich und leitet mich. Wenn ich, sobald ich alt bin, keine Pflicht erfüllen und nichts tun kann – wird Gott sich dann noch um mich kümmern?‘ Ist das nicht eine dumme Frage? Gott wacht nicht nur über einen Menschen, beschützt ihn und hat Souveränität über sein Schicksal für eine einzige Lebensspanne. Ginge es nur um eine einzige Lebensspanne, eine einzige Lebenszeit, würde das nicht zeigen, dass Gott allmächtig ist und die Hoheit über alles hat. Die Mühe, die Gott aufbringt, und der Preis, den Er für eine Person zahlt, sollen nicht nur das vorsehen, was sie in diesem Leben tut, sondern eine unzählige Anzahl an Lebenszeiten für sie vorsehen. Gott übernimmt die volle Verantwortung für jede Seele, die reinkarniert wird. Er arbeitet aufmerksam und bezahlt dabei den Preis Seines Lebens, um jeden Menschen zu führen und Vorkehrungen für jedes ihrer Leben zu treffen. Auf diese Weise plagt sich Gott und zahlt einen Preis um des Menschen willen, und Er schenkt dem Menschen all diese Wahrheiten und dieses Leben. Wenn die Menschen in diesen letzten Tagen nicht die Pflicht geschaffener Wesen erfüllen und nicht vor den Schöpfer zurückkehren – wenn sie am Ende, egal, wie viele Leben und Generationen sie durchlebt haben, ihre Pflichten nicht gut ausgeführt haben und sie Gottes Ansprüchen nicht gerecht werden – wären die Schulden der Menschen bei Gott dann nicht zu groß? Wären sie nicht all den Preisen, die Gott bezahlt hat, unwürdig? Es würde ihnen so sehr an Gewissen fehlen, dass sie es nicht verdienen würden, Menschen genannt zu werden, da ihre Schulden bei Gott zu groß wären(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Den Preis zu zahlen, um die Wahrheit zu erlangen, ist von großer Bedeutung). „Was müsst ihr jetzt tun? Solange Gottes Herz sich immer noch für die Menschheit abmüht, solange Er immer noch Pläne für die Menschheit macht, solange Er immer noch wegen jeder menschlichen Bewegung und Geste bekümmert ist und sich sorgt, müsst ihr so schnell wie möglich eure Wahl treffen und das Ziel und die Richtung eures Strebens festlegen. Wartet nicht, bis Gottes Ruhetage gekommen sind, um eure Pläne zu machen oder um wahre Reue, wahres Bedauern, wahre Trauer und wahre Klage zu empfinden: Zu diesem Zeitpunkt wird es zu spät sein. Niemand wird dich retten können, auch Gott nicht(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Warum man nach der Wahrheit streben muss). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich sehr bewegt. Gott bewacht, beschützt und leitet die Menschen schon seit jeher. Der Preis, den Gott für die Errettung des Menschen gezahlt hat, ist unermesslich groß. Nehmen wir mich als Beispiel. Ich bin nur eine gewöhnliche Hausfrau. Ich wuchs in einer armen Familie auf und niemand schaute zu mir auf, weshalb ich mit Minderwertigkeitsgefühlen lebte. Gott war mir gnädig und ermöglichte es mir, Sein Werk der letzten Tage anzunehmen und meine Pflicht in der Kirche zu tun, wodurch ich eine Chance auf Errettung bekam. Gott orchestrierte auch immer wieder Umgebungen, um meine Verdorbenheit zu offenbaren, und benutzte Seine Worte, um mich zu erleuchten und mir zu helfen, mich selbst zu erkennen und einige Wahrheiten zu verstehen. Als ich alt wurde, glaubte ich, dass ich nicht errettet werden könnte, weil meine Reaktionen zu langsam waren und ich keine Pflichten mehr ausführen konnte, weshalb ich in einem negativen Zustand lebte. Aber Gott erleuchtete mich weiterhin, damit ich die Wahrheit verstand, und half mir, aus den negativen Emotionen von Betrübnis und Beklemmung herauszufinden, und führte mich Stück für Stück auf den Weg des Strebens nach der Wahrheit. Wie viel Herzblut Gott doch für mich aufgewendet hat! Ich weinte, als ich über Gottes Worte nachdachte, und fühlte mich, als wäre ich absolut ohne Gewissen und Vernunft! Ich hatte Gott wirklich enttäuscht, indem ich all die Jahre nicht ernsthaft nach der Wahrheit gestrebt und so viel Bedauern zurückgelassen hatte. Jetzt, da Gottes Werk noch nicht beendet ist und Er immer noch wirkt, um die Menschen zu retten, sollte ich all meine Zeit und Energie darauf verwenden, nach der Wahrheit zu streben, mich von meinen verdorbenen Dispositionen zu überwinden und meine Pflicht zu tun. Ich sollte meine Pflicht so weit erfüllen, wie ich kann, und Gott nicht länger Sorgen und Kummer bereiten.

Jetzt bin ich für die Versammlungen von zwei Gruppen verantwortlich. Wenn ich einen Bruder oder eine Schwester sehe, die in einem schlechten Zustand ist oder irgendwelche Schwierigkeiten hat, suche ich nach relevanten Worten Gottes, um ihm oder ihr bei der Lösung der Probleme zu helfen. Wenn ich sehe, dass ihre Probleme teilweise gelöst wurden, freue ich mich sehr. Wenn ich Zeit habe, übe ich mich auch darin, Erfahrungszeugnisse zu schreiben und das Evangelium zu predigen, und ich tue meine Pflicht nach besten Kräften. Wenn ich so lebe, fühle ich mich jeden Tag sehr erfüllt und im Reinen mit mir. Dank sei dem Allmächtigen Gott für Seine Errettung!

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