67. Das Loslassen von Reichtum: Ein innerer Kampf
Ich wurde in eine ländliche Familie geboren. Als ich klein war, war unsere Familie so arm, dass es schon ein Kampf war, genug zu essen zu bekommen, und alle sahen auf uns herab. Ich dachte bei mir: „Wenn ich erwachsen bin, werde ich viel Geld verdienen und meiner Familie ein besseres Leben ermöglichen, dann werden die Leute nicht mehr auf uns herabsehen oder uns verspotten.“ Kurz darauf wurde meine Mutter krank, und wir brauchten alle unsere Ersparnisse auf. Freunde und Verwandte befürchteten, wir würden sie um Geld bitten, also erfanden sie Ausreden, um uns aus dem Weg zu gehen. Gerade als wir nicht mehr weiterwussten, verkündete uns meine Tante das Evangelium des Herrn Jesus. Nachdem meine Mutter zum Herrn gefunden hatte, wurde sie auf wundersame Weise gesund, und auch mein Glaube begann damals.
Um mehr Geld zu verdienen und mir einen Namen zu machen, begann ich mit 13 Jahren auf dem Markt Streichhölzer, Zigaretten und Sonnenblumenkerne zu verkaufen; mit 15 Jahren baute ich überall Verkaufsstände auf; und mit 18 Jahren versuchte ich mein Glück im Holzgeschäft. Aber weil ich nicht genug Kapital hatte, nahm mich mein Bruder mit zum Haus eines Klassenkameraden im Landkreis, um Geld zu leihen. Ich sah diese wohlhabende Familie mit all ihren Haushaltsgeräten, wie sie an heißen Sommertagen bei laufender Klimaanlage Wassermelonen aßen, und ich beneidete sie zutiefst. In unserem Haus hatten wir nicht einmal einen elektrischen Ventilator. Egal wie heiß es wurde, wir konnten uns nur mit Handfächern Luft zuwedeln, und gegen den Durst gab es nur Brunnenwasser. Damals fragte ich mich, warum der Unterschied zwischen unseren Familien so groß war. Die Reichen lebten gut – wann würde ich so leben können wie sie? Von da an verstärkte sich mein Wunsch, ein Leben an der Spitze der Gesellschaft zu führen. Doch mein Geschäft warf weiterhin nicht viel ab. Also zog ich nach meiner Heirat mit meiner Frau zum Arbeiten an einen anderen Ort, und um nebenbei mehr zu verdienen, fuhr ich eine Rikscha. Aber Jahre vergingen, und unser Verdienst reichte immer noch kaum, um über die Runden zu kommen.
Im Februar 2000 sah ich, wie einige Leute aus meiner Heimatstadt als Handelsvertreter im Bekleidungsgeschäft viel Geld verdienten, und ich wollte da auch mitmischen. Ich arbeitete mich schließlich zum Generalvertreter für die ganze Provinz hoch. Anfangs kamen keine Kunden, um Bestellungen aufzugeben, also ging ich von Tür zu Tür, um meine Produkte vorzustellen. Um das Geschäft in Gang zu bringen, kümmerte ich mich um jede einzelne Angelegenheit selbst: den Einkauf der Produkte, die Rechnungsstellung für die Kunden, das Verpacken und Versenden der Bestellungen … Ich arbeitete fast 16 Stunden am Tag. Oft war ich so beschäftigt, dass ich nicht einmal zum Essen kam. Aber nach ein paar Jahren harter Arbeit fing ich endlich an, etwas Geld zu verdienen. Ich kaufte ein Auto und ein Haus, und meine Kollegen, Freunde und Familie sahen alle zu mir auf und lobten mich für meine Fähigkeiten. Überall, wo ich hinging, grüßten mich die Leute. Wenn ich zum chinesischen Neujahr nach Hause fuhr, blickten mich die Leute von überall her bewundernd an, und nannten mich überall „großer Boss“. All dieses Lob machte mich wirklich glücklich und ließ alles Leid lohnenswert erscheinen. Aber weil ich das ganze Jahr über beschäftigt war, aß ich sehr unregelmäßig und entwickelte ein ernstes Magenleiden, das mir bei jeder Mahlzeit stechende Schmerzen verursachte. Wegen der ständigen Überarbeitung verformte sich auch eine meiner Lendenwirbelscheiben, und manchmal wurden meine Hände taub oder bekamen Krämpfe, aber um das Geschäft auszubauen und mehr Geld zu verdienen, schob ich meine gesundheitlichen Probleme beiseite und machte mit dem Geschäft weiter. Manchmal hatte ich das Gefühl, mein Körper könnte es wirklich nicht mehr aushalten, aber wenn ich sah, wie die Verkaufszahlen von Jahr zu Jahr stiegen und dass das Unternehmen einen jährlichen Reingewinn von über einer Million Yuan hatte, vergaß ich meine Leiden und arbeitete weiter. Eines Jahres belegte unsere Niederlassung den zweiten Platz im landesweiten Verkauf, und allein an Boni bekamen wir über 300.000 Yuan. Die anderen Vertreter blickten mich alle voller Neid an. Die Firma gab mir dann ein noch höheres Verkaufsziel vor und verlangte von mir, die Nummer 1 anzustreben. Das war auch ein Ziel, das ich angestrebt hatte, denn je besser meine Leistung, desto mehr verdiente ich und desto höher waren meine Boni. Ich würde die Bewunderung anderer gewinnen, egal wohin ich ging, und mein Ansehen würde noch größer werden. Aber gerade als ich sehr zufrieden mit mir selbst war und nach dem ersten Platz strebte, verschlechterte sich mein Gesundheitszustand zusehends. Mein Magenleiden brach immer wieder aus, mein Rücken schmerzte oft, und ich konnte nicht lange stehen. Ich ging für eine Diagnose ins Krankenhaus, und der Arzt sagte mir, dass ich pünktlich essen müsse, damit sich mein Magenproblem allmählich erhole. Er sagte auch: „Ihre Lendenwirbelscheibe hat sich verformt. Sie müssen sich ausruhen und dürfen nicht zu hart arbeiten. Wenn Sie bei der Behandlung nicht kooperieren, können die Nerven abgeklemmt werden, was zu einer Lähmung führen kann.“ Ich dachte: „Ich bin so sehr mit der Arbeit beschäftigt, wie soll ich da so viel Zeit für meine Genesung finden?“ Ich zwang mich, den Schmerz zu ertragen und die geschäftlichen Verpflichtungen weiter wahrzunehmen. Das Erste, woran ich morgens dachte, war, wie ich Geld verdienen konnte, und nach einem anstrengenden Tag war ich so müde, dass ich oft einschlief, sobald mein Kopf das Kissen berührte. Meine Frau sagte oft, mir sei Geld wichtiger als das Leben. Tagsüber war ich so sehr mit der Arbeit beschäftigt, dass ich meine Krankheit vergaß, aber wenn ich nachts im Bett lag und nicht schlafen konnte, und mich vor Schmerzen hin und her wälzte, dachte ich: „Ich habe etwas Geld verdient, lebe komfortabler und werde von anderen bewundert, aber ich bin von Krankheiten geplagt und noch nicht einmal 40 Jahre alt. Wer weiß, in welchem Zustand ich im Alter sein werde.“ Der Schmerz meiner Krankheit, der psychische Druck sowie der Betrug und die Machtkämpfe in meinem Berufsleben brachten mir oft unerträgliche Schmerzen und Erschöpfung. Warum hatte mein Reichtum mich nicht glücklich gemacht? Ich spürte keinen inneren Frieden, keine innere Ruhe, und es gab nichts, worauf ich mich wirklich verlassen konnte. Sollte ich wirklich ein leeres und schmerzhaftes Leben führen und nur Geld, Ruhm und Gewinn nachjagen? War das das Leben, das ich gewollt hatte?
In meinem Schmerz und meiner Verwirrung verkündeten mir und meiner Frau im Jahr 2009 Brüder und Schwestern das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage. Durch das Lesen von Gottes Wort und das Gemeindeleben verstand ich, dass Gott in den letzten Tagen Fleisch geworden ist, um Wahrheiten auszudrücken und das Werk des Gerichts und der Reinigung der Menschen zu tun, und dass nur diejenigen, die Sein Gericht annehmen und gereinigt werden, zu einem guten Bestimmungsort geführt werden können. Meine Frau und ich waren schnell von Gottes Werk der letzten Tage überzeugt. Ich las jeden Tag eifrig Gottes Wort und genoss die Bewässerung und Versorgung durch Sein Wort. Mein Herz war von Frieden und Freude erfüllt. Damals fragte ich mich: „Früher wollte ich nur reich werden und ein glückliches Leben führen, aber warum fühlte ich mich, nachdem ich viel Geld verdient hatte, leer und voller Schmerz, anstatt glücklich zu sein?“ Ich las eine Passage aus den Worten des Allmächtigen Gottes, die meine Verwirrung auflöste. Der Allmächtige Gott sagt: „Es gibt ein gewaltiges Geheimnis in deinem Herzen, dessen du dir nie bewusst gewesen bist, weil du in einer Welt ohne Licht gelebt hast. Dein Herz und dein Geist wurden dir vom Bösen entrissen. Deine Augen sind von der Dunkelheit verdunkelt, und du kannst weder die Sonne am Himmel noch jenen funkelnden Stern der Nacht sehen. Deine Ohren sind durch trügerische Worte verstopft und du hörst weder die donnernde Stimme Jehovas, noch die Stimme der Wässer, die vom Thron herabfließen. Du hast alles verloren, was rechtmäßig dir gehört, alles, was der Allmächtige dir gab. Du bist in ein endloses Meer des Elends gelangt, ohne Kraft, die dich retten könnte, ohne Hoffnung auf Überleben, und alles, was du tust, ist, dich abzumühen und umherzuhetzen … Von jenem Moment an warst du dazu verdammt, von dem Bösen heimgesucht zu werden. Weit entfernt von dem Segen des Allmächtigen, weit entfernt von der Versorgung durch den Allmächtigen wandelst du auf einem Pfad ohne Wiederkehr. … Du hast keine Ahnung, woher du kamst, weshalb du geboren wurdest und warum du sterben wirst. Du betrachtest den Allmächtigen als einen Fremden. Du kennst Seine Herkunft nicht, geschweige denn weißt du, was Er alles für dich getan hat. Alles, was von Ihm kommt, ist dir nun verhasst. Weder schätzt du es, noch kennst du dessen Wert. Du gehst Seite an Seite mit dem Bösen, seit dem Tag, an dem du die Versorgung des Allmächtigen erhalten hast. Jahrtausendelang hast du mit dem Bösen Unwetter und Stürme erduldet und du stellst dich zusammen mit ihm gegen Gott, der die Quelle deines Lebens war. Du weisst nicht, dass du bereuen solltest, geschweige denn, dass du an der Schwelle des Untergangs stehst. Du hast vergessen, dass der Böse dich verführt und heimgesucht hat. Du hast deine Herkunft vergessen. Deshalb hat der Böse dich bis zum heutigen Tag bei jedem Schritt des Weges heimgesucht. Dein Herz und dein Geist sind gefühllos und verwest. Du klagst nicht länger über die Ärgernisse in der Menschenwelt; du glaubst nicht länger, dass die Welt ungerecht ist. Noch weniger kümmert es dich, ob der Allmächtige existiert. Das liegt daran, dass du den Bösen seit langem als deinen wahren Vater ansiehst und nicht von ihm getrennt sein kannst. Dies ist das Geheimnis in deinem Herzen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Das Seufzen des Allmächtigen). Gottes Worte offenbaren die grundlegende Ursache für das Leiden des Menschen im Leben: die Irreführung und die Verderbtheit durch Satan. Der Mensch wurde von Gott geschaffen und lebte anfangs unter Seiner Obhut und Seinem Schutz. Aber durch die Irreführung und Verderbtheit Satans verriet der Mensch Gott und entfernte sich von Ihm, wusste nicht, was der Wert und der Sinn des Lebens sind, folgte den bösen Trends Satans wie dem Streben nach Reichtum, Ruhm, Gewinn und weltlichem Vergnügen und lebte in Satans Qual. Ich war von Satans bösen Trends geprägt worden. Ich wollte nur reich werden und ein Leben an der Spitze der Gesellschaft führen, und im Streben nach mehr Geld vernachlässigte ich meinen Körper völlig. Selbst als meine Leiden mich unerträglich quälten, konnte ich es einfach nicht über mich bringen, auch nur eine Gelegenheit zum Geldverdienen loszulassen. Ich lebte ein so schmerzvolles Leben wegen Satans Täuschung und Qual! Gott ist in den letzten Tagen erneut Fleisch geworden, um Wahrheiten auszudrücken, um den Menschen vor dem Einfluss Satans zu retten, ihn der Verderbtheit und Qual Satans entkommen zu lassen und ihn zu einem guten Bestimmungsort zu führen. Dank Gottes Rettung und Seiner Barmherzigkeit für mich hatte ich das Glück, die Wiederkehr des Herrn zu erleben und die Stimme des Schöpfers zu hören. Danach ließ ich nach und nach geschäftliche Angelegenheiten los und verbrachte mehr Zeit damit, zu Versammlungen zu gehen und Gottes Wort zu lesen. Allmählich begann ich, einige Wahrheiten zu verstehen. Dass der Allmächtige Gott in den letzten Tagen Wahrheiten ausdrückt und das Werk des Gerichts tut, ist die letzte Stufe von Gottes sechstausendjährigem Führungsplan, und diejenigen, die Gottes Gericht der letzten Tage nicht annehmen und nicht gereinigt werden, werden in den großen Katastrophen umkommen und am Ende bestraft werden. Aber viele Menschen um mich herum hatten Gottes Stimme noch nicht gehört und die Wiederkehr des Herrn noch nicht willkommen geheißen. Das machte mir große Sorgen. Und als ich sah, wie andere das Evangelium predigten und von Gott Zeugnis ablegten, während ich immer noch in die Angelegenheiten der Firma verstrickt war und keine Pflicht ausführte, fühlte ich mich Gott gegenüber sehr schuldig, wusste aber nicht, was ich tun sollte. Also brachte ich meine Gedanken und Probleme im Gebet vor Gott und bat Ihn, mich durch diese Situation zu führen.
Nach dem Gebet las ich eine Passage von Gottes Wort. Der Allmächtige Gott sagt: „Bist du dir der Last auf deinen Schultern, deines Auftrags und deiner Verantwortung bewusst? Wo ist dein Sinn für historische Mission? Wie wirst du im nächsten Zeitalter angemessen als Gebieter dienen? Besitzt du einen ausgeprägten Sinn dafür, Gebieter zu sein? Wie würdest du den Herrn aller Dinge erklären? Handelt es sich wirklich um den Herrn aller lebendigen Geschöpfe und aller materiellen Dinge in der Welt? Welche Pläne hast du für den Fortschritt der nächsten Phase des Werkes? Wie viele Menschen warten darauf, dass du ihr Hirte bist? Ist deine Aufgabe schwer? Sie sind armselig, bedauernswert, blind und ratlos und jammern in der Dunkelheit – wo ist der Weg? Wie sehnen sie sich danach, dass das Licht, wie eine Sternschnuppe plötzlich herabkommt und die Mächte der Finsternis vertreibt, die den Menschen so viele Jahre lang unterdrückt haben. Wer weiß schon, wie sehr sie inständig darauf hoffen und sich Tag und Nacht danach verzehren? Selbst an einem Tag, an dem das Licht vorbeiblitzt, bleiben diese Menschen, die zutiefst leiden, in einem dunklen Kerker gefangen, ohne Hoffnung auf Freilassung; wann werden sie nicht länger weinen? Welch schreckliches Unglück diesen gebrechlichen Seelen widerfährt, denen nie Ruhe vergönnt worden ist, und wie lange sie schon durch gnadenlose Fesseln und eine starre Geschichte gefangen sind. Und wer hat je den Klang ihres Wehklagens gehört? Wer hat ihren elenden Zustand betrachtet? Ist es dir jemals in den Sinn gekommen, wie betrübt und besorgt Gottes Herz ist? Wie kann Er es ertragen, die unschuldige Menschheit, die Er mit Seinen eigenen Händen schuf, solche Qual erleiden zu sehen? Schließlich sind die Menschen die Opfer, die vergiftet worden sind. Und obwohl der Mensch bis heute überlebt hat, wer hätte wissen können, dass die Menschheit längst von dem Bösen vergiftet worden ist? Hast du vergessen, dass du eines der Opfer bist? Bist du, aus deiner Liebe zu Gott, nicht bereit dich zu bemühen, diese Überlebenden zu retten? Bist du nicht bereit, deine ganze Energie darauf zu verwenden, dich bei Gott, der die Menschheit wie Sein eigen Fleisch und Blut liebt, zu revanchieren? Wie würdest du es letzten Endes interpretieren, von Gott eingesetzt zu werden, um dein außergewöhnliches Leben zu führen? Hast du wirklich die Entschlossenheit und Zuversicht, das bedeutungsvolle Leben eines frommen, gottergebenen Menschen zu leben?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie solltest du dich mit deiner zukünftigen Mission befassen?). Aus Gottes Wort spürte ich Seine drängende Absicht. Gottes Werk zur Rettung der Menschheit wird sehr bald zu Ende gehen, aber es gibt immer noch so viele, die Seine Stimme nicht gehört oder Sein Erscheinen nicht willkommen geheißen haben und die immer noch in der Finsternis leiden, besonders diejenigen, die viele Jahre an den Herrn geglaubt haben. Sie haben auf das Erscheinen und Wirken des Herrn Jesus gehofft, um sie aus der Finsternis zu retten, aber weil sie von Pastoren und Ältesten irregeführt und getäuscht wurden, haben sie die Wiederkehr des Herrn noch nicht willkommen geheißen und brauchen dringend jemanden, der ihnen von Gottes Werk der letzten Tage Zeugnis ablegt und sie vor Gott führt, um Seine Rettung anzunehmen. Als ein geschaffenes Wesen muss ich Vernunft und ein Gewissen haben, ich muss auf Gottes Absicht achten, um Seine Liebe zu erwidern, und ich muss mehr Menschen vor Ihn bringen, damit sie Seine Rettung annehmen. Das ist die gerechteste Sache und meine unabweisbare Pflicht und Verpflichtung. Angesichts der Absicht und der Anforderungen Gottes wusste ich, dass, wenn ich gleichgültig bliebe und Gottes Liebe nicht erwidern könnte, dies wirklich ohne Gewissen oder Vernunft wäre und ich es nicht wert wäre, ein Mensch genannt zu werden! Ich erkannte das Ausmaß meiner Verantwortung und wollte unbedingt das Evangelium predigen und meine Pflicht ausführen. Also sprach ich mit meiner Frau darüber, die Firma zu übergeben, damit ich mehr Zeit und Energie hätte, um nach der Wahrheit zu streben und eine Pflicht auszuführen. Sie sagte zu mir: „Wir haben in diesen Jahren so viel von Gottes Gnade und Seinen Segnungen genossen; wir sollten unser Bestes tun, um das Evangelium des Königreichs zu verbreiten. Wenn wir nicht vortreten und mit Gott zusammenarbeiten können, um Seine Liebe durch eine Pflicht zu erwidern, dann lassen wir Ihn wirklich im Stich, und unser Gewissen könnte das nicht ertragen!“ Als ich meine Frau das sagen hörte, bestärkte mich das in meinem Entschluss, die Firma zu übergeben. Aber als ich zurückkam und die Arbeiter sah, die emsig Waren verpackten und versandten, überkam mich plötzlich ein Gefühl des Verlusts für diese Firma, die ich mit meinen eigenen Händen aufgebaut hatte. Es war nicht einfach gewesen, sie bis zu diesem Punkt aufzubauen und all diese Vermögenswerte zu erwerben, daher zögerte ich, alles zu übergeben. Ich dachte an die Jahre, in denen ich eine Rikscha fuhr, Handarbeit verrichtete und wie ein Arbeitstier behandelt wurde, und daran, wie ich nach all den Jahren harter Arbeit nun meine eigene Firma hatte, einen großen Kundenstamm aufgebaut und mir ein stabiles Einkommen gesichert hatte. Wenn ich die Firma wirklich losließe, würde ich dann nicht meine gesamte Einkommensquelle verlieren? Würde ich am Ende wieder dasselbe leidvolle Leben führen wie zuvor? Die Leute würden mich nicht nur nicht bewundern, sie würden auf mich herabsehen. Aber wenn ich meine Tage damit verbringen würde, mich um das Geschäft zu kümmern und Geld zu verdienen, hätte ich keine Zeit, eine Pflicht auszuführen, und könnte mich vor Gott nicht beruhigen. Wie sollte ich mit dieser Art von Glauben die Wahrheit erlangen? Also dachte ich mir eine Lösung aus. Ich würde die Firma an zwei Manager verpachten, die sich um die Verwaltung und das Management kümmern, sodass die Vertretung der Firma immer noch mir gehörte. Auf diese Weise würde ich nach Abzug ihrer Management-Dividenden immer noch 1,6 Millionen Yuan pro Jahr bekommen. Dann hätte ich ein stabiles Einkommen und Zeit, eine Pflicht auszuführen. Wäre das nicht, als würde man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Aber später machte ich mir Sorgen, dass sie sich gegen mich zusammentun könnten. Dann hätte ich nicht nur kein Einkommen, sondern könnte auch den ursprünglichen Wert der Firma verlieren. Würde das nicht alles nur noch schlimmer machen? Bei diesem Gedanken konnte ich mich immer noch nicht entscheiden. Also brachte ich die Angelegenheit der Firmenübergabe im Gebet vor Gott: „O Gott! Ich möchte meine Pflicht ordnungsgemäß ausführen, um Deine Liebe zu erwidern, aber ich habe Angst, mittellos dazustehen, wenn ich meine Firma übergebe. Ich stecke in einer Zwickmühle und weiß nicht, was ich tun soll. Bitte führe mich, damit ich einen Weg der Praxis finde.“
Danach las ich eine Passage von Gottes Wort. Gott sagt: „Wenn Ich in diesem Augenblick etwas Geld vor euch hinlegen und euch die Freiheit geben würde, zu wählen – und wenn Ich euch nicht für eure Wahl verurteilen würde –, dann würden die meisten von euch das Geld wählen und die Wahrheit aufgeben. Die Besseren unter euch würden das Geld aufgeben und widerwillig die Wahrheit wählen, während diejenigen dazwischen mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit ergreifen würden. Würde so nicht euer wahres Gesicht offensichtlich werden? Vor die Wahl gestellt zwischen der Wahrheit und allem, dem ihr treu seid, würdet ihr alle diese Wahl treffen, und eure Einstellung würde die gleiche bleiben. Ist dem nicht so? Gibt es nicht viele unter euch, die zwischen richtig und falsch geschwankt haben? In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß, zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw., seid ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, sicher bewusst! Vor die Wahl gestellt zwischen einer harmonischen und einer zerrütteten Familie habt ihr erstere gewählt, und zwar ohne zu zögern. Zwischen Reichtum und Pflicht habt ihr wiederum ersteres gewählt, ohne auch nur den guten Willen zu haben, ans Ufer zurückzukehren. Zwischen Luxus und Armut habt ihr ersteres gewählt; als ihr zwischen euren Söhnen, Töchtern, Frauen und Ehemännern auf der einen Seite und Mir auf der anderen gewählt habt, habt ihr erstere gewählt; und zwischen Auffassung und Wahrheit habt ihr immer noch erstere gewählt. Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach den Glauben an euch verloren. Es erstaunt Mich einfach, dass eure Herzen so unfähig sind, erweicht zu werden. Das Herzblut, das Ich viele Jahre lang aufgewendet habe, hat Mir überraschenderweise nichts anderes gebracht als eure Abwendung und Resignation, aber Meine Hoffnungen auf euch wachsen mit jedem Tag, denn Mein Tag ist vor jedem völlig offengelegt worden. Ihr aber beharrt darauf, nach finsteren und bösen Dingen zu streben und weigert euch, euren Griff um sie zu lockern. Was wird dann euer Ergebnis sein? Habt ihr jemals sorgfältig darüber nachgedacht? Wenn ihr aufgefordert würdet, erneut zu wählen, wie wäre eure Haltung dann? Wäre sie noch immer wie zuvor? Würdet ihr Mir noch immer Enttäuschung und elendes Leid bringen? Würden eure Herzen noch immer bloß ein Minimum an Wärme aufweisen? Wüsstet ihr immer noch nicht, was zu tun ist, um Mein Herz zu trösten? Was wählt ihr in diesem Moment? Werdet ihr euch Meinen Worten unterwerfen oder diesen abgeneigt sein?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem gilt deine Treue?). Es fühlte sich an, als stünde ich Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüber und als würde Er mich eindringlich fragen, ob ich Reichtum oder die Wahrheit wählen würde. Gott erwartete meine Antwort, aber ich hatte den Reichtum gewählt. Bei diesem Gedanken fühlte ich mich zutiefst schuldig und in Seiner Schuld. Ich dachte an viele meiner Brüder und Schwestern. Nachdem sie Gottes Absicht verstanden hatten, konnten sie alles aufgeben, um Gott zu folgen, ihre Pflicht auszuführen und das Evangelium Seines Königreichs zu verbreiten. Aber mein Glaube bestand nur darin, an Versammlungen teilzunehmen und Gottes Wort zu lesen. Ich führte nicht die Pflicht eines geschaffenen Wesens aus. Inwiefern hatte ich da noch Gewissen und Vernunft! Ich wollte meine Pflicht nicht aufschieben, aber ich wollte auch das Geld nicht loslassen. Ich war so, wie Gott es offenbarte: „diejenigen dazwischen würden mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit ergreifen.“ Ich war einfach nur darauf aus, von den Broten zu essen und satt zu werden, sodass ich keine Wahrheit erlangen konnte. Am Ende würde ich nur von Gott ausgemustert werden. Ich dachte an Lots Frau, die aus Sodom floh. Sie wurde zu einer Salzsäule, weil sie ihren Reichtum nicht loslassen konnte und zurückblickte, und wurde so zu einem Zeichen der Schande. Worin unterschied ich mich von ihr? Ich erinnerte mich, dass der Herr Jesus sagte: „Niemand, der seine Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist geschickt zum Reiche Gottes“ (Lukas 9,62). Gott hatte mir unzählige Besitztümer gegeben und dafür gesorgt, dass ich zu essen und anzuziehen hatte, aber ich gierte immer noch nach Reichtum und führte keine Pflicht aus. Meine Gier war grenzenlos, niemals war ich zufrieden! Ich war bereit, für Reichtum zu kämpfen und mein Leben zu geben, aber unwillig, für die Wahrheit auch nur das Geringste zu opfern. Ich war wirklich nicht würdig, in das Reich Gottes einzutreten! Ich las eine weitere Passage von Gottes Wort: „Erwacht, Brüder! Erwacht, Schwestern! Mein Tag wird sich nicht verzögern; Zeit ist Leben, und Zeit zurückzugewinnen bedeutet, Leben zu retten! Die Zeit ist nicht mehr fern! Wenn ihr die Aufnahmeprüfung für die Hochschule nicht besteht, könnt ihr immer wieder dafür büffeln. Doch Mein Tag lässt nicht weiter auf sich warten. Denkt daran! Denkt daran! Dies sind Meine freundlichen Worte der Ermahnung. Das Ende der Welt hat sich vor euren Augen abgespielt, und die große Katastrophe wird bald eintreffen. Was ist wichtiger: euer Leben oder euer Schlaf, euer Essen und Trinken und eure Kleidung? Die Zeit ist gekommen, das abzuwägen. Zweifelt nicht länger! Ihr seid zu ängstlich, um diese Dinge ernst zu nehmen, nicht wahr?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 30). Jedes Wort Gottes ging mir zu Herzen und ermahnte mich, klar zu erkennen, ob das Leben oder der Reichtum wichtiger war. In den letzten Tagen ist Gott Fleisch geworden, um Wahrheiten auszudrücken und das Werk des Gerichts zu tun. Das war eine gute Chance, meine Pflicht auszuführen, die Wahrheit zu erlangen und von Gott vervollkommnet zu werden. Wenn ich diese Chance verpassen würde, würde ich es für immer bereuen. Wenn die großen Katastrophen kommen, was nützen mir dann all meine Besitztümer? Würde ich dann nicht trotzdem sterben? Ich brachte die Angelegenheit der Firmenübergabe erneut im Gebet vor Gott und fasste den Entschluss, die Firma zu übergeben.
Mein Schwiegervater geriet in Wut, als er erfuhr, dass ich die Firma übergeben würde. Er fuhr mich an und sagte: „Willst du diese Firma, für die du so hart gearbeitet hast, einfach so an jemand anderen abgeben? Der Reingewinn der Firma beträgt mehr als 2 Millionen Yuan pro Jahr; ich werde nicht zulassen, dass du sie einfach so hergibst!“ Das zu hören, brachte mich ziemlich ins Wanken. Das Geschäft hatte meine Erwartungen übertroffen und war in diesem Jahr besonders gut gelaufen, und es war nicht abzusehen, wie gut die Dinge noch werden könnten. Wenn ich das Geschäft einfach so aufgeben würde und wir unser Geld aufbrauchen würden, wer von unseren Freunden und unserer Familie würde uns dann noch respektieren? Ich spielte mit dem Gedanken, einen Teil abzugeben und gleichzeitig einige Aktien zu behalten, damit wir jedes Jahr ein gewisses Dividendeneinkommen hätten. Ich unterbreitete meiner Frau meinen Vorschlag, die zu mir sagte: „Mein Rat ist: Gib alles auf, damit dein Herz nicht an den Anteilen hängt. Dann hast du Energie, um nach der Wahrheit zu streben, und deine Pflicht wird nicht verzögert. Wenn die großen Katastrophen kommen, kann uns kein Geld der Welt retten. Das musst du klar sehen!“ Sie fuhr fort: „Das Wichtigste für uns ist jetzt, mehr Zeit mit dem Streben nach der Wahrheit zu verbringen. Die Wahrheit zu erlangen und gute Taten vorzubereiten, ist wichtiger als materieller Reichtum!“ Meine Kinder stimmten dieser Ansicht zu und sagten, ich solle die gesamte Firma übergeben. Ich grübelte mehrere Tage darüber nach. Ich brachte die Angelegenheit im Gebet vor Gott: „O Gott! Ich weiß theoretisch, dass, ob ein Mensch ein Leben in Reichtum oder Armut führt, von Dir beherrscht und entschieden wird, aber es fällt mir wirklich schwer, meinen Reichtum tatsächlich aufzugeben. Bitte gib mir den Glauben, die richtige Entscheidung zu treffen.“
Eines Tages las ich eine Passage von Gottes Wort. Gott sagt: „Jeden Tag berechnet ihr, wie ihr etwas von Mir bekommen könnt. Jeden Tag zählt ihr, wie viel Wohlstand und wie viele materielle Dinge ihr von Mir erhalten habt. Jeden Tag erwartet ihr, dass immer mehr Segnungen auf euch herabkommen, damit ihr euch an mehr und höheren Dingen erfreuen könnt, die man genießen kann. Nicht Ich bin es, der in jedem einzelnen Augenblick in euren Gedanken ist, noch ist es die Wahrheit, die von Mir kommt, sondern vielmehr euer Ehemann (eure Ehefrau), eure Söhne, Töchter und das, was ihr esst und womit ihr euch kleidet. Ihr denkt daran, wie ihr noch besseres, noch hochgradigeres Vergnügen erlangen könnt. Doch selbst, wenn ihr euch den Bauch bis zum Platzen vollgeschlagen habt, seid ihr nicht trotzdem eine Leiche? Seid ihr nicht trotzdem eine wandelnde Leiche ohne Leben, selbst wenn ihr euch nach außen hin so schön schmückt? Ihr müht euch um eures Bauches willen ab, bis euer Haar mit grauen Strähnen durchzogen ist, doch keiner von euch opfert ein einziges Haar für Mein Werk. Ihr seid ständig auf Trab, strapaziert euren Körper und zerbrecht euch den Kopf, eures Fleisches wegen und für eure Söhne und Töchter – doch keiner von euch zeigt auch nur die geringste Besorgnis oder Sorge um Meine Absichten. Was hofft ihr noch von Mir zu erlangen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Viele sind berufen, doch wenige sind auserwählt). Gottes Wort offenbarte genau meinen Zustand. Bei der Entscheidung zwischen Reichtum und Pflicht war ich immer zögerlich. Ich wollte immer zuerst für meine Bedürfnisse an Essen und Kleidung sorgen und ein Leben ohne materielle Sorgen sicherstellen, bevor ich bereit war, mich für Gott aufzuwenden. Ich sah, dass mein Glaube voller Unreinheiten war und dass ich mich nicht aufrichtig für Gott aufwendete. Gott wirkt mit ganzem Herzen, um die Menschheit zu retten, und gibt sogar Sein Leben für uns. Aber ich habe Gott nie mein ganzes Herz gewidmet. Ich habe Seine Absicht nie verstanden oder darauf Rücksicht genommen. Für mich war Reichtum wichtiger als alles andere. Ich sah, dass ich wirklich egoistisch gewesen war! Ich erinnerte mich, dass der Herr Jesus sagte: „Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“ (Matthäus 16,26). Ganz gleich, wie viel Geld ich verdienen würde, welchen materiellen Reichtum ich auch genösse oder wie viel Bewunderung ich erlangte – wenn ich dabei die Wahrheit nicht gewinnen oder meine verdorbene Disposition sich nicht ändern würde, was hätte das alles dann für einen Sinn? Würde ich am Ende nicht trotzdem untergehen? Kein Geld der Welt könnte mein Leben retten oder mir auch nur eine Chance auf Errettung erkaufen. Ich dachte an einen weltberühmten Unternehmer: Er besaß Vermögen in vielen Ländern der Erde, und seine Firmen machten ihn sekündlich reicher. Er war unermesslich reich, bereiste die Welt und führte ein Leben in materiellem Überfluss. Doch egal, wie viel Reichtum oder Besitz er anhäufte, er fühlte sich innerlich leer. Er konnte keinen Wert oder Sinn im Leben finden und nahm sich schließlich das Leben, indem er ins Meer sprang. Je mehr man Geld, Ruhm und Gewinn nachjagt, desto zerrütteter und leerer wird man im Geist, und am Ende richtet es einen Menschen zugrunde! Ich erinnerte mich daran, wie ich früher für Geld, Ruhm und Gewinn den ganzen Tag pausenlos wie eine Maschine geschuftet hatte und wie sehr mich das krank gemacht hatte. Ich konnte weder richtig essen noch schlafen und lebte in ständigen Schmerzen. Gott ist in den letzten Tagen gekommen, um Sein Werk zur Errettung des Menschen zu vollbringen, aber ich hatte mich nur darum gesorgt, in Armut zu geraten und von anderen verachtet zu werden. Ich konnte mein Geld einfach nicht loslassen. Doch selbst wenn ich noch so viel Geld verdienen würde – wenn ich am Ende die Wahrheit und meine Chance auf Errettung verlöre, welchen Wert hätte dann all das Geld noch? In den letzten Tagen ist Gott Fleisch geworden, um Wahrheiten zu verkünden und das Werk des Gerichts auszuführen. Gott hofft, dass mehr Menschen hervortreten und Sein Evangelium verbreiten. So können diejenigen, die sich nach Seinem Erscheinen sehnen, Seine Stimme hören und zu Ihm, dem Schöpfer, zurückkehren. Mehr noch wünscht sich Gott, dass wir durch das Erleben Seiner Worte und Seines Werkes beim Ausführen unserer Pflichten gereinigt und verwandelt werden, um am Ende von Ihm errettet zu werden. Aber ich begriff Gottes eindringliche Absicht nicht und hielt an meinem Geld fest. Wie töricht und blind ich doch war! Was ich tun sollte, war, alles hinzugeben, um mich für Gott aufzuwenden und nach der Wahrheit zu streben. Darauf allein kommt es wirklich an. Später setzte ich mich über den heftigen Widerstand meines Schwiegervaters hinweg und übergab meine Firma.
Seitdem musste ich mich überhaupt nicht mehr um die Geschäftsführung sorgen. Die Last und der Druck all dieser Jahre fielen auf einmal von mir ab, mein Leben bekam wieder eine feste Struktur, und langsam, ja, auf wundersame Weise, heilten die verschiedenen Krankheiten, die mich geplagt hatten. Das war wahrhaftig Gottes Gnade! Ich schloss mich den Reihen derer an, die das Evangelium verbreiten, und arbeitete harmonisch mit anderen zusammen, um Gottes Evangelium des Königreichs weiterzugeben und zu bezeugen. So zu leben, erfüllte mich zutiefst. In späteren Erfahrungen, durch das Gericht und die Enthüllung von Gottes Worten, erkannte ich klar die Wurzel meiner Unfähigkeit, im Glauben den Reichtum loszulassen. Der Allmächtige Gott sagt: „‚Geld regiert die Welt‘ ist eine Philosophie Satans. Sie herrscht unter der ganzen Menschheit vor, in jeder menschlichen Gesellschaft; man könnte sagen, dass sie ein Trend ist. Der Grund dafür ist, dass sie dem Herzen jeder einzelnen Person eingeflößt wurde, die diesen Spruch zunächst nicht akzeptierte, ihm dann aber ihre stille Zustimmung gab, als sie in Kontakt mit dem wirklichen Leben kam und das Gefühl bekam, dass diese Worte tatsächlich wahr sind. Ist dies nicht ein Verlauf, bei dem Satan den Menschen verdirbt? … Satan benutzt Geld, um Menschen in Versuchung zu führen, und verdirbt sie so weit, dass sie Geld anbeten und materielle Dinge verehren. Und wie zeigt sich diese Anbetung des Geldes in den Menschen? Glaubt ihr, dass ihr in dieser Welt ohne Geld nicht überleben könntet, dass selbst ein Tag ohne Geld unmöglich wäre? Der Status der Menschen basiert darauf, wie viel Geld sie haben, was auch auf den Respekt zutrifft, den sie sich verschaffen. Die Rücken der Armen krümmen sich beschämt, während die Reichen ihren hohen Status genießen. Sie stehen aufrecht und voller Stolz, sprechen laut und leben arrogant. Was bringen dieses Sprichwort und dieser Trend den Menschen? Trifft es nicht zu, dass viele Menschen jedes Opfer bringen, um Geld zu erlangen? Verlieren viele Menschen im Streben nach mehr Geld nicht ihre Würde und ihre Integrität? Verpassen viele Menschen wegen des Geldes nicht die Chance, ihre Pflicht zu tun und Gott zu folgen? Ist die Chance zu verpassen, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden, für die Menschen nicht der größte aller Verluste? Ist Satan nicht böse, da er diese Methode und dieses Sprichwort benutzt, um die Menschen dermaßen zu verderben? Ist das nicht ein böswilliger Trick? … Kannst du also spüren, wenn Satan dich in die Irre führt und verdirbt? Das kannst du nicht. Wenn du nicht sehen kannst, dass Satan direkt vor dir steht oder nicht spüren kannst, dass es sich um das heimliche Tun Satans handelt, wärst du dann imstande, das Böse Satans zu erkennen? Könntest du wissen, wie Satan die Menschheit verdirbt? Satan verdirbt den Menschen jederzeit und überall. Satan macht es dem Menschen unmöglich, sich gegen seine Verderbnis zu verteidigen, und macht den Menschen dagegen hilflos. Satan sorgt dafür, dass du seine Gedanken, seine Ansichten und die niederträchtigen Dinge akzeptierst, die von ihm in Situationen kommen, in denen du unwissend bist und nicht erkennen kannst, was mit dir geschieht. Die Menschen akzeptieren diese Dinge voll und ganz und nehmen keinen Anstoß an ihnen. Sie hegen diese Dinge wie einen Schatz und halten sich an ihnen fest, sie lassen es zu, dass diese Dinge sie manipulieren und mit ihnen spielen; so geschieht es, dass die Menschen unter der Macht Satans leben und Satan unbewusst gehorchen, und die Verdorbenheit des Menschen durch Satan wird immer tiefer“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige V). Gottes Wort entlarvte die heutige Gesellschaft, so wie sie ist, und ebenso meinen eigenen wahren Zustand. Von Kindheit an hatten mich satanische Gifte wie „Geld regiert die Welt“, „Wer Geld hat, trägt die Nase höher als andere“ und „Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts“ unmerklich beeinflusst und mich dazu gebracht, Geld über alles andere zu stellen. Sie ließen mich glauben, Geld zu besitzen sei alles; wer Geld habe, könne in materiellem Wohlstand leben und erhobenen Hauptes einhergehen, werde überall Unterstützung, Respekt und Lob erfahren und führe so ein würdevolles, lebenswertes Leben. Ich dachte, ohne Geld würde man von den Leuten verachtet und herumgestoßen. Also machte ich Geld zu meinem einzigen Lebensziel. Anfangs zerbrach ich mir den Kopf, um Geld zu verdienen und Kunden zu gewinnen, schmeichelte und sprach honigsüße Unwahrheiten, arbeitete rastlos und ohne Unterlass. Selbst wenn ich müde, erschöpft oder sogar krank war, konnte ich es nicht über mich bringen, auch nur einen Tag auszuruhen. Die Folge war, dass mein Körper kaputtging. Ich hatte alle möglichen Beschwerden mit meinem Magen und im gesamten Rückenbereich, die mein Leben so schmerzhaft machten, dass ich weder richtig essen noch schlafen konnte. Aber selbst in diesem Zustand hatte ich wie besessen gearbeitet, um Geld zu verdienen. Ich hatte nach Satans Überlebensregeln gelebt und war dadurch äußerst egoistisch und gierig geworden. Ich war vollkommen zum Sklaven des Geldes geworden. Satan hatte Geld, Ruhm und Gewinn benutzt, um mich bis ins Mark zu verderben! Dass ich fähig war, meine Firma und mein Geld aufzugeben, um meine Pflicht zu tun, war gänzlich ein Ergebnis der Erleuchtung und Führung durch Gottes Wort. Ich bin Gott von Herzen dankbar, dass Er mich gerettet hat. Ich muss diese seltene Gelegenheit wertschätzen und meine Pflicht gut ausführen, um Gottes Liebe zu erwidern.
Danach las ich einige Passagen aus Gottes Wort, die mich sehr ermutigten. Gott sagt: „Als jemand, der normal ist und nach der Liebe zu Gott strebt, ist der Eintritt in das Königreich, um einer von Gottes Volk zu werden, eure wahre Zukunft und ein Leben, das von höchstem Wert und größter Bedeutung ist; niemand ist gesegneter als ihr. Warum sage Ich das? Weil diejenigen, die nicht an Gott glauben, für das Fleisch leben und sie leben für Satan, aber heute lebt ihr für Gott und lebt, um den Willen Gottes zu befolgen. Darum sage Ich, eure Leben sind von größter Bedeutung“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erkennt Gottes neustes Werk und folgt Seinen Fußspuren). „Im Augenblick ist jeder Tag, den ihr durchlebt, entscheidend, und er ist von größter Bedeutung für euren Bestimmungsort und euer Schicksal, daher müsst ihr an allem, was ihr heute habt, festhalten, und jede Minute, die vergeht, schätzen. Ihr müsst so viel Zeit wie möglich verfügbar machen, um euch selbst den größten Nutzen zu verschaffen, damit ihr dieses Leben nicht vergeblich gelebt habt“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem gilt deine Treue?). Gottes Wort verdeutlichte mir noch mehr, dass meine Entscheidung, das Geschäft aufzugeben, Gott zu folgen und meine Pflicht zu tun, der einzig wahre und richtige Lebensweg ist – ja, die lebenswerteste und bedeutsamste Weise zu leben. Heute ist mir endlich klar: Im Glauben an Gott seine Pflicht zu tun, ist vollkommen natürlich und absolut gerechtfertigt; es ist die Lebensaufgabe und Verantwortung eines jeden Menschen. Die allerwertvollste und sinnvollste Art zu leben besteht darin, Gottes Willen zu folgen. Dies wird Er mehr als alles andere segnen und dessen wird Er mehr als allem anderen gedenken. Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit, um nach der Wahrheit zu streben und unsere Pflicht zu tun. Ich muss jeden Tag kostbar achten, mehr in Gottes Wort lesen, eifriger das Evangelium predigen und mich anstrengen, meine Pflicht gut auszuführen, um Gottes Liebe zu erwidern und Sein Herz in der noch verbleibenden Zeit zu trösten.