48. Was waren meine Sorgen, als ich davor zurückschreckte, Verantwortung zu übernehmen?

Von Qin Mu, China

Im April 2023 wurde die Verantwortliche für Textarbeit entlassen, weil sie nach Ruhm und Status strebte und die Textarbeit unterbrach und störte. Ich wurde zur neuen Verantwortlichen gewählt. Ich erinnerte mich daran, dass ich vor vielen Jahren von der KPCh verhaftet worden war, weil ich an Gott glaubte. Die Polizei sperrte mich für zehn Tage in ein Gästehaus und verhörte mich im Verborgenen. Um meine Haut zu retten, verriet ich die zwei Schwestern, die mit mir verhaftet worden waren, und beging dadurch eine Verfehlung. Ich fühlte mich einer so wichtigen Pflicht unwürdig, also äußerte ich meine Bedenken. Die Leiterin hielt mit mir Gemeinschaft darüber, dass Gott nicht auf die vorübergehenden Verfehlungen eines Menschen schaut, sondern ihn umfassend auf der Grundlage des Kontextes und der Natur seiner Handlungen bewertet. Entscheidend sei, ob der Mensch wirklich Buße getan hat. Sie bat mich, mit meiner Verfehlung richtig umzugehen. Ich war sehr bewegt und auch bereit, diese Gelegenheit, mich zu üben, wertzuschätzen. Unerwarteterweise wurde nur wenige Tage, nachdem ich diese Pflicht angetreten hatte, eine andere Verantwortliche, Sun Jia, ebenfalls entlassen, weil sie nach Ruhm und Status strebte und ihre Pflicht nicht den Grundsätzen entsprechend ausführte. In den nächsten Tagen fühlte es sich an, als würde ein riesiger Felsbrocken auf meinem Herzen lasten. „Ich habe diese Pflicht gerade erst angetreten und bin mit der Arbeit noch nicht vertraut. Uns fehlen Leute für die Textarbeit, einige Brüder und Schwestern sind in einem schlechten Zustand und die Arbeit kommt nicht voran. Kann jemand mit meinem Kaliber bei so vielen Problemen bei der Arbeit diese Aufgabe schultern? Ich habe zwar in den letzten Jahren immer eine Pflicht in der Textarbeit getan, aber es ist etwas anderes, Verantwortliche zu sein. Man muss ein gutes Kaliber und Arbeitsvermögen haben und auch die Grundsätze verstehen. Aber mein Kaliber und mein Arbeitsvermögen sind beide nur durchschnittlich, und mir fehlt auch das Fachwissen. Wie kann ich eine so wichtige Aufgabe übernehmen? Ich habe bereits eine schwere Verfehlung begangen, und wenn ich die Arbeit weiter behindere oder ihr schade, könnte ich diese Verantwortung nicht tragen. Wenn das Problem schwerwiegend ist, werde ich vielleicht weder ein gutes Ergebnis noch einen guten Bestimmungsort haben.“ Bei diesem Gedanken hatte ich das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, und ich war so besorgt, dass ich nachts nicht schlafen konnte. In den nächsten Tagen konnte ich nicht einmal mehr Begeisterung für meine Pflicht aufbringen und erledigte die anstehenden Aufgaben nur noch passiv. Als die Leiterin sah, dass ich meine Tage nur noch seufzend zubrachte, fragte sie nach meinem Zustand. Ich erzählte ihr von meinem Zustand und meinen Schwierigkeiten, und sie hielt mit mir Gemeinschaft, wobei sie Gottes Worte heranzog. Mein Zustand besserte sich etwas.

Während meiner Andachten suchte ich nach Gottes Worten, die meinen Zustand ansprachen. Der Allmächtige Gott sagt: „Als Noah tat, was Gott ihm aufgetragen hatte, wusste er nicht, welche Absichten Gott hatte. Er wusste nicht, was Gott damit erreichen wollte. Gott hatte ihm nur einen Befehl erteilt und ihn angewiesen, was er zu tun hatte, ohne viele Erklärungen abzugeben, und Noah tat es. Er versuchte nicht, insgeheim zu spekulieren, was Gottes Wünsche waren, er widersetzte sich Gott nicht und er war in seiner Hingabe von ganzem Herzen dabei. Er zog einfach los und handelte dementsprechend mit einem reinen und schlichten Herzen. Was immer Gott von ihm wollte, er tat es; und sich Gottes Worten zu unterwerfen und auf sie zu hören, war der Glaube, auf den sich seine Handlungen stützten. So unkompliziert und einfach behandelte er Gottes Auftrag. Sein Wesen – das Wesen seiner Handlungen war Unterwerfung, keine Zweifel zu haben, sich nicht zu widersetzen und darüber hinaus nicht an seine eigenen Interessen oder seine Gewinne und Verluste zu denken. Darüber hinaus fragte Noah, als Gott die Vernichtung der Welt durch eine Sintflut ankündigte, weder wann noch versuchte er, weiter nachzubohren, geschweige denn fragte er Gott, wie genau Er die Welt vernichten würde. Er tat einfach, was Gott ihm befohlen hatte. Wie auch immer Gott ihn anwies, die Arche zu bauen – und mit welchen Materialien –, genauso tat er es, und er handelte, sobald Gott den Befehl gab. Er handelte gemäß Gottes Anweisungen mit einer Einstellung, die Gott zufriedenstellen will. Tat er es, um selbst dem Unglück zu entgehen? Nein. Fragte er Gott, wie viel Zeit noch bliebe, bevor die Welt vernichtet werden sollte? Das tat er nicht. Fragte er Gott oder wusste er, wie lange es dauern würde, die Arche zu bauen? Auch das wusste er nicht. Er unterwarf sich einfach, hörte zu und handelte dementsprechend(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst I). Als ich über Noahs Erfahrung nachdachte, war ich sowohl bewegt als auch beschämt. Als Noah Gottes Auftrag annahm, die Arche zu bauen, hatte er noch nie zuvor eine Arche gesehen. Er wusste, dass es beim Bau der Arche viele Schwierigkeiten geben würde, aber angesichts von Gottes Auftrag dachte Noah nicht über diese Dinge nach, suhlte sich nicht in Schwierigkeiten und geriet nicht ins Stocken. Stattdessen unterwarf er sich und gehorchte, und er bereitete die Materialien für den Bau der Arche gemäß Gottes Anforderungen vor. Noah dachte nicht an seine persönlichen Gewinne oder Verluste; er dachte nur daran, wie er die Arche so schnell wie möglich gemäß Gottes Anforderungen bauen könnte, damit Gottes Herz getröstet werden konnte. Noah hatte wirklich einen guten Charakter! Noah unterwarf sich Gottes Auftrag einfach. Angesichts seiner Haltung schämte ich mich wegen meiner Unzulänglichkeiten und fühlte mich verlegen. Ich dachte darüber nach, welche Haltung ich selbst hatte, wenn ich in meiner Pflicht auf Schwierigkeiten stieß, und darüber, dass sie überhaupt nicht mit der von Noah zu vergleichen war. Obwohl es einige tatsächliche Schwierigkeiten bei der Arbeit gab, waren diese nicht unlösbar. Zum Beispiel konnte der Mangel an Textarbeitern durch die Koordinierung mit anderen Kirchen behoben werden; die schlechten Zustände der Textarbeiter konnten gelöst werden, indem man mit ihnen über Gottes Worte Gemeinschaft hielt; und mein durchschnittliches Kaliber und mein mangelndes Arbeitsvermögen ließen sich durch die Zusammenarbeit mit der Leiterin und meinen Brüdern und Schwestern bewältigen. All diese Schwierigkeiten waren lösbar. Doch als ich direkt mit ihnen konfrontiert war, ging ich sie nicht direkt an und löste sie nicht praktisch, um die Arbeit voranzubringen. Stattdessen machte ich mir Sorgen, dass ich die Arbeit verzögern und am Ende zur Verantwortung gezogen werden würde. Ich dachte nur an meine persönlichen Gewinne und Verluste. Ich nahm überhaupt keine Rücksicht auf Gottes Absichten und dachte auch nicht darüber nach, was meine Pflicht und Verantwortung waren. Meine Menschlichkeit war wirklich schlecht! Mit einer Menschlichkeit wie meiner war ich einfach nicht würdig, eine so wichtige Arbeit zu übernehmen. Ich machte mir große Selbstvorwürfe und betete zu Gott: „O Gott, mein Herz verzagt, wenn ich in meiner Pflicht vor diesen Schwierigkeiten stehe. Bitte führe mich und gib mir Glauben und Entschlossenheit. Ich bin bereit, mich in dieser Erfahrung auf Dich zu verlassen.“ Nach dem Gebet suchte ich schnell nach Leuten für die Textarbeit aus verschiedenen Kirchen. Nach einer Weile war das Personal für die Textarbeit im Grunde neu zugewiesen, und die Leiter hatten eine neue Verantwortliche ausgewählt, um mit mir zusammenzuarbeiten. Durch die tatsächliche Zusammenarbeit aller verbesserte sich die Textarbeit allmählich.

Aber die guten Zeiten hielten nicht lange an. Nach einer Weile ließen die Ergebnisse der Arbeit nach. Genau in diesem Moment erhielt ich einen Brief von den Leitern, in dem sie darauf hinwiesen, dass wir uns nicht auf das Fördern von Menschen konzentrierten und dass die Qualität der kürzlich bearbeiteten Predigten zu wünschen übrig ließ. Wir wurden gebeten, die Ursache der Probleme zu analysieren. Als ich den Brief der Leiter sah, zog sich in mir plötzlich alles zusammen. „Jetzt sind so viele Probleme bei der Arbeit aufgedeckt worden. Das liegt daran, dass ich als Verantwortliche nicht gut geführt oder die Endkontrollen nicht richtig durchgeführt habe. Es scheint, dass mein Kaliber immer noch zu gering ist, um diese Arbeit zu schultern!“ Dann dachte ich an die frühere Verantwortliche, die entlassen worden war, weil sie nach Ruhm und Status strebte und Unterbrechungen und Störungen bei der Arbeit verursachte. Ich hatte zwar nicht absichtlich Unterbrechungen und Störungen verursacht, aber wäre es dann nicht auch eine Verfehlung, wenn mein geringes Kaliber die Arbeit lahmlegte? Je mehr ich darüber nachdachte, desto negativer wurde ich gestimmt, und ich fühlte mich völlig kraftlos. Ich gelangte zu dem Schluss, dass ich wirklich nicht das Zeug zur Verantwortlichen hatte und zurücktreten sollte, damit jemand Fähigeres übernehmen konnte. Das würde zumindest etwas Selbsterkenntnis zeigen. Ich vermisste die Tage, als ich nur ein Teammitglied war, als die Verantwortliche sich um alles sorgte und ich keinerlei Verantwortung tragen musste. Obwohl ich wusste, dass solche Gedanken falsch waren, konnte ich mich ihrer nicht erwehren. In jenem Moment musste ein Brief dringend beantwortet werden, doch ich starrte nur auf den Computer und konnte mein Herz nicht zur Ruhe bringen. Als ich sah, wie die Zeit verstrich, wurde mir klar, dass es die Arbeit beeinträchtigen würde, wenn ich in einem solchen Zustand verharren würde, also betete ich schnell zu Gott: „O Gott, da ich so viele Probleme und Abweichungen bei der Arbeit sehe, möchte ich am liebsten ständig nur davor zurückweichen. Ich weiß, das steht nicht im Einklang mit Deinen Absichten. Bitte führe mich, damit ich mich selbst verstehe und aus diesem falschen Zustand herauskomme.“

Nach dem Beten las ich Gottes Worte: „Die Pflichtausführung des Menschen ist tatsächlich die Erfüllung von allem, was dem Menschen innewohnt, das heißt, was dem Menschen von Natur aus möglich ist. Dann ist seine Pflicht erfüllt. Was die Mängel im Dienst des Menschen betrifft, so werden diese durch fortschreitende Erfahrung und den Prozess, sich dem Gericht zu unterziehen, allmählich weniger; sie behindern oder beeinträchtigen die Pflicht des Menschen nicht. Jene Menschen, die aufhören zu dienen oder nachgeben und zurückfallen, aus Angst, es könnte Unzulänglichkeiten in ihrem Dienst geben, sind die feigsten von allen. Wenn die Menschen während ihres Dienstes das, was sie zum Ausdruck bringen sollten, nicht ausdrücken können, oder nicht das erreichen können, was ihnen von Natur aus möglich ist, und stattdessen nachlässig sind, dann haben sie die Funktion verloren, die ein geschaffenes Wesen haben sollte. Solche Menschen sind das, was als ‚Mittelmäßige‘ bekannt ist; sie sind nutzloser Abfall. Wie können solche Menschen als geschaffene Wesen im wahrsten Sinne des Wortes bezeichnet werden? Sind sie nicht verrottete Dinge, die nach außen hin strahlen, aber im Innern verwest sind? … Jene, die ihre Pflicht nicht erfüllen, sind Gott gegenüber sehr aufsässig und schulden Ihm viel; doch dann beschuldigen sie Gott heftig, dass Er im Unrecht ist. Wie könnte solch eine Person geeignet sein, perfekt gemacht zu werden? Ist dies nicht der Vorbote dafür, ausgemustert und bestraft zu werden? Menschen, die ihre Pflicht vor Gott nicht tun, sind bereits des abscheulichsten Verbrechens schuldig, für das nicht einmal der Tod eine ausreichende Strafe ist, dennoch besitzen sie die Frechheit, mit Gott zu streiten und gegen Ihn anzukämpfen. Was ist es wert, solche Menschen perfekt zu machen? Wenn Menschen bei der Erfüllung ihrer Pflicht versagen, sollten sie Schuldgefühl empfinden und das Gefühl haben, Gott etwas schuldig zu sein. Sie sollten ihre Schwäche und Nutzlosigkeit, ihre Aufsässigkeit und Verderbtheit hassen, und erst recht sollten sie alles für Gott opfern, selbst ihr Leben. Nur dann sind sie geschaffene Wesen, die Gott wahrhaftig lieben, und nur solche Menschen sind geeignet, Gottes Segnungen und Verheißungen zu genießen und von Ihm perfekt gemacht zu werden(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Unterschied zwischen dem Amt des fleischgewordenen Gottes und der Pflicht des Menschen). Gott sagt, dass es normal ist, wenn es bei der Pflichtausführung der Menschen Abweichungen und Mängel gibt, und solange sie diese erkennen und das Ruder rechtzeitig herumreißen können, wird Er sie nicht dafür verurteilen. Aber wenn jemand feige zurückschreckt, sobald bei seiner Pflicht Abweichungen und Mängel auftreten, oder sogar eine ganze Reihe verdrehter Argumente vorbringt und aufhört, seine Pflicht zu tun, dann mangelt es einem solchen Menschen an Menschlichkeit und Vernunft, und er ist für Gott verabscheuungswürdig. Wenn ein solcher Mensch nicht Buße tut, wird er letztendlich von Gott ausgemustert. Gottes Worte des Gerichts trafen mich mitten ins Herz. Ich hatte der Arbeit bereits geschadet, indem ich sie nicht gut gemacht hatte, und jetzt, wo die Probleme offenlagen, hatte ich es überhaupt nicht eilig, sie zu lösen und die Abweichungen zu korrigieren. Stattdessen dachte ich in meinem Herzen nur an meine persönlichen Interessen und hatte Angst, dafür verantwortlich gemacht zu werden, die Arbeit lahmgelegt zu haben, also wollte ich meine Pflicht wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Ich war zu egoistisch und gemein! Tatsächlich hatten die Ergebnisse der Textarbeit nachgelassen, und als die Leiter auf die Probleme und Abweichungen bei der Arbeit hinwiesen, lehrten sie mich ganz praktisch, wie man die Arbeit macht. Ich hätte über diese Probleme und Abweichungen mit allen reflektieren und sie zusammenfassen sollen, um die Arbeit voranzubringen. Aber nicht nur, dass ich nicht reflektierte und zusammenfasste oder mich schuldig fühlte und mir Vorwürfe machte, meine Pflicht nicht gut getan zu haben – ich suchte in meinem Herzen auch noch nach Ausreden und dachte, dass Gott mir kein gutes Kaliber gegeben hätte. Unter dem Vorwand, zugunsten von jemand Fähigerem zurückzutreten, versuchte ich, mich vor meiner Pflicht zu drücken. Ich dachte sogar, ich hätte Selbsterkenntnis. Doch erst jetzt wurde mir klar, dass das nicht im Geringsten Selbsterkenntnis war. Ich war einfach nur skrupellos und kehrte meiner Pflicht den Rücken! Ich dachte daran, wie die Leiter darauf hingewiesen hatten, dass wir uns nicht darauf konzentrierten, Menschen zu fördern, was eine Tatsache war. Die Brüder und Schwestern hatten gerade erst mit ihrer Einarbeitung begonnen und die Grundsätze noch nicht begriffen, also hätten wir gemeinsam lernen und Gemeinschaft halten sollen, um von den Stärken der anderen zu lernen und unsere Schwächen auszugleichen. Die Leiter wiesen darauf hin, dass die Qualität der von uns bearbeiteten Predigten nicht gut war, was ebenfalls eine Tatsache war. Mein eigenes Verständnis der Wahrheit war oberflächlich, und ich konnte das Wesen der Probleme nicht durchschauen, sodass mir die Kraft fehlte, sie zu lösen. Dass die Leiter darauf hinwiesen, war ein Weckruf für mich! Also sprach ich schnell mit meinen Brüdern und Schwestern über die Probleme, auf die die Leiterin hingewiesen hatte. Sie alle erkannten ebenfalls die Abweichungen und Mängel in ihren Pflichten und waren bereit, das Ruder herumzureißen. Von da an hatten wir eine Richtung und ein Ziel in unseren Pflichten.

Während meiner geistlichen Andachten dachte ich weiter nach: „Warum ist mein Herz jedes Mal so aufgewühlt, wenn ich bei meiner Arbeit auf Schwierigkeiten und Probleme stoße, und warum will ich sogar vor meiner Pflicht fliehen?“ Ich las Gottes Worte: „Manche Menschen haben Angst davor, Verantwortung zu übernehmen, während sie ihre Pflicht ausführen. Wenn die Kirche ihnen eine Arbeit zu tun gibt, überlegen sie zuerst, ob die Arbeit von ihnen verlangt, Verantwortung zu übernehmen, und wenn das der Fall ist, nehmen sie die Arbeit nicht an. Ihre Bedingungen für die Ausführung einer Pflicht sind erstens, dass es eine gemächliche Arbeit sein muss, zweitens, dass sie nicht arbeitsreich oder ermüdend ist, und drittens, dass sie, egal was sie tun, keine Verantwortung übernehmen. Das ist die einzige Art von Pflicht, die sie auf sich nehmen. Was ist das für eine Art von Mensch? Ist das nicht ein gerissener, betrügerischer Mensch? Sie wollen nicht einmal das kleinste bisschen Verantwortung übernehmen. Sie fürchten sogar, dass ihnen die Blätter den Schädel brechen, wenn sie von den Bäumen fallen. Welche Pflicht kann ein solcher Mensch ausführen? Welchen Nutzen kann er im Haus Gottes haben? Die Arbeit des Hauses Gottes hat mit dem Kampf gegen Satan zu tun, sowie mit der Verbreitung des Evangeliums des Königreichs. Welche Pflicht ist nicht mit Verantwortung verbunden? Würdet ihr sagen, dass die Rolle eines Leiters mit Verantwortung verbunden ist? Ist seine Verantwortung nicht umso größer, und muss er nicht umso mehr Verantwortung übernehmen? Egal, ob du das Evangelium predigst, Zeugnis ablegst, Videos drehst und so weiter – egal, welche Arbeit du leistest – solange sie mit den Wahrheitsgrundsätzen zu tun hat, bringt es Verantwortung mit sich. Wenn du deine Pflicht ohne Grundsätze ausführst, wird dies die Arbeit des Hauses Gottes beeinträchtigen, und wenn du Angst hast, Verantwortung zu übernehmen, kannst du keine Pflicht ausführen. Ist die Art Person, die Angst davor hat, bei der Ausführung ihrer Pflicht Verantwortung zu übernehmen, feige, oder gibt es da ein Problem mit ihrer Disposition? Ihr müsst imstande sein, den Unterschied zu erkennen. In Wirklichkeit ist dies keine Frage der Feigheit. Wie kommt es, dass solche Menschen so kühn sind, wenn es darum geht, reich zu werden, oder wenn sie etwas zu ihrem eigenen Vorteil tun? Für diese Dinge gehen sie jedes Risiko ein. Aber wenn sie Dinge für die Kirche, für das Haus Gottes tun, gehen sie überhaupt kein Risiko ein. Solche Menschen sind selbstsüchtig und verachtenswert, die hinterlistigsten von allen. Jeder, der bei der Ausführung einer Pflicht keine Verantwortung übernimmt, ist Gott gegenüber nicht im Mindesten aufrichtig, ganz abgesehen davon, wie es um seine Treue bestellt ist. Welcher Typ Mensch traut sich, Verantwortung zu übernehmen? Welcher Typ Mensch hat den Mut, eine schwere Bürde auf sich zu nehmen? Jemand, der im entscheidendsten Moment im Werk des Hauses Gottes die Führung übernimmt, mutig voranstürmt, eine schwere Bürde auf sich nimmt und keine Angst hat, Schwierigkeiten und Gefahren zu ertragen, wenn er die Arbeit sieht, die am wichtigsten und entscheidendsten ist. Das ist jemand, der Gott gegenüber treu ist, ein guter Soldat Christi. Trifft es zu, dass jeder, der Angst hat, Verantwortung in seiner Pflicht zu übernehmen, es deswegen tut, weil er die Wahrheit nicht versteht? Nein, es ist ein Problem mit seiner Menschlichkeit. Er hat kein Gerechtigkeits- oder Verantwortungsgefühl. Er ist ein egoistischer und verachtenswerter Mensch, er ist keiner, der aufrichtig an Gott glaubt. Er akzeptiert die Wahrheit nicht im Geringsten, und allein aus diesem Grund kann er nicht gerettet werden. Menschen, die an Gott glauben, müssen einen hohen Preis zahlen, um die Wahrheit zu gewinnen, und bei der Umsetzung der Wahrheit in die Praxis werden sie auf viele Hindernisse treffen. Man muss auch einigem entsagen, fleischliche Interessen aufgeben und manches Leid ertragen. Nur dann wird jemand in der Lage sein, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen. Kann also eine solche Person, die Angst davor hat, Verantwortung zu übernehmen, die Wahrheit praktizieren? Sie kann die Wahrheit gewiss nicht praktizieren, geschweige denn gewinnen. Sie hat Angst davor, die Wahrheit zu praktizieren, Angst davor, dass ihre Interessen Schaden nehmen; sie hat Angst davor, gedemütigt, verleumdet und gerichtet zu werden, und sie traut sich nicht, die Wahrheit zu praktizieren. Dementsprechend kann sie diese nicht gewinnen, und egal wie viele Jahre sie an Gott glaubt, sie kann Seine Rettung nicht erlangen. Diejenigen, die in Gottes Haus eine Pflicht tun können, müssen Menschen sein, die ein Gefühl der Bürde bezogen auf die Arbeit der Kirche haben, die Verantwortung übernehmen, die die Wahrheitsgrundsätze hochhalten können und die leiden und einen Preis zahlen können. Wenn es jemandem in diesen Bereichen an etwas mangelt, dann ist er ungeeignet, eine Pflicht auszuführen, und erfüllt nicht die Voraussetzungen, um eine Pflicht auszuführen. … Wenn du dich immer selbst schützt, wann immer dir etwas widerfährt, und dir eine Hintertür und einen Ausweg offenhältst, setzt du dann die Wahrheit in die Praxis um? Das ist kein Praktizieren der Wahrheit – das ist aalglatt. Du führst jetzt deine Pflicht im Hause Gottes aus. Wie lautet der erste Grundsatz zur Ausführung einer Pflicht? Du musst diese Pflicht zuerst mit ganzem Herzen ausführen, keine Mühe scheuen und somit die Interessen von Gottes Haus schützen. Das ist ein Wahrheitsgrundsatz, den du in die Praxis umsetzen solltest. Sich selbst zu schützen, indem man sich eine Hintertür und einen Ausweg offenhält, ist der Grundsatz der Praxis, dem Nichtgläubige folgen, und ihre oberste Philosophie. Bei allen Dingen zuerst an sich selbst zu denken, die eigenen Interessen über alles andere zu stellen und nicht an andere zu denken, zu glauben, dass die Interessen des Hauses Gottes und die Interessen anderer nichts mit einem selbst zu tun haben, zuerst an die eigenen Interessen und dann an einen Fluchtweg zu denken – macht das nicht einen Nichtgläubigen aus? Genau so jemand ist ein Nichtgläubiger. Diese Sorte Mensch ist es nicht wert, eine Pflicht auszuführen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 8: Sie bringen andere dazu, sich nur ihnen zu unterwerfen, und nicht der Wahrheit oder Gott (Teil 1)). Aus Gottes Worten erkannte ich: Wann immer Abweichungen oder Schwierigkeiten bei meiner Arbeit auftraten, geriet mein Herz vor allem deshalb so in Unruhe, weil ich immer Angst davor hatte, bei meiner Pflicht Verantwortung zu übernehmen; es war meine egoistische und hinterlistige Disposition, die hier die Probleme verursachte. Angesichts von Personalzuweisungen sowie Schwierigkeiten und Problemen bei der Arbeit war mein erster Gedanke, dass Textarbeit eine wichtige Arbeit des Hauses Gottes ist und dass ich zur Verantwortung gezogen würde, wenn ich die Pflicht einer Verantwortlichen nicht schultern könnte und die Arbeit verzögerte. Obwohl ich es nicht wagte, meine Pflicht aufzugeben, hatte ich in meinem Herzen immer das Gefühl, dass diese Pflicht zu riskant sei. Ganz zu schweigen von den Sorgen und dem Leid: Wenn die Arbeitsergebnisse schlecht waren oder es Abweichungen oder Mängel gab, würde ich mindestens entlassen werden; wenn ich zu viele Verfehlungen anhäufte, würde ich weder ein gutes Ergebnis noch einen guten Bestimmungsort haben. Bei diesem Gedanken sah ich diese Pflicht als eine Last und eine Bürde an und wollte mich davor drücken. Ich verspürte keinerlei Verlangen, die Probleme und Schwierigkeiten bei der Arbeit zu lösen. Als Verantwortliche hätte ich proaktiv meine Verantwortung übernehmen und bei Dingen, die ich nicht verstand, bei der Leiterin um Rat suchen sollen. Solange ich meine Absichten richtig ausrichtete und mein Bestes gab, würde ich zumindest nichts bereuen, selbst wenn das, was ich tat, unbedeutend war und die Ergebnisse am Ende nicht sehr gut waren. Aber bei dieser Pflicht überlegte ich nur, wie ich vermeiden konnte, Verantwortung zu übernehmen. Mein Herz war überhaupt nicht bei meiner Pflicht. Ich zeigte keinerlei Aufrichtigkeit gegenüber meiner Pflicht, geschweige denn Hingabe. Ich war wirklich so egoistisch und gemein! Das Haus Gottes fördert Menschen, damit sie beim Ausführen ihrer Pflichten danach suchen können, verschiedene Aspekte der Wahrheit zu verstehen, und damit sie ihre Pflichten gut tun. Für die Menschen ist dies eine praktische Übung. Jeder, der eine reine Erkenntnis hat, wird seine Pflicht wertzuschätzen wissen. Aber die Sichtweise hinter meinem Streben war falsch. Ich wollte bei meiner Pflicht keine Verantwortung übernehmen und wollte nur ein gewöhnliches Teammitglied sein, das Pflicht nach Vorschrift tut und darauf wartet, dass die Verantwortliche alles regelt. Auch wenn ich bei einer solchen Pflichtausführung keine Verantwortung übernehmen musste, würde ich so tatsächlich weniger praktisch üben und weniger Wahrheit erlangen, und ich hätte nur einen langsamen Lebensfortschritt. Dadurch, dass ich mich in der Pflicht einer Verantwortlichen übte, begegnete ich zwar mehr Problemen und Schwierigkeiten und der Druck war größer, aber ich gewann auch mehr. Ich machte einige Fortschritte beim Begreifen der Grundsätze und bei der Betrachtung von Menschen und Dingen. Auch gab es bei der Nachverfolgung der Arbeit einige Probleme, bei denen ich nur die oberflächlichen Phänomene sah und den Kern der Sache nicht erfassen konnte, was dazu führte, dass ich die Probleme nie lösen konnte. Erst durch die Führung der Leiter entdeckte ich meine Unzulänglichkeiten. Indem ich die Wahrheit suchte, erkannte ich die Natur und die Konsequenzen der Probleme und fand die Grundsätze der Praxis, wodurch ich die Probleme an ihrer Wurzel lösen konnte. Diese Fortschritte erzielte ich alle dadurch, dass ich die Pflicht einer Verantwortlichen erfüllte. Ich verstand auch, dass man einen Teil der Verantwortung übernehmen muss – egal welche Pflicht man im Hause Gottes tut. Diese Verantwortung wird einem nicht von einem Menschen übertragen, sondern kommt von Gott. Als ich das verstand, fasste ich vor Gott den Entschluss, mich auf Ihn zu verlassen und meine eigene Verantwortung zu tragen, ganz gleich, wie viele Schwierigkeiten es bei der Arbeit gab. Ich würde meine Negativität beenden und auch nicht vor meiner Pflicht fliehen.

Einmal las ich eine Passage aus Gottes Worten, die in einem Erfahrungszeugnis zitiert wurde und sehr gut zu meinem Zustand passte. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen glauben nicht, dass Gottes Haus die Menschen gerecht behandelt. Sie glauben nicht, dass Gott in Seinem Haus herrscht und dass dort die Wahrheit herrscht. Sie glauben, dass das Haus Gottes, ganz gleich welche Pflicht eine Person auch tun mag, sich sofort mit dieser Person befassen wird, sobald dabei ein Problem auftritt, dass es ihr die Eignung für das Tun dieser Pflicht absprechen, sie wegschicken oder sogar aus der Kirche entfernen wird. Ist das wirklich der Fall? Sicherlich nicht. Gottes Haus behandelt jede Person nach den Wahrheitsgrundsätzen. Gott ist in Seinem Umgang mit jeder Person gerecht. Er schaut nicht nur darauf, wie sich eine Person in einem einzelnen Fall verhält; Er schaut auf die Wesensnatur einer Person, auf ihre Absichten und auf ihre Einstellung. Insbesondere schaut Er darauf, ob eine Person über sich selbst reflektieren kann, wenn sie einen Fehler macht, ob sie Reue empfindet und ob sie den Kern des Problems anhand Seiner Worte durchschauen kann, somit die Wahrheit schließlich versteht, sich selbst hasst und wirklich Buße tut. Wenn jemand keine korrekte Einstellung hat, gänzlich von unlauteren persönlichen Absichten durchsetzt ist, voller listiger Pläne ist und nichts als verdorbene Dispositionen offenbart, und er, wenn Probleme auftreten, sogar auf Vortäuschungen und Spitzfindigkeiten zurückgreift, sich rechtfertigt und sich stur weigert, seine Fehler zuzugeben, dann kann so ein Mensch nicht gerettet werden. Er akzeptiert die Wahrheit überhaupt nicht und ist kein Mensch vom richtigen Schlag; er ist vollkommen enthüllt worden. Diejenigen, die die Wahrheit nicht im Geringsten akzeptieren können, sind dem Wesen nach Ungläubige und können nur ausgemustert werden. … Sagt Mir, wenn ein Mensch einen Fehler gemacht hat, er aber ein wahres Verständnis erlangt und bereit ist, Buße zu tun, würde das Haus Gottes ihm dann nicht eine Chance geben? Während sich Gottes sechstausendjähriger Führungsplan dem Ende zuneigt, gibt es so viele Pflichten, die getan werden müssen. Aber wenn du weder Gewissen noch Vernunft aufweist und dich nicht um deine eigentliche Arbeit kümmerst, wenn du die Gelegenheit bekommen hast, eine Pflicht zu tun, diese aber nicht zu schätzen weißt, nicht im Geringsten nach der Wahrheit strebst und den besten Zeitpunkt verstreichen lässt, dann wirst du enthüllt. Wenn du beim Tun deiner Pflicht ständig nachlässig bist und dich überhaupt nicht unterwirfst, wenn du damit konfrontiert bist, dass man dich zurechtstutzt, kann das Haus Gottes dich dann noch einsetzen, um eine Pflicht zu tun? Im Haus Gottes herrscht die Wahrheit, nicht Satan, und Gott hat bei allem das letzte Wort. Er ist es, der das Werk vollbringt, den Menschen zu retten; Er ist es, der die Herrschaft über alles hat. Es ist nicht nötig, dass du analysierst, was richtig und falsch ist; du musst nur zuhören und dich unterwerfen. Wenn du damit konfrontiert bist, dass man dich zurechtstutzt, solltest du die Wahrheit akzeptieren und deine Fehler korrigieren. Wenn du das tust, wird das Haus Gottes dir deine Eignung, eine Pflicht zu tun, nicht aberkennen. Wenn du immer Angst davor hast, ausgemustert zu werden, dich immer rechtfertigst, immer Spitzfindigkeiten verwendest, um dich zu verteidigen, dann ist das ein Problem. Andere werden sehen, dass du die Wahrheit nicht im Geringsten akzeptierst und dass du völlig unvernünftig bist. Das bedeutet, du steckst in Schwierigkeiten, und die Kirche wird sich mit dir befassen müssen. Du akzeptierst die Wahrheit beim Tun deiner Pflicht überhaupt nicht und hast immer Angst, enthüllt und ausgemustert zu werden. Deine Angst ist mit unlauterer menschlicher Absicht durchsetzt; in dieser Angst existieren verdorbene satanische Dispositionen sowie Misstrauen, Missverständnisse und eine argwöhnische Abwehrhaltung. Nichts davon ist eine Haltung, die ein Mensch haben sollte(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Ich dachte über Gottes Worte nach und darüber, wie ich Gott gegenüber immer auf der Hut war und Ihn missverstand, wenn etwas geschah, aus Angst, enthüllt und ausgemustert zu werden. Das lag daran, dass ich keine Kenntnis von Gottes gerechter Disposition hatte. Ich dachte, dass ich in der Vergangenheit ja eine schwere Verfehlung begangen hatte, und wenn ich meine Pflicht nicht gut tat und der Kirchenarbeit Störungen und Schaden zufügte, würde ich noch viel mehr Verfehlungen begehen – und wenn diese schwerwiegend wären, würde ich ausgemustert. Wenn ich meine Pflicht mit ganzem Herzen und ganzer Kraft tun würde, aber aufgrund meines geringen Kalibers nicht kompetent genug wäre, würde mich das Haus Gottes jedoch in Wirklichkeit meinem Kaliber entsprechend einer geeigneten Pflicht neu zuweisen und mich nicht aus diesem Grund ausmustern. Nur diejenigen, die die Arbeit der Kirche absichtlich unterbrechen und stören und sich weigern, Buße zu tun – ganz gleich, wie mit ihnen Gemeinschaft gehalten wird – werden ausgemustert. Bei der vorherigen Verantwortlichen war es ganz genau so. Sie verstieß absichtlich gegen Grundsätze und verursachte Unterbrechungen und Störungen um ihres eigenen Ruhms und Status willen. Während dieser Zeit hielt die Leiterin mit ihr Gemeinschaft und half ihr, aber sie tat keine Buße und wurde schließlich entlassen und ausgemustert. Gottes Haus hat Grundsätze für den Umgang mit Menschen. Es behandelt die Verfehlungen der Menschen je nach ihrem unterschiedlichen Hintergrund und ihrer Situation und schert nicht alle über einen Kamm. Die vielen Probleme, die bei der Ausführung meiner Pflicht offengelegt wurden und den Fortgang der Arbeit beeinträchtigten, lagen hauptsächlich daran, dass ich mich erst kurze Zeit in meiner Pflicht übte. Ich hatte keine Richtung und keinen Weg, wie ich die Arbeit gut machen sollte, und manchmal konnte ich die Kernpunkte nicht erfassen. Ich wollte nicht absichtlich unterbrechen oder stören. Als ich meine Abweichungen erkannte und sie rechtzeitig korrigierte, gab mir das Haus Gottes dennoch die Gelegenheit, mich zu üben, und die Leiter gaben mir auch Führung darin, wie man echte Arbeit leistet. Ich sollte weder gegenüber Gott auf der Hut sein noch Ihn missverstehen. Ich hatte keine Kenntnis von Gottes gerechter Disposition und war Ihm gegenüber ständig auf der Hut und voller Missverständnisse. Mein eigener Lebenseintritt erlitt Schaden, und es wirkte sich auch auf meine Pflicht aus. Das waren alles Folgen davon, dass ich nicht nach der Wahrheit suchte.

Im Nu war es Oktober. Aufgrund der Verhaftungen durch die KPCh wurden die verschiedenen Arbeiten in der Kirche behindert, und die Arbeitsergebnisse gingen wieder zurück. Auch bei meinen Brüdern und Schwestern herrschte allgemein eine schwierige Lage. Diesmal ließ ich nicht nach und verfiel nicht wie zuvor in einen negativen Zustand, sondern besprach mit meiner Arbeitspartnerin, wie wir die bestehenden Probleme lösen könnten. Zu dieser Zeit wiesen die Leiter auch auf einige Abweichungen in unserer Arbeit hin und hielten über einige Wege der Praxis Gemeinschaft. Als ich den Brief der Leiter sah, konnte ich nicht anders als zu denken: „Was, wenn die Arbeit auch danach nicht in Gang kommt? Wenn sich die Arbeit verzögert, werde ich diese Verantwortung nicht tragen können!“ Ich erkannte, dass ich wieder einmal nur auf meinen eigenen Schutz bedacht war; also betete ich und suchte nach der Wahrheit. Ich las Gottes Worte: „Was sind die Äußerungsformen eines ehrlichen Menschen? Erstens hat ein ehrlicher Mensch keine Zweifel an Gottes Worten. Das ist eine der Äußerungsformen eines ehrlichen Menschen. Abgesehen davon, ist die wichtigste Äußerungsform, dass man in allen Belangen die Wahrheit sucht und praktiziert – das ist am entscheidendsten. Du sagst, dass du ehrlich bist, aber du verdrängst Gottes Worte immer und machst einfach, was du willst. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Du sagst: ‚Mein Kaliber ist zwar dürftig, aber ich habe ein ehrliches Herz.‘ Doch wenn dir eine Pflicht zufällt, hast du Angst, zu leiden und Verantwortung zu tragen, falls du sie nicht gut erfüllst, also erfindest du Ausreden, um dich vor deiner Pflicht zu drücken, oder schlägst vor, dass es jemand anderes macht. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Eindeutig nicht. Wie sollte sich also ein ehrlicher Mensch verhalten? Er sollte sich den Anordnungen Gottes unterwerfen, der Pflicht, die er ausführen soll, hingebungsvoll gegenüberstehen und danach streben, Gottes Absichten zufriedenzustellen. Das äußert sich auf verschiedene Weise: Eine davon ist, dass du deine Pflicht mit ehrlichem Herzen annimmst, ohne an deine fleischlichen Interessen zu denken, ohne halbherzig zu sein und ohne zu deinem eigenen Vorteil zu intrigieren. Das sind Äußerungsformen von Ehrlichkeit. Eine andere ist, dass du dich mit ganzem Herzen und ganzer Kraft einsetzt und deine Pflicht gut erfüllst, die Aufgaben, die dir von Gottes Haus anvertraut wurden, richtig tust und dein Herz und deine Liebe in deine Pflicht einbringst, um Gott zufriedenzustellen. Das sind die Äußerungsformen, die ein ehrlicher Mensch bei der Ausführung seiner Pflichten haben sollte(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Aus Gottes Worten verstand ich, dass ein ehrlicher Mensch bei der Ausführung seiner Pflicht weder eigennützige Pläne schmiedet noch seine eigenen Interessen berücksichtigt, sondern auf Gottes Absichten Rücksicht nimmt und seine Pflicht mit ganzem Herzen und ganzer Kraft tut. Ich sollte gemäß Gottes Worten praktizieren und ein ehrlicher Mensch sein. Jetzt liegt der große rote Drache in den letzten Zügen und verhaftet wie wild Brüder und Schwestern. Sein Ziel ist es, die Arbeit der Kirche zu stören. Gerade in dieser Zeit sollte ich mein Mitwirken intensivieren und zusammen mit allen daran arbeiten, dass wir unsere Pflichten gut tun konnten. Also aß und trank ich Gottes Worte zusammen mit meiner Arbeitspartnerin und suchte nach einem Weg, die unmittelbaren Schwierigkeiten zu lösen. Wir legten den Leitern auch unsere kommenden Arbeitspläne vor und hielten dann separat mit unseren Brüdern und Schwestern Gemeinschaft, wobei wir die Schwierigkeiten und Probleme bei der Arbeit konkret angingen und lösten. Nach einer gewissen Zeit verbesserte sich die Textarbeit allmählich. Im Prozess der tatsächlichen Zusammenarbeit aller sahen wir Gottes Segen und Führung. Die Ergebnisse der Textarbeit wurden immer besser, und wir waren alle Gott sehr dankbar.

Zuvor hatte ich immer das Gefühl, dass mein Kaliber nicht gut sei und ich die Pflicht einer Verantwortlichen nicht ausführen könne und dass nur diejenigen mit gutem Kaliber diese Arbeit tun könnten. Die Tatsachen bewiesen, dass meine Sichtweise falsch war. Ich las Gottes Worte: „Wer hätte ohne das Werk des Heiligen Geistes oder Gottes Bewahrung dorthin gelangen können, wo er heute ist? Welcher Teil der Arbeit hätte sich so entwickeln können, wie er heute ist? Dachtest du, du wärst in der säkularen Welt? Wenn irgendeine Gruppe in der säkularen Welt nicht den Schutz eines Teams von talentierten oder begabten Personen hätte, wäre sie nicht in der Lage, ihre Unternehmungen durchzuführen. Aber das Werk im Haus Gottes ist anders. Es ist Gott, der das Werk im Haus Gottes bewahrt, leitet und führt. Denke nicht, dass das Werk des Hauses Gottes von irgendeiner einzelnen Person abhängt. Das ist unmöglich, und kein Mensch könnte das tun. Sollte jemand das wirklich glauben, ist das eine absurde Sichtweise; es ist die Sichtweise eines Ungläubigen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). „Unabhängig davon, ob dein Kaliber hoch oder niedrig ist und wie viel Talent du hast: Wenn deine verdorbenen Dispositionen nicht beseitigt sind, dann wirst du nicht für die Verwendung geeignet sein, egal in welcher Position du eingesetzt wirst. Umgekehrt gilt: Wenn dein Kaliber und deine Fähigkeiten begrenzt sind, du aber verschiedene Wahrheitsgrundsätze verstehst – einschließlich derer, die du im Rahmen deiner Arbeit verstehen und erfassen solltest – und deine verdorbenen Dispositionen beseitigt wurden, dann wirst du ein für die Verwendung geeigneter Mensch sein(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Als ich mich an Gottes Worten maß, sah ich, dass ich blind und unwissend war und dass das, was ich offenbart hatte, die Sichtweise einer Ungläubigen war. Tatsächlich ist die Arbeit des Hauses Gottes nichts, was man gut machen kann, indem man sich auf das Kaliber oder die Begabungen einer einzelnen Person verlässt. Oberflächlich betrachtet sind es Menschen, die die Arbeit des Hauses Gottes tun, aber tatsächlich ist es Gott selbst. Es ist der Heilige Geist, der die Arbeit leitet und aufrechterhält. Egal, ob das Kaliber eines Menschen gut oder schlecht ist, solange er ein einfaches und ehrliches Herz hat, bereit ist, nach den Wahrheitsgrundsätzen zu suchen, wenn etwas geschieht, nicht nach seinen verdorbenen Dispositionen lebt und in seinen Pflichten hingebungsvoll ist, wird Gott ihn segnen und führen, und er kann einige Ergebnisse in seinen Pflichten erzielen. Was ich auch erkannte, war, dass mein Kaliber zwar durchschnittlich war, wir aber gute Ergebnisse erzielten, wenn wir alle zusammenarbeiteten und unsere Pflichten einmütig ausführten. Das war alles Gottes Führung; es war Gott, der Seine eigene Arbeit aufrechterhielt. Dank sei dem Allmächtigen Gott!

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