31. Ich kann mein Kaliber jetzt richtig einschätzen

Von Shelly, Vereinigten Staaten

Im April 2023 wurde ich zur Teamleiterin für die Bewässerung gewählt. Da die Zahl der Neulinge allmählich stieg, musste ich auch die Gesamtarbeit des Teams überprüfen. Es fühlte sich an, als hätte der Tag nicht genug Stunden. Manchmal, wenn ich die Arbeit der Brüder und Schwestern überprüfte, verbrachte ich selbst weniger Zeit mit der Bewässerung der Neulinge, und wenn ich dann die Bewässerung der Neulinge priorisierte, überprüfte ich die Teamarbeit nicht genau genug. Ich konnte nie alle Aufgaben unter einen Hut bringen. Diese Situation machte mich nervös, und ich fürchtete, die Leiterin würde sagen, mein Arbeitsvermögen sei nicht gut und mein Kaliber gering. Besonders fürchtete ich, dass meine Pflicht als Teamleiterin angepasst werden würde. Von den Brüdern und Schwestern, die ich von früher kannte, waren einige Leiter und andere Verantwortliche geworden. Ich hingegen war nur Teamleiterin und lief Gefahr, neu eingeteilt zu werden. Ich war irgendwie unzufrieden. Würde ich wirklich mein ganzes Leben lang so mittelmäßig bleiben? Hatte ich wirklich nicht das Kaliber einer Leiterin oder Verantwortlichen? Ich erinnerte mich, dass Brüder und Schwestern darüber sprachen, wie eine vernünftige Zeitplanung die Effizienz bei ihrer Pflicht steigern könnte, und ein Hoffnungsschimmer erhellte mein Herz. Könnte ich mit dieser Methode nicht auch mein Arbeitsvermögen verbessern? Und wenn ich bei meiner Pflicht Leid ertrug und einen Preis zahlte, würde Gott mir dann nicht Gunst erweisen und mein Kaliber und Arbeitsvermögen verbessern? Mit diesem Gedanken schritt ich eilig zur Tat. Ich schrieb jeden Tag meinen Zeitplan auf, notierte meine Arbeit nach Stunden aufgeteilt und tat mein Bestes, meine Zeit optimal zu nutzen. Nachdem ich eine Weile hart gearbeitet hatte, sah ich kaum eine Verbesserung bei den Ergebnissen meiner Pflicht. Ich war damals ziemlich frustriert. Warum konnte ich mich nicht verbessern? Warum erwies Gott anderen Brüdern und Schwestern Gunst und gab ihnen ein gutes Kaliber, sodass sie für Pflichten als Leiter und Verantwortliche qualifiziert waren? Was mich betraf, so hatte ich so lange hart gearbeitet, und selbst die Pflicht als Teamleiterin war schon so anstrengend. Erwies Gott mir wirklich keine Gunst? Besonders wenn Probleme auftraten oder die Ergebnisse meiner Pflicht schlecht waren, fühlte ich mich noch deprimierter und war noch negativer eingestellt. Ich vermutete, dass ich bald entlassen werden würde. Einmal erfuhr meine Verantwortliche von meinem Zustand und sagte zu mir: „Die Last auf deinem Herzen ist zu groß. Dein Kaliber und Arbeitsvermögen können sich nicht mit denen von Brüdern und Schwestern mit gutem Kaliber messen, aber du hast deine Stärken. Zum Beispiel, dass du dich aufrichtig öffnen und nach der Wahrheit suchen kannst, wenn du bei deiner Pflicht auf Probleme und Schwierigkeiten stößt. Du kannst auch allen bei ihrem Lebenseintritt helfen. Du musst nur deine Stärken voll ausspielen und deine Pflicht gut tun.“ Ja, ich empfand mein Leben als zu anstrengend und hatte das Gefühl, dass ich mir selbst viel unnötigen Druck machte.

Eines Tages las ich Gottes Worte: „Du denkst, je mehr du in der Lage bist, Übernatürliches zu erreichen und den Bereich deines eigenen Kalibers und deiner eigenen Fähigkeiten zu übertreffen, desto mehr beweist es, dass es sich um das Werk Gottes handelt; dass Gott umso stärker in dir wirkt und dein Kaliber und deine Fähigkeiten wachsen werden, wenn deine Aufrichtigkeit und dein Wille zur Mitwirkung immer größer werden. Ist das nicht eine Auffassung und Vorstellung, die die Menschen haben? (Doch.) Seid ihr besonders geneigt, so zu denken? (Ja.) Was ist die Folge dieser Denkweise? Ist es nicht immer ein Scheitern und das Ausbleiben der Verwirklichung? Manche Leute werden sogar negativ und sagen: ‚Ich habe Gott meine äußerste Aufrichtigkeit entgegengebracht – warum gewährt Gott mir kein gutes Kaliber? Warum gibt Gott mir keine übernatürlichen Fähigkeiten? Warum bin ich immer noch ständig schwach? Mein Kaliber hat sich nicht verbessert, ich kann nichts klar sehen, und ich werde verwirrt, wenn ich mit komplexen Angelegenheiten konfrontiert werde. Früher war es so; warum ist es jetzt immer noch so? Und warum kann ich in der Ausführung meiner Pflicht und im Umgang mit Problemen niemals mein Fleisch überwinden? Ich verstehe einige Glaubenslehren, aber trotzdem kann ich die Dinge nicht klar sehen; und wenn es darum geht, mit Angelegenheiten umzugehen, bleibe ich unentschlossen und weiterhin hinter denjenigen mit gutem Kaliber zurück. Mein Arbeitsvermögen ist ebenfalls schlecht, und die Ausführung meiner Pflicht ist ineffizient. Mein Kaliber hat sich überhaupt nicht verbessert! Was ist los? Könnte es sein, dass meine Aufrichtigkeit gegenüber Gott unzureichend ist? Oder mag Gott mich nicht? Wo liegt mein Mangel?‘ Manche Leute suchen nach verschiedenen Gründen und haben viele Ansätze ausprobiert, um diese Tatsache zu ändern; sie hören zum Beispiel mehr Predigten, lernen mehr von Gottes Worten auswendig, schreiben mehr geistliche Andachtsnotizen, hören den Leuten mehr zu, wenn sie über die Wahrheit Gemeinschaft halten, und suchen mehr, aber das Endergebnis ist immer noch enttäuschend. Ihr Kaliber und ihr Arbeitsvermögen bleiben unverändert, ohne jede Verbesserung, selbst nachdem sie drei bis fünf Jahre an Gott geglaubt haben(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). „Wenn du immer glaubst, dass Gottes Wirken und Sprechen, um die Menschen mit der Wahrheit zu versorgen, darauf abzielt, all diese angeborenen Eigenschaften der Menschen zu verändern, und dass man nur dann als ein völlig wiedergeborener, wahrhaft neuer Mensch im Sinne Gottes gelten kann, dann irrst du dich gewaltig. Dies ist eine menschliche Auffassung und Vorstellung. Nachdem du dies verstanden hast, solltest du solche Auffassungen, Vorstellungen, Vermutungen oder Gefühle loslassen. Das heißt, im Prozess des Strebens nach der Wahrheit solltest du dich nicht immer auf Gefühle oder Vermutungen verlassen, um diese Dinge zusammenzufassen: ‚Hat sich mein Kaliber verbessert? Haben sich meine Instinkte verändert? Ist meine Persönlichkeit immer noch so schlecht wie zuvor? Haben sich meine Routinen verändert?‘ Denke nicht über diese Dinge nach; solch ein Nachdenken ist vergeblich, denn dies sind nicht die Aspekte, die Gott zu verändern beabsichtigt, und Gottes Worte und Werk haben diese Dinge nie zum Ziel gehabt. Gottes Werk hat nie darauf abgezielt, das Kaliber, die Instinkte, die Persönlichkeit und so weiter der Menschen zu verändern, noch hat Gott jemals gesprochen, um diese Aspekte der Menschen zu verändern. Das bedeutet, dass Gottes Werk die Menschen auf der Grundlage ihrer ihnen innewohnenden Bedingungen mit der Wahrheit versorgt, mit dem Ziel, die Menschen dazu zu bringen, die Wahrheit zu verstehen und sie dann anzunehmen und sich ihr zu unterwerfen. Mit anderen Worten: Unabhängig von deinem Kaliber, deiner Persönlichkeit und deinen Instinkten möchte Gott die Wahrheit in dich hineinwirken, um deine alten Auffassungen und verdorbenen Dispositionen zu verändern, anstatt dein dir innewohnendes Kaliber, deine Instinkte und deine Persönlichkeit zu verändern. Du verstehst es jetzt, oder? Was genau beabsichtigt Gottes Werk zu verändern? (Gottes Werk beabsichtigt, die alten Auffassungen und verdorbenen Dispositionen in den Menschen zu verändern.) Jetzt, da du diese Wahrheit verstehst, solltest du jene Vorstellungen und Auffassungen loslassen, die unrealistisch sind und sich mit übernatürlichen Dingen befassen, und du solltest diese Auffassungen und Vorstellungen nicht verwenden, um dich selbst zu messen oder Anforderungen an dich selbst zu stellen. Stattdessen solltest du die Wahrheit auf der Grundlage der verschiedenen dir innewohnenden Bedingungen suchen und annehmen, die dir von Gott gegeben wurden. Was ist das letztendliche Ziel dabei? Es ist, dass du auf der Grundlage deiner dir innewohnenden Bedingungen die Wahrheitsgrundsätze verstehst, jeden einzelnen Wahrheitsgrundsatz verstehst, der angesichts verschiedener Situationen, denen du begegnest, praktiziert werden sollte, und du Menschen und Dinge gemäß diesen Wahrheitsgrundsätzen betrachten und dich entsprechend verhalten und danach handeln kannst. Dies zu tun, erfüllt Gottes Anforderungen(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, dämmerte es mir plötzlich, dass ich nach meinen Auffassungen und Einbildungen lebte. Ich dachte, wenn jemand aufrichtig an Gott glaubt, seine Pflicht aufmerksam ausführt, Leid erträgt und einen Preis zahlt, würde Gott ihm Gunst erweisen. Er würde helfen, sein Kaliber und Arbeitsvermögen zu verbessern, sodass die Ergebnisse seiner Pflichten sein ursprüngliches Kaliber und Arbeitsvermögen übertreffen. Selbst bei einem geringen Kaliber könnte diese Person in der Kirche Leitungs- und Aufsichtspflichten übernehmen und dort zu einer der tragenden Säulen werden. Obwohl ich die Dinge langsam anging und ein geringes Arbeitsvermögen hatte, dachte ich: Solange ich meine Pflicht aufmerksam ausführte, Leid ertrug und einen Preis zahlte, würde Gott mir Gunst erweisen. Also wollte ich das Erstellen eines Tagesplans, das Einteilen meiner Zeit, das Ertragen von Leid und das Zahlen eines Preises als Mittel nutzen, um mein Kaliber und mein Arbeitsvermögen zu verbessern. Doch nachdem ich eine Weile hart gearbeitet hatte, verbesserten sich mein Kaliber und Arbeitsvermögen nicht, wie ich es mir vorgestellt hatte, meine Einstellung wurde negativ und ich wurde deprimiert. Ich dachte, Gott würde mir keine Gunst erweisen und nicht an mir wirken. Nachdem ich nun Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass Gottes Werk nicht übernatürlich, sondern praktisch ist. Mein Kaliber ist das Resultat von Gottes Vorherbestimmung. Gott wirkt, um den Menschen zu helfen, in die Wahrheit einzutreten, ihre verdorbenen Dispositionen abzulegen und ein wahres menschliches Abbild auszuleben. Er wirkt nicht, um das Kaliber und das Arbeitsvermögen der Menschen zu verändern. Wenn Menschen ihre Pflichten aufrichtig ausführen und die Wahrheit suchen, können sie die Erleuchtung und Führung des Heiligen Geistes erlangen und einige der Hürden in ihrer Pflicht überwinden. Das alles basiert jedoch auf der Grundlage des dem Menschen gegebenen Kalibers; die Menschen sind der Aufgabe dann gewachsen, wenn sie nur hart arbeiten. Es gibt niemanden mit einem geringen Kaliber, der durch das Wirken des Heiligen Geistes das Kaliber eines Leiters erlangt hätte. Das alles waren meine Auffassungen und Einbildungen. Ich erkannte, dass an Gott Glaubende nicht nur unfähig sein werden, die Wahrheit zu verstehen und ihre Pflicht gut zu tun, sondern sie auch Gottes Anforderungen zuwiderhandeln werden, wenn sie nicht die Wahrheit suchen und nur nach ihren Auffassungen und Einbildungen streben.

Etwas später teilte mich meine Verantwortliche aufgrund von Arbeitsanforderungen ein, in eine andere Kirche zu gehen, um Neulinge zu bewässern. Meine vorherige Arbeitspartnerin war Kirchenverantwortliche geworden. Ich hingegen war nur eine Bewässerin. Plötzlich spürte ich eine große Distanz zwischen mir und ihr. Obwohl ich wusste, dass sich das Kaliber der Menschen durch Gottes Werk nicht verändert, wollte ich das nicht akzeptieren und war mit meinem Kaliber unzufrieden. Ich dachte, dass Leute mit gutem Kaliber von der Kirche befördert und gefördert würden und die tragenden Säulen der Kirche seien. Nur solche Leute hätten eine gute Zukunft und würden von anderen hoch angesehen. Leute mit geringem Kaliber hingegen könnten nur Randaufgaben übernehmen, andere sähen auf sie herab und sie fänden bei Gott kein Wohlgefallen. Ich wollte nicht als jemand mit „geringem Kaliber“ abgestempelt werden. Ich dachte, wenn mir dieses Etikett erst einmal anhaftete, käme das dem Eingeständnis gleich, dass ich ein kompletter Nichtsnutz wäre. Dann hätte ich keinerlei Aussichten mehr! Das kam überhaupt nicht infrage; ich musste es weiter versuchen. Selbst wenn ich mein Kaliber nicht großartig verbessern konnte, wäre es schon in Ordnung, wenn es mir durch Leid und das Zahlen eines Preises bei meiner Pflicht gelänge, mein Kaliber ungefähr auf das gleiche Niveau wie das der anderen zu bringen. Also stürzte ich mich sofort in die Arbeit und tat sie sehr aktiv. Wenn ich einen Erfolg erzielte, freute ich mich riesig und erzählte den Brüdern und Schwestern eifrig davon, in der Hoffnung, ihre Anerkennung zu gewinnen. Doch später stieß ich bei der Bewässerung der Neulinge auf Schwierigkeiten, die ich nicht lösen konnte, und ich vernachlässigte auch einige meiner Aufgaben. Ich war entmutigt und traurig. Es schien, als wäre mein Kaliber wirklich nicht ausreichend. Damals arbeitete ich bereits sehr hart, machte meine Sache aber immer noch nicht gut. Was soll’s, dachte ich; egal, wie sehr ich mich auch anstrengen würde, es würde sich nichts ändern. Ein geringes Kaliber ist eine unheilbare Krankheit. Ohne es zu merken, wurde ich bei der Ausführung meiner Pflicht negativ und passiv und wollte mir keine Gedanken mehr darüber machen, wie ich die Probleme bei meiner Arbeit lösen konnte. Ich wollte mich sogar vor meiner Verantwortung drücken und dachte, dass ich meine Pflicht wegen meines begrenzten Kalibers schlecht ausführte und eben nichts dagegen tun konnte. In dieser Zeit fühlte ich mich ein wenig benommen, und wenn ich Gottes Worte las, fand ich keine innere Ruhe. Wenn ich betete, wusste ich nicht, was ich zu Gott sagen sollte. Ich war ständig deprimiert.

Eines Tages las ich während meiner Andacht zwei Abschnitte aus Gottes Worten: „Fordere dich nicht selbst heraus und versuche auch nicht, deine Grenzen zu überschreiten. Gott weiß, wie dein Kaliber und deine Fähigkeiten beschaffen sind. Welches Kaliber und welche Fähigkeiten Gott dir gegeben hat, ist von Ihm längst vorherbestimmt worden. Diese immer übertreffen zu wollen, ist arrogant und selbstüberschätzend; es bedeutet, nach Schwierigkeiten zu suchen, und wird unweigerlich im Scheitern enden. Vernachlässigen solche Menschen nicht ihre eigentlichen Aufgaben? (Ja.) Sie verhalten sich nicht regelkonform und bleiben nicht an ihrem richtigen Platz, um die Pflichten eines geschaffenen Wesens zu erfüllen – sie befolgen diese Grundsätze in ihren Handlungen nicht, sondern versuchen stattdessen immer, anzugeben. Hierzu gibt es eine Redensart, die sinngemäß besagt: Eine alte Frau trägt Lippenstift auf, damit du was zum Gucken hast. Zu welchem Zweck würde die ‚alte Dame‘ das tun? (Um sich selbst zur Schau zu stellen.) Die alte Dame will dir zeigen: ‚Ich als alte Dame bin nicht gewöhnlich – ich zeige dir etwas Besonderes.‘ Sie will nicht, dass auf sie herabgesehen wird, sondern will hoch angesehen und verehrt werden; sie will ihre Grenzen austesten und sich selbst übertreffen. Ist das nicht eine arrogante Natur? (Ja.) Wenn du eine arrogante Natur hast, dann bleibst du nicht in deinen Schranken, du willst dich nicht deiner Stellung entsprechend verhalten. Du willst dich immer selbst herausfordern. Was auch immer andere können, willst du auch können. Wenn andere sich hervortun, Ergebnisse erzielen oder Beiträge leisten und das Lob aller erhalten, fühlst du dich unwohl, eifersüchtig und unzufrieden. Du willst dann deinen aktuellen Aufgaben den Rücken kehren, um eine Arbeit zu übernehmen, die dich glänzen lässt, weil du auch hoch angesehen werden willst. Aber du bist nicht in der Lage, eine Arbeit zu tun, die dich hervorstechen lässt. Ist das also nicht Zeitverschwendung? Ist das nicht eine Vernachlässigung deiner eigentlichen Aufgaben? (Ja.) Vernachlässige nicht die eigentlichen Aufgaben, denn sie zu vernachlässigen, wird kein gutes Ende nehmen. Es verzögert nicht nur die Dinge und verschwendet Zeit, sodass andere auf dich herabsehen, sondern es sorgt auch dafür, dass Gott dich verabscheut, und am Ende quälst du dich selbst, bis du ziemlich negativ wirst(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). „Gott beobachtet nur, ob du dich deiner Stellung entsprechend verhältst, und ob du jemand bist, der die Pflichten eines geschaffenen Wesens gut tut. Er beobachtet, ob du bei der Ausführung deiner Pflicht von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft unter den angeborenen Bedingungen, die Gott dir gegeben hat, dabei bist, und ob du nach Grundsätzen handelst und die von Gott gewünschten Ergebnisse erzielst. Wenn du all diese Dinge erreichen kannst, gibt Gott dir die volle Punktzahl. Angenommen, du tust die Dinge nicht in Übereinstimmung mit Gottes Anforderungen, und selbst wenn du dich anstrengst und dir Mühe gibst, ist alles, was du tust, nur Angeberei und Selbstdarstellung, und du handelst bei der Ausführung deiner Pflicht nicht nach den Wahrheitsgrundsätzen oder gibst von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft, um Gott zufriedenzustellen. In diesem Fall sind deine Äußerungsformen und dein Verhalten für Gott abscheulich. Warum verabscheut Gott sie? Gott sagt, du konzentrierst dich nicht auf die eigentlichen Aufgaben, du hast nicht von ganzem Herzen, mit ganzer Kraft oder von ganzem Gemüt deine Pflicht getan, und du gehst nicht den richtigen Weg. Das Kaliber, die Begabungen und die Talente, die Gott dir gegeben hat, sind bereits ausreichend – es ist nur so, dass du nicht zufrieden bist, nicht hingebungsvoll bei deiner Pflicht, nie deinen Platz kennst, immer hochtrabende Ideen von dir geben und angeben willst und am Ende ein Chaos aus deinen Pflichten machst. Du hast das Kaliber, die Begabungen und die Talente, die Gott dir gegeben hat, nicht zum Einsatz gebracht, du hast dich nicht voll angestrengt und du hast keine Ergebnisse erzielt. Obwohl du vielleicht ziemlich beschäftigt bist, sagt Gott, du bist wie ein Possenreißer und keine Person, die ihren Platz kennt und sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentriert. Gott mag solche Leute nicht(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich von einer arroganten Disposition beherrscht wurde, indem ich ständig versuchte, mein Kaliber zu ändern. Meine Disposition war sehr arrogant, und ich war nie bereit, hinter anderen zurückzubleiben. Ich wollte das Ansehen und die Anerkennung der anderen gewinnen und mich von der Masse abheben. Ich glaubte, dass dies meinem Leben einen Wert verleihen würde, und wollte deshalb mein Kaliber verbessern, um dieses Ziel zu erreichen. Schon als Kind gehörte ich in der Schule immer zu den Besten. Wenn jemand in einer Prüfung besser abschnitt als ich, gab ich mich nicht geschlagen und war fest entschlossen, meinen Vorsprung beim nächsten Mal zurückzuerobern. Meine Mutter sagte oft, ich sei zu ehrgeizig. Weil ich in der Schule gute Noten hatte, wurde ich von meinen Eltern und Lehrern gelobt, und die Lehrer forderten meine Mitschüler sogar auf, sich ein Beispiel an mir zu nehmen. Ich genoss diese besondere Anerkennung sehr und dachte, man müsse sich einfach von der Konkurrenz abheben. Jetzt führte ich meine Pflicht mit demselben Streben aus und wollte immer eine Leiterin oder Verantwortliche sein. Ich dachte, diese Leute seien die tragenden Säulen der Kirche und alle würden sie bewundern und anerkennen, während diejenigen mit geringem Kaliber nur gewöhnliche Pflichten erledigen, im Hintergrund arbeiten und als Nichtsnutze leben könnten. Als ich sah, dass meine ehemalige Arbeitspartnerin Kirchenleiterin geworden war, während ich nur eine gewöhnliche Bewässerin blieb, konnte ich das deshalb nicht akzeptieren. Ich wollte nicht für immer so mittelmäßig sein. Ich weigerte mich, die Tatsachen anzuerkennen oder mich geschlagen zu geben, und war nicht bereit, meine Pflicht auf bodenständige Weise auszuführen. Ich wollte immer mein Kaliber verbessern und Pflichten als Leiterin oder Verantwortliche ausführen. Obwohl Gottes Worte klar besagten, dass Gottes Werk das Kaliber der Menschen nicht verändert, weigerte ich mich immer noch, dies anzuerkennen. Ich wollte es immer einfach weiter versuchen und alles geben, um mein Kaliber durch harte Arbeit und den Preis, den ich zahlte, zu verbessern. Ich war wirklich so rebellisch, so arrogant! Gott sagt: „Das Kaliber, die Begabungen und die Talente, die Gott dir gegeben hat, sind bereits ausreichend – es ist nur so, dass du nicht zufrieden bist, nicht hingebungsvoll bei deiner Pflicht, nie deinen Platz kennst, immer hochtrabende Ideen von dir geben und angeben willst und am Ende ein Chaos aus deinen Pflichten machst.“ Mein Arbeitsvermögen war gering und mein Kaliber nicht besonders gut; ich taugte nicht zur Leiterin. Aber ich hatte auch Bereiche, in denen ich bewandt war. Zum Beispiel konnte ich eine Fremdsprache sprechen und dachte gerne über Gottes Worte nach. Wenn ich über meine Erkenntnis der Wahrheit Gemeinschaft hielt, waren meine Gedanken auch relativ klar. Tatsächlich war die Pflicht zur Bewässerung, die ich jetzt ausführte, perfekt für mich. Ich konnte mich jedoch nicht mit meinem Platz abfinden und wollte immer meine Stellung verbessern und Aufsichtspflichten ausführen. Wie sich herausstellte, führte keine meiner Bemühungen um Verbesserung zu einer Änderung meines Kalibers. Im Gegenteil, sie verschlechterten meinen Zustand enorm, und ich konnte nicht einmal meine eigene Arbeit gut tun. Als mir das klar wurde, fühlte ich mich schuldig und tief in Gottes Schuld.

Später dachte ich erneut: „Warum denke ich immer, dass es etwas Schlechtes ist, ein geringes Kaliber zu haben? Warum lasse ich zu, dass dies die Ausführung meiner Pflicht beeinträchtigt?“ Als ich Gottes Worte las, die sich auf diesen Aspekt bezogen, wendete sich mein Zustand zum Guten. Der Allmächtige Gott sagt: „Gerade weil dein Kaliber und deine Fähigkeiten begrenzt sind, sind die Ergebnisse deiner Pflichtausführung immer durchschnittlich und erreichen nie das Niveau oder den Maßstab, den du dir idealerweise vorstellst. So erkennst du unbewusst immer wieder, dass du keine herausragende Persönlichkeit, kein überlegener oder außergewöhnlicher Mensch bist. Allmählich verstehst du, dass dein Kaliber nicht so gut ist, wie du es dir vorgestellt hast, sondern allzu gewöhnlich. Dieser schrittweise Prozess ist sehr hilfreich für dich, um dich selbst zu erkennen – du erlebst auf praktische Weise einige Misserfolge und Rückschläge, und nach innerer Reflexion wirst du bei der Einschätzung deines Niveaus, deiner Fähigkeiten und deines Kalibers immer genauer. Du erkennst zunehmend, dass du keine Person von gutem Kaliber bist, dass du, obwohl du vielleicht einige Stärken und Begabungen, ein wenig Urteilsfähigkeit oder gelegentlich einige Ideen oder Pläne hast, immer noch hinter den Wahrheitsgrundsätzen zurückbleibst, weit entfernt von Gottes Anforderungen und den Maßstäben der Wahrheit und noch weiter entfernt vom Maßstab, die Wahrheitsrealität zu besitzen – unbewusst fällst du diese Urteile und Einschätzungen über dich selbst. Im Prozess des Beurteilens und Einschätzens deiner selbst wird deine Erkenntnis über dich selbst immer genauer, und deine verdorbenen Dispositionen und Offenbarungen der Verdorbenheit werden immer weniger, werden zurückhaltender und kontrollierter. Die Kontrolle deiner verdorbenen Dispositionen ist natürlich nicht das Ziel. Was ist das Ziel? Das Ziel ist, dass du, während deine verdorbenen Dispositionen unter Kontrolle sind, allmählich lernst, die Wahrheit zu suchen und dich anständig zu verhalten, nicht immer versuchst, mit hochtrabenden Ideen anzugeben oder mit deinen Fähigkeiten zu prahlen, nicht immer wetteifernd danach strebst, der Beste oder Stärkste zu sein, und nicht immer versuchst, dich selbst zu beweisen. Während sich dieses Bewusstsein kontinuierlich tief in dein Herz eingräbt, wirst du nachdenken: ‚Ich muss nach den Wahrheitsgrundsätzen für dieses Handeln suchen und danach, was Gott dazu sagt.‘ Dieses Bewusstsein wird sich allmählich tief in deinem Herzen etablieren, und dein Grad des Suchens, Anerkennens und Annehmens von Gottes Wort und der Wahrheit wird sich zunehmend erhöhen, was für dich die Hoffnung auf Errettung bedeutet. Je mehr du die Wahrheit annehmen kannst, desto weniger werden sich deine verdorbenen Dispositionen offenbaren; ein noch besseres Ergebnis ist, dass du mehr Gelegenheiten haben wirst, Gottes Wort als Maßstab für die Praxis zu verwenden. Ist das nicht ein allmähliches Beschreiten des Weges der Errettung? Ist das nicht eine gute Sache? (Doch.) Aber wenn alle deine Fähigkeiten überlegen und perfekt und unter den Menschen außergewöhnlich sind, kannst du dann immer noch die Wahrheit suchen, während du Angelegenheiten handhabst und deine Pflichten tust? Das ist schwer zu sagen. Es ist für jemanden mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in allen Bereichen sehr schwierig, mit einem ruhigen Herzen oder einer demütigen Haltung vor Gott zu treten, um sich selbst zu erkennen, seine eigenen Makel und verdorbenen Dispositionen zu erkennen und den Punkt zu erreichen, die Wahrheit zu suchen, die Wahrheit anzunehmen und dann die Wahrheit zu praktizieren. Das ist ziemlich schwierig zu erreichen, nicht wahr? (Ja.)“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). „Die meisten der Menschen, die Gott rettet, bekleiden keine hohen Positionen in der Welt oder unter den Menschen der Gesellschaft. Weil ihr Kaliber und ihre Fähigkeiten durchschnittlich oder sogar schlecht sind, sie sich schwertun, in der Welt beliebt oder erfolgreich zu sein, und sie immer das Gefühl haben, dass die Welt trostlos und ungerecht ist, haben sie ein Bedürfnis nach Glauben, und schließlich kommen sie vor Gott und treten in Gottes Haus ein. Das ist eine Grundvoraussetzung, die Gott den Menschen gibt, wenn Er sie auswählt. Nur mit diesem Bedürfnis kannst du den Wunsch haben, Gottes Errettung anzunehmen. Wenn du in allen Aspekten sehr gute Voraussetzungen hast, die geeignet sind, um in der Welt etwas anzustreben, und du dir immer einen Namen machen willst, dann hättest du nicht den Wunsch, Gottes Errettung anzunehmen, noch hättest du überhaupt die Gelegenheit, Gottes Errettung zu empfangen. Auch wenn du vielleicht ein durchschnittliches oder schlechtes Kaliber hast, bist du dennoch viel gesegneter als Nichtgläubige, da du die Gelegenheit hast, von Gott gerettet zu werden. Daher ist ein schlechtes Kaliber kein Makel an dir, noch hindert es dich daran, verdorbene Dispositionen abzulegen und Errettung zu erlangen. Letztendlich ist es Gott, der dir dieses Kaliber gegeben hat. Du hast so viel, wie Gott dir gibt. Wenn Gott dir ein gutes Kaliber gibt, dann hast du gutes Kaliber. Wenn Gott dir ein durchschnittliches Kaliber gibt, dann ist dein Kaliber durchschnittlich. Wenn Gott dir ein schlechtes Kaliber gibt, dann ist dein Kaliber schlecht. Hast du das einmal verstanden, musst du es von Gott annehmen und dich Gottes Herrschaft und Anordnungen unterwerfen können. Welche Wahrheit bildet die Grundlage für die Unterwerfung? Dass solche Anordnungen Gottes Seine guten Absichten enthalten; Gott ist überaus gewissenhaft in Seiner Bedachtsamkeit, und die Menschen dürfen sich nicht beschweren oder Gottes Herz missverstehen. Gott wird wegen deines guten Kalibers weder eine hohe Meinung von dir haben noch wird Er dich wegen deines schlechten Kalibers verachten oder verabscheuen. Was verabscheut Gott? Was Gott verabscheut, ist, wenn Menschen die Wahrheit nicht lieben oder annehmen; wenn Menschen die Wahrheit verstehen, sie aber nicht praktizieren; wenn Menschen nicht tun, wozu sie fähig sind; wenn Menschen nicht in der Lage sind, bei ihren Pflichten ihr Äußerstes zu geben, sie aber immer extravagante Begierden haben, immer Status haben wollen, immer um Stellung wetteifern und immer Forderungen an Ihn stellen. Das ist es, was Gott widerlich und verabscheuungswürdig findet(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich ziemlich berührt. Ich verstand, dass mein geringes Kaliber von Gott bestimmt war und darin Seine gute Absicht lag; es war etwas Gutes. Tatsächlich war meine Disposition immer sehr arrogant gewesen. Da ich diese Disposition hatte und meine Pflicht nicht gemäß den Grundsätzen ausführte, schadete ich in der Vergangenheit meiner Arbeit und beging eine Verfehlung. Wenn ich ein gutes Kaliber und ein starkes Arbeitsvermögen hätte, wäre meine Disposition noch arroganter, und es würde mir noch schwerer fallen, mir die Meinungen der Brüder und Schwestern anzuhören. Ich wäre nicht in der Lage, bescheiden zu sein und nach den Wahrheitsgrundsätzen zu suchen. Auf diese Weise würde es leicht passieren, dass ich Böses tun und die Arbeit der Kirche unterbrechen und stören würde. Gerade weil mein Kaliber etwas gering war und ich kein hohes Arbeitspensum bewältigen konnte, war ich bei meiner Pflicht beständiger und umsichtiger als zuvor. Wenn meine Meinung manchmal ein wenig von der der anderen abwich, war ich nicht so stur. Dies war eine unbewusste Form des Selbstschutzes, die mein Risiko, Böses zu tun, verringerte. Ich dachte an eine Schwester, die ich früher kennengelernt hatte. Alle sagten, sie habe ein gutes Kaliber, was mich neidisch auf sie machte. Später wurde sie zur Leiterin gewählt, und der Arbeitsbereich, den sie betreute, wurde immer größer. Sie strebte jedoch nicht nach der Wahrheit und legte keinen Wert darauf, Gottes Worte zu essen und zu trinken, noch suchte sie die Wahrheit, um ihre verdorbene Disposition zu beseitigen. Als sie schließlich mit Prüfungen konfrontiert wurde, verriet sie Gott und kehrte ihrer Pflicht den Rücken. Das zeigte mir, dass es das Wichtigste ist, ob eine Person nach der Wahrheit streben und ihre verdorbene Disposition beseitigen kann – egal wie gut ihr Kaliber und Arbeitsvermögen sind. Ob ein Mensch gerettet werden kann oder nicht, hängt nicht völlig vom Niveau seines Kalibers ab. Ein gutes Kaliber zu haben ist nicht unbedingt etwas Gutes, genauso wie ein geringes Kaliber nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Das Wichtigste ist, ob man sich Gottes Herrschaft und Anordnungen unterwerfen und sein Kaliber richtig einschätzen kann, ob man bodenständig nach der Wahrheit strebt und seine Pflicht als geschaffenes Wesen gut tut. Dies ist das Entscheidendste.

Dann las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten und fand einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Versuche nicht mit allen Mitteln, dein Kaliber zu verändern oder deine Fähigkeiten in allen Aspekten zu verbessern, sondern erkenne dein angeborenes Kaliber und deine Fähigkeiten genau und gehe korrekt damit um. Wenn du entdeckst, woran es dir mangelt, lerne schnell in den Bereichen, in denen du in kurzer Zeit Fortschritte erzielen kannst, um die Bereiche, in denen du Mängel hast, auszugleichen. Erzwinge nichts in den Bereichen, in denen du nichts erreichen kannst. Handle entsprechend deiner tatsächlichen Situation; tu die Dinge basierend auf deinem eigenen Kaliber und deinen Fähigkeiten. Der oberste Grundsatz ist, deine Pflicht gemäß Gottes Wort, Gottes Anforderungen an die Menschen und den Wahrheitsgrundsätzen zu tun. Unabhängig von der Stufe deines Kalibers kannst du in unterschiedlichem Maße nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln und deine Pflichten tun; du kannst Gottes Maßstäbe erfüllen oder ihnen gerecht werden. Diese Wahrheitsgrundsätze sind absolut kein leeres Gerede; sie gehen absolut nicht über die Menschlichkeit hinaus. Sie sind alle Wege der Praxis, die auf die verdorbenen Dispositionen, Instinkte und verschiedenen Fähigkeiten und Kaliber der geschaffenen Menschheit zugeschnitten sind. Daher ist es kein Problem, egal, wie dein Kaliber sich darstellt und egal, wo deine Fähigkeiten unzureichend oder mangelhaft sind; wenn du die Wahrheit wirklich verstehst und bereit bist, die Wahrheit zu praktizieren, wird es einen Weg nach vorne geben. Die Makel einer Person in bestimmten Aspekten des Kalibers und der Fähigkeiten behindern ihre Praxis der Wahrheit absolut nicht. Wenn es dir an Urteilsfähigkeit oder einer anderen Fähigkeit mangelt, kannst du mehr suchen und mehr Gemeinschaft halten – suche Anleitung und Vorschläge von denen, die die Wahrheit verstehen. Wenn du die Grundsätze und Wege der Praxis verstehst und erfasst, solltest du sie mit all deiner Kraft basierend auf deiner Größe in die Praxis umsetzen. Annehmen und praktizieren – das ist es, was du tun solltest(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). Aus Gottes Worten verstand ich, dass man nicht alles daransetzen sollte, sein Kaliber zu ändern, sondern vielmehr in dem Maße, wie man es mit seinem gegebenen Kaliber erreichen kann, sein Herz, seine Energie und seinen Verstand in die Ausführung seiner Pflicht stecken sollte. Man sollte fleißig lernen und sich eingehend mit dem Fachwissen befassen, das man sich aneignen sollte, und das volle Potenzial seines gegebenen Kalibers ausschöpfen. Was das eigene Kaliber und Arbeitsvermögen angeht, so kann man diese ein wenig verbessern, wenn es möglich ist, aber wenn man der Aufgabe nicht gewachsen ist, muss man nichts erzwingen. Als ich das verstand, wurde mir vieles klarer.

Von da an dachte ich darüber nach, wie ich im Rahmen meines gegebenen Kalibers mit Herz und Energie an meine Pflicht herangehen konnte. Ich erkannte, dass ich nicht gut darin war, Neulinge für die Ausführung ihrer Pflichten zu fördern, und so versuchte ich, die entsprechenden Grundsätze zu suchen und darüber nachzudenken. Ich hörte auch aufmerksam zu, was die Brüder und Schwestern austauschten und besprachen. Wenn ich manchmal auf Probleme stieß und nicht wusste, wie ich sie lösen sollte, versuchte ich nicht, ihnen auszuweichen oder Gott dafür verantwortlich zu machen, dass Er mir ein geringes Kaliber gegeben hatte. Stattdessen betete ich zu Gott und verließ mich auf Ihn, suchte aber auch den Rat der Brüder und Schwestern und hielt Gemeinschaft mit ihnen. Während dieses Prozesses der Praxis fand ich unbewusst Lösungen für einige Angelegenheiten. Jetzt ist mein Kaliber so, wie es vorher war. Es hat sich nicht verändert. Ich habe jedoch gelernt, mich selbst richtig einzuschätzen, und mein Herz ist jetzt frei und unbeschwert.

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