Wie man nach der Wahrheit strebt (8)

In den letzten Tagen drehte sich unsere Gemeinschaft um das Thema, wie man das Kaliber in verschiedenen Aspekten unterscheidet, richtig? (Ja.) Könnt ihr, auf der Grundlage unserer Gemeinschaft über die konkreten Äußerungsformen der verschiedenen Aspekte und Ebenen des Kalibers, zusammenfassen, was ein gutes, ein durchschnittliches, ein schlechtes und ein gänzlich fehlendes Kaliber ausmacht? Wir haben über diesen Aspekt ziemlich viel Gemeinschaft gehalten, daher müsst ihr in der Lage sein, diesen Inhalt zusammenzufassen und ihn dann mit den konkreten Äußerungsformen im täglichen Leben in Verbindung zu bringen. Auf diese Weise wird eure Beurteilung eurer selbst und anderer vergleichsweise genauer sein. Wenn du ihn nicht zusammenfassen kannst, wirst du im täglichen Leben weder bestimmte Menschen noch deine eigenen Äußerungsformen und Offenbarungen in verschiedenen Aspekten unterscheiden können. Würde das nicht bedeuten, dass du umsonst zugehört hast? Du musst im Zusammenfassen geübt sein. Was bedeutet zusammenfassen? Es bedeutet, im konkreten Inhalt all dieser verschiedenen Aspekte die Grundsätze zu finden, um verschiedene Arten von Dingen zu unterscheiden oder zu verstehen. So wird der Zweck des Zusammenfassens erreicht. Sobald du die Grundsätze gefunden hast, kannst du die Wahrheitsgrundsätze anwenden, um Menschen und Dinge zu betrachten, und wirst fähig sein, andere und auch dich selbst zu unterscheiden. Das beweist, dass du die Wahrheit verstehst. Wenn du einen Aspekt der Wahrheit verstehst und ihn anwenden kannst, wirst du in diesem Aspekt den Eintritt in die Wahrheitsrealität erreichen. Sollten wir also nicht den konkreten Inhalt der verschiedenen Aspekte des Kalibers zusammenfassen? (Doch.) Wir müssen ihn zusammenfassen. Nur so könnt ihr die Wahrheitsgrundsätze, die das Kaliber betreffen, klar und deutlich verstehen.

Ihr müsst die Grundsätze kennen, um Menschen mit gutem Kaliber insgesamt beurteilen zu können, richtig? (Richtig.) Wir haben über viele konkrete Äußerungsformen im Detail Gemeinschaft gehalten und diese genutzt, um das Kaliber einer Person zu beurteilen. Was sind also die allgemeinen Äußerungsformen von Menschen mit gutem Kaliber? Sie haben bestimmte konkrete Grundsätze für ihr Verhalten und Handeln in ihren Herzen. Selbst wenn sie die Wahrheit nicht verstehen oder die Wahrheit noch nicht gehört haben, haben sie einige der grundlegendsten Grundsätze dafür, wie sie Menschen und Dinge betrachten und wie sie sich verhalten und handeln. Das heißt, sie haben bestimmte Grenzen für ihr Verhalten. Diese Grenzen stimmen bis zu einem gewissen Grad mit den Wahrheitsgrundsätzen überein oder kommen ihnen nahe und kommen zumindest den Maßstäben des menschlichen Gewissens und der menschlichen Vernunft nahe. Nachdem sie durch das Essen und Trinken von Gottes Worten und die Annahme der Bewässerung und Versorgung mit Seinen Worten einige Wahrheiten verstanden haben, können sie in ihrem Herzen doch einige Wahrheitsgrundsätze verstehen und erfassen, selbst wenn sie noch nicht viele oder besondere Umgebungen erlebt haben. Im wirklichen Leben können sie dann diese Grundsätze anwenden, um mit verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen umzugehen. Natürlich geht es bei ihrem Umgang mit verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen nicht nur darum, einfache, einseitige Probleme zu handhaben. Wenn sie stattdessen auf komplexe und miteinander verflochtene Menschen, Ereignisse und Dinge stoßen, können sie Gottes Worte und die Wahrheitsgrundsätze anwenden, um diese zu handhaben. Das ist eine Äußerungsform von Menschen mit gutem Kaliber in Bezug auf Grundsatzfragen. Weil sie ein gutes Kaliber haben, können sie durch die Bewässerung und Versorgung mit Gottes Worten die Grundsätze in Seinen Worten selbstständig finden, um verschiedene Menschen, Ereignisse und Dinge zu betrachten und zu handhaben. Menschen mit einem solch guten Kaliber können Arbeiten selbstständig übernehmen und jede Aufgabe eigenständig erledigen. Dies ist eine Äußerungsform von gutem Kaliber. Was ist die Hauptäußerungsform? (Die Hauptäußerungsform ist, dass sie durch die Bewässerung und Versorgung mit Gottes Worten selbstständig die Grundsätze in Seinen Worten finden können, um mit verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen umzugehen. Sie sind in der Lage, Probleme eigenständig zu lösen und Arbeiten eigenverantwortlich zu übernehmen.) Genau – durch das Essen und Trinken von Gottes Worten können sie die Wahrheit verstehen, die Grundsätze für die Betrachtung und den Umgang mit verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen finden und Arbeiten eigenständig schultern. Nur das bedeutet, ein gutes Kaliber zu haben. Früher sagten wir, dass die Fertigkeit, Arbeiten eigenständig zu schultern, verschiedene Fähigkeiten voraussetzt. Misst man dies nun an den Wahrheitsgrundsätzen, so ist das eine Äußerungsform von Menschen mit gutem Kaliber.

Was sind die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber? Sie sind sicherlich weitaus schlechter als die von Menschen mit gutem Kaliber. Unabhängig davon, ob Menschen ein gutes oder durchschnittliches Kaliber haben, werden sie jedoch, bevor sie die Versorgung durch Gottes Worte erhalten und die Wahrheit verstehen, nicht die richtigen Grundsätze für ihr Verhalten haben. Das Erfassen der Grundsätze für das eigene Verhalten setzt voraus, dass man die Versorgung durch Gottes Worte empfängt und die Wahrheit versteht. Nur durch tatsächliche Erfahrungen kann man allmählich die Grundsätze für das eigene Verhalten verstehen lernen. Eine Person mit durchschnittlichem Kaliber kann beim Lesen von Gottes Worten nur die grundlegende Bedeutung und die geforderten Maßstäbe verstehen, die in Gottes Worten ausgedrückt werden. Sie versteht diese Dinge im Sinne der Glaubenslehre, aber wenn sie mit Situationen konfrontiert wird, ist sie immer noch nicht in der Lage, die Wahrheitsgrundsätze anzuwenden. Nur durch die Anleitung und Versorgung durch andere oder nach dem Erleben vieler Dinge kann sie einige grundlegende Wahrheitsgrundsätze verstehen. Worauf bezieht sich „grundlegend“ hier? Es bezieht sich darauf, dass die Grundsätze, die sie versteht und erfasst, vorwiegend einseitige und relativ einfache Grundsätze sind und sie befähigen, gewöhnliche Probleme zu handhaben und zu lösen. Wenn sie mit komplexen Situationen oder Zusammenhängen konfrontiert wird, weiß sie jedoch nicht, wie sie nach den Grundsätzen handeln soll. Sie müssen sich auf die Anleitung und Hilfe von Menschen verlassen, die die Wahrheit verstehen, um mit einigen komplexen Problemen oder vielschichtigen Aufgaben umzugehen. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber. Was ist an den Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber besonders auffällig? Sie können nicht selbstständig die Wahrheit verstehen oder Grundsätze der Praxis in Gottes Worten finden. Sie können nicht genau verstehen, welche Maßstäbe Gott wirklich fordert. Sie brauchen jemanden, der mit ihnen Gemeinschaft hält, sie unterstützt und ihnen hilft, Dinge zu prüfen, und der ihnen Sachverhalte klar mitteilt und sie daran erinnert. Nur so wissen sie: „Das ist ein Wahrheitsgrundsatz. Den muss ich mir merken. Danach muss ich praktizieren. Ich muss die Arbeit gemäß dieser Arbeitsanordnung umsetzen.“ Dies betrifft ihr Begriffsvermögen. Zweitens können sie, wenn sie eine Arbeit ausführen, mit der sie keine Erfahrung haben, die Wahrheitsgrundsätze nicht schnell anwenden, um verschiedene Menschen, Ereignisse und Dinge zu betrachten oder zu handhaben. Sie können nur auf der Grundlage des Verständnisses einiger weniger grundlegender Wahrheitsgrundsätze einige einfache Arbeiten erledigen. Wenn sie mit komplexen Arbeiten konfrontiert werden, die mehrere Wahrheitsgrundsätze beinhalten, brauchen sie andere, die Dinge prüfen, sie unterstützen und versorgen. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber. Was das persönliche Begriffsvermögen betrifft, so brauchen sie andere, die mit ihnen Gemeinschaft halten und ihnen helfen, Dinge zu prüfen. Sie müssen viel zuhören – nicht nur einem Aspekt der Wahrheit, sondern verschiedenen Aspekten, und am Ende brauchen sie jemanden, der ihnen sagt, was die grundlegenden Grundsätze der verschiedenen Aspekte der Wahrheit sind, damit sie einige davon in ihrem Herzen verstehen. Wenn sie jedoch auf komplexe Situationen stoßen, wissen sie wieder nicht, wie sie diese begreifen sollen, und müssen immer noch suchen. Dies betrifft das Begriffsvermögen. Was die Handhabung von verschiedenen Angelegenheiten bei der Arbeit oder im Alltag betrifft, so kann ihre Fähigkeit, Probleme zu handhaben, nur das Niveau erreichen, sich an die Wahrheitsgrundsätze zu halten, um einfache Arbeiten zu erledigen. Wenn sie mit komplexen Arbeiten konfrontiert werden, die mehrere Wahrheitsgrundsätze betreffen, finden sie es etwas schwierig und müssen suchen und jemanden haben, der die Dinge prüft. Sie selbst können nicht garantieren, dass sie die Arbeit gut machen können, und können nicht bestimmen, ob das, was sie tun, mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt. Manchmal wird es in ihrer Arbeit zu Abweichungen kommen. Diese Abweichungen sind jedoch lediglich Abweichungen und keine Verzerrungen. Wenn es Verzerrungen wären, würde dies auf ein schlechtes Kaliber hindeuten. Es gibt einen Unterschied zwischen Abweichungen und Verzerrungen: Abweichungen bedeuten, dass die Arbeit nicht vollständig mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt, nicht angemessen erledigt wird oder es an ausreichender Sorgfalt mangelt, aber die Richtung ist nicht falsch. Es ist nur so, dass ihre Arbeit nicht ausreichend dem Maßstab entspricht, weil sie unzureichende Arbeitserfahrung oder ein eher oberflächliches Verständnis der Wahrheit haben und die Wahrheitsgrundsätze nicht ausreichend erfassen. Sie mag sich dem Maßstab annähern, erfordert aber noch Verbesserungen, um vollständig dem Maßstab zu entsprechen. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber. Was ist das Hauptmerkmal dieser Art von Person? (Dass sie eine Arbeit nicht selbstständig richtig erledigen kann; sie braucht Hilfe und Unterstützung von anderen, um einige Arbeiten zu erledigen.) Ihr Merkmal ist, dass sie sowohl in Bezug auf das Begriffsvermögen als auch auf die Ausführung ihrer Pflicht vergleichsweise unterlegen sind. Sie können im Allgemeinen eine Arbeit nicht selbstständig richtig erledigen und benötigen Unterstützung, Prüfung und Anregung von anderen. Daher ist die grundlegende Vernunft, die Menschen mit durchschnittlichem Kaliber besitzen sollten, bei der Erledigung von Dingen mehr zu suchen und mehr zu warten. Wenn sie etwas nicht durchschauen können, sollten sie sofort und demütig suchen – entweder in Gottes Worten nach den Wahrheitsgrundsätzen, die ihnen als Grundlage dienen, oder bei den Höhergestellten – und nicht blind oder wirrköpfig handeln. Wenn du nach einer gewissen Zeit der Arbeit feststellst, dass du über viele Dinge verwirrt bist, fasse sie sofort zusammen, notiere sie und suche bei den Höhergestellten. Ziel ist es, dass die über dir Stehenden prüfen und kontrollieren, ob die Arbeit, die du in dieser Zeit geleistet hast, irgendwelche Abweichungen oder Lücken aufweist. Sei nicht zu selbstgerecht und denke nicht, dass du Arbeitserfahrung hast, und sei nicht zu selbstzufrieden. Du musst Selbsterkenntnis haben. Die Äußerungsformen des durchschnittlichen Kalibers wurden bereits besprochen. Was sind also die Merkmale von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber? (Sie können nicht selbstständig arbeiten; sie brauchen andere, die sie unterstützen, ihnen helfen und Dinge prüfen.) Und was sind ihre Merkmale in Bezug auf das Begreifen von Gottes Worten? (Was das Begreifen von Gottes Worten angeht, können sie nur einige grundlegende Grundsätze begreifen, sind aber nicht in der Lage, sie bei ihrer Arbeit praktisch anzuwenden.) Und was sind ihre Merkmale in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit? (Menschen mit durchschnittlichem Kaliber können in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit die Wahrheitsgrundsätze nicht schnell anwenden, um verschiedene Probleme zu betrachten oder zu handhaben. Außerdem können sie nur eine einzige Arbeitsaufgabe bewältigen; bei mehreren Arbeitsaufgaben können sie die Grundsätze nicht erfassen. Sie sind nicht in der Lage, verschiedene Arbeiten nach Wichtigkeit oder Dringlichkeit zu ordnen, um sie gut zu erledigen, geschweige denn, die Arbeit vernünftig einzuteilen. Sie brauchen jemanden, der Dinge prüft, sie anleitet und ihnen ständig hilft und sie unterstützt.) Das ist richtig. Menschen mit durchschnittlichem Kaliber können selbstständig einige einfache Arbeiten erledigen oder, auf der Grundlage eines gewissen Maßes an Arbeitserfahrung, einige einfache Arbeiten handhaben. Wenn sie jedoch mit komplexen Problemen konfrontiert werden, insbesondere mit Arbeit, die mehrere Wahrheitsgrundsätze betrifft, geraten sie in Verwirrung und wissen nicht, wie sie praktizieren sollen. In einem Moment denken sie, es sollte so gemacht werden, und im nächsten Moment denken sie, es sollte anders gemacht werden, aber sie wissen nicht genau, welcher Weg mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt. Sie sind nicht in der Lage, die Konsequenzen abzuwägen, die sich nach Abschluss der Aufgabe ergeben könnten. In solchen Situationen haben sie keinen Weg. Menschen mit durchschnittlichem Kaliber können eine einzelne Arbeitsaufgabe kompetent bewältigen, aber wenn sie mit mehreren Arbeitsaufgaben oder etwas komplexerer Arbeit konfrontiert werden, geraten sie durcheinander. Zum Beispiel können einige Leiter und Mitarbeiter unter euch eine Arbeitsaufgabe erledigen, wenn sie ihnen zugewiesen wird, aber wenn ihnen zwei oder drei Arbeitsaufgaben zugewiesen werden, können sie diese nicht bewältigen. Obwohl sie sie gut machen wollen, schaffen sie es nicht. Wenn sie mit der Arbeit beschäftigt sind und jemand ein Problem nach dem anderen anspricht, geraten sie durcheinander und wissen nicht, wie sie diese Probleme lösen sollen. Infolgedessen wird keine der Arbeitsaufgaben gut erledigt. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber. Menschen mit durchschnittlichem Kaliber können nicht gleichzeitig zwei oder drei Arbeitsaufgaben schultern. Besonders wenn sie auf komplexe oder besondere Situationen stoßen, geraten sie sofort durcheinander und wissen nicht, was sie tun sollen. Infolgedessen wird die Arbeit, die sie gut hätten erledigen können, nicht gut erledigt, und die Arbeitsaufgaben, für die sie verantwortlich sind, geraten in Schwierigkeiten und in Verzug. Daher können Menschen mit durchschnittlichem Kaliber nicht zwei oder drei Arbeitsaufgaben schultern und sind nur für einfache, einzelne Arbeitsaufgaben geeignet. Einige Leiter und Mitarbeiter halten die Ausführung von Arbeit immer für sehr einfach. Wenn andere Leute auf Probleme hinweisen, reagieren sie immer gleichgültig und nehmen diese nicht als Probleme wahr. Sie denken sogar, dass mit den Köpfen dieser Leute etwas nicht stimmt und dass sie die Dinge unnötig verkomplizieren. Am Ende treten große Probleme auf, die sie nicht lösen können und erst dann den Höhergestellten melden. Solche Leiter und Mitarbeiter haben zu wenig Erfahrung und es fehlt ihnen an Einsicht. Bei ihrer Arbeit gehen sie immer davon aus, dass alles reibungslos verlaufen wird, halten sich lediglich an einige Vorschriften und verfolgen stur einen einzigen Weg. Ganz gleich, wie ernst die auftretenden Probleme sind, sie erkennen sie nicht; noch weniger erkennen sie, dass diese Probleme die gesamte Arbeit verzögern werden, wenn sie ungelöst bleiben. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber.

Generell gilt: Wenn Menschen mit durchschnittlichem Kaliber in allen Aspekten ihrer Menschlichkeit dem Maßstab entsprechen, können sie grundsätzlich einfache Arbeiten kompetent bewältigen. Der Grund, warum Ich sage, dass sie nicht selbstständig umfassende Arbeiten erledigen können, ist, dass ihr Kaliber es ihnen nur erlaubt, einfache Arbeiten gut zu erledigen. Wenn es um bestimmte Arbeiten geht, die mit ihren Interessen, Hobbys und Stärken zusammenhängen, können sie dafür gemessen an ihrem Kaliber kompetent sein. Wenn sie jedoch mit der Komplexität vielschichtiger Arbeit konfrontiert werden, geraten sie durcheinander. Selbst wenn sie etwas praktische Erfahrung haben, ist ihr Kaliber für die Aufgabe nicht ausreichend. Manche Leute sagen: „Liegt es daran, dass ich jung bin?“ Nein, daran liegt es nicht. Wenn dein Kaliber durchschnittlich ist, wirst du, selbst wenn du deine Vierziger oder Fünfziger erreichst, immer noch nicht in der Lage sein, vielschichtige Arbeiten zu schultern. Warum sage Ich das? Nachdem du durch die tatsächliche Ausführung von Arbeit einige Erfahrungen gesammelt hast, magst du in der Lage sein, bestimmte einfache Arbeiten zu erledigen. Du bist jedoch nur in der Lage, die Arbeit selbstständig gut zu erledigen, wenn du Anleitung hast, jemand die Dinge prüft oder andere die Sache weiterverfolgen – du bleibst für immer unfähig, vielschichtige Arbeiten selbstständig zu schultern. Dies deutet darauf hin, dass du ein durchschnittliches Kaliber hast. Manche Leute, die über viele Jahre hinweg in verschiedenen Situationen einige Erfahrungen gesammelt und einige Wahrheitsgrundsätze verstanden haben, können dennoch keine vielschichtigen Arbeiten schultern, insbesondere nicht solche, die sie selbstständig übernehmen müssen. Wenn sie auf komplexe Situationen stoßen, geraten sie durcheinander und können Aufgaben nicht nach Wichtigkeit oder Dringlichkeit ordnen. Solche Leute haben definitiv ein durchschnittliches Kaliber. Arbeitserfahrung macht nur einen Aspekt der Arbeitsfähigkeit einer Person aus; sie ist nicht der entscheidende Faktor. Entscheidend sind das Kaliber einer Person und ihre Fähigkeiten in verschiedenen Aspekten. Arbeitserfahrung bietet lediglich einen Anhaltspunkt. Natürlich ist Arbeitserfahrung auch wertvoll, weil sie aus persönlicher Erfahrung entsteht, aber diese praktische Arbeitserfahrung kann dich nicht in die Lage versetzen, die Grundsätze vielschichtiger Arbeit genauer zu erfassen. Wenn dein Kaliber gut ist und du die Wahrheitsgrundsätze wirklich verstehst, kannst du, selbst wenn du keine Arbeitserfahrung hast oder deine persönliche Erfahrung nicht umfangreich ist, immer noch umfassende Arbeiten allein bewältigen und Arbeiten eigenständig übernehmen. Menschen mit durchschnittlichem Kaliber können jedoch umfassende Arbeiten nicht allein erledigen; sie können nur einfache Arbeiten erledigen und benötigen häufige Aufforderungen, Überprüfungen, Hilfe und Anleitung. Daher solltet ihr als Personen mit durchschnittlichem Kaliber nicht denken, dass ihr vielschichtige Arbeiten kompetent erledigen oder selbstständig Arbeiten übernehmen könnt, nur weil ihr bestimmte einfachen Arbeiten gut erledigen könnt. Das ist eine Illusion und ein falsches Verständnis. Es gibt eine Lücke zwischen der Fähigkeit, bestimmte einfache Arbeiten allein erledigen zu können, und der Fähigkeit, vielschichtige Arbeiten allein erledigen zu können – das heißt, eigenständig Verantwortung für die Arbeit übernehmen zu können. Das ist etwas, das ihr allmählich durch Erfahrung lernen werdet. Diese Worte mögen nicht leicht zu verstehen sein – nur diejenigen, die viele Jahre als Leiter oder Mitarbeiter gedient haben und über praktische Erfahrung verfügen, können sie verstehen. Gewöhnliche Brüder und Schwestern verstehen sie vielleicht nicht, richtig? Leiter und Mitarbeiter, die vielschichtige Arbeiten geschultert haben, haben praktische Erfahrung und verstehen die Unterschiede innerhalb dieses Bereichs – sie haben Grundsätze in der Art, wie sie ihre Arbeit tun. Menschen mit durchschnittlichem Kaliber erreichen dies jedoch nicht. Die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber sind somit vollständig zusammengefasst.

Fassen wir als Nächstes die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber zusammen. Die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber sind sicherlich weitaus schlechter als die von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber. Was sind die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber? Sie bestehen darin, dass sie, obwohl sie durch ihr eigenes Suchen oder das Essen und Trinken von Gottes Worten rein wörtlich die Bedeutung jedes Satzes und jeder Passage von Gottes Worten – ebenso wie Gottes Absichten und Anforderungen – verstehen können, die Wahrheitsgrundsätze oder Gottes geforderte Maßstäbe überhaupt nicht verstehen. Das heißt, sie verstehen weder Gottes geforderte Maßstäbe dafür, wie man Menschen und Dinge betrachtet oder sich verhält und handelt, noch verstehen sie, was die damit verbundenen Wahrheitsgrundsätze sind. Wenn sie für sich selbst Gottes Worte essen und trinken, können sie diese Dinge nicht verstehen, und nachdem sie im täglichen Leben Erfahrungen mit Menschen, Ereignissen und Dingen gemacht haben, verstehen sie sie immer noch nicht. Selbst nach dem gemeinschaftlichen Austausch bleibt ihnen unklar, was die Wahrheitsgrundsätze sind. Diese Art von Person hat ein Merkmal: Obwohl solche Personen nicht verstehen, was die Wahrheitsgrundsätze sind, können sie die Vorschriften, die sie befolgen müssen, anhand ihrer Gefühle zusammenfassen. Was sie sich merken können, sind Vorschriften – eine Art starres Dogma oder Regelwerk. Zum Beispiel hält Gott in dieser Hinsicht Gemeinschaft über einen Aspekt der Wahrheitsgrundsätze und gibt neben verschiedenen anderen Äußerungsformen Beispiele für die positiven Äußerungsformen, negativen Äußerungsformen, das reine Begriffsvermögen und das verzerrte Begriffsvermögen der Menschen – was gewinnen Menschen mit schlechtem Kaliber letztendlich daraus? Sie sagen: „Jetzt verstehe ich. Gott erlaubt einem nicht, dies oder jenes zu tun. Gott erlaubt einem nicht, dies oder jenes zu essen. Gott erlaubt einem nicht, diese Worte und jene Worte oder jene Begriffe zu verwenden.“ Das ist es, was sie sich merken, und sie halten sich starr daran und denken, dass dies die Wahrheitsgrundsätze sind. Sie glauben, dass sie sich an die Wahrheitsgrundsätze halten, wenn sie sich an diese Vorschriften, Redewendungen und Handlungsweisen halten. Ganz gleich, wie eindrücklich du ihnen sagst, dass dies lediglich ein Einhalten der Vorschriften ist, sie werden es nicht akzeptieren. Sie bestehen darauf, sich an diese Vorschriften zu halten, weil sie glauben, dass dies das Praktizieren von Gottes Worten und das Praktizieren der Wahrheit ist. Es gibt keinen Weg, mit solchen Menschen umzugehen, die kein Gespür für geistliche Dinge haben. Wenn sie bereit sind, sich an Vorschriften zu halten, sollen sie es tun – solange ihre Absichten nicht falsch sind, ist es in Ordnung. Zum Beispiel sagte Ich einmal: „Wenn ihr betet, müsst ihr andächtig sein; betet nicht beiläufig. In geeigneten Umgebungen ist es am besten, zum Gebet zu knien, sich vor Gott niederzuwerfen, um zu beten. Und während des Gebets müsst ihr vor Gott zur Ruhe kommen und mit konzentriertem Herzen beten. Das ist es, was es bedeutet, andächtig zu sein und ein gottesfürchtiges Herz zu haben.“ Menschen mit schlechtem Kaliber erinnerten sich nur an eine einzige Vorschrift, nachdem sie dies gehört hatten: „Um mit Andacht und einem gottesfürchtigen Herzen zu beten, muss man knien.“ Sie behandelten das Knienmüssen beim Gebet als einen Wahrheitsgrundsatz und hielten sich entsprechend daran, weil sie glaubten, dass dies das Praktizieren der Wahrheit sei. Ungeachtet der Umgebung bestanden sie darauf, zum Gebet zu knien. Selbst wenn sie zur Essenszeit beten wollten, knieten sie unter dem Tisch, um zu beten. Während der Arbeit auf den Feldern knieten sie zum Gebet, ungeachtet dessen, wie schmutzig der Boden war oder was sich in der Erde befand. Selbst wenn sie unter Nichtgläubigen mit Katastrophen oder wichtigen Ereignissen konfrontiert waren, mussten sie, wenn sie zu Gott beten wollten, einen versteckten Ort zum Knien und Beten finden. Sie glaubten, nur das Beten auf diese Weise entspräche Gottes Absichten, also mussten sie unter allen Umständen zum Gebet knien. Sie dachten, dadurch die Wahrheit zu praktizieren. Darüber hinaus hielten sie sich für die andächtigsten Menschen, für diejenigen, die Gottes Weg am genauesten folgten, die Wahrheit am meisten liebten und sich am besten der Wahrheit und den Worten Gottes unterwerfen konnten. Siehst du, das sind die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber. Diese Art von Person ist in Bezug auf das Begriffsvermögen unterlegen und problematisch. Solche Menschen reduzieren Grundsätze immer starr auf einen einzigen Satz oder eine Vorschrift. Sie verwenden die Methode des Verstehens von Worten und Wissen, um die Wahrheit zu verstehen, und natürlich praktizieren sie die Wahrheit auch, indem sie sich an Vorschriften, Worte, Redewendungen und Formalitäten halten. Ganz gleich, wie du über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft hältst, nachdem sie sie gehört haben, denken sie, es seien nur Sätze, Vorschriften, Handlungsweisen oder Parolen. Für sie geht es lediglich darum, Regeln zu befolgen. Sie betrachten das Praktizieren der Wahrheit als so einfach, als ginge es nur darum, sich daran zu halten, was man tun darf und was nicht, und das war’s.

Menschen mit schlechtem Kaliber betrachten Menschen und Dinge und verhalten sich und handeln, indem sie Vorschriften verwenden, um alles zu messen und anzugehen. Unabhängig davon, wie sich die äußere Umgebung und die sie umgebenden Menschen, Ereignisse und Dinge ändern, halten sie beharrlich und ohne Änderung an einer einzigen Vorschrift fest. Wenn du sagst, dass sie die Wahrheit nicht lieben und die Wahrheit nicht praktizieren, fühlen sie sich in ihrem Herzen ungerecht behandelt. Sie sagen: „Ich habe so vielem entsagt, so viel Leid ertragen, so viele von Gottes Worten befolgt und so viele von Gottes Worten praktiziert – warum sagst du also, ich liebe die Wahrheit nicht und praktiziere die Wahrheit nicht? Warum sagst du sogar, ich halte mich an Vorschriften? Mir wird Unrecht getan!“ Welches Problem zeigt es an, dass sie solche Worte sagen können? Was sind die Hauptäußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber? In welcher Hinsicht ist ihr Kaliber schlecht? Ihnen fehlt gänzlich die Fähigkeit, die Wahrheit zu begreifen. Egal, wie viel über irgendeinen Aspekt der Wahrheit Gemeinschaft gehalten wird, für sie reduziert sich daher letztendlich alles auf eine einzige Handlungsweise, eine einzige Regel, eine einzige Phrase oder eine einzige Formalität, anstatt auf einen Grundsatz. Wenn jemand einen Satz sagt oder einen Begriff verwendet, der gegen ihre Regel verstößt, dann ist dies für sie ein Verstoß gegen die Wahrheitsgrundsätze. Das ist problematisch. Daher verwenden Menschen mit schlechtem Kaliber zum einen verschiedene Vorschriften, Formalitäten, bloße Worte und Handlungsweisen, um festzulegen, dass sie selbst die Wahrheitsrealität besitzen. Zusätzlich gibt es eine weitere problematische Angelegenheit: Sie verwenden oft die Glaubenslehren, die sie häufig aussprechen, und die Vorschriften und Handlungsweisen, an die sie sich oft halten, um andere und sogar Gott zu messen. Zusätzlich zum Messen urteilen sie auch oft über andere und Gott und schränken andere und Gott ein. Zum Beispiel sagte Ich einmal: „Ich wage es im Allgemeinen nicht, kalte Dinge zu essen. Mein Magen verträgt sie nicht, also esse ich diese rohen und kalten Speisen grundsätzlich nicht.“ Jemand mit schlechtem Kaliber hörte dies und sagte: „Ich verstehe Dich jetzt. In Zukunft muss ich darauf achten, Dir keine rohen und kalten Speisen zu geben. Unter keinen Umständen werde ich Dich jemals rohe und kalte Speisen essen lassen.“ Aber als der Hochsommer kam und das Wetter extrem heiß war und die Erdbeeren auf dem Bauernhof reiften, aß Ich eines Tages zwei Erdbeeren, und als er dies sah, kamen ihm Gedanken: „Ist es nicht so, dass Du niemals rohe und kalte Dinge isst? Sind Erdbeeren nicht kühl? Hast Du nicht zuvor gesagt, dass Dein Magen kühle Dinge nicht verträgt? Warum isst Du dann heute Erdbeeren? Lügst Du etwa?“ Er dachte dies in seinem Herzen, sprach es aber nicht laut aus. Sagt Mir, war seine Sicht der Dinge zutreffend? (Nein.) Inwiefern war sie unzutreffend? (Er nahm eine Sache, die Gott sagte, als Vorschrift, um Dinge zu messen, ohne den Kontext zu berücksichtigen, in dem Gott sprach.) Er wusste nicht, worauf sich Meine Worte bezogen. Unter normalen Umständen bereitet mir das Essen von rohen und kalten Dingen Magenbeschwerden, aber es gibt Ausnahmen. Wenn Ich beispielsweise körperliche Arbeit geleistet habe und Mein Körper aufgeheizt ist, dazu noch heißes Wetter mit Temperaturen um die dreißig Grad herrscht und diese rohen und kalten Speisen nicht so eiskalt sind, dann kann Ich in solchen Fällen eine kleine Menge davon essen. Es ist nicht so, dass Ich sie absolut nicht essen kann. Als Ich sagte „Ich kann sie nicht essen“, bezog Ich mich auf gewöhnliche Umstände; bei schwülem Sommerwetter ist es für Mich in Ordnung, eine kleine Menge davon zu essen. Die Person mit schlechtem Kaliber konnte diese Worte nicht verstehen. Als er sie hörte, behandelte er sie als eine Vorschrift oder Formel. Als besondere Umstände eintraten, versuchte er immer noch, sie in diese Formel einzupassen. Als er sah, dass sie nicht passten, konnte er es nicht begreifen: „Hast Du nicht gesagt, Du kannst keine rohen und kalten Dinge essen? Wie kommt es, dass Du sie jetzt isst? Lügst Du etwa?“ Worin lag sein Unvermögen, Meine Worte zu verstehen? (Er hatte kein Begriffsvermögen.) Seine Unzulänglichkeit lag in seinem Unvermögen, diese Angelegenheit auf der Grundlage von Veränderungen in der Umgebung und besonderen Umständen zu beurteilen und zu begreifen. Wenn eine Person mit ausreichendem Kaliber dies sieht, wird sie wissen, dass es nach der Arbeit und der Erwärmung Meines Körpers, in Verbindung mit heißem Wetter und der Tatsache, dass diese Früchte nicht zu kalt sind, kein Problem für Mich ist, eine kleine Menge zu essen, und dies ist sehr normal. Sie können diese Angelegenheit verstehen und nachvollziehen. Aber eine Person mit schlechtem Kaliber kann sie nicht nachvollziehen; sie bleibt an diesem Punkt hängen und entwickelt in ihrem Herzen Auffassungen. Was ist die Folge, sobald sich Auffassungen bilden? Auffassungen führen leicht dazu, dass sie urteilen und verurteilen. Ist das nicht der Fall? (Doch.) Natürlich ist diese kleine Angelegenheit kein großes Problem, aber sie können sie in ihrem Herzen nicht loslassen: „Ist das nicht eine Lüge? Du lügst also auch!“ Siehst du, sie sind schnell dabei, selbst bei dieser sehr kleinen Angelegenheit einzuschränken und zu urteilen. Und das, bevor überhaupt große Probleme angesprochen werden – sie haben bereits Auffassungen entwickelt. Menschen mit schlechtem Kaliber können nicht einmal solch kleine Angelegenheiten durchschauen und haben keinerlei Unterscheidungsvermögen. Egal, welches Problem sie betrachten, sie wenden starr Vorschriften an. Sie glauben, dass nur diejenigen, die sich an Vorschriften halten können, die Wahrheit besitzen. Unabhängig davon, wie deine Worte und Handlungen mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmen, solange sie gegen die Auffassungen und Vorstellungen solcher Leute verstoßen und mit den Vorschriften kollidieren, die diese anerkennen, werden sie dich in ihren Herzen richten und verurteilen. Selbst wenn sie es nicht laut aussprechen, werden sie Auffassungen oder Vorurteile gegen dich entwickeln. Egal, wie viele Predigten sie hören oder über welche Aspekte der Wahrheit Gemeinschaft gehalten wird, diese Menschen mit schlechtem Kaliber reduzieren immer alles auf eine einzige Aussage, Handlungsweise oder Vorschrift, und sie halten mit großer Begeisterung an diesen Aussagen, Handlungsweisen und Vorschriften fest; sie glauben sogar, dass sie Menschen sind, die die Wahrheit praktizieren, und dass sie sich wirklich der Wahrheit unterwerfen und Gott wirklich fürchten. Sie rühren sich sogar manchmal selbst zu Tränen und denken, dass sie Gott wirklich lieben und dass niemand auf der Welt Gott mehr liebt als sie. In Wirklichkeit halten sie sich jedoch lediglich an eine einzige Vorschrift oder eine einzige Handlungsweise. Sie praktizieren auf diese Weise und können ohne Veränderung daran festhalten und glauben, dass sie die Wahrheit erlangt haben und von Gott vervollkommnet wurden. Sagt Mir, ist das nicht problematisch? (Doch.)

Seht ihr oft Fälle, in denen Menschen sich an Vorschriften halten? (Ja.) Zum Beispiel sagst du der Person, die kocht, dass das Wetter wärmer wird und sie deshalb jeden Tag etwas kühlenden Kräutertee oder einige kalte Getränke zubereiten und zu den Mahlzeiten einige kalte Gerichte servieren sollten – was Westler als Salat bezeichnen –, um den Appetit der Leute anzuregen. Eine Person mit schlechtem Kaliber prägt sich dies ein: Wenn das Wetter sehr heiß ist, sollten die Leute kalte Gerichte essen und kalte Getränke trinken. Sie merkt sich das gut und hält sich gewissenhaft daran. Doch eines Tages, als die Temperatur sinkt, ignoriert sie, ob es kalt ist oder nicht, und denkt: „Es ist jetzt Sommer, also muss ich kalte Gerichte und kalte Getränke zubereiten. Ich werde sie jeden Tag für euch machen, damit ihr sie in vollen Zügen genießen und euch vollständig abkühlen könnt. Es ist mir egal, ob die Temperatur sinkt oder nicht!“ Sie bereitet nicht nur kalte Gerichte zu, sondern schreckt sogar Nudeln in kaltem Wasser ab, serviert nach dem Essen kalte Getränke und fügt sogar ein paar Eiswürfel hinzu. Einige Leute sagen daraufhin: „Es ist heute so kalt. Wie konntest du trotzdem kalte Gerichte zubereiten? Und du hast sogar Eiswürfel in die kalten Getränke getan – willst du uns einen Kälteschock verpassen?“ Die kochende Person fühlt sich verletzt und sagt: „Bin ich wirklich so böswillig? Der Sommer ist so heiß – tue ich das nicht nur, damit sich alle etwas abkühlen und ein bisschen mehr essen können? Befolge ich nicht die Grundsätze und nehme Rücksicht auf alle? Was habe ich falsch gemacht? Und jetzt sagt ihr, ich wolle euch einen Kälteschock verpassen – fehlt es mir wirklich so an Tugend? Ist meine Menschlichkeit wirklich so gering? Ihr alle seid mir gegenüber einfach zu rücksichtslos!“ Befolgt sie, indem sie das Essen auf diese Weise zubereitet, die Grundsätze? Was ist hier der Grundsatz? Es geht darum, die Speisen und Getränke entsprechend der Jahreszeit und der Temperatur anzupassen. Im Sommer, wenn das Wetter heiß ist, relativ kühle Speisen oder Getränke zu konsumieren, die den Appetit der Leute anregen können – das ist ein Grundsatz, nicht wahr? Es ist ein Grundsatz. Aber wie lässt sich der Grundsatz bei einem plötzlichen Temperaturabfall anwenden? (Wenn die Temperatur plötzlich fällt, kann derjenige, der kocht, nicht mehr daran festhalten, kalte Gerichte oder Salate zuzubereiten, wie es ihm zuvor geraten wurde, sondern muss sich dem Wetter anpassen und stattdessen warme Gerichte kochen. Er kann sich nicht an Vorschriften halten.) Das ist richtig. Wenn das Wetter im Sommer gelegentlich abkühlt, kannst du nicht daran festhalten, im Sommer kalte Gerichte und kalte Getränke zuzubereiten – du kannst dich nicht an diese Vorschrift halten. Wenn die Temperatur plötzlich fällt, müssen sich auch die Speisen und Getränke, die die Menschen zu sich nehmen, sofort ändern. Kalte Gerichte und kalte Getränke sollten nicht mehr zubereitet und Eiswürfel auf keinen Fall hinzugefügt werden. Stattdessen solltest du warme Gerichte kochen, warme Nudeln zubereiten und Speisen und Getränke entsprechend der Temperatur und dem Wetter anpassen. Das ist der Grundsatz. Aber solange es Sommer ist, hält die Person mit schlechtem Kaliber daran fest, kalte Getränke und kalte Gerichte zuzubereiten, ungeachtet der Temperatur oder der Wetterbedingungen – wo liegt hier das Problem? (Es liegt im Festhalten an Vorschriften.) Es geht darum, stur an Vorschriften festzuhalten und Grundsätze nicht flexibel entsprechend den Umständen anzuwenden. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber in Bezug auf die Art und Weise, wie sie Dinge tun – sie merken sich eine Aussage und behandeln sie als eine Vorschrift, an die sie sich halten sollten. Egal, wie sich die Umgebung, die Menschen, die Ereignisse oder die Dinge ändern, sie können die Grundsätze nicht flexibel anwenden, um Angelegenheiten zu handhaben. Tatsächlich ist das Ergebnis, das durch die Festlegung von Grundsätzen für Speisen und Getränke erreicht werden soll, sicherzustellen, dass die Menschen so essen, dass ihre Körper sich wohlfühlen. Solche Grundsätze sind keineswegs Vorschriften. Diejenigen, die sich an Vorschriften halten, ohne die Temperatur oder das Wetter zu berücksichtigen und ohne sich darum zu kümmern, ob du dich beim Essen wohlfühlst, bereiten im Sommer ausschließlich kalte Gerichte und kalte Getränke zu – das nennt man das Festhalten an Vorschriften. Das Praktizieren nach Grundsätzen bedeutet, dass alles, was getan wird, darauf ausgerichtet ist, dieses letztendliche gute Ergebnis zu erzielen. Das Festhalten an Vorschriften hingegen missachtet das Ergebnis und konzentriert sich ausschließlich auf Formalitäten und Handlungsweisen. Genau so handhaben Menschen mit schlechtem Kaliber Probleme – egal, was passiert, sie wenden immer dieselbe Methode an, um sie zu handhaben.

Menschen mit schlechtem Kaliber können nichts durchschauen, was ihnen begegnet. Selbst beim Lesen von Gottes Worten oder beim Hören von Predigten ist ihr Begriffsvermögen mit einer gewissen Verzerrung behaftet und weist unweigerlich Abweichungen auf. Sie halten sich an ein Vorschriften, Handlungsweisen oder Rituale, die sich grundlegend von den Wahrheitsgrundsätzen unterscheiden, und folglich entstehen viele Verzerrungen. Man kann sagen, dass das Begriffsvermögen von Menschen mit schlechtem Kaliber in Bezug auf jede Angelegenheit immer von etwas verzerrter Natur ist. Obwohl sie bei einfachen und leicht zu handhabenden Dingen Gehorsam und Unterwerfung ohne Verzerrung erreichen mögen, können sie bei grundsatzbasierten oder relativ komplexen Problemen die Wahrheitsgrundsätze nicht erfassen und kennen nur die Einhaltung von Vorschriften. Versteht ihr? (Ja.) Menschen mit schlechtem Kaliber fehlt gänzlich die Fähigkeit, die Wahrheit zu begreifen, und sie kennen nur das Befolgen von Regeln. Solche Menschen sind auch ziemlich problematisch. Sie sind sehr enthusiastisch und entschlossen bei der Einhaltung von Vorschriften. Wenn du mit ihnen Gemeinschaft hältst und sagst: „Was du tust, ist, Vorschriften einzuhalten, nicht die Wahrheitsgrundsätze“, können sie es nicht akzeptieren. Sie denken: „Ich halte mich standhaft an die Grundsätze und kann keine Kompromisse mit anderen eingehen! Andere halten sich nicht an die Grundsätze und werden dafür verurteilt, aber wenn ich mich an sie halte, werde ich auch verurteilt. Das ist unfair!“ Seht, wie stur sie sind; du kannst sie einfach nicht überzeugen. Seid ihr solchen Menschen begegnet? (Ja.) Manchen sage Ich zum Beispiel: „Wenn du tanzen lernen willst, kannst du jeden Tag zwei Stunden zum Üben einplanen, wenn du nicht so viel Arbeit hast. Wenn du eine Zeit lang durchhältst, wirst du es lernen.“ Sie merken sich den Satz „jeden Tag zwei Stunden lang üben“ und glauben, dass dies das Praktizieren der Wahrheit und das Festhalten an den Grundsätzen ist. Egal, wie beschäftigt sie mit ihrer Pflicht sind, die sie ausführen, halten sie danach immer noch daran fest, jeden Tag zwei Stunden lang tanzen zu üben. Selbst wenn die Kirchenarbeit von morgens bis abends sehr anstrengend ist und sie im Grunde keine zwei Stunden am Tag erübrigen können, bestehen sie immer noch darauf, zwei Stunden lang tanzen zu üben. Wenn andere sie daran erinnern, dass dies die Kirchenarbeit verzögern könnte, weigern sie sich zuzuhören und sagen: „Gott hat mich angewiesen, jeden Tag zwei Stunden lang tanzen zu üben. Ich muss das tun. Wenn ich das nicht tue, bedeutet das, dass ich ungehorsam bin und mich nicht unterwerfe.“ Wenn du ihnen sagst, sie sollen es nicht tun, sind sie nicht bereit dazu aufzuhören. Sie sind nicht in der Lage, die Dinge flexibel zu handhaben oder Meine Worte basierend auf den Bedürfnissen der Arbeit oder den Bedürfnissen der Umgebung flexibel anzuwenden. Sie verstehen nicht, warum sie zwei Stunden lang üben sollten, was die Bedeutung von zwei Stunden Üben ist oder welches Ergebnis damit erreicht werden soll. Sie verstehen diese Dinge nicht und sind sich darüber im Unklaren. Für sie bedeutet das Praktizieren der Wahrheit einfach, sich an eine einzige Aussage, eine Vorschrift oder eine Formalität zu halten – das ist ihrer Ansicht nach das Praktizieren der Wahrheit. Unabhängig davon, ob ein Ergebnis erzielt wird oder wie das Ergebnis ausfällt, verfolgen sie stur einen einzigen Weg und weigern sich, umzukehren, egal was passiert, selbst, wenn zehn Ochsen sie ziehen würden. Selbst wenn sie in ihrer Praxis abweichen, bleiben sie beständig dabei. Wenn man ihnen sagt, dass sie absurd handeln, bestehen sie immer noch darauf, es zu tun. Sind solche Menschen nicht sehr problematisch? Egal, wer mit ihnen Gemeinschaft hält, es funktioniert nicht. Nachdem du die Dinge mühsam klar erklärt hast, verstehen sie vielleicht diese eine Angelegenheit heute, aber morgen werden sie sich in einer anderen Angelegenheit an Vorschriften halten, endlos an Vorschriften festhalten, und du musst sie ständig korrigieren. Sie weichen entweder nach links oder nach rechts ab und weichen entweder in dieser oder in jener Art von Angelegenheit ab – sie weichen ununterbrochen und ohne Ende ab. Ihnen zuzusehen, macht dich nervös, aber du kannst sie nicht korrigieren, wie sehr du es auch versuchst. Warum? Weil ihr Kaliber zu schlecht ist. Sie können niemals zwischen positiven und negativen Dingen, richtig und falsch, korrekt und inkorrekt, Wahrheit und Vorschriften unterscheiden. Sie haben keinen Maßstab zur Abgrenzung dieser Angelegenheiten, keine Fähigkeit, sie abzugrenzen, und können sie einfach nicht abgrenzen. Daher können Menschen mit schlechtem Kaliber nur vorschriftsbasierte Arbeiten und Aufgaben oder einfache Arbeiten erledigen, die keine Wahrheitsgrundsätze beinhalten, wie beispielsweise jeden Tag einem festen Zeitplan zu folgen, eine Sache zu einer bestimmten Zeit und eine andere zu einer anderen festgelegten Zeit zu tun – das heißt, sie können nur jene einfachen Aufgaben bewältigen, bei denen das Einhalten des Zeitplans, der Formalitäten und einer Vorgehensweise ausreicht, um die Arbeit gut auszuführen. Aber sie können keine Arbeit bewältigen, die etwas komplexer ist. Sobald von ihnen gefordert wird, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln und bestimmte Ergebnisse zu erzielen, sind sie dazu nicht in der Lage. Wenn du ihnen eine Arbeit zuweist, die erfordert, dass sie die Wahrheitsgrundsätze flexibel anwenden, verschiedene Probleme angemessen handhaben und sich entsprechend der Umgebung anpassen, sind sie verwirrt und können die Arbeit nicht bewältigen. Sie brauchen jemanden, der ihnen hilft und sie anleitet; du kannst nicht erwarten, dass sie die Arbeit selbstständig gut machen. Wie sollte man mit solchen Menschen umgehen? Obwohl sie ihre Pflicht routinemäßig jeden Tag beharrlich ausführen können, wissen sie in unerwarteten Situationen nicht, wie sie reagieren sollen und hören möglicherweise sogar auf, ihre Pflicht zu tun. Bei solchen Menschen ist es notwendig, sich regelmäßig nach ihrer Arbeit zu erkundigen und diese zu überprüfen und zu fragen: „Gab es in dieser Zeit irgendwelche Unterbrechungen oder Störungen der Kirchenarbeit? Gab es irgendwelche komplexen Probleme, bei denen du nicht wusstest, wie du sie handhaben solltest?“ Nachdem sie darüber nachgedacht haben, sagen sie: „In dieser Zeit war alles in Ordnung. Jeder führt seine Pflicht aus und kann sich normal versammeln und Gottes Worte essen und trinken. Niemand hat unterbrochen oder gestört, und ich habe nichts davon gehört, dass jemand Irrlehren verbreitet hat, um andere irrezuführen.“ Sie können keine Probleme erkennen und wissen nicht, was sie berichten sollen, geschweige denn können sie überhaupt Fragen stellen. Daher kannst du nicht erwarten, dass sie Probleme, die im wirklichen Leben oder bei der Ausführung ihrer Pflicht auftreten, selbstständig handhaben oder lösen. Du kannst auch nicht erwarten, dass sie bei den Höhergestellten suchen oder ihnen Fragen stellen, wenn sie nicht wissen, wie sie etwas handhaben sollen. Sie können nichts davon erreichen, weil ihr Kaliber unzureichend ist. Wenn solche Leute den Höhergestellten keine Probleme melden, denken andere vielleicht, sie hätten keine Probleme. Dies ist jedoch nicht der Fall. Sie können nicht einmal gewöhnliche Probleme identifizieren; selbst wenn die Probleme vor ihnen aufgetürmt sind, nehmen sie sie nicht als Probleme wahr. Und so lösen sie auch keine Probleme. Sie haben einen Kopf mit zwei Augen und zwei Ohren; sie können sehen, hören und sprechen, und doch können sie keine Probleme erkennen oder lösen. Weil ihnen gänzlich das Kaliber und die Fähigkeit fehlen, Probleme zu erkennen und zu handhaben, ist es nutzlos, egal wie scharfsinnig sie von ihrem Aussehen her scheinen. Sie können das Gesehene und Gehörte nicht in ihrem Kopf verarbeiten, um darüber nachzudenken und zu unterscheiden, ob es sich um Probleme handelt oder wie sie gehandhabt werden sollten. Wenn sie Probleme, die die Wahrheitsgrundsätze beinhalten, nicht handhaben können, werden sie sie auch nicht den Höhergestellten melden. Sie sind gänzlich unfähig, irgendetwas davon zu tun. Zeigt das nicht, dass sie ein schlechtes Kaliber haben? Sind das nicht die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber? (Doch.) Wenn du jemanden mit schlechtem Kaliber fragst: „Gab es in dieser Zeit irgendwelche Probleme bei der Arbeit? Gibt es irgendwelche Bereiche, in denen du die Grundsätze nicht verstehst?“, antwortet er: „Es gibt keine Probleme; alle waren beschäftigt, und die Dinge laufen ziemlich gut!“ Für sie ist alles in bester Ordnung. Wenn du ihnen als Leiter oder Mitarbeiter einfach glaubst, wenn sie sagen, alles sei in Ordnung, bist du zu töricht und hast genauso ein schlechtes Kaliber wie sie. Menschen mit gutem Kaliber wissen nicht nur, wie sie etwas über Problemen in Erfahrung bringen kann, sondern müssen auch in der Lage sein, sie selbstständig zu identifizieren. Sie können Gespräche führen, die auf Probleme abzielen, und während sie reden, kommen die Probleme von selbst ans Licht. Wenn du ein Problem entdeckst und jemanden mit schlechtem Kaliber fragst, wie er es gehandhabt hat, antwortet er: „Welches Problem? Wie kommt es, dass ich es nicht bemerkt habe?“ Menschen mit schlechtem Kaliber können keine Probleme erkennen, also musst du bei der Ausführung von Arbeit geübt darin sein, Probleme in Erfahrung zu bringen und zu erkennen, sie zu ergreifen und nicht loszulassen und dann bei der Handhabung und Lösung zu helfen. Du musst wissen, wie man mit Leuten plaudert, die ein schlechtes Kaliber haben, wie man ihnen Fragen stellt und sich auf eine gesprächige Weise erkundigt, um Probleme zu identifizieren. Während du plauderst, werden sie die Probleme unbewusst selbst ansprechen. Ohne ein solches Plaudern wäre es unmöglich, diese Probleme zu identifizieren. Weil du auf diese Weise mit ihnen plauderst, werden sie inspiriert und identifizieren diese Probleme plötzlich. Wenn du diesen Ansatz nicht nutzt, um dich über die Situation zu informieren, werden sie diese Angelegenheiten, die sie sehen, einfach nicht als Probleme wahrnehmen. Wenn also während eurer Gespräche Probleme aufgedeckt werden, müssen sie Stück für Stück geklärt werden, wie das Ausdrücken von Zahnpasta. Sie werden sich erst dann etwas schämen, wenn alle Probleme gelöst sind. Zeigt das nicht, dass sie ein schlechtes Kaliber haben? (Doch.) Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber: Selbst wenn es Probleme gibt, können sie sie nicht identifizieren, und weil sie keine Probleme identifizieren können, sind sie niemals in der Lage, sie anzusprechen oder zu lösen. Sagt Mir, wenn sie keine Probleme identifizieren können, können sie dann ihre Arbeit gut machen? Können sie ihre Arbeit gut machen, indem sie sich an Vorschriften halten? (Nein.) Absolut nicht. Dies ist eine Äußerungsform von schlechtem Kaliber. Wenn du sagst, ihr Kaliber sei schlecht, denken sie sogar: „Mein Kaliber ist ausgezeichnet! Nachdem Gott über etwas gesprochen hat, erfasse ich sofort eine Handlungsweise oder eine Vorschrift, und ich kann mich ein Leben lang daran halten. Seht ihr? Ist mein Kaliber nicht gut? Ihr alle erfasst die entscheidenden Punkte nicht, aber ich kann sie erfassen. Zum Beispiel wurde mir gesagt, dass im Sommer das Wetter heiß ist und wir kalte Gerichte essen sollten. Also bereite ich weiter kalte Gerichte zu und serviere kalte Getränke – ich kann mich an diese Anweisung halten. Siehst du, keiner von euch kann sich daran halten, und ihr redet immer über Grundsätze. Sind Grundsätze nicht nur Vorschriften? Wenn du dich an Vorschriften hältst, hältst du dich dann nicht an Grundsätze?“ Sie denken sogar, ihr Kaliber sei gut, weil sie glauben, dass sie die entscheidenden Punkte eines Problems erfassen können und dass sie aus einer langen Predigt eine einzige Aussage, Handlungsweise, Vorschrift oder sogar eine Phrase oder ein Wort herauspicken können, von dem sie das Gefühl haben, dass sie es befolgen müssen. Sagt Mir, ist das nicht problematisch? Es gibt ziemlich viele solcher Leute. Wenn du über die verschiedenen Details der Wahrheit Gemeinschaft hältst, können sie es nicht verstehen und sagen sogar: „Wie lästig! Du hörst einfach nicht auf zu reden. Geht es nicht nur darum, diese Worte nicht zu sagen oder diese Art von Dingen nicht zu tun? Halte dich einfach an diese eine Aussage, und das ist alles – es ist nur eine Frage einer einzigen Aussage. Warum machst du es so mühsam? Du unterscheidest sogar Zustände, Umgebungen und die Menschlichkeit verschiedener Arten von Menschen und unterscheidest zwischen verzerrtem und reinem Verständnis. Sind wirklich so viele Details involviert? Warum so pingelig sein? Du bist so übergenau!“ Sie verurteilen sogar andere. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber.

Was sind die Merkmale von Menschen mit schlechtem Kaliber? Sie verstehen die Wahrheitsgrundsätze nicht; egal, um welchen Aspekt der Wahrheitsgrundsätze es sich handelt, sie behandeln ihn als eine Art Vorschrift oder Formel und befolgen ihn dann mit unermüdlichem Enthusiasmus. Sie können viele Glaubenslehren aussprechen und denken daher, die Wahrheitsgrundsätze zu verstehen, aber in Wirklichkeit verstehen sie die Wahrheit überhaupt nicht. Wenn du einige der Grundsätze für die Arbeit von Leitern und Mitarbeitern erklärst und solche Leute bittest, auf der Grundlage eines Verständnisses dieser Grundsätze zu arbeiten und verschiedene Probleme zu handhaben, werden diese Menschen mit schlechtem Kaliber absolut nicht in der Lage sein, sie anzuwenden. Sie verstehen diese Wahrheitsgrundsätze nicht und können sie auch nicht anwenden, um zu arbeiten. Wenn sie sich an die Arbeit machen, halten sie sich vollständig an Vorschriften, befolgen Protokolle und wenden mechanisch Lehrsätze an. Es gibt einige Leute, die sich an die Wahrheitsgrundsätze halten wollen, aber weil ihr Kaliber schlecht ist und sie kein Verständnis der Wahrheit erlangen können, sind sie nicht in der Lage, sich an die Grundsätze zu halten. Egal, welche Arbeit sie verrichten, wenn sie mit Problemen konfrontiert werden, sind sie ratlos und sogar überfordert – sie sind nicht in der Lage, irgendeine Arbeit gut zu machen. Wenn die Höhergestellten über Grundsätze Gemeinschaft halten, haben sie das Gefühl, sie alle verstanden, begriffen, erfasst und sich gemerkt zu haben. Aber wenn sie im wirklichen Leben auf Probleme stoßen, sind sie verwirrt, da die Glaubenslehren und Vorschriften, die sie verstanden haben, ihnen nichts nützen. Sie denken: „Was soll ich jetzt tun?“ Sie wissen nicht, wo sie mit der Arbeit anfangen sollen; sie wissen nicht, welche Methoden sie anwenden sollen, um die Arbeit zu erledigen; sie wissen nicht, wie sie die Arbeitsanordnungen umsetzen sollen, und noch weniger wissen sie, welche Probleme jetzt gelöst werden sollten, um den normalen Fortschritt der Kirchenarbeit zu gewährleisten – sie wissen nichts von alledem. Deshalb bleibt ihre Arbeit, egal wie lange sie dauert, ergebnislos, und die Arbeitsanordnungen können nicht umgesetzt werden. Sie können nicht einmal das Problem lösen, wie man das Kirchenleben gut gestaltet. Sie können nicht einmal die grundlegendste Arbeit umsetzen und wissen nicht, wie sie sie umsetzen sollen. Sie können den Leuten nur Glaubenslehren verkünden und sie bitten, sich an die Vorschriften zu halten. Wenn es darum geht, Arbeitsanordnungen umzusetzen und konkrete Kirchenarbeit zu leisten, sind sie verwirrt und nicht dazu in der Lage. Sie denken bei sich: „Wie sollten diese Arbeitsanordnungen umgesetzt werden? An welche Vorschriften sollte man sich halten?“ Sie können diese Dinge nicht klar sehen. Doch sie haben noch einen letzten Ausweg: Sie glauben, dass sich die Probleme lösen lassen, solange sie nur mehr Versammlungen abhalten. Daher besteht ihre Arbeitsweise darin, unermüdlich Versammlungen abzuhalten und unermüdlich zu predigen. Wenn ihr Predigen alle aufwühlt und begeistert, denken sie, die Probleme seien alle gelöst und es gäbe keine Probleme mehr, und solange alle begeistert sind, sei die Arbeit angemessen erledigt. Aber es stellt sich heraus, dass nach mehreren Tagen der Versammlungen nicht nur die eigentlichen Probleme ungelöst bleiben und die Pflichten, die die Leute ausführen, immer noch keine Ergebnisse bringen, sondern auch die Kirchenarbeit überhaupt keinen Fortschritt macht. Dennoch sind sie immer noch in der Stimmung, zu predigen. Menschen mit schlechtem Kaliber erzielen keine Ergebnisse, egal, wie lange sie arbeiten, und können die Arbeitsanordnungen nicht umsetzen, egal, wie viel Zeit ihnen gegeben wird – sie sind weder effizient noch effektiv. Dies sind die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber. Die Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber sind so, wie Ich sie gerade beschrieben habe, ganz zu schweigen von Menschen ohne Kaliber. Egal, wie viele Predigten sie hören oder über wie viel Wahrheit andere mit ihnen Gemeinschaft halten, sie können die Wahrheitsgrundsätze nicht erfassen und nicht einmal die grundlegendsten Vorschriften erfassen, die befolgt werden sollten. Wenn das Kaliber einer Person so schlecht ist, sind die Wahrheitsgrundsätze für sie unerreichbar. Selbst wenn andere mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft halten, können sie keinen Weg der Praxis finden, und sie müssen jemanden haben, der ihnen spezifische Anweisungen gibt, bevor sie wissen, wie sie praktizieren sollen. Solche Leute sind wie wiedergeborene Bestien; ihr Verstand ist immer neblig und unklar, und sie können niemals zwischen Grundsätzen und Vorschriften unterscheiden. In ihrem Herzen fragen sie: „Warum bereitet mir das Anhören dieser Dinge immer Kopfschmerzen und Müdigkeit?“ Am Ende kommen sie zu einem Schluss: „Nicht nur sind die Wahrheitsgrundsätze für mich unerreichbar, ich kann mich nicht einmal an Vorschriften halten. Deshalb werde ich in Zukunft so hell leuchten, wie ich kann, mit so viel Wärme, wie in mir ist, so viel Mühe aufwenden, wie meine Fähigkeit erlaubt, und einfach tun, was auch immer ich tun kann, und das ist genug.“ Einige dieser Leute trösten sich sogar selbst und sagen: „Ich weiß weder, wie ich mich an Vorschriften halten soll, noch verstehe ich die Wahrheitsgrundsätze, aber ich habe ein Gott liebendes Herz!“ Wenn sie Gott wirklich lieben könnten, wäre das nicht schlecht, aber mit einem so schlechten Kaliber verstehen sie nicht einmal die Wahrheit – kann ihre Liebe zu Gott da echt sein? Menschen ohne Kaliber fehlt es in jeder Hinsicht an Begriffsvermögen, und sie besitzen nicht einmal die Fähigkeit, sich an Vorschriften zu halten. Einige Leute mit schlechtem Kaliber können, wenn sie die Wahrheit praktizieren, zumindest einen teilweise verstandenen Grundsatz, eine Vorschrift oder eine Formel ergreifen und dadurch ein wenig von der Wahrheit in die Praxis umsetzen. Diejenigen ohne Kaliber können jedoch nicht einmal vorschriftsbasierte Dinge erfassen oder sich daran halten – diese Art von Person ist noch erbärmlicher.

Wenn wir das Kaliber von Menschen anhand der Wahrheitsgrundsätze auf diese Weise bewerten, dann sind die entsprechenden Äußerungsformen diejenigen, über die wir gerade Gemeinschaft gehalten haben. Wenn wir also ihr Kaliber danach bewerten, ob sie Gespür für geistliche Dinge haben oder nicht, wie sollten wir dabei vorgehen? Menschen mit gutem Kaliber haben definitiv Gespür für geistliche Dinge, nicht wahr? (Ja.) Mit „Gespür für geistliche Dinge haben“ ist gemeint, dass sie die Wahrheit verstehen, die Wahrheitsgrundsätze erfassen und die Wahrheit anwenden können, um sowohl verschiedene Probleme zu lösen, die im Prozess des Glaubens an Gott auftreten und die Wahrheitsgrundsätze betreffen, als auch die verschiedenen internen Angelegenheiten des Hauses Gottes mithilfe der Wahrheit zu handhaben. Und was ist mit den verschiedenen Angelegenheiten der Außenwelt? Da Menschen mit gutem Kaliber Gespür für geistliche Dinge haben und die Fähigkeit besitzen, verschiedene Angelegenheiten zu handhaben, können sie auch Grundsätze anwenden, die eher auf Menschlichkeit beruhen oder positiven Dingen nahekommen, um Angelegenheiten der Außenwelt zu handhaben. Trotz oberflächlicher Unterschiede sind die Grundlagen verschiedener Dinge dieselben, und die ihnen zugrunde liegenden Grundsätze sind im Grunde das, was Menschen mit gutem Kaliber erfassen können, sodass man im Allgemeinen sagen kann, dass Menschen mit gutem Kaliber Gespür für geistliche Dinge haben. Gespür für geistliche Dinge zu haben bedeutet nicht, mit dem geistlichen Reich kommunizieren zu können; vielmehr bedeutet es, dass man die fundamentalen Gesetze und Grundsätze verschiedener Dinge erfassen kann. Das ist eine direkte, einfache und schlichte Ausdrucksweise. Die Fähigkeit, die fundamentalen Gesetze der Dinge der Außenwelt und die Grundsätze, die die Wahrheit betreffen, zu verstehen, ist eine Äußerungsform von Menschen mit gutem Kaliber. Wie können wir also die Äußerungsformen von Menschen mit durchschnittlichem Kaliber danach beurteilen, ob sie Gespür für geistliche Dinge haben? Menschen mit durchschnittlichem Kaliber haben bei der einen Hälfte der Dinge Gespür für geistliche Dinge, bei der anderen Hälfte jedoch nicht; sie verstehen manche Bereiche, andere aber nicht. Die Bereiche, in denen sie Gespür für geistliche Dinge haben, sind diejenigen, die ihr Kaliber erreichen kann. Indem sie den gemeinschaftlichen Austausch über die verschiedenen Wahrheiten im Zusammenhang mit dem Glauben an Gott hören, können sie diese verstehen lernen, und selbst ohne die Anleitung von jemandem können sie die Grundsätze, die es zu erfassen gilt, erkennen. Die Bereiche, in denen sie kein Gespür für geistliche Dinge haben, sind die Bereiche, in denen ihr Kaliber nicht ausreicht. Ohne Führung und Anleitung von anderen haben sie keine Grundsätze der Praxis, sie können ihre Pflicht nicht normal ausführen oder Probleme lösen, und sie benötigen Bewässerung, Führung und Anleitung, um zu wissen, wie sie arbeiten und Probleme handhaben sollen – darin äußert sich ihr mangelndes Gespür für geistliche Dinge. Man kann sagen, dass Menschen mit durchschnittlichem Kaliber im Grunde genommen Gespür für geistliche Dinge haben, aber der Grad dieses Gespürs ist im Vergleich zu Menschen mit gutem Kaliber mangelhaft – sie verstehen nur die Hälfte. Worin besteht der Mangel? Er besteht in dem Grad, in dem sie die Wahrheitsgrundsätze erfassen – sie können verschiedene Arbeitsaufgaben nicht selbstständig erledigen. Wie sollten wir also vorgehen, wenn wir Menschen mit schlechtem Kaliber danach bewerten, ob sie Gespür für geistliche Dinge haben oder nicht? Ist das einfach zu bewerten? Haben Menschen mit schlechtem Kaliber Gespür für geistliche Dinge? (Nein.) Du kannst allein durch den Blick auf ihre Äußerungsformen erkennen, dass Menschen mit schlechtem Kaliber kein Gespür für geistliche Dinge haben, weil sie sich nur an Vorschriften halten. Menschen ohne Kaliber haben tatsächlich keinen menschlichen Geist, und keinen menschlichen Geist zu haben bedeutet, dass sie so frei von Gespür für geistliche Dinge sind wie Tiere. Bei solchen Menschen erübrigt es sich zu bewerten, ob sie Gespür für geistliche Dinge haben oder nicht. Wenn ein Mensch ohne Geist irgendwelche Angelegenheiten betrachtet oder mit verschiedenen Menschen umgeht, kann er sie nicht bewerten, und er hat keine Sichtweisen bezüglich positiver oder negativer Dinge. Er stellt nur einige Berechnungen an, um seine eigenen Interessen zu schützen und Verluste zu vermeiden. Wenn du eine Sichtweise äußerst und er dich kennt und weiß, dass du ein gutes Kaliber und ein reines Verständnis hast und eine positive Person bist, schließt er sich deiner Sichtweise an. Aber wenn er dich nicht kennt, schaut er auf dich herab. Egal, wie richtig deine Sichtweise ist oder wie sehr sie mit den Wahrheitsgrundsätzen übereinstimmt, er akzeptiert sie nicht. Er weiß nicht, dass sie richtig ist, weiß nicht, dass sie etwas ist, das die Menschen akzeptieren sollten, und weiß nicht, wie vorteilhaft diese gute Sichtweise für ihn sein könnte oder wie viel Hilfe sie ihm bieten könnte – all dessen ist er sich nicht bewusst. Wenn hingegen eine negative Person eine negative Sichtweise vorbringt und diese Person sowohl dominant als auch jemand ist, den er hochschätzt und verehrt, akzeptiert er die negative Sichtweise, selbst wenn er weiß, dass sie ihm schaden wird, nachdem er sie angenommen hat. Was für ein Mensch ist das? (Einer, der kein Kaliber hat.) Er ist ein Mensch, der kein Kaliber hat, was bedeutet, dass ihm die Fähigkeit fehlt, Dinge zu unterscheiden. Egal, auf welche Situation er trifft, er kann sie nicht durchschauen und kennt keinen der Grundsätze, an die er sich halten sollte; solch ein Mensch kann schlechte Taten begehen, wenn er schlechten oder bösen Menschen folgt, und er kann einige gute Dinge tun, wenn er guten Menschen folgt – ihm fehlt die Fähigkeit, Dinge zu unterscheiden. Deshalb sage ich, dass er ein toter Mensch ohne Geist ist. Nachdem Menschen mit schlechtem Kaliber viele Jahre mit Menschen mit gutem Kaliber oder positiven Personen zusammengelebt haben, werden sie vielleicht von dem beeinflusst, was sie hören und sehen, und können einige gute Dinge lernen, sich an einige gute Vorschriften halten und sich einige positive Redewendungen, Handlungsweisen oder positive Gedanken und Sichtweisen aneignen. Tote Menschen ohne Geist können jedoch nicht einmal positive Gedanken und Sichtweisen, gute Handlungsweisen und Vorschriften, gute Gedankengänge oder einige positive Lebensweisen und die grundlegendsten positiven Kenntnisse des Alltagslebens lernen oder sich daran halten. Wenn sie anfangen, selbstständig zu leben, wird ihre Lebenssituation – die eines verworrenen Menschen – vollständig entlarvt. Das sind die Äußerungsformen von toten Menschen ohne Geist.

Menschen mit Gespür für geistliche Dinge haben mindestens ein durchschnittliches Kaliber. Wenn die Wahrheit für sie erreichbar ist und sie sie verstehen können, dann sind sie Menschen mit gutem Kaliber. Menschen ohne Gespür für geistliche Dinge sind mit Sicherheit entweder solche mit schlechtem Kaliber oder solche ganz ohne Kaliber – diesen beiden Arten von Menschen fehlt es definitiv an Gespür für geistliche Dinge. Nur von Menschen mit gutem Kaliber kann man sagen, dass sie ein vollständiges Gespür für geistliche Dinge besitzen, während Menschen mit durchschnittlichem Kaliber ein durchschnittliches Gespür für geistliche Dinge aufweisen. Das heißt, es gibt viele Angelegenheiten, in denen ihr Kaliber nicht ausreicht und sie kein Gespür für geistliche Dinge erlangen können. Nur in gewöhnlichen Angelegenheiten können sie Gespür für geistliche Dinge erlangen und Dinge selbstständig handhaben. Wenn sie mit komplexen Angelegenheiten oder vielschichtiger Arbeit konfrontiert werden, können sie diese nicht selbstständig handhaben, weil die darin enthaltenen Wahrheitsgrundsätze für sie unerreichbar und unverständlich sind. Daher ist ihr Gespür für geistliche Dinge ziemlich durchschnittlich. Das Merkmal von Menschen mit schlechtem Kaliber ist, dass die Wahrheitsgrundsätze für sie unerreichbar sind und sie sich nur an Vorschriften halten, weil sie die Wahrheitsgrundsätze nicht verstehen können und nicht einmal begreifen, was das Konzept der Wahrheitsgrundsätze ist. Sie glauben, dass die Wahrheitsgrundsätze nur Vorschriften sind. Daher ist sehr klar, dass Menschen dieser Art kein Gespür für geistliche Dinge haben. Ein Hauptmerkmal ihres mangelnden Gespürs für geistliche Dinge ist, dass die Gedanken und Sichtweisen, die sie in ihrem Verständnis von verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen offenbaren, alle verzerrt sind. Wie sollte „verzerrt“ hier verstanden werden? Es bedeutet, völlig losgelöst von der Denkbahn der normalen Menschlichkeit und völlig losgelöst von den Bedürfnissen der normalen Menschlichkeit zu sein – das bedeutet, eine Verzerrung an den Tag zu legen. Wenn du der Denklogik dessen zuhörst, was diese Menschen sagen, findest du es bizarr, und jedes Mal, wenn du sie eine Sichtweise äußern oder über etwas sprechen hörst, bist du verblüfft. Was bedeutet „verblüfft“? Es bedeutet, dass du, wenn du sie etwas sagen hörst, es unglaublich findest und bei dir denkst: „Wie konnten sie auf eine solche Idee kommen? Warum ist sie so anders als das, was normale Menschen denken? Diese Idee ist so seltsam – warum fühlt sie sich irgendwie unsinnig an?“ In deinem Herzen findest du es besonders befremdlich und absurd. Menschen, deren Worte andere immer verblüffen, neigen ganz besonders zu Verzerrungen. Zum Beispiel fragst du sie: „Habt ihr etwas gegessen?“ Sie antworten: „Es ist ziemlich kalt heute.“ Gibt es irgendeine Verbindung zwischen diesen beiden Dingen? (Nein.) Du sagst: „Warum tragt ihr heute so dünne Kleidung?“ Sie sagen: „Wir haben heute eine Tasse Ingwertee getrunken.“ Hat ihre Antwort irgendeinen unumgänglichen Bezug zu deiner Frage? Entspricht ihre Antwort normalem Denken und normaler Logik? (Nein.) Wie sollte jemand mit normalem Denken und normaler Logik antworten? Er könnte sagen: „Ich trage so dünne Kleidung, weil es drinnen sehr warm ist, und außerdem ist es draußen sehr sonnig und die Temperatur ist relativ hoch.“ Oder er könnte sagen: „Ich trage so dünne Kleidung, weil ich gerade mit dem Sport fertig bin und mir heiß geworden ist.“ Aber wenn jemand fragt: „Warum trägst du so dünne Kleidung?“ und er antwortet: „Weil ich heute gefütterte Schuhe trage“, hat diese Antwort nichts mit der Frage zu tun. Der Gedankengang und die Logik, denen er beim Denken folgt, stimmen nicht mit dem Denken und der Logik der normalen Menschlichkeit überein. Es ist eine sehr seltsame Idee und ein sehr seltsamer Gedankengang, auf den kein Mensch mit dem Denken der normalen Menschlichkeit kommen würde. Und so fühlst du dich, nachdem du seine Antwort gehört hast, befremdet. Du willst ein Gespräch mit ihm führen, aber du kannst nicht mit ihnen ins Gespräch kommen – sie geben immer irrelevante Antworten, was es unmöglich macht, das Gespräch fortzusetzen. Zum Beispiel lernte jemand, Kleidung zu nähen, und ich fragte sie: „Wie kommst du beim Nähenlernen voran? Kannst du wattierte Kleidung herstellen?“ Was wäre eine Antwort, die mit normalem Denken und normaler Logik übereinstimmt? (Entweder „Ja, das kann ich“ oder „Nein, das kann ich nicht“.) Das würde normales Denken und normale Logik widerspiegeln. Oder sie könnte auch sagen: „Manchmal gelingt es mir etwas besser, und mein Lehrer sagt, es sei in Ordnung und gerade noch akzeptabel. Aber wenn es um einige der komplexeren Teile geht, ist meine Arbeit unzureichend und muss wiederholt werden.“ Sind das Antworten von jemandem mit normalem Denken und normaler Logik? (Ja.) Wie hat diese Person ohne normales Denken und normale Logik geantwortet? Ich fragte: „Kannst du diese Art von wattierter Kleidung jetzt herstellen?“ Sie antwortete: „Als ich hierherkam, habe ich gerade gelernt, diese Art von Kleidung herzustellen.“ Ich fragte: „Also, kannst du sie jetzt herstellen?“ Sie antwortete immer noch: „Als ich hierherkam, habe ich gerade gelernt, diese Art von Kleidung herzustellen.“ Ich dachte bei mir: „Ich verstehe das nicht. Du hast gelernt, diese Art von Kleidung herzustellen, als du hierherkamst, also kannst du sie jetzt herstellen? Warum komme ich da nicht dahinter?“ Als ich ihre Antwort hörte, fühlte ich mich befremdet. Ich fragte, ob sie diese Art von Kleidung herstellen könne, und sie sagte, dass sie gelernt habe, sie herzustellen, als sie ankam. Ich verstand nicht, wie sie auf dieses Thema kam – was hatte das damit zu tun, ob sie diese Kleidung herstellen konnte oder nicht? Ich dachte bei Mir: „Ich kann diesem Themenwechsel einfach nicht folgen.“ Selbst als ich zwei- oder dreimal hintereinander fragte: „Also, kannst du sie jetzt herstellen?“, antwortete sie immer wieder: „Als ich hierherkam, habe ich gerade gelernt, sie herzustellen, und mein Lehrer hat mich dabei angeleitet – ich arbeite hauptsächlich daran.“ Ich bekam immer noch nicht die Antwort, die ich suchte, und bis heute weiß ich nicht, ob sie es herstellen kann oder nicht. Analysiert die Logik hinter ihren Worten und warum sie so sprach. (Ihre Antwort war in gewisser Weise irrelevant für die Frage. Wer sie hört, wird versuchen, ihre Bedeutung zu erraten, aber am Ende doch nicht wissen, ob sie es nun kann oder nicht.) Wollte sie es Mich wissen lassen oder nicht? Wollte sie Mir eine genaue Antwort geben? Hier gab sie einen Hinweis: „Ich habe dir bereits gesagt, dass ich, als ich hierherkam, hauptsächlich gelernt habe, diese Kleidung herzustellen, und jetzt ist eine Woche vergangen – also kann ich sie natürlich herstellen. Solltest Du nicht verstehen können, was ich meine? Wie kannst Du das nicht verstehen?“ Könnt ihr ihrer Antwort diese Bedeutung entnehmen? (Nein.) Wenn ihre Antwort dir eine genaue Auskunft darüber gegeben hätte, ob sie es kann oder nicht, dann wäre ihre Antwort logisch gewesen. Aber ihre Antwort ist vage und lässt dich nicht wirklich wissen, ob sie es kann oder nicht. Sind Menschen, die immer so sprechen, nicht sehr verworren? Wenn sie absichtlich so antworten, dann ist es eine Frage des Charakters. Wenn sie es nicht absichtlich tun und ihre Antwort keinen unumgänglichen Bezug zu der Auskunft hat, die du zu bekommen versuchst, dann gibt es ein Problem mit ihrem Denken und ihrer Logik. Wenn es ein Problem mit ihrem Denken und ihrer Logik gibt, bedeutet das nicht, dass sie ein schlechtes Kaliber haben? Neigen sie nicht zu Verzerrungen? (Doch.) Das ist eine Äußerungsform der Neigung zu Verzerrungen. Diese Person dachte: „Ich sage Dir, dass ich gerade gelernt habe, diese Kleidung herzustellen, als ich hierherkam, also ist das unvermeidliche Ergebnis, dass ich sie herstellen kann.“ Was sie vermitteln wollte, war die Antwort „Ich kann sie herstellen.“ Menschen mit normalem Denken verstehen dies jedoch nicht als genaue Antwort, nachdem sie es hören. Ihre Antwort „Ich habe gerade gelernt, diese Kleidung herzustellen, als ich hierherkam“ hatte also keine logische Verbindung zu ihrem Wunsch, zu vermitteln, dass sie sie herstellen kann. War ihre Antwort also nicht einfach nur wirres Gerede? (Doch.) Wirres Gerede von sich zu geben und dabei zu denken, man könne gut kommunizieren und habe die Frage bereits beantwortet – spiegelt das nicht ein schlechtes Kaliber wider? (Doch.) Das ist eine Äußerungsform von schlechtem Kaliber. Diese Person hat nicht das Denken und die Logik der normalen Menschlichkeit. Egal, wie du fragst, sie wird nicht erkennen können, was der Kern des Problems ist oder warum du immer wieder dasselbe fragst. Wenn du zum dritten Mal fragst, wird sie immer noch dieselbe Antwort geben und sogar ungeduldig werden und denken: „Warum fragst du immer wieder? Ich habe es dir bereits gesagt, und du verstehst es immer noch nicht und fragst weiter!“ Selbst nachdem sie dreimal gefragt wurde, wird sie nicht erkennen können, dass ihre Antwort unklar ist und nicht das, was die andere Person erwartet, und dass sie ihre Wortwahl ändern und klar sagen sollte, ob sie es kann oder nicht, und die andere Person nicht raten lassen sollte. Sie kann nicht erkennen, wie ihre Worte auf andere wirken oder wie die andere Person reagiert, nachdem sie sie gehört hat – sie kann nichts davon erkennen. Das zeigt, dass sie kein Kaliber hat. Egal, wie oft du fragst, sie wird dieselbe Antwort geben und sogar das Gefühl haben, dass das, was sie sagt, aufrichtig und nicht falsch ist, und denken: „Egal, wie oft du nach derselben Sache gefragt hast, ich habe dieselbe Antwort gegeben – ich übe, ein ehrlicher Mensch zu sein, und ich sage, was ich denke.“ Spiegelt das nicht ein schlechtes Kaliber wider? (Doch.) Wenn du solche Leute nach Tom fragst, sprechen sie immer über Hans und Peter. Wenn du nach Hans und Peter fragst, sprechen sie immer über Tom. Menschen ohne normales Denken haben wirre Gedanken, und ihr Denken ist durcheinander. Das ist eine Hauptäußerungsform eines schlechten Kalibers. Zusammenfassend sind dies die Äußerungsformen von Menschen mit unterschiedlichen Kalibern. Ob du ihr Kaliber nach ihrer Fähigkeit oder Unfähigkeit bewertest, die Wahrheitsgrundsätze zu verstehen und anzuwenden, oder danach, ob sie Gespür für geistliche Dinge haben oder nicht – dies sind die Äußerungsformen. Könnt ihr Meine Worte nicht im Grunde mit dem wirklichen Leben in Verbindung bringen, obwohl wir uns eher allgemein ausgetauscht haben? (Doch.) Haben wir also das Thema Kaliber nicht mehr oder weniger zusammengefasst? (Ja.) Damit schließen wir unsere Diskussion zum Thema Kaliber ab.

Sagt Mir, hat der Grad, in dem Menschen sich Gott widersetzen und sich gegen Ihn auflehnen, etwas damit zu tun, ob ihr Kaliber gut oder schlecht ist? Widersetzen sich Menschen Gott und lehnen sich gegen Ihn auf, weil sie eine schlechtes Kaliber besitzen? Habt ihr diese Frage jemals bedacht? Ist das eine Frage, die es wert ist, bedacht zu werden? (Ja.) Manche Leute sagen: „Wir widersetzen uns Gott und lehnen uns stark gegen Ihn auf, weil wir ein schlechtes Kaliber haben und weil das Kaliber, das Gott uns gegeben hat, nicht gut ist.“ Ist diese Aussage korrekt? (Nein.) Zu welcher Kategorie gehört das Kaliber basierend auf unserer früheren Gemeinschaft über die Unterschiede zwischen angeborenen Bedingungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen? (Angeborene Bedingungen.) Es gehört zu den angeborenen Bedingungen. Weißt du also, ob die verschiedenen Aspekte der angeborenen Bedingungen mit der Menschlichkeit und den verdorbenen Dispositionen der Menschen zusammenhängen? Beginnen wir mit dem Kaliber – bestimmt das Kaliber das Ausmaß, in dem eine Person sich gegen Gott auflehnt und sich Ihm widersetzt? (Nein.) Warum sagen wir, dass es nicht das Ausmaß bestimmt? Das hängt mit dem Grund zusammen, warum Menschen sich Gott widersetzen und sich gegen Ihn auflehnen. Lehnen sich Menschen wegen eines schlechten Kalibers gegen Gott auf und widersetzen sich Ihm? (Nein, es liegt daran, dass wir verdorbene Dispositionen haben.) Das ist richtig – das entspricht der Realität. Dein Widerstand und deine Rebellion gegen Gott und deine Unfähigkeit, dich der Wahrheit zu unterwerfen, sind nicht auf ein schlechtes Kaliber zurückzuführen, sondern darauf, dass du verdorbene Dispositionen hast. Und so kannst du dich nicht darüber beschweren, dass Gott dir ein schlechtes Kaliber gegeben hat, nur weil du in der Lage bist, dich Ihm zu widersetzen. Das Kaliber oder jeder andere Aspekt deiner angeborenen Bedingungen sind von Natur aus Bedingungen, die du selbst hast; es sind intrinsische, angeborene Bedingungen, die du als geschaffenes Wesen besitzt. Unabhängig davon, um welchen Aspekt der angeborenen Bedingungen es sich handelt, führt er nicht dazu, sich Gott zu widersetzen, und er hat keine Beziehung zu verdorbenen Dispositionen. Zum Beispiel bedeutet groß zu sein nicht, dass du weniger verdorbene Dispositionen hast. Schön zu sein oder helle Haut zu haben bedeutet nicht, dass du keine verdorbenen Dispositionen hast. In eine Ethnie hineingeboren zu sein, die die Menschen schätzen und zu der sie aufblicken, bedeutet nicht, dass du keine verdorbenen Dispositionen hast. Mit anderen Worten: Egal, welche angeborenen Bedingungen Gott einem Menschen gegeben hat, und egal, wie die angeborenen Bedingungen eines Menschen sind, sie haben keine Beziehung zu den verdorbenen Dispositionen dieser Person. Zum Beispiel führt das Aussehen einer Person an sich nicht dazu, sich Gott zu widersetzen. Da die Menschen jedoch verdorbene Dispositionen haben, könnte jemand, der gut aussieht, denken: „Ich bin schön, also sollte ich Status haben und respektiert werden.“ Das sind Offenbarungen verdorbener Dispositionen. Manche Leute nutzen ihr gutes Aussehen, um ihre Stärken auszuspielen, und offenbaren daher viele abwegige und absurde Aussagen und Handlungen. Diese Aussagen und Handlungen werden alle durch ihre verdorbenen Dispositionen verursacht, nicht durch ihre angeborenen Bedingungen. Unabhängig davon, ob du ein gutes oder schlechtes Kaliber besitzt, führt das Kaliber an sich nicht dazu, sich Gott zu widersetzen. Wenn du ein gutes Kaliber hast, aber die Wahrheit nicht verstehst oder akzeptierst, wirst du dich Gott trotzdem widersetzen und dich gegen Ihn auflehnen, weil du verdorbene Dispositionen hast. Wenn du ein schlechtes Kaliber hast, aber die Wahrheit akzeptieren kannst, und sobald du verstehst, was Gott dir zu tun oder zu lassen aufträgt, dich daran halten kannst und in der Lage bist, nicht auf der Grundlage deiner verdorbenen Dispositionen zu handeln, dann wirst du dich weder gegen Gott auflehnen noch wirst du fadenscheinig oder nachlässig, oberflächlich, eigenwillig oder willkürlich und rücksichtslos sein. Unabhängig davon, ob du ein schlechtes Kaliber hast oder nicht, solange du verdorbene Dispositionen hast, wirst du dich gegen Gott auflehnen und dich Ihm widersetzen, selbst wenn du Gottes Worte verstehen kannst. Weil du verdorbene Dispositionen als dein Leben hast, entwickelst du natürlich verschiedene satanische Gedanken und Sichtweisen und satanische Philosophien für weltliche Belange sowie satanische Sichtweisen, die deiner Betrachtung von Menschen und Dingen zugrunde liegen, und du wirst dich zur Schau stellen, dich verteidigen und ständig danach streben, dich hervorzutun und dich über andere zu stellen und sogar andere zu kontrollieren und zu beherrschen. Diese Äußerungsformen stammen alle aus der satanischen Natur der Menschen. Wenn du verschiedene Dinge auf der Grundlage deiner satanischen Natur und deines satanischen Lebens tust, dann wirst du dich Gott widersetzen, unabhängig davon, ob du ein gutes oder schlechtes Kaliber hast. Das Kaliber an sich führt nicht dazu, sich Gott zu widersetzen. Du hast ein schlechtes Kaliber, aber kannst du nach Gottes Worten handeln, solange du sie verstehst? Wenn du keine verdorbenen Dispositionen hast oder nicht nach deinen verdorbenen Dispositionen lebst, dann kannst du das absolut erreichen. Nehmen wir als Beispiel eine besondere Stärke – die Leute denken oft: „Da ich diese Stärke habe, bin ich anderen überlegen; ich sollte im Haus Gottes Status haben, ich sollte ein Leiter oder eine Säule im Haus Gottes sein.“ Diese Gedanken werden nicht durch eine Stärke verursacht, sondern durch verdorbene Dispositionen. Weil die Menschen verdorbene Dispositionen als ihr Leben haben, werden all die Dinge, die sie offenbaren, ausleben und zeigen, sowie ihre Perspektiven, Haltungen und Grundsätze bei der Betrachtung verschiedener Menschen, Ereignisse und Dinge, dadurch verursacht, dass sie verdorbene Dispositionen als ihr Leben haben. Diese werden nicht durch irgendeine angeborene Bedingung verursacht, die Gott ihnen gegeben hat. Verstehst du? (Ja.) Was bezwecke ich damit, über diese Worte Gemeinschaft zu halten? Der Zweck dieser Gemeinschaft ist es, euch zu befähigen, eure tatsächliche Situation klarer zu verstehen und zu erkennen sowie euer Kaliber zu erkennen – sei kein Mensch ohne Vernunft und führe keine sinnlosen Kämpfe darüber, ein durchschnittliches oder schlechtes Kaliber zu haben, oder biete sogar sinnlose Ausreden an, um darzulegen, dass dein Kaliber nicht schlecht ist. Diese Handlungen sind wertlos. Diese Gemeinschaft soll dich befähigen, dein Kaliber und deine verschiedenen Fähigkeiten genau zu verstehen und dann deinen richtigen Platz zu finden und dich deinem richtigen Platz entsprechend zu verhalten. Dies wird dir mehr dabei helfen, ein richtiges geschaffenes Wesen zu sein, richtig in deiner Position als geschaffenes Wesen zu stehen und die Pflichten eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Natürlich wird es dir auch zu einem gewissen Grad mehr dabei helfen, deine verdorbenen Dispositionen abzulegen. Unabhängig davon, auf welchem Niveau dein Kaliber oder deine verschiedenen Fähigkeiten sich befinden, bestimmen sie nicht, in welchem Maße du dich Gott widersetzt und gegen Ihn auflehnst. Mit anderen Worten: Man könnte auch sagen, dass deine verdorbenen Dispositionen nicht vom Grad deines Kalibers abhängen, und noch weniger hängen sie von deinen angeborenen Bedingungen ab. Die verdorbenen Dispositionen der Menschen entstehen in ihrem angeborenen, ureigenen Fleisch. Nachdem die Menschen von Satan verdorben wurden, wurden ihre verdorbenen Dispositionen zu ihrem inneren Leben. Wenn du deine verdorbenen Dispositionen noch nicht abgelegt hast, nutzt du deine angeborenen Bedingungen aus, um auf der Grundlage dieses satanischen Lebens zu sprechen und zu handeln. Das bedeutet, dass du, bevor du deine verdorbenen Dispositionen ablegst, die verschiedenen angeborenen Bedingungen, die Gott dir gegeben hat, ausnutzt, um deine eigenen Zwecke zu verfolgen. Wir können also sagen: Wenn du deine verdorbenen Dispositionen nicht ablegst, nutzt du die verschiedenen angeborenen Bedingungen, die Gott dir gegeben hat, aus oder trittst sie mit Füßen; wenn du dich im Prozess des Strebens nach der Wahrheit und des Praktizierens der Wahrheit befindest, um deine verdorbenen Dispositionen abzulegen, machst du dir die verschiedenen angeborenen Bedingungen, die Gott dir gegeben hat, richtig und effektiv zunutze; wenn du dich von einem Leben der verdorbenen Dispositionen zu einem Leben der Wahrheit wandelst, verwendest du die angeborenen Bedingungen, die Gott dir gegeben hat, richtig und korrekt – mit anderen Worten, auf eine sinnvollere Weise. Verstehst du jetzt? Angeborene Bedingungen an sich sind nicht die Grundursache des Widerstands der Menschheit gegen Gott. Stattdessen sind die verdorbenen, satanischen Dispositionen der Menschen und das von Satan in die Menschen eingepflanzte Leben die Grundursache des Widerstands und der Rebellion der Menschheit gegen Gott. Ist das nicht der Fall? (Doch.) Ist dieses Thema dir jetzt im Grunde klar? (Ja.)

Bevor wir über das Thema Kaliber Gemeinschaft hielten, sprachen wir über einige Äußerungsformen in Bezug auf drei Aspekte: angeborene Bedingungen, Menschlichkeit und verdorbene Dispositionen. Über welche Äußerungsformen sprachen wir letztes Mal? (Die Äußerungsformen, über die wir letztes Mal sprachen, waren Fleiß bei der Erledigung von Dingen, strukturiertes Vorgehen, stark anfangen, aber schwach enden und Vorsicht walten lassen, sowie große Reden schwingen und prahlen, Nachlässigkeit, sich gerne zur Schau stellen, die Armen geringschätzen und die Reichen bevorzugen, sich bei den Mächtigen einschmeicheln, ein außergewöhnliches Gedächtnis haben und so weiter.) Über diese halten wir nicht weiter Gemeinschaft. Wir halten weiterhin über die verschiedenen Äußerungsformen von angeborenen Bedingungen, Menschlichkeit und die Offenbarungen von verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft. Wenn diese Äußerungsformen auftreten, musst du wissen, zu welcher Art Äußerungsform sie gehören, und in der Lage sein, sie zu unterscheiden und zu erkennen; nur dann kannst du sie richtig angehen. Wenn sich eine Äußerungsform auf angeborene Bedingungen bezieht, die unveränderlich sind, brauchst du dich nicht damit zu befassen. Wenn eine Äußerungsform zu einigen Makeln oder Fehlern der Menschlichkeit gehört, die überwunden, korrigiert oder geändert werden können, dann solltest du versuchen, sie zu korrigieren und zu ändern. Wenn es keine Notwendigkeit gibt, sie zu überwinden, und sie weder deine Pflichtausführung noch dein Streben nach der Wahrheit beeinträchtigen, dann brauchst du ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn eine Äußerungsform weder ein Problem der angeborenen Bedingungen noch ein Problem der Menschlichkeit ist, sondern verdorbene Dispositionen betrifft, dann muss sie geändert werden. Wenn du sie nicht wandelst oder änderst, dann wird eine von verdorbenen Dispositionen beherrschte Lebensform in dir Wurzeln schlagen und Macht ausüben. Das, was du dann auslebst und offenbarst, werden nicht nur geringfügige Probleme sein, wie zum Beispiel Schwierigkeiten, mit anderen auszukommen oder für andere unangenehm und nicht erbaulich zu sein. Stattdessen erreicht das, was du auslebst und offenbarst, das Niveau, die Wahrheit zu verletzen, die Wahrheitsgrundsätze zu verletzen, sich gegen Gott zu sträuben, Gott abzulehnen, Gott feindselig gegenüberzustehen und – man kann sogar sagen – in Opposition zu Gott zu stehen. Gerade weil verdorbene Dispositionen dieser Natur sind, musst du, sobald diese Äußerungsformen verdorbene Dispositionen betreffen, diese verdorbenen Dispositionen erkennen und dann die Wahrheit suchen, die Grundsätze der Praxis der Wahrheit verstehen und erfassen und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren, um diese verdorbenen Dispositionen zu ersetzen, sodass sie nicht länger dein Leben beherrschen und an ihrer Stelle die Wahrheit zu deinem Leben wird und dein tägliches Leben und das, was du auslebst, beherrscht.

Wir halten weiterhin über die verschiedenen Äußerungsformen von angeborenen Bedingungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft. Die letzte Äußerungsform, über die wir beim letzten Mal sprachen, war ein gutes Gedächtnis, richtig? (Ja.) Zu welchem Aspekt gehört dann Vergesslichkeit? (Angeborene Bedingungen.) Sie ist eine angeborene Bedingung und auch ein Makel der Menschlichkeit – sie betrifft nur diese beiden Aspekte. Ist Vergesslichkeit eine verdorbene Disposition? (Nein.) Offensichtlich nicht. Manche Menschen sind vergesslich, weil sie von Natur aus ein schlechtes Gedächtnis haben, während andere vergesslich werden, weil das Gehirn altert und das Gedächtnis mit zunehmendem Alter nachlässt. Wenn Vergesslichkeit angeboren ist, gehört sie zu den angeborenen Bedingungen; wenn sie erworben ist, dann ist sie ein Makel der Menschlichkeit. Von Natur aus vergesslich zu sein, wird natürlich auch als Makel angesehen, richtig? (Ja.)

Die Fähigkeit, Dinge im Voraus zu planen – zu welchem Aspekt gehört das? (Das ist ein Vorzug der Menschlichkeit.) Das ist ein Vorzug der Menschlichkeit. Bevor Menschen, die fähig sind, Dinge im Voraus zu planen, etwas tun, planen sie ihre Handlungen und folgen dann den Schritten, ohne impulsiv, rücksichtslos oder unüberlegt zu handeln. Sie handeln besonnen, stürzen sich nicht aus einer Laune heraus auf die Dinge, sondern überlegen vorher, wie sie vorgehen sollten, mit wem sie gehen sollten, was in besonderen Umständen zu tun ist, welche Dokumente oder Gegenstände mitgebracht werden müssen, ob je nach Umgebung einige wesentliche Dinge des täglichen Bedarfs mitgebracht werden müssen und so weiter. Sie sind in der Lage, all diese Dinge zu berücksichtigen. Bevor sie Dinge tun, treffen sie gründliche Vorbereitungen, berücksichtigen zusätzliche Faktoren und sind in ihren Überlegungen sorgfältiger. Sie schätzen im Voraus den Unterschied zwischen günstigen und ungünstigen Bedingungen ab und unterscheiden zwischen dem bestmöglichen Fall und den schlimmstmöglichen Konsequenzen. Sie treffen vernünftige Vorkehrungen, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Weil sie fähig sind, zu planen und vernünftige Vorkehrungen zu treffen, ist ihre Handhabung von Angelegenheiten in der Regel gründlicher. Bei den von ihnen arrangierten Dingen und Reiseplänen treten seltener unerwartet Komplikationen auf, und die Ergebnisse ihrer Arbeit sind tendenziell besser. Menschen, die mit ihnen zusammenarbeiten, sind nicht besorgt, sondern fühlen sich entspannter. Kann man dann sagen, dass die Fähigkeit, im Voraus zu planen, relativ gesehen zu den Vorzügen der Menschlichkeit gehört? (Ja.) Das deckt die Fähigkeit zur Vorausplanung ab. Ist es also gut oder schlecht, berechnend zu sein? (Es ist nicht gut. Es ist ein Makel der Menschlichkeit.) Die Fähigkeit, im Voraus zu planen, ist ein Vorzug und eine Stärke der Menschlichkeit – sie ist positiv –, während berechnend zu sein ein Makel der Menschlichkeit ist. Wenn zum Beispiel zwei Personen eine Mahlzeit essen, die insgesamt zehn Yuan kostet, und beim Bezahlen eine berechnende Person fünf Yuan und fünfzig Cent zahlt, während die andere Person vier Yuan und fünfzig Cent zahlt, denkt sie: „Das ist nicht richtig – er hat fünfzig Cent weniger bezahlt. Jeder sollte fünf Yuan zahlen, damit es fair und vernünftig ist.“ Sie berechnet sogar einen so kleinen Betrag. Wenn sie das Gefühl hat, einen Verlust erlitten zu haben, fühlt sie sich unwohl und sucht immer nach einer Gelegenheit, ihre Verluste durch List wieder hereinzuholen. Wenn sie ihre Verluste auf diese Weise nicht wieder hereinholen kann, kann sie nicht gut essen oder schlafen. Berechnend zu sein ist ein Makel der Menschlichkeit. Wenn dies ernst wird und eine solche Person sogar in wichtigen Angelegenheiten berechnend ist, immer versucht, aus anderen Nutzen zu ziehen oder andere auszunutzen, oder häufig auf Intrigen zurückgreift, um ihre Berechnungen anzustellen, dann ist dies nicht mehr nur ein Makel der Menschlichkeit, sondern hat mit einer verdorbenen Disposition zu tun. Wenn das berechnende Verhalten andere nicht beeinträchtigt oder deren Interessen nicht schädigt und sich nur in trivialen Angelegenheiten des täglichen Lebens zeigt, letztendlich aber zu häufigen Misserfolgen oder schlechten Ergebnissen bei der Erledigung von Angelegenheiten führt, ist dies ein Makel der Menschlichkeit.

Was für ein Problem ist Geiz? (Ein Makel der Menschlichkeit.) Welche Äußerungsformen machen Geiz aus? Wenn zum Beispiel eine geizige Person im Begriff ist, irgendwohin zu fahren, und jemand sagt: „Es liegt zufällig auf dem Weg, kannst du mich mitnehmen? Es dauert nur fünf Minuten, und ich kann dir etwas Geld für den Sprit geben“, fürchtet sie, dass die Person nach der Fahrt nicht bezahlen könnte, und findet eine Ausrede, um ihr die Mitfahrgelegenheit zu verweigern – das ist Geiz. Es gibt auch solche, die, wenn sich jemand etwas von ihnen leihen möchte, und sie es nicht verleihen wollen, sagen: „Ich benutze es gerade. Ich kann es dir nicht leihen. Du solltest jemand anderen fragen.“ Sie sind extrem knauserig und gemein; sie pflegen keine normalen zwischenmenschlichen Beziehungen und fürchten sich sehr davor, von anderen ausgenutzt zu werden, während sie selbst immer darauf hoffen, andere ausnutzen zu können. Das nennt man Geiz. Es gibt auch solche, die, wenn du dir von ihnen zehn Yuan leihen möchtest, um eine Mahlzeit und einige andere Dinge zu kaufen, darüber nachdenken: „Ich leihe dir nur fünf Yuan für die Mahlzeit – keinen Cent mehr!“ Am nächsten Tag, wenn sie dich sehen, fragen sie sogar: „Wie war die Mahlzeit? Hast du die ganzen fünf Yuan ausgegeben?“ Ihre Worte deuten subtil an: „Beeil dich und zahl mir das Geld zurück! Du schuldest mir noch was für diese Mahlzeit. Wenn du es mir nicht zurückzahlst, musst du mich zum Essen einladen!“ Menschen dieser Art sind in ihrem Verhalten extrem kleinlich und berechnend. Sie sind nicht nur berechnend, wenn es um materielle Dinge geht, sondern auch besonders raffiniert in zwischenmenschlichen Beziehungen. Egal, was jemand zu ihnen sagt, sie lesen immer etwas hinein und grübeln über die Bedeutung dahinter. Wenn die Worte sie verletzen oder ihre Interessen beeinträchtigen, schlagen sie sofort zurück. Selbst in Gesprächen versuchen sie, sich Vorteile zu verschaffen und weigern sich hartnäckig, Verluste hinzunehmen. Das ist nicht mehr nur kleinlich oder geizig – es ist eine verdorbene Disposition. Wenn es nur darum geht, in täglichen materiellen und finanziellen Angelegenheiten immer zu versuchen, Vorteile zu erlangen und Verluste zu vermeiden, ist dies lediglich ein Makel der Menschlichkeit und erreicht nicht das Niveau einer verdorbenen Disposition. Wenn es jedoch die Grundsätze des Sich-Verhaltens und Handelns betrifft, dann ist es kein Makel der Menschlichkeit mehr, sondern hat das Niveau einer verdorbenen Disposition erreicht. Wozu gehört dann Großzügigkeit? (Sie ist ein Vorzug der Menschlichkeit.) Sie kann als ein Vorzug der Menschlichkeit eingestuft werden. Im Umgang mit anderen sind großzügige Menschen nicht sehr um Gewinne und Verluste bedacht. Wenn andere sich kleine Vorteile verschaffen oder ihnen etwas Kleines wegnehmen, oder wenn ihnen jemand manchmal geliehenes Geld nicht zurückgibt, sind sie bei solchen Dingen nicht wirklich berechnend. Sie sind relativ großzügig und tolerant gegenüber anderen – das ist ein Vorzug der Menschlichkeit.

Was für ein Problem ist Kleinlichkeit? (Sie ist Makel der Menschlichkeit.) Sie ist ein Makel der Menschlichkeit. Was ist die Äußerungsform von Kleinlichkeit? (Eine Neigung, sich über Kleinigkeiten aufzuregen.) Wenn du zum Beispiel während einer Mahlzeit zu einer kleinlichen Person sagst: „Du hast einen wirklich großen Appetit – du isst mehr als die meisten Leute“, wird sie wütend: „Nennst du mich einen Vielfraß?“ Du hast eine Bemerkung gemacht, die sie versehentlich verletzt oder verärgert hat, und sie nimmt es sich zu Herzen und lässt es nicht los. Sie kann einen halben Monat lang wütend auf dich sein und sich weigern, mit dir zu sprechen, und du wirst keine Ahnung haben, was der Grund dafür ist. Eigentlich hast du nur eine beiläufige Bemerkung gemacht, ohne die Absicht, sie zu verspotten, aber sie bauscht diesen Kommentar unerwartet auf und glaubt, dass sie ausgelacht wurde. Sie nimmt sich selbst diese kleine Angelegenheit zu Herzen und übertreibt sie maßlos, macht aus einer Mücke einen Elefanten und zeigt überhaupt keine Nachsicht – das ist Kleinlichkeit. Wie kleinlich kann eine solche Person sein? Sie kann so eigensinnig sein wie Kinder – niemand wagt es, sie zu provozieren. Im Umgang mit solchen Personen muss man immer vorsichtig sein und man sollte es nicht wagen, normal mit ihnen zu sprechen, denn wenn du das tust, könnte alles, was du sagst, sie beleidigen oder verletzen, und das wird Konsequenzen haben – beim nächsten Treffen werden sie ein langes Gesicht ziehen, den Blickkontakt meiden und sogar Dinge zerschlagen. Wenn du versuchst, mit ihnen zu reden, werden sie dich ignorieren. Weder ein Gespräch über die Angelegenheit noch gutes Zureden wird helfen. Wenn du in ihrer Nähe sitzt, werden sie dich meiden und ignorieren. Egal, wie alt sie sind, sie bekommen immer kindische Wutanfälle und handeln eigensinnig – ist das nicht Kleinlichkeit? (Doch.) Das ist ein Makel der Menschlichkeit. Mit solchen Leuten ist es sehr schwierig, auszukommen. Wenn die Brüder und Schwestern mit offenen Herzen Gemeinschaft halten und sich gegenseitig auf ihre Mängel hinweisen, wagt es niemand, solche Leute darauf anzusprechen. Aber wenn sie nicht in die Gemeinschaft einbezogen werden, werden sie unzufrieden und fangen an, sich Gedanken zu machen: „Ihr alle haltet gemeinsam mit offenen Herzen Gemeinschaft und helft einander, aber ihr behandelt mich nicht wie einen Bruder oder eine Schwester.“ Gar nichts zu ihnen zu sagen ist auch nicht gut – man muss zumindest eine Kleinigkeit zu ihnen sagen: „Du bist großartig, aber manchmal ist dein Temperament nicht so gut. Allerdings haben wir auch unsere Fehler und achten oft nicht darauf, was wir sagen.“ Wenn du es nicht so formulierst und nur sagst, dass sie ein schlechtes Temperament haben und kleinlich sind, wird es nicht funktionieren – sie werden wütend werden. Im Umgang mit ihnen musst du besonders vorsichtig sein und sorgfältig sprechen. Wenn du etwas Unangebrachtes sagst, wirst du die Konsequenzen tragen müssen. Daher ist der Umgang mit ihnen besonders anstrengend. Nichtgläubige haben dafür einen Begriff, sie sagen, Menschen dieser Art hätten „Herzen aus Glas“, was bedeutet, dass sie besonders leicht verletzlich sind. Bei der geringsten Kleinigkeit fühlen sich solche Menschen gekränkt, fangen an zu weinen, weigern sich zu essen, können nicht schlafen und werden negativ. Sie sagen: „Ihr alle sagt, dass ich nichts tauge. Keiner von euch mag mich, keiner von euch unterhält sich mit mir, und ihr alle meidet mich und wollt nicht in meiner Nähe sein.“ Ist das nicht kindisch? (Doch.) Jemand sagt: „Dein Herz ist so zerbrechlich wie Glas – es zerspringt bei der geringsten Verletzung. Wer würde es wagen, dich zu entlarven? Wer würde es wagen, mit dir zu tun zu haben? Jeder hat Angst davor.“ Zu sagen, dass Menschen dieser Art eine böse Menschlichkeit haben, wäre nicht objektiv – sie begehen wirklich keine bösen Taten. Es ist nur so, dass sie besonders launisch sind – sie sind eigensinnig, pingelig und haben das Temperament eines Kindes. Man darf nicht mit ihnen aneinandergeraten oder sie provozieren. Wenn du nachsichtig mit ihnen bist, sagen sie, dass du auf sie herabsiehst und sie nicht ernst nimmst; wenn du es ernst mit ihnen meinst, sagen sie, dass du pingelig mit ihnen bist – egal, was du tust, es ist falsch. Wenn du mit Menschen dieser Art Umgang hast und dein Ansatz geeignet ist und du es schaffst, sie zufriedenzustellen, können sie, selbst wenn ihr Kaliber etwas schlecht ist, ihre Pflicht gut tun. Aber wenn dein Ansatz nicht geeignet ist und etwas sie verärgert, werden sie negativ, und du musst dir den Kopf zerbrechen, um Wege zu finden, sie zu besänftigen. Kleinliche Menschen sind sehr anstrengend. Wegen einer trivialen Angelegenheit können sie ewig weinen, bis ihre Augen ganz rot sind. Wenn eine triviale Angelegenheit nicht nach ihren Vorstellungen läuft, können sie stundenlang schmollen. Wenn sie schlecht gelaunt sind, kann es sein, dass sie einen halben Monat lang niemanden beachten und nicht mit anderen sprechen. Menschen dieser Art haben ein schlechtes Temperament und sind kleinlich, aber sie erledigen trotzdem die Arbeit, die sie tun sollen – nur eben wütend. Sobald sich ihre Stimmung verbessert, können sie wieder gut arbeiten. Insgesamt sind dieser Makel und dieses Problem ihrer Menschlichkeit schwerwiegend. Sie neigen dazu, eine angespannte Atmosphäre zu schaffen und sowohl sich selbst als auch anderen Ärger zu bereiten und Lasten aufzuerlegen. Menschen dieser Art haben nicht die Großmut von Erwachsenen oder die Haltung von Erwachsenen für weltliche Belange. Sie sind ein wenig wie etwa zehnjährige Kinder – man kann nicht sagen, dass sie vernünftig sind, weil sie nicht wirklich vernünftig sind, aber man kann auch nicht sagen, dass sie unreif sind, weil sie immer wie Erwachsene sprechen. Wenn du sie wie Erwachsene behandelst, dann ist es möglich, dass alles, was du sagst, ihnen missfällt und sie sich eingeengt fühlen, was dazu führt, dass sie plötzlich einen Wutanfall wie ein Kind bekommen. Aber wenn du sie wie Kinder behandelst, haben sie das Gefühl, dass du auf sie herabsiehst. Kurz gesagt, sie verhalten sich sehr abnormal. Das ist ein Makel der Menschlichkeit. Wenn jemand diese Art von Problem hat, sollte er sich ändern und danach streben, zu lernen, tolerant und nachsichtig zu sein, zu lernen, Probleme auf die richtige Weise und mit der richtigen Haltung anzugehen und zu handhaben und mit anderen auf die rationale Weise normaler Menschen umzugehen. Selbst wenn die meisten Menschen die Wahrheit oder die richtige Vorgehensweise nicht akzeptieren, solltest du dich davon weder einengen oder beeinflussen lassen, noch solltest du dich dadurch einschränken oder binden lassen. Du solltest trotzdem darauf bestehen, die Dinge auf die richtige Weise zu tun. Gib nicht auf, selbst wenn du es als schwierig empfindest – das ist auch Teil des Lernprozesses. Allmählich werden deine Menschlichkeit, deine Einsicht und andere Aspekte reifen, und du wirst wachsen. Was ist das Zeichen des Wachstums? Es ist die Fähigkeit, mit den meisten Menschen harmonisch auszukommen; es bedeutet, es ertragen, verstehen und richtig damit umgehen zu können, wenn jemand etwas Unangenehmes sagt, einen Witz macht oder etwas Verletzendes zu dir sagt. Wenn das, was andere sagen, unangenehm klingt, aber deine tatsächliche Situation widerspiegelt, solltest du es akzeptieren und anerkennen. Wenn jemand versehentlich etwas sagt, das dich beleidigt, und du siehst, dass es unbeabsichtigt war, solltest du Toleranz üben. Wenn jemand dich absichtlich ins Visier nimmt und einige sehr verletzende Dinge sagt, dann musst du dich beruhigen, zu Gott beten und suchen: „Warum nimmt er mich so ins Visier? Was ist seine Absicht? Ist er eine böse Person, oder ist dies eine Offenbarung einer verdorbenen Disposition? Wenn er ein böser Mensch ist, dann muss ich ihm gegenüber unterscheidungsfähiger und wachsamer sein. Wenn das, was er sagt, richtig ist und mit der Wahrheit übereinstimmt, werde ich es akzeptieren; wenn es falsch ist, dann gibt es auch keine Notwendigkeit, mit ihm zu streiten. Wenn er eine verdorbene Disposition offenbart, werde ich sehen, ob er die Wahrheit akzeptieren kann. Wenn er die Wahrheit akzeptieren kann, dann werde ich mit ihm über die Wahrheit Gemeinschaft halten. Wenn er die Wahrheit nicht akzeptieren kann, dann kann ich nur Nachsicht üben.“ Löst das nicht das Problem? Auf diese Weise kannst du, wenn du mit allen Arten von Menschen Umgang pflegst, dies mit gegenseitiger Toleranz und gegenseitiger Hilfestellung tun und harmonisch mit ihnen auskommen – das ist immer besser, als eine kleinliche Person zu sein. Kleinliche Menschen bereiten anderen einerseits erhebliches Unbehagen und andererseits finden sie in keiner Gruppe Anschluss und wirken sehr isoliert und fehl am Platz. Einige gutherzige Menschen werden Mitleid mit dir haben, und jeder wird dir eigentlich helfen wollen, weil ihr alle Brüder und Schwestern seid, aber findest du nicht, dass du befremdlich auf andere wirkst, wenn du dich immer so isolierst und allein bleibst? (Doch.) Warum bist du fehl am Platz? Es liegt daran, dass du diesen Makel der Menschlichkeit hast, also solltest du daran arbeiten, ihn zu überwinden und dich allmählich zu ändern, richtig? (Ja.)

Ein aufbrausendes Temperament zu haben und hitzköpfig zu sein – zu welchem Aspekt gehört das? (Es ist ein Makel der Menschlichkeit.) Ein aufbrausendes Temperament zu haben kann man auch als Jähzorn bezeichnen – gilt das als Makel der Menschlichkeit? (Nein.) Wie sollte das betrachtet werden? Ist eine Person, die ein ausgeglichenes Temperament hat, ihre Bosheit hinter einem Lächeln verbirgt, immer sanft und freundlich spricht, nie mit irgendjemandem streitet und immer sagt, was andere Leute hören wollen, gut? (Nein.) Wenn jemand sagt, dass diese Person ungehobelt ist, sagt sie: „Ungehobelt zu sein ist gut; ungehobelte Leute verursachen keine Probleme.“ Wenn jemand sagt, sie sei kahlköpfig, sagt sie: „Kahlköpfig zu sein ist gut; Glatzköpfe sind klug.“ Das heißt, egal, was andere sagen oder wie andere sie behandeln, sie verlieren nie die Beherrschung oder werden wütend – ist eine solche Person gut? (Nein.) Wenn es darum geht, welche Leute sie wirklich mögen, was ihre Gedanken und Sichtweisen zu guten Leuten und guten Dingen und zu bösen Leuten und bösen Dingen sind, und ob sie gute Leute gutheißen und böse Leute verabscheuen oder böse Leute gutheißen und gute Leute verabscheuen, so haben sie keine klaren Sichtweisen oder Haltungen dazu und kommentieren nichts. Unabhängig davon, auf welche Angelegenheit sie stoßen, tun sie sie stets mit einem Lächeln ab, und sie sind besonders umgänglich und gelassen. Ist das ein Vorzug der Menschlichkeit? (Nein.) Ein ausgeglichenes Temperament zu haben ist kein Vorzug der Menschlichkeit; ist also ein aufbrausendes Temperament ein Makel der Menschlichkeit? Kann ein ausgeglichenes oder aufbrausendes Temperament über die Menschlichkeit einer Person entscheiden? (Nein.) Manche Menschen sehen beispielsweise jemanden, der seine Pflicht nur oberflächlich ausführt, und es kümmert sie nicht; sie sehen wie jemand die Arbeit der Kirche stört, und fühlen sich nicht empört; sie sagen sogar: „Es ist in Ordnung, du wirst dich bessern – lass dir Zeit. Gott hat mühevolle und gewissenhafte Absichten für uns; wir müssen Gottes Liebe und Seine Gnade erwidern und dürfen nicht oberflächlich sein. Achte das nächste Mal darauf.“ Haben diese Leute ein ausgeglichenes Temperament? (Ja.) Wenn sie sehen, dass jemand die Interessen des Hauses Gottes nicht schützt, sagen manche Menschen: „Könntest du versuchen, die Interessen des Hauses Gottes zu schützen? Es wäre so großartig, wenn du auf Gottes Absichten Rücksicht nehmen würdest. Wir müssen gute Menschen sein – wenn wir keine guten Menschen sind, wird Gott uns nicht mögen. Zumindest in unserem Verhalten müssen wir die Interessen des Hauses Gottes wahren – achte in Zukunft darauf.“ Zeigt sich hier ein aufbrausendes Temperament? (Nein.) Ihr Temperament ist ziemlich ausgeglichen, richtig? Manche Leute werden nie wütend, egal was passiert. Wenn sie sehen, dass manche Leute beim Predigen des Evangeliums oft falsche Zahlen melden, um den Oberen und das Haus Gottes zu täuschen, sagen sie: „Wenn die Mehrheit der Leute so falsche Zahlen meldet, dann ist das der Strom des Werkes des Heiligen Geistes – wir müssen uns ihm unterwerfen!“ Jemand widerspricht ihnen und sagt: „Falsche Zahlen zu melden, heißt, Gott zu belügen und zu täuschen; das kann ich nicht tun.“ Sie antworten: „Warum nicht? Andere Leute melden falsche Zahlen und berichten nur von den guten Nachrichten und nicht von den schlechten. Warum bist du so dumm?“ Wenn sie sehen, dass Leute falsche Zahlen melden, freuen sie sich. Wenn sie sehen, dass manche Leute an den Grundsätzen festhalten und sich weigern, falsche Zahlen zu melden, werden sie wütend und zornig, schlagen auf den Tisch und sagen: „Warum meldest du keine falschen Zahlen? Willst du gegen den Strom des Heiligen Geistes schwimmen? Wenn du keine falschen Zahlen meldest, werde ich dich entlassen! Ich werde dich entfernen!“ Was haltet ihr davon, dass sie auf diese Weise die Beherrschung verlieren? (Es ist schlecht.) Das ist ein Ausbruch von niederträchtigem Zorn. Nicht die Beherrschung zu verlieren, wenn sie es sollten, und sie willkürlich zu verlieren, wenn sie es nicht sollten, böse Dinge als gerecht zu bezeichnen, das Melden falscher Zahlen als den Strom des Heiligen Geistes zu bezeichnen und es so sehr zu loben und sogar zu fördern – ist das nicht verachtenswert? (Doch.) Wenn sie sehen, dass sich jemand weigert, falsche Zahlen zu melden, schlagen sie auf den Tisch, werden wütend und starren ihn an, wollen ihn entlassen oder entfernen – das ist „donnernder Zorn!“ Der große rote Drache hat eine „Operation Donnerschlag“; die Machtdemonstration dieses Teufels wird als „Operation Donnerschlag“ bezeichnet, und das ist der „donnernde Zorn“ dieser Leute. Wenn du dich weigerst, falsche Zahlen zu melden, und sie auf den Tisch schlagen und ihren donnernden Zorn gegen dich entfesseln, würdest du es in einer solchen Situation wagen, an den Grundsätzen festzuhalten, nur die echten Zahlen zu melden und dich zu weigern, falsche zu melden? Würdest du es wagen, aufzustehen und sie zu kritisieren und zu entlarven und zu sagen: „Du zwingst die Leute, falsche Zahlen zu melden – du bist ein Teufel! Du nennst es sogar den Strom des Heiligen Geistes, Antichristen beim Melden falscher Zahlen zu folgen. Ist das nicht eine Lästerung des Heiligen Geistes und eine Lästerung Gottes? Du unterscheidest nicht zwischen Richtig und Falsch und lästerst den Heiligen Geist, und dennoch hältst du dich für einen Engel der Gerechtigkeit. Du erlaubst niemandem, sich deiner Forderung, falsche Zahlen zu melden, zu widersetzen, und du verlierst sogar die Beherrschung. Du hast nicht den geringsten Sinn für Gerechtigkeit. Du deckst nicht nur böse Dinge nicht auf und verurteilst sie nicht, sondern lässt auch dein Temperament massiv an denen aus, die an der Wahrheit festhalten und sich weigern, falsche Zahlen zu melden, und entfesselst sogar deinen ‚donnernden Zorn‘ gegen sie. Ist das nicht eine absichtliche Unterbrechung und Störung der Arbeit des Hauses Gottes? Ist dieses Verhalten nicht von derselben Natur wie das, des großen roten Drachens?“ Wenn man also noch einmal betrachtet, ob ein aufbrausendes Temperament wirklich ein Makel der Menschlichkeit oder ein Vorzug der Menschlichkeit ist, lässt sich dies nicht verallgemeinern. Es hängt davon ab, welche Situationen eine Person dazu bringen, die Beherrschung zu verlieren, und welche nicht, sowie davon, warum diese Person normalerweise ein aufbrausendes Temperament hat. Es hängt davon ab, was diese Person anstrebt, ob diese Person Grundsätze für ihr Verhalten hat und wie genau ihre Haltung zur Wahrheit, zu Gott, zu Gottes Werk, zu den Interessen des Hauses Gottes und zur Arbeit der Kirche ist. Wenn sie um der Aufrechterhaltung der Wahrheitsgrundsätze, des Schutzes der Interessen des Hauses Gottes und des Schutzes der Arbeit des Hauses Gottes willen konsequent ein aufbrausendes Temperament hat, wenn sie mit verschiedenen bösen Menschen, Ereignissen und Dingen konfrontiert wird, dann ist dies ein Vorzug ihrer Menschlichkeit. Aber wenn sie nie wütend oder zornig wird, wenn sie mit verschiedenen bösen Dingen oder Dingen, die sich Gott widersetzen, konfrontiert wird, als ob sie nichts mit ihnen zu tun hätte, dann ist dies kein Makel ihrer Menschlichkeit – das ist eine schlechte Menschlichkeit, ein völliger Mangel an Sinn für Gerechtigkeit, und natürlich gehört es zur Kategorie der verdorbenen Dispositionen. Wie sollte also das Temperament betrachtet werden? Ein ausgeglichenes Temperament bedeutet nicht unbedingt, dass jemand gute Menschlichkeit besitzt, und aufbrausendes Temperament bedeutet nicht unbedingt, dass die Menschlichkeit einer Person schlecht ist – es hängt davon ab, worauf ihr aufbrausendes Temperament gerichtet ist. Wenn ihr aufbrausendes Temperament auf Dinge gerichtet ist, die böse und dunkel sind und nicht mit der Wahrheit im Einklang stehen – wenn es auf Dinge gerichtet ist, die die Grundsätze des Hauses Gottes verletzen, die Interessen des Hauses Gottes schädigen und die Arbeit der Kirche unterbrechen und stören – und sie häufig wütend werden und die Beherrschung verlieren, weil sie sich wegen dieser Dinge ängstlich, aufgeregt und besorgt fühlen, dann ist dies keine schlechte Menschlichkeit. Das zeugt von Rücksichtnahme auf Gottes Absichten, das ist ein Vorzug der Menschlichkeit. Wenn Menschen hingegen angesichts dieser negativen Dinge kein aufbrausendes Temperament an den Tag legen, nicht vortreten, um die Interessen des Hauses Gottes oder Gottes Zeugnis zu schützen, und nicht an den Wahrheitsgrundsätzen festhalten und vortreten, um diese Dinge zu stoppen oder einzuschränken, sondern stattdessen zulassen, dass diese Unterbrechungen und Störungen ungehindert wachsen und sich ausbreiten, dann ist ihr Charakter, obwohl sie ein sehr ausgeglichenes Temperament zu haben scheinen, in Wirklichkeit verabscheuenswürdig. Ist das nicht der Fall? (Doch.) Wie sollte die Frage eines aufbrausenden Temperaments betrachtet werden? Es hängt davon ab, auf welche Angelegenheiten das aufbrausende Temperament einer Person gerichtet ist; man sollte den Charakter dieser Person betrachten, was sie anstrebt und welchen Weg sie geht, und welche Haltung sie zur Wahrheit, zu Gott, zur Arbeit des Hauses Gottes und zu den Interessen des Hauses Gottes hat. Ist diese Betrachtungsweise zutreffend? (Ja.) Wenn eine Person keinen Sinn für Gerechtigkeit hat, aber im täglichen Umgang mit Menschen jähzornig, leicht reizbar und sehr hitzköpfig ist, häufig vor Wut kocht und oft über triviale Angelegenheiten mit anderen streitet und auf Konfrontationskurs geht und sogar Schimpfwörter benutzt, ist dies kein Makel der Menschlichkeit, sondern ein verabscheuungswürdiger Charakter. Betrachtet man es unter dem Aspekt der verdorbenen Dispositionen, ist die Disposition dieser Person bösartig, und niemand wagt es, sie zu provozieren. Sie verliert nicht die Beherrschung, um gerechte Anliegen und positive Dinge zu schützen, die Wahrheitsgrundsätze aufrechtzuerhalten oder die Interessen und die Arbeit des Hauses Gottes zu schützen, sondern um all ihre eigenen Interessen, ihren Ruf, ihren Status, ihre Eitelkeit, ihren materiellen Besitz, ihr Geld und so weiter zu schützen. Das aufbrausende Temperament einer solchen Person kann als verabscheuungswürdiger Charakter eingestuft werden. Ein aufbrausendes Temperament muss je nach Situation betrachtet werden, wobei zu berücksichtigen ist, worauf es sich richtet und welche Absichten dahinterstecken. Wenn sie, um ihre eigenen Interessen zu schützen oder ihren Ruf und Status zu verteidigen, wegen einer einzigen Bemerkung wirklich die Beherrschung verlieren und ein Riesentheater machen kann, dann ist ihr Charakter verabscheuungswürdig. Wenn sie im Allgemeinen ziemlich großmütig ist, wenn es um Angelegenheiten geht, die ihre persönlichen Interessen betreffen – zum Beispiel, wenn Leute gelegentlich Bemerkungen machen, die auf sie abzielen und ihren Stolz ein wenig verletzen oder sie ein wenig ausnutzen, lässt sie es normalerweise durchgehen und verliert nicht die Beherrschung – wenn sie sich nicht über Kleinigkeiten aufregt und im Umgang mit anderen nachsichtig sein kann, und aber dennoch die Beherrschung verliert, wenn sie sieht, dass jemand die Arbeit der Kirche unterbricht und stört und den Interessen des Hauses Gottes schadet, dann ist dies kein Zeichen schlechten Charakters. Vielmehr ist es der Sinn für Gerechtigkeit, den die Menschlichkeit besitzen sollte; es ist ein Vorzug der Menschlichkeit.

Zum Schmollen zu neigen – zu welcher Art von Problem gehört das? (Es ist ein Makel der Menschlichkeit.) Es ist ein Makel der Menschlichkeit. Welche Menschen neigen zum Schmollen? (Kleinliche Menschen.) Kleinliche Menschen, überempfindliche Menschen und Kinder neigen alle zum Schmollen. Wenn sie mit einer unbedeutenden Angelegenheit konfrontiert werden, werden sie beim geringsten Anlass wütend, weigern sich, mit dir zu sprechen, wollen dich nicht sehen und beantworten deine Anrufe nicht. Du sagst unabsichtlich etwas, das sie verletzt, und sie fangen an zu schmollen, ignorieren dich lange Zeit, und selbst wenn man sie darauf anspricht, sagen sie nichts. Du fragst sie: „Was ist los? Wenn es ein Problem gibt, lass es uns lösen. Wenn ich dir etwas schulde, werde ich es wiedergutmachen. Wenn etwas, das ich gesagt habe, dich verletzt hat, entschuldige ich mich, und ich tue alles, was du von mir verlangst.“ Doch sie schweigen weiter und schmollen. Sind solche Menschen nicht anstrengend? (Doch.) Das ist eine anormale Menschlichkeit. Alle Probleme im Bereich der Menschlichkeit, die nicht die Ebene von Fragen des Anstands erreichen, zählen zu den Makeln der Menschlichkeit. Ein Makel bedeutet, dass jemandem etwas fehlt, was in der normalen Menschlichkeit vorhanden sein sollte; die eigene Haltung oder die Art, sich zu verhalten und mit Dingen umzugehen, ist anormal oder unreif und entspricht nicht dem Vernunftmaßstab einer normalen Menschlichkeit. Das ist ein Makel. Zum einen irritiert die Neigung zum Schmollen andere, und sie mögen den Umgang mit solchen Menschen nicht. Zum anderen ist die Neigung zum Schmollen kindisch und unreif. Im Allgemeinen verhalten sich nur Kinder um die zehn Jahre so – Erwachsene zeigen diese Äußerungsformen nicht. Wenn eine solche Person eine gute Beziehung zu dir hat, seid ihr beide wie ein Herz und eine Seele. Aber wenn es zwischen euch schlecht läuft, wird sie feindselig, schmollt, weigert sich, mit dir zu sprechen, gibt dir alles zurück, was du ihr gegeben hast, und bricht für immer mit dir. Doch wer weiß – eines Tages könnte diese Person sich mit dir versöhnen und euer Verhältnis wird wieder so eng wie zuvor. Das sind Äußerungsformen der Unreife. All diese Äußerungsformen der Unreife werden als Makel der Menschlichkeit bezeichnet. Die Neigung zum Schmollen ist ein solcher Makel der Menschlichkeit. Menschen, die zum Schmollen neigen, verzögern bei der Ausführung einer Pflicht am ehesten die Dinge. Du weißt nie, wann sie tagelang schmollen könnten, weil jemand etwas gesagt hat, das sie verletzt hat. Egal, wie wichtig die Pflicht ist, sie könnten sie wortlos niederlegen. Du denkst vielleicht, sie würden ihre Pflicht noch normal ausführen, aber in Wirklichkeit haben sie ihre Arbeit schon längst eingestellt. Daher ist es unerlässlich, Menschen, die zum Schmollen neigen, niemals wichtige Arbeit zu übertragen, insbesondere solche in kritischen Phasen, da sie extrem eigensinnig und immer emotional sind, zum Schmollen neigen und es ihnen an Rationalität mangelt, was leicht dazu führt, dass sie ihrer Arbeit im Laufe der Pflichtausführung den Rücken kehren. Wenn diese Aufgabe unbedingt von ihnen erledigt werden muss oder es niemanden gibt, der sie ersetzen kann, dann musst du bei der Zuweisung der Arbeit dafür sorgen, dass jemand ihre Tätigkeit beaufsichtigt. Wenn es jemand anderen gibt, der sie ersetzen kann, dann sollten ihnen keine relativ wichtigen Aufgaben zugewiesen werden. Zum Beispiel haben manche Leute ein gewisses Kaliber und können die Arbeit eines Kirchenleiters bewältigen, aber wenn ein Bruder oder eine Schwester etwas sagt, das sie verletzt, fangen sie an zu schmollen: „Ich kündige! Ihr könnt jeden, den ihr wollt, zum Leiter machen. Ich gehe nach Hause, um mein Leben zu leben – ich habe genug!“ Sobald sie anfangen zu schmollen, könnten sie ihre Pflicht aufgeben und gehen, und wer weiß, wann sie zurückkommen. Sind solche Menschen zuverlässig? (Nein.) Sie lassen ihre Wut an ihrer Pflicht und der Arbeit der Kirche aus und geben ihre Pflicht möglicherweise jederzeit auf. Ist das nicht eine Äußerungsform der Unreife? (Doch.) Ihre Pflicht und die Arbeit der Kirche so zu behandeln, als wäre es ein Kinderspiel, so als würden sie Puppenstube spielen – das ist eine Äußerungsform der Unreife. Wenn Kinder Puppenstube spielen, ist es nur ein Spiel – wenn sie sich ärgern, hören sie auf zu spielen; das verzögert nichts. Aber die Arbeit der Kirche oder eine Pflicht wie ein Kinderspiel zu behandeln und aufzuhören, wann immer solche Personen wollen – verzögert das nicht die Dinge? Das verzögert nicht nur ihre eigenen Angelegenheiten – wenn sie Kirchenleiter sind, wird die Arbeit der Kirche durch sie verzögert. Wenn sie eine wichtige Pflicht ausführen, dann wird diese wichtige Pflicht verzögert. Deshalb muss man bei der Auswahl von Personen berücksichtigen, ob sie zum Schmollen neigen. Wenn ja, wie stark ist dieses Problem ausgeprägt? Wie schwerwiegend ist es? Werden sie ihre Arbeit aufgeben? Werden sie, wenn sie schmollen, eingeschnappt nach Hause gehen, aufhören, ihre Pflicht zu tun, und sich weigern zurückzukommen, egal wer sie zur Rede stellt? Menschen dieser Art sind sehr schwierig im Umgang. Setze sie niemals ein – sie sind ein widerspenstiges Völkchen. Weder gutes Zureden noch Disziplinierung funktionieren bei ihnen, und egal, wie man über die Wahrheit Gemeinschaft hält, es fällt ihnen schwer, sie anzunehmen. Nur wenn sie die Lage selbst erkennen und von sich aus verstehen, können sie sich erholen und zur normalen Vernunft zurückkehren. Wenn also jemand neben seinen verdorbenen Dispositionen auch viele Makel oder Mängel in seiner Menschlichkeit aufweist, kann eine unangenehme Begegnung dazu führen, dass er so negativ wird, dass er sich nicht wieder fangen kann. Selbst wenn er eine gewisse Entschlossenheit an den Tag legt und bereit ist, nach der Wahrheit zu streben, um Errettung zu erlangen, und selbst wenn er den Willen hat, seine Pflicht gut zu tun und als geschaffenes Wesen dem Maßstab zu entsprechen, kann er, wenn Schwierigkeiten oder unangenehme Situationen auftreten, nicht mehr vorankommen. Wenn also eine Person nach der Wahrheit streben und ihre Pflicht gut tun will, muss sie die Wahrheit suchen, um alle Makel oder Mängel zu beheben, die in ihrer Menschlichkeit vorhanden sein mögen. Wenn du kein Herz besitzt, das ein tiefes Verlangen nach Gott hat oder sich nach der Wahrheit sehnt, und du nicht bereit bist, diese Makel der Menschlichkeit zu überwinden, oder deine Entschlossenheit dazu nicht ausreicht, dann wirst du mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sein. Wenn du nicht einmal diese persönlichen Makel ändern oder überwinden kannst, wird es noch schwieriger sein, deine verdorbene Disposition abzulegen.

Sprechen wir nun über die „Neigung, sich Vorteile zu verschaffen“ – was für ein Problem ist das? (Das ist ein Makel der Menschlichkeit.) Ist das ein Makel der Menschlichkeit? Sich gerne Vorteile zu verschaffen, ist ein Problem des Charakters. Wenn jemand in jeder Situation einen Vorteil sucht, selbst bei Kleinigkeiten wie Gemüse, einem Stück Papier oder einer kleinen Wasserflasche, dann ist das ein Problem mit seinem Charakter – sein Charakter ist verabscheuungswürdig. Das ist kein Makel der Menschlichkeit. Versteht ihr? (Ja.) Solche Menschen haben einen verabscheuungswürdigen Charakter und keine Integrität. Wenn sie in einem Geschäft einkaufen, versuchen sie immer zu feilschen und fragen nach Rabatten. Wenn sie auf dem Markt Gemüse kaufen, streiten sie endlos über ein paar Cent. Wenn sie in einem Hotel übernachten und kostenlose Artikel wie Einweghandtücher, Zahnbürsten und Zahnpasta sehen, nehmen sie alles mit nach Hause, ohne einen einzigen Gegenstand zurückzulassen, aus Angst, zu kurz zu kommen. Manche Leute sagen: „Suchen sie einen Vorteil, weil sie arm sind?“ Nein, solche Menschen haben einfach diese Art von Charakter. Ihre Familien sind nicht arm, aber sie bestehen trotzdem darauf, sich Vorteile zu verschaffen. Nachdem solche Menschen begonnen haben, an Gott zu glauben, nutzen sie sogar das Haus Gottes aus. Manche Leute essen nicht zu Hause, sondern gehen immer zur Gastfamilie, um dort umsonst zu essen, und tun so, als wären sie dort, um der Gastfamilie bei der Arbeit zu helfen. Sie benutzen heimlich die Sachen der Brüder und Schwestern. Sie vermeiden es, ihre eigenen Sachen zu benutzen und benutzen immer die Sachen anderer. Sie tragen nicht ihre eigene Kleidung, sondern immer die von anderen. Wenn sie sehen, dass jemand Wäsche wäscht, bitten sie ihn, nebenbei ein paar Teile für sie mitzuwaschen, und geben ihm am Ende sieben oder acht Stücke zum Waschen – das ist eindeutig Ausnutzung. Sie haben einfach diese Art von Charakter. Obwohl ihre Familien eindeutig Geld haben, leihen sie sich trotzdem Geld von den Brüder und Schwestern. Wenn man sie fragt, wann sie es zurückzahlen werden, sagen sie: „Ich zahle es zurück, wenn ich Geld habe. Wie soll ich es zurückzahlen, wenn ich kein Geld habe? Ich habe kein Geld – nur mein Leben!“ Was bedeuten diese Worte? Sie wollen es offensichtlich nicht zurückzahlen und hatten es auch nie vor – sie wollen sich nur bereichern, das Geld anderer Leute für ihre eigenen Vergnügungen ausgeben und es verschwenderisch nutzen. Das ist ihr Ziel. Wenn sie sehen, dass jemand etwas Neues gekauft hat, sind sie sehr interessiert und denken ständig daran, es sich auszuleihen. Wenn der Besitzer es braucht und es nicht verleihen will, leihen sie es sich trotzdem mit Gewalt aus. Sie benutzen es, bis es alt oder kaputt ist, und geben es immer noch nicht zurück, sondern behandeln es, als wäre ihr Eigentum. Solche Menschen verschaffen sich überall Vorteile, leihen sich Dinge und geben sie nie zurück. Ist das ein Makel der Menschlichkeit? (Nein.) Es zeugt von fehlender Integrität und einem verabscheuungswürdigen Charakter. Habt ihr schon einmal solche Menschen gesehen? (Ja.) Es gibt eine ganze Reihe von ihnen. Sagt Mir, können solche Menschen die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Was für Menschen sind die meisten dieser Individuen? Sind sie nicht Halunken? Egal, wie sehr sie andere ausnutzen, ihr Gewissen plagt sie nicht. Sagt Mir, haben sie ein Gewissen? (Nein.) Was für ein Mensch ist jemand ohne Gewissen? Ob solche Menschen gut oder böse sind, sei dahingestellt – zumindest fehlen ihnen die grundlegendsten Maßstäbe und Bedingungen der Menschlichkeit, die erforderlich sind, um die Wahrheit zu praktizieren. Wir haben zuvor Gemeinschaft darüber gehalten, dass eine Person zumindest ein Gewissen besitzen muss, um die Wahrheit zu praktizieren. Zum Gewissen einer Person gehört auch das Schamgefühl. Haben diejenigen, die ständig andere ausnutzen, ohne dass ihr Gewissen sie plagt, Schamgefühl? (Nein.) Können Menschen ohne Schamgefühl die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Sie begehen Böses, ohne etwas zu fühlen und ohne jegliche Gewissensbisse. Deshalb reizen sie gerechte Taten und das Beschreiten des richtigen Weges nicht, da ihre Menschlichkeit kein Bedürfnis nach solchen Dingen hat. Was sind ihre Bedürfnisse? Sie wollen ihre eigenen Interessen vor jeglichem Verlust schützen und gleichzeitig die Interessen anderer ausnutzen. Ihre Menschlichkeit kennt weder Schuldgefühle oder Selbstanklage für ein solches Verhalten, noch empfinden sie Scham. Daher ist es für solche Menschen sehr schwierig, die Wahrheit zu praktizieren. Ihr Verhaltensmotto lautet: Alles, was ihnen nützt, sei es materiell oder psychologisch, darf unter keinen Umständen aufgegeben werden. Was die guten und wertvollen Dinge anderer betrifft, so wollen sie diese stets besitzen, an sich reißen oder sogar gewaltsam in Besitz nehmen. Sobald sich ihnen die Gelegenheit bietet, werden sie die guten Dinge anderer für ihren eigenen Vorteil an sich reißen. Sie können es sich absolut nicht erlauben, die Gelegenheit zu verpassen, und wenn sie sie doch verpassen, werden sie es ein Leben lang bereuen. Das ist ihr Verhaltensmotto. Da sie von diesem Motto beherrscht werden, fühlen sie sich im Recht und unbeschwert, wenn sie andere ausnutzen und deren Vorteile für sich beanspruchen, und es vermittelt ihnen ein großes Erfolgsgefühl. Wenn es ihnen nicht gelingt, sich einen Vorteil zu verschaffen, oder sie eine Gelegenheit dazu verpassen, haben sie das Gefühl, versagt zu haben, und halten sich für töricht. Wenn sie sich einen Vorteil verschaffen, fühlen sie sich gut, erfreut und zufrieden. Aber wenn sie eine Gelegenheit sehen, sich einen Vorteil zu verschaffen, und sie nicht nutzen, fühlen sie sich verärgert und unruhig: „Wenn ich diesen Vorteil nicht nutze, ist es das Verschwendung. Wenn ihn jemand anderes nutzt, habe ich dann nicht das Nachsehen?“ Seht euch das an – kann jemand, der von diesem Motto gelenkt wird, versuchen, ein guter Mensch zu sein? (Nein.) Beim Praktizieren der Wahrheit müssen die Menschen viele Dinge loslassen, wie zum Beispiel ihren geschätzten Stolz, ihren Status und andere psychologische Dinge sowie einige materielle Güter. All dies betrifft persönliche Interessen, und das Praktizieren der Wahrheit erfordert, dass die Menschen gegen diese Dinge aufbegehren und sie überwinden, ablegen und loslassen. Menschen, die es lieben, sich Vorteile zu verschaffen, können nichts davon tun. Sie können ihren Stolz und ihren Status nicht loslassen, und sie sind noch weniger in der Lage, irgendwelche materiellen Güter aufzugeben. Wenn es darum geht, die Wahrheit zu praktizieren, können sie nichts davon umsetzen. Können sie also die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Daher ist es für sie äußerst schwierig, die Wahrheit zu praktizieren. Sie wollen all die psychologischen und materiellen Vorteile selbst besitzen und können sie niemals loslassen, was direkt mit den Grundsätzen des Praktizierens der Wahrheit in Konflikt steht und ihnen widerspricht. Deshalb können sie die Wahrheit nicht in die Praxis umsetzen. Seht euch nur diejenigen an, die es besonders lieben, sich Vorteile zu verschaffen – wie weit gehen sie? Wenn sie jemanden zu Hause besuchen, stellen sie sogar sicher, dass sie etwas von dessen Wasser trinken und etwas von dessen Essen essen, bevor sie gehen. Sagt Mir, können Menschen mit dieser Art von Charakter die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Ihr Maßstab für alles basiert auf dem Grundsatz, ob sie sich einen Vorteil verschaffen und einen Nutzen ziehen können. Persönlicher Gewinn ist der Grundsatz, nach dem sie alles bewerten. Ihr Verhalten konzentriert sich ausschließlich darauf, andere auszunutzen. Solange sie keine Verluste erleiden und sich einen Vorteil verschaffen können, haben sie das Gefühl, dass es sich lohnt. Sie glauben, dass man sich durch sein Verhalten Vorteile verschaffen können muss und dass man nur intelligent und klug ist, wenn man sich häufig Vorteile verschafft hat – wenn jemand nicht weiß, wie man sich Vorteile verschafft, ist diese Person töricht! Ihr Maßstab für das eigene Verhalten ist, sich nur Vorteile zu verschaffen und niemals Verluste hinzunehmen. Sie nehmen diesen Ansatz als ihren Maßstab für ihr Verhalten – können sie die Wahrheit praktizieren? (Nein.) Hat die Wahrheit irgendeinen Platz in ihren Herzen? Kann sie in ihren Herzen Macht ausüben? (Nein.) Welche Wahrheiten können sie dann praktizieren? (Überhaupt keine.) Sie können überhaupt keine Wahrheiten praktizieren – ihr Charakter ist zu niedrig, was andere dazu veranlasst, sie zu verachten. Manche Leute tun im Haus Gottes ihre Pflicht; das Haus Gottes stellt ihnen einige Gegenstände für den täglichen Gebrauch zur Verfügung, und sie bitten häufig um mehr, unter dem Vorwand, dass ihnen etwas ausgegangen sei, obwohl sie tatsächlich noch etwas übrig haben. Warum bitten sie immer um mehr? Sie denken: „Wenn ich diesen Vorteil nicht nutze und jemand anderes ihn nutzt, habe ich dann nicht das Nachsehen?“ Seht euch das an – was für ein Charakter ist das? Der Maßstab, den solche Menschen für die Bewertung von allem anlegen, basiert auf dem Grundsatz, ob sie sich einen Vorteil verschaffen und Nutzen ziehen können. Ihre Herzen sind vollständig von Gedanken an Vorteile verzehrt. Egal, wie du mit ihnen über positive Dinge oder die Wahrheit Gemeinschaft hältst, sie weigern sich, es anzunehmen, was nichts mit ihrem Kaliber oder damit zu tun hat, ob sie es verstehen können – es liegt daran, dass ihr Verhaltensmotto problematisch ist. Sie werden absolut keine positiven Dinge annehmen oder praktizieren und sich auch nicht an die Wahrheitsgrundsätze halten. Ihr Charakter ist extrem schlecht. Sagt Mir, ist es notwendig, mit solchen Personen über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten? (Nein.) Warum nicht? (Weil sie die Wahrheit niemals praktizieren werden.) Ihnen fehlt in ihrer Menschlichkeit jegliches Gefühl für das Gewissen, und sie besitzen nicht die grundlegenden Bedingungen für das Praktizieren der Wahrheit. Ihre Herzen sind ausschließlich darauf ausgerichtet, sich Vorteile zu verschaffen und einen Nutzen zu ziehen. Man kann sagen, dass solche Personen einfach unwürdig sind, die Wahrheit zu hören oder Predigten über das Erlangen der Errettung zu lauschen. Seht ihr, ihr habt nicht ganz verstanden, was für ein Problem die Neigung ist, sich Vorteile zu verschaffen, oder? Ihr dachtet sogar, es sei ein Makel der Menschlichkeit. Ist es ein Makel der Menschlichkeit? (Nein.) Jetzt versteht ihr es, nicht wahr? Was für ein Problem ist es? (Es ist ein Problem des Charakters – solche Personen haben einen schlechten Charakter.)

Sprechen wir nun über die Neigung für wohltätige Zwecke zu spenden. Wenn hinter der Neigung einer Person, für wohltätige Zwecke zu spenden, keine Motive stecken, sondern es sich lediglich um ein Verhalten oder eine gängige Praxis in ihrem täglichen Leben handelt, dann sollte diese Neigung für wohltätige Zwecke zu spenden als ein Vorzug der Menschlichkeit betrachtet werden. Geben ist in jedem Fall besser als Nehmen. Wer gerne für wohltätige Zwecke spendet, hat zumindest ein mitfühlendes Herz und ein Element der Güte in seiner Menschlichkeit, ist nicht geizig und legt nicht viel Wert auf materielle Dinge. Wenn er außerdem über einen gewissen materiellen Wohlstand verfügt, wird er seine überschüssigen Gegenstände oder solche, die er nicht benutzt, die aber für andere geeignet sind, weggeben und so das Leben anderer Menschen ein wenig komfortabler oder bequemer machen. Gemessen am Motiv hinter diesen Handlungen, besitzen Menschen, die dazu neigen, für wohltätige Zwecke zu spenden, zumindest eine gütige Menschlichkeit und zeigen wesentliche Äußerungsformen des Mitgefühls und der Barmherzigkeit – es ist ein Vorzug ihrer Menschlichkeit. Solche Menschen haben einen relativ guten Charakter, weitaus besser als der von bösen Menschen, die es lieben, andere auszunutzen und willkürlich deren Besitz an sich zu reißen – sie haben eine etwas ausgeprägtere Integrität. Sie spenden und helfen anderen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, ohne nach Anerkennung zu streben oder einen guten Ruf hinterlassen zu wollen. Das ist einfach ihre Haltung in ihrer Lebensführung oder ihre Lebensweise. Wenn sie zum Beispiel sehen, dass jemandem Kleidung fehlt, geben sie dieser Person sofort ihre überschüssigen Kleidungsstücke. Wenn sie sehen, dass die Familie einer anderen Person arm ist und oft nicht genug zu essen hat, geben sie ihr etwas vom Reis ihrer eigenen Familie, damit auch die Familie dieser Person genug zu essen hat. Wenn sie einen neuen Computer kaufen und sehen, dass der Computer eines anderen kaum noch benutzbar ist, geben sie dieser Person ihren alten Computer. Sie spenden, ohne eine Gegenleistung zu erwarten – das ist einfach ihr Charakter. Das ist ein Vorzug der Menschlichkeit und kann auch als eine Äußerungsform eines guten Charakters eingestuft werden. Die Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, ist überhaupt nicht schlecht, aber manche Leute denken aufgrund ihrer Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, oft: „Ich bin gütig, ich bin edel, ich bin großzügig. Das Leben vieler Menschen hat sich verbessert, nachdem sie meine Spenden und Hilfe erhalten haben. Ich bin ein Ziel von Gottes Errettung. Wenn Gott jemanden wie mich nicht rettet, wen würde Er dann retten?“ Sie betrachten sich oft als „gute Personen, die dazu neigen, für wohltätige Zwecke zu spenden“. Angenommen, jemand sagt zu ihnen: „Deine Menschlichkeit ist nicht gut. Du tust viele Dinge, die gegen die Wahrheit verstoßen, und du liebst die Wahrheit nicht.“ Nachdem sie das gehört haben, werden sie wütend. Was ist hier das Problem? Die Familien mancher Leute sind relativ wohlhabend, und die Brüder und Schwestern um sie herum haben alle Gefälligkeiten von ihnen erhalten. Also denken diese Leute oft nach: „Ich habe diese Leute in der Kirche sehr gut behandelt – sie haben alle etwas Hilfe von mir erhalten. Habe ich nicht Ansehen und Status in den Herzen dieser Leute? Bin ich nicht derjenige mit dem besten Kaliber und der besten Menschlichkeit in der Kirche? Sollte ich nicht ein Leiter sein? Sollten nicht alle Brüder und Schwestern auf mich hören?“ Was für ein Problem ist das? Ist das nicht ein Problem der verdorbenen Dispositionen? (Doch.) Nur weil sie ein bisschen gutes Verhalten zeigen, kennen sie ihr eigenes wahres Maß nicht mehr; sie behandeln dieses Verhalten als Kapital, wollen immer Kirchenleiter sein, ihr Ego bläht sich auf, und sie denken, dass sie außergewöhnlich sind. Sie bringen die verschiedenen verdorbenen Dispositionen, die durch Gottes Worte aufgedeckt werden, nicht mit sich selbst in Verbindung. Sie glauben, dass ihre Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, bedeutet, dass sie gut sind, dass sie keine verdorbenen Dispositionen haben, dass alles, was sie tun, richtig ist, und dass sie Leiter und Vorbilder in der Kirche sein sollten und dass die Brüder und Schwestern ihnen alle nacheifern sollten. Wovon handeln diese Offenbarungen? (Von verdorbenen Dispositionen.) Es hat die Ebene der verdorbenen Dispositionen erreicht. Obwohl die Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, ein Vorzug der Menschlichkeit ist, handelt es sich um den richtigen Gedanken und die richtige Sichtweise, wenn jemand sich selbst aufgrund dessen für einen guten Menschen hält, der seiner Errettung gewiss ist? Ein solcher Mensch betrachtet seine gute Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, als Zeichen seines guten Charakters und seiner edlen Integrität, und betrachtet es sogar als Praktizieren der Wahrheit und Unterwerfung unter Gott. Das ist ein schwerwiegender Fehler. Es zeugt von Arroganz und Selbstgerechtigkeit sowie einem völligen Mangel an Selbsterkenntnis. Die Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, kann als gutes Verhalten bezeichnet werden. Im besten Fall hat eine Person, die dazu neigt, für wohltätige Zwecke zu spenden, einen relativ guten Charakter, der viel besser ist als der derjenigen, die Vorteile ausnutzen. Du kannst jedoch nicht behaupten, dass du eine gute Person bist, dass du keine verdorbenen Dispositionen hast und die Wahrheitsrealität besitzt und dass du qualifiziert bist, ein Kirchenleiter zu sein und über anderen zu stehen und Befehle zu erteilen, nur weil du diese Neigung zum Spenden für wohltätige Zwecke besitzt. Obwohl du dazu neigst, für wohltätige Zwecke zu spenden und anderen zu helfen – also einige dieser guten Taten an den Tag legst –, was ein Vorzug der Menschlichkeit ist, beweist das nicht, dass du keine verdorbenen Dispositionen hast. Wenn du deine Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden und anderen zu helfen als Kapital behandelst und den Ehrgeiz entwickelst, ein Kirchenleiter zu werden und dich über andere zu erheben, ist das ein Problem der verdorbenen Dispositionen. Könnt ihr jetzt den Unterschied erkennen? Einen guten Charakter zu haben bedeutet nicht, dass man keine verdorbenen Dispositionen hat. Manche Leute kommen im Umgang und in der Gesellschaft mit anderen im Grunde genommen recht gut zurecht – sie nutzen andere nicht aus und spenden sogar für wohltätige Zwecke und helfen anderen – sie haben einige Vorzüge der Menschlichkeit. Nachdem man jedoch einige Zeit mit ihnen verbracht hat, entdeckt man, dass sie sehr arrogant sind, dass sie es lieben zu prahlen und dass sie manchmal sogar lügen und ziemlich betrügerisch sind. Wenn du sie kritisierst, weigern sie sich, es anzunehmen, und sind etwas boshaft, schlagen sogar auf den Tisch und sagen: „Ich glaube schon so viele Jahre an Gott – wer hat keine Almosen von mir erhalten? Frag die Brüder und Schwestern – habe ich jemals jemanden ausgenutzt? Habe ich jemals jemanden geschädigt oder verletzt?“ Macht es dich zu einem guten Menschen, dass du andere nicht geschädigt hast? Ist andere nicht zu schädigen nicht das absolut Mindeste, was ein Mensch tun sollte? Welchen Grund hast du, hochmütig zu sein? Niemanden zu schädigen oder zu verletzen, ist das, was ein Mensch tun sollte – es ist kein Kapital. Andere nicht auszunutzen bedeutet nicht, dass du in der Lage bist, die Wahrheit zu praktizieren und dich Gott zu unterwerfen. Du solltest lernen, über dich selbst nachzudenken und die Kritik und Hilfe anderer anzunehmen – nur dann wirst du jemand mit Vernunft sein. Du wirst jetzt zurechtgestutzt, weil du eine verdorbene Disposition offenbart hast und deine Handlungen nicht mit der Wahrheit übereinstimmen. Dies ist keine Leugnung der Tatsache, dass deine gute Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, eine positive Sache ist, und es ist auch keine Leugnung deines Charakters. Vielmehr werden Zurechtstutzung und Bloßstellung praktiziert, weil du einen Fehler gemacht und gegen die Wahrheitsgrundsätze verstoßen hast. Wenn du es annehmen kannst, dann bist du jemand, der die Wahrheit liebt und die Wahrheit praktizieren kann. Wenn du es nicht annimmst, dann ist deine Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden, höchstens ein Vorzug der Menschlichkeit. Aber weil die Arroganz, Boshaftigkeit und Niederträchtigkeit in deinen verdorbenen Dispositionen dominieren, kannst du die Wahrheit nicht annehmen, und so bist du äußerst verachtenswert und wertlos. Wenn Menschen dieser Art mit Zurechtstutzung konfrontiert werden, machen sie ein Riesentheater, sprechen über ihre Qualifikationen und prahlen mit dem bisschen guten Verhalten, das sie an den Tag gelegt haben. Sie benehmen sich wie tollwütige Hunde und toben. Das bisschen positive Image, das sie hatten, verschwindet vollständig, und ihre Natur wird gründlich bloßgestellt. Jeder sieht das deutlich und sagt: „Diese Person hat eine zutiefst verdorbene Disposition – sie ist böse und eine Furie! Zum Glück wurde sie nicht als Kirchenleiterin gewählt. Wäre sie Kirchenleiterin geworden, könnte sie nicht die geringste Kritik ertragen – wenn jemand versuchen würde, sie zu entlassen, würde sie diese Person niemals in Ruhe lassen und bis zum Tod gegen sie kämpfen. Das wäre katastrophal!“ Wenn du nur eine ihrer guten Verhaltensweisen oder eine Eigenschaft ihrer Menschlichkeit betrachtest, kannst du einfach weder ihre verdorbenen Dispositionen sehen, noch ihre Haltung gegenüber der Wahrheit erkennen, oder feststellen, ob sie sich der Wahrheit unterwerfen können. Wenn sie eine verdorbene Disposition offenbaren und dann Bloßstellung und Zurechtstutzung erfahren, wird ihre Haltung gegenüber der Wahrheit Stück für Stück an die Oberfläche kommen und bloßgestellt werden. Daher können der Charakter einer Person und die Vorzüge und Mängel ihrer Menschlichkeit nicht vollständig bestimmen, ob sie die Wahrheit annimmt. Auch ihre Haltung gegenüber der Wahrheit lässt sich anhand ihres Charakters oder der Vorzüge und Mängel ihrer Menschlichkeit nicht erkennen. Erst wenn sie eine verdorbene Disposition offenbart oder wenn sie mit Bloßstellung und Zurechtstutzung konfrontiert wird, wird ihre Haltung gegenüber der Wahrheit offenbart, und nur dann kann man wissen, ob sie die Wahrheit liebt, ob sie die Wahrheit praktizieren kan und wie viel Hoffnung sie am Ende auf Errettung hat. An der Neigung solcher Menschen, für wohltätige Zwecke zu spenden, lassen sich die Vorzüge und Makel ihrer Menschlichkeit erkennen. Dann kannst du aus ihrer Reihe von Problemen – wie zum Beispiel Arroganz, Selbstgerechtigkeit und dem Wunsch, aufgrund ihrer Neigung, für wohltätige Zwecke zu spenden und anderen zu helfen, Leiter zu werden und sich über andere zu erheben – ihre Haltung zur Wahrheit erkennen; und basierend auf ihrer Haltung gegenüber der Wahrheit kannst du deutlich sehen, ob sie Errettung erlangen können. Anhand dieser Verhaltensweisen kannst du die Vorzüge und Mängel ihrer Menschlichkeit erkennen, ihren Charakter erkennen und gleichzeitig lernen, den Unterschied zwischen Menschlichkeit und einer verdorbenen Disposition zu erkennen, aber du kannst nicht vollständig erkennen, ob sie letztendlich gerettet werden können oder wie ihr Ergebnis aussehen wird. Zu beurteilen, ob jemand gerettet werden kann, ist etwas komplexer – man muss auch darauf achten, ob sie die Wahrheit annehmen, über sich selbst nachdenken und echte Reue zeigen können, wenn sie eine verdorbene Disposition offenbaren; es muss anhand dieser Aspekte beurteilt werden.

Gesellig zu sein – was ist das für ein Aspekt? (Es ist eine angeborene Bedingung.) Das ist eine angeborene Bedingung, eine Methode für den Umgang mit weltlichen Belangen, während man sich in einer Gruppe von Menschen befindet. Manche Menschen genießen den Umgang mit anderen, sie werden dessen nie müde, und egal, welche Persönlichkeit die anderen Menschen haben, sie sind fähig und willens, mit ihnen Umgang zu pflegen. Manche Menschen hingegen meiden lieber Menschenmengen und sind nicht bereit, mit anderen Umgang zu pflegen. Das hängt in gewissem Sinne mit der angeborenen Persönlichkeit zusammen. Wenn es die Persönlichkeit betrifft, betrifft es definitiv die angeborenen Bedingungen. Gesellig zu sein, hängt mit der Persönlichkeit einer Person zusammen; es betrifft nicht die Vorzüge oder Mängel der Menschlichkeit, und es betrifft natürlich auch keine verdorbene Disposition. Das ist eine relativ einfache Äußerungsform. Zurückgezogenheit – welchem Aspekt ist das zuzuordnen? (Es ist ein Teil der angeborenen Persönlichkeit.) (Es ist ein Makel der Menschlichkeit.) Hier gibt es unterschiedliche Meinungen – was für ein Problem ist also die Zurückgezogenheit? (Zurückgezogenheit deutet auf eine schlechte Persönlichkeit hin.) Eine schlechte Persönlichkeit ist ein Makel der Menschlichkeit. Die Persönlichkeit selbst ist auch ein Aspekt der eigenen angeborenen Bedingungen, daher ist die Eigenschaft der Zurückgezogenheit sowohl eine angeborene Bedingung als auch ein Makel der Menschlichkeit. Das gehört nicht zu einer verdorbenen Disposition und betrifft nicht das eigene Verhalten. Zurückgezogenheit bedeutet, Menschen immer zu meiden, nicht bereit zu sein, seine Gedanken mit anderen zu teilen, es vorzuziehen, Dinge allein zu tun, den Umgang mit anderen nicht zu mögen und nicht gerne unter Menschen zu leben. Solche Menschen halten sich nur gerne in einer einsamen Umgebung oder in einer Ecke auf. Wenn viele Menschen anwesend sind, sind sie nicht bereit zu sprechen. Sie sind nicht gut darin, mit anderen zu kommunizieren. Wenn sie mit anderen kommunizieren, fühlen sie sich ängstlich und panisch oder geraten in peinliche und unangenehme Situationen. Das ist ein Persönlichkeitsproblem innerhalb der angeborenen Bedingungen und natürlich ist es auch ein Makel der Menschlichkeit, nicht wahr? (Richtig.)

Betrachten wir nun die Furchtsamkeit – was für ein Problem ist diese? (Sie ist eine angeborene Bedingung.) (Ein Makel der Menschlichkeit.) Sie ist eine angeborene Bedingung und auch ein Makel der Menschlichkeit. Sagt Mir, was bedeutet es, furchtsam zu sein? Angst zu haben, nachts auszugehen, Angst vor Mäusen, Tausendfüßlern und Skorpionen zu haben, sowie Angst davor, in Schwierigkeiten zu geraten, und nicht bereit zu sein, sich komplizierten Problemen zu stellen – das sind alles Äußerungsformen von Furchtsamkeit. Manche Menschen fallen vor Schreck in Ohnmacht, wenn sie eine Schlange sehen. Manche Menschen bekommen solche Angst, dass sie am ganzen Körper zittern, wenn sie von einem Autounfall hören. Manche Menschen bekommen solche Angst, wenn sie hören, dass Gläubige an Gott verfolgt und verhaftet, verurteilt und inhaftiert werden können, dass sie sich nicht mehr trauen zu glauben. Es gibt auch solche, die sich nicht trauen, Achterbahn zu fahren. Solche Menschen trauen sich nicht, an etwas teilzunehmen oder etwas auszuprobieren, wenn sie auch nur einen kleinen Teil dessen nicht durchschauen können oder es etwas ist, das sie noch nie zuvor getan haben. Sie trauen sich nicht nur nicht, gefährliche Arbeiten oder gefährliche Aktivitäten auszuprobieren, sondern sie haben auch Angst, Dinge zu tun, die normale Menschen im täglichen Leben tun sollten. Wenn man sie zum Beispiel bittet, Autofahren zu lernen, sagen sie: „Ich traue mich nicht zu fahren. Es gibt so viele Autos auf der Straße, und sie fahren so schnell – was, wenn ich angefahren werde?“ Jemand sagt: „Warum machst du dir immer Sorgen wegen eines Autounfalls? Kannst du nicht einfach ein bisschen vorsichtiger fahren?“ Aber sie haben immer noch Angst: „Sobald das Auto fährt, habe ich es nicht mehr unter Kontrolle. Wenn es wirklich zu einem Unfall kommt, kann niemand etwas daran ändern!“ Sie denken immer in eine negative Richtung und können deshalb nichts erreichen. Furchtsamkeit ist eine angeborene Bedingung, und sie ist auch ein Makel der Menschlichkeit. Furchtsame Menschen sind bei allem, was sie tun, übervorsichtig und penibel. Sie machen normalerweise keine großen Fehler oder begehen große Verfehlungen. Aber aus keiner Perspektive kann dies als Vorzug angesehen werden – das ist ein Makel der Menschlichkeit. Und was ist mit Verwegenheit? Welche Begriffe werden üblicherweise mit Verwegenheit in Verbindung gebracht? (Törichte Kühnheit, rücksichtsloses Handeln aus Verwegenheit.) „Rücksichtsloses Handeln aus Verwegenheit“, „unverschämt verwegen sein“ und „dreist wie eine Wanze sein“ beziehen sich alle auf Verwegenheit. Ist es also gut, verwegen zu sein oder nicht? (Es kommt auf die Angelegenheit an.) Es hängt von der Situation ab und davon, um was für eine Person es sich handelt. Wenn man es aus der Perspektive der Menschlichkeit betrachtet, kann Verwegenheit nicht als Vorzug oder Mangel eingestuft werden – wir werden es als eine angeborene Bedingung kategorisieren. Die Verwegenheit einer Person muss in Bezug auf die Angelegenheit betrachtet werden; zusätzlich muss man darauf achten, ob sie beim Handeln Grenzen kennt und wie ihr Charakter beschaffen ist. Wenn ihr Charakter schlecht ist, kann Verwegenheit sie dazu bringen, das Gesetz zu brechen, Böses zu tun und Verbrechen zu begehen, Vorteile auszunutzen, unrechtmäßige Gewinne zu erzielen und andere überall zu betrügen und zu täuschen. Wenn ihnen jemand Geld anbietet, um Missetaten zu begehen, sind sie dazu fähig. Um sich Vorteile zu verschaffen, wagen sie es, jede noch so schlechte Tat zu begehen, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen oder auf andere. Ist es gut, aus Verwegenheit so rücksichtslos zu handeln? (Nein.) Manche Leute betrügen andere überall um ihres Geschäfts willen. Das Geschäft, das sie betreiben, ist illegal – es ist nur eine Briefkastenfirma ohne tatsächliche Geschäftstätigkeit. Aber aufgrund ihrer Verwegenheit in Kombination mit ihrer Fähigkeit zu täuschen, machen sie vorübergehend ein Vermögen, leben in Villen und fahren Limousinen – sie genießen ein sehr gutes Leben, aber das Geld und die materiellen Besitztümer, die sie genießen, wurden alle durch Betrug als Ergebnis ihrer Verwegenheit erlangt. Ist das eine gute Sache? Sagt Mir, ist diese Verwegenheit gut? (Nein.) Deshalb muss man bei verwegenen Menschen darauf achten, welchen Weg sie einschlagen. Wenn sie es wagen, andere aufgrund ihrer Verwegenheit zu betrügen und zu täuschen, begehen sie ein großes Übel. Je mehr du betrügst und je mehr du andere ausnutzt, desto schwerer wird die Strafe sein, die du in Zukunft erhalten wirst, richtig? Bringt das nicht Verderben? (Doch.) Wenn du furchtsam bist und andere betrügen und täuschen willst, wirst du dich auf ein bisschen weniger Täuschung einlassen, und die Strafe, die du in Zukunft erhalten wirst, wird geringer sein. Ist es für solche Leute, die nicht den richtigen Weg gehen, also besser, etwas furchtsam oder etwas verwegen zu sein? (Etwas furchtsam zu sein ist besser.) Für diese Leute, die nicht den richtigen Weg gehen, die fähig sind, andere zu betrügen und zu täuschen, die das Gesetz missachten und immer versuchen, Gesetzeslücken auszunutzen, um unerwartete Gewinne zu erzielen, und die jederzeit das Gesetz brechen können, ist Verwegenheit ein Unheil – sie ist ein Makel und ein Versagen ihrer Menschlichkeit. Furchtsamkeit erweist sich hingegen als gute Sache – sie ist sogar ein Schutz für sie. Furchtsame Menschen verdienen etwas Geld, damit sie für die Grundbedürfnisse ihrer Familie und für sich selbst sorgen können, und genießen auch einige Luxusgüter, und dabei belassen sie es. Die Strafe, die sie in Zukunft erwartet, wird milder ausfallen. Verwegene Menschen wagen es, rücksichtslos Missetaten zu begehen und andere zu betrügen und zu täuschen, indem sie nehmen, was anderen gehört, damit sie selbst mehr genießen können. Sie nutzen andere aus – werden sie das in Zukunft nicht ausgleichen müssen? (Doch.) Wenn sie ein nächstes Leben haben, wird die Strafe, die sie dann erhalten, schwerwiegend sein – sie werden es vielleicht nicht einmal in ein oder zwei Leben vollständig ausgleichen können. Manche Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, Restaurants zu betreiben oder Geschäfte zu machen und ein oder zwei Millionen oder sogar zig Millionen an Vermögen anzuhäufen, können aber nichts davon selbst genießen, weil alles zur Schuldentilgung verwendet wird. Selbst wenn sie in ihren Siebzigern oder Achtzigern sind, haben sie die Schulden immer noch nicht vollständig zurückgezahlt. Was ist da los? Das ist die gerechte Vergeltung – vielleicht liegt es daran, dass sie in ihren vergangenen Leben aus Gier zu viel von anderen genommen haben und nun über diese mehreren Leben hinweg Schulden abbezahlen. Waren sie in ihren vergangenen Leben nicht zu gierig, zu verwegen und haben andere zu sehr ausgenutzt, was nun in ihrem jetzigen Leben zu Vergeltung führt? (Doch.) Für Leute, die nicht den richtigen Weg gehen, ist es ein gewisses Maß an Furchtsamkeit ein Schutz, während Verwegenheit ein schlechtes Zeichen ist.

Ist Verwegenheit gut, wenn eine Person den richtigen Weg geht? (Ja.) Was ist gut daran? (Wenn sie verwegen ist, kann sie immer noch daran festhalten, an Gott zu glauben, wenn sie Verfolgung ausgesetzt ist.) Diese Verwegenheit bezieht sich nicht nur auf fleischlichen Mut. Wenn es die Art von Verwegenheit ist, bei der es sich um fleischlichen Mut handelt, dann ist es Rücksichtslosigkeit und Unbesonnenheit – es ist etwas impulsiv und blind. Angenommen, du bist kühn und wirst wegen deines Glaubens an Gott verhaftet – wirst du dann Angst haben, gefoltert zu werden? Wirst du Angst vor dem Tod haben? Wirst du Angst haben, zwanzig oder dreißig Jahre im Gefängnis zu verbringen? Wenn du Angst haben wirst, dann ist deine Aussage „Ich habe keine Angst“, zum Zeitpunkt als du anfängst, an Gott zu glauben, Rücksichtslosigkeit und keine wahre Verwegenheit. Welche Äußerungsform ist die Abwesenheit von Rücksichtslosigkeit? Es ist die, dass du, wenn du anfängst, an Gott zu glauben, einen gewissen Mut hast, aber du hast auch echten Glauben. Worauf bezieht sich dieser echte Glaube? Es bedeutet, dass du im Glauben an Gott Entschlossenheit besitzt: „Wenn ich wegen meines Glaubens an Gott verfolgt, verhaftet und gefoltert werde, muss ich bereit sein, mein Leben hinzugeben. Egal, wie ich gequält werde oder in welchem Ausmaß, ich werde die Kirche nicht verraten oder zum Judas werden – ich fürchte den Tod nicht!“ Das ist ein Aspekt. Der andere Aspekt ist, dass du, wenn du tatsächlich verhaftet und verfolgt wirst und der große rote Drache dich bedroht, um dich zum Verrat an der Kirche zu bewegen, Satans Pläne durchschauen kannst und nicht von ihm eingeschränkt wirst und in deinem Zeugnis standhaft bleibst und sagst: „Alles an einer Person, einschließlich ihres Lebens und ihres Todes, liegt in Gottes Händen. Ich habe keine Angst!“ Das ist weder Rücksichtslosigkeit noch bloßer Mut; das ist echter Glaube. Diesen echten Glauben zu haben und in der Lage zu sein, in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben, ist dein Vorzug. Angenommen, du hast keinen echten Glauben und sagst nur: „Ich habe keine Angst – schlimmstenfalls ist es nur der Tod“, aber wenn du mit Verhaftung konfrontiert wirst, hast du solche Angst, dass du dir in die Hosen machst. Nach der Verhaftung denkst du als Erstes: „Werde ich gefoltert werden? Wird mein Fleisch leiden? Werde ich es aushalten können, wenn ein elektrisches Brandeisen gegen meinen Körper gedrückt wird? Werde ich sterben, wenn die Folter schwer ist? Wird Gott mich vergessen, wenn ich sterbe? Werde ich nicht in der Lage sein, Errettung zu erlangen? Wenn ich es wirklich nicht ertragen kann, werde ich die Kirche verraten und zum Judas werden. Wenn ich bestraft und vernichtet werde, nachdem ich zum Judas geworden bin, dann sei es so – zumindest werde ich jetzt keinen Schmerz erleiden.“ Verlierst du in diesem Fall nicht dein Zeugnis? Angenommen, die Kommunistische Partei bedroht dich dann und erpresst dich mit deiner Familie – sie verwehrt deinen Kindern den Universitätsbesuch, verweigert deinen Eltern den Zugang zur Krankenversicherung, entzieht deiner Familie alle Rechte – dann wirst du Angst bekommen und keinen echten Glauben mehr haben. Wo bleibt dann dein Mut? Bist du wirklich verwegen? Wenn du keinen echten Glauben hast, dann ist deine Verwegenheit nur Rücksichtslosigkeit. Nur wenn du echten Glauben hast, ist dein Mut echt. Wenn du vor der Verhaftung denkst: „Gott wird nicht zulassen, dass ich verhaftet werde“, und du durch diesen Gedanken ermutigt wirst, ist das weder wahre Standhaftigkeit noch wahrer Glaube. Angenommen, du hast vor der Verhaftung bereits alles durchdacht und sagst: „Das Leben und der Tod einer Person liegen in Gottes Händen. Wenn Gott mir wirklich mein Leben nehmen will, sollte ich mich unterwerfen. Mein zukünftiger Bestimmungsort wird durch ein einziges Wort Gottes bestimmt. Wie auch immer Gott mich behandelt und welchen Bestimmungsort Er mir auch gewährt, es ist allein Gottes Gerechtigkeit, und ich werde mich unterwerfen. Wenn Gott es so einrichtet, dass ich im Gefängnis sterbe, ist mir das eine Ehre – ich bin bereit, dieses Leben Gott zu weihen. Egal, wie groß mein Leid auch sein mag, ich werde ein unveränderliches Credo haben, nämlich, dass ich mein Leben in Gottes Hände lege, und egal, wie Satan mich quält, verwüstet oder foltert, ich werde ihm niemals nachgeben. Ich mache mir keine Sorgen darüber, ob ich sterben werde. Selbst wenn ich sterbe, geschieht es unter Gottes Herrschaft, und Er hat es vorherbestimmt. Ich werde Gott trotzdem danken und Ihn preisen!“ Das ist die Art von Glaube, die du haben musst; nur mit einem solchen Glauben kannst du wahren Mut haben. Angenommen, du hast diese Dinge bereits vor deiner Verhaftung, bevor dir das wirklich passiert, durchschaut, hast echten Glauben an Gott, echte Unterwerfung unter Gott und echtes Verständnis und echte Akzeptanz der Angelegenheiten von Leben und Tod, und du kannst dich vollständig in Gottes Hände begeben, und wenn du wirklich verhaftet wirst und dem Tod ins Auge siehst, bleiben diese Erkenntnisse in deinem Herzen unverändert – dann wird dein Glaube nicht wanken. Egal, unter welchen Umständen, wenn dein Glaube nicht gebrochen oder besiegt wird, wirst du immer Mut haben. Angenommen, du hast diese Dinge vor deiner Verhaftung, bevor dir das wirklich passiert, nicht durchdacht und denkst nur wünschend: „Ich bin bereit, mein Leben hinzugeben. Mein Leben wurde mir von Gott gegeben – schlimmstenfalls werde ich als Märtyrer für Gott sterben!“ Wenn der große rote Drache dich in diesem Fall dann foltert und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, wirst du fassungslos sein: „Ich dachte, mit dem Tod wäre alles vorbei. Wenn ich als Märtyrer sterben würde, würde Gott sich an mich erinnern. Ich habe nicht erwartet, dass es mir nicht gelingen würde, dieses Zeugnis abzulegen, und dass ich am Ende zu zehn Jahren verurteilt werde. Zehn Jahre – das sind nicht zehn Tage oder zehn Monate! Wie soll ich das durchstehen?“ Da du vorher nicht über diese Dinge nachgedacht hast, wird es dir leichtfallen, sie zu diesem Zeitpunkt zu durchschauen? Es wird etwas schwierig sein, richtig? (Ja.) Wenn Schwierigkeiten auftreten, denken die Leute nur daran, wie sie damit umgehen und wie sie ihnen entkommen können. Wenn dein Drang, Schwierigkeiten zu entkommen, stark ist, dann wird dein Drang, dich ihnen inmitten einer misslichen Lage anzupassen, extrem schwach sein. Daher wird es dir sehr schwerfallen, dich in einer solchen Umgebung zu unterwerfen, wenn du mit Schwierigkeiten konfrontiert wirst. Wie sollten solche Situationen also gelöst werden? Du musst unverzüglich die Wahrheit suchen und diese Angelegenheiten durchdenken; du musst auch den Weg finden, wie du die Wahrheit praktizieren solltest. Was wirst du beispielsweise denken, wenn du für zehn Jahre ins Gefängnis sollst? „Wird meine Frau (oder mein Mann) sich von mir scheiden lassen? Wie alt werden meine Kinder in zehn Jahren sein? Ich werde meine Verantwortung ihnen gegenüber nicht erfüllt haben – werden sie mich verstoßen und sich weigern, sich im Alter um mich zu kümmern? Wie werde ich nach meiner Entlassung leben? Nach zehn Jahren werden meine Eltern alt sein, und ich werde meine Pflicht als ihr Kind ihnen gegenüber nicht erfüllt haben – macht mich das ihnen gegenüber nicht undankbar? Wird Gottes Werk nach zehn Jahren beendet sein? Ich werde im Gefängnis nichts gewonnen haben – ich werde an keinen Versammlungen teilgenommen, keine Predigten gehört und die Wahrheit nicht verstanden haben. Werde ich in diesen zehn Jahren nicht zurückgefallen sein? Bedeutet das nicht, dass ich ausgemustert wurde? Wird Gott mich noch wollen? Wird Gott sich daran erinnern, wenn ich dieses Leid ertrage? Wenn Er sich nicht daran erinnert und ich keine Errettung erlangen kann, habe ich dann diese Zeit im Gefängnis nicht umsonst verbracht? In zehn Jahren wird sich viel ändern, und ich werde nichts gewinnen, sondern viel verlieren.“ Wenn du an diese Dinge denkst, treten Schwierigkeiten auf. Wie solltest du diesen Schwierigkeiten begegnen? Solltest du nicht darüber nachdenken, wie du jeden Tag überstehen kannst? Wenn du diese Dinge nicht durchdacht und nicht den Punkt erreicht hast, an dem du die Wahrheit verstehst und die Dinge klar siehst, dann werden im Falle einer Verhaftung dein Leben und dein Tod an einem einzigen Gedanken hängen: Ein Moment der Furchtsamkeit und Angst, ein einziger Gedanke oder eine einzige Idee können dazu führen, dass du zum Judas wirst, die Kirche verrätst und all deine bisherigen Bemühungen zunichte machst. Wenn du diese Angelegenheit nicht durchdenken oder durchschauen kannst, wird es dir sehr schwerfallen, dir keine Sorgen um deine Zukunft und dein Schicksal zu machen, und es wird sehr schwierig für dich sein, dein Leben und deinen Tod in Gottes Hände zu legen und Ihm zu erlauben, die Dinge nach Seinem Willen zu orchestrieren. Wenn du die Angelegenheiten von Leben und Tod nicht durchschauen kannst und immer noch darauf hoffst, Glück zu haben, und du dich durchwursteln willst, dann wirst du bloßgestellt werden, wenn sich dir eine Umgebung offenbart. All jene, die bei ihrer Verhaftung zu Judassen wurden und die „Drei Erklärungen“ unterzeichneten, taten dies über Nacht, und sie wurden von Satan mit dem Malzeichen des Tieres gebrandmarkt. Das Leben und der Tod einer Person hängen manchmal an einem einzigen Gedanken. Ohne die Wahrheit ist es sehr schwierig, Krisen zu überstehen. Was also ist wahre Verwegenheit? Ist es wahre Verwegenheit, wenn jemand etwas durch einen Ausbruch roher Gewalt erreicht? Das ist es nicht – es ist Impulsivität. Eine wirklich mutige Person besitzt in ihrem Herzen ein gewisses Maß an Unterscheidungsvermögen bezüglich vieler positiver und negativer Dinge. Sie ist in der Lage, positiven Dingen innerlich zuzustimmen, sie anzunehmen und fest anzuerkennen und den Punkt zu erreichen, an dem sie sich der Wahrheit und der Herrschaft Gottes unterwerfen kann. Nur auf diese Weise kannst du wahren Mut haben. Wenn du diese Dinge nicht in deinem Herzen besitzt, ist deine Verwegenheit nur töricht – wie ein neugeborenes Kalb, das keine Angst vor einem Tiger hat. Daher erfordert es in einem Land, das Gott widersteht, nicht nur Mut, an Gott zu glauben und Ihm zu folgen, sondern vor allem Glauben. Du wagst es, an Gott zu glauben, nicht weil du verwegen bist, sondern weil du Glauben hast. Manche Leute sagen: „Ich denke, dass ich an Gott glaube, einfach weil ich verwegen bin und keine Angst vor Verfolgung habe.“ Diese Aussage mag richtig sein. Du glaubst aufgrund von Wagemut, aber angesichts deiner Torheit, Unwissenheit und Einfachheit erweist Gott dir besondere Gnade und bereitet bestimmte Umgebungen für dich vor und bewässert und versorgt dich mit der Wahrheit. Dadurch kommst du dazu, eine ganze Reihe von Wahrheiten zu verstehen und zu gewinnen. Mit der Zeit gewinnt dein Wagemut Elemente echten Glaubens, und erst dann wächst dein Mut, und du wagst es mehr, dich zukünftigen Umgebungen oder Verfolgungen zu stellen. Wenn eine Person keinen echten Glauben hat und sich auf einen Kraftausbruch verlässt und sagt: „Ich wage es, an Gott zu glauben! Ich habe keine Angst vor Verfolgung oder davor, verhaftet und eingesperrt zu werden!“ – diese Art von Mut wird nicht lange anhalten. Ohne die Versorgung mit der Wahrheit, ohne dass Gott im wirklichen Leben Umgebungen bereitstellt, um dich zu schulen, dich praktizieren zu lassen und dich zu lehren, wie du verschiedenen Dingen begegnen sollst, ist deine Verwegenheit reiner Wagemut, und sie ist überhaupt kein echter Glaube. Versteht ihr? (Ja.) Wenn sie wirklich Wagemut ist, dann macht dich das zu einer rücksichtslosen, törichten, unwissenden Person. Manche Leute, die an Gott glauben, haben sehr einfache Gedanken und stellen sich die Dinge sehr unkompliziert vor, ohne überhaupt zu ahnen, welche Gefahren mit der Nachfolge Gottes verbunden sein werden. Aber erst wenn sie auf Rückschläge stoßen erkennen sie, dass die Nachfolge Gottes keine unkomplizierte Angelegenheit ist. Wenn die Verwegenheit einer Person ein Vorzug der Menschlichkeit ist, dann ist diese Person zumindest einfach und geradlinig, nicht kompliziert, und sie macht sich keine Sorgen um dies und das. Aber angenommen, deine Verwegenheit wird von der Absicht angetrieben, Segnungen zu erlangen, und du denkst: „Wenn man an Gott glaubt, kann man in den Himmel kommen, große Segnungen erlangen und den Katastrophen entkommen und dem Tod entgehen, also werde ich glauben, komme was wolle!“ Mit anderen Worten: Dein Glaube wird von einem Ausbruch wagemutiger roher Kraft angetrieben; es ist nicht so, dass du auf einfache Weise begehrst, an Gott zu glauben; stattdessen jagst du Segnungen nach. In diesem Fall ist deine Verwegenheit bestenfalls Wagemut und kann nicht als ein Vorzug der Menschlichkeit eingestuft werden. Daher muss man bei mutigen Menschen auf ihre Menschlichkeitsessenz achten. Wenn sie kein Gewissen und keine Vernunft haben und nur wagemutig sind, dann haben sie wenig Wert und können nichts Sinnvolles erreichen. Aber wenn sie in der Lage sind, an Gott zu glauben und die Wahrheit anzunehmen, dann besitzen solche Leute Wert. Wenn eine Person verwegen ist, aber kein Begriffsvermögen hat, die Wahrheit nicht versteht und nur, um Segnungen zu erlangen, an Gott glaubt, bereit ist, ihre Familie und ihre Karriere aufzugeben und keine Verfolgung fürchtet, um Segnungen zu erlangen, dann ist das kein Vorzug der Menschlichkeit, sondern ein falscher Gedanke und eine falsche Sichtweise. Stimmen falsche Gedanken und Sichtweisen mit Gottes Absichten überein? (Nein.) Ob jemand furchtsam oder verwegen ist, betrifft seine angeborenen Bedingungen und hat wenig mit seiner Menschlichkeitsessenz zu tun.

Wenn wir nicht über die verschiedenen Äußerungsformen von angeborenen Bedingungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft halten würden, könntet ihr sie dann von euch aus erkennen? (Wir könnten es vielleicht bei einfachen Äußerungsformen, aber bei komplexeren nicht.) Könnt ihr sie jetzt erkennen, wo wir über die Unterschiede zwischen angeborenen Bedingungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft gehalten haben? (Wir können sie ein bisschen besser erkennen als zuvor.) Wenn ich euch also noch einige ungewöhnlichere Beispiele gebe, werdet ihr sie dann auf der Grundlage dessen, worüber ich Gemeinschaft gehalten habe, erkennen können? Schwer zu sagen, richtig? Dann werden wir das nächste Mal weiterhin über Fragen zu diesem Thema Gemeinschaft halten. Wenn wir mehr Gemeinschaft halten, werdet ihr einige Regeln zur Erkennung verschiedener Arten von Problemen identifizieren. Was die verschiedenen Äußerungsformen von Menschlichkeit, angeborenen Bedingungen und verdorbenen Dispositionen betrifft, könnt ihr im Allgemeinen die Äußerungsformen erkennen, über die Gemeinschaft gehalten wurde. Diejenigen, über die nicht Gemeinschaft gehalten wurde, können nur Leute mit Gespür für geistliche Dinge oder diejenigen, die wissen, wie man die Wahrheit sucht, erkennen. Diejenigen mit schlechtem Kaliber könnten unzulänglich sein und sie möglicherweise nicht erkennen und müssen daher besser zuhören und mehr Fragen stellen. Wenn wir nicht über diese Fragen Gemeinschaft halten, werden sie für euch immer vage bleiben, und was ihr sagt, wird auch unklar sein; es wird immer eine Lücke zwischen eurem Verständnis und dem reinen Verständnis der Wahrheit geben, richtig? (Ja.)

Heute haben wir über Fragen des Kalibers Gemeinschaft gehalten. Könnt ihr jetzt das Kaliber von Menschen erkennen? (Wir können es grob erkennen.) Wenn ihr es nicht erkennen könnt, dann nehmt euch Zeit und macht Erfahrungen. Im täglichen Leben werdet ihr auf diese Angelegenheiten stoßen. Lernt, die Worte aus unserer Gemeinschaft auf das wirkliche Leben anzuwenden und gleicht sie Stück für Stück mit den Äußerungsformen anderer ab. Erkennt euch selbst und andere, lernt euch selbst und andere kennen. Allmählich wirst du in der Lage sein, diese Dinge einzuschätzen und einen Maßstab dafür entwickeln. Die Grundsätze zur Betrachtung von Menschen und Dingen sowie für euer Verhalten und Handeln werden immer klarer werden. Wir haben viel über die verschiedenen Aspekte der Erkennung von angeborenen Bedingungen, Menschlichkeit und verdorbenen Dispositionen Gemeinschaft gehalten. Ganz gleich, über welche Äußerungsformen oder welche Offenbarungen der Menschlichkeit wir Gemeinschaft halten, nichts davon sind leere Worte – diese Dinge können alle im wirklichen Leben angetroffen, gesehen und gespürt werden. Daher musst du lernen, verschiedene Dinge und verschiedene Arten von Leuten zu betrachten, indem du Gottes Worte zu ihnen in Beziehung setzt. Nur indem du lernst, die verschiedenen Zustände und Angelegenheiten aus unserer Gemeinschaft mit dem wirklichen Leben abzugleichen, kannst du allmählich Fortschritte bei der Betrachtung von Menschen und Dingen sowie bei deinem Verhalten und Handeln machen, ein genaues Verständnis für verschiedene Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Wahrheit erlangen und allmählich die verschiedenen Wahrheitsgrundsätze erfassen. Versteht ihr? (Ja.) Obwohl die besprochenen Angelegenheiten hauptsächlich dazu dienen, die verschiedenen Zustände und Offenbarungen der Menschen zu erkennen und dich nicht direkt befähigen, die Wahrheit zu verstehen und in sie einzutreten, werden diese Angelegenheiten alle dein Verständnis der Wahrheit sowie deinen Eintritt in die Wahrheitsrealität beeinflussen. Obwohl diese Angelegenheiten in den Auffassungen der Menschen nur die Menschlichkeit, die angeborenen Bedingungen oder einige offensichtlich verdorbene Dispositionen zu betreffen scheinen, steht jede Angelegenheit und jede Aussage in Zusammenhang mit dem Eintritt der Menschen in die Wahrheit. Und so sind diese Angelegenheiten solche, denen du dich auf dem Weg des Eintritts in die Wahrheit stellen musst – du kannst ihnen nicht ausweichen. Die verschiedenen Angelegenheiten und Äußerungsformen der Menschlichkeit, ob positiv oder negativ, werden dir alle in verschiedenen Umgebungen des täglichen Lebens begegnen. Wenn du, wenn du mit verschiedenen Angelegenheiten konfrontiert bist, keine davon erkennen kannst und sie alle verallgemeinerst und die Wahrheitsgrundsätze aus unserer Gemeinschaft als Vorschriften oder Glaubenslehren betrachtest, dann wirst du niemals in die Wahrheitsrealität eintreten können. Warum ist das so? Weil du niemals verstehen wirst, was die Wahrheit ist.

Also gut, das ist alles für die heutige Gemeinschaft. Auf Wiedersehen!

25. November 2023

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